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	<title>African Paper &#187; Dez DeCarlo</title>
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		<title>VIOLET NOX: Silvae</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 05:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den antiken Mythen galt der Wald als Ort der Übergänge – zwischen Menschen und Göttern, Schlaf und Wachheit, Klang und Schweigen. Auch in der seltsam psychedelisch-poppigen Elektronik von Violet Nox scheint dieser liminale Zwischenraum fortzuleben. Ihr neues Album &#8220;Silvae&#8221;, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/01/violet-nox-silvae/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/silvae.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48739" title="silvae" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/silvae-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den antiken Mythen galt der Wald als Ort der Übergänge – zwischen Menschen und Göttern, Schlaf und Wachheit, Klang und Schweigen. Auch in der seltsam psychedelisch-poppigen Elektronik von Violet Nox scheint dieser liminale Zwischenraum fortzuleben. Ihr neues Album &#8220;Silvae&#8221;, benannt nach dem lateinischen Wort für &#8220;Wälder&#8221;, eröffnet einen solchen imaginären Hain aus Tönen, in dem Sterne, Lebewesen und <span id="more-48738"></span>Maschinen in einen geheimen Dialog treten und damit eine Struktur entstehen lassen, in der man sich schnell wie in einem labyrinthischen Dickicht verlaufen kann und am Ende doch manch wundersames findet.</p>
<p>Schon die ersten Minuten des Albums lassen erahnen, dass Violet Nox hier etwas vielgestaltiges geschaffen haben. Das in Boston beheimatete Trio – Dez DeCarlo, Andrew Abrahamson (beide v.a. zuständig für Synthies und weitere Elektronik) und Sängerin Noell Dorsey – entfaltet auf seinem mittlerweile achten Longplayer, der auf eine kongeniale <a title="V.A.: I Think Of Demons – A Tribute to Roky Erickson Vol. 1" href="https://africanpaper.com/2024/08/24/v-a-i-think-of-demons-a-tribute-to-roky-erickson-vol-1/">Interpretation von Roky Ericksons &#8220;Stand for the Fire Demon&#8221;</a> folgt, ein dichtes Netz aus elektronischen Strukturen, pulsierenden Rhythmen und entrückten Gesängen, das zugleich hypnotisch, unruhig und von eigentümlicher Schönheit ist.</p>
<p>&#8220;Spectre&#8221;, der über sieben Minuten lange Opener, beginnt mit flirrenden Rhythmen und nokturnal-schimmernden Synthiewellen, bevor sich Dorseys Stimme bemerkbar macht – zunächst wie halb verhüllt durch die wie dichtes Gestrüpp wuchernden instrumentalen Details, bis sie sich dann in ungeahnte Höhen emporhebt. Die Musik bleibt in stetiger Bewegung, und trotz der sanften Melodik der Synthies baut sich eine unterschwellige Spannung auf. Hier, wie auch im weiteren Verlauf des Albums, trifft die Stimme tatsächlich zuweilen auf jene entrückte Intensität, die man mit der auch im Begleittext erwähnten Lisa Gerrard assoziiert, tatsächlich musste ich an einigen Stellen des Albums sogar an deren Dead Can Dance-Kollegen Brendan Perry und seine Gesangsdarbietung in &#8220;The Carnival is Over&#8221; denken.</p>
<p>In &#8220;Wanderlust&#8221; und &#8220;Whisper&#8221;, deren klangliche und sprachliche Details immer wieder an die liminale Atmosphäre heiliger Haine und ähnlich verwunschener Orte erinnern, verbinden sich zittrige, bisweilen nostalgisch anmutende elektronische Texturen mit treibenden Takten und vokalen Akzenten, die an Filme der 70er denken lassen. &#8220;Serenade&#8221; mit seiner wie durch eine getönte Scheibe tönenden Vocals führt diese Tendenz weiter, technoider, mit pulsierenden Strukturen, die zwischen Understatement und Dramatik changieren. Das mit einer schwer verständlichen Lautsprecherdurchsage startende &#8220;Arcturus&#8221; entpuppt sich als &#8211; wenn man von dem Brummton absieht, der auch einer menschlichen Stimme entstammen könnte &#8211; instrumentales Stück und kontrastiert ekstatische Rhythmen mit orchestralen Synthieflächen. Den Abschluss bildet &#8220;Meniscus&#8221;, das mit klarem, präsentem Gesang und epischen Untertönen den Bogen zu früheren, etwas deutlicher strukturierten Arbeiten des Trios schlägt.</p>
<p>Womit wir bei einem besonderen Thema wären: Die Stücke auf &#8220;Silvae&#8221; wirken dank zahlreicher Sound- und Rhythmusdetails, die stets eine subtile und gleichsam intendiert wirkende Derangiertheit zulassen und zudem immer wieder leicht spröde anmuten, etwas weniger eingängig als frühere Arfbeiten, aber gerade diese schwer(er) greifbare Qualität macht den besonderen Reiz des neuen Albums aus. Wer diese Schicht zu durchdringen vermag und ins Zentrum der Musik, in den Tempel inmitten des scheinbar Undurchdringlichen vordringt, wird belohnt mit einer seltsam nächtlichen, fast schwebenden Schönheit, die sich erst allmählich erschließt. Hinter der stets in subtiler Unruhe gehaltenen Oberfläche entfaltet sich ein fein abgestimmtes Wechselspiel aus Rhythmus, Melodie und Atmosphäre von ganz eigener Anziehungskraft.</p>
<p><strong>Label: Somewhere Cold / Elastic Stage</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=720904476/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>VIOLET NOX: Hesperia</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 05:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die in Boston ansässige Combo Violet Nox scheinen nicht zu den untätig wartenden zu gehören, denn nicht einmal ein Jahr nach dem Longplayer &#8220;Vortex &#38; Voices&#8221; und kurz nach dem grandiosen Cover von Roky Ericksons &#8220;Stand for the Fire Demon&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/12/violet-nox-hesperia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/hesperia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43041" title="hesperia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/hesperia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die in Boston ansässige Combo Violet Nox scheinen nicht zu den untätig wartenden zu gehören, denn nicht einmal ein Jahr nach dem <a title="VIOLET NOX: Vortex &amp; Voices" href="http://africanpaper.com/2023/12/02/violet-nox-vortex-voices/">Longplayer &#8220;Vortex &amp; Voices&#8221;</a> und kurz nach dem grandiosen <a title="V.A.: I Think Of Demons – A Tribute to Roky Erickson Vol. 1" href="http://africanpaper.com/2024/08/24/v-a-i-think-of-demons-a-tribute-to-roky-erickson-vol-1/">Cover von Roky Ericksons &#8220;Stand for the Fire Demon&#8221;</a> meldet sie sich mit dem Album &#8220;Hesperia&#8221; zurück. Mit dem entführen sie auf eine Reise zu den Hesperiden, die sich als hypnotisches Klanguniversum zwischen <span id="more-43040"></span>poppiger Elektronik und psychedelisch-trancehafter Entrücktheit erweisen. Mit einer ganz eigenwillig umgesetzten Mixtur aus Synthies, dezenten Beats und mystischen Vocals schafft das Trio – bestehend aus Dez DeCarlo, Andrew Abrahamson und Sängerin Noell Dorsey – eine klangliche Welt, aus der man, so unverhofft man auch hineingezogen wurde, gar nicht mehr zurück will.</p>
<p>Der Albumtitel, eine Anspielung auf die westliche Abenddämmerung in den griechischen Mythen, setzt den Ton für diese halb traumartige, halb rauschhafte Reise ins Dämmerlicht – eine Zwischenwelt, in der die unterschiedlichsten Wirklichkeitsebenen verschwimmen. Bereits der Opener &#8220;Aruna&#8221;, benannt nach dem altverdischen Sonnengott, etabliert die spacige, fast meditative Atmosphäre. Dunkle Synthie-Tupfer und sanfte elektronische Takte entfalten sich langsam und ziehen einen unweigerlich in eine kosmische Traumsequenz. Noell Dorseys im Wind wehende und doch klare Vocals verstärken diesen tranceartigen Sog und verleihen dem Stück eine unbeschwerte Leichtigkeit, trotz des nokturnalen Feelings, das sich von der ersten bis zur letzten Note durch den Song zieht.</p>
<p>Der Titeltrack hingegen beschleunigt das Tempo und wechselt zwischen melancholischen Molltönen und beschwingten Synthie-Melodien. Hier zeigt die Band ihre Kunst, harmonische Klangmuster zu brechen und doch eine innere Kohärenz aufrechtzuerhalten. Die hier noch tiefgründiger wirkende Stimme der Sängerin verschmilzt in manchen Momenten anscheinend mit den flirrenden Synthies, in den Texten wird eine Reise in die Vergangenheit und eine Suche nach verloren geglaubter Einheit angedeutet &#8211; &#8220;We will find&#8221; heißt es irgendwann, und die Bewegung verstärkt sich gegen Ende, das Ziel scheint in greifbarer Nähe. Mit „Umbrae“ wird die Stimmung rauer, perkussiver, auch ist eine dezente Abstrahiertheit spürbar. Die abgehackten Beats, das rituelle Rasseln und Scheppern und die dezent dublastige Räumlichkeit schaffen ein aufwühlendes, fast fiebriges Setting, das dennoch durch die repetitiven Strukturen und die schwebenden Vocals hypnotisch bleibt.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/DK84N4Hv2dw?si=ANxJFbm9jYyc3VDK" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Weitaus dunkler, rumorender, grummeliger wirkt die Atmosphäre des vermutlich instrumentalen Stücks &#8220;Zero Point&#8221;, bei dem die drei besonders deutlich ihrer Experimentierfreude Raum geben: Synthie-Sounds wechseln sich in einer Art Call abd Response-Dialog ab, die sich partiell fast wie verzerrte Vocals anhören (deshalb vermutlich instrumental, aber vielleicht ist dieses anthropomorphe Element hier auch schlicht eine Fata Morgana). Geht erst einmal das Hauptthema des Stücks los, verstärkt sich der Eindruck, dass &#8220;Hesperia&#8221; ein Album aus einem Guss ist, bei dem sich alles keinesfalls nahtlos, aber in seiner Brüchigkeit umso überzeugender ins größere Gesamtbild fügt. Das cinematische &#8220;OneSixty&#8221; startet mit einem entspannten ambienten Auftakt, lässt einen im Raum gleiten, bekräftigt von sanft gehauchten Vokalparts, doch nach einem nonchalanten Bruch kommen nervenzerrende Synthie-Riffs hinzu, die, wie man rückwirkend feststellen kann, durch perkussives Hantieren bereits angedeutet wurden. Trotz der aufgewühlten Momente bleibt der sanfte Gesang und die geerdeten Flächensounds stets präsent und verankern das Stück, das schließlich in blendendem Licht auflöst – eine seltene Ausnahme auf diesem ansonsten eher abgedunkelten Album.</p>
<p>Der letzte Track &#8220;Stranger&#8221; bildet mit seinen zwitschernden Synthies und dem pulsierenden Technobeat den Abschluss der Reise. Es ist ein Moment des Aufwachens, in dem Unruhe und Enthusiasmus gleichermaßen mitschwingen – ein kraftvolles Finale, die &#8211; ohne zu viel interpretieren zu wollen &#8211; das wie die Ankunft an einem Ziel markieren könnte, und was könnte ein solches Album, bei dem man mit wilden Hashtags wie kosmisch, spirituell, scifi, entrückt, changierend, filmisch, tripping, nocturnal, mythisch etc pp. nur so um sich schmeißen könnte, besser zum Schluss bringen, als solch eine hoffnungsfroh stimmende Ambiguität? (U.S.)</p>
<p><a href="https://somewherecold.net/"><strong>Label: Somewherecold</strong></a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2752345688/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>VIOLET NOX: Vortex &amp; Voices</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2023 07:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alexis Desjardins]]></category>
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		<description><![CDATA[Vielleicht liegt es an den nostalgisch anmutenden, an die elektronische Avantgarde der späten 70er erinnernden Synthieflächen oder an der verträumt-entrückten Stimme der Sängerin, sicher aber nicht nur am Titel &#8220;Ascent&#8221;, dass man sich bereits im Opener von &#8220;Vortex &#38; Voices&#8221;, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/02/violet-nox-vortex-voices/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/11/vortexvoices.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-38579" title="vortexvoices" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/11/vortexvoices-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><span style="font-weight: 300;">Vielleicht liegt es an den nostalgisch anmutenden, an die elektronische Avantgarde der späten 70er erinnernden Synthieflächen oder an der verträumt-entrückten Stimme der Sängerin, sicher aber nicht nur am Titel &#8220;Ascent&#8221;, dass man sich bereits im Opener von &#8220;Vortex &amp; Voices&#8221;, dem vor kurzem erschienenen sechsten <span id="more-38577"></span>Longplayer der Bostoner Violet Nox, wie in höhere kosmische Dimensionen emporgehoben fühlt. Gewöhnlich ist das nicht bei einer Musik, die vordergründig alle Kriterien eines sehnsuchtsvollen und zugleich ausgesprochenen tanzbaren elektronischen Pop in den Traditionen der frühen 80er erfüllt.</span><br />
Die im Kern aus Andrew Abrahamson, Dez DeCarlo und Noell Dorsey bestehende Combo sitzt seit gut sechs Jahren zwischen allen Stühlen und hinterließ ihre Spuren bereits auf namhaften Labels wie Reverb Worship und Gruselthon, auf deren <a title="V.A.: Enko Landmann’s Empire of the Four Moons" href="http://africanpaper.com/2022/11/05/v-a-enko-landmanns-empire-of-the-four-moons/">&#8220;Enko Landmann&#8217;s Empire of the Four Moons&#8221;-Compilation</a> ich dann auch erstmals auf sie stieß. Schon auf diesem kurzen Raum konnte man in den poppigen, bisweilen trancig-technoiden Arrangements einen zwar subtil vorhandenen, aber doch wirkungsvollen psychedelischen Subtext spüren, der sich seinen Weg über die Brise Scifi bahnt, die den Songs auf gewisse Weise immer innewohnt.</p>
<p>Auf dem neuen Album machen sich diese Aspekte v.a. in den etwas experimentierfreudigen Momenten bemerkbar, in denen die entsprechenden Songs zwar ihre Pop-Haut nicht ablegen, gleichwohl aber eine gewisse soundscapige, das Songformat an einigen Stellen aufbrechende Qualität offenbaren. Treibende, etwas rauer gestaltete Stücke wie &#8220;Chaos&#8221; mit seinen zerbrochenen Takten, das nur durch Noells Stimme und ihren feinsinnig introspektiven Text gezähmt wird, ist dafür exemplarisch, oder das spannungsvolle Instrumentalstück &#8220;8/8&#8243;, das in alarmierender Hast beginnt und sich am Ende in einem rauschenden Ausbruch auflöst. In ähnlich verfremdete Parallelwelten wissen einen Stücke zu entrücken, deren pulsierende Dynamik weitgehend ohne Beats auskommt. &#8220;Varda&#8221;, das mit seinen rauen Synthies, seiner von Herzblut triefenden Gesangsmelodie und v.a. dem durch seine Arrangements evozierten Erwartung auf einen furiosen Ausbruch eine große Spannung entstehen lässt, ist so ein Fall, und man fragt sich, wie so ein Stück vor 40 Jahren in den urbanen Clubs dieser Welt gewirkt hätte. Oder das auch ohne Beats im Uptempo rotierende &#8220;Senzor&#8221;, bei dem weiblicher und männlicher Gesang (letzterer wie durch einen Telefonhörer vernehmbar) vor einer Kulisse aus reibenden Sounds eine eindrückliche cinematische Szene oder vielleicht einen ganzen imaginären Kurzfilm entstehen lassen.</p>
<p>Sollte ich einen Song herauspicken, dann wäre es mehr noch als das romantische &#8220;Verena&#8221; das auf etwas leiseren Sohlen daherkommende, den altnordischen Trickstergott huldigende &#8220;Loki&#8221;, dessen introvertiert gehauchter Gesang vor ethnolastigen Handdrums, der später zu einem sich emporschwingenden Ornament wird, auch in einem klassischen Streichersetting funktioniert hätte und Assoziationen zwischen ganz frühen Kirlian Camera und Fever Ray weckt.</p>
<p>Sind Violet Nox in ihrer neuenglischenn Homebase bereits eine feste Größe, so lohnt es sich in unseren Breiten noch für viele, sie zu entdecken, und &#8220;Vortex &amp; Voices&#8221; bietet dafür einen schönen Einstieg. Letztens munkelten die Spatzen auf einem benachbarten Telegraphenmast übrigen schon etwas über neue Aktivitäten des Trios. Unter anderem war die Rede von der Teilnahme an einer Tribute-Compilation zu Rory Erickson und den 13th Floor Elevators die Rede, an der außerdem die Creme de la Creme des alternativen Psychfolk wie Allysen Callery, Adam Cole und Walker Philipps mitmischen sollen. Gerüchte dieser Art sollte man schamlos verbreiten, und wir werden in jedem Fall die Ohren gespitzt halten. (U.S.)</p>
<p>Label: Somewherecold<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_231127_135644_647.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3249539846/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://violetnoxswc.bandcamp.com/album/vortex-voices">Vortex &amp; Voices von Violet Nox</a></iframe></p>
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