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	<title>African Paper &#187; Andrew Lonsdale</title>
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		<title>KRANG MUSIC / BROWNING MUMMERY: Split 7&#8243;</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 03:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer mit der Geschichte des experimentellen Industrial Australiens und im Speziellen mit dem Werk des 2015 verstorbenen John Murphy vertraut ist, der ahnt bereits, dass die beiden auf dieser Split-7&#8243; vertretenen Tracks einiges verbindet, auch wenn ihr jeweiliger Erscheinungszeitraum beinahe &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/12/18/krang-music-browning-mummery-split-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/krangmusicbrowningmummery.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28075" title="krangmusicbrowningmummery" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/krangmusicbrowningmummery-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer mit der Geschichte des experimentellen Industrial Australiens und im Speziellen mit dem Werk des 2015 verstorbenen John Murphy vertraut ist, der ahnt bereits, dass die beiden auf dieser Split-7&#8243; vertretenen Tracks einiges verbindet, auch wenn ihr jeweiliger Erscheinungszeitraum beinahe vierzig Jahre auseinanderliegt.<span id="more-28074"></span></p>
<p>Krang Music oder schlicht Krang und alle weiteren Schreibvarianten sind bekanntlich Murphys wichtigstes Soloprojekt. Das hier vertretene und vom Titel her an eine literarische Polemik J.G. Ballards angelehnte Stück &#8220;How I want to &#8230; Ronald Reagan&#8221; stammt aus den frühen 80ern und erschien seinerzeit auf Kranks Debüt-Tape, hier erscheint es zum erst Mal auf Vinyl.</p>
<p>Das kurze, aber intensive Exzerpt startet als noisiges Ambientstück, dessen Fluss sich immer wieder staut und durch kleine Brüche jeder Behaglichkeit, die ja bekanntlich auch solche Musik entwickeln kann, einen Strich durch die Rechnung macht. Unterschwellig kratzendes Feedback, erzeugt u.a. durch den Einsatz eines kaputten Mikrofons, erzeugt den Eindruck wunder Verzerrtheit und lässt immer wieder den Ausbruch von etwas viel Schrillerem erwarten &#8211; gerade die so erzeugte Spannung unterstreicht die Doppelbödigkeit des Tracks und weist auf viele spätere Arbeiten des Musikers voraus.</p>
<p>Das von Andrew Lonsdale 1983 ins Leben gerufene Projekt Browning Mummery, an dem neben einigen anderen später auch Murphy mitwirkte, steuert mit &#8220;Lament for Comrade Time&#8221; eine Hommage an den Freund bei, an deren Aufnahme und Produktion Murphys Witwe Annie Stubbs, die beiden Last Dominion Lost-Mitglieder Julian Percy und John Evans sowie Robert Cumings beteiligt waren &#8211; eine andere Version erschien 2016 auf dem Album &#8220;Chants Of The Bardo Engine&#8221;.</p>
<p>Auf dem Fundament kratzender Dröhnung teilen sich rituelle Perkussion und der klare, bisweilen beinahe geflüsterte Gesang Stubbs&#8217; den vorderen Raum, die ernsthafte und zugleich hypnotische Atmosphäre hätte zur &#8220;Auto Da Fe&#8221;-Zeit einen Clubhit abgegeben. Die schleifenden Sounds von Percys mit Geigenbogen gespielter Egitarre scheint den Fatalismus des ganzen zu unterstreichen, und gegen Ende kommt es nochmal zu einem faste ruptiven Aufbäumen der lärmingen Substanz &#8211; und so endet diese kompakte wie respektable Hommage, die in Zukunft mit <a title="V.A.: All My Sins Remembered II The Sonic Worlds Of John Murphy" href="http://africanpaper.com/2021/05/15/v-a-all-my-sins-remembered-ii-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">Platten wie dieser</a> in einem Atemzug genannt werden sollte. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://novichoklabel.blogspot.com/">Novichok</a></strong></p>
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		<title>V.A.: All My Sins Remembered II The Sonic Worlds Of John Murphy</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2021 05:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der vor einigen Jahren verstorbene John Murphy schien oft omnipräsent, man sprach von einem „Urgestein“ des Industrials, einer „Ausnahmefigur“ und es dürfte schwer sein, all die Projekte, an denen er in irgendeiner Form beteiligt war, komplett zu überblicken. 2016 erschien &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/05/15/v-a-all-my-sins-remembered-ii-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/a3221871990_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25452" title="a3221871990_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/a3221871990_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der vor einigen Jahren verstorbene <a href="http://africanpaper.com/tag/john-murphy/">John Murphy</a> schien oft omnipräsent, man sprach von einem „Urgestein“ des Industrials, einer <a href="http://africanpaper.com/2016/07/16/v-a-all-my-sins-remembered-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">„Ausnahmefigur“ </a>und es dürfte schwer sein, all die Projekte, an denen er in irgendeiner Form beteiligt war, komplett zu überblicken. 2016 erschien auf<a href="http://africanpaper.com/tag/the-epicurean/"> The Epicurean</a> <a href="http://africanpaper.com/2016/07/16/v-a-all-my-sins-remembered-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">der erste Teil </a>einer (mehr als) Hommage an Murphy und sein (Lebens-)Werk:<span id="more-25450"></span> Auf drei CDs wurde sowohl der Versuch einer chronologischen als auch einer musikalischen Anordnung unternommen, wobei ganz klare Abgrenzungen nicht immer möglich waren. Murphy war kurzzeitig im Mainstream angekommen, als er in den frühen 80ern für The Associates Schlagzeug spielte, seine große Liebe galt aber immer der Musik, die sich abseits von Konventionen lokalisieren ließ, die man mit dem letztlich nur unzutreffenden Attribut „experimentell“ versehen konnte. In seinem heimatlichen Australien dürfte es kaum Bands und Projekte abseits des Mainstreams gegeben haben, die nicht in irgendeiner Weise mit ihm zu tun gehabt hätten. Bei dieser umfangreichen Dreifach-CD fanden sich dann naturgemäß sowohl Projekte, bei denen Murphy federführend war als auch welche, bei denen er (&#8220;nur&#8221; möchte man in seinem Fall nicht sagen) Schlagzeug spielte.</p>
<p>Dieser zweite Teil ist stärker fokussiert auf Murphys eigene Projekte, geht weniger in die Breite, sondern rückt die experimentell-rituellen, in der Industrialkultur verwurzelten Projekte in den Vordergrund, die sicher letztlich ihm auch mit am meisten bedeuteten. Dabei finden sich über zwei CDs verstreut Aufnahmen, die die Jahrzehnte überspannen.</p>
<p>Ein Projekt, das Murphy in all den Jahren immer wieder, namentlich teils leicht variiert, verwendete, war Krank (auch u.a. Krang, Crank, Rkang, Krang Music): Eröffnet wird die erste CD von „NAOS Number 1“, der Seite des vor einigen Jahren veröffentlichten und <a title="KRANK / THE GRIMSEL PATH: Verdant Hum" href="http://africanpaper.com/2014/10/11/krank-the-grimsel-path-verdant-hum/">hier</a> besprochen Splittapes mit The Grimsel Path. Über den Track fanden sich auf diesen Seiten folgende Worte: „Das ursprünglich 2007 und 2012 von Murphy und Gerechtigkeits Ligas Till Brüggemann aufgenommene Stück vereint Elektronik, die wie zwitschernde Vögel klingt, Fiepen, dunkles Dröhnen, Glöckchen, Klingeln, Noisefragmente zu einer Kollage, die genug Leerstellen enthält, um Vorhersehbarkeit zu entgehen und letztlich ein Soundtrack für einen Film sein könnte, der seine Inspiration aus J. G. Ballards Mitte der 70er publizierten Werken wie<em> Concrete Island</em> oder<em> High Rise</em> zieht.“ Was bei erneutem Hören auffällt, sind die kurzen Momente des Innehaltens, des Verstummens in dieser dystopisch anmutenden 20-minütigen Klanglandschaft, der fortwährend eine unterschwellige Bedrohung anhaftet. Auch die zweite Seite des Tapes ist hier vollständig enthalten: Live während des in Berlin stattfindenenden „Foetus Frolics“-Festivals aufgenommen, bestanden The Grimsel Path aus Jon Evans und Murphy, die hier sicher an Krank anknüpfen. Die beiden verzichten aber auf allzu Brachiales und Noisiges -oder auch Plakatives, stattdessen auch hier eine dystopische Musik für eine scheinbar entvölkerte Welt, wie das unangenhem betitelte „Hair Soap Candles“, mit seinen Übertragungen aus einem urbanen wüsten Land verdeutlicht. Das letzte Stück dieses Tapes heißt dann bezeichnenderweise „End of Transmission“.</p>
<p>Von seinem Projekt Ophiolatreia sind auf der ersten CD die beiden Teile von „Mirror of Dionysos“ enthalten, 1992 von Murphy aufgenommen, entfernen sich diese Stücke etwas von dem industriellen Sound und nähern sich stärker ritueller Musik an. In den Linernotes schreibt Andrew Lonsdale in seinem Abriss über Murphys Entwicklung zutreffend: „Here was the elevation to high ritual of friction, agitation, and drone. Bowing and intonation become a form of summoning, unpretentious; without the false threat and angst raised by so many others for effect.“ Auf dem ersten Teil hört man Glöckchen, seltsame und durchaus unheimliche Stimmen, mysteriöses Schaben und Ächzen. Auf dem zweiten Teil kommen perkussives Stampfen und rezitative Vocals dazu, man meint, einen Bullroarer zu hören. Von einem weiteren eher rituell ausgerichteten Projekt, My Father Of Serpents (vor Ewigkeiten erschien<a href="https://www.youtube.com/watch?v=09GKPW64SRM"> ein Tape</a> auf Zero Cabal), ist ein Mitschnitt von einem Auftritt beim Melbourne Public Television aus dem Jahre 1988 enthalten, der musikalisch durchaus an die Ophiolatreia-Stücke anknüpft. Das ist kein Zufall, Murphy betonte in einem <a href="https://spectrummagarchive.wordpress.com/interviews/john-murphy-shining-vril-knifeladder-interview-2002/">Interview</a> die enge musikalisch-konzeptionelle Verbindung beider Gruppen. Abgeschlossen wird die erste CD von einem weiteren My Father Of Serpents-Stück &#8211; einer unbetitelten Aufnahme von 1987-, das mit leiernden Radiosamples eingeleitet wird. Ebenso wie dem dritten My Father Of Serpents-Stück (aus dem Jahr 1989), das die zweite CD eröffnet, sind das Lovecraft&#8217;sche Invokationen, durchzogen von verhallendem Knarzen und Schreien. Das darauf folgende sehr kurze 1989 aufgenommene Ophiolatreia-Stück lässt an Current 93s „Maldoror is Dead“ denken und man sollte nicht vergessen, dass Murphy David Tibet bei dem kurzlebebigen Projekt Dogs Blood Order unterstützte („The Culling Came. No-one noticed.“, hieß es damals, als zwei Liveaufnahmen veröffentlicht wurden). Den größten Teil der CD macht das einstündige, aus mehreren Teilen bestehende Crank-Stück aus, urspünglich als &#8220;Chaos&#8221; betitelt, das wieder industrieller und weniger rituell ist. Man hört Atonales, repetetive perkussive Schleifen, dann wieder ein Zurücknehmen des Lärms, eine Passage, die wie ein Versuch Jahrmarkstmusik zu spielen, klingt, dröhnende Stimmen.</p>
<p>Wenn der oben zitierte Lonsdale davon spricht, dass die Aufnahmen „unpretentious“ seien, dann trifft das ganz gut, denn der falsche Pathos, der manche rituelle Aufnahmen durchzieht, fehlt hier völlig. Obwohl zwischen den hier zu findenden Aufnahmen (teilweise) Jahrzehnte liegen, so machen sie in dieser Zusammenstellung, An- und Nebeneinanderreihung, deutlich, wie konsequent und konsistent Murphy über Jahrzehnte an einem, seinem Sound arbeitete.  (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://the-epicurean.transformed.de/theepicurean.html">The Epicurean</a></strong></p>
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