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	<title>African Paper &#187; Vicar Vittorio Demarin</title>
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		<title>FATHER MURPHY: Pain Is On Our Side Now</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jan 2014 03:16:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Welt der experimentellen Musik ist es mehr als einmal vorgekommen, dass eine konzeptuelle Idee besser klang als das Resultat ihrer Umsetzung. Dessen müde, mag man vielleicht zu einer gewissen Skepsis neigen, wenn Father Murphy – bekannt für Marotten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/25/father-murphy-pain-is-on-our-side-now/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Father_Murphy_Pain1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8082" title="Father_Murphy_Pain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Father_Murphy_Pain1.jpg" alt="" width="154" height="150" /></a>In der Welt der experimentellen Musik ist es mehr als einmal vorgekommen, dass eine konzeptuelle Idee besser klang als das Resultat ihrer Umsetzung. Dessen müde, mag man vielleicht zu einer gewissen Skepsis neigen, wenn Father Murphy – bekannt für Marotten mit Stil – ihre neue Veröffentlichung als ein Album ankündigen, das zugleich ein doppeltes ist, und dem Hörer, vorausgesetzt er besitzt zwei Turntables, eine nicht unwesentliche Rolle im kreativen Prozess beimisst. „Pain Is On Our Side Now“ besteht aus zwei einseiting bespielten Vinylscheiben im 10&#8221;-Format, mit jeweils zwei Songs, die man je nach Neigung oder technischer Ausstattung der Reihe nach hören kann. Man kann sie jedoch auch<span id="more-8081"></span> simultan abspielen mit dem Resultat einer ganz anderen Musik. Und auch wenn das nicht vorgesehen sein mag, kann man ebenso die Simultanität durchbrechen, und nur bestimmte, immer andere Passagen nebenher laufen zu lassen – so lange, bis dass man selbst die beste Version des Albums zusammengemischt hat.</p>
<p>Dass das Konzept aufgeht, hat zweierlei Gründe: Der wichtigste ist struktureller Natur und zugleich ein Resultat der Klangwahl des italienischen Trios. Father Murphys Musik ist kollagenhaft, und im Zentrum steht meist das musikalische Einzelmotiv, das klangliche Objekt. Ob es sich um markante Bassläufe, diverse Tapeloops, wilde Trommelwirbel oder andere Perkussion handelt – ebenso wie der wilde Klangegesang Freddie Murphies stehen sie primär für sich, und fungieren erst in zweiter Linie als Teil eines kompositorischen Zusammenhangs. Wo ein bestimmtes Motiv hingehört, ist relativ offen, und dies ohne viele Cut-ups und in einer enorm energiegeladenen Livestimmung zustande zu bringen, zählt zu den Stärken der Band. Der andere Grund liegt in der streckenweise skellettierten Gestalt der jeweiligen Stücke.</p>
<p>Father Murphy haben einen Hang zum Monumentalen, eine treibende Energie, die in ihrer Eindringklichkeit überschäumendes Pathos zulässt und es zugleich durch eine krude Unverblümtheit eindämmt. Diese Eigenschaft lässt mich, trotz unterschiedlicher musikalischer Mittel, oft an Swans und Angels of Light denken, und es ist bemerkenswert, dass dies auch in den weniger fülligen Momenten der separaten Stücke gewahrt bleibt. Wie gewohnt bilden scheppernde und dröhneden Sounds die Kulisse für eine ganze Reihe an Motiven, die wie kurzerhand aufgeschnappte Zitate auf die Bühne geworfen werden: Mal ist es eine Klarinette, mal sind es feierliche Bläser, mal etwas weniger feierliche, aber nicht minder blecherne Klänge, die entfernt an ein Saxophon erinnern, und immer wieder werden sie von einem zackigen Schlagwerk durch die Szenerie getrieben wie eine Parade zombifizierter Cheerleader.</p>
<p>Stimmen erklingen allerorts, vermitteln einen kurzen Eindruck von Orientierung, der sich allerdings als Illusion entpuppt. Sie erklingen in Form von amerikanischen Radiosamples, von unterschwelligem Grummeln, von sakralen Chören und nicht zuletzt in der Gestalt von Freddies entgrenzten Schreien und dem Gastbeitrag von Sänger Ezra Buchla (Gowns). Als „downward spiral“ verstehen sie laut Booklet ihre Herangehensweise, im krassen Unterschied zum Loop, der in ihrem Verständnis eine religiöse Struktur hat. Father Murphy dagegen sei das Gegenteil eines Glaubensbekenntnisses, vielmehr die Inszenierung des eigenen Kollaps. Der allerdings kann mit sowiel Wut im Bauch nicht anders als triumphal ausfallen.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it">Boring Machines</a>/<a href="http://aagoo.com/">Aagoo Records</a></strong></p>
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		<title>FATHER MURPHY: ORSANTI They Called Them</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Mar 2013 06:46:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/03/ORSANTI-They-called-Them-front-SOLO.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6489" title="ORSANTI They called Them - front SOLO" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/03/ORSANTI-They-called-Them-front-SOLO.jpg" alt="" width="150" height="245" /></a>Es gibt sicher eine Reihe an Gründen, von der gegenwärtigen Musik ernüchtert zu sein – es reicht schon aus, in der endlosen Variation bekannter Stile weniger die Vielfalt zu sehen, sondern eher das Inflationäre, die schiere Quantität. Es gibt jedoch ebenso viele Gründe, von Father Murphy begeistert zu sein. Mit ihrer Wucht und ihren ausgefallenen Ideen haben auch die drei Turiner die Musik nicht neu erfunden und ihre Stil-Entwicklung ist keineswegs frei von Referenzen. Sie haben sich aber zwischen vielen bekannten Feldern ein zuvor unentdecktes<span id="more-6426"></span> Terrain erspielt. Bei Father Murphy hat man es nie mit einem bloßen No Wave- oder Postpunk-Revival zu tun, auch wenn der knarrende Bass und Freddie Murphies eindringliche Proklamationen eine Energie der Wut entfesseln, die sich mit Bauhaus-Songs wie „Double Dare“ messen kann. Ihre ausladenden Drumparts und der Gebrauch von Tapeloops bekommen oft das Attribut „experimentell“ verliehen &#8211; was in Ordnung ist, und doch sind ihre Kompositionen stets halbe Songs, wenn nicht mehr. Das wichtigste aber ist ein Moment des Geheimnisvollen, eine okkult anmutende Aura, die nur schwer greifbar ist, die sich aber konsequent durch alle Aufnahmen zieht. Sie wären außerdem ein idealer Opener für die Swans.</p>
<p>Nach einem <a href="http://aagoo.bigcartel.com/product/father-murphy-anyway-your-children-will-deny-it-remix-series-lp">Remixalbum</a>, auf dem Gäste einige Stücke ihres letzten Albums bearbeiten durften, nehmen sie das kreative Entstellen ihrer Musik diesmal selbst in die Hand. Ausgangsmaterial ihrer neuen Tape-Veröffentlichung sind vier Soundtracks, die Father Murphy vor einiger Zeit für den Trickfilmer Luca Dipierro aufgenommen hatten. Man wollte die Filmmusik nicht eins zu eins in den neuen Kontext übertragen und entschied sich für einen Weg, der gleich noch eine Hommage an Dipierro darstellt: Den Cut-Up, das Zerreißen und Zusammensetzen von Soundmaterial nach einem weitgehenden Zufallsprinzip. Was Burroughs dem Rohmaterial seines „Naked Lunch“-Textes noch mit Schere und Kleber angetan hat, ist auch integraler Bestandteil der animierten Kollagen Depierros. Filmische Assoziationen hätte man sicher auch ohne dieses Wissen: Ähnlich Coils „Golden Section“ beginnt der Auftakt mit martialischen Pauken – ideale Musik für einen klassischen Sandalenfilm, und es wäre schon interessant zu erfahren, welche Bilder die Passage in den eher kindlich anmutenden Filmen untermalt.</p>
<p>Klänge dieser Art sind stets erhaben und bedrohlich, und doch transportieren sie meist einen glatten Heroismus, den Father Murphy gekonnt mit rauen Drones zersägen. Sobald diese das Feld übernommen haben, beginnt eine abenteuerliche Folge von Sequenzen, bei der Chaos und Struktur stets in Balance bleiben: Atonale Stimmfragmente und ein perkussives Rasseln und Klappern, bei dem man die Klangquellen nur erraten kann, bilden einen Strudel, aus dem sich von Zeit zu Zeit Rhythmen herausschälen, um postwendend im nächsten Dickicht verloren gehen. Vocals, die an persiflierte Schmerzensschreie erinnern und der Klang einer Bassklarinette sind noch die sichersten Orientierungspunkte in der unheilschwangeren und zugleich orgiastischen Szenerie. Nach einem der abrupten Brüche stellen ekstatische Hi-Hats so etwas wie Rock in Aussicht, und in der Tat wird eine Art Song daraus – vorausgesetzt, man lässt den Begriff für den gemurmelten Singsang und das Rascheln verstimmter Gitarren gelten, das wie aus einem knarrenden Kellerfenster herüberschallt.</p>
<p>Man sollte Father Murphy wünschen, dass sie bleiben was sie sind. Damit ist nicht einmal ihr musikalischer Stil gemeint, dessen größte Konstante sowieso die Variation ist. Father Murphy ist keine dieser hippen Nerdkapellen, die von der Popschickeria hofiert werden, und doch weit attraktiver, als es Kritikerlieblinge und Geheimtipps sind. Das steht ihnen gut zu Gesicht – wer für ihren Zauber empfänglich ist, wird sie finden.</p>
<p><strong>Label: <a>Yerevan Tapes</a></strong></p>
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