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	<title>African Paper &#187; Wooden Lung</title>
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		<title>MAN EAT MAN EAT MAN: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2024 05:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/maneatmaneatman.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23653" title="maneatmaneatman" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/maneatmaneatman-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dieser Veröffentlichung hatten vor knapp vier Jahren wahrscheinlich nur wenige noch gerechnet: Das Debütalbum von Man Eat Man Eat Man, dem gemeinsamen Projekt von Lloyd James, Hunter Barr und Ben McLees, wurde vor mehr als zehn Jahren aufgenommen und verschwand aus ungeklärten Gründen in der Versenkung, lediglich ein Song fand damals seinen Weg auf einen physischen Tonträger. Vielleicht gab es immer wieder Nachfragen, so<span id="more-23651"></span> dass die drei Beteiligten sich 2020, in dem so viel Zeit für Unerledigtes war, dazu entschlossen, dem Werk doch noch eine späte Geburt zu verpassen.</p>
<p>James, Barr und McLees tanzen seit langem auf vielen Hochzeiten und sind oder waren mit Stammprojekten wie Naevus, KnifeLadder, Oblivion Guest oder This is Radio Silence in so unterschiedlichen Gebieten wie Postpunk, Folk, Industrial und diverser Electronica unterwegs. Man könnte Man Eat Man Eat Man nun als verruchten Wechselbalg all dieser auch nicht gerade braven Unternehmungen bezeichnen, und die Kollegen von Compulsion liegen durchaus richtig in der Feststellung, dass die Band weit mehr in sich vereint als eine Stilkombination der bekannteren Projekte.</p>
<p>&#8220;The Stomach&#8221;, das die erste Seite eröffnet, ist wohl das bekannteste der sechs Stücke, denn es erschien seinerzeit auf der Tursa- und Karpate-Compilation <a title="V.A.: With Friends Like These" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/v-a-with-frieds-like-these/">&#8220;With Friends Like These&#8221;</a> und wurde zudem in einer um einigeres luftigeren Version von Naevus umgesetzt. Es leitet das Album mit einer Schwere ein, die vielleicht wegen des kratzigen Saitengefrickels mehr an Swans und Godflesh erinnert als an das, was man für gewöhnlich mit Industrial assoziiert, und die nur dank des interessanten Polyrhythmus nicht erdrückend wirkt. Diese Arbeit erledigt James&#8217; melancholischer Gesang, der in einfachen Worten einen resignativen Hilfeschrei ausstößt (falls das Sinn ergibt) und fragt, wieviel der titelgebende Magen wohl noch verdauen muss &#8211; eine eindringliche Klage ob der Sisyphosarbeit der Alltagsbewältigung.</p>
<p>Ein Unterschied zu Naevus besteht in dem Kontrast, den James&#8217; Gesang zur dystopischen Atmosphäre der Musik bildet, denn fast immer verströhmt sie die Aura einer fast andächtigen Erdung. Im bassknarzigen Uptempo von &#8220;Carmarthen&#8221; wirken die nur leicht melodisch eingefärbten und dezent nach hinten gemischten Spoken Words geradezu cool angesichts der unaufgeräumten Hektik und der rotzigen Gitarren, die wie Blitze durch das ohnehion stroboskopische Szenario zucken, und die Aussicht auf einen Trip nach Wales, wo Teile der Band herstammen, scheint in den Lyrics auch nicht gerade heimelig zu stimmen. In &#8220;Details&#8221;, wo dem Teufel mit dem Mikroskop nachgestellt wird, bilden die Gesangsparts einen schöngeistigen Gegenpart, den man im Gerumpel des betongrauen Goth Punk nicht erwarten würde. In der ersten Version des Doppelstücks &#8220;Pectin&#8221; geraten sie zu einer apokalyptischen Einheit mit der gitarrigen Schrottlawine. Vor der ruhigeren Kulisse des zweiten Mixes werden sie wie klare Schriftzüge auf eine Leinwand projiziert und entfalten so ihre ganze Drastik.</p>
<p>Die manifestiert sich vollends im finalen Höhepunkt des zwölfminütigen Titeltracks, einem kathartischen Kracher, der dem hypnotisierten Hörer den Bandnamen derart maschinell einhämmert, das man ihn kaum mehr vergisst. Ein gutes Omen, das eine Fortstetzung in Aussicht stellt? Ich bin da skeptisch aufgrund der langen Wartezeit auf das Debüt, aber wer weiß, man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend verfluchen.</p>
<p><strong>Label: Wooden Lung / Retina II Records / Disconnected Music</strong></p>
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		<title>NAEVUS: Stations (2CD inkl. Bonus Disk „Others“ lim. 111)</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Sep 2013 07:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ain Soph]]></category>
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		<description><![CDATA[Lloyd James von Naevus hat eine angenehme Stimme und wenn es sein muss auch ein Händchen für schöne Melodien. Wahrscheinlich verstören seine Songs deshalb niemals direkt, auch wenn die Musik stets das Gefühl vermittelt, von etwas Ernstem, mitunter Drastischem zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/09/28/naevus-stations-2cd-inkl-bonus-disk-%e2%80%9eothers%e2%80%9c-lim-111/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/naevusstations.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7623" title="naevusstations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/naevusstations.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Lloyd James von Naevus hat eine angenehme Stimme und wenn es sein muss auch ein Händchen für schöne Melodien. Wahrscheinlich verstören seine Songs deshalb niemals direkt, auch wenn die Musik stets das Gefühl vermittelt, von etwas Ernstem, mitunter Drastischem zu künden. Erst mit der Zeit registriert man, dass die eingängigen Stücke einen doppelten Boden haben. Heterogene Elemente harmonieren nie ganz miteinander, oft wirken die Drums wie Versatzstücke einer Kollage, die dem Gesang und den restlichen Spuren kurzerhand aufgeklebt wurden. In die Melodik schleicht sich immer wieder eine Verweigerungshaltung ein, die dem Wohlklang eine spröde Monotonie entgegenhält. Den Songtexten<span id="more-7622"></span> mag oft ein Element von Trost innewohnen, und doch künden sie nicht selten von Sackgassen. Der Bandname, den James zusammen mit seiner früheren Partnerin Joanne Owen wählte, passt ganz gut zu dieser Doppelbödigkeit, verweist er doch auf etwas Unangenehmes, das auf den ersten Blick so unscheinbar wirkt wie der eigene Klang.</p>
<p>In vielen Naevus-Rezensionen geht es um Aspekte der stilistischen Einordnung, konkreter um die Frage, ob die Musik nun zur weiten Welt der Postpunk-Retromanie zählt oder doch eher einer eigenwilligen Spielart des Folk entspricht. Schon weil man beides zugleich bejahen und verneinen kann wirken solche Fragen immer etwas langweilig. Und doch gibt es bei Naevus bestimmte Songtypen, deren Abgrenzung sich zum Großteil entlang solcher Stilfragen abzeichnet. Das kann man ganz gut anhand einer respektablen Werkschau aufzeigen, die vor kurzem unter dem bezeichnenden Titel &#8220;Stations&#8221; erschienen ist. &#8220;Stations&#8221; ist keine Best-of, auch wenn die Band nach fünfzehn Jahren und sieben Alben im adäquaten Alter dafür wäre, sondern eine Sammlung fast aller Tracks, die nicht auf Alben, sondern auf Compilations, Singles oder Split-Veröffentlichungen erschienen sind, ergänzt von einigen unveröffentlichten Aufnahmen.</p>
<p>Wollte man Naevus-Songs nun in Schubladen packen, müsste man Akustiksongs von solchen mit aggressivem Punkverve unterscheiden, eine weitere Kategorie würden schunkelige Seemannslieder mit Akkordeon bilden, eine kleinere zuguterletzt wären soundscapeartige Experimentalstücke. Schematisch wäre das, weil die Songs solchen Kategorien nur selten in Reinform entsprechen, so beginnt &#8220;The Orchard&#8221; mit sanftem Folkpathos, um irgendwann kurzerhand den Schauplatz zu wechseln: Was im beschaulichen Obstgarten beginnt endet in einen düsteren Gothkeller der verwahrlosten Metropole. Auch die Urversion von &#8220;Body Speaks in Tongues&#8221; ist bloß dann ein netter Folksong, wenn man sich das atonale Quietschen und Jaulen wegdenkt, bei dem neueren „Oracle, Oracle“ zerstört noisiges Gitarrenfeedback jeden Gedanken an einen Ohrwurm. Freilich gibt es auch lupenreine Songwriterballaden, doch alle warten mit ihren eigenen Extras auf: das hier als Titelstück fungierende „Stations“ mit einem whiskeyseligen Honky Tonk-Piano, „Untold“ mit stimmungsvollen Surf-Twangs oder „Kill deep“ aus der rauen Frühzeit mit ritueller Repetition.</p>
<p>Durch Joannes Akkordeon bekommen einige Stücke einen starken Sea Shanty-Charakter, exemplarisch hervorgehoben seien hier das frühe „Torn Wheat Deap“ oder „Recovery is not Permitted“ von der Split-EP mit Spiritual Front. Für viele sind sie das Sahnehäubchen der Bandkarriere, ich persönlich bevorzuge allerdings die härteren, agressiveren Stücke mit der oft leicht atonalen Handschrift der Drummer John Murphy und Hunter Barr. „Occasion Table“, ursprünglich auf einem musikalisch durchwachsenen Sampler erschienen, ist auch hier eines der Highlights und verbindet Noise mit einer rumpeliger Perkussion, die einer ganze Reihe an Stücken ihren Stempel verpasst. Gallopierende, fast westernartige Stücke sind nicht das, was man als erstes mit Naevus in Verbindung bringt, umso mehr mag das neuere Uptempo-Stück &#8220;The Beast&#8221; all die überraschen, die „The Devil“ vom Split mit KnifeLadder noch nicht kannten.</p>
<p>James hatte stets ein Faible für Neuinterpretationen, und so bilden Coverversionen eine Kategorie für sich. Auf der limitierten Bonus-CD „Others“ sind sämtliche Cover, meist Beiträge zu Tribute-Samplern, zusammengetragen. James nimmt auch die Herausforderung an, große Namen zu covern, und zum Teil handelt es sich dabei um Songs, denen man nicht einfach im Handumdrehen eine neue Gestalt verleiht. Die eigenständige Interpretation (und Übersetzung) von Ain Sophs „Uomini Perduti“ oder die nur subtil veränderte Version von Tom Waits&#8217; „Walking Spanish“ sind jedoch mehr als gelungen, ebenso die im Rahmen seines Seitenprojektes Retarder aufgenommene Akustikversion von Fine Young Cannibals&#8217; „Johnny Come Home“. Zwei Scott Walker-Songs und eine Hommage an die seit Jahren überschätzten Joy Division dagegen betrachte ich als solide Fingerübungen. Neben einigen Traditionals und einer Umsetzung von Sol Invictus&#8217; &#8220;Oh What Fun&#8221; (bei der das Wort „Fun“ mit einer äußerst ironisch wirkenden Langsamkeit kontrastiert) stechen ein paar Songs über grausame Mädchen und feistes Essen hervor, die aus dem Repertoire von James Freund David E. Williams stammen.</p>
<p>Naevus ist durchaus eine Art Konsensband, insofern, dass sie Hörer ansprechen könnten, die klassischen World Serpent-Neofolk ebenso gemocht haben wie New Model Army, Echo and the Bunnymen oder die Smiths. Wären sie frühzeitig bei einem hippen Label gelandet, wäre zuletzt weit weniger Wind um Gruppen wie Cult of Youth gemacht worden. „Stations“ und „Others“ dürften sich zum Kennenlernen der Band eignen, da viele Songs den Albumtracks in nichts nachstehen.</p>
<p><strong>Label: Tourette</strong></p>
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