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	<title>African Paper &#187; Woven Wheat Whispers</title>
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		<title>V. A.: We Bring You a King with a Head of Gold</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2007 veröffentlichte das auf (legale) Folkdownloads spezialisierte Webportal Woven Wheat Whispers mit Hilfe von Cold Spring „John Barleycorn Reborn“, eine Doppel-CD, auf der sich zahlreiche Künstler daran machten, unter dem Titel des vielfach interpretierten Traditionals „John Barleycorn“ eine Traditionslinie vom &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/v-a-we-bring-you-a-king-with-a-head-of-gold/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/webringyouaking.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-433" title="webringyouaking" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/webringyouaking.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>2007 veröffentlichte das auf (legale) Folkdownloads spezialisierte Webportal Woven Wheat Whispers mit Hilfe von Cold Spring „John Barleycorn Reborn“, eine Doppel-CD, auf der sich zahlreiche Künstler daran machten, unter dem Titel des vielfach interpretierten Traditionals „John Barleycorn“ eine Traditionslinie vom „dunklen Britannien“ ins 21. Jahrhundert fortzuführen.<span id="more-432"></span> Dabei orientierten sich die am Sampler Beteiligten – der zu einem Zeitpunkt entstand, an dem auch die Mainstreammedien sich plötzlich für kurze Zeit mit ihrem ADHS-Blick dem Folk zuwandten– (trotz experimenteller Momente) dem Thema letztlich angemessen  an tradierten Formen und traditionellem Instrumentarium, wodurch man sich einer zügigen Vereinnahmung (unbewusst) widersetzte, denn diese Herangehensweise war tendenziell wenig „weird“ oder „wyrd“, „free“ oder „freak“.  Für die Käufer der CD gab es die Möglichkeit, einen dritten, sehr umfangreichen Teil umsonst downzuloaden, der qualitativ dem regulären Sampler in nichts nachstand. Kurze Zeit später verkündete Woven Wheat Whsipers das Ende: Sinkende Verkäufe legaler Downloads und eine gehackte Seite ließen die Betreiber entnervt aufgeben.</p>
<p>Jetzt veröffentlicht Cold Spring den Nachfolger, der auch durch Parallelen bei Artwork und Gestaltung (Bilder vom Bestellen der Felder, Zitate aus „John Barleycorn“ am Rand des Trays) und den Untertitel „Dark Britannica II“ explizit an den Vorgänger anknüpft.</p>
<p>In den Linernotes spricht Simon Collins von den (fast schon archetypischen) Begriffen, die in einer Reihe der einzelnen Lieder wiederkehren: Kühe und Lämmer, Vögel  (Raben und Schwäne), aber auch Holz, Wind, das Meer etc. Dabei weist er (wenn m. E. auch nicht konsequent genug) darauf hin, dass die Voraussetzungen heutzutage andere sind und wahrscheinlich keiner der hier vertretenen Künstler tatsächlich auf Höfen dem Anbau von Getreide nachkommt – schließlich kann auch nicht jeder wie Timothy Renner auf einem Bauernhof arbeiten.</p>
<p>Die musikalische und konzeptionelle Ausrichtung fast aller der hier Beteiligten ist wieder ähnlich wie auf dem Vorgänger, denn: „Folk don’t [sic] change much.“, wie es in den Linernotes heißt und natürlich kann man sagen, dass sich Gefühle wie Liebe und Hass, Stolz und Scham über die Jahrhunderte ähneln, wie Collins etwas unreflektiert postuliert, aber die sozioökonomischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sind doch gänzlich andere, so dass die anstehende Geburt eines unehelichen Kinds (zumindest in westlichen Gesellschaften) nicht mehr wie ein Damoklesschwert über der Frau schwebt und der Untergang, der Individuen oder kleinere Gruppen bei Missernten bedrohte, inzwischen dank (vgl. U. Horstmann) des Atoms die komplette menschliche Rasse auszulöschen vermag.</p>
<p>Es gibt eine Reihe von Konstanten bei den insgesamt 34 (!) hier vertretenen Musikern: Man interpretiert Traditionals (z.B. RICHARD MASTERS, THE HARE AND THE MOON, RELIG ORAN), verweist auch mit Eigenkompositionen auf die (mythische) Vergangenheit bzw. Legenden (z.B. KATE  HARRISON, WYRDSTONE, THE KITTIWAKS, THE ROWAN AMBER MILL), andere der hier Beteiligten machen mit ihrem Projektnamen schon die programmatische Ausrichtung deutlich (CORNCROW,  MAGICFOLK,  DEMDYKE (der Name verweist auf einem im 16. Jahrhundert stattgefundenen Hexenprozess und das Projekt sollte nicht mit den großartigen, jedwede Witchhousekapelle an die Wand spielenden DEMDYKE STARE verwechselt werden). Dabei machen einige Beiträge deutlich, dass der hier dominierende Ansatz nicht zu einer verengten national(istisch)en Sicht führen muss: TINKERSCUSS interpretieren ein von der amerikanischen Dulcimerspielerin Lorraine Hammond komponiertes Stück, der Schwede Emil Brynge stellt seinen „Devon Dream“ vor, THE KITTIWAKES verweisen auf eine Sage von den Lofoten, RATTLEBAG interpretieren „The Two Sisters“ und beziehen sich musikalisch auf eine alte schwedische Melodie –letzt genanntes Projekt und auch THE FATES verzichten gänzlich auf Instrumente und ihr mehrstimmiger Gesang rückt das Wort völlig ins Zentrum des Geschehens. Auch BARRON BRADY stellen die Stimme in den Vordergrund.  Auf der anderen Seite des Spektrums gibt das vom Dudelsack dominierte Instrumental „Fithfath“ von TELLING THE BEES, das man sich auch gut in einem vom Lager- und Bitterdunst geschwängerten Pub vorstellen könnte. Andere Künstler bieten dramatische spoken words (SEDAYNE:SUNDOG), es finden sich Anklänge an Shirley Collins (KATE HARRISON), aber auch semigothische Momente (RUBY THROAT mit der ehemaligen DAISY CHAINSAW-Frontfrau Katie Jane Garside) oder man versetzt den Hörer durch den Einsatz von Drehleier etliche hundert Jahre in die Vergangenheit (DROHNE). Natürlich gibt es auch Momente unfreiwilligen Pathos’: CERNUNNOS RISING -die Stimme des Sängers wurde von einem Rezensenten mit der von Neil Diamond verglichen- machen deutlich, dass bei allzu großem Hören auf das Herz („Hear it with my Heart“) der Kitsch nicht weit ist.</p>
<p>Eines muss man sich dennoch auch immer fragen und zwar, ob die vermeintlich auf alte, vergangene Zeiten und halbvergessene Rituale verweisenden Songs wie „John Barleycorn“ (der ewige Zyklus von säen und ernten, werden und vergehen) nicht evtl. lediglich ganz profan ein paar hundert Jahre alte Trinklieder darstellen (wie Dave Arthur einmal etwas ernüchtert feststellte). Diese Unsicherheit, was Ursprünge etc. betrifft, scheint auch durch, wenn Collins in den Linernotes davon spricht, dass die Wickerman-Verbrennung eines jährlich im Norden Englands stattfindenden Folkfestivals sicher sowohl von  Robin Hardys gleichnamigem Film als auch von „fragmentarischen“  vorchristlichen Bräuchen inspiriert sei. Manchmal hat man den Eindruck, dass manches weniger Interpretation als Spekulation, vielleicht auch romantisierende Rückprojektion ist – was gesagt werden musste, aber nicht gegen diesen gehaltvollen Sampler spricht.</p>
<p>(M.G.)</p>
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		<title>V.A.: John Barleycorn Reborn. Dark Britannica</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Cold Spring]]></category>
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		<category><![CDATA[The Owl Service]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Weblabel Woven Wheat Whispers ist eine Anlaufstelle für legale Downloads verschiedenster Arten von Folk. Als meines Wissens erster “greifbarer“ Tonträger erscheint ein Album unter einem Projektnamen, der vielen etwas sagen sollte: John Barleycorn, ein Gedicht über die Herstellung (und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/v-a-john-barleycorn-reborn-dark-britannica/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/John-Barleycorn-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1897" title="John-Barleycorn-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/John-Barleycorn-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Weblabel Woven Wheat Whispers ist eine Anlaufstelle für legale Downloads verschiedenster Arten von Folk. Als meines Wissens erster “greifbarer“ Tonträger erscheint ein Album unter einem Projektnamen, der vielen etwas sagen sollte: John Barleycorn, ein Gedicht über die Herstellung (und Wirkung!) von Alkohol, ist (auch) immer wieder als Restspur heidnischer Riten gedeutet worden, das legt das Zyklische, der darin beschriebene Kreislauf von Geburt und Tod nahe.<span id="more-1896"></span></p>
<p>Es mag eines der am häufigsten interpretierten Traditionals sein (von TRAFFIC und STEELEYE SPAN bis zu FIRE AND ICE und STONE BREATH). Im Konzept, das im Booklet ansatzweise dargelegt wird, wird betont, dass das auf den ersten Blick seltsam (anachronistisch) anmutende Adjektiv “dark“ nicht musikalisch zu verstehen sei, sondern in einer ähnlichen Weise, wie in “Dark Ages“ (mit dem in etwa der Zeitraum des frühes Mittelalters beschrieben wird), also eine Zeit, über die verhältnismäßig wenig bekannt ist, ebenso wie ­– wie postuliert wird – über die hier vorgestellte Musik der Künstler, die bisher noch nicht so sehr vom Folk-Revival haben profitieren können. Man findet Musik, die versucht, ursprüngliche Traditionslinien zu erkunden, aber gleichzeitig auch experimentelle Elemente integriert. Das Projekt ist also  – um ein inflationär gebrauchtes Wort zu gebrauchen – “ambitioniert“. Das der Compilation den Titel gebende Lied wird insgesamt dreimal vertont. Ansonsten orientieren sich eine Vielzahl der Künstler an traditionellem Material (MARY JANE interpretieren z.B. “Twa Corbies“, Traditionals werden ebenfalls u.a. von Charlotte Greig &amp; Johan Ashterton, PUMAJAW oder VENEREUM ARVUM vertont), andere der Beteiligten verwenden eigene Texte (z.B. THE STORY oder Tony Wakefords von M.R. James beeinflusste THE TRIPLE TREE), man hört Folk Rock von MARY JANE, von Drehleier getragene Stücke, die sich dem Drone annähern (DROHNE), Melancholisches (SAND SNOWMAN), Experimentelleres (XENIS EMPUTAE TRAVELLING BAND, ENGLISH HERETIC), melodischen Folk (z.B. von der großartigen Sharron Kraus) und auch Unerwartetes (wie z.B. von Martyn Bates, der sich ja schon vor langem auf den drei Alben mit Mick Harris “Murder Ballads“ widmete und dessen Stimme normalerweise unverkennbar in ihrer Fragilität und Entrücktheit ist, aber auf seinem Beitrag hier nur eine einsame Flöte erklingen lässt).  Weitere Beteiligte sind z.B. der ehemalige DEAD CAN DANCE-Mitstreiter Peter Ulrich, QUICKTHORN (bei denen STONE BREATH-Mitglied Prydwyn mitsingt). Manches ist  etwas arg rückwärtsgewandt (THE OWL SERVICE, DAMH THE BARD, der vielleicht unfreiwillig komisch wirkt), aber alles in allem ist das eine gerade wegen ihrer Heterogenität innerhalb gewisser Konstanten tolle nie langweilende Veröffentlichung. Auch wenn die Rezension leicht enumerativen Charakter hat (das mag in der Natur dieser Veröffentlichung liegen), sollte dennoch (oder gerade deswegen) deutlich geworden sein, dass innerhalb der Gattung Folk  eine Menge möglich ist. Rob Young schreibt im WIRE (bezogen auf den Folk, der Anfang der 70er virulent wurde) sinngemäß, dass der Terminus British Psychedelic Folk am besten dazu geeignet sei, das Spannungsfeld zwischen Bewahrung und Fortschreiten, Land und Stadt, Akustischem und Elektrischem, Selbstgesponnenem und Visionären zu beschreiben. Diese Reibung zwischen diesen (vermeintlichen) Gegensatzpaaren zeigt sich auch auf “John Barleycorn Reborn“ und das ist durchaus als Lob zu verstehen.</p>
<p>Wer im sonst informativen Booklet Informationen zu den Künstlern und einzelnen Tracks vermisst, kann sich ein mehrseitiges pdf-file als Ergänzung von der eigens eingerichteten Website herunterladen – ebenso wie einen dritten Teil, auf dem weitere 33 (!) Tracks zu finden sind (soviel wie auf den ersten beiden CDs zusammen – ein erneuter Verweis auf das Zyklische?).</p>
<p>(M.G.)</p>
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