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	<title>African Paper &#187; Annie Bandez</title>
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		<title>LITTLE ANNIE: With</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2025 03:23:14 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45393" title="with" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Betrachtet man die Karriere Little Annies, die irgendwann in den späten 70ern mit der halbobskuren Punkband Annie and the Asexuals begann, dann fallen v.a. zwei Dinge besonders ins Auge, nämlich ihre niemals chamäleonhaft wirkende Fähigkeit, sehr unterschiedliche musikalische Stile zu absorbieren und in ihre eigene stilistische DNA zu verwandeln, sowie ihre Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern, meist mit <span id="more-45391"></span>solchen, die selbst für ihre ganz eigenen musikalischen Visionen bekannt sind. Auf vielen ihrer Veröffentlichungen, die stilistisch zwischen Dub, Electronica sowie in Jazz und Chanson getauchten Torch Songs rangieren, haben Größen wie Anohni, Kid Congo Powers, Joe Budenholzer, Andrew WK oder Will Oldham ihre Auftritte, sie selbst war u.a. bei Marc Almond, Coil, Swans, Larsen, Andrian Sherwood, Current 93 und The Wolfgang Press zu hören, ihre Alben mit Baby Dee, Paul Wallfisch, Hiro Kone und anderen sind ein weiteres Kapitel. Mit der lakonisch &#8220;With&#8221; betitelten Compilation erschien nun eine Sammlung, die einige der bemerkenswertesten Kollaborationen von Little Annie aus über drei Jahrzehnten präsentiert und ihrer stilistischen Bandbreite Rechnung trägt.</p>
<p>Einige der hier vertretenen Songs gelten für Fans bereits als Klassiker, so etwa das live mit Marc Almond aufgenommene Duett „Yesterday When I Was Young“, eine wehmütige Interpretation des Stücks von Charles Aznavour, das beide bereits separat interpretiert hatten und die Annies Vorliebe für melancholische, zeitlose Torch Songs unterstreicht. Oder das komplett anders geartete, von der Stimmung her eher sarkastische &#8220;Things Happen&#8221;, ein dunkles, von House-Elementen durchzogenes Stück aus <a title="COIL: Love’s Secret Domain" href="http://africanpaper.com/2021/11/27/coil-loves-secret-domain/">Coils &#8220;Love’s Secret Domain&#8221; </a>(1991), dessen Lyrics ein fragmentiertes, fiebriges Szenario entwerfen, in welchem Erinnerungen, Alltagsbanalitäten und eine diffuse Bedrohung ineinanderfließen. Für viele war dieser dramatische Monolog die erste Begegnung mit Annies unverkennbarer, oft rauer und zugleich verletztlicher Stimme, die jedem Stil, jeder Instrumentierung ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt.</p>
<p>Auch ihre Zusammenarbeit mit Kid Congo Powers dem 2005er Pink Monkey Birds-Album &#8220;Philosophy and Underwear&#8221; zählt zu ihren besten Duetten &#8211; &#8220;The Weather The War&#8221; zeigt, dass Annies eindringliche Melancholie auch in bluesig-verwegener Gewandung nichts an Intensität einbüßt. &#8220;Isle of Weeping Ladies“ vom Album <a title="Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch" href="http://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">&#8220;A Bar Too Far&#8221; (2020) mit Paul Wallfisch</a> ist hingegen ein Paradebeispiel für Annies Talent als Interpretin tragischer, beinahe filmisch wirkender Songs von schummriger Beleuchtung. Die klagende, von einem Hauch Tom Waits inspirierte Stimmung verrauchter Bars zieht sich durch das gesamte Stück, dessen Stil auch auf in dieser Sammlung nicht berücksichtigen Alben wie &#8220;Songs from the Coalmine Canary&#8221;, &#8220;When Good Things Happen to Band Pianos&#8221; oder <a title="LITTLE ANNIE &amp; PAUL WALLFISCH: Genderful" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-paul-wallfisch-genderful/">&#8220;Genderful&#8221;</a> zu finden war. In diese Richtung geht auch <a title="LITTLE ANNIE AND BABY DEE: State of Grace" href="http://africanpaper.com/2012/11/24/little-annie-and-baby-dee-state-of-grace/">&#8220;State of Grace“, der Titelsong der gleichnamigen Zusammenarbeit mit Baby Dee (und Gastsänger Bonnie „Prince“ Billy</a>). Hier stehen Annies und Wills brüchige Stimmen im Vordergrund, begleitet von Dees klar gespieltem Klavier. Das Stück entwickelt sich von einer intimen, fast zerbrechlichen Atmosphäre zu einer eruptiven Eskalation.</p>
<p>&#8220;Lefrak City Limits&#8221; von Larsens &#8220;La Fever Lit&#8221;-Album (2008) zeigt eine andere Facette und offenbart sich als Stück mit cembaloartigen elektronischen Sounds, das sich langsam aufbaut, bis es in ein kraftvolles, fast cinematisches Arrangement mündet – einer von Annies großen Momenten, in welchem wuchtige Drums dominieren, ohne ihre Stimme aus dem vorderen Bühnenbereich zu drängen. &#8220;The Soul of August&#8221;, ein weiterer Track mit Paul Wallfisch, reiht sich in die Reihe der angejazzten Torch Songs ein, für die Annie im neuen Jahrtausend bekannt wurde. Zum Abschluss hält die Sammlung mit &#8220;Some Things&#8221; (ursprünglich &#8220;Some Things We Do&#8221;) von <a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/">Swans’ &#8220;To Be Kind&#8221;-Album (2014)</a> ein paar besonders intensive Momente parat. Annie und Michael Gira listen darin menschliche Handlungen auf, vom Alltäglichen bis zum Grausamen (Annie scheint diese panoramahaften Aufzählungen zu lieben und hat sie in dem Song &#8220;Freddie and me&#8221; bereits zum Exzess gesteigert), und lassen sie in einem wachsenden Strudel von Klangflächen, hibbeligen Pizzicati und verstörenden Cellostrichen kulminieren. Der Song verdichtet die menschliche Existenz in einer kargen, fast beängstigenden Weise, und selbst dass die Liebe darin das letzte Wort hat, entbehrt nicht einer gewissen Ambiguität.</p>
<p>Damit endet eine gelungene Zusammenstellung, die einen guten Einblick in eine von stilistischen Vielfalt geprägte Seite in Annies Werk bietet &#8211; oder genau genommen in zwei Seiten, denn <a title="Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed." href="http://africanpaper.com/2016/12/29/meditation-in-chaos-bildband-von-little-annie-bei-timeless-ed/">die Künstlerin, die auch als Malerin aktiv</a> ist, hat einmal mehr auch das Artwork beigesteuert. Dass &#8220;With&#8221; theoretisch auch als Sammlung auf zwei Scheiben erscheinen könnte, wenn man auch die ersten Torch Song-Alben auf Durtro Jnana und einige der anderen oben genannten Kollaborationen berücksichtigt hätte, sollte nicht als Wermutstropfen gelten, und wer weiß, vielleicht gibt es ja wirklich irgendwann mal einen zweiten Teil. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cold Spring</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2976120386/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed.</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 10:45:09 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Buch wie dieses ist seit langem überfällig. Versucht man einen Überblick über die vielen Aktivitäten der jüngst von New York nach Miami gezogenen Künstlerin zu geben, dann fallen ihre Gemälde oft etwas unter den Tisch. Bekannter sind ihre musikalischen Werke, entweder solo, oder zusammen mit Musikern von Crass, Current 93 und Coil über Adrian Sherwood und DJ Khan bis zu Marc Almond, Larsen, Swans, Baby Dee, Paul Wallfisch und vielen mehr. Auch ihre beiden Bücher, die Autobiografie „You Can&#8217;t Sing The Blues While Drinking Milk“ und das ebenfalls autobiografische Erzählgedicht „Sing, Don&#8217;t Cry“ sorgten für Resonnanz. Little Annie a.k.a. Annie Bandez malt bereits seit den 90ern, dennoch gab es nur wengie Ausstellungen, und erst jetzt erscheint mit „Meditation in Chaos“ ihr erster Bildband, der neben zahlreichen Gemälden auch einige Fotoarbeiten enthält.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13182" title="meditationinchaos1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos1.jpg" alt="" width="793" height="595" /></a><span id="more-13181"></span></p>
<p>Es fällt nicht leicht, Annies meist farbenprächtige Bilder mit gängigen Kategorien zu beschreiben, auch wenn Einflüsse der Folk Art, des Kubismus und mexikanischer Traditionen erkennbar scheinen. Einzelne Motive wiederholen sich allerdings in zuverlässiger Regelmäßigkeit: monolitische Stadtlandschaften, starre, starrende Skylines, deren dystopische Ausstrahlung aber durch die vitale Farbgebung ebenso durchbrochen wird wie durch die bunte Vegetation, die Spuren eines paradisieschen Urzustandes inmitten der urbanen Wüste hinterlassen. An ihrer Statt kann auch die buchstäbliche Wüste des amerikanischen Südwestens mit ihren bizarren Felsen den Schauplatz bilden. Heiligenfiguren in einem eigenen ikonenartigen Stil tauchen all dies in eine Atmosphäre empathievoller Gelassenheit. Ein durchweg spiritueller Zug prägt ihre Arbeiten, fast jedes ihrer Sujets zeigt mehr oder weniger deutlich gelungene Transformationen. Annie bezeichnete einmal Gott als das A und O ihres Werks.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13183" title="meditationinchaos2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos2.jpg" alt="" width="806" height="595" /></a>In unserem vor fünf Jahren geführten Interview betonte sie ihren autodidaktischen Hintergrund und ihr spontanes Arbeiten: „Mein Haupteinfluss sind Formen. Deshalb male ich gerne Gebäude und Felsformationen. Und dann sind da meine Heiligen, sie kommen einfach zu mir. Ich beginne einfach zu malen, ohne etwas Bestimmtes im Hinterkopf. Ich habe das Glück, überhaupt keine Ausbildung zu haben, so weiß ich es nicht einmal, wenn ich die Regeln breche“. „Meditation in Chaos“ gibt auf 84 Seiten einen Einblick in diesen Kosmos.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13184" title="meditationinchaos3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos3.jpg" alt="" width="797" height="595" /></a></p>
<p>„Nowadays terms like &#8216;legendary&#8217; and &#8216;star&#8217; have all but lost their meaning, nevertheless Editions Timeless are proud to present the first ever artbook by a truly stellar legend, the original dub diva: Little Annie Anxiety Bandez! Little Annie is loved and adored for decades of inimitable torch singing, the list of her collaborators reads like the who’s who of out-there music. Annie has been painting and taking photos for years, her motifs include iconic religious imagery, the brooding skyscrapers of her former home NYC and intricate floral compositions.&#8217;Meditation In Chaos&#8217; presents a glimpse at all of these and much more. The book features an introduction by her friend Penny Rimbaud of Crass and several stunning portraits of Annie herself.Apart from the standard hardbound version of the book there are three limited art sub-editions featuring original art presented in a ribboned folder.“<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13185" title="meditationinchaos4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos4.jpg" alt="" width="803" height="595" /></a></p>
<p>Published by Timeless Ed. &#8211; 2016 &#8211; France<br />
21 x 29 cm &#8211; 84 pages in colours &#8211; Hardcover</p>
<p><strong><a href="http://www.timeless-shop.com/prod/meditation-in-chaos-little-annie-2358,105.html">Meditation in Chaos @ Timeless Ed. </a></strong><br />
<strong><a href="https://www.facebook.com/Meditation-in-Chaos-Little-Annies-artbook-1829852527272579">Meditation in Chaos @ Facebook </a></strong><br />
<strong><a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-interview/">Interview</a></strong></p>
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		<title>LITTLE ANNIE: Trace</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 04:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man die eigene Lebensgeschichte erzählt, tut man ganz unterschiedliche Dinge. Man erschafft, gestaltet, malt sein Narrativ in besonderen Farben, um eben ein bestimmtes Bild zu zeichnen, vor sich und vor anderen. Das ist, wenn man so will, der selbstbezogene &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/06/18/little-annie-trace/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/littleannietrace.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12300" title="littleannietrace" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/littleannietrace-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man die eigene Lebensgeschichte erzählt, tut man ganz unterschiedliche Dinge. Man erschafft, gestaltet, malt sein Narrativ in besonderen Farben, um eben ein bestimmtes Bild zu zeichnen, vor sich und vor anderen. Das ist, wenn man so will, der selbstbezogene und zugleich unmittelbar schöpferische Teil. Konzentriert man sich mehr auf die Spuren, die andere Menschen, aber auch Dinge und Ereignisse in der Biographie hinterlassen haben, wird das Erzählen zur Suche und der Erinnernde selbst zum Leser der Geschichten, die andere dem Leben eingeschrieben haben.<span id="more-12299"></span></p>
<p>Annie Bandez a.k.a. Little Annie hat in den letzten Jahren viel an ihrer Autobiografie geschrieben, im wahrsten Wortsinne in ihrem Buch „You can&#8217;t Sing the Blues while Drinking Milk“, im buchlangen Prosagedicht „Sing, Don&#8217;t Cry“, das eine Reise nach Mexiko als Initiation aufarbeitet, in ihren Gemälden, die in den größten Momenten wie eine kubistische Frida Kahlo-Variante anmuten, aber auch immer wieder in Songs ihrer Alben seit „Coalmine Canary“, und auch wenn man hier nicht immer wissen muss, ob es sich um persönliche oder fiktive Geschichten handelt, steht doch oft die Erinnerung und das stets im Wandel begriffene Verständnis des Selbst im Vordergrund. Mit Zeilen wie „Once I had a Strange Love&#8221;, plaziert sie, von Antony am Mikro begleitet, Meilensteine auf ihrem Lebensweg. Was da alles Spuren hinterlassen hat, kann schon mal in exzessiven Aufzählungen gipfeln &#8211; man denke nur an die vielen profanen, aber auch philosophischen Einflüsse in &#8220;Freddy and Me&#8221; oder an die nicht enden wollenden Kategorien an Bitches in einem ihrer neuen Songs.</p>
<p>Ihr neues Album, nach zehn Jahren und drei Kollaborationen wieder das erste in Alleinregie, hat sie nun „Trace“ genannt, und zu denen, deren Spuren besungen werden, zählt auch sie selbst. Das Intro, nur aus Rauschen und einem kurzen Text bestehend, klingt wie ein Hinweis an ihr früheres Selbst, im Slalom der Widrigkeiten des Lebens weder zu zerbrechen noch zu verhärten. Ganz markante Spuren in Annies Leben hat die Musik hinterlassen, Musik, die sie geprägt hat, aber auch eigene mit Freunden eingeschlagene musikalische Wege. Besonders beeindruckt hat sie immer wieder der Jazz, zu dessen neuer Größe sie ihren Teil beitragen wollte, und in der Tat sind ihre an klassische Sängerinnen wie Nina Simone ebenso wie an Brecht&#8217;sches Kabarett erinnernden Torch Songs diesmal noch eine Spur näher an der klassischen Jazzballade als auf vorherigen Platten.</p>
<p>„Dear John“ mit ihrem alten Weggefährten Paul Wallfisch am Flügel ist eine verrauchte und leicht plüschige Jazzballade der alten Schule, das alte Genre mehr vitalisierend als erneuernd, mit all der Kraft, die in einer gezeichneten Stimme steckt, mit einer gedämpften Trompete a la Grover Washington jr. und der sleazigsten Orgel diesseits des Hudson River. Zeilen wie „We wake from our dreams just to scream“ klingen wie fragile Durchhalteparolen an Sisyphus, der sich bewusst machen muss, dass die Show weiter geht. Doch zwischen den Zeilen wird deutlich, dass es viel mehr ein Apell an die schöpferische Kraft ist, das Leben als Kunstwerk zu betrachten und zu gestalten. In „My old man trouble“ klingt ihre Stimme noch erschöpfter und scheint mit dem besungenen Freund in Empathie zu verschmelzen, bis der Erinnerungsschmachtfetzen seine Gestalt wechselt, und die tragisch anmutende Melancholie in beschwingte Heiterkeit übergeht.</p>
<p>Ist der Jazz auch altbewehrt, so reihen sich doch etliche gute Ideen aneinander. Das von Quaken durchmischte A capella in „Nought Marie“ , das auf französisch gesungene Jeanne Moreau-Cover „India Song“, der wie aus einem Zimmer nebenan herübergewehte Sound und die aufwühlenden Sirenen in „Midnight Lazarus“ &#8211; was wie ein Lamento über das Älterwerden beginnt, endet als Feier einer kraftvollen Auferstehung in sattem (Jazz-)Rock.</p>
<p>Doch Jazz ist nicht das einzige musikalische Gewand, das Annie bei ihrer Spurensuche anlegt, und bei einem derart vielseitigen Chamäleon hätte ein einseitiger Sound auch gewundert. Annie hat nach den frühen Punk-Jahren einiges an elektronischer Musik geschaffen und war eines der prominentesten Gesichter auf Adrian Sherwoods On-U Sound-Label, und einige der Songs auf „Trace“, m.E. sogar einige einige der besten, wirken wie eine aufgeweckte Reminiszenz an diese Tage. Neben dem technoiden „Bitching Song“, der die (männlichen wie weiblichen) Schlampen in allen Millieus und Berufssparten aufspürt und als das, was sie sind, entlarvt, sticht besonders die sensible Charakterstudie „She Has A Way“ heraus, die im Wissen um das Tauziehen von Reifung und Vergänglichkeit alte Jugenderinnerungen beschwört und über eine Teppich an hoppelnden Takten Worte vorbeifließen lassen, die in all ihrer Beiläufigkeit an die Substanz gehen.</p>
<p>„Trace“ ist wie gesagt das seit langem erste Solowerk Annies, was die Zusammenarbeit mit anderen Hochkarätern natürlich nicht ausschließt. Neben Paul Wallfisch sind dies v.a. der auch als Produzent auftretende Ryan Driver und in den elektronischen Stücken das New Yorker Trio Opal Onyx. Mehr als die letzten Alben mit Wallfisch oder Baby Dee hat „Trace“ etwas von einem Vermächtnis. Da dieses aber nicht das erste Kapitel dieses Unterfangens ist und in seiner Reichhaltigkeit noch längst nicht abgeschlossen wirkt, bin ich sicher, dass Annies kreativer Energiebrunnen noch lange weitersprudeln wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.tinangelrecords.co.uk/home.html">Tin Angel Records</a></strong></p>
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		<title>LITTLE ANNIE &amp; THE SUN TANGERINE: How Could You?</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 19:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anne Bandez hat in den letzten Jahren vor allem mit dem Pianisten Paul Wallfisch musiziert und zwei fulminante Alben unter die Hörer gebracht – wer heute von souligen Torch Songs redet, der sollte das Duo nicht unerwähnt lassen. Nur war &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/11/18/little-annie-the-sun-tangerine-how-could-you/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/anniesuntangerine.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3165" title="anniesuntangerine" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/11/anniesuntangerine-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Anne Bandez hat in den letzten Jahren vor allem mit dem Pianisten Paul Wallfisch musiziert und zwei fulminante Alben unter die Hörer gebracht – wer heute von souligen Torch Songs redet, der sollte das Duo nicht unerwähnt lassen. Nur war sie seit jeher eine Person, die auf vielen Hochzeiten tanzt, und so kommen auch andere Kollaborationen nicht zu kurz. Nach Gesangsbeiträgen für die Band Larsen und Auftritten mit Baby Dee begibt sie sich mit dem Berliner DJ Khan und seinem Sun Tangerine-Projekt auf eine interessante Zeitreise.<span id="more-3164"></span></p>
<p>Zeitreise soll in dem Zusammenhang nicht auf ein Retrokonzept oder ähnliches hinweisen, sondern ist eher als werkgeschichtliche Referenz zu verstehen, denn die vier Versionen des Stücks „How Could You?“ schlagen den Bogen zu älteren Aufnahmen, bei denen Annies (Sprech-)Gesang im Zentrum grooviger Electronica stand – primär zum zwischen House und Dub angesiedelten Album mit The Legally Jammin, aber auch zu noch früheren Arbeiten im Umfeld von Adrian Sherwood und On-U Sound. Textlich ist Annie auf ihren Songwriteralben niemals bieder, aber stets charmant. Auf der aktuellen EP demonstriert sie, dass sie beim Umreißen von Fragen der Befindlichkeit durchaus die hohe Kunst des Naserümpfens beherrscht und entwirft dabei ganz beiläufig ein Weltpanorama wie seinerzeit im fast enzyklopädischen Intro von „Freddy and me“. Wer Annie kennt, der weiß, dass ihr Sarkasmus Inszenierung und Stilmittel ist, wer sich in ihre Tirade über Schnelllebigkeit und billige Posen hineinfühlt, der mag ihr beipflichten und fühlt sich vielleicht an ihre Hipster-Schelte in „Cutesy Bootsies“ erinnert. Fast wirkt der Text wie ein Ausschnitt aus einer Theaterperformance, wie der Höhepunkt eines Dialogs, bei dem die Sprecherin einem unsichtbaren Gegenüber illusionäre Flausen austreibt.</p>
<p>Die nonchalanten Grooves der auf Hall getrimmten Musik passen sehr gut zur coolen Stimme und den abgeklärten Lyrics, beim „Khan Mix“ ist der Klang zunächst recht klar und aufs Wesentliche reduziert. Dezente Dub-Elemente steigern sich von Track zu Track, sind beim elegant tänzelnden „Khan Dub Mix“ natürlich unüberhörbar und entfalten sich beim „Zero Cash Mix“ zu einer eigenen Größe. Bei dieser Version wurde (dem Titel entsprechend, könnte man sagen) viel heraus geschnitten und durch melodramatische Synthiestreicher ersetzt, die das karge Soundgerüst wie kleine ironische Kommentare aufhübschen. Der abschließende „Original Mix“ ist betont rau, spielt mit den Erwartungen des Hörers. Man meint, jeden Moment ein Inferno an Breakbeats losbrechen zu hören, doch die Monotonie behauptet sich bis zum Ende.</p>
<p>Die EP erscheint digital auf einem von Khans zahlreichen Labels und hätte es keineswegs verdient, in der Masse an Download-Veröffentlichungen unter zu gehen – schön zu wissen, dass Torch Singer Annie immer auch noch Dub Diva ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.zero-inch.com/">I&#8217;m Single/Zero Inch</a></strong></p>
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