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	<title>African Paper &#187; Brian Magar</title>
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		<title>THE OWLS ARE NOT WHAT THEY SEEM: Hearth</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 03:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei der Ausdifferenzierung/Fragmentierung der verschiedenen Spielarten randständiger Musik kann man sich kaum vorstellen, dass heute noch ein Sampler veröffentlicht würde, auf dem Asmus Tietchens neben Genocide Organ zu finden wäre. Gleichzeitig zeigen eine Vielzahl von Bands Hybridisierungstendenzen, wird z.B. Harsch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/01/07/the-owls-are-not-what-they-seem-hearth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/OWLSa0931504485_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13200" title="OWLSa0931504485_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/OWLSa0931504485_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong>Bei der Ausdifferenzierung/Fragmentierung der verschiedenen Spielarten randständiger Musik kann man sich kaum vorstellen, dass heute noch ein<a href="https://www.discogs.com/Various-Perpetual-State-Of-Oracular-Dream/release/105331"> Sampler</a> veröffentlicht würde, auf dem Asmus Tietchens neben Genocide Organ zu finden wäre. Gleichzeitig zeigen eine Vielzahl von Bands Hybridisierungstendenzen, wird z.B. Harsch Noise mit Black Metal, Power Electronics mit Dark Ambient kombiniert. <span id="more-13199"></span></p>
<p>Die aus Pennsylvania stammende Band The Owls Are Not What They Seem, die durch ihren Namen, der auf Lynchs dieses Jahr in die dritte Runde gehende Fernsehserie anspielt, auf den Einbruch des Mysteriösen, Dämonischen, Unfassbaren verweist, versucht sich auf „Hearth“ an Genre- und Gattungsgrenzen sprengender Musik, wenn auch nicht ganz so radikal wie das Gitarrist und Sänger Brain Magar zusammen mit Timothy Renner (der das Album gemastered hat) als<a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/"> Albatwitch</a> getan hat.</p>
<p>Der Name des ersten Titels „Conjuring“ ist Programm: Es dröhnt, man hört schleppende Perkussion, die so etwa klingt wie frühe Swans auf Psilocybin. „Remains of Your Ruin“ ist eine von harschen E-Gitarren und Noiseeruptionen durchzogene Doomnummer. Auf “Incantation” scheint es, als wolle sich ein Metalvokalist an Kehlkopfgesang versuchen (Attila Csihar kommt in den Sinn). „Decadence“ kombiniert Didgeridoo mit tribaler Perkussion, auf „Landfill“ geht Black Metal-Kreischen im dunklen Dröhnen unter, „Leech“ ist ein Soundscape aus unheimlichen Stimmen und Glöckchen, „Pinnacle“ eine unruhige, verdichtete Nummer aus Perkussion, atonalen Flöten und Eulenschreien. „Dark Escapes“ ist bedrückender Dark Ambient mit flüsternden Stimmen und vielleicht das atmosphärischste Stück des Albums. Auf insgesmt 16 Tracks dekliniert die Band durch, mit welchen Formen von Musik man eine bedrohliche, rituelle Atmosphäre erzeugen kann. Die Band selbst bezeichnet dann ihre Musik auch passenderweise als &#8220;Experimental ritual soundscapes&#8221;. Das von Rebecca Magar gestaltete Cover, das aussieht als habe ein Beksińskischüler sich mit einem Gigerfan zusammengetan, unterstreicht diesen Fokus noch einmal. (MG)</p>
<p>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Eleventh Key</a></p>
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		<title>TIMEMOTHEYE &amp; THE SPECTRAL LIGHT: Grave Needs</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2015 05:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10515" title="GraveNeeds_cover-1-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einem vor einiger Zeit veröffentlichten <a href="http://active-listener.blogspot.de/2014/08/the-silver-thread-stone-breaths-timothy.html">Interview</a> sprach Timothy Renner davon, dass das Introspektive von Stone Breath, die Thematisierung von Spiritualität, langsam an einen Endpunkt komme, sich sein Schreiben verändere und er gab zu, dass die politischen Texte, die er mit seinem Crossoverprojekt <a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/">Albatwitch</a> schreibe, augenblicklich von ihm als „dringender&#8221; &#8211; vielleicht möchte man sagen &#8220;drängender&#8221; &#8211; empfunden würden. <span id="more-10514"></span>Diese Hinwendung zu weltlicheren Themen wird mit Einschränkungen auch auf seinem neuem Soloalbum, auf dem er von alten (Sarada, AE Hoskin) und neuen (Brian Magar, Grey Malkin, Neddal Ayad, Jo Costgrove ) Weggefährten unterstützt wird, deutlich, z.B. bei der Wahl der Coverversionen: Das ursprünglich von Stone Breath auf dem Album „Twist of Thorn“ in anderer Form interpretierte Traditional „Johnny Has Gone For a Soldier“ bekommt hier durch den Einsatz von einer Snaredrum etwas Dringliches, verdeutlicht die Konsequenzen des In-den-Krieg-Ziehens für die Zurückgebleibenen und die am Krieg Beteiligten. Das u.a. durch Leonard Cohen bekannt gewordene „The Partisan“ wird aus der Sicht eines Mitglieds der französischen Resistance erzählt: „Oh, the wind, the wind is blowing/Through the graves the wind is blowing/Freedom soon will come/Then we&#8217;ll come from the shadow“. Die Texte zu den Stücken „Germinal“ und „Written in Red“ stammen von der amerikanischen Anarchistin <a href="http://dwardmac.pitzer.edu/Anarchist_Archives/bright/cleyre/worm.html">Voltairine De Cleyre</a>: „we battle to set men free“ heißt es auf letzterem, damit wird natürlich auch an die in „The Partisan“ zum Ausdruck kommende Haltung angeknüpft.</p>
<p>Aber auch bei den eigenen Stücken zeigen sich leichte Veränderungen. Zwar findet sich weiterhin eine Symbolik und Metaphorik, die das Werk des Amerikaners in den letzten Jahrzehnten geprägt hat: Es taucht die bekannte „Ghost-white stag“ auf („Grave Need“), aber wenn das Stück „Vampire“ mit einem Zitat Dick Cheneys eingeleitet wird, in dem der ehemalige Vizepräsident zum Thema Folter lapidar sagt<a href="(http://www.washingtonpost.com/blogs/plum-line/wp/2014/12/15/why-it-matters-that-dick-cheney-still-cant-define-torture/"> „All of the techniques that were authorized by the president were, in effect, blessed by the Justice Department opinion that we could go forward with those without, in fact, committing torture.“</a>, dann wird eindeutig(er), auf wen Zeilen wie „Here&#8217;s a stone for your mouth/ A stone to block your forked tongue“ gemünzt sind. Bei „Poppit“, auf eine Puppe mit magischen Kräften  verweisend, wirft über die Mächtigen gesagt: „They tax our dreams/All they&#8217;ll give to us is graves“, um aber am Ende die Drohung auszusprechen: „We&#8217;ll burn like lanterns/We&#8217;ll hang like stars/And we haunt them form our graves“.</p>
<p>Musikalisch ist das doppeldeutig betitelte Album (man denke an Shakespeares Mercutio, der nach der tödlichen Verwundung sagt: &#8220;Ask for me tomorrow, and you shall find me a grave man.&#8221;) wie eine Wanderung durch die lange Karriere Renners: Da gibt es die an The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree erinnernden vom Banjo geprägten Stücke („A Mirror For Death“, „The Mouthless Dead“), manche der reduzierteren Songs lassen an die von Renner mit seinem langjährigen musikalischen Partner Prydwynn eingespielte<a href="http://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/"> &#8220;Children of Hum&#8221;-EP</a> von Stone Breath denken, das perkussive und treibende „Dead Gods, Dead Masters&#8221; knüpft an das kurzlebige Projekt Crow Tongue an, aber auch Drones, die sich immer wieder im Werk Renners fanden, werden eingesetzt („A Dead Dreaming“, „Germinal (Version I)“).</p>
<p>War Renners 2012 erschienenes Soloalbum „Undeath“ relativ experimentell, so dekliniert er auf „Grave Needs“ auf insgesamt 27 Stücken, von denen jedes eine ausführliche Besprechung wert gewesen wäre, so in etwa jede Form des Folks durch und zeigt, welche Relevanz diese Musik haben kann: Dieses „geisterhafte Licht“, das Renner und seine Mitmusiker zum Scheinen bringen, erhellt weniger die Wiedergänger und Untoten, die in zunehmendem Maße die Bildschirme be- und entvölkern, als vielmehr die ganz realen Monster und Monstrositäten, die unsere Welt bedrohen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Lost Grave</a><a href="http://www.crucialblast.net/">/Crucial Blaze</a></strong></p>
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		<title>ALBATWITCH: If Corporations Are People, Why Don&#8217;t They Die?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 08:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Albatwitch-cora2844831711_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9704" title="Albatwitch cora2844831711_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Albatwitch-cora2844831711_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man mag manchmal den Eindruck haben, dass Personen, die ein spirituell geprägtes Weltbild haben oder ein Leben führen, in dem Metaphysik keine nur marginale Rolle zukommt, politisch nicht immer besonders scharfsinnig sind. Timothy Renner allerdings, dessen von christlichen und animistischen Ideen geprägte Band Stone Breath im wahrsten Sinne des Wortes die Avantgarde, die Speerspitze des Weird Folk darstellt(e), hatte schon mit seinem mit Brian Magar eingespieltem Albatwitch-Debüt <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">„Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings“</a> radikale Kritik an menschlicher Hybris, an naiver Technikgläubigkeit<span id="more-9702"></span> -paradigmatisch am Beispiel des Frackings &#8211; geäußert und man hatte den Eindruck, dass die beiden Musiker es für nötig hielten, dieses in verschiedensten Musik(form)en zum Ausdruck zu bringen, ganz so, also solle in einer konzertierten Aktion gezeigt werden, was alles notwendig ist, um sich gegen das Handeln der Eliten zu stellen &#8211; eine Vorgehensweise, die auf dem provokant und clever betiteleten Nachfolger weitergeführt wird.</p>
<p>Dabei finden sowohl zwischen den Liedern als auch innerhalb einzelner Stücke Genre-, Grenzüberschreitungen statt. Auf „If Corporations Are People, Why Don&#8217;t They Die? “ findet man ein aus Samples und Noise bestehendes Intro („Collateral Dmage“), eine ganze Reihe harscher Crustnummern („A Hand From the Sky“, „Terror Reign“, Freedom Industries, „Fed to the Wolves“, „Israel“), von Samples durchzogenen Feedbacknoise („Corporate Personhood“), mit „Corporate Corpse“ und „Red, White And Blindfolded“ Folkstücke, die auch auf einem der in den vergangenen Jahren veröffentlichten Stone Breath-Alben nicht deplatziert gewesen wären; das einminütige „The Lost And The Unfound“ klingt mit seiner kargen Perkussion und orientalischer Flöte ganz so, als hätten Stone Breath und Crow Tongue zusammen ein Stück eingespielt. „Pin“ kombiniert Renners so typisches Banjospiel mit verzerrter E-Gitarre, seinen dunklen Bariton mit Magars Keifen, das den einen oder anderen Schwarzmetaller locker in seine Schranken weist (dass Brian Magar nicht nur bei den Doomern von Layr spielt, sondern sich wahrscheinlich unter dem Projektnamen Denier auf den Pfaden Xasthurs bewegt, passt da gut). Auch auf dem spärlich instrumentierten „Mirror Tower“ ergänzen sich beide Stimmen gerade wegen des scharfen Kontrasts. Auf dem kurzen „Rattlesnake In The Rabbit&#8217;s Den“ wird Renners Gesang von E-Gitarren untermalt, das treibende „Support the Troops“ ist ein Metal/Folk-Hybrid mit Ohrwurmcharakter, das neunminütige „Monuments“ wird von düster-getragenen Harmoniumdrones und harschen Gitarren durchzogen. Und diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, schließlich enthält das Album insgesamt 18 Stücke.</p>
<p>Was beim Lesen vielleicht den Eindruck erweckt, hier werde krampfhaft versucht, scheinbar disparate Genres miteinader zu verknüpfen, dem sei gesagt, dass dieses Album musikalisch durchgängig funktioniert. Eine kleine Einschränkung kann man vielleicht bei den Texten machen, denn bei Musik, die engagiert ist und (dadurch bedingt)  einen gewissen appellativen Charakter hat, wird die Botschaft oft etwas direkt vermittelt und es besteht  die Gefahr der Reduktion von Komplexität auf Slogans. Zeilen wie diese aus der „Stars and Stripes“-Absage „Red, White And Blindfolded“ klingen dann auch etwas nach Platitüde (unabhängig von der Richtigkeit des Gesagten): „Go to war for their bottom line./Laws not love are your ties that bind,/Written by men who will never fight/But send the poor uncaring of their plight.“ Etwas, das in „Monuments“ wieder aufgegriffen wird: „See the generals upon their great mounts,/Looking solemn and pompous and proud,/ But let us not forget the bleak truth:/Wealthy men making pawns of the youth.“ Allerdings kann man darüber hinwegsehen, denn dass bei diesem wütenden, teils aggressivem Album die Poesie etwas verloren geht, ist der Thematik geschuldet und in Kombination mit der Musik funktionieren oben zitierte Zeilen dann auch dennoch hervorragend. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>ALBATWITCH: Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 07:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7637" title="Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Timothy Renner ist ruhelos. Obwohl die Wiederbelebung von Stone Breath vor einigen Jahren zu einer ganzen Reihe hervorragender Alben geführt hat, findet er immer wieder Zeit für Nebenprojekte. Politisch im eigentlichen Sinne konnte man Renners seit Mitte der 90er entstandenes Werk bislang nie nennen, viel eher waren all seine Bands und Projekte oftmals Widerspiegelungen einer spirituellen Weltsicht. Wenn überhaupt, dann könnte man sagen, dass seine Labelarbeit, seine sich dem Mainstream und marktstrategischen Überlegungen und Berechnungen weithin verweigernde künstlerische Tätigkeit und das kaum jemals auf sicheren Pfaden Verweilende („I took the [road] less travelled by“ könnte man in Anlehnung an Robert Frosts wohl berühmtestes Gedicht schreiben) natürlich für sich genommen schon ein Statement, eine klare Positionierung sind (eine ähnliche Überlegung wurde jüngst im Wire bezogen auf Wolf Eyes geäußert). <span id="more-7635"></span></p>
<p>Sein neues, mit Brian Magar (der u.a. bei der experimentellen Doomband LAYR spielt) ins Leben gerufene Projekt Albatwitch &#8211; das nach einer angeblich noch vor ein paar Jahrhunderten in Pensylvannia beheimateten affenartigen Kreatur benannt ist und Renners schon an anderer Stelle geäußertes Interesse an Kryptozoologie erneut verdeutlicht- ist nun erstmals ein relativ klares politisches Statement (gegen Fracking, gegen den Raubbau an der Natur)und vielleicht hat das auch dazu geführt, dass ihm bewusst wurde, wie nötig ein (etwas) anderes musikalisches Vokabular wurde, denn auch wenn auf dem Debüt Stücke sind, die sich ganz klar ins restliche Werk Renners einordnen lassen (das Titelstück oder auch „Liar&#8217;s Noose“ erinnern an Stone Breath-Aufnahmen, die instrumentalen Stücke „Floodwaters“ und „Nomads“ hätten vielleicht auch einen Platz auf Crow Tongues „Ditch Mix“-Serie gefunden), so hört man eben auch Klänge, die in dieser Form neu sind: so etwa harschen Noise („Break Apart“, „Dead Kings“, „Ascending Fire“), heftige Doom/Crust-Titel („Beneath the Flood“, „A.M.P.I.C.“), eine überraschend überzeugende Synthese aus traditionellem Banjospiel und harschen Riffs, die zu einem Folk/Black Metal-Hybrid wird („Rise!“) oder Post Black Metal („Frack-Ture“). Was beim Lesen vielleicht wie eine arbiträre und disparate Ansammlung klingt, entpuppt sich beim Hören als in sich geschlossenes Werk, in dem die ineinanderübergehenden Tracks mit ihren Kontrasten erstaunlich gut funktionieren und harmonieren. Vielleicht wird hier zum Ausdruck gebracht, dass verschiedenste Musik(en) nötig und möglich sind, um Widerstand zu leisten.</p>
<p>Auch textlich finden sich leichte Veränderungen. Auf „The Gods and the Apes“ wird die amerikanische Anarchistin Voltairine de Cleyre ausgiebig zitiert, die konstatiert: „You&#8217;ve laid the load of the strong on the helpless“, um dann die Drohung „What ye&#8217;ve sown, ye shall reap“ in Richtung der Mächtigen auszustoßen. Das schleppende „Hammer und Nail“ klagt die Gier („Their souls were sold twenty years ago for a bag full of silver or a fleeting glimpse of gold“) derjenigen an, die die Natur verwüsten  und in „A.M.P.I.C.“ wird die mehr als berechtigte Frage „Who constrols the Water? / Who constrols the food?“ gestellt. Dabei sind die Texte natürlich keine platte Agitation, sondern passen schon ins restliche Werk Renners, in dem oft animistische Vorstellungen einer belebten Natur zu finden waren. Hier wird durch das Wirken des Menschen eben diese zerstört, getötet. „There&#8217;s a tear in the heart of the Mother of us all.“ Selbst im Tod findet sie keine Ruhe, denn „they fracture her coffin with death machines“(„Frack-ture“). Es werden apokalyptische Szenarien beschworen: „Death follows on the reaper&#8217;s swing,/the vulture&#8217;s wing,/and bones roll down through fractured earth./Birth in reverse.“ wird mit verfremdeter Stimme auf „Black Waters Rise“, mit dem das Album ausklingt, intoniert, das den Optimusmus, der in (dem an Pete Seegers Interpretation orientierten) „Die Gedanken sind frei“- dem Opener des Albums &#8211; zum Ausdruck gebracht wurde, fast ad absurdum führt.</p>
<p>„Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings“ ist ein wütendes, streckenweise rabiates Album, das eine angemessene Reaktion auf die Hybris einer (vielleicht nur vermeintlich) naiven Technikgläubigkeit und einer scheinbar religiös legitimierten Vorstellung, man habe das Recht sich die Erde untertan zu machen, ist.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;">Label: <a href="http://lostgravefound.blogspot.de/">Lost Grave</a><br />
</span></p>
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