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	<title>African Paper &#187; Charles Aznavour</title>
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		<title>LITTLE ANNIE: With</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2025 03:23:14 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45393" title="with" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Betrachtet man die Karriere Little Annies, die irgendwann in den späten 70ern mit der halbobskuren Punkband Annie and the Asexuals begann, dann fallen v.a. zwei Dinge besonders ins Auge, nämlich ihre niemals chamäleonhaft wirkende Fähigkeit, sehr unterschiedliche musikalische Stile zu absorbieren und in ihre eigene stilistische DNA zu verwandeln, sowie ihre Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern, meist mit <span id="more-45391"></span>solchen, die selbst für ihre ganz eigenen musikalischen Visionen bekannt sind. Auf vielen ihrer Veröffentlichungen, die stilistisch zwischen Dub, Electronica sowie in Jazz und Chanson getauchten Torch Songs rangieren, haben Größen wie Anohni, Kid Congo Powers, Joe Budenholzer, Andrew WK oder Will Oldham ihre Auftritte, sie selbst war u.a. bei Marc Almond, Coil, Swans, Larsen, Andrian Sherwood, Current 93 und The Wolfgang Press zu hören, ihre Alben mit Baby Dee, Paul Wallfisch, Hiro Kone und anderen sind ein weiteres Kapitel. Mit der lakonisch &#8220;With&#8221; betitelten Compilation erschien nun eine Sammlung, die einige der bemerkenswertesten Kollaborationen von Little Annie aus über drei Jahrzehnten präsentiert und ihrer stilistischen Bandbreite Rechnung trägt.</p>
<p>Einige der hier vertretenen Songs gelten für Fans bereits als Klassiker, so etwa das live mit Marc Almond aufgenommene Duett „Yesterday When I Was Young“, eine wehmütige Interpretation des Stücks von Charles Aznavour, das beide bereits separat interpretiert hatten und die Annies Vorliebe für melancholische, zeitlose Torch Songs unterstreicht. Oder das komplett anders geartete, von der Stimmung her eher sarkastische &#8220;Things Happen&#8221;, ein dunkles, von House-Elementen durchzogenes Stück aus <a title="COIL: Love’s Secret Domain" href="http://africanpaper.com/2021/11/27/coil-loves-secret-domain/">Coils &#8220;Love’s Secret Domain&#8221; </a>(1991), dessen Lyrics ein fragmentiertes, fiebriges Szenario entwerfen, in welchem Erinnerungen, Alltagsbanalitäten und eine diffuse Bedrohung ineinanderfließen. Für viele war dieser dramatische Monolog die erste Begegnung mit Annies unverkennbarer, oft rauer und zugleich verletztlicher Stimme, die jedem Stil, jeder Instrumentierung ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt.</p>
<p>Auch ihre Zusammenarbeit mit Kid Congo Powers dem 2005er Pink Monkey Birds-Album &#8220;Philosophy and Underwear&#8221; zählt zu ihren besten Duetten &#8211; &#8220;The Weather The War&#8221; zeigt, dass Annies eindringliche Melancholie auch in bluesig-verwegener Gewandung nichts an Intensität einbüßt. &#8220;Isle of Weeping Ladies“ vom Album <a title="Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch" href="http://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">&#8220;A Bar Too Far&#8221; (2020) mit Paul Wallfisch</a> ist hingegen ein Paradebeispiel für Annies Talent als Interpretin tragischer, beinahe filmisch wirkender Songs von schummriger Beleuchtung. Die klagende, von einem Hauch Tom Waits inspirierte Stimmung verrauchter Bars zieht sich durch das gesamte Stück, dessen Stil auch auf in dieser Sammlung nicht berücksichtigen Alben wie &#8220;Songs from the Coalmine Canary&#8221;, &#8220;When Good Things Happen to Band Pianos&#8221; oder <a title="LITTLE ANNIE &amp; PAUL WALLFISCH: Genderful" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-paul-wallfisch-genderful/">&#8220;Genderful&#8221;</a> zu finden war. In diese Richtung geht auch <a title="LITTLE ANNIE AND BABY DEE: State of Grace" href="http://africanpaper.com/2012/11/24/little-annie-and-baby-dee-state-of-grace/">&#8220;State of Grace“, der Titelsong der gleichnamigen Zusammenarbeit mit Baby Dee (und Gastsänger Bonnie „Prince“ Billy</a>). Hier stehen Annies und Wills brüchige Stimmen im Vordergrund, begleitet von Dees klar gespieltem Klavier. Das Stück entwickelt sich von einer intimen, fast zerbrechlichen Atmosphäre zu einer eruptiven Eskalation.</p>
<p>&#8220;Lefrak City Limits&#8221; von Larsens &#8220;La Fever Lit&#8221;-Album (2008) zeigt eine andere Facette und offenbart sich als Stück mit cembaloartigen elektronischen Sounds, das sich langsam aufbaut, bis es in ein kraftvolles, fast cinematisches Arrangement mündet – einer von Annies großen Momenten, in welchem wuchtige Drums dominieren, ohne ihre Stimme aus dem vorderen Bühnenbereich zu drängen. &#8220;The Soul of August&#8221;, ein weiterer Track mit Paul Wallfisch, reiht sich in die Reihe der angejazzten Torch Songs ein, für die Annie im neuen Jahrtausend bekannt wurde. Zum Abschluss hält die Sammlung mit &#8220;Some Things&#8221; (ursprünglich &#8220;Some Things We Do&#8221;) von <a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/">Swans’ &#8220;To Be Kind&#8221;-Album (2014)</a> ein paar besonders intensive Momente parat. Annie und Michael Gira listen darin menschliche Handlungen auf, vom Alltäglichen bis zum Grausamen (Annie scheint diese panoramahaften Aufzählungen zu lieben und hat sie in dem Song &#8220;Freddie and me&#8221; bereits zum Exzess gesteigert), und lassen sie in einem wachsenden Strudel von Klangflächen, hibbeligen Pizzicati und verstörenden Cellostrichen kulminieren. Der Song verdichtet die menschliche Existenz in einer kargen, fast beängstigenden Weise, und selbst dass die Liebe darin das letzte Wort hat, entbehrt nicht einer gewissen Ambiguität.</p>
<p>Damit endet eine gelungene Zusammenstellung, die einen guten Einblick in eine von stilistischen Vielfalt geprägte Seite in Annies Werk bietet &#8211; oder genau genommen in zwei Seiten, denn <a title="Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed." href="http://africanpaper.com/2016/12/29/meditation-in-chaos-bildband-von-little-annie-bei-timeless-ed/">die Künstlerin, die auch als Malerin aktiv</a> ist, hat einmal mehr auch das Artwork beigesteuert. Dass &#8220;With&#8221; theoretisch auch als Sammlung auf zwei Scheiben erscheinen könnte, wenn man auch die ersten Torch Song-Alben auf Durtro Jnana und einige der anderen oben genannten Kollaborationen berücksichtigt hätte, sollte nicht als Wermutstropfen gelten, und wer weiß, vielleicht gibt es ja wirklich irgendwann mal einen zweiten Teil. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cold Spring</strong></p>
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		<title>ROMA AMOR: Occhi Neri</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 06:29:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Duo Roma Amor ist in unseren Breiten noch nicht so richtig bekannt geworden, und trifft man einmal jemanden, der die Gruppe kennt, dann sieht man sich oft mit vorschnell produzierten Fehlinformationen konfrontiert. Euski und Michele kommen weder aus Rom, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/03/31/roma-amor-occhi-neri/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/03/romaamorocchineri1.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-4082" title="romaamorocchineri" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/03/romaamorocchineri1.jpeg" alt="" width="166" height="150" /></a>Das Duo Roma Amor ist in unseren Breiten noch nicht so richtig bekannt geworden, und trifft man einmal jemanden, der die Gruppe kennt, dann sieht man sich oft mit vorschnell produzierten Fehlinformationen konfrontiert. Euski und Michele kommen weder aus Rom, noch hat der Stil der beiden mit Neofolk im engeren Sinne zu tun. Die beiden stammen aus der Region Emilia-Romagna und singen gelegentlich im Dialekt ihres Landstriches. Die Musik, die sie spielen, ist eine italienische Ausprägung des klassischen Torch Song. Bisweilen auch lupenreiner Chanson.<span id="more-4080"></span></p>
<p>Man könnte es sich leicht machen bei der Beschreibung ihrer Musik, denn die Songs sind gewollt einfach gestrickt, zumindest was ihre vordergründige Gestalt betrifft. Eine stimmungsvolle Quetschkommode und die klassische Zupfgitarre bilden das Hauptinstrumentarium, das nur an ausgewählten Stellen durch diverse Perkussions- oder Streichinstrumente bereichert wird. Auch Euskis Stimme ist stets eingängig, aber zugleich verweigert sich ihr Gesang jeder leichten Kategorisierung – ihr oft heißer klingendes Alt versprüht eine sanfte Wärme, und ist doch an vielen Stellen verraucht und herb, und schon deshalb passt ihre Musik, die die beiden in größeren Abständen auf die Bühne bringen, auch nicht an allzu gestylte Aufführungsorte. Roma Amor spielen eine Musik für leicht verwahrloste Kaschemmen, in denen der Staub auf den Gläsern und die vergilbten Porträts an den Wänden nur für unkreative Geister Obsoletheit offenbaren. Will das rote Licht, dass da aufblinkt, mich gerade vor der Retrokitsch-Falle warnen? Na dann soll es das mal, denn es gibt diese Fälle, bei denen das nicht stört und man nur „aber ja“ skandieren möchte.</p>
<p>Ihre Rückgriffe auf Vergangenes zeigen zugleich die Vielfalt dessen, was sich hinter Walzertakt und schlichter Melodie verbirgt: Italofolk der 60er, der große Jacques Brel und Musiker wie Émile Carrara. Auch die sogenannte Weltmusik von Ochtopus, Stilfremdes wie die Synthie Popper Japan und nicht zuletzt die autoerotischen Shanties des jungen Marc Almond. All dies sind Inspirationsquellen, zu denen die beiden sich offen bekennen, denn um eine spontane Coverversion als Konzertzugabe sind sie niemals verlegen. Dass bei ihren Shows gerne Ausschnitte aus Pupi Avatis „The House of the Laughing Windows“, dem wohl einzigen neorealistischen Giallo, gezeigt werden, symbolisiert ihren Platz zwischen allen Stühlen vielleicht am besten, und dass Michele mit seinen früheren Bands Dogs in Space und Homoplastik in der italienischen Punk- und Grindcoreszene unterwegs war, ist noch mal ein ganz anderes Kapitel.</p>
<p>Mit „Occhi Neri“ bringen die beiden gerade ihr drittes Studioalbum heraus – eine Sammlung von insgesamt zwölf Chansons in italienischer und französischer Sprache, die vom Instrumentarium her noch reduzierter wirken als die Songs auf dem letzten Longplayer „Femmina“ und alle eine Stimmung evozieren, die gekonnt die Balance zwischen derb und schmachtvoll aufrecht erhält. Der in Italienisch gesungene Titelsong erfüllt dieses Anliegen gleich perfekt, mit leidenschaftlicher Sehnsucht und nicht ohne eine desolate Note beizumischen besingt Euski die schwarzen Augen als (nicht vollends obskures) Objekt der Begierde, begleitet von sinnlich aufreizendem Kastagnettengeklapper. Micheles Gitarrenpicking ruft zu Beginn Erinnerungen an Charles Aznavours „La Mamma“ wach.</p>
<p>Es ist nicht das einzige Stück, das direkt aus den Sechzigern stammen könnte, auch das Nouvelle Vague-Feeling im schlicht &#8220;Mon Amour&#8221; betitelten Song versetzt den Hörer in das Paris einer interessanteren Zeit, als an der Saine das Kino, die Philosophie und einmal mehr der Chanson erneuert wurde. Gegen Ende wird das Stück immer ekstatischer und exaltierter, und dass hier ein berühmter Flame Pate gestanden haben könnte, erwähne ich nur am Rande. Der Märchenwalzer „Le Coeur Au Chaud“ präsentiert mit seinen traurigen Harmonien so etwas wie die Kehrseite dieser Euphorie und verweist (je nach Assoziation) vielleicht sogar auf eine noch ältere, vormoderne Zeit. Mein Französisch hat über die Jahre stark gelitten, aber ein heißes Herz, dass sich gerne mal mit einem Glas Bier abkühlt scheint in dem Text der anrührenden Ballade eine besondere Rolle zu spielen. Verbindendes Element ist stets das strömende Akkordeon, das immer wieder wie ein breiter Pinselstrich das Tableau durchzieht.</p>
<p>Im Unterschied zu Vorgängeralbum, das sich unterschiedlichen Frauenbildern im Italien des 20. Jh. widmete, bleibt „Occhi Neri“ thematisch offener. Das Liebesmotiv hält die Platte als vages Konzept zusammen, ebenso sehr die ungefähr gleiche Verteilung der beiden Sprachen. „A Te Che Mi Vinci“ und „Disertore“ erfassen die Liebe auf eine sehr italiensiche Art, leidenschaftlicher Freudentaumel im einen Stück wird im anderen durch einen etwas abgeklärteren (aber ebenso feierlichen) Ton geerdet. Ein ähnliches Kontrastbild auf Französisch erschaffen das getragene „Melancholie“ und das aufwühlende „Elle Est Seule“. Im letzten Drittel der Platte gibt es Momente, die das europäische Klangbild transzendieren und dezente Latinoelemente einbeziehen – was jedoch auf einen kulturellen Veredelungsvorgang referiert, der sich irgendwann in der zweiten Hälfte des 20. Jh. wie selbstverständlich vollzog – es ist die Passgenauigkeit, die einen Charles Aznavour und Astrud Gilberto in einem Atemzug nennen lässt, oder eben Paolo Conte und Astor Piezolla.</p>
<p>Freilich, Spötter hätten bei solcher Musik einmal mehr die heiß ersehnte Chance, ein Unkenkonzert anzustimmen – Retro, Vintage, Nostalgiepop, Eskapismus sind Begriffe, die es hageln könnte, wenn man vorschnellen Abtuern das Feld überlässt. Natürlich produziert die Retroindustrie viel musealen Schrott, der von Ideenarmut zeugt. Viele Künstler jedoch tragen auf kreative Art dazu bei, dass die Errungenschaften vergangener Musikströmungen nicht nur hinter Glas betrachtet werden müssen, sondern weiterleben und im besten Fall in ganz neue Bereiche führen. Neben großen Namen wie Little Annie und Marc Almond sollte im Buch des Torch Song, des Chanson und des dunklen Cabaret auch ein Platz für Roma Amor reserviert sein.</p>
<p><strong>Label: OEC</strong></p>
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