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	<title>African Paper &#187; Fabrizio Modonese Palumbo</title>
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		<title>ANDREA CAUDURO: Without People We Are Nothing</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2025 05:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrea Cauduro]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/withoutpeopleyourenothing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44224" title="withoutpeopleyourenothing" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/withoutpeopleyourenothing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Laufe von gerade mal gut vier Minuten spielt sich im Kleinen eine ganze Welt an Ereignissen ab &#8211; eine entspannte, noch kaum elektrifizierte Gitarre pickt leise zum Auftakt, gewinnt bald an Verstärkung und Dynamik und prescht lost. In ordentlichem Tempo scheint sie das begleitende Dröhnen erst zu erzeugen, gegen das sie sich wie gegen einen soliden Fahrtwind behauptet, lässt dezentes Feedback aufjaulen, ebenso wie <span id="more-44222"></span>kleinere klingelnde Ornamente und einiges mehr. Wenn der Sound von &#8220;Paul andiamo al parco&#8221;, das den Auftakt von Andrea Cauduras &#8220;Without People We Are Nothing&#8221; bildet, erst einmal in seiner vollen Breite angekommen ist, zweifelt niemand mehr daran, dass das lyrische Ich, das von niemand Geringerem als eben der Gitarre wie von einem meisterhaften Schauspieler verkörpert wird, sein Ziel erreicht.</p>
<p>Caudura, ein aus Rom stammender und heute in der italienischen Musikhochburg Turin lebender Komponist und Klangkünstler, hat mit seinem neuen Longplayer, dessen ultralimitierte Edition einen Siebdruck enthält, ein kleines Konzeptalbum kreiert, das die fundamentale Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen feiert. Ohne Mitmenschen, so könnte man das kongeniale Artwork paraphrasieren, ist man wie ein amputiertes Wesen mit halben Gliedmaßen, das resigniert vor einem Instrument sitzt, dem es keine Töne mehr zu entlocken vermag. Jedes der vier überwiegend instrumental gehaltenen Stücke ist, wenn man den Songtiteln folgt, einer mit dem Künstler befreundeten Person und einer gemeinsamen Situation gewidmet, dass im Opener vermutlich der hier auch als Tontechniker in Erscheinung tretende <a href="http://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/">Paul Beauchamp andressiert ist, mit dem Cauduro nicht zum ersten mal zusammenarbeitet</a>, passt einmal mehr zum Covermotiv, und auch dass mit Fabrizio Modonese Palumbo und Tiziano Teodori zwei weitere Freunde Cauduros an den Aufnahmen beteiligt sind, schlägt in die gleiche Kerbe.</p>
<p>Im folgenden &#8220;Tiziano attento con quell&#8217;ascia&#8221; wird (vermutlich genau dieser) Tiziano Teodori zur Vorsicht im Umgang mit einer Axt gemahnt, was hoffentlich gefruchtet hat, der Track jedenfalls mit seinen leicht verzerrten Anschlägen auf dem Jazzbesen, seiner luftig verrauschten Soundhülle und in steten Intervallen auftretenden psychedelischen Synthies, zwischen denen man die Gitarre zunächst eher minimal erkennt, beschränkt sich zunächst auf eine eher tastende Dynamik und scheint so der Vorsicht durchaus Rechnung zu tragen. Irgendwann tritt auch das elektrifizierte Saitenspiel deutlicher ins Zentrum, die Percussion gewinnt an Markanz und das Stück entfaltet vor der imaginären Leinwand ein hörspielartiges Darkjazzszenario in einem verwunschenen Grenzland, in dem man auch damit rechnet, Bohren und der Club Of Gore oder Satan Is My Brother über den Weg zu laufen. In &#8220;Alice vola nell&#8217;universo&#8221; fliegt Alice ins Universum, und bevor man sich überhaupt fragen könnte, woher sie eigentlich kommt, ist man schon in einen enorm hypnotischen, vibrierende, knarrenden Dröhnkosmos gezogen, in welchem man für eine knappe Viertelstunde baden und sein ganz persönlichen Zeitkonzept neu ausrichten kann.</p>
<p>Aus dieser Hypnose könnte einem nichts besser aufwecken als das gerade mal zweieinhalbminütige &#8220;Fabrizio grazie per la profonda leggerezza&#8221; &#8211; ein genau die profunde Leichtigkeit, für die hier gedankt wird, verkörperndes Stück, das vielleicht besser als alle anderen Momente des Albums die unterschiedlichsten stilistischen Versatzstücke, Anleihen aus Blues, Garage, Funk, die allesamt eine Fata Morgana im verwirrten Geist des Rezensenten sein könnten, unter einen Hut bringt, als wären sie genau so füreinander geschaffen. Auf eine komplett andere Art ist auch &#8220;Gabriele, detto Mimmo, la gioia di ritrovare lui e la sua estetica anni &#8217;90&#8243; mit seinen aufeinandergeklebten Schichten aus wunderbar melodischen Gitarren, kreisenden Synthies und programmierten Takten nicht nur eine Feier der 90er-Jahre-Ästhetik eines Freundes sondern auch ein weiterer Ausweis von Cauduros Meisterschaft der Kombinatorik.</p>
<p>Mit &#8220;Emilia insegnami a ballare&#8221;, einer dröhnenden Hommage an eine Tanzlehrerin namens Emilia geht es zum Abschluss noch mal soundmäßig in die Vollen. Wenn Tanz und Dröhnung in einem Satz genannt werden, impliziert das bereits Ungewöhnliches, und ein genau solches entfaltet sich hier auch über faszinierende zwölfeinhalb Minuten: Durch wehmütige Abschiedswellen, die vielleicht mit Bogen gestrichenen Gitarrensaiten entstammen, ziehen sich seltsam unheimliche Details knackernder, gluckernder, plätschernder Art &#8211; den Tanzschritt geben dennoch die Gitarrenfiguren vor, die irgendwann hinzukommen, begleitet von den nun auch endlich hörbaren Vocals, die das Szenario summend und flüsternd begleiten. Großartig! (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1180946848/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Golden Leaf: Gemeinsames Album von Larsen und Alessandro Sciaraffa</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2022 07:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alessandro Sciaraffa]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>
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		<description><![CDATA[Important Records bringen Mitte des Monats ein gemeinsames Album der italienischen Experimentalband Larsen und des Sounddesigners Alessandro Sciaraffa heraus, das zwei intensive, vom Soundmaterial her und stilistisch vielgestaltige Tracks enthält. Das &#8220;Golden Leaf&#8221; betitelte Werk ist das 19. Album der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/03/golden-leaf-gemeinsames-album-von-larsen-und-alessandro-sciaraffa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Important Records bringen Mitte des Monats ein gemeinsames Album der italienischen Experimentalband Larsen und des Sounddesigners Alessandro Sciaraffa heraus, das zwei intensive, vom Soundmaterial her und stilistisch vielgestaltige Tracks enthält. Das &#8220;Golden Leaf&#8221; betitelte Werk ist das 19. Album der seit Mitte der 90er aktiven Band und dokumentiert eine vierstündige Soundperformance, die an einem geheimen Ort in Turin als ein <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/goldenleaf.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32653" title="goldenleaf" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/goldenleaf.jpg" alt="" width="1200" height="1085" /></a><span id="more-32652"></span></p>
<p>alchemistisches Ritual durchgeführt und von Musiker und Studio-Legende Paul Beauchamp in zwei seitenfüllende Tracks verarbeitet wurde. Neben der Larsen-Performance standen spezielle Sound-Totems Sciaffaras sowie kulinarische Kreationen von Chefkoch Gabriele Gatti im Zentrum der Show. Als Instrumentalisten fungierten Fabrizio Modonese Palumbo, Marco &#8220;Il Bue&#8221; Schiavo, Paolo Dellapiana und Roberto Maria Clemente. &#8220;Golden Leaf&#8221; erscheint als CD und zum Download.</p>
<p><a href="https://importantrecords.com/products/larsen-alessandro-sciaraffa-golden-leaf-cd"><strong>Weitere Informationen @ Important Records</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=100002150/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>FABRIZIO MODONESE PALUMBO: Crinkle Crankle Wall</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 07:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chiærichetti Æditore Ræcordings]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich in den Irrgarten von Fabrizio Modonese Palumbos &#8220;Crinkle Crankle Wall&#8221; begibt, sollte sich möglichst gleich zu Anfang von der Illusion verabschieden, sich darin orientieren und eine optimale Richtung ausmachen zu können, denn Überraschungen und spontane Kehrtwenden lauern dort &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/15/fabrizio-modonese-palumbo-crinkle-crankle-wall/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/crinclecranklewall.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28191" title="crinclecranklewall" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/crinclecranklewall-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer sich in den Irrgarten von Fabrizio Modonese Palumbos &#8220;Crinkle Crankle Wall&#8221; begibt, sollte sich möglichst gleich zu Anfang von der Illusion verabschieden, sich darin orientieren und eine optimale Richtung ausmachen zu können, denn Überraschungen und spontane Kehrtwenden lauern dort an jeder Wegkreuzung.<span id="more-28189"></span></p>
<p>Beim Auftakt &#8220;Projet H&#8221;, der als kaputtes Freakout mit kratzigem Lärm und ausgelassenen Drums beginnt, fühlen sich wahrscheinlich alle, die dezente Dröhnung erwartet hatten, im falschen Film. Wer mit Palumbos Projekt <a href="http://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/">(r)</a> vertraut ist wundert sich vielleicht weniger über die fast an Crust Black Metal erinnernden ersten Minuten, die nur respektlose Solisten so hinbekommen. Schrilles surreales Tremolieren leitet über in ein Szenario aus einem sumpfigen Erdzeitalter, in dem diverse Gitarrenparts, eine Spieluhr und urige rituelle Rasselperkussion für die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen sorgen.</p>
<p>Dieser erste Track hätte mit nur wenig mehr eine veritable EP abgegeben und ist auch stimmungsmäßig eine Berg- und Talfahrt, bei der aber ein gewisser Stoizismus den Ton angibt. Dieser weicht im folgenden &#8220;I Vecchi Omosessuali&#8221; der getragenen Schwermut nur leicht melodisch angehauchter Rezitation, bis deren klagend-dröhnende Kulisse die Bühne einnimmt und sich gegen Ende noch einmal zu einer verzerrten Soundwand aufbäumt. Klingt so die faltige Wand aus dem Albumtitel, die droht, in ihre Bestandteile zusammenzufallen, bevor sie zu ihrem eigenen Monument wird?</p>
<p>&#8220;Crinkle Crankle Wall&#8221; hat eine Spieldauer von rund 80 Minuten, und man könnte viel zu den einzelnen Tracks und ihren internen Verzweigungen sagen, an deren Gestalt vereinzelte Gäste als Performer und Remixer mitwirken. Zum vordergründig unscheinbaren Wohlklang des zwiespältigen Lullabys &#8220;Everything Must Go&#8221; mit seinem unterschwelligen Brodeln und der Melodie, die etwas zu entrückt ist um nur schön zu sein. Zur bedrohlichen Wucht des live aufgenommenen &#8220;Panorama Paradise&#8221;. Zum mit einem gemurmelten Mantra eingeleiteten &#8220;Exorcism&#8221;, dessen kernige Drones sich immer mehr aufblähen. Zu den cinematischen &#8220;San Lupo&#8221;-Stücken, die eine Heterotopie für sich aus Synthies und Strings bilden. Zum knarrenden Hantieren vor einer Soundkulisse der Natur in &#8220;Torino Exotica&#8221;, das im Nutria Mix vorliegt &#8211; ich vermute dahinter Coypu, Palumbos Projekt mit Ben Chasny und Daniele Pagliero, denn beide Namen stehen für die Bisamratte.</p>
<p>In seiner Gesamtheit wirkt &#8220;Crinkle Crankle Wall&#8221; fast wie ein Ideensteinbruch, aus dem manch einer mehr als nur ein Release gemacht hätte, und vielleicht sollte man die vorliegende Musik tatsächlich wie den zugänglichen Teil eines viel größeren unterirdischen Ideenkosmos betrachten, zu dem man wie bei Kafkas <em>Bau</em> durch verschiedene Einfallstore Zugang findet, und der sich doch nie ganz erschließen lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3260568958/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BLIND CAVE SALAMANDER: The Svalbard Suite</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/02/blind-cave-salamander-the-svalbard-suite/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Nov 2019 07:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die norwegische Inselgruppe Svalbard, die hierzulande als Spitzbergen bekannt ist, liegt in etwa in der Mitte zwischen Nordkap und Nordpol und ist die nördlichste der bewohnten Inseln Europas. Trotz ihres unwirtlichen Charakters ist sie bei Touristen, v.a. bei betuchten Kreuzfahrern &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/02/blind-cave-salamander-the-svalbard-suite/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/svalbard.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19071" title="svalbard" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/svalbard-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die norwegische Inselgruppe Svalbard, die hierzulande als Spitzbergen bekannt ist, liegt in etwa in der Mitte zwischen Nordkap und Nordpol und ist die nördlichste der bewohnten Inseln Europas. Trotz ihres unwirtlichen Charakters ist sie bei Touristen, v.a. bei betuchten Kreuzfahrern beliebt, und wer sich entsprechend umschaut, stößt schnell auf allerhand liebenswürdige Stereotypen: Kühlschrank Europas, mehr Eisbären als Menschen, sterben verboten u.s.w. Das Archipel hat aber auch<span id="more-19070"></span> seine ganz eigenen Schwierigkeiten, so schwanken die Temperaturen immer mehr, Regen weicht Teile der Permafrost-Böden auf, Teile des von Fjorden durchzogenen Küstengebiets werden langsam, aber stetig vom Meer geschluckt. Die Gründe dürften bekannt sein.</p>
<p>Das italienisch-amerikanische Duo Blind Cave Salamander besuchte die Inseln mehrmals, zuletzt in Form einer Artist Residency im Hauptort Longyearbyen, wo eine ganze Reihe an landestypischen Sounds gesamplet und verarbeitet wurden. Doch Fabrizio Modonese Palumbo und Paul Beauchamp wären nicht die Meister der verschieden traktierten Saiten, wenn sie die Aufnahmen nicht mit Schichten atmosphärischer Texturen kombiniert hätten.</p>
<p>Bei den meisten Tracks bilden solche Sounds eine subtile Unterströmung, auf der Instrumentalparts meist eine kühle oder mollastig-besinnliche Atmosphäre entstehen lassen, die sich zu miniaturhaften Etüden in Eis und Schnee verdichten. Zu den minimalen, in ihrer dezenten Melodik gleichsam berührenden Akkorden des ersten Abschnitts gesellen sich eisig zischelnde Takte im Downtempo, die im Verlauf eine fast metronomische Form annehmen. Kernige Bassläufe kommen hinzu, eine leicht schlenkernde Unruhe und etwas, das an Zikaden erinnert, weist schon auf die aufwühlende Dramatik hin, die sich im Cello-Solo von Julia Kent, die als quasi drittes Bandmitglied selten fehlt, ereignet. Der Store Norske Mandskor steuert traditionellen Gesang bei und Xiu Xiu, in der Vergangenheit Kollaborateur der verwandten Band Larsen, beteiligt sich ebenfalls an einem Segment, das von kratzenden Rock-Ansätzen und hämmernden Rhythmen geprägt ist, aber im Wesentlichen überzeugt die Musik durch molligwarme Dröhnung, eisigen Minimalismus und jazzig angehauchten Zeitlupengroove.</p>
<p>Man erwacht aus dieser Musik wie aus einem luziden Traum und darf zugleich Augen und Ohren offenhalten für Kommendes, denn die &#8220;Svalbard Suite&#8221; ist Teil eines großen, von einem Turiner Theater konzipierten Werks. Teile der Aufnahmen wurden für eine Dokumentation, für einen fiktionalen Kurzfilm und für ein Theaterstück verwendet, die Soundtrack-Version mit unheimlich verfremdeten Field Recordings liegt der Veröffentlichung bei. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://hypershaperecords.bandcamp.com/">Hypershape Records</a></strong></p>
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		<title>FABRIZIO MODONESE PALUMBO: The Insincere Sympathy Of The Faraway Stars</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/10/13/fabrizio-modonese-palumbo-the-insincere-sympathy-of-the-faraway-stars/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Oct 2018 05:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang Joseph Losey und Tennessee Williams die Formulierung &#8220;The Insincere Sympathy Of The Faraway Stars&#8221; verwendet haben, aber man könnte sich darunter etwas nur diffus wahrnehmbares vorstellen, dem aus menschlicher Perspektive zugleich ein Eindruck von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/13/fabrizio-modonese-palumbo-the-insincere-sympathy-of-the-faraway-stars/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/FMPtape.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16361" title="FMPtape" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/FMPtape.jpg" alt="" width="150" height="233" /></a>Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang Joseph Losey und Tennessee Williams die Formulierung &#8220;The Insincere Sympathy Of The Faraway Stars&#8221; verwendet haben, aber man könnte sich darunter etwas nur diffus wahrnehmbares vorstellen, dem aus menschlicher Perspektive zugleich ein Eindruck von Ewigkeit anhaftet. Das würde zumindest gut zu der gleichnamigen Komposition passen, mit der Fabrizio Modonese Palumbo sein jüngstes Soloalbum füllt, denn die Abfolge der subtil verwobenen Sounds entpuppt sich als zirkulär und könnte sich auf diese Art endlos forsetzen.<span id="more-16359"></span></p>
<p>Ein pfeifender Sinuston eröffnet das Stück, gehüllt in warmes, mehrschichtiges Dröhnen. Hall erzeugt schnell die Illusion eines weiten Raumes. Dort zeichnet sich ein leises Rauschen ab, das schnell zu einem tosenden Wind anwächst, der durch ein wüstes Land fegt. Nach dieser Dramatik folgt der erste Bruch eher unsanft und leitet doch über in die fragilsten Tonfolgen auf einem Fender Rhodes-Piano. Fast käme dabei das perfekte Idyll zustande, doch in der mollastigen Melodie und der verlangsamt wirkenden Gangart steckt auch etwas Gespenstisches.</p>
<p>Wie in einem Panoramakino der Klänge gleiten immer wieder neue Motive ins Bild: monumentale Synthieflächen, seltsam pochende Herzschläge, Grillenzirpen, ein hochtönendes Schwebedrone, das sich eine Weile der Monotonie gönnt. Irgendwann kehren alle Details zurück, in unregelmäßiger Folge und immer etwas anderer Verfremdung, das Rauschen und Dröhnen wechselt die Klangfärbung und tönt an manchen Stellen elektrifizierter als sonst. Das eigentliche Leitmotiv in dem ständigen Gestaltwandel jedoch ist die Offenheit und Unbestimmtheit, die sich wie ein roter Faden durch die Episoden zieht und das Stück in Spannung hält.</p>
<p>Offen und unbestimmt scheint auch eine besondere Referenz in dem Stück, denn die bezaubernde Melodie des Fender Rhodes ist dem Culture Club-Song &#8220;Victims&#8221; entnommen, aber derart variiert, dass es vermutlich nur wenige erkannt hätten. Das legt die Frage nah, wieviel unterschwellige Verweise in der guten halben Stunde noch versteckt sein könnten &#8211; wie immer die Antwort ausfällt ist &#8220;The Insincere Sympathy&#8230;&#8221; ein würdiger Nachfolger des vor drei Jahren erschienenen <a href="http://africanpaper.com/2015/08/22/fabrizio-modonese-palumbo-doropea/">&#8220;Doropea&#8221;</a>, mit dem FMP damals sein Repertoire neben Bands wie <a href="http://africanpaper.com/2016/08/27/larsen-of-grog-vim/">Larsen</a> und Blind Cave Salamander oder seinem etwas songorientierteren Projekt <a href="http://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/">(r)</a> um eine experimentierfreudige Note bereichert hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://deleterec.bandcamp.com">Delete Records</a></strong></p>
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		<title>ALMAGEST!: Fun House Mirrors</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 08:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Backwards]]></category>
		<category><![CDATA[Ernesto Tomasini]]></category>
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		<description><![CDATA[Als vor gut vier Jahren das erste offizielle Almagest!-Album „Messier Objects“ in den Regalen stand, hielten viele das Projekt für eine einmalige Geschichte, die lose an das von Ernesto Tomasini und Fabrizio Modonese Palumbo eingespielte Debüt „Canes Vernaci“ anknüpfte. Da &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/almagestfhm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14751" title="almagestfhm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/almagestfhm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als vor gut vier Jahren das erste offizielle Almagest!-Album „<a href="http://africanpaper.com/2013/10/19/almagest-messiers-objects/">Messier Objects</a>“ in den Regalen stand, hielten viele das Projekt für eine einmalige Geschichte, die lose an das von Ernesto Tomasini und Fabrizio Modonese Palumbo eingespielte Debüt „Canes Vernaci“ anknüpfte. Da nun mit Paul Beauchamp und Evor Ameisie zwei weitere umtriebige Musiker an Bord waren, sah das ganze noch mehr nach einer temporären Supergroup aus &#8211; was schade gewesen wäre, denn der experimentierfreudige Hybrid aus<span id="more-14750"></span> Gedröhne, Klangkollagen, bluesigen Rockanklängen und einem Touch von Varieté und Musical hatte doch etwas ganz eigenes und schrie geradezu nach einer Fortführung.</p>
<p>Just als kaum mehr jemand damit gerechnet hätte, regten sich die Lebenszeichen, und spätestens seit einem Jahr wussten alle Affizierten, dass zwischen London, Turin und Mailand die Drähte heiß laufen und etwas Neues am entstehen ist. Zusammen mit illustren Gästen &#8211; u.a. Julia Kent und Marco Schiavo (Larsen)- wurde dieses nun fertig gestellt und nennt sich „Fun House Mirrors“.</p>
<p>Ich will den Vergleich mit „Messier Objects“ nicht überstrapazieren, doch ganz allgemein kann man &#8211; neben dem weitgehend helleren Klangbild &#8211; feststellen, dass die auch hier wieder unberechenbare, von Brüchen und Kontrasten geprägte Abenteuerlichkeit der zerfledderten Songs eine gänzlich andere ist. Hatte man beim Vorgänger das Gefühl, dass die Band im besten Sinne destruktiv vorging und neben vertrauten Mustern auch gestandene Klassiker von Duran Duran und Jefferson Airplane zersägte und vom Kopf auf die Füße stellte, so erscheinen die neuen Stücke, gleichwohl nach wie vor kollagenhaft, wie die Konstruktion einer ganz eigenen Kunstwelt. Im Opener scheint diese, vielleicht durch Tomasinis Flüstern am Anfang, sicher aber mehr noch durch den verspielten Computersound, in den sich eigentlich unpassende Rockriffs mischen, auf die Größe eines Puppenhauses geschrumpft, in das man wie durch einen Türspion linst. Wie illusionär dieser Schauplatz ist, bemerkt man spätestens, wenn der Sänger sich als „Snake oil salesman“, als Bauernfänger und Quacksalber vorstellt.</p>
<p>Die besondere Kunst der fünf Tracks besteht darin, all die Kontraste dennoch harmonieren zu lassen &#8211; davon abgesehen hat aber jedes der Stücke seine ganz eigene Exzentrik: In „Lustighe Ghai“ spricht, singt und krächzt Tomasini in einer Sprache, die an das erinnert, was sich ein Fremdsprachler vielleicht unter deutsch vorstellt, und ein bisschen musste ich auch an die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kWuT1mTU0ec">Interview-Passage aus „An hour with Ernesto Tomasini“</a> denken, in der er (nach einem besonderen Loblied auf Giuseppe Verdi) über Richard Wagner herzieht.</p>
<p>Die instrumentelle Kulisse aus Dröhnung, abgehackten Beats und Gitarrensoli hält sich hier noch zurück, in „Piume“, dessen Rezitation einem neorealistischen Film zur Ehre gereicht hätte, geht es schon etwas heftiger zur Sache, Noise tritt auf den Plan, gefolgt von unheimlichen, rückwärts gespielten Passagen. Wer glaubt, dass die Band hier schon in Spiellaune war, der hat das kryptisch betitelte „Nne“ noch nicht gehört, bei dem man zwischen Gedröhne und Gefrickel mit Postpunk-Echo die Orientierung verlieren könnte, bis dass das Growlen einer Bestie aus den Ritzen dringt. Ob das wirklich Tomsini ist, oder doch eher Palumbo? Der größte Trumpf wird erst zum Schluss aus dem Ärmel gezogen, denn das fast zwanzigminütige „Durch den Irrgarten hindurch“ enthält Episodenstoff für ein ganzes Album: Zwischen dem plastischen Vibrieren und dem smoothen Trompeten-Ausklang hangelt sich der Plot, in dessen Zentrum ein Vortrag über den Naturwissenschaftler Helmholtz steht, durch Easy Listening-Zitate und rituelles Pochen und Prasseln, das wohl Ameisies Handschrift trägt, durch schwebende Flächen, chaotische Brüche. Tomasini, der sich als Countertenor bislang merklich zurückhielt, zeigt hier zuguterletzt, zu wieviel Ausdrucksintensität er sich empor schwingen kann.</p>
<p>„Fun House Mirrors“ ist in der Tat so verwirrend wie ein Spiegelsaal, in dem man sich immer wieder vergeblich zu orientieren versucht &#8211; verwirrend auch, da sich Ernsthaftes und Hoax die Klinke in die Hand drücken und man kaum erkennt, wo das eine aufhört und das andere beginnt. Und doch wirkt alles wie eine runde Sache, die viel weniger als der Vorgänger auf Musikgeschichtliches bezogen scheint. Spätestens jetzt also sollten auch Zweifler erkennen, dass Almagest! nicht bloß ein Projekt, sondern eine Band ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.backwards.it/releases/fun-house-mirrors/26/">Backwards</a> </strong></p>
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		<title>L&#8217;OCEAN: Primio</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jun 2017 05:36:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Anfang von L&#8217;Oceans Debüt „Primio&#8221; wirkt fast ein wenig irreführend, denn bei dem ganz schön kratzigen, übersteuerten Noisesound gehen die entspannten Gitarrentwangs und die sparsamen Taktanschläge auf dem Klavier geradezu unter, zumindest für eine gewisse Zeit. Immerhin steht schnell &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/06/10/locean-primio/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/loceanprimio.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13315" title="loceanprimio" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/01/loceanprimio-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Anfang von L&#8217;Oceans Debüt „Primio&#8221; wirkt fast ein wenig irreführend, denn bei dem ganz schön kratzigen, übersteuerten Noisesound gehen die entspannten Gitarrentwangs und die sparsamen Taktanschläge auf dem Klavier geradezu unter, zumindest für eine gewisse Zeit. Immerhin steht schnell fest, dass es bei den gemächlichen Downtempo-Akkorden nicht (nur) um Schöngeistiges geht. Vielmehr steht hier alles im Zeichen einer Suche, die sich im Trial and Error-Verfahren durch<span id="more-13313"></span> Schönes und Verstörendes schlängelt, und manchmal, fast beiläufig auf dem Weg die perfekte Synthese zu finden scheint.</p>
<p>L&#8217;Ocean aus dem Raum Mailand ist mehr als eine Band im herkömmlichen Sinne, wie stark die Zusammensetzung im Laufe der zeit noch variieren wird, ist unklar, bekannt ist, dass die Gruppe von jungen Musikern mit verschiedenen Behinderungen im Rahmen der interdisziplinär ausgerichteten GP2 Social Service Cooperative ins Leben gerufen wurde, die Projekte und Trainings für Menschen mit und ohne Behinderungen ermöglicht. L&#8217;Ocean ging wohl aus einer Reihe an Workshops hervor, in denen Alltagsgegenstände zu Klangerzeugern umgebaut wurden. Als das Kollektiv immer mehr mit fertigen Kompositionen in die Öffentlichkeit trat, kam es zu Kollaborationen mit anderen, zum Teil bekannten Musikern, und die hier vertretenen Julia Kent, Fabrizio Modonese Palumbo und Ben Chasny sind nich nur als erfahrene Jammer ein gewinn, sondern sollten ihnen auch einen gewissen popularitätszuwachs garantieren.</p>
<p>Haben sich die dicken, grauen Noisewolken ersr einmal aus dem Opener verzogen, taucht die Musik ab in eine tiefe, fatalistische Kopfhängerstimmung, richtet sich darin ein und mündet in meditative Konzentriertheit. Umso mehr schrecken die enervierenden Noisegitarren im folgenden „The Space&#8221; auf, mehr noch das aufgeregte rhythmische Bellen irgendeiner Soundquelle, wenngleich der repetitive Takt immerhin eine gewisse Koheränz stiftet. „Acqua&#8221; steigert diese Unberechenbarkeit noch, wenn auch auf ganz andere Art, denn das taktlose Klopfen und Klingeln irgendwelcher Objekte und das barocke Saitenspiel setzen mehr auf gewagte Kontraste.</p>
<p>Doch immer wieder stellt sich das &#8211; subtile &#8211; Gefühl einer Stoßrichtung ein, bei der all dies eine vorübergehende Harmonisierung erfährt: So in „Melodia 75.2&#8243;, wenn die oben genannten Kontraste versuchsweise in folkigen Melodien aufgelöst werden, oder in „Fiery Drops&#8221;, wenn akustische Instrumente und umfunktionierte Sounds ihren dichotomischen Charakter verlieren und zu einem stimmigen Amalgam zusammenfließen. Doch der Verlauf der geschichte will es anders, lässt diese Harmonie wie eine Fata Morgana erscheinen, denn die beiden abschließenden Stücke ziehen noch mal alle Register der Heterogenen: Eindringliches rituelles Klingeln, kratzige Computersounds, martialische Rhythmen, rückswärts abgespielte Streichertracks, Folkgitarren u.s.w., und all dies möglichst erratisch und in Form provisorischer Andeutung.</p>
<p>Wer zum Schluss etwas Einheitliches erwartet, wird enttäuscht, doch ebenso geht es demjenigen, der in diesem Irrgarten nur die chaotische Aporie erhofft, denn was L&#8217;Ocean hier am ehesten feiern, ist die Magie des Stimmigen, das sich wie ein kleines Stück Festland im Ozean der zerfließenden Strukturen zu behaupten weiß. (J.G.)</p>
<p><strong>Label:<a href="http://www.gp2servizi.it"> GP2 Servizi</a></strong></p>
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		<title>LARSEN: Of Grog Vim</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 04:59:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht viel über Grog Vim, aber der Legende nach soll er eine moderne Renaissance-Figur gewesen sein, und selbst das mit der Vergangenheitsform ist so eine Sache, denn niemand weiß genau, ob er nicht vielleicht doch noch unter uns &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/27/larsen-of-grog-vim/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/imprec440_0.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12660" title="imprec440_0" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/imprec440_0-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich weiß nicht viel über Grog Vim, aber der Legende nach soll er eine moderne Renaissance-Figur gewesen sein, und selbst das mit der Vergangenheitsform ist so eine Sache, denn niemand weiß genau, ob er nicht vielleicht doch noch unter uns weilt. Als man noch mehr von ihm mitbekam, war er auf der Suche nach einer Art Weltformel, und sein letztes Lebenszeichen war eine Mondfahrt, die allgemein als Fahrt nachhause interpretiert wurde, da er bereis zu Forschungszwecken auf unserem Trabanten war. Man findet ihn übrigens in keiner Enzyklopädie, aber das macht nichts, denn der Mythos, den<span id="more-12659"></span> Larsen auf ihrem aktuellen Album spinnen, ist in seinem rein andeutenden Charakter aussagekräftig genug.</p>
<p>Man muss dazu sagen, dass die Angaben, die die Band um Fabrizio Modonese Palumbo über die Geschichte macht, nicht weit über diese kurze Zusammenfassung hinausgehen, aber das macht nichts, denn das musikalische Narrativ, das sie auf ihrem derzeit wieder rein instrumentalen Album entwerfen, lässt an emotionalem Reichtum kaum Wünsche offen. Am Ende fällt auf, dass man den ominösen Grog Vim ganz vergessen hat, aber irgendwie hat man zugleich das Gefühl, einiges über die Geschichte zu wissen.</p>
<p>Larsen, diesmal nur vom Swans-Drummer Thor Harris unterstützt, arbeiten mit vertrauten Mitteln, und es ist schön zu sehen, dass sie nach einer Zeit intensiver Kollaborationen mit Sängern wie zuletzt Little Annie, immer noch das können, was ihre klassischen Arbeiten ausmachte: Mit auf den ersten Eindruck recht einfachen Mitteln wie repetitiven Rockstrukturen, anrührenden Pianopassagen, spacigen Synthies und einer subtilen Steigerung von Fülle und Intensität eine Stimmung zu erzeugen, die nicht primär zur Konzentration einlädt, die aber eine fast meditative Wirkung erzeugt, wenn man die Konzentration aus eigenem Wunsch vornimmt.</p>
<p>In der Musik, die gerne ein bisschen wehmütig, doch nie klagend und immer genügsam rüberkommt, wirkt alles stimmig und jeder Ton scheint an der richtigen Stelle zu sitzen. Und doch gibt es eine Menge, über das man auf Grog Vims Reise von der Geburt zur finalen entgrenzten Mondfahrt stolpern kann: Treibende Snares und überraschend lärmendes Scheppern und Rauschen, zudem drängendes, disharmonisches Feedback, fast metallastige Passagen – viele Details, die die noisigen Anfänge der Band in Erinnerung rufen. Aber ebenso Schöngeistiges, das an traditionelle Instrumente aus verschiedenen Kulturen erinnert, manchmal sogar Einsprengsel, die wie das Summen menschlicher Stimmen klingen. Viele der musikalischen Motive werden auch eher „sanft“ angedeutet, wecken Assoziationen und verschwinden wieder im Fluss der weiterziehenden Musik, aber ähnlich wie bei Kafkas „Proceß“ bemerkt man das Fragmentarische nicht unmittelbar.</p>
<p>All dies ist schon deshalb erwähnenswert, weil es so gekonnt in den harmonischen Fluss der Musik eingebettet und auf die Reise mitgenommen wird, aber auch weil es den jeweiligen kleinen Wegstrecken, die die einzelnen Stücke darstellen, eine spezielle Kulisse mit eigenen Farben und Figuren gibt. Über den Helden muss man dabei nicht viel Worte verlieren, und Larsen haben ihm sicher nicht grundlos ein Instrumentalalbum gewidmet.</p>
<p>Übrigens gab ich früher immer den Alben bzw. Tracks den Vorzug, bei denen die Turiner mit Gastsänger(innen) arbeiteten. Während Larsen und David Tibet meines Erachtens nur bedingt funktionierten, überzeugten Jaboe etwa und Little Annie in diesem Kontext besonders gut, man denke nur an das Album „Le Fever Lit“ mit dem großartigen Song „Lefrac City Limits“. „Of Grog Vim“ lässt mich diesen Eindruck jedoch leicht korrigieren, nicht nur weil hier nichts fehlt, sondern auch weil die Band so ganz mit sich allein einen noch besseren Blick auf das Wesen ihrer Musik offenbart. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.importantrecords.com/">Important Records</a></strong></p>
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		<title>FATHER MURPHY: Lamentations</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2015 05:43:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist gerade einmal acht Monate her, dass Father Murphy ihr Album „Croce“ herausbrachten. Mit der EP “Lamentations” kommt dann noch im alten Jahr ihre „Trilogy of The Cross“ zum Abschluss, zu der noch das im Januar erschienene Tape „Calvary“ &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/12/05/father-murphy-lamentations/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/fathermurphylamentations.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11004" title="fathermurphylamentations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/fathermurphylamentations.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist gerade einmal acht Monate her, dass Father Murphy ihr Album „Croce“ herausbrachten. Mit der EP “Lamentations” kommt dann noch im alten Jahr ihre „Trilogy of The Cross“ zum Abschluss, zu der noch das im Januar erschienene Tape „Calvary“ zählte – alle drei Teile der im Zeichen eines eigenwilligen Noise Rock ins Leben gerufenen und mittlerweile immer mystischer und ritueller ausgerichteten Band sind der Auseinandersetzung mit dem ambivalent empfundenen katholischen Erbe der beiden Italiener Chiara und (Reverend) Freddy Murphy gewidmet: der <span id="more-11003"></span>spirituellen Suche, der Angst, dem Versuch, all dies auch mit einer feinsinnigen Ironie zu verknüpfen, dem Gefühl vom Schuld und nicht zuletzt auch dem Wunsch nach Vergebung und Erlösung.</p>
<p>Steht die gesamte Trilogie bereits im Zeichen ihrer schrittweisen Abwendung vom Rock – allein schon durch den Weggang des Schlagzeugers Vittorio &#8211; so gibt es auch innerhalb der Reihe große Veränderungen. Auf „Lamentations“ sind die Neuerungen auch und v.a. klanglicher Natur, denn der Reverend lässt diesmal seine elektrische Gitarre komplett im Instrumentenschrank und gibt stattdessen der Trompete, die auch früher gelegentlich zu hören war, mehr Raum. Desweiteren wurde im Studio mit anderen Leuten gearbeitet, zu nennen wären der Toningenieur Paul Beauchamp (Blind Cave Salamander) und v.a. Produzent Fabrizio Modonese Palumbo (u.a. Larsen), der sich bei der Soundgestaltung  zumindest laut Label stark an Gruppen wie Coil (ich zog bereits <a href="http://africanpaper.com/2013/03/23/father-murphy-orsanti-they-called-them/">hier</a> einen Vergleich) und Nurse With Wound orientiert haben soll.</p>
<p>Schon recht früh in „Mercy and Truth“, dem ersten der beiden Tracks, fällt einem die originelle Abmischung auf, bei der Freddies mantraartige Wiederholung des Wortes „Mercy“ stark im Vordergrund steht. Der mystischen Aura des dumpfen Pulsierens tut dies jedoch keinen Abbruch, und wenn das Ritualistische dank Bläsereinsatz zwischendrin immer mal ins arg Verspielte kippt, hellt auch dies die Stimmung nicht auf, sondern hinterlässt mit der Frage, ob all dies nicht doch alles ironisch gemeint ist, eher Irritation. Ich finde die Assoziation eines amerikanischen Journalisten, der an eine Monthy Python-Version eines italienischen Horrorstreifens denken musste, zwar etwas übertrieben, aber ich kann nachvollziehen, wie er darauf kam.</p>
<p>Der größte Bruch ereignet sich mit Chiaras kindlichem Stimmeinsatz, die mit anrührendem Pathos „Save us from us“ anstimmt (wer denkt da nicht an David Tibets Zeile „Who will deliver me from myself“ aus Current 93s „Black Ships Ate The Sky“?), wonach auch schon bald der zweite, wesentlich droniger gestaltete Titeltrack beginnt. Auf dem Teppich einer mediterran anmutenden Harmonium-Melodie, die ab und an von unpassend schnellen Takten durchkämmt wird, ereignen sich zahlreiche klangliche und rhythmische Details, bis das Ganze in einem fast kathartischen Crescendo aus den jaulenden Stimmen von Freddy und Chiara kulminiert.</p>
<p>Laut Eigenangabe ist „Lamentations“ von einer nicht ganz seriösen Lektüre des Buches Jeremia und der Beschäftigung mit der Orthodoxen Liturgie inspiriert, aber letztlich erhellen solche Querverweise das Dunkel Father Murphys nur gering. Das allerdings tut der Wucht auch dieser Veröffentlichung, die einmal mehr stark von Unterdeterminiertheiten lebt, nicht den geringsten Abbruch. (U.S.)<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Label: Backwards</strong></p>
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		<title>(r): All About Satan</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2015 05:12:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Satan musste schon viele Platten über sich ergehen lassen, einige gute und zahllose schlechte, mitunter ganze Musikgenres, aber ganz sicher ist ihm das ziemlich egal, und ob er sich in einer der Vorstellungen über ihn &#8211; einer biblischen, einer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rallabout.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10880" title="rallabout" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rallabout-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Satan musste schon viele Platten über sich ergehen lassen, einige gute und zahllose schlechte, mitunter ganze Musikgenres, aber ganz sicher ist ihm das ziemlich egal, und ob er sich in einer der Vorstellungen über ihn &#8211; einer biblischen, einer mittelalterlichen, einer gegenaufklärerischen oder einer libertären &#8211; besonders wiedererkennt, bleibt sein Geheimnis. Es ist heute schwer, ihm ein Album zu widmen, mit dem man nicht abgedroschen wirkt, und genau genommen gibt es nur zwei Wege, dies auf die Beine zu bringen. Der eine besteht darin, alle<span id="more-10879"></span> Klischees konsequent zu bejahen, wie das am besten im erdigen Stonerdoom a la The Devil&#8217;s Blood gelingt. Ein anderer Weg besteht darin, Schrägheit, Humor und atmosphärische Düsternis derart krude zu mischen, dass daraus so etwas wie ein diabolisches Cabaret Voltaire entsteht. Zeit für den Auftritt von (r) alias Fabrizio Modonese Palumbo.</p>
<p>Auf eine gewisse Weise gibt &#8220;All About Satan&#8221; nicht nur das Bizarre, sondenr auch die schiere Unübersichtlichkeit des Gegenstandes wieder, denn im Verlauf des Albums reihen sich musikalische, textliche, bildliche und filmische Zitate (die nicht zwangsläufig mit dem Teufel zu tun haben müssen, mit Palumbos Idee dazu aber in Bezug gesetzt werden können) aneinander, und bei der Suche nach dem musikalischen Ort des Ganzen sieht man sich so mancher Finte ausgesetzt. Mag der kleinste gemeinsame Nenner auch die grosteske, bisweilen schalkhafte Düsternis sein, so manifestiert sich diese jedoch in äußerst welchselhafter Gestalt: schwere Drones und infernalischer Soundbrei, gruselige Kinderstimmen und grummelige Spoken Words, groovige Jazzklänge und Black Metal-Gekeife &#8211; all dies reicht sich hier die Hand, um die Gestalt des Albums in steter Transformation zu halten.</p>
<p>Dabei beginnt zunächst alles so trügerisch schön mit dem shmoothen Bowie-Cover &#8220;Five Years&#8221; und Palumbos Stimme, die ganz nah am Ohr und ultrarelaxt die Zeilen zu stilvollen Twangs vorträgt, doch schon dieses intime Idyll wird konterkariert durch anstrengende Backing Vocals und eher störendes Pfeifen und Rattern. Gerade die stärksten Songs leben von dieser ständigen Gratwanderung zwischen Wohlklang und Disharmonie, in der hypnotisch pulsierenden Interpretation des Klassikers &#8220;Bolero Triste&#8221; sind es unheilvolle Schleif- und Kratzgeräusche, die nach einiger Zeit jedoch mit einer groovigen Orgel verschmelzen und in eine orientalisch anmutende Melodie übergehen. Weitere atmosphäriche Highlights sind die um eine Rede aus John Boormans Film &#8220;Zadok&#8221; gebaute Perkussionsnummer &#8220;Oslide Sint Verlac Pink &#8221; und &#8220;Moira&#8217;s Hands&#8221;, das mit einer Sopranstimme und einem pittoresken Wolkenbruch die Stimmung von Gothic Horror-Filmen a la Sergio Martino in Erinnerung rufen.</p>
<p>In all seinen schwierigen und grotesken Seiten ist &#8220;All About Satan&#8221; allem voran eine gelungene Kraftplatte, für die (r) und für den Feinschliff der immer zu Unrecht als Softie verschriene Jamie Steward (Xiu Xiu) Anerkennung verdienen.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.cheapsatanism.com/">Cheap Satanism Records</a></strong></p>
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