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	<title>African Paper &#187; Asadun Alay Records</title>
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		<title>TONY ELIEH: Sighs</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2026 04:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asadun Alay Records]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Elieh]]></category>

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		<description><![CDATA[Der libanesische Gitarrist und Klangkünstler Tony Elieh musste seinen musikalischen Weg zunächst mit pragmatischen Entscheidungen vereinbaren, die dem Lebensunterhalt seiner Familie dienten. Nach einem Jahrzehnt im Marketing in Beirut, wo er neben seinem Brotberuf unter anderem in der experimentellen Rockcombo &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/10/31/tony-elieh-sighs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/10/sighs.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-53064" title="sighs" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/10/sighs-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der libanesische Gitarrist und Klangkünstler Tony Elieh musste seinen musikalischen Weg zunächst mit pragmatischen Entscheidungen vereinbaren, die dem Lebensunterhalt seiner Familie dienten. Nach einem Jahrzehnt im Marketing in Beirut, wo er neben seinem Brotberuf unter anderem in der experimentellen Rockcombo <a title="SCRAMBLED EGGS: Happy Together, Filthier Than Ever" href="https://africanpaper.com/2026/09/26/scrambled-eggs-happy-together-filthier-than-ever/">The Scrambled Eggs</a> spielte und an weiteren musikalischen Projekten beteiligt war, führte ihn <span id="more-53062"></span>eine Depression dazu, sich beruflich neu zu orientieren und zunächst als Fotograf zu arbeiten.</p>
<p>2020 erhielt er ein Stipendium für einen Aufenthalt an der Akademie der Künste in Berlin, der sich als entscheidender Wendepunkt erwies. Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut im selben Jahr zog Elieh mit seiner Familie nach Deutschland. In Berlin fand er Anschluss an die Szene der Echtzeitmusik und an ein experimentierfreudiges musikalisches Umfeld, mit denen er seither auch zusammenarbeitet. „Sighs“ ist sein zweites Soloalbum und das erste seit seinem Umzug nach Deutschland.</p>
<p>Darauf erweitert Elieh die klanglichen Möglichkeiten der elektrischen Bassgitarre mit ungewöhnlichen Spieltechniken und Hilfsmitteln. Essstäbchen, Metallkugeln und Silikonstäbe, die er unter anderem mit einer elektrischen Zahnbürste in Bewegung versetzt, treffen auf gelegentliche elektronische Eingriffe. Aus diesen Reibungen, Schwingungen und Resonanzen entwickelt er eine Musik, in der sich vertraute Instrumentalklänge bis zur Unkenntlichkeit verwandeln können. Die fünf Stücke sind Teile einer einzigen, wandelbaren Komposition, deren Form sich bei Aufführungen jeweils dem Kontext anpasst. Der Titel bezeichnet für Elieh einen Seufzer der Erleichterung: die Möglichkeit, den ungeliebten Brotberuf hinter sich zu lassen und sich ganz der Musik zu widmen, aber auch die Hoffnung auf ein Leben fernab der sich weiter zuspitzenden Verhältnisse in seiner Heimat.</p>
<p>„Tantana“ beginnt mit einem Rauschen und einem rollenden, leicht bohrenden Geräusch, aus dem sich allmählich etwas zusammenzubrauen scheint. Nach und nach kommt Bewegung in das zunächst diffuse Geschehen. Elektronisch anmutende Laute, die an beschädigte Lautsprecher oder später an quakende Frösche erinnern, verdichten sich, während metallenes Hämmern, Reiben und Ratschen dazwischenfahren. Die Spannung wächst, doch ein Höhepunkt wird immer wieder hinausgeschoben. Mitunter erinnert das Stück an eine langsam voranschreitende Harsh-Noise-Wand, die sich unter der Hand des Musikers entfaltet. Dann kippt das Geschehen in eine tremolierende, eiernde Verlangsamung. Dabei wird hörbar, dass im Hintergrund längst ein weitläufig verhallender Ambientsound lauert, der die zuvor hervorgetretenen Geräusche schließlich zu verschlucken scheint und das ganze Szenario in ein anderes Licht taucht.</p>
<p>Auch „Unẓuru ilayna naḥtariq“ bewegt sich zwischen verrauschten, metallen rasselnden Klängen, die wohl auf gezupften Saiten basieren. Einzelne Töne blitzen auf, pfeifende und flötenartige Laute treten hinzu, ohne dass sich daraus eine eindeutige Melodie ergäbe. Es klingt, als würde in einer Werkhalle gehämmert, geschweißt und an Metall gerieben – Industrial gewissermaßen, sofern man den Begriff weniger als Genre denn als Beschreibung des verwendeten Klangmaterials versteht. Eine subtile Rhythmik hält das Geschehen zusammen, während die Geräusche im weiteren Verlauf dichter und rauer werden. Daryl Worthington beschreibt im Begleittext die rhythmischen Klicks, Rasseln und metallischen Klänge als eine Art Uhrwerk.</p>
<p>„Sadh madh“ schlägt zunächst einen gemächlichen, tastenden Ton an. Verschiedenartige Klangtupfer und wohlgesetzte Töne sorgen für Abwechslung, ohne die eigentümliche Genügsamkeit des Stücks aufzulösen. Manchmal wirkt es wie der fragmentarische Soundtrack eines minimalistischen Stummfilms, dann wieder wie ein Luftgebläse oder das Rollen kleiner Gegenstände über harten Boden. Im Verlauf nimmt die Musik etwas an Tempo und Fülle zu, bleibt jedoch in ihrer offenen, suchenden Haltung. Worthington hebt die elektronischen Zuckungen des Stücks hervor und beschreibt Eliehs Kompositionen als skupturale Gebilde, die Raum für improvisierte Eingriffe lassen. Im Interview, das dem Text offenbar vorausging, verweist Elieh auch auf den Einfluss des arabischen Tarab, einer von wiederkehrenden Rhythmen und ausgedehnten Melodien geprägten Tradition, die ihn seit seiner Kindheit umgab. Ihre Wirkung zeigt sich hier weniger in direkten Zitaten als in der Geduld, mit der sich Spannungen und Veränderungen entfalten.</p>
<p>„X rhythm“ scheint aus einem rasselnden Saitenspiel hervorzutreten, hinter dem das vertraute Rauschen liegt. Allmählich verändert sich die Textur, wird kleinteiliger, lauter und knackiger. Die Klänge scheinen sich gegenseitig anzuregen, als würden Schwingungen auf andere Materialien übergreifen. Worthington hört darin sowohl die Bewegung eines Flusses als auch Metallreste, die durch Resonanz in Schwingung geraten. Diese doppelte Wahrnehmung passt zu Eliehs Vorgehen: Die Geräusche lassen sich nicht auf eine einzige Quelle festlegen und entwickeln ihre Wirkung aus dem Zusammenspiel von Material, Bewegung und Nachhall.</p>
<p>„Ila rafiq“ setzt mit einem tiefen Brummen und wieder dem dahinterliegenden Rauschen ein. Obertöne treten hervor, während das Geräusch zunehmend knarrig und uneben wird. Gegen Ende erinnert die Bewegung an einen angeschlagenen Gong, dessen Schwingung sich ungleichmäßig entfaltet. Wie schon zuvor bleibt offen, ob man einen konkreten Instrumentalklang oder eine künstlich erzeugte Geräuschquelle hört. Elieh lässt die Klänge für sich sprechen, ohne sie vorschnell in eine erkennbare Ordnung zu bringen. Verdichtungen und Spannungsschübe geben der geduldigen Musik eine innere Dynamik, während die einzelnen Geräusche Zeit erhalten, ihre vielfältigen Klangfarben offenzulegen.</p>
<p>Elieh erkundet auf dem Album die Bassgitarre nicht als Instrument mit fest umrissener Funktion, sondern als Ausgangspunkt für ein offenes Feld aus Reibung, Resonanz, Rauschen und Schwingung. Die fünf Abschnitte markieren dabei unterschiedliche Zustände eines fortlaufenden Prozesses, und was zunächst wie bloßes Geräusch erscheinen mag, gewinnt durch die langsamen Veränderungen und die sorgsam gesetzten Akzente eine ganz eigene materielle Präsenz. So wird aus dem Spiel mit ungewöhnlichen Klangquellen eine Musik, die von Kontrolle und Offenheit, von Verdichtung und Loslassen gleichermaßen geprägt ist.</p>
<p><strong>Label: Asadun Alay Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=709961184/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Réka Csiszér und Radwan Ghazi Moumneh veröffentlichen Soundtrack</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2026 01:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Asadun Alay Records]]></category>
		<category><![CDATA[Philippe Garrel]]></category>
		<category><![CDATA[Radwan Ghazi Moumneh]]></category>
		<category><![CDATA[Réka Csiszér]]></category>

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		<description><![CDATA[Réka Csiszér und Radwan Ghazi Moumneh veröffentlichen unter dem Titel &#8220;Le Révélateur&#8221; ihre erste gemeinsame Arbeit. Das Album enthält den aus einer Live-Zusammenarbeit hervorgegangenen Soundtrack zu Philippe Garrels gleichnamigem Film von 1968. Die Aufnahme verdichtet ein Projekt, das ursprünglich als &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/05/04/reka-csiszer-und-radwan-ghazi-moumneh-veroffentlichen-soundtrack/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Réka Csiszér und Radwan Ghazi Moumneh veröffentlichen unter dem Titel &#8220;Le Révélateur&#8221; ihre erste gemeinsame Arbeit. Das Album enthält den aus einer Live-Zusammenarbeit hervorgegangenen Soundtrack zu Philippe Garrels gleichnamigem Film von 1968. Die Aufnahme verdichtet ein Projekt, das ursprünglich als improvisierte Begleitmusik angelegt war, zu einer eigenständigen klanglichen Form.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/Le-Révélateur.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50991" title="Le Révélateur" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/Le-Révélateur.jpg" alt="" width="553" height="369" /></a><span id="more-50990"></span></p>
<p>Die acht Stücke bewegen sich, wie es vom Label heißt, in einem Spannungsfeld aus Reduktion und Präsenz, in dem akustische Instrumente, Stimmen und Elektronik zu einer zugleich fragilen und eindringlichen Klangsprache finden. Das Material bleibt dabei eng an die Bildwelt des Films gebunden, löst sich jedoch von ihr, indem es eine eigene Dramaturgie aus Stillstand und Bewegung entfaltet. Wie Daryl Worthington in den Liner Notes festhält, sind die Stücke quasi &#8220;composed through improvisation&#8221;, also aus strukturierten Improvisationen hervorgegangen, die erst im Nachgang fixiert wurden. Zugleich zielte das Duo darauf, &#8220;to capture the emotion of the movie, the feeling of living in between&#8221;.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/rcrgm.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50992" title="rcrgm" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/rcrgm.jpg" alt="" width="369" height="369" /></a></p>
<p>In diesem Zusammenhang verweist Csiszér auf eine Verbindung zwischen Minimalismus und einem Gefühl von Desorientiertheit und Betäubung, eine Verbindung, die das Album in seinen schwebenden, teils entrückten Klangverläufen konsequent auslotet. &#8220;Le Révélateur&#8221; erscheint am 15. Mai bei Asadun Alay Records.</p>
<p><a href="https://asadunalayrecords.bandcamp.com/"><strong>@ Asadun Alay Records </strong></a></p>
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