<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Volker Hormann</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/volker-hormann/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>THE GREAT PARK: Kitchen</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/06/21/the-great-park-kitchen/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/06/21/the-great-park-kitchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2014 05:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Genosse Vinyl]]></category>
		<category><![CDATA[Martha Rose]]></category>
		<category><![CDATA[Mina Reischer]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Burch]]></category>
		<category><![CDATA[The Great Park]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Hormann]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=8949</guid>
		<description><![CDATA[Obwohl Stephen Burch und seine wechselnden Mitstreiter eine gut erkennbare musikalische Handschrift haben, ist The Great Park auch eine Band, die man sich über die Songtexte erschließen kann. Dass Burch dunkle, vom Fatum erzählende Geschichten in schöne Melodien packt, dass &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/06/21/the-great-park-kitchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/thegreatparkkitchen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8950" title="thegreatparkkitchen" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/thegreatparkkitchen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Obwohl Stephen Burch und seine wechselnden Mitstreiter eine gut erkennbare musikalische Handschrift haben, ist The Great Park auch eine Band, die man sich über die Songtexte erschließen kann. Dass Burch dunkle, vom Fatum erzählende Geschichten in schöne Melodien packt, dass selbst die morbidesten Abgründe sich bei ihm gerne in anheimelden Szenarien ereignen, ist oft hervorgehoben worden, ebenso die biografische Färbung seiner meist in der Ich-Form verfassten Songs. Burch ist aber auch ein leidenschaftlicher Symbolist, und selten wurde sein Interesse an Orten, an Räumen und Straßen und allem, was man dort vorfindet deutlicher als auf den Album „Kitchen“, das neben der CDr-Version erstmals auch in Form von hundert Vinylscheiben vorliegt.<span id="more-8949"></span></p>
<p>Wollte man an „Kitchen&#8221; etwas Wesentliches hervorheben, dann wäre es die merkliche Reduktion auf basale Grundmotive früherer The Great Park-Alben, denn die meisten Songs verzichten diesmal auf Spektakuläres. Die dunklen, beklemmenden Ereignisse, die in Songs wie „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=NEnXy5fcu5M">The Burning of Two</a>“ fast filmreif inszeniert wurden und in einem Stück wie „<a href="http://thegreatpark.bandcamp.com/track/the-dogs">The Dogs</a>“ in expressiver Anschaulichkeit passierten – das einleitende „Exeter“ beginnt fast wie ein introvertiertes Echo solcher Momente, denn das Unheimliche entspringt hier mehr denn je dem Kleinen, Alltäglichen, das sich, begleitet von beschaulichen Gitarren, erst nach und nach zum surrealen Bild zweier Kinder im Dornenkleid zusammenfügt.</p>
<p>The Great Park wäre sicher um einiges langweiliger, wäre Burch ein reiner Schwarzmaler, doch das kann man ihm trotz all der lyrischen Drastik nicht vorwerfen. Ist es wirklich nur die Musik – das lockere Strumming, die helle Stimme, das heimeligen Geigenparts – die in „Whistle“ auch eine verschüchterte Hoffnung anklingen lässt, zwischen all den &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CntdXBKc8BQ">erneut</a> &#8211; verbrannten Büchern, deren Seiten ohnehin nur Laub waren? Und kündet „She Cuts your Sails“ nicht auch von versteckten Möglichkeiten, wenn es angesichts des „waiste we all know“ das Weglaufen ebenso besingt wie die Unmöglichkeit des Entrinnens? &#8220;We love to get lost an we love to get found&#8221; hies es bereits <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6VWxmg1XNqU">an anderer Stelle</a>. Jedenfalls folgt nach jeder noch so sarkastischen Anekdote früher oder später auch das Loslassen, und sei es nur in der besinnlichen Ruhe in „The Rain is a Kind Kind of Love“.</p>
<p>Musikalisch ist „Kitchen“ lupenreiner Great Park – sanftes Picking, fetziges Geschrammel, Cello, Geige, doch diesmal ohne reißerischen Kracher, sondern mit Songs, die behutsam entdeckt werden wollen. Als weitere Neuerung hat sich fast unbemerkt ein repetitives Folkelement eingeschlichen, am deutlichsten in „When the Rain comes“, das mich nicht als erster GP-Song an den Sinnerman aus dem berühmten Spiritual erinnert hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Genosse Vinyl/<a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/06/21/the-great-park-kitchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>THE GREAT PARK: Good And Gone</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/09/29/the-great-park-good-and-gone/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/09/29/the-great-park-good-and-gone/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2012 06:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dea Szücs]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Solistenensemble Kaleidoskop]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Burch]]></category>
		<category><![CDATA[The Great Park]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Hormann]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=5364</guid>
		<description><![CDATA[Stephen Burchs Veröffentlichungen waren immer wieder Thema auf dieser Seite, was sicher auch damit zu tun hat, dass er extrem produktiv ist, dabei stehen Künstler mit einem hohen Output häufig unter Verdacht, unter Legitimationszwang, ganz so als beeinträchtige Quantität zwangsläufig &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/09/29/the-great-park-good-and-gone/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/thegreatparkgoodandgone.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5376" title="thegreatparkgoodandgone" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/09/thegreatparkgoodandgone-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Stephen Burchs Veröffentlichungen waren immer wieder Thema auf dieser Seite, was sicher auch damit zu tun hat, dass er extrem produktiv ist, dabei stehen Künstler mit einem hohen Output häufig unter Verdacht, unter Legitimationszwang, ganz so als beeinträchtige Quantität zwangsläufig immer die Qualität. Natürlich arbeitet Burch als Singer/Songwriter mit einem festen Bestand an Mitteln und ein The Great Park-Song ist unter tausenden anderer Folkstücke sofort herauszuhören – so prägnant ist die meistens weit nach vorne gemischte Stimme, die die Texte gleichermaßen rezitiert als auch singt. <span id="more-5364"></span>Nichts davon allerdings spricht gegen „Good and Gone“, denn man sollte bedenken, wie lange es Usus war, dass Bands pro Jahr mehr als nur ein Album veröffentlichten. Und das neue Album macht deutlich, dass Burch noch lange nicht aus- und leer geschrieben ist.</p>
<p>Nach der Neuinterpretation alter Stücke im fast ausschließlich auf Gitarre und Gesang reduzierten Gewand auf „Winter“ folgte „Now Wash Your Hands“, auf dem diese Reduktion zurückgenommen wurde, Gastmusiker eigene Impulse gaben. Zwischendurch erschien die Doppel-CD „Stitch“, die eine Art Best-Of war, auf der sich Studio- und Liveaufnahmen befanden. Auch das im Juli in Berlin und Burchs neuem Wohnort Nürnberg aufgenommene „Good and Gone“ enthält Beiträge der schon am Vorgänger Beteiligten, nämlich Geige und Cello von Volker Hormann und Dea Szücs, die sonst bei dem Berliner Kammerorchester Kaleidoskop spielen.</p>
<p>Mit a capella vorgetragenen Zeilen beginnt „Bad Roads Ahead“, bevor eine E-Gitarre im Hintergrund einsetzt, dazu kommen dezenter Backgroundgesang, eine Snaredrum und später eine Geige. Das wüste, im Lied beschriebene Land ist eher geeignet für „Pferde“ und nicht für von Menschen gefahrene Wagen. Dabei gibt es auf dem Album aber auch immer das Eingestehen der eigenen Verantwortung: „It was me who chose to drive bad roads ahead“. Wie auch auf den vergangenen Alben sind Burchs Texte weit entfernt vom Betulichen, Beschaulichen oder Biederen, er versucht sich auch nicht an postmodernen Ironisierungen, wie es Menschen mit großen Brillen schätzen, stattdessen schwingt neben einer gewissen Melancholie immer eine gewisse Portion Sarkasmus mit: „Hold the Forts“ beginnnt mit zart gezupfter Akustikgitarre, die das Geständnis und die Einsicht „I am not what you came for / I&#8217;m only what&#8217;s left here/I&#8217;m not what you came for/I&#8217;m only what you find here“ untermalt. Die beschriebenen Häuser sind „verlassen“, man findet verstreute Reste der Vorbesitzer, aber: „every place needs a caretaker“ und dann fast schon verzweifelt beschwörend: „someone, anyone“. Auch hier setzt im Verlauf des Songs eine Snaredrum ein, die dezent Kontrapunkte setzt. „Stones“ wirkt etwas optimistischer. Hier wird die gezupfte Gitarre erneut von einer traurigen Geige begleitet, aber ganz ohne Hoffnung ist der zurückgenommene, fast schon kontemplative Gesang nicht: „I took the stones that you threw/And I planted them/And they grew“. Auch hier wieder die Emphase: „I said: stones will grow“. Dieses Stück bekommt durch den Einsatz einer E-Gitarre etwas Vehemenz. Gegen Ende findet sich mit „Leaving“ ein mimalistisches, wieder nur auf Gitarre und Gesang reduziertes Stück. Das lyrische Ich, das die Vorhänge zuzieht und die Tür beobachtet, ganz so als käme die angesprochene Person (doch noch) zurück, kommt aber zu der Erkenntnis: „They all come, they all stay, they all leave us with this“. Abgeschlossen wird das Album von dem Titelstück, wieder mit dem Einsatz von Cello und Geige: „We got lost/And we were never found“. Das lässt sich durchaus zweifach lesen.</p>
<p>„Good and Gone“ ist ein Album, das einen Künstler zeigt, der seine eigene Sprache gefunden hat und von Album zu Album seine Mittel verfeinert und leicht variiert. Ganz klar ist es die Stimme, die im Zentrum steht, aber die hier eingesetzten zusätzlichen Instrumente fügen der Musik von The Great Park eine weitere Facette hinzu. Auch wenn auf den ersten Blick ein Ohrwurm wie „Lover O Lover“ (zu finden auf „Now Wash Your Hands“) nicht vorhanden ist, so lohnt sich &#8220;Good and Gone&#8221; allein schon wegen des Openers. Um aber die Arbeit von Stephen Burch wirklich schätzen zu können, muss man einfach auf eines seiner zahlreiche Konzerte gehen &#8211; wie ein weitaus bekannterer und älterer Kollege scheint Burch auf einer „Never ending“-Tournee zu sein, bei der er auch wenn es einmal nur eine Handvoll Besucher sind, zwei Stunden eine Präsenz zeigt, die rar ist.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/elxdO79MvtI" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/09/29/the-great-park-good-and-gone/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>THE GREAT PARK: Now Wash Your Hands</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 06:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dea Szücs]]></category>
		<category><![CDATA[Fee Reega]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Johny Lamb]]></category>
		<category><![CDATA[Solistenensemble Kaleidoskop]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Burch]]></category>
		<category><![CDATA[The Great Park]]></category>
		<category><![CDATA[Thirty Pounds Of Bone]]></category>
		<category><![CDATA[Vivian Void]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Hormann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=2889</guid>
		<description><![CDATA[Als Stephen Burch letzten Winter ein Album mit Neufassungen seiner bislang besten Songs herausbrachte, hatte ich schon das Gefühl, dass bei The Great Park gerade ein bestimmter Abschnitt zu Ende ging. Was die Stücke auf „Winter“ vielleicht am meisten verband, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/greatparknowwash.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2890" title="greatparknowwash" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/greatparknowwash-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><span>Als Stephen Burch letzten Winter ein Album mit Neufassungen seiner bislang besten Songs herausbrachte, hatte ich schon das Gefühl, dass bei The Great Park gerade ein bestimmter Abschnitt zu Ende ging. Was die Stücke auf „Winter“ vielleicht am meisten verband, war ihr auf&#8217;s Allerwesentliche reduzierter Charakter. Überwiegend Gitarre und Gesang, zurückgenommene Melodien, zwischendurch fast Momente der Stille. Dass die Stücke an wenigen vorweihnachtlichen Tagen aufgenommen wurden, hörte man, doch es tat ihnen keinen Abbruch. Das Rohe und Raue hatte seinen eigenen Stil und schien die Essenz der Musik zu offenbaren. <span id="more-2889"></span></span></p>
<p>Der so auf die Spitze getriebene Minimalismus schien schon darauf hinzudeuten, dass Burch im Begriff war, sich von ihm zu lösen. Diese kurzen Momente, in denen die Musik beinahe in Stille überzugehen droht, finden sich auch auf dem neuen Album &#8220;Now Wash Your Hands&#8221;. Dennoch ist der neue Longplayer das opulenteste Stück The Great Park seit den frühen Tagen der Band, denn diesmal griff Burch wieder auf tatkräftige und vor allem vielfältige Unterstützung zurück. Erstmals mit von der Partie sind Volker Hormann und Dea Szücs, beide Mitglieder beim Solistenensemble Kaleidoskop, einem innovativen Berliner Kammerorchester, die Cello und Violine beisteuerten und in deren Umfeld das Album auch produziert wurde. Ebenfalls neu im Boot ist Stefanie von der vierzehnbeinigen All Girl-Combo Vivian Void, die Backing Vocals beisteuert. Johny Lamb (Trompete) von der Band Thirty Pounds Of Bone und vor allem Fee Reega (ebenfalls Backing Vocals) sind regelmäßige Besucher des großen Parks und auch diesmal wieder mit dabei.</p>
<p>Ein Leisetreter ist Burch nie gewesen, da mögen seine Folkballaden noch so sanft anmuten. Er neigt zum Sarkasmus, was auf Konzerten ganz unterhaltsam sein kann, auch zum unverblümten Aussprechen extremer Gefühle. Hinter jedem noch so schönen Akkord könnte sich ein kleiner Abgrund verstecken, hin und wieder auch ein großer, und selbst wenn es keine Abgründe sind, so scheint ihm Dramatik stets lieber zu sein als dezente Stimmungsbilder. Auf &#8220;Now Wash Your Hands&#8221; fällt er gleich mit der Tür ins Haus, denn die Sammlung beginnt gleich mit einem ihrer Höhepunkte. &#8220;Lover O Lover&#8221; ist eines der schmissigsten Stücke, die Burch je aufgenommen hat, und kaum so unbekümmert wie andere schnelle Nummern der Band. Es reißt mit, dank der Lyrics, der bitter euphorischen Melodie, aber auch weil die einzelnen Instrumentalparts bestens interagieren: fetzige Gitarre, Drums, Cello usw. Großartig sind die himmelhochjauchzend ironischen Geigen, die das Melodrama parodieren, das der Song zunächst verspricht, um es dann die Zunge herausstreckend zu verweigern.</p>
<p>Dieses Bittere findet sich in vielen der Songs, auch wenn man ihnen das nur selten direkt anmerkt. Viele von ihnen sind im Schnitt absurde Geschichten über Dinge, die im Leben schief gehen können – über die Schwierigkeit, sich wirklich zu kennen, über Dinge, die nicht passen, die man nicht halten kann. „I turned around without saying hello“ endet „Jake“, und in all dem ist auch „Now Wash Your Hands“ nach wie vor unbeschönigender Winter Death Folk, bei dem der Alltagsmensch zum Sinnerman aus dem berühmten Spiritual werden kann: &#8220;You can run where you like but the simple life it will find you&#8221;. Schön ist dabei allerdings, dass das lyrische Ich nicht bloß die Welt und ihre Dinge anklagt, sondern sich selbst in all dies mit einbezieht, das „I do wrong“ noch immer auf seiner Fahne stehend: „I was cruel when I could be and kind when I had to be, taking as much as good folks would allow“ heißt es in „Lover O Lover“, ferner „I know it&#8217;s not true, but what can one do with a lie but tell it“. Schön aber auch, dass The Great Park nach wie vor keine Musik für Trauerklöße spielt. Die großartige Melodie von „Jake“, die osteuropäisch anmutenden Gypsie Tunes in „Blood“ und überhaupt die üppige Instrumentierung fast aller Songs füllt die Platte mit Leben. Gerät die Musik besonders schön, dann kann diese Fülle ironisierend wirken – so beispielsweise bei dem netten Akkordeon und dem Glockenspiel in „Key“ oder den feierlichen Trompetenparts von „Make A Dead One Of It“: Das nicht abgeklärt wirkende bringt die Abgeklärtheit umso mehr zum Ausdruck. Natürlich gibt es auch Stellen, bei denen die schwarzhumorige Fassade einstürzt und der Sänger in aller Direktheit Imperative wie „Give it up old man“ shoutet – ganz im Einklang mit den übergroßen Drucklettern, die das Cover zieren.</p>
<p>Sucht man Direktheit, so wird man sie vor allem im zentralen „Song for no one“ finden, der für mich so etwas wie das Herzstück des Albums darstellt. Seine erste Zeile negiert den Titel des Albums, oder bestätigt ihn, da er ja „for no one“ ist. Aber er verweigert auch in jeder Hinsicht die typische Ironie, die bei The Great Park meist schon an der Oberfläche existiert, und zielt als Song über das Festhalten direkt auf&#8217;s Wesentliche – in seiner emotionalen und zum Teil fast sentimentalen Bildwahl, in seiner brüchigen Stimme und seinen reduzierten Akkorden. Ohne dieses Stück, dass in vielerlei Hinsicht das Gegenstück zu den anderen Songs ist, wäre der Rest nur eine Sammlung schöner Lieder, so ist das Album eine runde Sache.</p>
<p>Es gibt heute eine Menge akzeptabler Musiker, die mit der Klampfe durch Bars und Cafés tingeln und nebenbei ein paar CDrs in Eigenregie produzieren, doch die meisten verschwinden so schnell von der Bildfläche, wie sie erschienen sind. Ob es an der Inspiration oder am Selbstvertrauen liegt, irgendetwas ist nicht stark genug, die kreative Ambition gegen die Erfordernisse und die Langeweile des Alltags zu behaupten. The Great Park gehört zu denen, die sich nicht nur behaupten, sondern ihre Errungenschaften Stück für Stück ausbauen, auch ohne große Labels im Rücken. „Now Wash Your Hands“ sollte ihm dafür ein gutes Stück mehr von der verdienten Anerkennung verschaffen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
