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	<title>African Paper &#187; Axiome</title>
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		<title>CEDRIK FERMONT: Es Könnte der Anfang sein</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 04:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cedrik Fermonts bereits im vorigen Jahr erschienene Veröffentlichung &#8220;Es könnte der Anfang sein&#8221; enthält zwei (nicht nur, aber durchaus) dröhnende Stücke, in denen sich das Material fast unmerklich entwickelt und die folglich auf eine Form des Hörens setzen, die konzentrierte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/06/13/cedrik-fermont-es-konnte-der-anfang-sein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/cfekdas.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48093" title="cfekdas" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/cfekdas-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Cedrik Fermonts bereits im vorigen Jahr erschienene Veröffentlichung &#8220;Es könnte der Anfang sein&#8221; enthält zwei (nicht nur, aber durchaus) dröhnende Stücke, in denen sich das Material fast unmerklich entwickelt und die folglich auf eine Form des Hörens setzen, die konzentrierte Aufmerksamkeit und eine Bereitschaft, sich einzulassen, fordert.<span id="more-48092"></span></p>
<p>Das längere Eröffnungsstück setzt unmittelbar mit kraftvoll knarrender Dröhnung ein. Bemerkenswert ist, dass Fermont hier die E-Gitarre in den Vordergrund rückt, ein Instrument, das in seinem Werk eher selten auftaucht. Hier entsteht ein raues, an Drone Doom erinnerndes Klangbild. Über Minuten hinweg bleibt der Grundton unverrückt, Veränderungen treten nur schleichend auf wie feine Verschiebungen innerhalb einer zähen Masse. Erst allmählich dringen hellere Akzente hindurch, die für Irritation sorgen, ohne den Rahmen wirklich zu sprengen. Gegen Ende steigert sich das Stück noch einmal deutlich, bis ein scharfes Aufbäumen des Soundmaterials und ein plötzlicher Abbruch das Ende markieren.</p>
<p>Das zweite Stück trägt den Titel &#8220;Sueños salvajes&#8221; – übersetzt &#8220;wilde Träume&#8221;. Es beginnt elektronischer, mit glatter Oberfläche und tremolierenden Wellen, bevor sich ein akustischer wirkender Sound hinzugesellt, möglicherweise eine mit Effekten verfremdete Zither. Beide Ebenen scheinen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu verlaufen und erzeugen so ein spannungsvolles Geflecht. Während an der Oberfläche Wiederholung dominiert, sind es kleine, stetige Variationen, die die Aufmerksamkeit wachhalten. Auch hier tauchen in den Ritzen des Soundgeflechts kleine schrille Töne auf, die sich wie Störsignale ins Gesamtbild einfügen. Ein knarrender Untergrund verleiht dem Stück etwas Infernalisches, bevor auch dieses abrupt endet.</p>
<p>Die beiden Kompositionen zeigen, wie Fermont aus reduzierten Mitteln ein komplexes Gefüge entstehen lässt – Musik, die sich weniger auf Brüche verlässt als auf die geduldige Rezeption des langsamen Wandels.</p>
<p><strong>Label: Syrphe Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4274718304/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DORA BLEU / PERIKLIS TSOUKALAS / CEDRIK FERMONT: The Dream Border</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 05:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Album &#8220;The Dream Border&#8221; von Dora Bleu, Periklis Tsoukalas und Cedrik Fermont entfaltet eine fragile und zugleich verstörende Schönheit. Die Stücke bewegen sich zwischen akustischem Gitarren-&#8221;Folk&#8221; avantgardistischer Prägung, experimentellen Strukturen und den eindringlichen Texten von Dora Bleu, deren helle &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/09/20/dora-bleu-periklis-tsoukalas-cedrik-fermont-the-dream-border/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/thedreamborder.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48096" title="thedreamborder" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/thedreamborder-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Album &#8220;The Dream Border&#8221; von Dora Bleu, Periklis Tsoukalas und Cedrik Fermont entfaltet eine fragile und zugleich verstörende Schönheit. Die Stücke bewegen sich zwischen akustischem Gitarren-&#8221;Folk&#8221; avantgardistischer Prägung, experimentellen Strukturen und den eindringlichen Texten von Dora Bleu, deren helle Stimme immer wieder die Kontraste zwischen Traum und Bedrohung verdeutlicht und wie aus einem <span id="more-48095"></span>eigenwillig außerweltichen Musical gefallen scheint.</p>
<p>Schon in &#8220;Mesmerized&#8221; treffen dunkle, erdige Saitenklänge auf gehauchte und zittrige Stimmen, bevor sich klarere Linien durchsetzen und die Gitarre mit feinen Ornamenten anrührt. Stücke wie der gleich folgende Titeltrack wirken zunächst schlaftrunken und somnambul, zugleich aber durchzogen von ernsten Themen, die in der Intonation der Stimme fast unmerklich eine erschrockene, alarmierende Note annehmen. Metallene Perkussion akzentuiert einzelne Momente, Synthesizer und Gongs (oft verfremdet, manchmal wie Kirchenglocken oder Motorengeräusche klingend) verstärken das Gefühl latenter Unruhe.</p>
<p>Kennzeichnend sind die Passagen, in denen Dora Bleus Gitarrenspiel an Continuous Music erinnert: wiederholte Tonfolgen, die gleichermaßen schön und fremd wirken. Diese Ambivalenz macht den Kern des Albums aus. Sanfte Pickings können in aggressives Strumming umschlagen, fragile Strukturen sich zu stürmischen Klangschichtungen verdichten. Besonders eindrucksvoll ist &#8220;Half Sleep&#8221;, das mit seiner Mischung aus verhuschter Dynamik, metallischen Akzenten und eindringlichem Gesang vielleicht das eingängigste Stück der Sammlung bildet.</p>
<p>Das Album bleibt insgesamt ein &#8220;entrücktes&#8221; Werk, das gerade durch die Verfremdungen seine Wirkung entfaltet. Die Kollegen von Field Notes beschrieben es treffend als Musik, die &#8220;am besten als liminal verstanden wird; als Schwelle zwischen einer Welt und einer anderen, [...] zwischen Popsongwriting und Drone Music&#8221;.</p>
<p>Ein zauberhaftes, verträumtes Album, das jedoch konsequenterweise nicht in einem versöhnlich-besinnlichen Schluss endet, sondern wie mitten im Geschehen abbricht, fast wie ein großes Fragezeichen mit ein wenig Lärm im Gepäck.</p>
<p><strong>Label: Syrphe Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=816982870/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TASJIIL MOUJAHED: The Death of Permanence</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/10/01/tasjiil-moujahed-the-death-of-permanence/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2016 06:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein interessantes Oxymoron ist er, der Titel „The Death of Permanence“, denn wenn etwas Beständiges zu Ende geht, ist es nie beständig gewesen. Vielleicht klingt darin der zaghafte und zugleich mutige Wunsch an, das Unmögliche wirklich werden zu lassen. Vielleicht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/10/01/tasjiil-moujahed-the-death-of-permanence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/tasjiilmoujahed.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12798" title="tasjiilmoujahed" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/tasjiilmoujahed-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein interessantes Oxymoron ist er, der Titel „The Death of Permanence“, denn wenn etwas Beständiges zu Ende geht, ist es nie beständig gewesen. Vielleicht klingt darin der zaghafte und zugleich mutige Wunsch an, das Unmögliche wirklich werden zu lassen. Vielleicht auch die Furcht davor, doch dafür klingt die dunkle Electronica von Tasjiil Moujahed nicht idealistisch und auch nicht konservativ genug.<span id="more-12797"></span></p>
<p>Tasjiil Moujahed ist nicht, wie manchmal behauptet wurde, eine Einzelpersonen, sondern ein Duo, dessen Name so viel wie „Kulturrevolutionäre“ bedeutet – bestehend aus dem libanesischen Musiker Jawad Nawfal alias Munma und dem in Berlin ansässigen Cedrik Fermont, der solo und kollaborativ unter zahlreichen Namen aktiv ist. Beide spielen jeweils eigene Arten experimenteller Elektronik, die je nach Kontext ambiente, tanzbare oder auch lärmende Gestalt annehmen kann. In gewissen Abständen loten die beiden die Möglichkeiten aus, die sich ergeben, wenn ihre Ideen zusammenfinden.</p>
<p>Auf ihrem vor vier Jahren erschienenen Debüt „<span style="font-family: Tahoma;">مسافر </span>/ Moussafer“ entstand dabei ein herausfordernder musikalischer Hybrid an der Schnittstelle zwischen experimentell-improvisierter und technoider Electronica, in dem harter Electro im Stil der 80er ebenso nachhallte wie kühle Dubstep-Aleihen. Eingängige Strukturen wurden immer wieder angedeutet, aber nie – auch nicht im songorientierten „Aviatrix“ mit Gastsängerin Maria Kassab – soweit ausgeführt, dass Pop in Sicht gewesen wäre. Der gerade erschienenen Nachfolger ist in vieler Hinsicht zurückgenommener und konzentrierter, verzichtet auf Opulenz und allzu rasantes Tempo, und viel vom sperrigen Chaos der Kompositionen weicht einer eher fließenden Form.</p>
<p>All dies bleibt mehr denn je nur schwer greifbar, bereits in den sich unterschwellig überschlagenden Takten und dem schwer verständlichen Gemurmel der Samples im introartigen Opener „Septième Terre“. Die fatalistisch hallenden Soundflächen leiten über in das kühle „Encelade“, in dem dezente, aber leicht verzerrte Rhythmen eher tastend ihre Richtung suchen. Erst mit der Zeit, wenn die gedoppelten Vocals die Oberhand haben, findet man Orientierung, erkennt auch in der Detailverliebtheit einen roten Faden, der sich durch das Album zieht. Viele der Stücke haben Introcharakter, könnten Auftakt von Rhythm Noise oder anderer tanzbarer Musik sein, aber sie bleiben andeutend, überlassen viel der Fantasie des Hörers und vertrauen auf die subtile Wirkung des Fragmentarischen. Manchmal, wie in „Le Filmographe“ werden wie es scheint auch akustische Instrumente verwendet, auch hier gewinnt die Ausstrahlung am lediglich punktuellen Einsatz.</p>
<p>Lässt man sich davon einlullen, so könnte einen das kurze, zentrale „Mémoire d&#8217;outre-espace“ hochschrecken, das wesentlich extrovertierter daherkommt mit seinen kämpferischen Eispickelbeats und der unterschwelligen Aggression in den französischen Vocals, die sich nicht nur hier im Themenspektrum von Technik, Science Fiction und Dystopie bewegen. „Chronique organique“ und „Future Grounds“ setzen dem in jeder Hinsicht noch eins drauf. Immer mehr wird deutlich, dass &#8220;The Death of Permanence&#8221; einen deutlich politischen Grundtenor hat, doch auch wenn Bilder wie das einer Zombie-Armee, die durch eine „brave new world order“ marschiert für Momente kaum Fragen offen lassen, verweigern die Texte, so down to earth sie auch sind, jede einfache Didaktik und harmonieren so bestens mit der Subtilität der Musik.</p>
<p>Dass Tasjiil Moujahed ein Händchen für Klanggestaltung und auch für tolle Melodien haben, beweißen sie einmal mehr, ein Alleinstellungsmerkmal des neuen Albums (mit Artwork von Elyse Tabet alias Litter, die hier nicht das einzige Lebenszeichen von sich gibt) ist seine gelungene Mischung aus latenter Aggression und feinsinniger Andeutung, die immer einen irritierenden Augenschein von Ruhe und Moderation bewirkt. Als ich vor kurzem hörte, dass die beiden schon wieder an neuem Material arbeiten und diesmal wohl eine Pop-Platte anstehen soll, war ich nicht wenig überrascht – doch das heißt nicht weniger als dass man gespannt sein kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Syrphe</strong></p>
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