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	<title>African Paper &#187; Vincenz Kokot</title>
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		<title>MUTE SWIMMER: Air Itself</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Apr 2017 04:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/airitselfmuteswimmer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13622" title="airitselfmuteswimmer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/airitselfmuteswimmer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es sind Fragen, die vermutlich so alt sind, wie die menschliche Kreativität: Wer oder was ist eigentlich die treibende Kraft hinter einer künstlerischen Aussage? Wer spricht, wenn man den Worten eines Songs zuhört? Gibt es da ein souveränes Ich, das allein über den Aussagegehalt entscheidet, oder sind es andere Faktoren wie z.B. das Umfeld des Künstlers oder die typischen Themen seiner Zeit? Freilich ziehen solche Fragen immer wieder auch die Schwätzer an, weil man mit ihnen so schön<span id="more-13621"></span> abstrakt und hochtrabend klingen kann, und am unangenehmsten sind damit vielleicht deutsche Trittbrettfahrer französischer Theoretiker aufgefallen, die seit den 90ern so manche Uni-Fakultät zu einem Ort der Langeweile gemacht hatten. Dem zum Trotz sind solche Fragen aber nicht zwingend unwichtig oder uninteressant.</p>
<p>Guy Dale, der vor einiger Zeit sein anfangs noch rein akustisches Soloprojekt Mute Swimmer in eine mehrköpfige, elektrifizierte Band verwandelt hat, geht in seinen Texten immer wieder solchen Fragen nach, fragt in seinen Songlyrics nach deren eigener Entstehung und dem Status des Sängers als Aussagesubjekt. Ohne dabei schüchtern zu klingen, scheint er diesem keinen übergeordneten Wert beizumessen, und der Satz „I&#8217;m not the singer of this song“, mit dem er neuerdings seine Konzerte eröffnet, fasst all dies sloganhaft zusammen. In seinem neuen Album geht es im vor allem um die Stimme, die als Teil eines (quasi organischen) Zusammenhangs mit dem Klang der (anderen) Instrumente verschmilzt und materiell sehr viel mit dem zu tun hat, was dem Album seinen Titel gibt: „Air Itself“. Zugleich ist auch der Sänger als Person niemand Herausstechendes, sondern, wie es in einem Song heißt, „One of Us“.</p>
<p>Wie um all dies zu untermauern, tritt der Gesang, der nicht immer so wohlig klingt wie in früheren Aufnahmen, sondern ab und an hochtönt, gedoppelt anmutet oder wie das Lamentieren eines Koboldes klingt, hinter die anderen Komponenten zurück, die Mute Swimmer von seiner (oder besser: ihrer) bislang rauesten und am wenigsten songhaften Seite zeigen. Zwar gibt es einzelne Momente des vertrauten, folkigen Wohlklangs, „Reckoning“ und v.a. „Stone“ sind berührende repetitive Akustiknummern, und das Zusammenspiel aus Gitarre, Gesang und singender Säge zählt zu den stärksten Momenten der Platte. Das Gros der Stücke jedoch ist von einer evokativ-dröhnenden Gestalt, lässt kratzende, rumorende Noise(rock)-Schichten auf tastende Takte, an die Substanz gehende Violinparts und hörspielartige Sprachfetzen treffen.</p>
<p>Dales Stimme geht immer wieder fast vollständig darin auf und bewahrt sich so vor jedem exponierten Songwriter-Klischee. Allerdings ebenso sehr vor dem eigenen Verschwinden, das immer mal wieder vage anklingt: in der Stummheit, auf die der Bandname verweist, in dem kleinen Rest geschriebener Sprache, der auf dem Albumcover fast über den Bildrand gedrängt wird, und natürlich immer wieder in den Texten auf „Air Itself“. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://trucoesparrago.blogspot.de/">Truco Espárrago</a></strong></p>
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		<title>MY SISTER GRENADINE: Spare Parts</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jul 2013 01:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/msgsparepars.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7305" title="msgsparepars" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/msgsparepars-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>My Sister Grenadine ist eine dieser Bands, die merkwürdige Instrumente benutzt. So würde der aufs Primitivste heruntergebrochene Satz lauten, mit dem man die drei Wahlberliner Angelina Kartsaki, Felix Koch und Vincenz Kokot in eine griffige Schublade einordnen könnte. Das sollte man aber tunlichst unterlassen, und ich erwähne ihn auch nur aus einem Grund: Der zum Teil ungewöhnliche Sound ist weit davon entfernt, eitler Selbstzweck zu sein, verschwindet zum Teil fast hinter dem intelligenten Songwriting und der mitreißenden Stimmung der Songs, und schafft es doch, die Band aus dem gängigen Folk- und Indie-Allerlei herausragen zu lassen.<span id="more-7304"></span> Ist man erst vollends in ihren Sound eingetaucht und steht der bandtypischen Stimmung gegenüber auf Empfang, dann wirken die Ukulele und die Rhythmussektion, zu der bereits Schreibmaschinen und diverse Haushaltsutensilien zählten, kaum noch plakativ ironisch, was ja leider oft Sinn und Zweck solch „weirder“ Klänge ist.</p>
<p>Natürlich haben die drei nichts gegen eine gute Brise Nostalgie einzuwenden. Die verbreitet sich bereis in „Anthem For“, dem schmissigen Opener ihres aktuellen Longplayers, zu dem man am liebsten gleich in entsprechender Garderobe nach 20er Jahre-Art tanzen möchte, vorausgesetzt, man ist nicht geneigt, den ausgesprochen ernst wirkenden Vokalisten zunächst um Erlaubnis zu fragen. Das ganz selbstverständliche Zusammengehen von Ernsthaftigkeit und spielerischer Experimentierfreunde, das ganz ohne Klugscheißerei vonstattengeht, ist eines der Markenzeichen des Trios, ebenso das ausgesprochen gute Händchen für Melodien mit Ohrwurm-Potential. Beispiele dafür finden sich im A Capella „Birdwatcher&#8217;s Wife“ oder im Vorzeigesong „Rickety Rackety“, bei dem musikalisch einfach alles stimmt. Man sollte hier aber den von allerlei alltäglichen Tragikomödien kündenden Text nicht überhören, bei dem man ganz nebenbei auch erfährt, dass der berüchtigte T-Rex in Wirklichkeit Vegetarier war. Interessant ist, dass man die ganze Zeit mit einem Kippen des Sängers in Falsett rechnet, der aber ausbleibt. Wenn es doch mal passiert, sind Tiny Tim-Assoziationen bei dem Instrumentarium natürlich unvermeidlich. Subtile Ironie, präsentiert mit betonter Beiläufigkeit, findet sich auch in „Modern Art“, das Selbstverständlichkeiten einer von Konsum geprägten Welt herausfordert und doch jede platte Eindeutigkeit umschifft. Die würde auch nicht zu dem jede biederfolkige Betulichkeit brechenden Kratzen und Quietschen passen, das das Album in zuverlässiger Regelmäßigkeit alle paar Minuten heimsucht. Ein Kollege bei einem bekannten Printmagazin wollte darin nur Niedlichkeit (übrigens ein blöder Begriff, wie ich finde&#8230;) erkennen, der subtile Biss blieb ihm anscheinend verborgen.</p>
<p>Wer sich also vom gängigen Folk- und Indie-Allerlei nicht um den Genuss interessanter Akustikbands bringen lässt und die Lobeshymnen des Rolling Stone bislang überhört hat, der sollte sich den Tipp zu Herzen nehmen und sich auf die Suche nach „Spare Parts“ begeben. Auch Live lohnt das Trio, das dann oft im Doppelpack mit dem stummen Schwimmer Guy Dale zu sehen ist.</p>
<p>A. Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Solaris Empire</strong></p>
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