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	<title>African Paper &#187; Cold Spring</title>
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		<title>400 Lonely Things: Doppelveröffentlichung auf Cold Spring</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2026 03:57:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[400 Lonely Things]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei Cold Spring Records erscheint eine Doppel-CD, auf der Craig Varian zwei eng miteinander verbundene Veröffentlichungen seines Projektes 400 Lonely Things zusammenführt: &#8220;Creature Comforts&#8221; und &#8220;Why I Went To The Woods&#8221;. Beide Alben werden gemeinsam veröffentlicht, da sie laut Label &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/21/400-lonely-things-doppelveroffentlichung-auf-cold-spring/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Cold Spring Records erscheint eine Doppel-CD, auf der Craig Varian zwei eng miteinander verbundene Veröffentlichungen seines Projektes 400 Lonely Things zusammenführt: &#8220;Creature Comforts&#8221; und &#8220;Why I Went To The Woods&#8221;. Beide Alben werden gemeinsam veröffentlicht, da sie laut Label als zwei Seiten derselben Medaille gedacht sind und auf unterschiedliche Weise auf denselben historischen Moment reagieren.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/400lt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49844" title="400lt" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/400lt.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49843"></span></p>
<p>&#8220;Creature Comforts&#8221; ist als Soundtrack zu einem imaginierten, isolierten Ausnahmezustand angelegt. Die Stücke arbeiten mit stark verdichteter Melancholie, verstörenden Momenten und kindlichen Fragmenten und erzeugen Gefühle von Verlust, Orientierungslosigkeit und unterschwelliger Bedrohung. Dem gegenüber steht &#8220;Why I Went To The Woods&#8221;, das sich, wie es im Begleittext heißt, bewusst aus der Gegenwart zurückzieht und in fiktionale, hauntologisch geprägte Vorstellungsräume führt. Ausgangspunkt sind idealisierte Bilder psychedelischer Folkszenarien sowie nächtliche, unheimliche Waldszenarien. Die Musik speist sich aus verfremdeten akustischen Gitarren, Flötenmotiven, wortlosen Stimmen, Naturaufnahmen, analogen Synthesizern und starkem Tape-Einsatz. Das Material greift auf verschiedene historische Stile und Medienfragmente zurück und formt daraus bewusst künstliche Erinnerungsbilder zwischen Idylle und Unruhe. Beide Alben sind weniger narrativ miteinander verbunden als durch ihre Funktion als unmittelbare, emotionale Reaktionen auf persönliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Die Musik ist auch zum Download erhältlich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=528860598/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Der Golem: Neuer Soundtrack des Stummfilmklassikers von Hermann Kopp</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 06:09:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cold Spring]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Kopp]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Wegener]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 20. Februar erscheint bei Cold Spring mit &#8220;Der Golem&#8221; ein neuer Filmsoundtrack von Hermann Kopp auf CD und zum Download. Die Musik entstand als zeitgenössische Neubearbeitung zu Paul Wegeners expressionistischem Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1920, der einzigen vollständig erhaltenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/03/der-golem-neuer-soundtrack-des-stummfilmklassikers-von-hermann-kopp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Februar erscheint bei Cold Spring mit &#8220;Der Golem&#8221; ein neuer Filmsoundtrack von Hermann Kopp auf CD und zum Download. Die Musik entstand als zeitgenössische Neubearbeitung zu Paul Wegeners expressionistischem Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1920, der einzigen vollständig erhaltenen Fassung des Stoffs. Kopp komponierte und realisierte die Musik mit Violine, Bratsche sowie elektronischen und synthetischen Klängen. <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/dergolem.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49795" title="dergolem" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/dergolem.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49794"></span></p>
<p>Der Score verleiht dem Film eine zeitgemäße, stellenweise raue und geräuschhafte Note, ohne die esoterische und geheimnisvolle Dimension des Golem-Mythos aus der jüdischen Folklore aus dem Blick zu verlieren. Die Handlung, angesiedelt im mittelalterlichen Prager Ghetto, kreist um die aus Lehm geschaffene Figur, die durch magische Mittel zum Leben erweckt wird und als Schützer und Rächer fungiert. Hermann Kopp ist seit den 70ern als Komponist und Interpret nicht nur im Filmbereich aktiv und entwickelte früh einen eigenständigen Stil zwischen minimalistischem Songformat, Elektronik und surrealen Texten. Breitere Bekanntheit erlangte er durch seine Zusammenarbeit mit Jörg Buttgereit. Seither veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten auf internationalen Labels, u.a. Galakthorroe. Das Mastering von &#8220;Der Golem&#8221; übernahm Martin Bowes, Design stammt von Abby Helasdottir.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=914067578/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Soundtrack zu Pasolinis Salò auf Cold Spring</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 06:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cold Spring]]></category>
		<category><![CDATA[Ennio Morricone]]></category>
		<category><![CDATA[Pier Paolo Pasolini]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Cold Spring erscheint erstmals der Soundtrack zu Pier Paolo Pasolinis Film &#8220;Salò, oder die 120 Tage von Sodom&#8221;. Die Musik steht in bewusstem Gegensatz zu den brutalen Bildern des Films und verbindet klassische Kompositionen von Bach, Chopin, Orff, Puccini &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/30/soundtrack-zu-pasolinis-salo-auf-cold-spring/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Cold Spring erscheint erstmals der Soundtrack zu Pier Paolo Pasolinis Film &#8220;Salò, oder die 120 Tage von Sodom&#8221;. Die Musik steht in bewusstem Gegensatz zu den brutalen Bildern des Films und verbindet klassische Kompositionen von Bach, Chopin, Orff, Puccini und Graziosi mit Ennio Morricones den Rahmen bildenden Arbeiten. Der Soundtrack folgt der inneren Dramaturgie des Films, beginnt mit Morricones &#8220;Son Tanto Triste&#8221;, führt durch melancholisch gebrochene Passagen und bezieht auch düstere Gesangseinlagen der Darsteller ein. Ergänzt wird das Programm durch Morricones Abschiedsstück &#8220;Addio a Pier Paolo Pasolini&#8221;, das nach Pasolinis Ermordung kurz vor der Filmpremiere entstand und in die endgültige Fassung aufgenommen wurde.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/salo.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49765" title="salo" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/salo.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49764"></span></p>
<p>Pasolini wandte sich, so erfährt man im Begleittext des Labels, mit diesem Film bewusst gegen die von ihm selbst mit ausgelöste Welle des Exploitationkinos und griff auf de Sade als radikalste Denkerfigur zurück. Pasolinis Lesart von &#8220;Die 120 Tage von Sodom&#8221;, erweitert um Motive aus Dantes &#8220;Inferno&#8221;, versteht sich als schonungslose Analyse von Macht, Faschismus und moralischer Zerstörung &#8211; eine Herangehensweise, die seine Arbeit trotz signifikanter Unterschiede mit dem etwas früher erschienenen Kapitel in Adornos und Horkheimers &#8220;Dialektik der Aufklärung&#8221; gemein hat. Pasolinis Satz &#8220;Die einige Anarchie ist Macht&#8221; fungiert dabei als ideeller Kern dieser letzten Arbeit. Der Soundtrack wird in einigen Tagen als CD sowie als auf 500 Exemplare limitierte LP auf blutrotem Vinyl veröffentlicht. Alle Ausgaben enthalten zusätzlich die Bonusaufnahme &#8220;The Salò Haunted Suite&#8221;.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1268951763/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Blind Sublime: Andrew Ostlers neues Album auf CD</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2025 05:37:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrew Ostler]]></category>
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		<category><![CDATA[Expert Sleepers]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#8220;The Blind Sublime&#8221; legt Andrew Ostler ein neues Werk vor, das seine Entwicklung hin zu orchestraler Dichte, Choralparts und subtiler Klanggewalt konsequent weiterführt. Das ursprünglich bereits im Herbst in kleiner Vinylauflage auf seinem eigenen Label Expert Sleepers erschienene Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/05/06/the-blind-sublime-andrew-ostlers-neues-album-auf-cd/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;The Blind Sublime&#8221; legt Andrew Ostler ein neues Werk vor, das seine Entwicklung hin zu orchestraler Dichte, Choralparts und subtiler Klanggewalt konsequent weiterführt. Das ursprünglich bereits im Herbst in kleiner Vinylauflage auf seinem eigenen Label Expert Sleepers erschienene Album wird in den kommenden Tagen erstmals von Cold Spring auf CD veröffentlicht, im matt laminierten Digipak mit Artwork von Carl Glover. Die vier Kompositionen setzen auf eine fragile Balance aus ruhigen, atmenden Drones, tiefem Holzbläserklang, modularer Elektronik und mehrstimmigen Chorpassagen. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/theblindsublime.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46162" title="theblindsublime" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/theblindsublime.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-46161"></span></p>
<p>Während sich die ersten drei Stücke – &#8220;Affirmation&#8221;, &#8220;Confession&#8221; und &#8220;Adoration&#8221; – zwischen hypnotischer Elektrifiziertheit und meditativer Konzentration entfalten, zeigt sich das abschließende &#8220;Meditation&#8221; als emotionaler Höhepunkt: hier verdichten sich die musikalischen Elemente zu massiveren Klangschichten und zu einem dramatischeren Ausdruck. Ostler arbeitet auf diesem Album mit einer ausgeprägten Sinnlichkeit für klangliche Texturen und Dynamiken. Die Arrangements bewegen sich zwischen Besinnung und Wucht, zwischen Zurückhaltung und kraftvoller Entladung. Dabei wirkt die Musik nie überladen, sondern bleibt in ihrer Struktur klar und nachvollziehbar. Ostler selbst zeichnet für Komposition, Aufnahme und Mischung verantwortlich und greift erneut auf Saxophon, modulare Synthesizer sowie eigene Orchester- und Chorarrangements zurück.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1907188709/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Reissue: Legendärer Konzertmitschnitt von Marc And The Mambas auf LP</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2025 04:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Strike Force Entertainment]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 8. August erscheint bei Cold Spring eine besondere Wiederveröffentlichung: &#8220;Three Black Nights Of Little Black Bites&#8221; dokumentiert die einzigen existierenden Live-Aufnahmen von Marc And The Mambas, einem Projekt, das Anfang der Achtziger von Marc Almond noch während seiner Zeit &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/05/05/reissue-legendarer-konzertmitschnitt-von-marc-and-the-mambas-auf-lp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 8. August erscheint bei Cold Spring eine besondere Wiederveröffentlichung: &#8220;Three Black Nights Of Little Black Bites&#8221; dokumentiert die einzigen existierenden Live-Aufnahmen von Marc And The Mambas, einem Projekt, das Anfang der Achtziger von Marc Almond noch während seiner Zeit bei Soft Cell ins Leben gerufen wurde. Die hier festgehaltenen Mitschnitte stammen von drei Konzerten im Duke of York’s Theatre im Londoner West End aus dem Jahr 1983 und gelten als künstlerischer Kulminationspunkt dieses kurzlebigen, aber einflussreichen Ensembles. Die Aufnahmen, ursprünglich 2012 auf Marc Almonds eigenem Label Strike Force Entertainment als CD/DVD-Kombination veröffentlicht und seit Langem vergriffen, erscheinen nun zum ersten Mal auf Vinyl, sorgfältig restauriert und neu gemastert von Martin Bowes. Grundlage waren VHS-Mitschnitte des verstorbenen Peter &#8216;Sleazy&#8217; Christopherson (Throbbing Gristle, Coil), die als einzige erhaltene Zeugnisse der Live-Existenz der Mambas gelten. Die neue Edition erweitert die Trackliste der CD-Erstveröffentlichung um zwei bisher nur auf DVD enthaltene Songs: &#8220;Près Des Ramparts De Séville&#8221; mit ausdrucksintensivem Kabarettgesang von Annie Hogan und das Brel-Cover &#8220;Jacky&#8221;, das Almond Jahre später in einer elektronischeren Version auf seinem Album &#8220;Tenement Symphony herausbringen sollte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/2blacknights.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46165" title="2blacknights" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/2blacknights.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-46164"></span></p>
<p>&#8220;Three Black Nights Of Little Black Bites&#8221; zeigt die Band auf der Höhe ihrer expressiven Radikalität zwischen barockem Drama, französischem Chanson, Vaudeville, Zirkusmusik und dunkler Folklore. Die Instrumentierung mit Streichern, Holzbläsern, Farfisa-Orgel und Percussion ist für die damalige Zeit ebenso unkonventionell wie die Stückauswahl. Marc Almonds Stimme bewegt sich dabei durch einen Raum zwischen zerbrechlicher Intimität und pathetischem Überschwang, oft begleitet von abgründigen Texten, die sich über flirrende Streicher legen. Die Mambas traten in wechselnder Besetzung auf, doch zentrale Figuren wie Annie Hogan, Steve Sherlock und Lee Jenkinson prägten ihren Sound ebenso wie die Streichergruppe The Venomettes, mit Anne Stephenson, Gini Hewes und Martin McCarrick, verstärkt durch Bill McGee und die Cellistin Audrey Riley. In diesem Karriereabschnitt war Almond so nah wie nie zuvor an der damaligen Avantgarde-Szene, gab Auftritte und machte Ausnahmen mit berüchtigten Musikern wie Foetus, Psychic TV oder Lydia Lunch auf &#8211; Verbindungen, die immer latent bestehen bleiben sollten, wie man dank späterer Kollaborationen mit Coil, Little Annie, Current 93, Michael Cashmore, Othon Mataragas, Ernesto Tomasini und anderen sehen konnte. Die Mambas waren Teil dieser dunkleren, experimentellen, bisweilen okkult eingefärbten Strömung und inhaltlich tief mit den Themen von Soft Cell verwandt, musikalisch aber breiter und opulenter angelegt. Die neue Vinyl-Edition erscheint in mehreren Varianten: als reguläres schwarzes 2LP-Set, in einer auf 350 Exemplare limitierten roten Version sowie in einer exklusiven, auf 150 Stück limitierten schwarz-roten Splatter-Edition, die nur direkt über Cold Spring erhältlich ist. Das Cover ziert das eigens für diese Edition entstandene Gemälde &#8220;Arise 2&#8243; von Val Denham, ergänzt durch Motive von Huw Feather und Fotografien von Peter Ashworth. Zusätzlich enthalten ist eine originalgetreue Nachbildung des 16-seitigen Konzertprogramms von 1983 sowie Almonds persönliche Rückschau auf diese intensiven Abende, die bereits Teil der CD/DVD-Edition von 2012 war. &#8220;Three Black Nights Of Little Black Bites&#8221; ist ein Dokument der Exzesse, der Brüche und der Schönheit eines Künstlers am Übergang – und zugleich ein unverzichtbares Zeitzeugnis für alle, die Marc Almonds Weg aus dem Popformat Soft Cell in das wilde, ekstatische Terrain der Mambas mit seiner blutroten Symbolfarbe nachverfolgen möchten.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2171028100/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>LITTLE ANNIE: With</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2025 03:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Annie Axiety]]></category>
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		<description><![CDATA[Betrachtet man die Karriere Little Annies, die irgendwann in den späten 70ern mit der halbobskuren Punkband Annie and the Asexuals begann, dann fallen v.a. zwei Dinge besonders ins Auge, nämlich ihre niemals chamäleonhaft wirkende Fähigkeit, sehr unterschiedliche musikalische Stile zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/29/little-annie-with/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45393" title="with" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Betrachtet man die Karriere Little Annies, die irgendwann in den späten 70ern mit der halbobskuren Punkband Annie and the Asexuals begann, dann fallen v.a. zwei Dinge besonders ins Auge, nämlich ihre niemals chamäleonhaft wirkende Fähigkeit, sehr unterschiedliche musikalische Stile zu absorbieren und in ihre eigene stilistische DNA zu verwandeln, sowie ihre Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern, meist mit <span id="more-45391"></span>solchen, die selbst für ihre ganz eigenen musikalischen Visionen bekannt sind. Auf vielen ihrer Veröffentlichungen, die stilistisch zwischen Dub, Electronica sowie in Jazz und Chanson getauchten Torch Songs rangieren, haben Größen wie Anohni, Kid Congo Powers, Joe Budenholzer, Andrew WK oder Will Oldham ihre Auftritte, sie selbst war u.a. bei Marc Almond, Coil, Swans, Larsen, Andrian Sherwood, Current 93 und The Wolfgang Press zu hören, ihre Alben mit Baby Dee, Paul Wallfisch, Hiro Kone und anderen sind ein weiteres Kapitel. Mit der lakonisch &#8220;With&#8221; betitelten Compilation erschien nun eine Sammlung, die einige der bemerkenswertesten Kollaborationen von Little Annie aus über drei Jahrzehnten präsentiert und ihrer stilistischen Bandbreite Rechnung trägt.</p>
<p>Einige der hier vertretenen Songs gelten für Fans bereits als Klassiker, so etwa das live mit Marc Almond aufgenommene Duett „Yesterday When I Was Young“, eine wehmütige Interpretation des Stücks von Charles Aznavour, das beide bereits separat interpretiert hatten und die Annies Vorliebe für melancholische, zeitlose Torch Songs unterstreicht. Oder das komplett anders geartete, von der Stimmung her eher sarkastische &#8220;Things Happen&#8221;, ein dunkles, von House-Elementen durchzogenes Stück aus <a title="COIL: Love’s Secret Domain" href="http://africanpaper.com/2021/11/27/coil-loves-secret-domain/">Coils &#8220;Love’s Secret Domain&#8221; </a>(1991), dessen Lyrics ein fragmentiertes, fiebriges Szenario entwerfen, in welchem Erinnerungen, Alltagsbanalitäten und eine diffuse Bedrohung ineinanderfließen. Für viele war dieser dramatische Monolog die erste Begegnung mit Annies unverkennbarer, oft rauer und zugleich verletztlicher Stimme, die jedem Stil, jeder Instrumentierung ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt.</p>
<p>Auch ihre Zusammenarbeit mit Kid Congo Powers dem 2005er Pink Monkey Birds-Album &#8220;Philosophy and Underwear&#8221; zählt zu ihren besten Duetten &#8211; &#8220;The Weather The War&#8221; zeigt, dass Annies eindringliche Melancholie auch in bluesig-verwegener Gewandung nichts an Intensität einbüßt. &#8220;Isle of Weeping Ladies“ vom Album <a title="Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch" href="http://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">&#8220;A Bar Too Far&#8221; (2020) mit Paul Wallfisch</a> ist hingegen ein Paradebeispiel für Annies Talent als Interpretin tragischer, beinahe filmisch wirkender Songs von schummriger Beleuchtung. Die klagende, von einem Hauch Tom Waits inspirierte Stimmung verrauchter Bars zieht sich durch das gesamte Stück, dessen Stil auch auf in dieser Sammlung nicht berücksichtigen Alben wie &#8220;Songs from the Coalmine Canary&#8221;, &#8220;When Good Things Happen to Band Pianos&#8221; oder <a title="LITTLE ANNIE &amp; PAUL WALLFISCH: Genderful" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-paul-wallfisch-genderful/">&#8220;Genderful&#8221;</a> zu finden war. In diese Richtung geht auch <a title="LITTLE ANNIE AND BABY DEE: State of Grace" href="http://africanpaper.com/2012/11/24/little-annie-and-baby-dee-state-of-grace/">&#8220;State of Grace“, der Titelsong der gleichnamigen Zusammenarbeit mit Baby Dee (und Gastsänger Bonnie „Prince“ Billy</a>). Hier stehen Annies und Wills brüchige Stimmen im Vordergrund, begleitet von Dees klar gespieltem Klavier. Das Stück entwickelt sich von einer intimen, fast zerbrechlichen Atmosphäre zu einer eruptiven Eskalation.</p>
<p>&#8220;Lefrak City Limits&#8221; von Larsens &#8220;La Fever Lit&#8221;-Album (2008) zeigt eine andere Facette und offenbart sich als Stück mit cembaloartigen elektronischen Sounds, das sich langsam aufbaut, bis es in ein kraftvolles, fast cinematisches Arrangement mündet – einer von Annies großen Momenten, in welchem wuchtige Drums dominieren, ohne ihre Stimme aus dem vorderen Bühnenbereich zu drängen. &#8220;The Soul of August&#8221;, ein weiterer Track mit Paul Wallfisch, reiht sich in die Reihe der angejazzten Torch Songs ein, für die Annie im neuen Jahrtausend bekannt wurde. Zum Abschluss hält die Sammlung mit &#8220;Some Things&#8221; (ursprünglich &#8220;Some Things We Do&#8221;) von <a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/">Swans’ &#8220;To Be Kind&#8221;-Album (2014)</a> ein paar besonders intensive Momente parat. Annie und Michael Gira listen darin menschliche Handlungen auf, vom Alltäglichen bis zum Grausamen (Annie scheint diese panoramahaften Aufzählungen zu lieben und hat sie in dem Song &#8220;Freddie and me&#8221; bereits zum Exzess gesteigert), und lassen sie in einem wachsenden Strudel von Klangflächen, hibbeligen Pizzicati und verstörenden Cellostrichen kulminieren. Der Song verdichtet die menschliche Existenz in einer kargen, fast beängstigenden Weise, und selbst dass die Liebe darin das letzte Wort hat, entbehrt nicht einer gewissen Ambiguität.</p>
<p>Damit endet eine gelungene Zusammenstellung, die einen guten Einblick in eine von stilistischen Vielfalt geprägte Seite in Annies Werk bietet &#8211; oder genau genommen in zwei Seiten, denn <a title="Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed." href="http://africanpaper.com/2016/12/29/meditation-in-chaos-bildband-von-little-annie-bei-timeless-ed/">die Künstlerin, die auch als Malerin aktiv</a> ist, hat einmal mehr auch das Artwork beigesteuert. Dass &#8220;With&#8221; theoretisch auch als Sammlung auf zwei Scheiben erscheinen könnte, wenn man auch die ersten Torch Song-Alben auf Durtro Jnana und einige der anderen oben genannten Kollaborationen berücksichtigt hätte, sollte nicht als Wermutstropfen gelten, und wer weiß, vielleicht gibt es ja wirklich irgendwann mal einen zweiten Teil. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cold Spring</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2976120386/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Noise Forest</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2025 06:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wiederveröffentlichung der 1992 erschienenen Compilation &#8220;Noise Forest&#8221; bietet nicht nur eine akustische Rückschau auf eine prägende Ära des Japanoise, sondern auch eine sorgfältig remasterte Neuauflage, die dieses bahnbrechende Werk endlich einem neuen Publikum zugänglich macht. Ursprünglich auf dem legendären &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/15/v-a-noise-forest/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/noiseforrest.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44282" title="noiseforrest" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/noiseforrest-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Wiederveröffentlichung der 1992 erschienenen Compilation &#8220;Noise Forest&#8221; bietet nicht nur eine akustische Rückschau auf eine prägende Ära des Japanoise, sondern auch eine sorgfältig remasterte Neuauflage, die dieses bahnbrechende Werk endlich einem neuen Publikum zugänglich macht. Ursprünglich auf dem legendären Les Disques Du Soleil-Label veröffentlicht und seit langem vergriffen, erscheint die <span id="more-44281"></span>Sammlung nun erstmals auch auf Vinyl und bietet neben dem Originalmaterial auch eine optisch ansprechende Neuaufmachung.</p>
<p>Die Compilation versammelt einige der wichtigsten Vertreter des Japanoise der frühen 90er-Jahre, als die kleine aber bahnbrechende Subkultur gerade dabei war, ihrem Epizentrum in der Kansai-Region um v.a. Osaka, Kobe und Kyoto ein weiteres in der Kanto-Ebene, also im Großraum Tokio, zur Seite zu stellen: von Ikonen wie Merzbow, Violent Onsen Geisha, Masonna und Incapacitants bis hin zu weniger bekannten, aber ebenso relevanten Projekten wie Solmania und Dislocation. Dabei besticht die Sammlung durch eine stilistische Vielfalt, die konventionell geprägte Musikhörer vermutlich nicht wahrnehmen würden, die den von den Harsh Noise Wall-Diskursen der vergangenen Dekaden geprägten Millennials allerdings die Schamesröte ins hipsterbärtige Gesicht treiben sollte.</p>
<p>Den Auftakt macht der bis heute bekannteste japanische Noiser Akita Masami alias Merzbow mit &#8220;Travelling&#8221;, einem Stück, das oberflächlich an die Strukturen harshnoisiger Raufasertapeten erinnern mag, sich dann aber als überraschend melodisch und rhythmisch, gleichsam nicht beatlastig, strukturierte Klanglandschaft entpuppt. Mit satten, substanzreichen Geräuschen, die in steten Intervallen herausgestoßen werden und immer wieder durchbrochen von abrupten Wendungen, entfaltet sich eine schrille Kakophonie, die ebenso fordernd wie detailreich ist.</p>
<p>Das Kontrollzentrum für kosmische Zufälle a.k.a. C.C.C.C. schlägt mit &#8220;IMR-32&#8243; eine düstere, schwergewichtigere Richtung ein. Die raue, breiige Klangästhetik vermittelt eine niederdrückende Atmosphäre, die sich klar von der aufgekratzten Energie des Merzbow-Tracks abhebt. Überraschende Sirenenklänge und motorisches Brummen durchziehen das Stück und machen es zu einer reizvoll desolaten Erfahrung, die sich noch stark von den psychedelischen Noisetrips untrerschiedet, die es später von Hiroshi Hasegawas Astro, einem der Nachfolgeprojekte, zu hören gab. Solmania, ein Soloprojekt des Vermillion Sands-Musikers Masahiko Ohno, steuert mit &#8220;Derrick Master Switchback&#8221; eine brutale, destruktive Klangcollage bei, die von krächzenden Verzerrungen, metallener Beschaffenheit und hochfrequenten Tönen durchzogen ist. Dieses Stück bleibt im Rahmen des typischen Noise-Kosmos, wirkt jedoch in seiner rauen Direktheit besonders intensiv.</p>
<p>Mit &#8220;Empty~On The Move&#8221; des Quintetts Dislocation schlägt die Compilation eine experimentellere, elektroakustischere Richtung ein. Hier dominieren zunächst Klarinettensounds, die wie das Erforschen des Instruments anmuten, sich jedoch in ein infernalisches Feedback und gluckernde, atmosphärische Geräusche steigern. Dieses Stück erinnert eher an die Avantgarde-Ansätze von Borbetomagus oder früheren Nurse With Wound als an die typischen Exzesse des Japanoise. Monde Bruits&#8217; &#8220;Continuum&#8221; kehrt zu einer typischen Harsh-Noise-Struktur zurück, unterbrochen von schmerzhaften Schreien und abrupten Pausen. Ironischerweise stellt der Titel eine klare Antithese zum Inhalt dar, der durch Diskontinuität und abrupte Brüche geprägt ist. Wenn man vom Schrei spricht, kann Masonna nicht weit sein, und der liefert mit &#8220;Testicles Candy Pt. 1~13&#8243; eine wahre Lärmexplosion ab. Die eskalierenden Feedback-Stürme und hysterischen Schreie sind exemplarisch für Maso Yamazakis kompromisslose Ästhetik (deren eher fatalistische Seite heute ebenso kompromisslos von Controlled Death repräsentiert wird). Zwischenzeitlich eingefügte Stauungen verstärken die Wirkung der eruptiven Klanggewalt, die ungebremst alles mitreißt.</p>
<p>Violent Onsen Geisha sorgt für einen unerwarteten Bruch mit einem Stück, das mit mädchenhaftem Gesang und Schrammelgitarren der Marke Girlie Pop beginnt und durch Nakahara Masayas ironisches Falsett begleitet wird. Die Erwartung einer baldigen Noise-Entladung wird immer wieder unterlaufen, bis schließlich doch kantiger Lärm einsetzt. Dieser ironisch-absurde Zugang ist typisch für Bernhard- und Houellebecq-Fan Nakahara, der als Jess Franco des Japanoise unter seinem heutigen Künstlernamen Hair Stylistics und als in Japan längst renommierter Schriftsteller immer wieder das Abgründige in der Welt quietschbunter Barbiepuppen sucht. Den Abschluss bildet Incapacitants mit &#8220;Automatic Loss Cut&#8221;, einem hysterischen, prasselnden Stück, das die Sammlung mit einem Höhepunkt an kathartischer Intensität beendet.</p>
<p>Die &#8220;Noise Forest&#8221;-Compilation bleibt auch nach über dreißig Jahren ein Meilenstein dieses Genres, das noch nie eines sein wollte. Auch wenn man weitere Größen wie Hijokaidan, Govt. Alpha oder Grim, der wie in einem Zufallstreffer die Brücke nach Europa schlug, wo sich lärmaffine Musik ein Terrain mit Ritual und Neofolk teilte, vermissen mag, vereint sie die vielgestaltige Radikalität, die diese Musik seinerzeit ausstrahlte, und angesichts derer man der Apotheose durch das Magazin Louder Than War durchaus anschließen mag: &#8220;An unruly powerhouse of Japanoise arbiters. [...] Noise is sacred&#8221;. In diesem Sinne ist Cold Spring hier eine würdige Neuauflage gelungen, und sollten jemals die <em>Coin Locker Babies</em> verfilmt werden, wünsche ich mir die komplette Sammlung als Soundtrack. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cold Spring</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3324102236/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Wiederveröffentlichung von B.E.F.: Music For Stowaways</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2023 04:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[The Human League]]></category>

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		<description><![CDATA[Im April veröffentlicht Cold Spring als Vinyl, CD und Download das ursprünglich 1981 nur auf Tape veröffentlichte Debütalbum von B.E.F., British Electric Foundation, dem Projekt von Ian Craig Marsh und Martyn Ware, das zeitgleich mit Heaven 17 entstand, nachdem die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/02/09/wiederveroffentlichung-von-b-e-f-music-for-stowaways/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im April veröffentlicht Cold Spring als Vinyl, CD und Download das ursprünglich 1981 nur auf Tape veröffentlichte Debütalbum von B.E.F., British Electric Foundation, dem Projekt von Ian Craig Marsh und Martyn Ware, das zeitgleich mit Heaven 17 entstand, nachdem die beiden The Human League verlassen hatten.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/a4150580654_16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33771" title="a4150580654_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/a4150580654_16.jpg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-33770"></span>Music For Stowaways&#8221; is a collection of stark, moody, cinematic-sounding material that took its title from an early Walkman design called the Sony Stowaway, one which allowed owners to &#8220;design a soundtrack for your everyday life for the first time and have it playing while you walked around&#8221;.</p>
<p>&#8220;[That] became the theory behind [Music for Stowaways]&#8220;, explained Martyn Ware. &#8220;It was about how you could play your music and change your mood wherever you were. Basically, the Walkman liberated music. And there we were at the sharp end with this cassette-only release&#8221;.</p>
<p>All tracks composed, arranged, performed and produced by Ian Craig Marsh and Martyn Ware for the British Electric Foundation, except for:</p>
<p>Uptown Apocalypse &#8211; written by Ian Craig Marsh, Martyn Ware, Steven James Turner (bass) and Adi Newton (synthesizer).</p>
<p>The Optimum Chant &#8211; produced by B.E.F. and Glenn Gregory.</p>
<p>Groove Thang &#8211; features bass and guitar by John Wilson.</p>
<p>@<a href="https://coldspring.bandcamp.com/album/music-for-stowaways-csr310cd-lp">Bandcamp</a> / <a href="https://coldspring.co.uk/">Cold Spring</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1665452573/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Frequency L​.​S​.​D.: Klassiker von Masonna auf Vinyl</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/10/19/frequency-l%e2%80%8b-%e2%80%8bs%e2%80%8b-%e2%80%8bd-klassiker-von-masonna-auf-vinyl/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 03:55:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Cold Spring bringen Ende November das 1998 auf CD bei Alien8 erschienene Masonna-Album &#8220;Frequency L​.​S​.​D.&#8221; neu und erstmals auf LP heraus &#8211; &#8220;14 ear-wrenching, extreme Japanese Noise tracks&#8221; (Cold Spring), die jeden Maso Yamazaki-Jünger für eine Dreiviertelstunde in Verzückung versetzen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/10/19/frequency-l%e2%80%8b-%e2%80%8bs%e2%80%8b-%e2%80%8bd-klassiker-von-masonna-auf-vinyl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cold Spring bringen Ende November das 1998 auf CD bei Alien8 erschienene Masonna-Album &#8220;Frequency L​.​S​.​D.&#8221; neu und erstmals auf LP heraus &#8211; &#8220;14 ear-wrenching, extreme Japanese Noise tracks&#8221; (Cold Spring), die jeden Maso Yamazaki-Jünger für eine Dreiviertelstunde in Verzückung versetzen werden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/masonnaflsd.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27399" title="masonnaflsd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/masonnaflsd.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-27398"></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1929448144/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Lull in hundert Momenten erstmals auf Vinyl</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 02:56:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mick Harris&#8217; sechstes Lull-Album &#8220;Moments&#8221;, das 1998 beim Relapse-Ableger Release auf CD herauskam, wird Mitte Dezember bei Cold Spring in zwei farblich unterschiedlichen Vinyl-Editionen herausgebracht. Lull, das seit den frühen 90ern besteht, gehört zu den langlebigsten und profiliertesten Soloprojekten des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/10/18/lull-in-hundert-momenten-erstmals-auf-vinyl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mick Harris&#8217; sechstes Lull-Album &#8220;Moments&#8221;, das 1998 beim Relapse-Ableger Release auf CD herauskam, wird Mitte Dezember bei Cold Spring in zwei farblich unterschiedlichen Vinyl-Editionen herausgebracht. Lull, das seit den frühen 90ern besteht, gehört zu den langlebigsten und profiliertesten Soloprojekten des ehemaligen Napalm Death-Drummers und Gründers von PainKiller und Scorn, und war von Beginn an minimalen, rhythmusmlosen Ambientklängen gewidmet. &#8220;Moments&#8221; enthält in der urspeünglichen Version 99 kurze, exzerpthafte Tracks, die beim oberflächlichen Hören momoton anmuten, tatsächlich aber unter der Oberfläche eine Vielzahl knackender und brodelnder Eruptionen im gepäck hat. Die Neuauflage enthält einen weiteren Track, der auf Material aus der damaligen Sessions basiert. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/lullmoments.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27390" title="lullmoments" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/lullmoments.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-27389"></span></p>
<p>&#8220;Tectonic rumblings and icy sound slivers move and swirl around each other, slipping into spaces between the molecules which make up your physical body and then break it apart in preparation for rearrangement. Moments of expansive emptiness and claustrophobic terror overlap one another and then overcome your mind as you journey through this bleak void of sound. At one moment warm and organic, the next, slowly slipping into a machine-like coldness to freeze and paralyze&#8230; Sound as a vehicle to bring you through that doorway towards dimensions previously unknown. Hypnotic and soothing with a lingering sense of dread throughout&#8221; (Carrion Kind).</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2184895147/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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