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	<title>African Paper &#187; Daniela Bedeski</title>
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		<title>CAMERATA MEDIOLANENSE: Le Vergini Folli</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Nov 2017 07:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Laufe ihrer mittlerweile bald fünfundzwanzig Jahre umspannenden Karriere haben die Mailänder Kammermusiker um Komponistin und Musikwissenschaftlerin Elena Previdi immer wieder Veränderungen zugelassen und wahrscheinlich auch angestrebt. Eine der Konstanten im bisherigen Werk war die Zusammenführung alter Musikarten schwerpunktmäßig aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/11/camerata-mediolanense-le-vergini-folli/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/cameratamediolanenseverginifolli.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14464" title="cameratamediolanenseverginifolli" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/cameratamediolanenseverginifolli-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Laufe ihrer mittlerweile bald fünfundzwanzig Jahre umspannenden Karriere haben die Mailänder Kammermusiker um Komponistin und Musikwissenschaftlerin Elena Previdi immer wieder Veränderungen zugelassen und wahrscheinlich auch angestrebt. Eine der Konstanten im bisherigen Werk war die Zusammenführung alter Musikarten schwerpunktmäßig aus Renaissance und Barock mit einer Dynamik, die an Post Industrial-Kollektive wie Test Dept und <a href="http://africanpaper.com/2017/06/17/officine-schwartz-colonna-sonora-di-remanium-dentaurum-cr-co-mo-cd-dvd-reissue/">Officine Schwartz</a>, aber auch an reißerische Filmscores erinnerte und oft<span id="more-14463"></span> hymnenartige Züge trug. Auf ihren Platten kann man sich wie in einem symbolistischen Gemälde fühlen, nur um sich Minuten später in einem Monumentalfilm wiederzufinden, und nicht selten überblenden sich beide Szenerien auf immer wieder neue Art. Dass dies nie wie ein zusammengekleisterter Stilhybrid wirkte, ist eine nennenswerte Leistung und selbstverständlich mit abgegriffenen Wörtern wie Neoklassik kaum zu fassen.</p>
<p>Eine weitere Konstante war das Zusammenspiel von männlichem und weiblichem Gesang, seit dem zweiten Album „Campo di Marte“ primär verkörpert durch die Stimmen von Daniela Bedeski und dem umtriebigen Trevor a.k.a. 3Vor. Dass Daniela nach „Vertute, Honor, Bellezza“, dem bislang elektronischsten Album, die Camerata verließ, bedeutete einen markanten Schnitt, der sicher von den meisten Fans bedauert wurde. Will man trotzdem etwas Positives darin sehen, so kann man festhalten, dass es durch diesen Bruch gewissermaßen zu einer kreativen Vervielfältigung kam, denn während<a href="http://africanpaper.com/2015/10/10/rosarubea-chrysalide/"> Daniela ihr RosaRubea-Projekt</a> zu einer festen Band ausbaute und in der Zwischenzeit ein überaus gelungenes Album herausgebracht hat, hat sich auch die Camerata neu formiert und die Lücke mit gleich drei neuen Sängerinnen gefüllt.</p>
<p>Man könnte nun auf die Idee kommen, dass hier auf Quantität gesetzt wurde, doch solche Bedenken konnten schon auf den Konzerten der letzten Jahre zerstreut werden, denn die Sängerinnen Desiree Corapi, Carmen D&#8217;Onofrio und Chiara Rolando entpuppen sich als sehr verschiedenartiges Gespann, bei dem sich die einzelnen Stimmen wunderbar ergänzen. Desiree Corapi, eine Studentin des Conservatorio G.Verdi di Milano, an dem Elena Previdi unterrichtet, singt in einem klaren, unmanirierten Sopran, ihrer berührenden, oft versöhnlich anmutenden Stimme kommt mittlerweile ein großer Anteil des Gesangs zu. In Chiaras Gesang ist ein erdiger und zugleich poptauglicher Ton beigemischt. &#8220;Soprano Punk&#8221; Carmen machte als einzige der drei schon länger von sich reden und sang u.a. bei Argine und Ballo Delle Castagne. Ihr aufwühlender lyrischer Sopran ist eines der großen Ornamente der Camerata und schraubt sich immer wieder in lichte Höhen empor, um besondere Akzente zu setzen.</p>
<p>Weibliches spielt auf dem neuen Album „Le Vergine Folli“ &#8211; „Die närrischen Jungfrauen“ &#8211; nicht nur eine stimmliche, sondern auch eine inhaltliche Rolle. Alle acht Tracks sind Gedichtvertonungen, und das Thema Frau, ihr Image und ihre fragile, oft gebrochene „Reinheit“ zieht sich in unterschiedlicher Deutlichkeit leitmotivisch durch alle Texte, die entweder von heute weitgehend unbekannten italienischen Dichterinnen wie Vittoria Aganoor Pompilj oder Isabella di Morro stammen, oder aus der Feder des berühmten Dichters der frühen Renaissance, Francesco Petrarca, der schon auf „Madrigali“ und besonders „Vertute, Honor, Bellezza“ eine Rolle spielte, und dessen Lobgesänge auf die geheimnisvoll entrückte Madonna Laura eine ganze lyrische Tradition begründeten. Mit „Canzone alla Vergine“ und „Vergine Bella“ gab es auch in der letzten Phase schon Stücke, in denen dieses Thema vorkommt, und die man trotz ihres religiöseren Inhalts als Vorläufer des neuen Albums betrachten kann.</p>
<p>Vielleicht wäre es etwas überinterpretiert, den getragenen, diesmal auf wuchtige Perkussion fast völlig verzichtenden Musikstil auch auf den stark weiblichen Schwerpunkt der Songs zu beziehen – bei der Instrumentierung jedenfalls nimmt „Le Vergine Folli“ eine Sonderstellung ein, denn erstmals steht das Piano, genauer Klaviere von Steinway &amp; Sons und andere Flügel aus der Zeit um 1900, im Zentrum des Geschehens, Streicher und leichte elektronische Bearbeitung ergänzen den Sound. Die beiden ersten Stücke umfassen bereits die Bandbreite des Stils: „Lacrime de Gioia“ beginnt fast soundscapig verweht und entpuppt sich als opulentes, impressionistisches Schattenidyll mit verhalltem Chorgesang, vor dessen Kulisse die Stimme Carmens aufscheint, bevor alle Stimmen der Camerata kurz zu Wort kommen. „ Scrissi Con Stile Amaro“ dagegen mit Chiara am Mikro exponiert in feierlicher Simplizität Stimme, Piano und Violine in ihrem Minimalismus gleichermaßen, ein anrührendes Lied über das Glück, das wie einige andere Songs an die Cembalostücke auf früheren Alben erinnert.</p>
<p>Es fällt schwer, einzelne Songs hervorzuheben: „Mi Vuoi“ mit Carmens virtuosem Leadgesang, ein dunker, gegen Ende atemloser Chanson mit mittelalterlichen Anklängen, begeistert ebenso wie das erschütternd eindringliche Traumgebilde „Notte Ancora“, der buchstäblich petrarkistische Walzer „Pace Non Trovo“ mit dem Duett zwischen Desiree und Trevor ebenso wie „Dolce Salire“, dessen verzauberte Pianospur interessante Harmonien mit dem kräftigen Bariton Trevors entstehen lässt. Und da ist noch nichts zu „Quando l&#8217;Sol“ gesagt, dem melancholischen Abschluss, der für vier Minuten eine ganze Welt zu versöhnen vermag.</p>
<p>Eine subtile Spannung aus Reinheit und kleinen, störenden Details, aus teilweise wahnhafter Sehnsucht und einer ruhigen, an Herbststimmung erinnernden Einkehr durchzieht dieses Album, und obwohl man sich bei den närrischen Jungfrauen vielleicht etwas anderes vorgestellt hatte, passt bei genauerem Hinhören doch alles wunderbar zusammen – ein Eindruck, der sich angesichts der Lyrics sicher noch verstärkt, die in der Liebhaber-Edition zusammen mit einer Bonus-CD und anderen Beigaben gleich in fünf Sprachen zu finden sind. Aus der aktuellen Richtung auf die Zukunft der Camerata Mediolanense zu schließen, halte ich für gewagt, ganz abschwören dürfen sie dem perkussiven Bombast ohnehin nicht, denn sicher will nicht nur ich irgendwann den Kracher „Embryo Ventosa“ einmal auf Platte hören. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://prophecy.de">Auerbach Tonträger / Prophecy</a></strong></p>
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		<title>ROSARUBEA: Chrysalide</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2015 05:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rosarubelachrysalide.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10944" title="rosarubelachrysalide" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rosarubelachrysalide.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Ich musste bei RosaRubeas neuem Album &#8220;Chrysalide&#8221; an die Novelle &#8220;Morpho Eugenia&#8221; von Antonia Byatt denken, in dem die Verpuppung einer Raupe und ihre letztliche Verwandlung in einen Schmetterling &#8211; eingebunden in die Geschichte eines dämonischen Familiengeheimnisses &#8211; symbolisch für die Verwandlungen steht, ohne die Leben kein Leben wäre. &#8220;Chrysalide&#8221;, das nach dem Puppenstadium des Schmetterlings benannt ist und sich musikalisch erst gar nicht zwischen entrückter Kammermusik und erdiger Psychedelia entscheiden will, widmet sich ganz den vielfältigen Verwandlungen, die der Biologie, aber auch der<span id="more-10943"></span> geistigen und seelischen Entwicklung eines Menschen ihre Dynamik verleihen. An vielen Passagen des textlich mehrsprachigen Albums lugt das Morbide um die Ecke. Dass es dennoch ein vitales und freudvolles Werk geworden ist, scheint Teil des Konzeptes zu sein.</p>
<p>Der Ausgangspunkt dieser Reise durch ebenso romantisches wie psychedelisches Terrain scheint eine sinnbildliche Ruine zu sein. Dass &#8220;Chrysalide&#8221; ausgerechnet an einem 11. September veröffentlicht wurde, darf man dabei wohl nicht überdeuten, auch dass das Album Daniela Bedeskis erstes größeres Werk seit ihrem Austritt als Frontfrau von Camerata Mediolanense ist, eignet sich wohl eher als Biografismus. Die wehmütig-melancholischen Auftakte der einzelnen Songs dagegen verdeutlichen dies jedoch umso mehr, ebenso das Covermotiv, das ein verfallenes Zimmer in einem einst herrschaftlichen Gebäude zeigt. Durch die Inszenierung des Schauplatzes ist jedoch längst etwas Neues daraus entstanden, ebenso wie die Songs immer peu a peu an Kraft gewinnen und zu einer einzigen Feier des Lebens geraten &#8211; &#8220;once the cocoon broken, with the rush of new wings is transfigured into a music of desire&#8221;, wie es im Labelinfo heißt.</p>
<p>Nicht unpassend für ein dem Wandel gewidmetes Album sind einige der Songs von markanten Brüchen und Wechseln geprägt. Mal sind es Wechsel der Klangfülle wie beispielsweise in &#8220;Hekla&#8221;, wo der dynamische Bandsound den fließenden Pianoteppich auflöst und eine Dynamik schafft, die bestens zu Danielas aufwühlendem Sopran passt. Oder es sind Wechsel des Tempos, wie sie in &#8220;Flood&#8221; stattfinden, das zunächst sehr leise beginnt und keinen Zweifel daran lässt, dass man hier nur die Ruhe vor dem Sturm erlebt. Ob es nur die Symbolik des Textes ist, die vom Sterben und Werden spricht, und die Andeutungen an ein Ungeborenes – schon vor dem Einsetzen der Drums wird klar, dass dies kein verklärendes Stück ist, und dass Danielas Stimme wirklich groß ist, zeigt sich selbst in den Passagen, in denen ihr Vortrag nah an Spoken Words ist.</p>
<p>Zwischen Kunstlied und Down- bzw. Midtempo Psychedelia ist einiges möglich, und so finden sich im weiteren Verlauf Stücke mit spanisch anmutenden Zupfgitarren, erdige Chansons nach Art der 60er, soundscapige Dunkelheit in &#8220;Orpheus&#8221; und mit &#8220;Window Pain&#8221; ein Stück mit äußerst schrillen Momenten. Und es wäre kein Konzeptalbum über Verwandlung und Neugeburt, wären nicht auch ein paar Neuinterpretationen dabei wie „A blue Bird in Scarlett Spring&#8221; vom vorigen Album oder eine Interpretation von Nicos &#8220;König&#8221;, dessen von Akzent durchbrochenes Deutsch das Ergreifende des Songs nur steigert. Es gibt nicht viele, die Nico covern können, und der größte Fehler wäre es, ihre Stimme und Gesangsart zu imitieren. Davon ist RosaRubeas Version jedoch weit entfernt.</p>
<p>Ich will den Vergleich zu Danielas früherer Hauptband nicht überstrapazieren, doch überzeugt &#8220;Chrysalide&#8221; mich im Grunde sogar mehr als das letzte Camerata-Album. Während bei der älteren Band zum Schluss die orchestralen Elemente immer opulenter und geschliffener wurden und damit umso deutlicher zeigten, dass es Elektronik ist, die dieser Musik eben nur bedingt zu Gesicht steht, gehen RosaRubea hier bei aller Eindringlichkeit dezent vor und geben v.a. dem Gesang den Raum, den er verdient. Ganz nebenbei sollte mittlerweile auch klar sein, dass die Band gut ohne die Neoklassik-Schablone auskommt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.oldeuropacafe.com/">OEC</a></strong></p>
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