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	<title>African Paper &#187; Michael</title>
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		<title>HERMIT: Returning Fire</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2026 04:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Boros]]></category>
		<category><![CDATA[Hermit]]></category>
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		<category><![CDATA[No Rent Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Die (menschliche) Stimme wurde jüngst noch zum Instrument des Jahres 2025 gekürt und natürlich ist sie das ursprüngliche, primordiale Instrument, das Emotionen in all ihren Facetten zum Ausdruck bringen kann. Dass diese Gefühle häufig die des Schmerze(n)s sind, spiegelt sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/05/02/hermit-returning-fire/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a0745784172_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-51051" title="a0745784172_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a0745784172_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die (menschliche) Stimme wurde jüngst noch zum <a href="https://www.ardmediathek.de/video/hamburg-journal/die-stimme-ist-das-instrument-des-jahres-2025/ndr Y3JpZDovL25kci5kZS8wNjY2NjJiNC0xODZkLTRkMTItOTljMy1hYjA4MTU5ZGZiYTc">Instrument des Jahres 2025</a> gekürt und natürlich ist sie das ursprüngliche, primordiale Instrument, das Emotionen in all ihren Facetten zum Ausdruck bringen kann. Dass diese Gefühle häufig die des Schmerze(n)s sind, spiegelt sich vielleicht auch in dem endlos abgebildeten, plagiierten und modifizierten Darstellungen von <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;hs=tc8U&amp;sca_esv=2063d717304705eb&amp;udm=2&amp;fbs=ADc_l-YGrpJMQtvjQ6h14rj-dfIrbPkd_Upq68wJVnEIgo2Pwxu679PACFfTKv4n_1_FsyV_R9YfVyAm5j9DpJyZDlqkUzKzDM2uzlQZyWl0j3BBi2ua4CDUuSiZmmN7zWYBfmYFDx_uCRuBr0NI1BLaveJQbkhbxTtJMl4QtnQcqZQ5hPfavO-1YuCnQBUGXc9TLTgw-DAVGFfotTfcfi0F5kMCpArWOg&amp;q=munch+schrei&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjyoPW8kpaUAxXHywIHHYFJBzYQtKgLegQIDhAB&amp;biw=1230&amp;bih=604&amp;dpr=1.5">Munchs berühmtestem Gemälde </a>wider.<span id="more-51050"></span></p>
<p>Der Kanadier Eric Boros ist als Hermit seit etwa drei Jahrzehnten aktiv – auf <a href="https://hrmt.ca/">seiner Website </a>kann man lesen: „NOISE PERFORMANCE AND AWKWARD SILENCE SINCE 1994 “  – und hat in all den Jahren zahlreiche Tapes, CD-Rs, Eps, und 7&#8221;s herausgebracht, allerdings erscheint erst jetzt seine erste, auf 200 Exemplare limitierte, LP. In den Linernotes heißt es, Boros zeige sich verantwortlich für „Voice and noise“ und es ist sicher passend, dass die Stimme hier als erstes genannt wird: Während im Power Electronics oft aggressiv deklamiert wird, fokussieren sich (Harsh) Noise-Künstler meistens auf andere Klangquellen, schieben Regler, drehen Knöpfe, packen Kontaktmikrophone auf <em>Scrap</em> und <em>Junk Metal</em>. Boros rückt seine Stimme dagegen ganz klar ins Zentrum des Klangs.</p>
<p>Als Motto des Albums findet sich ein Zitat aus Lord Tennysons Langgedicht „Maud“: „What am I raging alone as my father raged in his mood? /Must I too creep to the hollow and dash myself down and die/On a horror of shatter&#8217;d limbs and a wretched swindler&#8217;s lie?“</p>
<p>Das Album besteht aus zwei etwa gleichlangen (und gleich betitelten) Stücken. Das Album beginnt mit Knirschen, jemand scheint einen Raum zu betreten und mit gequälter Stimme Leid(en) herauszupressen. Vereinzelt gibt es Geräusche, etwas Zischen, Metall wird geschlagen, Röhren rollen, die Stimme würgt, bricht, erbricht sich. Die B-Seite beginnt mit Klopfen, das an ein Metronom erinnert, zwischendurch scheint Regen zu fallen, man hört schreien, würgen, speien und kotzen.</p>
<p>Man hört auf beiden Stücken keine Worte, keine Wörter, nicht einmal Silben, vielmehr gutturale Laute aus einer scheinbar präzivilisatorischen Zeit – aber vielleicht kann man auch sagen, dass hier die tiefste Essenz der menschlichen Existenz deutlich wird. Auch wenn Boros ganz sicher eine andere konzeptionelle Ausrichtung hat, so ist er musikalisch näher an jemandem wie <a href="https://africanpaper.com/tag/rudolf-eb-er/">Rudolf Eb.er</a> als an anderen Noisern. Das ist Musik, die in ihrer schieren physischen Präsenz ein wahrlich uneasy listening, „horror of shatter&#8217;d limbs“, ist. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://norentrecords.com/">No Rent Records </a></strong></p>
<p><strong></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2069681413/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>AK&#8217;CHAMEL: Spiritually Unemployed</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/04/25/akchamel-spiritually-unemployed/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 03:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ak'chamel]]></category>
		<category><![CDATA[Akuphone]]></category>

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		<description><![CDATA[Ak&#8217;chamel, das sich unter wilden Kostümen und Masken verbergende texanische Duo, erneut den Untertitel „The Givers Of Illness“ tragend, veröffentlichen ihre vierte LP bei dem französischen Label Akuphone. Verglichen mit den zahlreichen Tapes, die das Duo über die Jahre veröffentlichte, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/04/25/akchamel-spiritually-unemployed/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a4007777645_1x1_700.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50939" title="a4007777645_1x1_700" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a4007777645_1x1_700-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="https://africanpaper.com/tag/akchamel/">Ak&#8217;chamel</a>, das sich unter <a href="https://www.facebook.com/photo/?fbid=1243063754488616&amp;set=pb.100063550088374.-2207520000&amp;locale=de_DE">wilden Kostümen und Masken</a> verbergende texanische Duo, erneut den Untertitel „The Givers Of Illness“ tragend, veröffentlichen ihre vierte LP bei dem französischen Label <a href="https://africanpaper.com/tag/akuphone/">Akuphone</a>. Verglichen mit den <a href="https://africanpaper.com/2017/08/12/ak%e2%80%99chamel-death-chants/">zahlreichen</a> <a href=" https://africanpaper.com/2017/01/07/akchamel-transmissions-from-boshqa/">Tapes</a>, die das Duo über die Jahre veröffentlichte, waren die <a href="https://akchamel.bandcamp.com/">auf Vinyl gepressten Aufnahmen</a> etwas weniger LoFi, <span id="more-50938"></span>und – das allerdings lediglich verstanden im völlig idiosynkratischen Gesamtkontext des Bandkosmos – vielleicht etwas zugänglicher. Die Musik Ak&#8217;chamels dürfte allerdings noch immer dem algorithmisierten Gelegenheitshörer die Gesichtszüge entgleisen lassen, klingen und klangen Ak&#8217;chamel doch häufig in etwa so, als hätte eine (wirkliche) Weird Folk-Band sich eine Infusion World Music verordnet, um dann nach dem Genuss eines Daturasudes auf einem Kassettenrekorder schamanische Rituale aufzunehmen.</p>
<p>Ich habe einmal geschrieben, dass Ak&#8217;chamel wahrscheinlich „all denen, die (allzu gerne) schnell kulturelle Aneignung rufen, den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürfte.  Ak’chamel selbst <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://akuphone.com/artists/1eTAd1Hx1sGG#content">bezeichneten</a></span></span> sich einmal augenzwinkernd als <a href="https://africanpaper.com/2024/11/23/akchamel-rawskulled/">„Fourth World Post-Colonial Cultural Cannibalists Circumcising The Foreskin of Enlightenment“.</a> Diese Selbstbezeichnung und auch ihre Songtitel verdeutlichen, dass Ak&#8217;chamel immer einen Sinn für Humor hatten.  Auf dem neuen Album findet man dann auch Stücke, die „The Cosmic Vulva Vs. The Post-Enlightened Tongue“ oder „Paramasturbatory Delusions“ heißen. Auch der erste Titel verdeutlich dies: „My Ouija Board Spelt S-C-A-M“.</p>
<p>Der Opener beginnt mit dunklem Dröhnen, einer immer wiederkehrenden orientalisch klingenden Melodie an der Grenze zur Dissonanz, so als wollten sie einen alternativen Soundtrack für „Der Dieb von Bagdad“ einspielen. &#8220;Dreams Of A Dead Dreamer“, offensichtlich anspielend auf <a href="https://africanpaper.com/tag/thomas-ligotti/">Thomas Ligottis</a> erste meisterhafte Kurzgeschichtensammlung, setzt diesen Ansatz fort. Hinzu kommt eine Stimme, die von Kehlkopfkrebs gezeichnet zu sein scheint und Unverständliches verkündet. „Malignantly Useless“, offenbar wieder auf Ligotti verweisend (diesmal auf sein philosophisches Traktat „The Conspiracy Against The Human Race“) kombiniert Perkussion, Streicher und wird im Verlauf etwas schmissiger.  „We Sleep In The Self“ klingt mit recht melodischen Flötenpassagen etwas konventioneller, wären da nicht die Passagen, die zu leiern scheinen. „Nothin Wounded Goes Uphill“ ist weniger hektisch und überdreht als einige der anderen Tracks, man hört ein Flüstern, leicht dämonischen Sprechgesang, der zum Teil sogar zu verstehen ist.  „Blu Ray Séances And Weather App Prohecies“ kombiniert leiernde, stampfende Perkussion mit einer ultraverlangsamten Stimme.</p>
<p>Im Inlay der LP heißt es „instruments tortured into prophecy, tapes interred and exhumed in chaples of malfunction“, um dann mit einer finalen Bewertung zu schließen: „a sonic border autopsy where enlightenment arrives not as a sealed doctrine but as an open infested wound.“ Kann man so sehen. Man kann auch dazu ganz profan eine unbedingte (Kauf-)Empfehlung aussprechen. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://akuphone.com/artists/">Akuphone</a> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3782161861/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>INADE / TROUM: To Pan Eon</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 04:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Drone Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit Inade und Troum kommen zwei Droneduos auf einer 10&#8221; zusammen, über die es in der Labelmitteilung heißt, sie würden sich schon „seit Jahrzehnten“ bewundern. Es gibt zahlreiche Verbindungen. So veröffentlichten etwa Drone Records schon 1995 mit „The Axxiarm Plains“, einer Hommage &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/04/18/inade-troum-to-pan-eon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a3702822448_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50885" title="a3702822448_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a3702822448_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit Inade und <a href="https://africanpaper.com/tag/troum/">Troum</a> kommen zwei Droneduos auf einer 10&#8221; zusammen, über die es in der Labelmitteilung heißt, sie würden sich schon „seit Jahrzehnten“ bewundern. Es gibt zahlreiche Verbindungen. So veröffentlichten etwa <a href="https://africanpaper.com/tag/drone-records/">Drone Records</a> schon 1995 mit „The Axxiarm Plains“, einer Hommage an den russischen Futuristen Wladimir Majakowski, die erste Inade-Single.<span id="more-50884"></span></p>
<p>Das ostdeutsche Duo komponierte für die Doppel-CD<a href="https://africanpaper.com/2018/11/24/v-a-troum-transformation-tapes/"> „Troum Transformation Tapes“</a>, auf dem Künstler Troum mit „remixes, deconstructions, and reconstitutions“ Tribut zollten, auf der Basis eines Troumloops „<a href="https://troum.bandcamp.com/track/inade-the-innermost-sun">einen Track</a> von sakraler Größe“, wie man hier lesen konnte.</p>
<p>Natürlich gibt es auch thematische Schnittmengen zwischen den Projekten, haben sich doch beide Duos über die Jahre hinweg immer wieder mit dem beschäftigt, was man im weitesten Sinne als Mythologie bezeichnen kann. Troum etwa setzten bei der „Tjukurrpa“-Trilogie dem Konzept der Traumzeit der australischen indigenen Völker ein klangliches Monument. Inade nannten bezeichnenderweise zwei Zusammenstellungen ihres Materials <a href="https://loki-found.bandcamp.com/album/audio-mythology-one">„Audio </a><a href="https://loki-found.bandcamp.com/album/audio-mythology-two">Mythology“</a>.</p>
<p>Die vier Stücke auf „To Pan Eon“ entstanden in den Jahren 2017-2025, als Motto kann man auf der Rückseite der Hülle lesen: „Dreams are the language of the soul, guiding us through unseen realms. Through dreams, rituals, and acts of consciousness, this collaboration finds its source – dedicated to the eternal cycles that weave through human experience and the cosmos alike.“ Außerdem wird diese Veröffentlichung beschrieben als „sonic rite“, bezogen auf das griechische Konzept, das der 10&#8221; ihren Namen gibt und das mit „The All, The Eternal“ übersetzt werden kann,</p>
<p>Der Titel des Openers „Mnemosynon Pelagos“ verweist auf die Tochter von Uranos und Gaia, die die Erinnerung verkörpert (vor einigen Jahren benannten <a href="https://africanpaper.com/tag/dead-can-dance/">Dead Can Dance</a>, ebenfalls ein Duo, <a href="https://deadcandance.bandcamp.com/album/mnemosyne">eine Sammlung von Songtexten</a> nach eben dieser). Das Stück setzt behutsam, langsam ein, dann ist da ein Pochen und es setzen diese melodischen flächigen Sounds ein, die Troum über die Jahre perfektioniert haben. „Self-Realization of Matter“ besitzt auch diese melodischen Flächen, im Verlauf des Tracks kommen aber Momente des Dissonanten dazu, ganz so, als dröhnten plötztlich archaische Instrumente . &#8220;Echoes Of Imagined Rituals“ enthält Stimmen, die an andere Aufnahmen Inades denken lassen, es gibt vereinzelte dumpfe Schläge und Sounds, die dröhnen, als wolle man an <a href="https://africanpaper.com/tag/lustmord/">Lustmords „</a>Heresy“-Album anspielen.  Der letzte Track „Ontic Drift“ begeistert mit seinen an- und abschwellenden Passagen. Dieses Wellenhafte illustriert vielleicht das &#8220;Zirkuläre&#8221; der in Träumen zu findenden Prozesse.</p>
<p>Auch wenn diese Aufnahmen über einen relativ langen Zeitraum entstanden sind, wirken sie unglaublich kohärent. Die erzeugten &#8220;kosmischen Atmosphären&#8221; dieser (in beiderlei Wortsinn zu verstehenden) traumhaften Musik versetzen den Hörer in Welten, die letztlich kaum greifbar sind. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://dronerecords.de/">Drone Records</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3718891729/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RLW: Minority Of The Dead</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 03:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf L. Wechowsky]]></category>
		<category><![CDATA[rlw]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf „Minority Of The Dead“ stellt Ralf Wechowsky, der uns kürzlich noch mit dem Album &#8220;Fading Pictures&#8221; begeistert hatte, unter seinem RLW-Alias drei Stücke zusammen, deren Genese und Konzeption so wichtig sind, dass Informationen zu den einzelnen Stücken einen nicht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/04/11/rlw-minority-of-the-dead/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a2584136202_1x1_700.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50773" title="a2584136202_1x1_700" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a2584136202_1x1_700-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf „Minority Of The Dead“ stellt<a href="https://africanpaper.com/tag/ralf-l-wechowsky/"> Ralf Wechowsky</a>, der uns kürzlich noch mit dem Album <a href="https://africanpaper.com/2025/10/25/rlw-fading-pictures/">&#8220;Fading Pictures&#8221;</a> begeistert hatte, unter seinem RLW-Alias drei Stücke zusammen, deren Genese und Konzeption so wichtig sind, dass Informationen zu den einzelnen Stücken einen nicht unerheblichen Teil des CD-Artworks ausmachen: <span id="more-50772"></span>„From Failure To Failure“ war ursprünglich gedacht für ein anlässlich des 100. Geburtstags von John Cage geplantes Album. Eine Veröffentlichung wurde dann aber von Labelseite abgesagt. RLW schreibt, dass seine Überlegungen zu Cage dazu geführt hätten, über seinen „counterpart“ nachzudenken: Karlheinz Stockhausen. Die beiden weiteren auf der CD erhältlichen Stücke, „Body Logics“ und „Trahison“, sind dann auch inspiriert von dem 2007 verstorbenen Komponisten. Zehn Jahre später wurden diese drei Stücke überarbeitet und dann im letzten Jahr finalisiert.</p>
<p>Die CD wird eröffnet von „Body Logics“, inspiriert von Stockhausens früher Arbeit „Klavierstück I“ und Äußerungen Anthony Braxtons, in denen er die „body logics“ von Stockhausens Klavierstücken u.a. mit denen von James Brown und George Clinton verglich. RLW schreibt, er habe daraufhin zusätzlich zu den virtuellen Instrumenten wie etwa Orgel noch Stimmelemente in &#8220;Body Logics&#8221; integriert. Das Stück selbst beginnt mit hektischen, fragmentierten Passagen, die in ihrer scheinbaren Erratik an Stockhausens Komposition denken  lassen. Dann scheint die Aufnahme zu leiern, Stille, ein virtuelles Fagott setzt ein, es gibt dissonantes Fiepen, Stimmfragmente tönen in der Ferne.  Das darauf folgende „From Failiure to Failure“ ist inspiriert von einer 1992 gehaltenen Rede Cages über „Overpopulation and Art“, einem Text, dem von Wechowski attestiert wird, voller „unbroken optimism and naivety“ zu sein, damit nicht den Geschmack des Künstlers (oder des Verfassers dieser Zeilen) treffend, aber laut den Linernotes lebe das Stück von seinen inneren Widersprüchen. Der Zukunftsoptimismus Cages erinnere Wechowski an Genres wie Prog oder Techno, woraus die Entscheidung für die gewählten Instrumente (Mellotron und Perkussion) resultierte. Die Stimme Cages wird verzerrt, verschwindet im Äther, das Gesagte lässt sich nur erahnen, wird geschreddert, (vielleicht) ad absurdum geführt. Gegen Ende finden sich perkussive Elemente, dann hört man noch einmal Cages sagen: „From failure to failure [...] to the final victory.“  „Trahison!“ ist inspiriert von Stockhausens „Gesang der Jünglinge im Feuerofen“ (eine Komposition, die vor etlichen Jahren der Zusammenarbeit von <a href="https://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a> und <a href="https://africanpaper.com/tag/thomas-koner/">Thomas Köner</a> den Namen lieh). Wechowski fiel bei dem Stück der Kontrast zwischen elaborierter Elektroakustik und Momenten des Lächerlichen auf. Verwendung fand bei seiner Komposition dann Material einer Oper von Saint-Saëns &#8211; eventuell  Samson et Dalila?  Man hört wieder zerhäckselte Sounds, die klingen,  als ginge jemand durch Kies und griffe dann nach einem Instrument. Manche Passagen lassen an Wasser denken.</p>
<p>&#8220;Minority Of The Dead&#8221; ist ein Album hervorragender Geräuschmusik, das auch ohne die Hintergrundinformationen funktionieren kann. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2043646709/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>AND ALSO THE TREES: The Devil&#8217;s Door</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 05:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wort, das im Zusammenhang mit der britischen Band And Also The Trees in den Sinn kommt, ist Konstanz. Nicht nur deswegen, weil sie seit inzwischen mehr als vier Jahrzehnten aktiv sind und – im Gegensatz zu manchen ihrer Kollegen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/28/and-also-the-trees-the-devils-door/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a2108280179_1x1_700.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50609" title="a2108280179_1x1_700" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a2108280179_1x1_700-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Wort, das im Zusammenhang mit der britischen Band <a href="https://africanpaper.com/tag/and-also-the-trees/">And Also The Trees </a>in den Sinn kommt, ist Konstanz. Nicht nur deswegen, weil sie seit inzwischen mehr als vier Jahrzehnten aktiv sind und – im Gegensatz zu manchen ihrer <a href="https://www.fields-of-the-nephilim.com">Kollegen </a>– noch immer regelmäßig Alben veröffentlichen, sondern auch weil diese auf einem konstant hohen Niveau bleiben und es keinerlei musikalischen Ausfälle gibt.<span id="more-50607"></span></p>
<p>Die Band erzeugte insbesondere auf ihren frühen Alben (wie sie vor einiger Zeit im<a href="https://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/"> Interview</a> mit uns sagten) durch Inszenierung, Kleidung und Artwork oftmals ein Gefühl des/der &#8220;Aus-der-Zeit-Gefallenen&#8221;.  Die Band meinte zu dieser Periode: „[W]ir sahen unsere Umgebung auf eine andere, aufmerksame Art und Weise, wir entdeckten eine Menge Kunst, einschließlich der präraffaelitischen Maler, von denen es viele gute Beispiele in der Kunstgalerie von Birmingham gab, das unsere nächste Großstadt war, und wir begannen, Jazz und klassische Musik zu verstehen und zu schätzen und die Literatur des 19. Jahrhunderts zu lesen.“  And Also The Trees wirkten immer wie der ländliche Gegenpol zu den im (nach-)industriellen Norden sozialisierten Bands.</p>
<p>Das neue Album<a href="https://thephoenixremix.com/2026/02/26/new-album-deep-dive-interview-the-devils-door-and-also-the-trees/"> sieht die Band selbst </a>als Abschluss einer mit<a href="https://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/"> „The Bone Carver“</a>  begonnenen und mit dem vor zwei Jahren erschienenen<a href="https://africanpaper.com/2024/03/16/and-also-the-trees-mother-of-pearl-moon/"> „Mother-of-Pearl Moon“ </a>fortgesetzten Trilogie, „because they feature the clarinet and piano of Colin Osanne our multi instrumentalist. And because we wrote them in a relatively short space of time… so they have a similar feel.&#8221;</p>
<p>Der das Album eröffnende Song „The Silver Key“ setzt gleich die das Album durchziehende Stimmung und schon nach wenigen Takten ist da dieser für die Band typische Klang: die an eine Mandoline erinnernde Gitarre, der dunkle (Sprech-)Gesang von Simon Huw Jones und die Evokation einer nokturnen Landschaft: „And in the dark/The desert&#8217;s great cities/Like golden coins of light/All scattered there beneath&#8230;“. Dass all dies während eines Gewitters stattfindet, ist selbstverständlich. Dieses Stück macht direkt deutlich, dass das das Werk And Also The Trees durchziehende beherrschende Gefühl das der Melancholie ist. Auf dem von Bass und dezenter Perkussion eingeleiteten „The Crosshair“ entfaltet sich die Geschichte eines „assassins“ zum Klang der Klarinette und des Akkordeons.  Das leicht dröhnende „Rooftop“ ist eines von zwei Instrumentalstücken. Es gibt wunderschönes Zusammenspiel von Mandoline und Bass auf „Return of the reapers“ oder etwa von Perkussion und Akkordeon durchzogene Stücke wie „The Child In You“ (auf dem es heißt: „The flowers across the land of Wales/Movin in the darkness like a sea of grace“) oder „The Trickster“.</p>
<p>Nach dem Durchschreiten dieser &#8220;devil&#8217;s door&#8221; möchte man den betretenen Raum nicht mehr so schnell verlassen. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.andalsothetrees.co.uk/">AATT</a> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4129820289/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>CORPSE OF DISCOVERY: For The Promise Of The Unknown</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/03/14/corpse-of-discovery-for-the-promise-of-the-unknown/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 06:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Corpse Of Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Hospital Productions]]></category>

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		<description><![CDATA[Es mag Genres geben, die sich auf den ersten Blick gegenüber manchen Themen sperren bzw. oftmals ein eher (sehr) enges Spektrum zulassen. Das Abarbeiten gewisser Themen kann in manchen Fällen auch für das Genre konstituierend sein &#8211; Extremfälle sind etwa &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/14/corpse-of-discovery-for-the-promise-of-the-unknown/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a4085839696_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50437" title="a4085839696_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a4085839696_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es mag Genres geben, die sich auf den ersten Blick gegenüber manchen Themen sperren bzw. oftmals ein eher (sehr) enges Spektrum zulassen. Das Abarbeiten gewisser Themen kann in manchen Fällen auch für das Genre konstituierend sein &#8211; Extremfälle sind etwa sogenannte True Crime Electronics. Allerdings scheinen sich inzwischen fast alle Spielarten (nicht nur) extremer Musik so weit ausdifferenziert zu haben, dass man <span id="more-50435"></span>inzwischen auch problemlos ein <a href="https://thetruepanopticon.bandcamp.com/album/kentucky">Black Metal-Album über die Not von Bergleuten in Kentucky</a> einspielen kann oder sich etwa auch mit dem Treck nach Westen beschäftigen kann, wie das Noiseprojekt Corpse of Discovery auf „For The Promise Of The Unknown“, das auf dem Cover einen Planwagen zeigt.</p>
<p>Das Konzept der <em>Manifest Destiny</em> ist ein manchmal schwer greifbares, das in den USA die Expansion gegen Westen religiös unterfütterte und (damit) legitimierte. Schaut man sich die Politik der gegenwärtigen US-amerikanischen Regierung an, so ist es letztlich wenig verwunderlich, dass das Department Of Homeland Security mit John Gasts „American Progress“ vor einigen Monaten noch eine der berühmtesten Darstellungen und Personifikationen der <em>Manifest Destiny</em> auf Elon Musks Hauspostille<a href="https://x.com/DHSgov/status/1948150126494482555"> postete</a>, versehen mit der Unterschrift „A Heritage to be proud of, a Homeland worth Defending.“ Inzwischen tönen Botschaften weniger durch Hundepfeifen als durch Megaphone aus dem demnächst um einen „beautiful“ Ballsaal erweiterten Weißen Haus.</p>
<p>Corpse Of Discovery beschreiben die auf dem Tape enthaltene Musik als „a mix between concrete sounds, dry electronic noise, and dust swirling inside the wagon’s drape.“, was schon &#8211; wenig überraschend &#8211; deutlich macht, dass es hier ganz sicher nicht darum gehen wird, ein klangliches und (weltanschauliches) Idyll hervorzuzaubern – etwa als musikalische Entsprechung der Bilder <a href="https://www.thomaskinkade.com/?srsltid=AfmBOoo9hT4jNbr2fcidJnGDYghnMESpoYliH9gs6Ag5gVwUpH_NBRXk">Thomas Kinkades</a>, vielmehr erzeugen die zwei langen Stücke, beide sind je etwa 22,5 Minuten lang, durchgängig ein Gefühl des Unwohlseins, der Gefahr, das der Vorgabe „manifest destiny misery post-mortem“ angemessen ist.</p>
<p>„From Those Who Had Passed To Those Still To Come“ beginnt mit flirrenden Sounds, die an Con-Dom erinnern, es gibt repetetives Schaben, das vielleicht die drehenden Räder der Wagen erinnern sollen, die den Kontinent durchfuhren, es gibt Stampfen, Knirschen und Stimmen inmitten der Kakophonie, dann scheint man das Wehen des Windes zu hören. Irgendwann hört man zwei, drei Töne einer Melodie, die wiederholt werden. „Eating The Oxhide Roof“ beginnt mit Sounds, die an das Knistern von Feuer denken lassen, zwischendurch fühlt man sich, als ob man in einen Sandsturm geraten wäre. Gegen Ende tönt Vogelzwitschen, Insekten summen.</p>
<p>Diese zwei Stücke illustrieren, dass Leichname den Weg der Entdeckungen pflastern. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://hospitalproductions.net/">Hospital Productions</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2454960652/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ALAN VEGA: Alan Vega / Collision Drive</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/03/07/alan-vega-alan-vega-collision-drive/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 05:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Vega]]></category>
		<category><![CDATA[Sacred Bones]]></category>
		<category><![CDATA[Sacred Bones Records]]></category>
		<category><![CDATA[Suicide]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Vega Vault-Reihe haben Sacred Bones bislang „Mutabor“ mit unveröffentlichten Aufnahmen Vegas aus den Jahren 1995/1996 herausgebracht, vor einiger Zeit sind nun bei dem amerikanischen Label die ersten beiden Soloalben des 2016 verstorbenen New Yorkers wieder verfügbar gemacht worden. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/07/alan-vega-alan-vega-collision-drive/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a2213608393_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50353" title="a2213608393_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a2213608393_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Rahmen der Vega Vault-Reihe haben<a href="https://africanpaper.com/tag/sacred-bones-records/"> Sacred Bones</a> bislang <a href="https://africanpaper.com/2021/02/27/mutabor-unveroffentlichtes-alan-vega-album-auf-sacred-bones/">„Mutabor“ </a>mit unveröffentlichten Aufnahmen <a href="https://africanpaper.com/tag/alan-vega/">Vegas</a> aus den Jahren 1995/1996 herausgebracht, vor einiger Zeit sind nun bei dem amerikanischen Label die ersten beiden Soloalben des 2016 verstorbenen New Yorkers wieder verfügbar gemacht worden. <span id="more-50351"></span>Zum Kontext: Etwa zeitgleich mit dem zweiten <a href="https://africanpaper.com/tag/suicide/">Suicide</a>-Album, das verglichen mit dem 1977 erschienenen Debüt des Duos weniger rabiat und insgesamt poppiger ausfiel – man <a href="https://www.furious.com/perfect/suicidebook.html">fantasierte darüber</a>, das Album von Giorgio Moroder produzieren zu lassen –, veröffentlichte Vega 1980 das erste von zahlreichen Soloalben.</p>
<p>Vegas Gesang war schon immer geschult an seiner Liebe zu Rock &#8216;n&#8217; Roll und Rockabilly und auch sein <em>Crooning</em> ließ an die 50er denken (manchmal neigt man dazu zu vergessen, dass selbst der Erstling Suicides nicht nur aus Songs wie „Ghostrider“ oder „Frankie Teardrop“ bestand), was vor Jahren zu der Beschreibung Vegas als <a href="https://www.artforum.com/columns/alan-vega-235829/">„Elvis from hell“</a> oder <a href="https://pitchfork.com/thepitch/1006-kris-needs-dream-baby-dream-suicide-a-new-york-story-is-a-crucial-biography/">„Elvis-on-quaaludes“</a> führte.</p>
<p>Die oben genannten Einflüsse spiegelten sich dann auch konsequent in der Instrumentierung und musikalischen Ausrichtung auf seinen ersten Soloalben wider. Das zusammen mit Phil Hawk eingespielte selbstbetitelte Debüt beginnt mit „Jukebox Baby“, das ihm einen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QpOInG-0j9g">Top 10-Hit in Frankreich</a> bescherte und das Suicide auf ihrem unterschätzten dritten Album „A Way Of Life“ 1988 neu interpretieren sollten. Das Album enthält schnelle Stücke wie etwa „Kung Foo Cowboy“ (mit Twang der Gitarre) oder „Fireball“ mit Handclaps, triebendem Bass und Vegas Schreien: „Thunderstorm blues burnin true light/Burnt out maniacs holding dynamite/Angry people wanting to fight/Angry people who say they&#8217;re right“. Es gibt eine schnelle Countrynummer („Speedway“) oder das treibende „Bye Bye Bayou“: „They&#8217;re sending me to my home/In a one-way-ticket body sack/Just like Jimmy always said/An unknown hero “. Auf dem getragenen, minimalistischen „Love Cry“ erinnert Vegas Stimme an das, was Jahr(zehnt)e später David Lynch auf <a href="https://africanpaper.com/2011/11/19/david-lynch-crazy-clown-time/">„Crazy Clown Time“</a> gemacht hat. Textzeilen wie „Werewolf drives a brand new Chevy“ (von „Ice Drummer“) hätten natürlich auch die Cramps schreiben können. Beendet wird das Album von der Ballade „Lonely“. Eine Version des Albums, die zusätzlich Demoaufnahmen der Songs enthält, ist ebenfalls erhältlich.</p>
<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a1151762686_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50358" title="a1151762686_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a1151762686_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> Der schon ein Jahr später erschienene Nachfolger „Collision Drive“ wurde mit ganzer Band eingespielt. Schnelle Stücke wie „Magdalena 82“, &#8220;Raver&#8221;, &#8221; Magdalena 83“, das Cover von „Be Bop A Lula“ von Gene Vincent oder „Outlaw“ („We can see the red, white, and blue rising/Ooh, the wretched of the earth coming and a-marchin&#8217;/Tearing down the jail, letting out the poor“) mit wilder E-Gitarre machen Vegas Einflüsse erneut mehr als deutlich. Es gibt eine Neuinterpretation von Suicides „Ghost Rider“ (mit leicht verändertem Text) oder das durchaus als Selbstbeschreibung zu lesende „Rebel“, „I Believe“ zeigt aber, dass das Tempo auch zuückgenommen werden kann. Dann kommt schließlich als Abschluss der absolute Höhepunkt des Albums: das 12-minütige „Viet Vet“, das mit schleppendem Schlagzeug und dem wuchtigen Bass an Joy Divisions „I Remember Nothing“ denken lässt. Hier wird nach dem (nur ironisch lesbaren) Ausruf „glory, glory hallelujah“ ein Tableau des Schreckens entfaltet: Der titelgebende Veteran („He&#8217;s home/He&#8217;s a twisted flyer/He&#8217;s a slimy bleeding rat/He loves his country/It&#8217;s the greatest, it&#8217;s the greatest“) ist versehrt ( „You got a bleedin&#8217; stump/For an arm/Four Purple Hearts“), seine Frau stirbt und seine Konfrontation mit der Staatsmacht führt zur Katastrophe: „He&#8217;s a-runnin&#8217;, oh, runnin&#8217;/The cops are comin&#8217;, a-comin&#8217;/Yeah, they got him down an alleyway/He&#8217;s a-wasted, he&#8217;s a-worn, he&#8217;s destroyed/Don&#8217;t shoot“. Vega schreit, stammelt, schnaubt, um am Ende zu brüllen: „They owe me a debt“.</p>
<p>Es ist ganz sicher kein Zufall, dass<a href="https://africanpaper.com/tag/lydia-lunch/"> Lydia Lunch</a> und <a href="https://africanpaper.com/tag/marc-hurtado/">Marc Hurtado</a> (mit dem Vega 2010 das Album „Sniper“ einspielte) für ihre aktuelle Tour, auf der sie die Musik von Vega und Suicide „reinkarnieren“, von Vegas reinen Soloalben gerade dieses Stück ausgewählt haben. Sein gesamtes Schaffen, neben den Texten und der Musik auch seine <a href="https://www.sothebys.com/en/articles/the-overlooked-art-of-suicides-alan-vega">Bilder und Skulpturen</a>, zeigt immer wieder die ganze Ambivalenz der Nation, die Jahrzehnte seine Heimat war.  (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.sacredbonesrecords.com/">Sacred Bones Records</a> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1569126272/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4017281763/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1622567724/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Spiritually Unemployed: Neues Album von Ak&#8217;chamel, The givers Of Illness</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 05:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ak'chamel]]></category>
		<category><![CDATA[Akuphone]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 04. April erscheint passend zur Europatournee das neue Album Ak&#8217;chamels auf dem französischen Label Akuphone, auf dem auch die letzten drei Vinylveröfentlichungen der Amerikaner erschienen sind. Die sich selbst als „Fourth World Post-Colonial Cultural Cannibalists Circumcising The Foreskin of &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/06/spiritually-unemployed-neues-album-von-akchamel-the-givers-of-illness/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 04. April erscheint passend zur Europatournee das neue Album <a href="https://africanpaper.com/tag/akchamel/">Ak&#8217;chamels</a> auf dem französischen Label <a href="https://africanpaper.com/tag/akuphone/">Akuphone</a>, auf dem auch die letzten drei Vinylveröfentlichungen der Amerikaner erschienen sind. Die sich selbst als „Fourth World Post-Colonial Cultural Cannibalists Circumcising The Foreskin of Enlightenment“ bezeichnende Band hat in den letzten Jahren auf zahlreichen Veröffentlichungen (neben Vinyl auch eine ganze Reihe von Tapes und CD-Rs) und Auftritten eine wilde und aufregende Musik gespielt, die wir hier kürzlich als „eine eigenwillige postapokalyptische Psychedelik mit schamanistischen Ritualen und dunklem Lo-Fi-Folk“ <a href="https://africanpaper.com/2026/02/28/ak%e2%80%99chamel-und-maud-the-moth-in-der-berliner-galilaakirche/">bezeichnet</a> haben.</p>
<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a4007777645_10.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-50318" title="a4007777645_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a4007777645_10-1024x1024.jpg" alt="" width="584" height="584" /></a><span id="more-50315"></span>„Spiritually Unemployed“ enthält zehn Stücke. Titel wie „Paramasturbatory Delusions“ oder &#8220;My Little Pony Apocalypse Diorama Playset&#8221; verdeutlichen erneut Ak&#8217;chamels ganz eigenen Humor, Titel wie „Dreams Of A Dead Dreamer“ und „Malignantly Useless“ scheinen auf <a href="https://africanpaper.com/tag/thomas-ligotti/">Thomas Ligotti </a>zu verweisen.</p>
<p>Der Aufnahmeprozess des Albums wird von Bandseite wie folgt beschrieben:  „Recorded in a makeshift adobe studio amid liminal border-zone ruins. Nocturnal treks along forgotten stretches near the U.S.-Mexico line, through derelict border outposts and sun-bleached vehicle husks, yielded unique recording opportunities: Ak’chamel dragged tape decks like sacrificial talismans, to capture gravel crunch, distant javalina fights, and unintentional EVP-like anomalies. Harvesting the psychic weight of migration, abandonment, and geopolitical limbo (e.g., Track 5: Serpent House). A half-broken oud, double-reed pipes, a battered hurdy-gurdy, and self-built spike fiddles were “tortured” pre-recording; strings detuned to unstable microtonal chaos, reeds soaked in questionable desert-sourced liquids, and instruments were kept outdoors to absorb ambient dew, dust, and wild temperature swings, ensuring every take carried an unpredictable, haunted instability. Vintage cassette decks and reel-to-reel units were powered through erratic, low-voltage setups (literally dying generators) which introduced random voltage drops, speed fluctuations, and ghostly dropouts mid-take — turning tracking into unpredictable spirit interventions. Fresh analog takes were dubbed onto tapes previously buried in arid soil throughout the hot day, then exhumed and played back while layering new overdubs; creating a palimpsest of temporal erosion where past decay bleeds into present performance. (e.g., Track 8: Nothin Wounded Goes Uphill)</p>
<p>Live performances were blasted through overloaded, malfunctioning analog chains (cranked cassette walkmans, battered spring reverbs filled with gravel, warped echo units), then physically “mauled” by running the tape through sandpaper-wrapped capstans or crushing segments underfoot before re-splicing — resulting in tracks that feel compressed, twisted, and ruptured. (e.g., Track 10: My Little Pony Apocalypse Diorama Playset)</p>
<p>Thus the desert claims its due: instruments tortured into prophecy, tapes interred and exhumed in chapels of malfunction. Spiritually Unemployed is the resulting artifact—a sonic border autopsy where enlightenment arrives not as a sealed doctrine but as an open infested wound.</p>
<p>Todo lo que toco se pudre bonito.&#8221;</p>
<p>@ <a href="https://akuphone.bandcamp.com/album/spiritually-unemployed?fbclid=IwY2xjawQWp9hleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeZpJ9UvRTcgEy7EdDiLxVZqhGO61aHqcw74Zhz4If3AGQvl4nDUjuuSPK8zQ_aem_9lhS8C0HBGUCDbA6jGI3mQ">Akuphone</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3782161861/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ASMUS TIETCHENS: Conclusio</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/02/28/asmus-tietchens-conclusio/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/02/28/asmus-tietchens-conclusio/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 04:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
		<category><![CDATA[Die Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt hatte zwischen 2003 und 2022 eine umfangreiche, aus insgesamt 18 Alben bestehende, Wiederveröffentlichungsreihe des Frühwerks Asmus Tietchens&#8217; gemacht. Nun erscheint mit „Conclusio“ neues Studiomaterial auf dem Bremer Label. Während auf dem kürzlich hier besprochenen Album „Lichthöfe“ Tietchens mit Thorsten Soltau &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/28/asmus-tietchens-conclusio/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/R-35622406-1770695790-2648.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50198" title="R-35622406-1770695790-2648" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/R-35622406-1770695790-2648-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="https://africanpaper.com/tag/die-stadt/">Die Stadt </a>hatte zwischen 2003 und 2022 eine umfangreiche, aus insgesamt 18 Alben bestehende, <a href="https://www.discogs.com/label/886605-Asmus-Tietchens-Rerelease-Series ">Wiederveröffentlichungsreihe </a>des Frühwerks<a href="https://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/"> Asmus Tietchens&#8217;</a> gemacht. Nun erscheint mit „Conclusio“ neues Studiomaterial auf dem Bremer Label.<span id="more-50196"></span></p>
<p>Während auf dem kürzlich hier besprochenen Album <a href="https://africanpaper.com/2026/01/17/asmus-tietchens-thorsten-soltau-lichthofe/">„Lichthöfe“ </a>Tietchens mit Thorsten Soltau zusammenarbeitete und dessen Ausgangsmaterial seinen Bearbeitungen unterzog, ist &#8220;Conclusio&#8221; wieder eine reine Soloveröffentlichung, was heißt, dass sich &#8211; der Tradition gehorchend &#8211; wieder ein Zitat des großen rumänischen, schlaflosen Pessismisten E. M. Cioran findet. Diesmal kann man lesen: „Alles steuert der Hässlichkeit und dem Gangrän entgegen: Dieser Erdball – er eitert, und die Lebenden stellen dabei ihre Wunden zur Schau, auf die die Strahlen des Leuchtgeschwürs herabfallen.“ Wer wolle angesichts des (nicht nur) gegenwärtigen Irrsinns da widersprechen?</p>
<p>Oft finden sich bei Besprechungen des Werks des Hamburgers Wörter wie „Abstraktion“ (etwa <a href="https://www.ondarock.com/interview/asmustietchens">hier</a>), er selbst verwendet einen Begriff, den ich in einem leicht anderen Kontext einmal bzgl. des Werks von <a href="https://www.ondarock.com/interview/asmustietchens">David Jackman </a>verwendet habe: Absolute Musik. In einem <a href="https://www.psychedelicbabymag.com/2021/06/asmus-tietchens-interview-absolute-music.html">Interview</a> meinte Tietchens einmal: „&#8217;Absolute Music&#8217; means that it contains no message except an esthetic one. &#8216;Absolute Music&#8217; is not connected with any political, spiritual, ideological or educational intention. The listener is totally free for his own impressions, feelings, possible pictures and thoughts when listening to &#8216;Absolute Music&#8217;. To me that is total freedom of perception. I am no teacher, no philosopher, no scientist – why should I intrude my thoughts on any other human being? I always try to let the music speak for itself. That should be enough“.</p>
<p>„German Angst“ eröffnet das Album mit unruhigen, leicht hektischen Klängen, denen durchaus (insbesondere im Verlauf des Stücks) ein Moment des Bedrohlichen innewohnt. Der binnengereimte Track „Die Schwere der Leere“ beginnt ruhiger, erzeugt dann aber eine ähnliche Unruhe. Anfangs meint man, auf „Lammkopf im Ofen“ würden Bleche über den Boden gezogen, dann klingt es zwischendurch, als solle hier kurzzeitig eine E-Gitarre s(t)imuliert werden. Dagegen wirkt „Imperial Logistics“ mit einzelnen stampfenden Passagen reduzierter. „Organischer Restbestand“ ist melodischer, gegen Ende wird man an Streicher erinnert. Die ersten Minuten des minimalistisch-rauschenden „Kotbeutel über Korea – hurra!“ lassen fast an Ambient denken, bevor ein Loop einsetzt, der an demente Zirkusmusik denken lässt. Das Titelstück erweckt des Eindruck, in einem Schneegestöber aufgenommen worden zu sein.</p>
<p>Von den zuletzt erschienenen Alben Tietchens&#8217; klingt „Conclusio“ in besonderem Maße unheimlich, ist durchzogen von einer Atmosphäre des Irritierenden. Das im Innern der CD abgebildete Gesicht einer Person, deren Mund zum Schrei geweitet ist, das karge Interieur des Covers und das die Rückseite zierende Bild mit dem Wort &#8220;Auflösung&#8221; tragen ihr Übriges dazu bei, ein Schaudern auszulösen. (MG)</p>
<p>Label: <a href="http://www.diestadtmusik.de/">Die Stadt </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ORGANUM ELECTRONICS: Fiire / DAVID JACKMAN: Das Kreuz</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 04:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[David Jackman]]></category>
		<category><![CDATA[Die Stadt]]></category>
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		<description><![CDATA[Im April 2025 erschienen mit „Steadfast“ und „Scilence“ zwei CDs, mit denen die umfangreiche David Jackman / Organum Electronics-Reihe nach sieben Alben, davon zwei Doppel-CDs, auf Die Stadt beendet wurde, nun kommen zwei musikalisch verwandte auf je 150 Exemplare limitierte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/14/organum-electronics-fiire-david-jackman-das-kreuz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/R-36029986-1766846064-5109.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50007" title="R-36029986-1766846064-5109" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/R-36029986-1766846064-5109-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im April 2025 erschienen mit <a href="https://africanpaper.com/2025/04/26/d-jackman-steadfast-jackman-scilence/">„Steadfast“ und „Scilence“</a> zwei CDs, mit denen die umfangreiche<a href="https://africanpaper.com/tag/david-jackman/"> David Jackman</a> / <a href="https://africanpaper.com/tag/organum-electronics/">Organum Electronics</a>-Reihe nach sieben Alben, davon zwei Doppel-CDs, auf <a href="https://africanpaper.com/tag/die-stadt/">Die Stadt </a>beendet wurde, nun kommen zwei musikalisch verwandte auf je 150 Exemplare limitierte 7&#8221;s heraus, die außerdem noch in einer auf 100 Exemplare begrenzten Version im Klappcover und farbigem Vinyl die beiden 7&#8221; zusammenführt.<span id="more-50005"></span></p>
<p>In den letzten Jahren präsentierten die unter eigenem Namen veröffentlichten Aufnahmen Jackmans flirrende Drones, das Krähen von Raben, Glocken und Gongs in Variationen und Permutationen, die als Organum Electronics gemachten harschen „elektronischen“ Aufnahmen knüpften dagegen partiell an das krachige Frühwerk <a href="https://africanpaper.com/tag/organum/">Organums </a>an. War bei den letzten beiden Alben diese strikte Trennung aufgehoben worden – „Steadfast“ ließ eher an Organum Electronics-Aufnahmen denken –, ist auf den jetzt erschienenen zwei Singles die musikalische Ausrichtung wieder wie sonst: „Fiire“ setzt die Reihe von Veröffentlichungen in eigenwilliger Orthographie fort und sobald die Nadel auf das Vinyl trifft, ist da sofort der so typische Klang, der alle Organum Electronics-Veröffentlichungen der letzten Jahre charakterisierte, sprich: Es gibt einen metallisch klingenden, verdichteten, fast schon statischen Wall, dem aber immer auch eine gewisse Unruhe innewohnt, nur hier eben kondensiert und reduziert auf je wenige Minuten, die abrupt enden.</p>
<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/R-36029986-1766846065-8423.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50010" title="R-36029986-1766846065-8423" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/R-36029986-1766846065-8423-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Das Kreuz“ dagegen ist eine besonders reduzierte Version des oben beschriebenen Klangbilds: Vögel zwitschern, man hört Krähen, eine Glocke schlägt, ganz im Hintergrund erklingt eine sich wiederholende Pianomelodie. Insgesamt klingen diese beiden Stücke fast schon wie eine Feldaufnahme, ganz so, als stehe man in einem einsamen Dorf und höre jemanden in der Ferne Klavier spielen.</p>
<p>Das Mysterium der Jackmanschen Veröffentlichungen wird (erwartungsgemäß) auch nicht durch diese vier Stücke erhellt, was ganz sicher nicht negativ ist. Man kann sich jetzt nur noch fragen, was danach kommen wird. (MG)</p>
<p>Label: <a href="http://www.diestadtmusik.de/">Die Stadt</a></p>
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