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	<title>African Paper &#187; Blixa Bargeld</title>
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		<title>Christian &amp; Mauro: Neues Album von Teho Teardo und Blixa Bargeld</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Oct 2024 04:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Teho Teardo und Blixa Bargeld kehren mit ihrem dritten gemeinsamen Studioalbum &#8220;Christian &#38; Mauro&#8221; zurück – acht Jahre nach dem Vorgänger &#8220;Nerissimo&#8221; und ein knappes Jahr nach der Konzertaufnahme &#8220;Live in Berlin&#8221;. Der Titel verweist auf ihre Vornamen und eröffnet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/27/christian-mauro-neues-album-von-teho-teardo-und-blixa-bargeld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Teho Teardo und Blixa Bargeld kehren mit ihrem dritten gemeinsamen Studioalbum &#8220;Christian &amp; Mauro&#8221; zurück – acht Jahre nach dem Vorgänger &#8220;Nerissimo&#8221; und ein knappes Jahr nach der Konzertaufnahme &#8220;Live in Berlin&#8221;. Der Titel verweist auf ihre Vornamen und eröffnet eine besondere persönliche Welt, die tief in Vergangenes eintaucht, aber ebenso das Zukünftige umarmt. Die thematischen Referenzen sind vielfältig, ein Song referiert auf die Arbeiten des Astrophysikers Carlo Rovelli, ein weiteres herausragendes Stück ist ihre Neuinterpretation des barocken Klassikers &#8220;Bisogna Morire&#8221;, einer Totentanz-Passacaglia aus dem 17. Jahrhundert, die sie in einem modernen orchestralen Gewand und mit modifiziertem Text neu erschaffen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/christianundmauro.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43339" title="christianundmauro" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/christianundmauro.jpg" alt="" width="1199" height="1200" /></a><span id="more-43338"></span></p>
<p>Mit Texten auf Englisch, Italienisch und Deutsch setzen Teardo und Bargeld auf einen Mix aus klassisch-orchestralem Sound, der neben Bargelds Stimmeinsatz und vielen eigens gespielten Instrumenten durch die Gastmusikerinnen Gabriele Coen (Bassklarinette), Laura Bisceglia (Cello) und Susanna Buffa (Gesang) ergänzt wird. Bargelds markanter Gesang, oft an der Grenze zwischen Musik und Rezitation, verschmilzt dabei immer wieder mit den klassischen Sounds zu einer organisch anmutenden Einheit. &#8220;Christian &amp; Mauro&#8221; ist seit dem 25. Oktober mit Artwork von Amanda Ooms auf Specula als CD, Vinyl und digital erhältlich. Die dazugehörige Tour startet am 19. November in Rom und führt Teardo und Bargeld mit einem Streichquartett sowie Bisceglia und Coen an der Seite durch ganz Europa. Die Tourdaten finden sich auf der verlinkten Bandcamp-Seite.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3030923304/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN: Rampen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Apr 2024 02:15:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Unter einer Rampe versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch eine Übergangsvorrichtung zur Überbrückung zweier räumlich getrennter Objekte oder auch eines Höhenunterschiedes wie z.B eine Verladerampe oder auch einen Bühnenrand, an dem der Bereich der Performance in den Bereich des Publikums übergeht. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/13/einsturzende-neubauten-rampen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/einstürzendeneubautenrampenapm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40549" title="einstürzendeneubautenrampenapm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/einstürzendeneubautenrampenapm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter einer Rampe versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch eine Übergangsvorrichtung zur Überbrückung zweier räumlich getrennter Objekte oder auch eines Höhenunterschiedes wie z.B eine Verladerampe oder auch einen Bühnenrand, an dem der Bereich der Performance in den Bereich des Publikums übergeht. Man kann den Begriff natürlich vielfach <span id="more-40547"></span>metaphorisch verwenden und auf Dinge beziehen, bei denen es weniger um räumliche Abstände, sondern um andere Arten von Überbrückung geht.</p>
<p>Unter den Fans der Einstürzenden Neubauten hat sich längst herumgesprochen, dass mit Rampen die zahlreichen improvisierten Interludien gemeint sind, mit denen bei ihren Live-Shows einzelne Stücke miteinander verbunden werden. Gerade bei diesem Abschnitten steht das perkussive Element, das aufgrund seiner Verwendung von Metallteilen gerne als experimentell bezeichnet wird, besonders im Zentrum, sie bilden einen deutlichen Gegenpart zum Songformat, das bei Konzerten eine ebenso wichtige Rolle spielt.</p>
<p>Teile dieser Rampen wurden in der Vergangenheit immer wieder als Ausgangsmaterial für eine nächste Schicht einzelner Stücke genommen, die dann auf kommenden Alben erschienen sind. Für das neue Album &#8220;Rampen (apm: alien pop music)&#8221;, das in alamierendem Gelb, der wahren Farbe erscheint, hat man sich entschieden, in Gänze auf dieses Rampenmaterial zurückzugreifen und es zum Soundfundament jedes der fünfzehn Stücke zu machen. Die Entscheidung, das von vielen wahrscheinlich als tendenziell marginal begriffene ins Zentrum des Geschehens zu holen, findet ihre Entsprechung noch in einer weiteren Idee, denn das Resultat sollte eine Musik sein, in der die Aliens – die Fremden, Außenseiter, Außerirdischen im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne – etwas finden, das in einer Vielzahl gängiger Popmusik ein leeres Versprechen bleiben sollte. Um welche möglichen Funde handelt es sich da, und wie viel von einen Alien steckt in einem selbst, wenn man meint, darauf eine vage Antwort gefunden zu haben? Auch ohne diese beiden thematischen Rahmungen ist das Album ein ungemein reichhaltiges Werk geworden, bei dem sich zahlreiche weitere musikalische und lyrische Themen ausfindig machen lassen.</p>
<p>Allein das wiederholte Aufgreifen von Fragen des Seins, der Zeitlichkeit, der Veränderung und der Vergänglichkeit in den Songtexten zusammen mit dem pulsierenden Hinsteuern der Musik auf deutliche und weniger deutliche Höhepunkte oder zumindest Plateaus, in denen die Stücke so etwas wie ihren wesentlichen Charakter offenbaren, würde für eine markante Signatur reichen, doch tauchen wir zunächst ein. Auf eine gewisse Weise enthält das eröffnende &#8220;Wie lange noch?&#8221; so manche Essenz des Albums in a nutshell: Trippelnd hypnotisches Pulsieren gibt den flinken Takt vor, in den sich kleinteilig scheppernde Metallklänge und organische Gitarrenfigurinen einflechten, kurz darauf ebenso Blixa Bargelds kräftig ins Zentrum gemischte Stimme, die nachdenklich an der Grenze zum Sprechen und so nur leicht melodisch die schon im Titel aufgeworfene Frage präzisiert. Während es immer stärker scheppert und elektronisches Geschnippe hinzukommt, entfaltet sich ein zumindest dem Anschein nach protoapokalyptisches Szenario, in dem alle wesentlichen Dinge erledigt sind, und doch keine Sicht, das ist gut war, anklingt, sondern lediglich Akzeptanz und die Frage, wie lange all dies noch andauern mag. Im<a href="https://taz.de/Blixa-Bargeld-spricht/!6000961/"> taz-Interview</a> erfahren wir, dass es hier primär um die Antizipation des Endes der Studioarbeit geht, doch spielen Implikationen eines Endpunktes immer wieder eine neue Rolle im Verlauf von &#8220;Rampen&#8221;.</p>
<p>Das folgende <a title="Ist Ist: Neue Einstürzende Neubauten-Single" href="http://africanpaper.com/2024/03/23/ist-ist-neue-einsturzende-neubauten-single/">und bereits vorab veröffentlichte &#8220;Ist Ist&#8221; ist</a> von ähnlicher Machart und doch weitaus weniger harmonisch, stattdessen kratzender, detonierender. Nach diesen beiden Openern, die wahrscheinlich viele an klassische Neubauten-Momente der Vergangenheit erinnern werden, gibt sich das folgende &#8220;Pestalozzi&#8221; schleppender. Was zunächst flächig wie ein schwebender Klangteppich beginnt, wird zum Substrat, aus dem zahlreiche kratzende, rumorende und bimmelnde Sounds herauswachsen, alles in gemächlicher Vorwärtsbewegung, in der auch ein paar zaghafte Paukenschläge ihren Raum finden. Was immer das lyrische Ich vor dem Hintergrund eines dezenten Chorgesangs an Übereinstimmungen mit dem bekannten Schweizer Reformpädagogen &#8211; falls dieser wirklich gemeint ist &#8211; entdeckt, es wird mit einer für dieses Album typischen Genügsamkeit quittiert, die nichts verwundertes mehr zulässt, vielleicht einen kleinen Touch erträglicher Resignation, zugleich aber nichts kaltes und abgeklärtes. Auch dieser Song entwickelt sich auf seine Art zu einem deutlichen Höhepunkt hin, doch es gibt hier nicht den einen Moment, in welchem sich die Musik klar erkennbar steigert, es passiert graduell, wird kontinuierlich dichter, wirbelnder, etwas braut sich im Laufe des Stücks mehr und mehr zusammen.</p>
<p>&#8220;Rampen&#8221; ist trotz seiner rund 75 Minuten Spieldauer ein Album mit wenigen bis gar keinen Längen, und so fällt es durchaus nicht leicht, einzelne Höhepunkte hervorzuheben. Vielleicht &#8220;Es könnte sein&#8221;, ein großartiger Song über die Möglichkeiten des Seins und des Verschwindens, Verblassens, sich Verflüchtigens – und von der Möglichkeit des Akzeptierens, der sich von einem fast folkig bimmelnden Lullaby mit anheimend krautiger Orgelkulisse diesmal relativ abrupt in ein zisselndes und dreschendes Freakout verwandelt, aus dem der Song nicht mehr herausfinden kann und muss. Oder das Stück über den schattenlosen, verregneten Planeten Umbra, dessen von lieblichen Gitarren und handdrumartigen Takten gezeichnetes Setting eine ähnlich halbtrügerische Enklave abgibt wie seinerzeit ein fiktives Bergkarabach. Oder vielleicht &#8220;Besser Isses&#8221;, bei dem in lakonischer Prosa die Geschichte einer Trennung, einer Häutung erzählt wird. Die auf &#8220;Rampen&#8221; immer wieder aufgeworfene Frage des Seins kehrt hier in Form einer Selbstfiktion, einer Hochstapelei wieder. Doch um wessen Prätention es sich hier handelt, wessen Lügen der Sprecher hinterherrennt, bleibt offen, und man fragt sich vielleicht im Übermut zur Überinterpretation, ob es hier auch um eine kritische Selbstreflexion geht, und wir alle dieses Sprechersubjekt sind. Der Umgang mit der Sprache erscheint in &#8220;Rampen&#8221; ohnehin als ein heikler, immer wieder riskanter Akt, dessen Medium sich in gleich zwei Songs &#8211; &#8220;The Pit of Language&#8221; und &#8220;Tar &amp; &#8220;Feathers&#8221; &#8211; als abgründiges Verließ entpuppt, dem man nur geteert und gefedert entkommt.</p>
<p>Geteert und gefedert zurück an der Erdoberfläche ist der schreibende Rezensent begeistert und der noch kommenden Entdeckungen, die sich beim wiederholten Hören ergeben werden, noch lange nicht überdrüssig. Dass es, wie Leser von Magazinen wie dem unseren wissen, neben einer Menge an Pseudoaußenseitertum bereits viel an Alienpopmusik gibt, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Einstürzende Neubauten diese auf eine ungemein frische, gehaltvolle und niemals ermüdende Weise ins Werk gesetzt haben, und dies trotz oder vielleicht sogar wegen seiner zahlreichen Rückgriffe auf früheres Material und schon vormals gestellte Fragen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Potomak</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=811971752/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Teho Teardo und Blixa Bargeld im Berliner Silent Green</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2022 03:35:40 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der Veröffentlichung ihres kommenden Albums spielen Teho Teardo und Blixa Bargeldim Herbst einige Konzerte an ausgewählten Orten, u.a. findet am Dienstag, den 6. Dezember eine Show in der Betonhalle des Berliner Silent Green statt, begleitet werden die beiden von Laura Bisceglia am Cello und Gabriele Coen an der Bassklarinette. Teardo und Bargeld brachten in den Zehnerjahren, zusammen mit einem klassisch-kammermusikalischen <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/tehotheardoblixabargeld.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30457" title="tehotheardoblixabargeld" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/tehotheardoblixabargeld.jpg" alt="" width="600" height="590" /></a><span id="more-30456"></span></p>
<p>Ensemble an Musikern, zwei Alben und zwei EPs heraus, das Stück &#8220;A Quiet Life&#8221; kam in dem quasi gleichnamigen Film des Regisseurs Claudio Cupellini vor. Im deutschsprachigen Raum stieß gerade Bargelds Gesang im Kontext einer ungewohnten, den Sounds der Neubauten eher fernen Instrumentierungauf Interesse. Das Berliner Konzert findet im Rahmen der Reihe Sonic Morgue statt, bislang sind desweiteren eine Show im Schwedischen Uppsala (02.11.) und eine im Volkstheater Wien geplant.</p>
<p>Dienstag, 06.12.2022<br />
Einlass 20 Uhr<br />
Silent Green<br />
Gerichtstrasse 35<br />
13347 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/400187518744058/"><strong>@ Facebook mit weiteren informationen</strong> </a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/0t6Bu7uuPAw" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Nihil, oder Alle Zeit der Welt: Film von Uli Schüppel mit Blixa Bargeld im Berliner Liebig12</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2021 00:41:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Berliner Projektraum Liebig12 ist am 11. August Uli M. Schüppels Film Nihil, oder Alle Zeit der Welt aus den späten 80ern zu sehen. Der knapp einstündige, auf 16mm gedrehte Schwarzweiß-Film ist nach einigen Kurzfilmen Schüppels erste Arbeit im längeren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/11/nihil-oder-alle-zeit-der-welt-film-von-uli-schuppel-mit-blixa-bargeld-im-berliner-liebig12/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Berliner Projektraum Liebig12 ist am 11. August Uli M. Schüppels Film <em>Nihil, oder Alle Zeit der Welt</em> aus den späten 80ern zu sehen. Der knapp einstündige, auf 16mm gedrehte Schwarzweiß-Film ist nach einigen Kurzfilmen Schüppels erste Arbeit im längeren Format und erzählt in archaisierenden Bildern die Geschichte einer Gruppe von jungen Kämpfern, die sich in einer postapokalyptisch anmutenden Welt gegen das technokratische Regime eines &#8220;Professors&#8221; stellen. Zu den Darstellern zählt u.a. Neubauten-Frontmann Blixa Bargeld, der Filmmusik stammt von Alexander Hacke. Es empfielt sich eine Reservierung unter aa@astridxaim.eu.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/nihil.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26483" title="nihil" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/nihil.jpg" alt="" width="377" height="572" /></a><span id="more-26482"></span></p>
<p>&#8220;The ideas for the script were created in a couple of nights. Usually, I sat in the same corner at “Hansa-Studio”. Bands like “Einstuerzende Neubauten”, “Nick Cave &amp; The Bad Seeds” and “Crime and the City Solution” were recording their albums after another. I only had to close my eyes and the projector was running, like weeds images grew emberantly to the background of the new sounds. I felt the mood, the quiet-intensive atmosphere that the film was to carry with it. The parabel and the baladesque was created. The expressive strength and poetry of the picture was to be more important than the story and action. No reality, no contemporary was to be shown directly, but only to be seen in the presence of the actors faces. No cars, no people, no Berlin! Still, WestBerlin was to be present throughout the film, and no other city. The feeling and the conception of the world shown could have only been created here, at the end of the 80s. Small groups develop everywhere, energies which move forward desperatly. Anywhere. An illusion of losers who become heroes. No aim (which?) is relevant anymore. Only the movement…” (Uli M Schueppel, Excerpts from “Chonicle of an unexplored film”, 1988)</p>
<p>Donnerstag, 12.08.2021<br />
Beginn 19 Uhr<br />
Liebig12 Project Space<br />
Liebigstrasse 12<br />
10247 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/422204369086168"><strong>@ Facebook</strong> </a></p>
<p><a href="http://schueppel-films.de/portfolio/n-i-h-i-l-or-all-the-time-in-the-world/"><strong>@ Schueppel-Films.de</strong></a></p>
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		<title>TEHO TEARDO / BLIXA BARGELD: Fall</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/04/29/teho-teardo-blixa-bargeld-fall/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 06:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blixa Bargeld]]></category>
		<category><![CDATA[Einstürzende Neubauten]]></category>
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		<category><![CDATA[Spècula Records]]></category>
		<category><![CDATA[Teho Teardo]]></category>

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		<description><![CDATA[Mauro Teho Teardo hat hierzulande nie die seinem Output angemessene Aufmerksamkeit erhalten, und als vor einigen Jahren seine erste gemeinsame LP mit Blixa Bargeld erschien, hielten es viele zunächst für ein weiteres einmaliges Seitenprojekt des Sängers der Einstürzenden Neubauten. Nach &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/29/teho-teardo-blixa-bargeld-fall/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/tehoteardoblixabargeldfall.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13675" title="tehoteardoblixabargeldfall" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/tehoteardoblixabargeldfall-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mauro Teho Teardo hat hierzulande nie die seinem Output angemessene Aufmerksamkeit erhalten, und als vor einigen Jahren seine erste gemeinsame LP mit Blixa Bargeld erschien, hielten es viele zunächst für ein weiteres einmaliges Seitenprojekt des Sängers der Einstürzenden Neubauten. Nach zwei weiteren gemeinsamen Veröffentlichungen und der Erfahrung, dass Teardos leicht elektrifizierte kammermusikalische Arrangements sehr stimmig mit dem gewohnt sperrigen Beitrag des Berliners interagieren, betrachteten einige Kommentatoren das Duo nun als ein den Neubauten fast<span id="more-13674"></span> ebenbürtiges Dauerprojekt. Zur Unzeit im etwas ins Stocken geratenen Frühling erschien vor Kurzem die EP „Fall“, die nich nur vom Titel her auf die vor zwei Jahren herausgekommene EP „Spring“ Bezug nimmt und auch einige Ideen der anderen Releases wieder aufgreift.</p>
<p>Teardo und Bargeld haben offenbar ein Faible für populäre, von Punk, Wave und allen Avantgarden noch unberührten Rocksongs. Was sie mit ihnen anstellen, ist nicht sonderlich weltbewegend, aber durchaus nett gemacht. Wie auf „Spring“ der Oldie „Crimson and Clover“ von Tommy James &amp; The Shondells wird hier Neil Youngs „Hey, Hey, My, My“ in ein von Klarinetten und Streichern dominiertes Gewand gepackt und von Bargeld auf gewohnt dunkle und kauzige Art intoniert. Wenn diese Stimme, die das Echo zahlreicher Neubauten-Stücke im Schlepptau hat, behauptet „rock&#8217;n'roll will never die“, so soll das sicher auch die Frage nach Ironie und Ernsthaftigkeit des Ganzen provozieren – meines Erachtens macht gerade die zum euphorischen Text nur bedingt passende abgeklärte Darbietungsweise den Song erst glaubwürdig, denn sie verleiht ihm einen Schuss Tragikomik.</p>
<p>Die drei anderen Songs geben sich musikalisch ähnlich harmonisch, sind jedoch weit weniger songorientiert, sondern eher musikuntermalte Rezitationen. In „Ziegenfisch“, das die beiden gemeinsam verfasst haben und das ein wenig an „Millions of Eels“ von der Vorgänger-EP erinnert, wird unter vielfarbigem Zittern und Tremolieren das Fabeltier, das in der Astrologie dem Steinbock entspricht, als ein aus dem Ozean gestiegener Kulturbringer gezeichnet, der den Menschen Logos, Schrift und Kunst gegeben hat, so dass sie keine Mängelwesen mehr sein mussten. „Metzeln, Morden, Meucheln, Töten“ erklingt es stakkatohaft im ansonsten italienisch gesungenen „Testosteron Sklaven“, dessen ätzende Botschaft zu politisch für das letzte Album war, für das es eigentlich gedacht war. Auf den Strudel aus Ambient, Rock und Neuer Musik folgt mit „Biancissimo“ &#8211; „Das weißeste Weiß“ und somit ein Gegenpol zum letzten Albumtitel „Nerissimo“ &#8211; mit seinem fast besinnlichen Gitarren- und Streicherklängen ein harmonischer Ausklang.</p>
<p>Es geht also weiter. Ob sie die anderen Jahreszeiten auch noch in derart verdichteten EPs abarbeiten werden – ich hätte nichts dagegen, erst recht nicht, wenn dazwischen, wie gehabt, jeweils noch ein Album käme. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Spècula Records</strong></p>
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		<title>X-TG: Desertshore / The Final Report</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 09:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/artworks-000032775208-1tgv1i-original.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6001" title="Layout 1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/artworks-000032775208-1tgv1i-original-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon die Re-Formation Throbbing Gristles im Jahr 2004 nach der Terminierung der Mission im Jahre 1981 war eigentlich ein Affront, ein zum Scheitern verurteilter Versuch, denn Throbbing Gristle waren immer mehr als nur die Musik. Von Anfang an ging es (auch) um das Außermusikalische, die Transgression, den Schock, der sicher eine ebenso wichtige Rolle zur Bildung der „Legende“ (David Henderson in Sounds) beitrug, wie diese „Musik der Unbefugten“ (G. Brus). Ganz häretisch könnte man sagen, dass die Geschichte (durchaus doppeldeutig zu verstehen) Throbbing Gristles vielen Rezensenten geläufiger war als die Musik. Gegen diese These spricht auch nicht der (erfolgreiche) <a href="http://www.guardian.co.uk/music/2003/jan/01/artsfeatures.popandrock ">Versuch</a> eines Journalisten 24 Stunden am Stück die Musik der Band zu hören.<span id="more-5999"></span></p>
<p>Wenn in der aktuellen Testcard ein Autor räsoniert, dass das Werk der Band „bis heute im Gegensatz zu vielen anderen Avantgarden seine Halbwertszeit als schockierendes Manifest einer emanzipatorischen Provokation nicht ansatzweise überschritten hat, noch immer Schmerzen bereitet, ins Fleisch zu schneiden scheint“, dann wird deutlich, wie hoch jenseits des rein klanglichen Gehalts die Erwartungen an eine Band sind, die, wie hinlänglich bekannt, einmal als „Zivilisationzerstörer“ tituliert wurden und ein ganzes Genre (mit)erfanden. Dieses Insistieren auf der epochalen Leistung des Quartetts spiegelt sich auch in den Linernotes zum aktuellen, finalen Album der (geschrumpften) Band wieder, wenn Dan Fox schreibt: „[Throbbing Gristle were] „beacons at the extreme co-ordinates of art, performance and sound, witnesses to the darkness of GB 1977-2012“.</p>
<p>Versucht man sich aber auf den musikalischen Gehalt der Auftritte und Veröffentlichungen der letzten Jahre zu konzentrieren, so sieht die Bilanz meines Erachtens nicht schlecht aus. Schon auf „TG Now“, der EP, die die Rückkehr einläuten sollte, gelang es der Band, eine unruhige, durchaus minimale Form irritierender elektronischer Musik zu erzeugen, die verdeutlichte, dass es die Band geschafft hatte, ihre ganz eigene Klangsprache und ihre Ursprungsideen ins 21. Jahrhundert zu übertragen. Und auch wenn auf allzu große textliche und musikalische Schockeffekte verzichtet wurde, so war die Musik noch immer verstörend – nicht nur dann, wenn durch Lautstärke und Frequenzen die Wände der Volksbühne in Berlin zum Vibrieren, zum <em>Pulsieren</em> gebracht wurden. Auch wenn natürlich die auf der Bühne aufgeklappten Macbooks für <a href="http://analogue-heaven.1065350.n5.nabble.com/My-Throbbing-Gristle-Live-Review-td81852.html">manche</a> nicht das gleiche Distinktionspotential hatten wie die <a href="http://www.synthtopia.com/content/2011/04/12/chris-cosey-interview-throbbing-gristle/">selbstgebauten</a> Synthesizer und Protosampler, die in der Vergangenheit die Bühnen zierten.</p>
<p>Das erneute Zerwürfnis und die Entstehungsgeschichte des neuen Albums, das nun unter dem Namen X-TG veröffentlicht wird sowie der über <a href="http://pitchfork.com/news/47992-genesis-p-orridge-and-chris-carter-in-twitter-feud-over-upcoming-throbbing-gristle-album/">Twitter</a> ausgetragene Disput zwischen P. Orridge auf der einen und Chris und Cosey auf der anderen Seite sind hinlänglich dokumentiert und sollen hier keine große Rolle spielen. Dass das ursprünglich von Peter &#8220;Sleazy&#8221; Christopherson initiierte „Desertshore“-Projekt jetzt ohne P.Orridge erscheint, mag nicht jedem zusagen, aber wer sich die ursprünglichen(öffentlich durchgeführten) <a href="http://tg.greedbag.com/buy/the-desertshore-installation/">Sessions</a> aber anhört, der wird feststellen, dass damals Sleazy schon zu Beginn der Aufnahmen dem Publikum mitteilte, Genesis höre die Musik an jenem Tag zum ersten Mal. Das mag einerseits ein nettes Kokettieren mit der oftmals antimusikalischen Herangehensweise der Band gewesen sein -ähnlich wie damals behauptet wurde, Monte Cazazza habe beim Einspielen seiner Aufnahmen für Industrial Records seinen eigenen Vortrag nicht gehört, da er Kopfhörer getragen habe-, war aber auch schon ein Hinweis auf die Arbeitsteilung innerhalb der Band und die letztlich schon damals immer geringere Rolle P-Orridges bei der musikalischen Gestaltung. Auf dem nun erschienenen Album findet sich keine Spur mehr von seinem Gesang, sondern eine Reihe von Gastsängern interpretieren die Songs von Nicos vielleicht bestem Album, auf dem ihr tiefer Gesang, ihr Harmoniumspiel und John Cales Produktion eine perfekte Synthese eingingen.</p>
<p>War das Brian Jones gewidmete „Janitor of Lunacy“ im Original von einer teutonischen Schwere durchzogen, so situiert Antony mit seinen mulitgetrackten Vocals das Stück irgendwo im Äther, transzendiert das Original. Die Elektronik pulsiert dezent, zwischendurch setzt kurzzeitig Coseys Kornet ein, spielt inmitten der elektronischen Landschaft die Melodie, die Nico auf ihrem Harmonium intonierte. Das ist vielleicht einer der stärksten Tracks des Albums, auch wenn (oder gerade weil) die Stimmung doch eine ganz andere ist. Wie Streicher klingende Elektronik leitet das von Blixa Bargeld gesungene „Abschied“ ein. Dumpfes Pochen gibt den Rhythmus vor, im Fokus steht dann aber ganz klar Bargeld, der den Text zurückhaltend vorträgt. An mehreren <a href="http://www.brainwashed.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9492:x-tg-qdesertshorethe-final-reportfaet-narokq&amp;catid=13:albums-and-singles&amp;Itemid=133">Stellen</a> ist schon auf Sasha Grays (misslungene) Interpretation von „Afraid“ hingewiesen worden und tatsächlich: Insbesondere verglichen mit dem Original klingt Greys Stimme farblos, es scheint, als wolle sie besonders sinnlich wirken, insgesamt ist das aber ähnlich blutleer wie ihr Auftritt in Soderberghs „Girlfriend Experience“. Marc Almond, der auf seinem Album „The Stars We Are“ mit Nico das Duett „Your Kisses Burn“ gesungen hatte, interpretiert nun „The Falconer“ mit dunkler Stimme, ganz so, als wolle er sich Nicos Timbre anschließen. Almond gelingt hier eine Art von Sinnlichkeit, an der Sasha Grey sich vergeblich versucht. Musikalisch ist dieses Stück vielleicht das melodischste des ganzen Albums. Sperrige Geräusche dagegen leiten Coseys Version von „All That is My Own“ ein und bizarrerweise klingt ihre Stimme auf dem recht treibenden Stück tatsächlich entfernt an Christa Päffgen. „Mütterlein“ wird von einem recht klaren Beat durchzogen, Bargelds Vortrag ist fast aggressiv, atonale Elemente brechen ein, die Trauer des Originals weicht hier einem fast verzweifeltem Zorn. Das vielleicht am industriellsten klingende Stück auf diesem Album ist das von Gaspar Noé interpretierte „Le Petit Chevalier“, das ursprünglich von Nicos kleinem Sohn gesungen wurde. Noés verzerrte Stimme weckt allerdings zu starke Assoziationen an wenig inspirierte Epigonen. „My Only Child“, mit Cosey am Mikro, ist melodisch und man hört vereinzelt Klänge, die an die Spätphase Coils erinnern. Abgeschlossen wir das Album von dem Track „Desertshores“: Inmitten der verhallten Pianoklänge hört man das Flüstern der Freunde Sleazys, die dem Verstorbenen zurufen: „Meet me on the desertshore“.</p>
<p>Mindestens ebenso interessant wie diese Neu- und Reinterpretation von Nicos Album ist das völlig eigene Material, das aus den letzten Sessions von Sleazy, Chris und Cosey stammt und hier – an frühe Throbbing Gristle-Alben anspielend und gleichzeitig das endgültige Ende in Worte fassend- „The Final Report“ heißt. Das Eröffnungsstück „Stasis“ gibt den Ton vor: Aus Pochen, Stampfen, Störgeräuschen wird unangenehme, dystopische Musik erzeugt. „Emerge to Space Jazz“ klingt so wenig nach Jazz wie es das dritte Album der Band tat, auch wenn Cosey Kornet etwas anderes zu verkünden versucht. Entfernt erinnern manche der Stücke an <a href=" http://africanpaper.com/2012/03/31/carter-tutti-void-transverse/">&#8220;Transverse&#8221;</a>,  das Album, das Chris und Cosey mit Nick Void eingespielt haben . „Um Dum Dom“ fällt etwas aus dem Rahmen, erinnert es doch an Sleazys recht harmonisches und positives Spätwerk. Zu tickendem Rhythmus und melodischen Passagen hört man Sleazys durch den Vocoder gejagte Stimme. Dieses Stück ragt von der Stimmung als kleiner Lichtblick aus der Tristesse heraus. Insgesamt aber ist &#8220;The Final Report&#8221; ein so beeindruckender wie bedrückender Soundtrack für einen Gang durch eine „Concentration City“ (J. G. Ballard), der verdeutlicht, wie vital diese Band noch immer ist/war. Das ist tatsächlich Industrial für das 21. Jahrhundert.</p>
<p>Der der limitieren Auflage beigelegte Remix von „Desertshore“, das Downloadalbum „<span style="font-family: Tahoma;">แฝดนรก </span>(Faet Narok)“, das als <a href="http://tg.greedbag.com/buy/-faet-narok-1/">„Evil Twin“</a>  bezeichnet wurde, ist ambienter, hier werden die Stimmen der Sänger an den Rand gerückt, werden verfremdet (auf Teil sechs klingt Blixa Bargeld fast wie Micky Maus), verlangsamt, sind nur noch ein Klangbaustein unter anderen.</p>
<p>Die bisherige Rezeption der Alben ist bislang (zu Recht) relativ positiv ausgefallen. Natürlich bringt man mit dieser Musik heutzutage keine Zivilisationen mehr zum Wanken, aber sie gehören zusammen mit den dieses Jahr veröffentlichten Alben der <a href="http://africanpaper.com/2012/10/04/swans-the-seer/">Swans</a> und Scott Walker &#8211; alles Künstler also, die seit mehreren Jahrzehnten aktiv sind- zu den aufregendsten Veröffentlichungen der letzten Monate und sind vielleicht eine angemessene Untermalung des von apokalyptischen Erwartungen durchzogenen Jahr 2012.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.industrial-records.com/">Industrial Records</a></strong></p>
<p><a href="http://x-tg.com/">X-TG</a></p>
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