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	<title>African Paper &#187; Aaltra Records</title>
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		<title>It doesn‘t need to be fancy, it just needs to be real. Interview mit Torba</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2018 05:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Torba, das Projekt des italienischen Klangbastlers Mauro Diciocia, existiert mittlerweile seit fast zehn Jahren und hat im Laufe der Zeit einige Wandlungen durchgemacht &#8211; was Ende des letzten Jahrzehnts mit schweren, rauen Gitarrendrones begann, führte recht bald in die extremsten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/05/it-doesn%e2%80%98t-need-to-be-fancy-it-just-needs-to-be-real-interview-mit-torba/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p lang="en-US"><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbatop.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15468" title="torbatop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbatop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Torba, das Projekt des italienischen Klangbastlers Mauro Diciocia, existiert mittlerweile seit fast zehn Jahren und hat im Laufe der Zeit einige Wandlungen durchgemacht &#8211; was Ende des letzten Jahrzehnts mit schweren, rauen Gitarrendrones begann, führte recht bald in die extremsten Gefilde des Harsh Noise, um auf den jüngeren Releases einer vielschichtigen Musik auf der Basis von Feldaufnahmen Platz zu machen, bei der sich Feinsinn und Groteske die Waage halten. Was sich wie ein<span id="more-15313"></span> roter Faden durch seine Arbeiten zieht, hat weniger mit Techniken und Stilmerkmalen als mit einer kreativen Einstellung zu tun, in der Konzepte und Masterpläne wenig Platz haben, mit einem spontanen Improvisationsgeist, der sich auch in der mitreißenden und oft sprunghaften Dynamik seiner Soundkollagen manifestiert. Über dies und einiges mehr geht es im folgenden Interview.<br />
</strong></p>
<p lang="en-US"><a title="It doesn‘t need to be fancy, it just needs to be real. Interview with Mauro D. of Torba" href="http://africanpaper.com/2018/05/05/it-doesn%e2%80%98t-need-to-be-fancy-it-just-needs-to-be-real-interview-with-mauro-d-of-torba/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p lang="en-US"><em><strong>Bevor du mit torba begonnen hattest, hattest du ein Filmstudium absolviert, aber du warst wohl auch schon lange an Musik interessiert, z.B. Hardcore und Metal. Auch wenn torba in eine komplett andere Richtung geht, haben diese Interessen sicher ihre Spuren hinterlassen. Wie siehst du das?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich war schon immer ein unersättlicher Hörer und beschränke meine Interessen nie gerne auf vorgefertigte Kontainer wie Musikgenres oder Subkulturen. Aber ich hatte natürlich auch meine Metaljahre während der Oberstufe, und ich flirtete zeitweise auch ein bisschen mit der Punk/HC-Szene; trotz allem denke ich, dass es sehr schwer ist, Spuren dieser Musikstile in torba zu finden, auch weil ich dieses Projekt gegründet habe mit dem konkreten Plan, all diese vorherigen <em>Musiklektionen</em> zu verlernen und einen komplett neuen Weg einzuschlagen. Prinzipiell kannst du diese Einflüsse und Haltungen auf die gleiche Art zurückverfolgen, wie du Zuckker und Kaffee in eine Art Beziehung zueinander bringen kannst.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Wenn ich mich richtig erinnere, hast du torba in der Zeit gegründet, als du von Rom nach Berlin gezogen bist. In welchem Umfeld bist du erstmals mit torba in Erscheinung getreten?</strong></em></p>
<p>Ich begann mit torba in Rom irgendwann zwischen Herbst 2008/Anfang 2009 und spielte Gitarrenriff-Kompositionen, die sehr von Earth, Nadja, Skullflower, Sunn O))) inspiriert waren und überblendete sie mit einem dezenten Noise- und Elektronik-Element. Meine erste selbst herausgebrachte CDr kam laut Discogs im April 2009. Rom hatte ein sehr nettes Musikmillieu damals: Die Noiserock-Szene explodierte regelrecht und kippte gleichzeitig in den aufkommenden Noise/Drone-Trend. Zeitweise kam es mir so vor, als sei jeder, der im Umkreis der <em>Pigneto-</em>Gegend lebt, in einer Band.. Trotzdem war mein Leben ziemlich beschissen in finanzieller und sozialer Hinsicht, deshalb zog ich im November 2009 nach Berlin und spielte noch in diesem Winter die erste torba-Show: Es war ein Hauskonzert in Berlin-Friedrichshain, veranstaltet von Alberto Panegos/Nube.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Die meisten deiner Aufnahmen basieren auf vorgefundenen und bearbeiteten Sounds, die auf neueren Veröffentlichungen oft mit klassischen Instrumenten wie Cello oder Klavier in Erscheinung treten. Gibt es bei all den Straßenszenen, Tierstimmen, Haushalts- und Arbeitsgeräuschen ein paar Lieblingssettings, in denen du nach neuem Material suchst?</strong></em></p>
<p>Nicht wirklich.. Es ist schwierig, die kognitive Arbeit hinter dem Aufbau einer Soundarbeit zu analysieren, aber es ist erwähnenswert, dass ich, wenn ich Geräusche sammele oder ein Element in eine Struktur einfüge, nicht viel auf die „Botschaft“ eines Geräuschs (das Bezeichnete) gebe, sondern eher eher fokussiert bin auf die spektralen und physischen Eigenschaften wie Ton, Frequenz, Lautstärke, Dauer etc.. (der Signifikant). Wenn ein Soundelement erst einmal im Kasten ist, verliert es die Bedeutung, die es im ursprünglichen Kontext hatte und wird zum Faktor einer neuen Erzählung.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Wenn du Sounds aufnimmst, wer hat das Zepter in der Hand, du oder die Sounds? In anderen Worten, schaust du dich einfach um, was da ist und brauchbar scheint, oder hast du manchmal auch so etwas wie einen Plan und suchst auf eine zielgerichtete Art?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15315" title="torba3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Nie hatte ich so etwas wie einen Plan.. Ich fühle mich nicht wie ein Jäger, mehr wie ein Beobachter, oder besser noch, wie ein akribischer Hörer: Wenn etwas meine Aufmerksamkeit erregt, drücke ich den roten Knopf. Das meiste des neueren Materials wurde nicht einmal mit einem professionellen Mikrofon aufgenommen, sondern einfach mit meinem Smartphone. Das heißt, dass ich heutzutage extrem selten auf <em>Field Recording-Safari an besonderen Orten der Welt </em>unterwegs bin. Ich arbeite wirklich lieber mit (anscheinend) wertlosen Alltagsgeräuschen, versuche das Beste aus ihrem natürlichen Gehalt herauszuholen und bearbeite sie in einer sehr einfachen und analytischen Art.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>In den letzten Jahren hat sich der Hauptfokus deiner Musik merklich verschoben von Harsh Noise hin zu weitaus filigraneren Klangkollagen. Denkst du, dass dies das Ergebnis deiner Erfahrung im Arbeiten mit Klängen ist, oder gibt es vielleicht auch äußere Einflüsse?</strong></em></p>
<p>Beides. Torba ist wahrscheinlich der wichtigste Spiegel, den ich benutze, um meine musikalischen und nichtmusikalischen Einflüsse und Vorlieben zu reflektieren, zusammen mit meinen Gefühlen, meiner eigenen Persönlichkeit.. Und selbstverständlich sind all diese Dinge in ständigem Wandel. Du hast nur einen Teil des Weges aufgezeigt: von einer Harsh Noise-Phase hin zu einer feinsinnigeren Soundkollagen-Entwicklung, aber ich kann dir versichern, dass torba nie gleichbleiben wird, was auch niemals der Fall war..</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Siehst du, was die Techniken angeht, auch Parallelen zum Post-Industrial?</strong></em></p>
<p>Ich mag Kategorien nicht, deshalb bin ich da vielleicht etwas ätzend: Sicher kann man torba zwischen die Koordinaten des Post Industrial einordnen, einfach deshalb, weil das, was wir unter „Post Industrial“ verstehen, ein Post-Genre/Non-Genre ist, das ziemlich diametrale Klänge und Haltungen umfasst und es einem jungen schwedischen Hipster, der freakige Tapeloops aus der Musik anderer Leute macht, erlaubt, im gleichen Regal zu stehen wie ein selbsternannter Dark Ambient-Pate, der billige und eingängige elektronische 90s-Style-Symphonien mit überteuerten Retro-Synthies macht.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Eine Sache, die mich in deinen Kompositionen immer wieder beeindruckt, ist dein Umgang mit Aspekten der Zeit. Der Gebrauch von Spannung, retardierenden Momenten, plötzlichen Tempowechseln und noch plötzlicheren Brüchen und resetartigen Neuanfängen wirkt immer so, als ob das alles genau im richtigen Moment passiert. Diese Dinge müssen, entweder unbewusst oder als Entscheidung, eine Rolle für dich spielen. Wie siehst du das?</strong></em></p>
<p lang="en-US">Ich betrachte das als ein großes Kompliment, so zuerst vielen Dank! Vor ein paar Jahren veröffentlichte ich ein Tape für das australische Label Mazurka Editions (heute Vienna Press) namens „discontinuity abuse“.. Ich will jetzt nicht prätentiös klingen, aber der Titel ist bisschen so etwas wie mein Manifest in Sachen Klangästhetik, und natürlich bin ich mir der Rolle der von dir genannten Komponenten vollkommen bewusst. Du wirst lachen, aber bei meinem Auftritten ist immer irgendjemand im Publikum, dem diese Erfahrung als Fehler erscheint, und ich kann meinen Arsch dann kaum besser retten, als immer wieder an die überstrapazierten und doch bedeutsamen Worte Wittgensteins zu denken (&#8220;Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt&#8221;).<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbanner.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-15316" title="torbanner" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbanner.jpg" alt="" width="620" height="349" /></a></p>
<p lang="en-US"><em><strong>In einer Review verglich ich einmal deinen Umgang mit Spannung, Tempo und plötzlicher Unterbrechung mit dem Therapiekonzept des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan, der die Sitzungen seiner Patienten immer in den intensivsten Momenten abbrach, das konnte nach zehn Minuten oder nach drei Stunden sein. Kannst du mit solchen weit hergeholten Vergleichen leben, wenn sie vielleicht nicht bierernst gemeint sind?</strong></em></p>
<p lang="en-US">Klar, du kennst mich gut genut um zu wissen, wie sehr ich abenteuerliche Verleiche wie diesen liebe! Jacques Lacan ist ein Meilenstein unserer Zeit, man kann beinahe alles mit seinen Theorien in Bezug setzen. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass Lacans Arbeiten eine direkte Referenz für torba wären, aber ich muss auch sagen, dass die wenigen seiner &#8220;Seminare&#8221;, die ich kenne, eine große Wirkung auf mich als Person hatten, und einige Elemente davon zeigen sich vielleicht in meinem kreativen Verhalten. Aber vielleicht müsstest du ein Lacanianer sein, um das zu begreifen. Ahaha.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Haben deine Konzerte für dich die gleiche Bedeutung wie die Aufnahmen, oder tendierst du mehr zu einer Seite deines Outputs?</strong></em></p>
<p lang="en-US">Beides ist mir wichtig, aber aus meiner Perspektive hat die Live-Action einen höheren Wert.. Mit torba auf die Bühne zu gehen ist eine Schocktherapie gegen mein mangelndes Selbstvertrauen, und ich brauche es wirklich, um den Rest meines Soziallebens in einer angemessenen Balance zu halten. Studioaufnahmen sind eher Dokumente meiner ästhetischen Suche: ein ausgeklügeltes Souvenir, wenn ich es so ausdrücken darf.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Ist torba ein Soloprojekt, oder hast du auch mit anderen Live oder im Studio gejammt?</strong></em></p>
<p lang="en-US">In meiner ersten Berliner Zeit habe ich ein paarmal mit Freunden gejammt, Leuten wie Tatsumi Ryusui, M!, Iku Sakan, Severin, und ich habe auch eine 7“-Kollaboration mit Vomir herausgebracht, aber vielleicht hat das nicht so viel mit deiner Frage zu tun? Torba ist mein Soloprojekt per Definition, ja.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Oft haben deine Stücke sehr kryptische Titel. Das könnten dann Wörter in einer fremden Sprache sein oder Neologismen, die auf etwas anspielen könnten oder auch nicht. Ich denke, das einige nach einer Bedeutung dahinter suchen (oder zumindest denken, dass sie es sollten), während andere das vielleicht für totalen Nonsense halten. Was sind deine Ideen hinter dem Wortspiel?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15469" title="torba1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba1-285x300.jpg" alt="" width="285" height="300" /></a>Es gibt da keine strengen Regeln, und ich kann dir versichern, dass diese Art der Adaption sehr natürlich vonstatten ging im Rahmen einer konstanten Entwicklung meiner Sounds hin zu reiner Abstraktion und reinem Autismus &#8211; hin zu einem Land, wo die hieroglyphischen Inhalte eines scheinbar bedeutungslosen Wortes mehr bewirken können als die syntaktische Sprache, die dich zwingt, Zeichen zu konkreten Bedeutungen zu verknüpfen. Es ist ein einfaches Segment der Ästhetik, die ich auf sehr spontane Art zu schaffen versuche, und diese visuelle Komponente passt gut zu der Art, wie ich Field Recordings verwende (siehe oben!).</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Im Diskurs über soundorientierte Musik beobachtet man immer noch eine Unterscheidung zwischen Musikern mit einem akademischen &#8220;Highbrow&#8221;-Hintergrund und solchen mit einem eher autodidaktischen &#8220;DIY&#8221;-Ansatz &#8211; vielleicht nicht ausdrücklich, aber durchaus in dem Sinne wer wen kennt und mit wem zusammen und wo auftritt etc. Auch wenn es in manchen Fällen sinnvoll sein mag, basiert es doch meist eher auf Klischee- und Gewohnheitsdenken und führt zu viel zu fixen Kategorien. Torba könnte ich schwer irgendwo in diesem Raster einordnen. Siehst du solche Kategorien manchmal als Beschränkungen?</strong></em></p>
<p>Ja, und es geht kaum von mir selbst aus: Sogar in dem angeblichen <em>Land der unbegrenzten Möglichkeiten, </em>als das die experimentelle Musik landläufig gilt, musst du Farbe bekennen, um ein vermarktbares Produkt zu werden und dein Ding machen zu können. Wenn dein Output zu schwer zu kategorisieren ist, kannst du in eine langweilige Isolation fallen, und dummerweise ist torba zu artsy-fartsy für die Noise-Szene, zu noisig für den Kunstbereich, zu billig für die Akademie. Ich bin im Grenzbereich dieser drei Regionen unterwegs, und keine davon scheint meine Arbeit in ihrer Gesamtheit anzunehmen. Die Lücke, über die sie andauernd lamentieren, ist genau das, wovon du sprichst: Klischee. Auf der anderen Seite, und ich bin da ganz ehrlich, ist es extrem herausfordernd und inspirierend, sich immer am falschen Platz zu fühlen..  Es hält deinen Geist, und konsequenterweise deine Kreativität, konstant aktiv und aufmerksam.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Die meisten deiner Veröffentlichungen erscheinen auf dem Medium Tape. Hast du &#8211; als jemand, der beim Produzieren von Musik sowieso mit Tapes arbeitet &#8211; eine besondere Vorliebe für das Medium?<br />
</strong></em></p>
<p lang="en-US">Ich liebe Kassetten und Tapes generell. Ich habe auch einen 1/4“ Reel to Reel-Taperekorder in meinem Studio, den ich aufgrund seines Gewichts nicht gerne mit auf die Bühne nehme. Obwohl ich nie aufgehört habe, Tapes bei meinen Liveshows abzuspielen, oder beim Musikhören zuhause, wird es echt Zeit, eine CD oder 12&#8243; herauszubringen und ich hoffe sehr, dass das bald passiert!</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Wie es scheint, hast du (zumindest vorübergehend) die Aktivitäten deines Tape-Labels Aaltra Records auf Eis gelegt, das du einige Jahre lang betrieben hast. Wie kam es dazu?</strong></em></p>
<p>Ich hatte Aaltra gegründet zur Unterstützung für torba sowie mehr oder weniger zufällig, um Sachen einiger Leute, die ich kannte, herauszubringen (Vomir, Torturing Nurse, Barrikad, Dave Phillips etc..), aber ich will bei dem Thema sehr ehrlich sein: Ich mag die Idee, ein Label zu betreiben, aber ich bin sehr schlecht bei der Umsetzung, deshalb habe ich mit Aaltra Records aufgehört. Ich fokussiere mich lieber auf kreative Aktivitäten, statt einem Geschäftsplan zu folgen.. Ich kenne einige Leute, für die die Labelarbeit ein Akt reiner Hingabe und Unterstützung für einen obskuren Internet-Bekanntenkreis ist, den sie &#8220;Szene&#8221; nennen, aber es ist alles in allem ein Aufwand, der sich für mich nicht auszahlt oder mich zufriedenstellt. Muss ich mich dafür schämen?</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Gabe es bei Aaltra ein Release, das du besonders herausragend und erinnernswert findest?</strong></em></p>
<p lang="en-US">In gewisser Weise alle, andererseits keines.. Wie du meiner vorigen Antwort entnehmen kannst, hatte ich gegenüber dem Herausbringen von Musik sehr gemischte Gefühle. Ich bin froh, dass Aaltra als Label nicht mehr aktiv ist.</p>
<p lang="en-US"><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba4.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15317" title="torba4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba4-266x300.jpg" alt="" width="266" height="300" /></a>Aaltra fungiert nun als Booking-Projekt für experimentelle Musik und Multimedia-Veranstaltungen in deinem neuen Zuhause im süditalienischen Lecce. Was kannst du uns über die Arbeit in dem Bereich und die Ideen für Zukünftiges erzählen? Was für eine Art Szene und Publikum gibt es dort?</strong></em></p>
<p>Zusammen mit meiner Partnerin Sonia habe ich das Wort Aaltra exhumiert, um ein multidisziplinäres Projekt zu bezeichnen, das sich auf audiovisuelle Forschung und die Erkundung von Klangsprachen konzentriert. Wir haben mit einer Soundart-Gruppenausstellung und ein paar Konzerten begonnen: Leute wie Marcellvs L., Todd Anderson-Kunert, Gaspare Sammartano (ex-Cannibal Movie) und Alessandra Eramo waren in die ersten Schritte involviert. Wir haben eine Menge neuer Ideen und einige Events bereits geplant, darunter Filmvorführungen und Retrospektiven, Liveshows, Sound-Performances, weitere Ausstellungen etc.. Du kannst uns leicht auf FB oder Instagram finden und mehr Informationen bekommen. Eine lokale Szene für experimentelle Musik gibt es in Lecce nicht, abgesehen von ein paar Namen (du kennst vielleicht Donato Epiro). Es gibt jedoch ein kleines, aber sehr interessiertes Publikum, dass mir Hoffnung macht für künftige Aktivitäten..</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Berlin, wo du ein paar Jahre gelebt hast, ist wahrscheinlich etwas übersättigt mit experimentierfreundiger Musik, und oft wirkt es, als ob alles seine eigene Subkultur habe und die Leute verlernt haben, sich für Dinge jenseits der eigenen Blase zu interessieren. Trotzdem fehlt es nie an inspirierenden Dingen. Welches sind die wichtigsten Erfahrungen, die du von dort mitgebracht hast?</strong></em></p>
<p>Ich möchte nichts Spezielles erwähnen, nur die generelle Post-D.I.Y.-Atmosphäre der Stadt, die kreative Geister antreibt, mit der festen Überzeugung zu arbeiten, dass der Akt des Schaffens der Kern des Ganzen ist, nicht das daraus resultierende Produkt. Diesem (vielleicht kann man sagen <em>existentialistischen</em>?) Ansatz von Kreativität und Kommunikation traut man in Italien nach wie vor nicht, v.a. im Süden. Mehr als eine Lebenserfahrung waren die acht Jahre in Berlin eine Bestätigung einiger meiner Erwartungen und Neigungen: Alles kann auf sehr unkomplizierte Art gemacht werden, wenn du von einem ernsthaften Drang getrieben bist. Es muss nichts großartiges sein, es reicht, wenn es real ist.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Du hast, wie es scheint, eine gewisse Verbindung zu Musikern aus Skandinavien. Wie kam es dazu und was reizt dich an den Arbeiten dieser Künstler?</strong></em></p>
<p>Die skandinavische Noise-Szene, speziell die dänisch-schwedische Axe, war vor ein paar Jahren <em>das große Ding</em> (und für manche ist es das immer noch..), und so war es kaum zu vermeiden, mit einigen seiner Botschafter zusammenzustoßen. Ich teilte mir mit einigen dieser Leute die Bühne (Puce Mary, Croatian Amor, Damian Dubrovnik, Sewer Election, Händer Som Vårdar, Sand Circle, Arv &amp; Miljö, Neutral, um nur einige zu nennen..), und ich bin nach wie vor mit einigen von ihnen in Kontakt. Ich liebe außerdem viele gute Aufnahmen, die aus diesem Teil Europas kommen und könnte sogar einiges (wie die Sachen von Dan Johansson/Sewer Election aus den letzten zehn Jahren) als tatsächlichen Einfluss auf torba benennen, aber am Ende sehe ich doch nicht diese große Verbindung.. So hab ich z.B. noch nie etwas auf einem skandinavischen Label herausgebracht!</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Was die Zukunft angeht, gibt es schon neues von torba, woran du arbeitest? </strong></em></p>
<p>In den letzten zwei Jahren habe ich zahlreiche Tape-Deals abgesagt, weil ich mich komplett auf zwei verschiedene Arbeiten konzentriere, die ich gerne auf CD bannen möchte. Ich habe mich außerdem gerade auf das Abenteuer, einen Filmsoundtrack live einzuspielen, eingelassen und ein paar andere noch nicht ganz spruchreife Projekte. Ich möchte diese letzte Zeile nutzen, um euch für eure Seite und euer Interesse zu danken! Macht weiter so!</p>
<p>(U.S.)</p>
<p>Fotos: Sonia Martina</p>
<p><strong><a href="https://soundcloud.com/torba">Torba @ Soundcloud</a> | <a href="https://torba.bandcamp.com/">Torba @ Bandcamp</a> | <a href="http://torbaharshdrone.blogspot.it/">Torba @ Blogspot</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Aaltra-176777632887242/">Aaltra @ Facebook </a><strong><strong></strong><strong>| </strong></strong></strong><a href="https://www.instagram.com/aaltra_/"><strong>Aaltra @ Instagram</strong></a></p>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2018 05:50:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Torba, the project of Italian sound artist Mauro Diciocia, has been in existence for almost ten years now and has gone through a number of transformations over time &#8211; what began with heavy, harsh guitar drones at the end of &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/05/it-doesn%e2%80%98t-need-to-be-fancy-it-just-needs-to-be-real-interview-with-mauro-d-of-torba/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p lang="en-US"><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbatop.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15468" title="torbatop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbatop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Torba, the project of Italian sound artist Mauro Diciocia, has been in existence for almost ten years now and has gone through a number of transformations over time &#8211; what began with heavy, harsh guitar drones at the end of the last decade, soon led into the most extreme realms of harsh noise, just to make way for a multi-layered music based on sampled sounds, in which subtlety and grotesque hold the balance. <span id="more-15311"></span>What moves like a red thread through all his work has less to do with techniques and stylistic features than with a creative attitude, in which concepts and master plans have little space. It&#8217;s a spontaneous improvisational spirit, which is also reflected in the rousing and often leaping dynamics of his sound collages. This and much more is subject of the following interview.</strong></p>
<p lang="en-US"><em><strong>Before you started with your project Torba, you studied film, but you were also interested in music for a long time, as far as I know mainly in Hardcore and Metal. Although Torba went into a quite different direction, I guess all these things were inspirational and still are. Which traces of these early interests do you find in your recordings?</strong></em></p>
<p>I‘ve always been a voracious listener and I usually don‘t like to restrict my interests in prepackaged containers such as music genres or subcultures but of course I had my metal years during the high schools and I also had an affair with the punk/HC scene for a while; despite this, I believe it‘s very hard to pinpoint concrete traces of those music styles inside torba, also because I‘ve started this project with the clear intent to unlearn all the previous <em>music lessons</em> and start a completely new path. You can potentially track back those influences and attitude in the same way you can put sugar and coffee in a sort of relationship.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>If I remember it correctly, you founded Torba around that time period, as you moved from Rome to Berlin. In what kind of music environment have you been in that time, when you played your first Torba gigs?</strong></em></p>
<p>I started torba in Rome, around the fall of 2008/ealry 2009 proposing guitar-riff compositions pretty much inspired by Earth, Nadja, Skullflower, Sunn O))) and blended with some feeble noise/electronic element. My first self-released CDr came out in April 2009, according to Discogs. Rome had a very nice music milieu on those days: the noise-rock scene was truly exploding and at the same time bumping into the rising noise/drone trend. I had the feeling, at some point, that anyone living around the <em>Pigneto</em> area was in a band.. Nevertheless my life was shit under a financial and social status, so I moved to Berlin in November 2009 and I played the first torba show later that winter: it was an house-concert in Berlin Friedrichshain, guested by Alberto Panegos/Nube.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Most of your recordings are based on found and treated sounds, on newer records often accompanied by acoustic instruments like the cello or the piano. Among all the street scenes, household sounds, animal voices and labour noise, do you have some preferred settings to search out for new material?</strong></em></p>
<p>Not really.. it‘s hard to analyze the cognitive work behind the building of a soundscape but it‘s worth mentioning that most of the times when I collect or place an element inside a structure I don‘t care that much about the „message“ inside the sound (the signified) but I rather focus on his spectral and physical qualities such as tone, frequency, loudness, duration, etc.. (the signifier). Once collected in my gears, any sound element get rid of the meanings it has in his original context and become a character of a new narration.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>When you go finding sounds, who is the boss, you or the sounds? In other words, do you just see what is there and so get your ideas of turning it into music, or do you sometimes also have kind of a &#8220;master plan&#8221; and search in a more targeted, purpose-driven way?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15315" title="torba3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Never had something like a plan.. I don‘t feel like a hunter, I see myself more as an observer or better, a meticulous listener: if something catch my attention, I push the red button. Most of the newest material is not even collected with a professional microphone but simply through my smartphone. This means that extremely rarely, nowadays, I go for <em>field-recordings safari in charming places around the globe</em>, I really like to work with (apparently) worthless everyday sounds, trying to get the best result from their natural property and processing them in a very simple and analytical way.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Over the years, the main focus of your music shifted from rather harsh noise to a more delicate work with sound collages. Do you think this is a result of your growing experience in working with sounds, or can you also trace this back to some external influences?</strong></em></p>
<p>Both. Torba is probably the main mirror I use to reflect my musical and non musical influences and tastes, along with my feelings, my own personality.. and of course all this things are in perpetual motion. You pointed out only one part of the road: from an harsh noise phase to a more delicate sound-collage development, but I can ensure you that torba will never be the same, as it has never been so far..</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Some of the techniques you use, you find also among some Post-Industrial artists. Do you see a parallel to this scene?</strong></em></p>
<p>I don‘t like labels so I might be very caustic here: of course torba can fit in between the post-industrial coordinates, simply because what we refer to as „post-industrial“ is a post-genre/non-genre including sounds and attitudes diametrically opposed that allow to lay on the same shelf a young swedish hipster freaking out with tape loops made out of other people music and a self-proclaimed godfather of dark ambient creating chaep‘n‘catchy 90s style electronic symphonies through high priced instant-vintage synthesizers.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>One thing that I particularly notice and admire in your compositions is your dealing with aspects of time. The use of suspense, phases of retardation, relatively sudden tempo shifts and even more sudden breaks and reset-like new starts always sounds, as if everything just happens in the right moment. These things must play a role for you, either unconsciuously or by decision. What are your ideas on this?</strong></em></p>
<p lang="en-US">I take it as a huge compliment, so first of all thanks a lot! A few years ago I released a tape for the australian label Mazurka Editions (now Vienna Press) called „discontinuity abuse“.. I don‘t wanna sound too pretentious now, but that title it‘s sort of a manifesto of my sound aesthetics and of course I‘m totally conscious about the essential role the components you mentioned play in my compositions. It could make you smile but during my live performances there‘s always someone from the audience who will experience those elements as a flaw and I can‘t make anything better to save my ass then think obsessively about those over-abused but always meaningful Wittgenstein words (the limits of my language mean the limits of my world).<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbanner.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-15316" title="torbanner" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torbanner.jpg" alt="" width="620" height="349" /></a></p>
<p lang="en-US"><em><strong>In a review I compared your economy of suspense, increasing tempo and stop at a peak to the therapy concept of French psychoanalycist Jacques Lacan, who stopped his patience&#8217;s consultation-hours always at the most intense moments, be it after ten minutes or three hours. Can you live with this far-fetched reference, as it was meant a bit tongue-in-cheek?</strong></em></p>
<p lang="en-US">Sure man, you know me good enough to know how much I love adventurous comparisons like this! Jacques Lacan is such a cornerstone for our age, you can connect barely everything to his theories and thoughts. I&#8217;d be lying if I mentioned Lacan&#8217;s works as a direct reference for torba but I must confess that the few of his seminars I‘m familiar with have had a strong impact on my personality and some elements may perhaps show up in my creative behaviors. But probably you should be a Lacanian to know how to grasp it. Ahaha.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Are concerts of the same importance for you than recordings, or do you tend more to one of the two sides of your output?</strong></em></p>
<p lang="en-US">Both sides are important but the live action has a surplus value from my prospective.. Going on stage with torba is a shock therapy against my lack of self-confidence and I really need it in order to keep the rest of my social life in a decent balance. Studio recordings are mere documentations of my aesthetics research: a sophisticated souvenir if I may put it in this way.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Is Torba a solo project by definition, or have you also jammed with others live or in recording?</strong></em></p>
<p lang="en-US">In my early Berlin days I jammed live a few times with some friends like Tatsumi Ryusui, M!, Iku Sakan, Severin and I also released a 7“ collaboration with Vomir, but this has probably nothing to do with your question? Torba is my solo project by definition, yes.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Often your pieces have very cryptic titles, that could be words in some unknown language or neologisms, that might allude to something or might not. I think some folks search for a meaning (or at least think they should), while others may interpret this as total nonsense. What are the rules and ideas behind your playing with words?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-15469" title="torba1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba1-285x300.jpg" alt="" width="285" height="300" /></a>There are no strict rules behind this and I can ensure you that this adoption was very natural in the frame of the constant development of my sounds toward pure abstraction and autism, a land where the hieroglyphic contents of an apparently senseless word could be more effective than the syllabic language, which forces you to connect the sign to concrete meanings. It‘s a plain segment of the aesthetics I‘m trying to build in a very spontaneous manner and this visual content match coherently with the way I make use of field recordings (see above!).</p>
<p lang="en-US"><em><strong>In the discourse about sound based music, you still notice a distinction between musicians with a highbrow academic background and those who have a more autodidactic, &#8220;punkish&#8221; d.i.y. approach &#8211; maybe not explicitly, but more in the sense of who mentions whom and who plays with whom etc. Though in some cases this might make sense, it is mostly made up by clichés and leads to much too fixed categorizations. In Torba&#8217;s case I couldn&#8217;t make such pigeonholing. Do you sometimes experience categories like these as boundaries?</strong></em></p>
<p>Yes I do, and it does not start from me: even in the presumed <em>land of the free </em>which experimental music represents in the common thinking you need to choose your colors in order to became a saleable product and keep doing your stuff. When your output is too hard to categorize, you can easily fall in a bothersome isolation and unfortunately torba is too arty-farty for the noise scene, too noisy for the art environment, too cheap for the Academy. I‘m walking on that slender border in between those three regions and none of them seems to accept my work in its entirety. The lack of which they always complain is exactly what you are talking about: clichés. On the other hand, and I’m very honest here, it‘s extremely challenging and inspiring that feeling of always being in the wrong place.. this keeps your mind, and consequently your creativity, steadily active and responsive.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>The majority of your recordings appear on the medium tape. Do you &#8211; as someone who works with tapes anyway &#8211; have a certain fondness for it? As you released on your own label and on other ones, I guess it&#8217;s not just a compromise to the people you work with..</strong></em></p>
<p lang="en-US">I really love cassettes and tapes in general. I also have a 1/4“ reel to reel tape-recorder in my studio that I don‘t like to bring on stage due to its heavy weight. Although I will never cease to use tapes to play my live shows as well as for domestic listening, I really feel the need to release a full length CD or a 12“ one day and I really hope it will happen soon!</p>
<p lang="en-US"><em><strong>It seems that you have (at least temporarily) stopped the activity of your label Aaltra Records, which you ran for a couple of years earlier this decade. What led you to this decision?</strong></em></p>
<p>I‘ve started Aaltra as a support label for torba and incidentally to release some interesting stuff from people I was in contact with (Vomir, Torturing Nurse, Barrikad, Dave Phillips, etc..) but I want to be very honest concerning this topic: I like the idea about running a label but I‘m very bad in doing it, that‘s way Aaltra Records has closed down. I prefer to focus on more creative activities rather than follow business plans.. I know for some poeple having a label it‘s an excercise of pure devotion and support to some obscure internet circle they call „scene“ but it‘s a kind of effort which doesn‘t give me any kind of satisfaction or payback. Should I feel ashamed for this?</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Was there a release you find outstanding and particularly worth remembering?</strong></em></p>
<p lang="en-US">All of them in a way, none of them on the other hand.. As you might deduce from my previous answer, while Aaltra was releasing music I had very mixed feelings about what I was doing. I‘m happy that nowadays it isn‘t active as a label anymore.</p>
<p lang="en-US"><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba4.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15317" title="torba4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/torba4-266x300.jpg" alt="" width="266" height="300" /></a>Aaltra operates now as a booking project for experimental music and multi-media in your new place in Lecce in the South of Italy. What can you tell us about your activities there so far and about your ideas for the future? What kind of local scene and audience is there?</strong></em></p>
<p>Together with my partner Sonia, I‘ve exhumed the word Alatra to name a multidisciplinary project/container focused on audiovisual research and exploration of sonic languages. We just started with a collective sound-art exhibition and a few concerts: people like Marcellvs L., Todd Anderson-Kunert, Gaspare Sammartano (ex Cannibal Movie), Alessandra Eramo were involved in this first step. We have tons of new ideas and some events already coming up including screenings/retrospectives, live shows, sound performances, more exhibitions, etc.. You can easily find us on FB or Instagram to get more informations about. A local experimental scene doesn‘t exist at all in Lecce, outside of very few names (you might perhaps know Donato Epiro). There is a small but dedicated audience which give me some hope for our future activities..</p>
<p lang="en-US"><em><strong>Berlin, where you have stayed for quite some years, is maybe a bit saturated with adventurous (and fake-adventurous) music, and in many cases, it seems that everything has a subculture of it&#8217;s own, where people have unlearned to notice things beyond their own nose. Yet you can&#8217;t blame it for not being inspirational. What are the main experiences that you took with you from here?</strong></em></p>
<p>I don‘t want to mention anything in particular but the general post-D.I.Y. atmosphere of the town which push creative minds to operate with the solid awareness that the action of making is the core of the thing, not the resulting product. This (let‘s call it <em>existentialist</em>?) approach to creativity and communication is still frowned upon in Italy, especially in the south. More than a life lesson, the eight years I spent in Berlin were a mere confirmation of some of my assumptions and inclinations: everything can be done in a very uncomplicated way if you are driven by a sincere urge. It doesn‘t need to be fancy, it just needs to be real.</p>
<p lang="en-US"><em><strong>You seem to have a big connection to musicians from Scandinavia. How did this happen and what&#8217;s the appeal of stuff that comes from this part of the world?</strong></em></p>
<p>The Scandinavian noise scene, in particular the Danish-Swedish axis, was <em>the next big thing</em> a few years ago (and for somebody still is..), it was therefore almost unavoidable to bump into some of its ambassadors on those days. I shared the stage with a lot of this guys (Puce Mary, Croatian Amor, Damien Dubrovnik, Sewer Election, Händer Som Vårdar, Sand Circle, Arv &amp; Miljö, Neutral to name a few..) and I‘m still in contact with some of them. I‘ve also enjoyed a lot of good recordings coming from that side of Europe and I could even consider some stuff (like the last 10 years of Dan Johansson/Sewer Election) an actual influence for torba, but I don‘t see this big connection at the end of the day.. I never released my music on a Scandinavian label, for instance!</p>
<p lang="en-US"><em><strong>As to the future, is there already some new stuff by Torba in the making? </strong></em></p>
<p>In the last two years I‘ve been declining a lot of tape deals because I‘m totally focused on two different works I really would like to print on CD. I‘m also experiencing some new adventures like playing a live soundtrack for a movie and a few other not-confirmed projects I don‘t want to talk about. I‘d like to use this last line to thank you guys for the space and your interest! Keep up the good work!</p>
<p>(U.S.)</p>
<p>Fotos: Sonia Martina</p>
<p><strong><a href="https://soundcloud.com/torba">Torba @ Soundcloud</a> | <a href="https://torba.bandcamp.com/">Torba @ Bandcamp</a> | <a href="http://torbaharshdrone.blogspot.it/">Torba @ Blogspot</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Aaltra-176777632887242/">Aaltra @ Facebook </a><strong><strong></strong><strong>| </strong></strong></strong><a href="https://www.instagram.com/aaltra_/"><strong>Aaltra @ Instagram</strong></a></p>
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		<title>Aaltra Reloaded: Von Berlin nach Apulien, vom Tape-Label zum Veranstalter</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2017 09:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das von Berlin aus betriebene Tape-Label Aaltra, hinter dem Mauro Diciocia vom Cut up-Projekt Torba stand, hat vor einiger Zeit seine Aktivitäten eingestellt. Nach dem Umzug des Musikers ins süditalienische Lecce hat er Aaltra zusammen mit Sonia Martina wiederbelebt, allerdings &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/12/02/aaltra-reloaded-von-berlin-nach-apulien-vom-tape-label-zum-veranstalter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das von Berlin aus betriebene Tape-Label Aaltra, hinter dem Mauro Diciocia vom Cut up-Projekt Torba stand, hat vor einiger Zeit seine Aktivitäten eingestellt. Nach dem Umzug des Musikers ins süditalienische Lecce hat er Aaltra zusammen mit Sonia Martina wiederbelebt, allerdings um in Zukunft primär als Veranstalter experimenteller Musik- und Multimedia-Events aufzutreten. Erstes lebenszeichen war ein Konzert des amerikanischen Musikers Gordon Ashworth, und da wir spätestens seit Cannibal Movie wissen, dass in Apulien eine rührige Szene für abseitige Musik existiert, ist mit einigem zu rechnen. Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines eigenen Veranstaltungs-Zentrums.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/aaltrapic.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-14596" title="aaltrapic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/aaltrapic.png" alt="" width="255" height="255" /></a><span id="more-14595"></span></p>
<p>&#8220;The plan is to make some booking for touring artists, along with workshops, exhibitions, lectures, screenings and so on, trying to cover a wide spectrum of radical approaches to sound and visual communication. We don&#8217;t have our own place for now but  we can count on the availability of different locations like bookstores, bars, galleries and multidisciplinary cultural centers around the city of Lecce and the whole province. We are currently working on some project for the beginning of the new year, related both to sound and visual and, other than this, I take the chance to inform that we are opening submissions for sound installations. Our budget is very low at the moment so we will focus on small and easy-to-move works but we can consider also more challenging pieces, asking help and support to more established local realities.</p>
<p>Of course, feel free to get in touch if you are touring Italy, we&#8217;ll try to do our best if interested in your project. Thanks for your attention and please share and like us on Facebook or Intagram</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Aaltra-176777632887242/ "><strong>Aaltra @ Facebook</strong> </a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/aaltra_/ "><strong>Aaltra @ Instagram</strong> </a></p>
<p>and keep in touch there!&#8221;</p>
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		<title>DAVE PHILLIPS: Burn</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2015 07:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt die weitverbreitete Gewohnheit, sich allem voran auf die Sprache zu verlassen, wenn es um die Annäherung an Multimedia-Konzepte geht. Dave Phillips ist ein Künstler, bei dem Musik, Text, Bild, Film und Performance in etwa gleiche Rollen spielen, dazu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/02/14/dave-philips-burn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/02/dpb.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9879" title="dpb" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/02/dpb-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt die weitverbreitete Gewohnheit, sich allem voran auf die Sprache zu verlassen, wenn es um die Annäherung an Multimedia-Konzepte geht. Dave Phillips ist ein Künstler, bei dem Musik, Text, Bild, Film und Performance in etwa gleiche Rollen spielen, dazu kommen zahlreiche Verweise auf externe Quellen und all dies verfolgt einen kritischen, im weitesten Sinne politischen Ansatz. Nähert man sich Phillips über das Medium Sprache, so findet man in seinen Booklets Texte von z.T. erstaunlicher Klarheit – eigene Manifeste oder Essays anderer Autoren, die sloganhafte Kommentare zum Stand der Zivilisation und teilweise direkte Handlungsanweisungen enthalten. Bezieht man dann jedoch<span id="more-9752"></span> die anderen Komponenten, v.a. die Musik mit ein, sieht man sich oft einem verstörenden Chaos gegenüber, betritt falsche Fährten auf unsicherem Boden und registriert, dass Phillips wenig erklären, dafür aber viel anstoßen will.</p>
<p>Ein Tape, dessen Titel „Burn“ &#8211; gerade im Zusammenhang mit dem ersten Track „Exercise your demons“ &#8211; etwas Reinigendes andeutet, ein Essay Benedikt Loderers über die Geschichte der menschlichen Mobilität und dem damit einhergehenden Schaden an unserem Planeten, eine Viertelstunde unkoordiniertes Chaos, weitere fünfzehn Minuten dunklen Ambient, zugleich eine Widmung an den Komponisten Zbigniew Karkoswki – da kommt einiges zusammen, was nicht zwangsläufig zusammengehört, und man würde einen Fehler machen, würde man allzusehr nach dem dicken roten Faden suchen. „Burn“ zielt auf das Gemüt, nicht auf den Intellekt, zertrümmert in „Exorcise“ Welt- und Selbstbilder durch Tierstimmen, Hochfrequentes und unberechenbare Kakophionien, offenbart in „Walk out“ eine Alternative aus pianolastigem Ambient mit den Stimmen von Vögeln und Affen und einem plätschernden Rinnsal – eine schönere Parallelwelt, die aber nach wie vor zu düster und unbestimmt ist für ein romantisches Idyll und somit die Monstrosität des Ganzen nicht antastet.</p>
<p>Zum Schluss die schlechte Nachricht: Beim Label ist das Tape mit seinem Booklet im Heftformat längst ausverkauft. Man hört Gerüchte, dass in den Weiten des netzes noch einzelne Exemplare zu haben sind, aber dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer. Sollte es dazu aber mal ein Bandcamp geben, so heißt es zugreifen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Aaltra Records</strong></p>
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		<title>BARRIKAD: Nordic Ideological Frontline</title>
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		<pubDate>Sat, 10 May 2014 06:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der an kryptorechten und libertären „Aufklärern“ nicht gerade armen Post Industrial-Szene wirkt ein Projekt wie Barrikad mit seinem marxistischen Referenzkosmos fast wie ein Kuckucksei. Dass der Gothenburger meilenweit entfernt ist vom wässrigen Geseier einer akademischen Pseudolinken und sich keineswegs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/10/barrikad-nordic-ideological-frontline/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/barricadnordicideologicalfrontline.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8753" title="barricadnordicideologicalfrontline" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/barricadnordicideologicalfrontline.jpg" alt="" width="164" height="150" /></a>In der an kryptorechten und libertären „Aufklärern“ nicht gerade armen Post Industrial-Szene wirkt ein Projekt wie Barrikad mit seinem marxistischen Referenzkosmos fast wie ein Kuckucksei. Dass der Gothenburger meilenweit entfernt ist vom wässrigen Geseier einer akademischen Pseudolinken und sich keineswegs scheut, <a href="http://www.discogs.com/Various-Transmissions-Of-Hatred/release/291904">mit Bands von inkorrektem Ruf in einem Boot zu sitzen</a>, mach ihn zusätzlich interessant. Seine an den Altvorderen orientierte, oft noisige Spielart des Industrial sorgt mittlerweile schon seit fast anderthalb Jahrzehnten für durchdachte Konzeptalben, die selten bis zum Gelegenheitshörer industrieller Klänge durchsickern. Das liegt<span id="more-8751"></span> freilich auch an der Wahl der Labels, von denen Xerxes, Freak Animal und Nil by Mouth noch die bekanntesten sind. Da vieles davon vergriffen ist, erscheint der Zeitpunkt reif für die vorliegende Auswahl an repräsentativen Tracks, die gerade bei Aaltra Records erschienen ist.</p>
<p>Der Titel „Nordic Ideological Frontline“ enthält drei Begriffe, die den Barrikad-Kosmos zumindest in Teilen abstecken, wobei v.a. der Verweis auf Ideologie für seinen konfrontativen Aspekt spricht – hat sich im Volksmund doch längst die Vorstellung etabliert, dass Ideologie immer die Weltanschauung der anderen ist. Die Werkgeschichte des Schweden wird hier rückwärts erzählt, und so beginnt die Sammlung mit der etwas schmissigeren Hälfte der letztjährigen <a href="http://africanpaper.com/2013/11/02/barrikad-through-the-voice-one-becomes-animal-tape-und-lathe-cut-ep/">2 Track-EP „Through The Voice One Becomes Animal“</a>. Was „Freedom Is Only Possible In The Struggle For Liberation“ ausmacht, sind ein bei aggressivem Lärm oft unterschlagener Kollagencharakter und die vielen echten Blechsounds, die die Welt hinter dem schnell rotierenden Soundbrei bevölkern. Split und Späne vergegenwärtigen alte Industrial-Tage, als nomen noch omen war, doch anders als beim Mystifizierer Vivenza bekommt Arbeit hier etwas Dystopisches, das eher an den <a href="http://www.krisis.org/1999/manifest-gegen-die-arbeit">Furor von Robert Kurz und anderer Autoren der neomarxistischen Wertkritik</a> erinnert. Das Hintergründige, das mit der klanglichen Drastik ein seltsames Spannunggefüge erzeugt, zieht sich durch alle Werkphasen, prägt die nah am Harsh Noise angesiedelten Stücke („Candyland“ mit seinen sirenenartigen Geräuschen, das noch derangiertere „Back to Order“, das PE-Stück „I don&#8217;t“ mit seinen entmenschlichten Schreien) ebenso wie die etwas ruhiger gehaltenen, düsteren Tracks: Das Messerwetzen in „Imperfect Courage“ ist dafür das vielleicht beeindruckendste Beispiel, dringt es doch auch dann noch durch das infernalische Dröhnen, wenn dieses seine stärkste Dichte erlangt hat.</p>
<p>Ein Paradox, das guten Industrial auszeichnet, gelingt auch hier, nämlich trotz lauter Proklamatorik etwas zu kreieren, das Umberto Eco „la opera aperta“ genannt hat: Werke, bei denen sich an zentralen Punkten Leerstellen auftun, so dass der Rezipient sich auf Andeutungen einen eigenen Reim machen muss. Wessen Heulen hört man in „Howl for Valerie Solanas“, das der Warhol-Schützin gewidmet ist, die im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/SCUM_Manifesto">SCUM-Manifesto</a> eine flächendeckende Entmannung der Gesellschaft und die Degradierung des starken Geschlechts zu industriellen Zuchtbullen forderte? Sind es die Schmerzensschreie der Kastrierten, oder doch eher der zustimmende Jubel des Künstlers, der einer als frauenfeindlich erlebten Gesellschaft den Spiegel ins Antlitz halten will? Der lakonische Zugang zu komplexen Themen ist ein guter Garant für eine solche Offenheit.</p>
<p>Man könnte zu jedem Track vieles schreiben, ich will jedoch selbst die Auflistung und Albenzuordnung dem fleißigen Sucher selbst überlassen und wünsche dem Schweden, dass er auch noch die nächsten 15 Jahre auf den Barrikaden stehen wird, und dass sich ein paar mehr Wütende dazu gesellen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://aaltrarecords.blogspot.de/">Aaltra Records</a></strong></p>
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		<title>FLESH COFFIN: Horror Vacui</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/10/19/flesh-coffin-horror-vacui/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Oct 2013 00:16:17 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/fleshcoffinhorrorvacui.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7687" title="fleshcoffinhorrorvacui" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/fleshcoffinhorrorvacui-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Andreas Brandal ist schon seit Mitte der 90er aktiv und eine zuverlässige Adresse für diejenigen Liebhaber rauer Noise Cut-Ups, denen atmosphärische Spannung und musikalische Unberechenbarkeit mehr am Herzen liegen als eine abgehobene und stubenreine Gestaltung des Klangbildes. Dass seine Aufnahmen außerhalb der Harsh Noise-Szene bislang wenig Beachtung gefunden haben und zum Teil selbst Musikliebhabern, die bloß „unter anderem“ Noise mögen, kaum bekannt sind, ist zwar bedauerlich, verdeutlicht aber, dass es in unserer Zeit noch ausreichend interessante Nieschen gibt. Hört man also erstmals Projektnamen wie House of Bats, Hour Of The Wolf, Jabber Garland, Lupus Golem oder Torture Gnosis, unter denen<span id="more-7686"></span> Brandal entweder solo oder in Kollaboration aktiv ist, dann sollte das eher Neugier wirken, zumal die Namen schon mal auf sympathische Interessen deuten. Eines seiner Hauptprojekte nennt sich Flesh Coffin, ein primär auf Feldaufnahmen und Tapeloops basierendes Unterfangen, von dem vor kurzem das Tape „Horro Vacui“ erschienen ist.</p>
<p>Unter dem horror vacui versteht die Psychologie den Schrecken oder die Angst, die eine Empfindung von Leere auslösen kann. Ein sicher nachvollziehbares Gefühl, das viele vielleicht in Ansätzen kennen, und im Bezug auf das vorliegende Tape kann man (etwas flapsig, zugegeben) einräumen, dass man sich bei der Musik ausgerechnet darum keine Sorgen machen müsste. „Horror Vacui“ erschien etwa zeitgleich mit Torbas „Polyester Catacomb“, und beide Releases verbindet ein leidenschaftliches Interesse am Gerümpel, an schrottigem Klangmaterial unterschiedlicher Größe und Form, das im Laufe einer Aufnahme in steter Variation durch den virtuellen Raum geschleudert, gefegt und getreten wird. Das Stück, das die erste Seite füllt, geht gleich medias in res und beginnt mit einem harshen Feedback voll kleiner und großer Unebenheiten – eine Szenerie, die auch mit einem entgrenzten Schlagzeug a la Julian Bonequi ausgefüllt werden könnte, die hier aber mit betont einfachen Mitteln auskommt. Der Vergleich mit Torba erschöpft sich jedoch im Materiellen, denn „Horror Vacui“ ist weniger dramaturgisch und narrativ aufgebaut, sondern gestaltet sich eher wie ein Panoramaschwenk über diejenigen Abschnitte der großen posthistorischen Deponie, in denen all der ungeliebte, zu Unrecht gering geschätzte Klangballast entsorgt wurde, für den in den Museumsvitrinen der sogenannten Kultur kein Platz war. Natürlich gibt es in Sachen Fülle und Dynamik ein gewisses Auf und Ab, andererseits jedoch hat die Musik auch etwas von einer Tapete: Man kann den Raum verlassen, und wenn man zurückkehrt, kann man problemlos wieder einsteigen ohne das Gefühl, den Anschluss verpasst zu haben. Wahrscheinlich könnte man hier noch mit dem Rhizom ankommen, aber man kann es auch lassen. Der zweite Track – wie sein Vorgänger zirka zehn Minuten lang – gestaltet sich weniger ausschnitthaft, ist mehr in episodische Abschnitte unterteilt. Zu Beginn rechnet man vielleicht noch mit etwas verrauscht-dronigem, doch das Geschepper lässt nicht lange auf sich warten, und im Verlauf kommen immer mehr einzelne Sounds und ihre Effekte zur Geltung. Automatisch ist man als Rezipient weniger verloren, doch letztlich heißt „verloren“ in dem Sinne lediglich „desorientiert“. Denn das Makabere ist: Im Hinblick auf den grotesken, bedrohlichen Charakter des Ganzen macht das nicht den geringsten Unterschied. Die im Titel beschworene Leere bekommt hier durchaus einen sehr materiellen Charakter, vergleichbar der Luft, die man schneiden oder der Stille, die man hören kann.</p>
<p>Die Frage, ob Noise verbraucht ist oder nicht, und die zweite Frage, ob man die erste überhaupt pauschal beantworten kann, beantwortet sich meist auf eine Weise, die mehr über die eigene Attitüde aussagt als über den Stand der Dinge. Mit „Horror Vacui“ kann man definitiv einige Menschen unangenehm berühren, trotz der verbreiteten Kenntnis, dass es Musik dieser Art irgendwie gibt. Doch Musik dieser Art erreicht Unbedarfte nur noch, wenn es gezielt forciert wird. Doch lohnt sich die &#8220;Axt für das gefrorene Meer&#8221; (Kafka) überhaupt, angesichts einer Masse an Phlegmatikern, die sich eher comfortably numb zutode langweilen, ohne es zu bemerken, statt sich ästhetisch herausfordern zu lassen? Geschieht es nicht, so ist diese Musik eben eine sehr spezielle Form urbaner Folklore.</p>
<p>Nun gibt es immer wieder Beispiele dafür, dass solche Nieschen nicht allzu abgeschottet sein müssen, und so regt die Beobachtung, dass unsere Gesellschaft – gerade im Zeitalter des anhaltenden globalen Zusammenrückens – immer mehr die Gestalt einer Ansammlung von Parallelwelten bekommt, vielleicht zu ganz lohnenswerten Entdeckungen an. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://aaltrarecords.blogspot.de/">Aaltra</a></strong></p>
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		<title>TORBA: Polyester Catacomb</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Aug 2013 06:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aaltra Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Es mag Geschmacksache sein und auch für andere Musikarten gelten, doch gerade im Noisebereich steht und fällt die Intensität von Musik oft mit dem Vorhandensein einer Spannungskurve, welche die einzelnen Sounds davor bewahrt, als ordinäre Slideshow am Rezipienten vorbei zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/08/10/torba-polyester-catacombs-tape/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/torbapc.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7432" title="torbapc" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/07/torbapc-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es mag Geschmacksache sein und auch für andere Musikarten gelten, doch gerade im Noisebereich steht und fällt die Intensität von Musik oft mit dem Vorhandensein einer Spannungskurve, welche die einzelnen Sounds davor bewahrt, als ordinäre Slideshow am Rezipienten vorbei zu ziehen. Der in Berlin lebende Harshnoiser Mauro Diciocia alias Torba spielt in der Hinsicht gerne mit den Erwartungshaltungen seiner Hörer, legt falsche Fährten und wiegt sie in der Sicherheit, bloß inmitten eines akustischen Geröllfeldes zu stehen. Erst wenn man sich dort eingerichtet hat, kommt irgendwann recht plötzlich Bewegung ins Bild. Unberechenbare Dynamik und verdichtete Sounds lassen eine Intensität entstehen, die &#8211; dem Genre entprechend &#8211; im Infernalischen endet. Es sei denn, der<span id="more-7431"></span> Musiker verhindert genau dies durch einen der vielen Brüche, die immer wieder Kehrtwendungen und Neuanfänge einleiten oder auch schon mal ein Stück wie durch einen Filmriss enden lassen.</p>
<p>Diese Vorliebe fürs Unberechenbare passt auch zu seinem neuen Tape, dass nach eigener Angabe die Struktur zerfahrener Beziehungen auslotet und sich in dem gewöhnlichsten Symbol der modernen Familie verdichtet, dem Haus. Viele der verwendeten Samples wurden über einen längeren Zeitraum in leerstehenden Wohnhäusern aufgenommen, auch das skurrile Covermotiv referiert auf diesen Zusammenhang. Dass es bei alldem nicht um seriöse Psychologie geht, impliziert schon der Titel des ersten der beiden Stücke, denn &#8220;Vase de Noches&#8221; verweist auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3M17IJIj6wY">einen berüchtigten B-Film der 70er, ein neosurrealistisches Meisterwerk, das die Beziehung eines Farmers zu einem Schwein erzählt</a>. Torbas Umsetzung lebt vom Detailreichtum der schrottigen Sounds, die sehr plastisch einen Schauplatz heraufbeschwören, an dem sich Unerklärliches und Unheilvolles ereignet. Während diverse Soundquellen eine wahre Rumpelkammer füllen, formiert sich im Kleinen bereits früh eine subtile Dynamik, parallel verdichten sich Sounds im Sekundentakt, bis ein entfesselter Sturm alles hinwegfegt. File it under Wall Noise? Nach einem abrupten Szenenwechsel gibt es dann auch die deutlichsten Referenzen an besagten Film mittels Zergrunzen eines kurzen Idylls aus Grillenzirpen und Froschquaken.</p>
<p>Wenn es etwas gibt, das Torbas Musik leitmotivisch zusammenhält, dann ist es die stets zeitgleiche Fokussiertheit auf den narrativen Verlauf ebenso wie auf eine von klanglicher Vielfalt geprägte Breite. Letzteres fällt primär in den Ruhemomenten auf, wenn die Sounds sich ungehindert vom Lärm in ihrer ganzen Gestalt bemerkbar machen, doch auch in den harten Noisepassagen wird all dies vom Lärmfluss erfasst, mitgenommen und doch keineswegs eingeebnet. Dies gilt auch für den zweiten Track, der etwas düsterer gehalten ist, ansonsten aber die gleiche Handschrift trägt. Sind es watende Füße im Sumpf, sind es ultraverzerrte Stimmsamples, die sich aus dem dunklen Rauschen herauskristallisieren wollen, und es doch letztlich unterlassen? Was will der Besoffene mit seinem Gegröhle mitteilen, bevor martialische Rhythmen dem Szenario ein unerwartetes Ende setzen?</p>
<p>Mit solchen Unbestimmtheiten sorgt der Musiker für immer wieder neue Spannungsmomente, die stets subtil bleiben, trotz der zum Teil recht plakativ-humoresken Soundauswahl. In den Brüchen und Leerläufen verfällt Torba nie in pathesiches Schweigen, sondern gewährt dem Hörer Einblicke in die Tiefenstruktur seiner Materials. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://aaltrarecords.blogspot.de/">Aaltra Records</a></strong></p>
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