<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Christian Schoppick</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/christian-schoppick/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 05:13:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>ROUDI VAGOU / LÄUTEN DER SEELE: Taghelle Nacht</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/02/07/roudi-vagou-lauten-der-seele-taghelle-nacht/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/02/07/roudi-vagou-lauten-der-seele-taghelle-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 07:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Brannten Schnüre]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schoppick]]></category>
		<category><![CDATA[Läuten der Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Kremsreiter]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>
		<category><![CDATA[Roudi Vagou]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=49866</guid>
		<description><![CDATA[In den letzten Jahren hat Christian Schoppick zusammen mit Katie Rich als das Duo Brannten Schnüre, von dem zuletzt 2025 „Landschaft aus Tränen“ erschien, eine zutiefst originelle, kaum kategorisierbare Musik, die irgendwo zwischen Folk, Ambient und allerlei anderem zu situieren ist, gemacht. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/07/roudi-vagou-lauten-der-seele-taghelle-nacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/a4248904502_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49868" title="a4248904502_16" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/a4248904502_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den letzten Jahren hat <a href="https://africanpaper.com/tag/christian-schoppick/">Christian Schoppick</a> zusammen mit Katie Rich als das Duo<a href="https://africanpaper.com/tag/brannten-schnure/"> Brannten Schnüre</a>, von dem zuletzt 2025 „Landschaft aus Tränen“ erschien, eine zutiefst originelle, kaum kategorisierbare Musik, die irgendwo zwischen Folk, Ambient und allerlei anderem zu situieren ist, gemacht. Unter dem Projektnamen <a href="https://africanpaper.com/tag/lauten-der-seele/">Läuten der Seele</a> hat Schoppick eine Reihe weitgehend instrumentale, loopbasierte Alben veröffentlicht, <span id="more-49866"></span>wobei zuletzt noch auf dem großartigen Album <a href="https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/">„Unterhaltungen mit Larven und Überresten“</a> <a href="https://africanpaper.com/tag/novy-svet/">Novy Svets </a><a href="https://africanpaper.com/tag/jota-solo/">Jota</a> Vocals beisteuerte.  Im Namen des Projekts klingt fast schon ein Manifestmachen von etwas Nichtgreifbarem an, was sich letztlich auch in der Musik widerspiegelt.</p>
<p>Auf &#8220;Taghelle Nacht&#8221; teilt er sich ein Album mit Matthias Kremsreiter, über den auf der Seite der Münchener Kammerspiele zu<a href=" https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/8607-matthias-kremsreiter "> lesen</a> ist: „geboren 1993 in der deutschen Prärie, lebt in Berlin, studierte Philosophie und ist autodidaktischer Sounddesigner. Er spielt seit seiner Jugend in verschiedensten DIY-Bands und macht seit 2018 als Solokünstler unter seinem Pseudonym alibikonkret musikalische Experimente mit konventionellen sowie unkonventionellen Instrumenten.“ Erstmalig nimmt er nun auf „Taghelle Nacht“ unter dem Namen Roudi Vagou auf. Die ersten sieben Stücke stammen von ihm und direkt hört man eine enge Verwandtschaft zu Läuten der Seele, was die Stimmung und die Herangehensweise anbelangt.</p>
<p>Auf dem Titelstück kommen verrauschte, knisternde Streichersounds zusammen, man wird an einen Ballsaal zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert, es gibt Schläge auf ein Becken und Stimmen murmeln. Nach gut zwei Minuten ist dieser Ausflug in eine schemenhafte, geisterhafte Welt vorbei. „Halb So Schwer“ kombiniert eine getragene, traurige Geige mit Vogelgezwitscher. „Iss mich ganz auf“ ist durchzogen von Weinen, Schluchzen und die Aufnahme scheint zu leiern. „Grenzüberschreitung“ beginnt mit einem italienischen Sprachsample. Die neun Beiträge von Läuten der Seele beginnen mit „Komischer Anruf“, auf das Knistern des Ausgangsmaterials deutlich wird. Bei „Punkt Mitternacht“ meint man, ein Stapfen durch den Schnee zu hören, Stimmen tauchen auf, man hört ein Glockenspiel. <span style="text-decoration: underline;">Auf</span> dem 40-sekündigen Interludium „Nur für uns zwei“ hört man einen leiernden Schlagerloop („Heute ist ein Tag nur für uns zwei“). „Rathausdach“ ist ein Zusammenkommen von Fagott und etwas, das nach einem Spinett, klingt. Das entspannte „Ein Kitzeln in den Gräbern“ mischt Vogelzwitschern und Gesprächsfetzen.</p>
<p>Der scheinbar oxymoronische Titel, der laut Label verstanden werden will als Illustration  von „vignettes that revel in the cognitive dissonance and seductive magic of moonlight at midnight.“, trifft als Beschreibung auf die numinose Musik der beiden zu, denn die insgesamt 16 Stücke lassen sich in einem seltsamen Zwielicht verorten, das Schatten wirft. Das hier mitgedachte Mondlicht erleuchtet diese seltsame Zwischenwelt mit ihren schemenhaften Entitäten aber immer wieder. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=489527889/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2026/02/07/roudi-vagou-lauten-der-seele-taghelle-nacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LÄUTEN DER SEELE: Unterhaltungen mit Larven und Überresten</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 06:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Brannten Schnüre]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schoppick]]></category>
		<category><![CDATA[Jota]]></category>
		<category><![CDATA[Jota Solo]]></category>
		<category><![CDATA[Läuten der Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Nový Svet]]></category>
		<category><![CDATA[World of Echo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=49270</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Wir sind die, die vorsichtig an eure Tür klopfen, und wir grüßen euch freundlich&#8221; – sagt eine klare Frauenstimme gleich zu Beginn des vor einigen Wochen unter dem Titel &#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; erschienen Albums von Läuten der Seele, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/umluü.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49271" title="umluü" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/umluü-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>&#8220;Wir sind die, die vorsichtig an eure Tür klopfen, und wir grüßen euch freundlich&#8221; – sagt eine klare Frauenstimme gleich zu Beginn des vor einigen Wochen unter dem Titel &#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; erschienen Albums von Läuten der Seele, und schon ist man mittendrin in diesem seltsamen Raum zwischen Ankunft und Abschied, zwischen Larven, die sich regen, und Überresten, die <span id="more-49270"></span>noch flüstern. Dann winken einem dieselben Stimmen am Ende aus der Ferne zu, als wären sie längst hinausgetreten und hätten nur kurz hereingeschaut.</p>
<p>Das Album, das der hinter dem Projekt stehende Christian Schoppik, bekannt auch von seinem Stammprojekt <a title="BRANNTEN SCHNÜRE: Aprilnacht" href="https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/">Brannten Schnüre</a>, diesmal zusammen mit <a title="JOTA SOLO: Nessuno" href="https://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">Jota Solo</a>, bekannt von <a title="NOVÝ SVĚT: DeGenerazione" href="https://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">Nový Svět</a> und vielen weiteren Abenteuern, aufgenommen hat, besteht aus vierzehn meist kurzen Stücken, die wohl primär aus Feldaufnahmen, Instrumentalsamples und Jotas selbst im Flüsterton markanter Stimme zusammengesetzt sind. Die Musik bewegt sich im weiten Feld zwischen kollageartigen Szenarien, bisweilen fragmentiertem Gesang und plötzlichen Brüchen, Verschiebungen, Richtungswechseln. Kinderstimmen, Vögel, Wind, summende und fiepende Sounds und Musikzitate, die von alten Platten gesamplet scheinen, reichen sich die Klinke in die Hand und lassen die Musik wie ein surreales Hörspiel anmuten, das nie richtig greifbar wird, aber dennoch – vielleicht durch eine organisch wirkende Grundstruktur &#8211; wie von Gespensterhand zusammengehalten wird.</p>
<p>Das eröffnende &#8220;Anklopfen&#8221;, passend betitelt, beginnt mit besagter Frauenstimme und kippt alsbald mittels dissonanter werdender Hintergrundgeräusche ins Unheimliche, vielleicht auch, weil das anklopfende Wir unklar bleibt. Das die zweite Seite eröffnende &#8220;Hinaustreten&#8221; nimmt den Faden später wieder auf: &#8220;Wir sind die, die schon lange zur Tür hinausgegangen sind und wir winken euch aus der Ferne zu&#8221; – nun weht Wind durch leere Schalen und Schneckenhäuser, ein Sommer wird erinnert, doch alles entpuppt sich als Traum und endet in offenen Mündern voller Sand und Erde.</p>
<p>Dazwischen und drumherum entfalten sich die eigentlichen Unterhaltungen. &#8220;Wir Zwei Allein&#8221; und &#8220;Das Alles Dass&#8221; verbinden barock anmutenden Mezzosopran, Kinderstimmen, Walzerfragmente, Akustikgitarre und allerlei hoch piepende Sounddetails mit Jotas grummelndem Wiener Hochdeutsch. &#8220;Du bist alles, was ich brauch&#8221; und &#8220;Du bist die Luft und das Immergrün&#8221;  heißt es schwebend über summenden, fiependen und tempomanipulierten Geräuschen. &#8220;Keinen Mund&#8221; stapelt exotische Flöten, brummende Dröhnung und heiteres Vogelzwitschern zu einem reizvollen Durcheinander, das Jotas Geständnis (&#8220;Ich will dich küssen&#8221;) trägt. &#8220;Schiffbruch&#8221; steigert sich ins Bedrohliche, mit fernem Klagen und allen Anzeichen wachsender Furcht.</p>
<p>&#8220;Komplette Fragmente&#8221; setzt dem Thema Vergänglichkeit, das sich wie ein roter Faden (nicht nur) durch diesen Track zieht, eine leise Pointe voran: &#8220;Alles wie immer&#8221; – die ständige Veränderung wird zur einzigen Konstante, Gitarren, Violinen und vielleicht Klarinetten hüllen die Zeilen &#8220;das Leben ist vergangen als hätte ich nie gelebt&#8221; in eine anrührende Hülle. &#8220;Letzte Lichter&#8221; lenkt die versteckte Kamera, anfangs noch unter Kratzen und Rauschen, auf die dunkel werdende Nachbarschaft vor dem Fenster, während &#8220;Grüne Fassaden&#8221; hektisches Geraschel und Zeitraffereffekte in eine besinnliche Melodie münden lässt und Stadtflucht beschwört: Hamburg, Berlin, Betonwüsten hinter einer vital scheinenden Fassade – wir ziehen davon. Das zwischen Fremdscham und ehrlicher Trauer changierende &#8220;Schein und Haben&#8221;, das mich vielleicht durch Zufall an Nový Světs &#8220;Got it!&#8221; von der &#8220;Fin.Finito.Infinito&#8221;-Reissue denken ließ, schunkelt gebrochen zwischen Streichern, Möwenschreien und Glockenspiel.</p>
<p>Im kurzen, schwindelerregenden &#8220;Sal&#8221; krächzt und keift sich Jota, wie man ihn von früher her kennt, auf Spanisch die verwundete Seele aus dem Leib, &#8220;Augen Auf!&#8221; kontrastiert heitere Kinderstimmen mit melancholischem Brummen und Sätzen wie &#8220;die Felle, sie schwimmen dir davon&#8221;. &#8220;Ondas&#8221; tastet sich mit fragmentierter Stimme, klimpernden Geräuschen und einer gedämpften Trompete voran, die sich in eine Duduk oder Nej zu verwandeln scheint. Das chorartige &#8220;Ein Englisches Lied&#8221; bäumt sich noch einmal (melo)dramatisch auf und setzt, begleitet von einem strömenden Akkordeon und motorischen Brummen den Schlusspunkt.</p>
<p>Margot Benetti beschreibt das Album in den Liner Notes als eine Art Live-Übertragung aus einem Riss in einer Mauer – aus jenen schmalen Spalten, in denen eine andere, höchst feinsinnig fabrizierte Wirklichkeit steckt. Die Musik fühlt sich tatsächlich so an: als würde man in winzige, verborgene Zwischenbereiche hineinhören, in denen sich etwas regt, das längst vergangen oder noch nicht ganz entstanden ist. Überreste eben und Larven.</p>
<p>&#8220;Unterhaltungen mit Larven und Überresten&#8221; ist vom leisen Anklopfen ein intensives, trotz seiner anrührend-organischen Klanggestalt oft beunruhigendes Werk, das aus Fragmenten eine eigene, geschlossene Welt baut. Wer die früheren Läuten der Seele-Veröffentlichungen kennt, findet hier durch Jota Solos Stimme eine neue Direktheit und eine andere Art emotionaler Tiefe, ohne dass der typisch &#8220;angefolkte&#8221; Schleier aus Stimmungen, Geräuschen und instrumentellen Details verloren geht.</p>
<p><strong>Label: World of Echo</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2768115246/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
