<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Fatima Al Qadiri</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/fatima-al-qadiri/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>FATIMA AL QADIRI: Gumar</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/03/25/fatima-al-qadiri-gumar/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/03/25/fatima-al-qadiri-gumar/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2023 05:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Gumar]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperdub]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=34180</guid>
		<description><![CDATA[Über die Symbolik des Mondes könnte man ganze Bibliotheken füllen. Das Metzler Lexikon literarischer Symbole beschreibt ihn einleitend als &#8220;Symbol der ständigen Erneuerung, der Nacht, der Freundlichkeit, der göttl. Ordnung, der Liebe, des Trostes, des Bösen und Fremden sowie der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/03/25/fatima-al-qadiri-gumar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/HDB145_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34184" title="HDB145_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/HDB145_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über die Symbolik des Mondes könnte man ganze Bibliotheken füllen. Das Metzler Lexikon literarischer Symbole beschreibt ihn einleitend als &#8220;Symbol der ständigen Erneuerung, der Nacht, der Freundlichkeit, der göttl. Ordnung, der Liebe, des Trostes, des Bösen und Fremden sowie der Dichtung&#8221; und deutet schon damit auf seine vielseitige, bisweilen arbiträr wirkende Bildlichkeit.<span id="more-34180"></span></p>
<p>Etwas schwer greifbar &#8220;Linkshändiges&#8221;, das sowohl mit Rausch und Leidenschaft, als auch mit verzweifelten Gefühlen verknüpft sein kann, zeichnet sich aber wie ein vager roter Faden ab, wenn man tiefer in die Materie dringt. In Marc Almonds mehrwürdig bilingual betiteltem Song &#8220;Madame de la Luna&#8221; wird der &#8220;dilirious moon&#8221; zum Symbol des Außer-sich-Seins in verschiedener Form, zu einem bittersüßen Opiat, das dem Wahn, der Hoffnung und der Todessehnsucht Nahrung gibt. Das freilich sind &#8211; auch im Fall des erwähnten Lexikonartikels &#8211; Beispiele aus dem westlichen Kulturraum, doch wenn man einen Blick über den entsprechenden Tellerrand wagt, könnte man vielleicht den Eindruck einer gewissen Universalität bekommen.</p>
<p>Auch die aus Kuweit stammende Musikerin Fatima Al Qadiri hat ihre neue 10&#8243;-EP nach dem Mond benannt, der im Arabischen oder zumindest in der Variante der Golfregion Gumar heißt. Gumar ist in dem Zusammenhang auch der Name einer Jugendfreundin der Künstlerin, die einen in der lokalen Tradition verwurzelten Klangegesang studiert hat und auf &#8220;Gumar&#8221; erstmals als Vokalistin mit Al Qadiri zusammenarbeitet. Auch wenn beide letztlich ganz unterschiedliche musikalische Wege eingeschlagen haben, verband sie doch eine gemeinsame Leidenschaft zu dieser Art des Singens, was nun endlich zu einem gemeinsamen Projekt geführt hat. Der Titel ist allerdings nicht nur eine Hommage an die Freundin, denn die symbolische Ambiguität des mysteriösen Erdtabanten ist auch in den wenigen Worten, die auf dieser Veröffentlichung ihren Raum haben, omnipräsent.</p>
<p>Allein in der musikalischen Form der vier Songs ist diese Ambiguität zwischen leidenschaftlicher Hingabe und einer tiefen Verzweiflung zu spüren. Der Gesang, der in jedem der Songs wie vom Wind verweht durch den Raum schwebt und doch immer klar und deutlich wahrzunehmen ist, und die vermutlich auf gut bearbeiteten Synthies basierende, vordergründig ambiente Musik bilden dabei eine miteinander halb verschmolzene Einheit, wobei man das Wort &#8220;halb&#8221; durchaus unterstreichen kann, denn beides hat immer deutliche eigene Konturen. Der Opener und Titelsong stimmt darauf ein mit orgelartigen Hintergrundsounds und einer niemals transparenten, sondern prachtvoll schwebenden Stimme, die in nur zwei mehrfach wiederholten Fragesätzen den Mond direkt aufruft und ihn sehnsuchtsvoll nach seinem Verbleiben fragt.</p>
<p>In &#8220;Fidetik&#8221; werden einfache melodische Tonfolgen wie Nebelwellen immer wieder in den Raum gestoßen, während der Gesang aus verschiedenen Richtungen des Raumes eine fast trancehafte Klage anstimmt. Auch all dies klingt, gleichwehl der Himmelkörper nicht direkt erwähnt wird, nach einer &#8220;moon music in the light of the moon&#8221;. Die wenigen Worte, die hier fallen, drücken absolute Hingabe aus. Ich lege mein Leben für dich nieder, heißt der einzige, stetig wiederholte Satz des Textes, und der Ausspruch wurde wohl traditionell als Ausdruck der Ergebenheit gegenüber einem Stammeshäuptling geäußert, metaphorisch allerdings ist er auch so etwas wie ein Ausdruck einer absolut hingebungsvollen Liebe. In regelmäßigen Abständen ertönen lautere, aufschreckende Sounds, doch auch ohne die hätte die Musik hier durchaus eine gewisse Wucht.</p>
<p>&#8220;Mojik&#8221; ist eine textlich ebenso knapp gehaltene Anrede an die Wellen, in denen das lyrische Ich ertrinkt. Dieses Stück lässt im Klang Erinnerungen an kosmische Musik und die elektronische Avantgarde der frühen 80er aufkommen, doch es ist in seinen lauten Dröhnwellen auch noch um einiges dramatischer als die vorangegangenen Stücke. &#8220;Meriem&#8221; greift eines der typischen Song- und Lyrikthemen der arabischen Tradition auf, die unerwiderte Liebe. &#8220;Warum hast du mich verlassen?&#8221;, erklingt es entsprechend auf arabisch, und wenn gegen Ende der Satz noch einmal mit einer verfremdeten, maskulin klingenden Stimme wiederholt wird, scheint das fast der Tatsache der geschlechterübergreifenden Universalität des Themas Rechnung zu tragen.</p>
<p>Der mitunter diffusen Ungreifbarkeit des Themas entspricht das durchgehend nur andeutungshafte Surfen auf Motiven und atmosphärischen Nuancen, das keineswegs die Ausdruckskraft schmälert, sondern diese vielmehr mit einer enormen Weite bereichert. Schade, dass kein Album daraus geworden ist. (U.S. )</p>
<p><strong>Label: Hyperdub</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1794517452/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/03/25/fatima-al-qadiri-gumar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fatima al Quadiri mit neuem Album auf Hyperdub</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/04/06/fatima-al-quadiri-mit-neuem-album-auf-hyperdub/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2021/04/06/fatima-al-quadiri-mit-neuem-album-auf-hyperdub/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 03:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperdub]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=24838</guid>
		<description><![CDATA[Die Producerin Fatima al Quadiri, die zuletzt mit dem in Kollaboration entstandenen Soundtrack zum Film Atlantics auf sich aufmerksam machte, bringt den Nachfolger von &#8220;Shaneera&#8221; heraus. &#8220;Medieval Femme&#8221; ist als zusammenhängende Suite konzipiert, der von der Lyrik &#8220;mittelalterliche&#8221; arabischer Dichterinnen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/06/fatima-al-quadiri-mit-neuem-album-auf-hyperdub/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Producerin Fatima al Quadiri, die zuletzt mit dem in Kollaboration entstandenen Soundtrack zum Film Atlantics auf sich aufmerksam machte, bringt den Nachfolger von &#8220;Shaneera&#8221; heraus. &#8220;Medieval Femme&#8221; ist als zusammenhängende Suite konzipiert, der von der Lyrik &#8220;mittelalterliche&#8221; arabischer Dichterinnen inspirierte Motiv-Komplex zeichnet die Erkundung eines islamischen Gartens nach, bei der Wirklichkeit und Fiktion und die Illusion von Vergangenheit und Zukunft immer mehr verschwimmen. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/medievalfemmesfaq.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24840" title="medievalfemmesfaq" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/medievalfemmesfaq.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-24838"></span>Passend zu diesem Setting werden Instrumente der alten arabischen Musik in verfremdeter Form in das elektronische Klangbild eingebunden, melodische Motive traditioneller Musik werden zitathaft eingebunden und nehmen so einen großen Raum im musikalischen Gesamtbild ein. Als Covermotiv wurde eine Zeichnung ihrer Mutter Thuraya Al-Baqsami aus dem Jahr verwendet und gestalterisch aufbereitet von Designer Hussein Nassreddine. &#8220;Medieval Femme&#8221; &#8211; al Quadiris &#8220;delirious romantic arabesque fantasy album&#8221; erscheint am 10. Mai (digital) bzw Juli (Vinyl) bei Hyperdub.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3748647981/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2021/04/06/fatima-al-quadiri-mit-neuem-album-auf-hyperdub/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>HyperSwim: Hyperdub feiern ihr 15jähriges Bestehen mit Download-Compilation</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/19/hyperswim-hyperdub-feiern-ihr-15jahriges-bestehen-mit-download-compilation/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/11/19/hyperswim-hyperdub-feiern-ihr-15jahriges-bestehen-mit-download-compilation/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 13:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Adult Swim]]></category>
		<category><![CDATA[Angel-Ho]]></category>
		<category><![CDATA[Burial]]></category>
		<category><![CDATA[DJ Haram]]></category>
		<category><![CDATA[Doon Kanda]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperdub]]></category>
		<category><![CDATA[Kode9]]></category>
		<category><![CDATA[Laurel Halo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=19469</guid>
		<description><![CDATA[Burial, Laurel Halo, Doon Kanda, Kode9, Fatima al Qadiri, Angel-Ho, DJ Haram und zwölf weitere Künstler des Labels haben exklusive Tracks abgeliefert, um anderthalb Jahrzehnte Hyperdub mit einer umfangreichen Compilation zu feiern. &#8220;HyperSwim&#8221; entstand in Zusammenarbeit mit dem Portal Adult &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/19/hyperswim-hyperdub-feiern-ihr-15jahriges-bestehen-mit-download-compilation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Burial, Laurel Halo, Doon Kanda, Kode9, Fatima al Qadiri, Angel-Ho, DJ Haram und zwölf weitere Künstler des Labels haben exklusive Tracks abgeliefert, um anderthalb Jahrzehnte Hyperdub mit einer umfangreichen Compilation zu feiern. &#8220;HyperSwim&#8221; entstand in Zusammenarbeit mit dem Portal Adult Swim, einem auf Serien spezialisierten Streaming-Netzwerk, und ist ab dem 22. November als Stream und Download erhältlich.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/hyperswim.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-19471" title="hyperswim" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/hyperswim.jpg" alt="" width="755" height="755" /></a></p>
<p><a href="https://hyperdub.bandcamp.com/"><strong><span id="more-19469"></span>Hyperdub</strong> </a></p>
<p><a href="http://www.adultswim.com/"><strong>Adult Swim</strong></a></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/gB0w50Dh5RY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/11/19/hyperswim-hyperdub-feiern-ihr-15jahriges-bestehen-mit-download-compilation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FATIMA AL QADIRI: Shaneera</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/11/25/fatima-al-qadiri-shaneera/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2017/11/25/fatima-al-qadiri-shaneera/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Nov 2017 07:55:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bobo Secret]]></category>
		<category><![CDATA[Chaltham]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperdub]]></category>
		<category><![CDATA[Lama3an]]></category>
		<category><![CDATA[Naygow]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=14530</guid>
		<description><![CDATA[Im Laufe der letzten Jahre hat Fatima al Qadiri einen eigenen, trademark-artigen Stil und Sound entwickelt, einen elektronischen Klangkosmos, der auf rein materieller Ebene an die Schlichtheit von Plastikspielzeug erinnert, in dem die Sounds aber zu derart originellen und teilweise &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/25/fatima-al-qadiri-shaneera/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/fatimaalqadirisaneera.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14531" title="fatimaalqadirisaneera" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/fatimaalqadirisaneera-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Laufe der letzten Jahre hat Fatima al Qadiri einen eigenen, trademark-artigen Stil und Sound entwickelt, einen elektronischen Klangkosmos, der auf rein materieller Ebene an die Schlichtheit von Plastikspielzeug erinnert, in dem die Sounds aber zu derart originellen und teilweise feinen Strukturen verarbeitet werden, dass sie ganz selbstverständlich über sich hinaus wachsen.<span id="more-14530"></span></p>
<p>Je nach Thema verknüpft sie dies immer wieder mit instrumentellen oder melodischen Versatzstücken traditioneller Musik aus dem Mittleren Osten oder Ostasien, die im typischen Al Qadiri-Setting in einer computerspielartigen Welt aufgehen. Mit einem Begriffspaar von Umberto Eco gesprochen zählt sie dabei aber weniger zu den Apokalyptikern, die die Verkünstlichung anprangern, sondern zu den Integrierten, die die Dekonstruktion des Alten feiern und auf dessen Fundament neues entstehen lassen.</p>
<p>Auf ihrem neuen Minialbum &#8220;Shaneera&#8221; geht es einmal mehr um eines ihrer zentralen Themen, nämlich um heikle Geschlechterfragen in ihrem Herkunftsland Kuweit und der arabischen Welt allgemein. &#8220;Shaneera&#8221; oder &#8220;Shanee&#8217;a&#8221; ist ein leicht verändertes arabisches Adjektiv und bedeutet soviel wie &#8220;empörend&#8221;. In den letzten Jahren wurde es zu einem positiv kodierten Wort für eine Frau, die sich herkömmlichen Geschlechtererwartungen bezüglich Anstand, aber auch bezüglich Weiblichkeit generell entzieht. Bezeichnenderweise hat Al Qadiri mit Bobo Secret und anderen ausschließlich männliche Sänger und MCs eingeladen, um die z.T. aus Internetforen zitierten Messages der Evil Queens in verschiedenen arabischen Dialekten zu interpretieren.</p>
<p>In proklamatorischer Geste und mit ordentlichem Hall unterlegt entfalten sie zusammen mit dem griffigen Synthies und den aufwühlenden Pauken und Handdrums ein kraftvolles Pathos. Mit dem einfachen Repetitionen und plakativen Halleffekten scheint sie ebenso zu spielen wie mit dem vordergründigen Orientalismus zahlreicher Motive, die sie perfekt in den artifiziellen Rahmen einbaut, was dann jedem falschen Authentizitätsanspruch einen Riegel vorschiebt. Ohne Kenntnisse des Arabischen entgeht einem natürlich einiges an Inhalt, aber die z.T. aggressiv hektischen Vocals und die Plötzlichkeit einiger alarmistischer Synthieattacken sprechen eine deutliche Sprache. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://hyperdub.net/">Hyperdub</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2017/11/25/fatima-al-qadiri-shaneera/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FATIMA AL QADIRI: Brute</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/03/19/fatima-al-qadiri-brute/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/03/19/fatima-al-qadiri-brute/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2016 05:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Babak Radboy]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperdub]]></category>
		<category><![CDATA[Josh Kline]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=11682</guid>
		<description><![CDATA[Mit einem ordinären Hype hat die stetig wachsende Anerkennung Fatima al Qadiris als Producer wenig zu tun, denn selbst wenn sich die Stylerfraktion der elektronischen Musik zu Wort meldet, ist nie ausschließlich von ihrer Originalität die Rede, sondern ebenso sehr &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/19/fatima-al-qadiri-brute/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/fatimaalqadiribrute.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11683" title="fatimaalqadiribrute" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/02/fatimaalqadiribrute-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit einem ordinären Hype hat die stetig wachsende Anerkennung Fatima al Qadiris als Producer wenig zu tun, denn selbst wenn sich die Stylerfraktion der elektronischen Musik zu Wort meldet, ist nie ausschließlich von ihrer Originalität die Rede, sondern ebenso sehr von ihrem Talent für stimmige inhaltliche Konzepte, die immer eine politische Dimension haben und stets über subtile Andeutungen ästhetisch umgesetzt werden. Dabei wird keineswegs mit Lob für ihr handwerkliches Können gespart. Zurecht, muss man ergänzen.<span id="more-11682"></span></p>
<p>Dass China in der Projektion eines modernen, jugendlichen Exotismus ein interessantes Faszinosum darstellt und zugleich den verbreiteten Hang zu Alterisierung bloslegt, demonstrierte sie in ihrem Album „Asiatisch&#8221; in einem recht knapp umrissen Soundkonzept, welches pseudotraditionelle Klischees im Handumdrehen mit der Musik von Computerspielen kombinierte. Mit der Band Future Brown arbeitete sie fernab ihrer gewohnten Stringenz und kombinierte die Einflüsse diverser elektronischen Genres aus mehreren Kontinenten zu einem opulenten Stück Transkulturalität.</p>
<p>Auf ihrem gerade erschienen Album „Brute&#8221; kehrt sie wieder zu ihrer monothematischen Konzeptualität zurück und widmet sich einem nicht primär ästhetischen Phänomen, nämlich dem Thema Polizeigewalt in all seinen Verknüpfungen zu Faktoren wie race, class und gender. Wie setzt man so etwas nun um in einer Musik, die der Sprache einen relativ geringen Raum überlässt? Man darf vorwegnehmen, dass al Qadiri dem Rezipienten einiges an Interpretationsspielraum überlässt, denn die wenigen inhaltlichen Hinweise neben den Angaben des Labels beschränken sich auf das Cover, das eine beliebte Trickfigur in Uniform zeigt, auf den Titel und insgesamt drei Samples, in denen (vermutlich amerikanische) Reporter über Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten auf jüngeren Protestaktionen berichten.</p>
<p>Der Rest, und das ist nicht wenig, ist eine Musik, die all dies atmosphärisch eindrücklich auszuschmücken und zu kommentieren weiß. Bis auf gehauchte Chorsamples ist die Musik rein instrumental gehalten. Von übersichtlicher Struktur und einer sauberen, plastischen Produktion schwankt die Musik zwischen retrolastigen Ambientklängen und rhythmischer Electronica leicht aggressiver Gangart, die stellenweise geradezu nach einem schmissigen MC schreit, der seine düstere Message über die Schattenseiten einer aus den Fugen geratenen Autorität kundtut, doch hier leisten die von unerreichbarem Trost kündenden Frauenstimmen und die bedeutungsschwer hallenden Soundscapes mehr, und egal in welchem Tempo die Musik daherkommt, sie ist durchgehend hochemotional.</p>
<p>Ähnlich wie in „Asiatisch&#8221; baut Al Qadiri auch hier traditionell klingende Elemente ein, die den futuristischen Grundtenor nur unterstreichen und nicht weiter entfernt sein könnten von Nostalgie und exotisierendem Fernweh. Hier entfalten sie allerdings eine weitaus vagere, rein gefühlsmäßige Semantik. Hier und da klingt eine verwehte Mandoline an und verbindet sich wie selbstverständlich mit einer technoiden Soundfläche, und einige Stücke erinnern &#8211; trotz handclaps, Propellern und berstendem Glas &#8211; mehr als nur entfernt an Soundtracks bluttriefender Sandalenschinken oder mittelalterlicher Hollywood-Romanzen. Ohnehin fühlt man sich durchgehend in einen Blockbuster versetzt, in dem Bilder von eskalierenden Protestkundgebungen vorbeiziehen, wie sie gegen Ende ein gesampleter Reporter evoziert: Kravallmacher mischen eine bislang friedliche Demonstration auf und verwandeln diese in kurzer Zeit in eine Orgie der Gewalt. Die Unruhestifter sind schwer bewaffnet und tragen Uniformen mit Abzeichen&#8230;</p>
<p>Der Kommentar, den die Musik dazu abgibt, lässt diese Bilder wie die ferne Erinnerung an eine fremdartige Welt erscheinen, eingehüllt in eine dunkel getönte, in Tränen getränkte Wehmut. Doch gerade diese Ambiguität aus Emotionalität und Distanz lässt die Aktualität des Stoffes umso deutlicher aufscheinen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Hyperdub</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/03/19/fatima-al-qadiri-brute/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FUTURE BROWN: s/t</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/05/16/future-brown-st/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2015/05/16/future-brown-st/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 May 2015 05:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Asma Maroof]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Pineda]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Future Brown]]></category>
		<category><![CDATA[J-Crush]]></category>
		<category><![CDATA[Lit City Trax]]></category>
		<category><![CDATA[Nguzunguzu]]></category>
		<category><![CDATA[Warp]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10007</guid>
		<description><![CDATA[Ein gelungener musikalischer Hybrid oder einfacher ausgedrückt eine gute Stilmischung erkennt man daran, dass die einzelnen Komponenten zwar an vielen Stellen miteinander verschmelzen und überraschend Neues zutage tragen, sich dabei aber keineswegs in einem assimilierten Einheitsbrei auflösen. Visionen dieser Art &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/16/future-brown-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/futurebrown.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10008" title="futurebrown" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/futurebrown-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein gelungener musikalischer Hybrid oder einfacher ausgedrückt eine gute Stilmischung erkennt man daran, dass die einzelnen Komponenten zwar an vielen Stellen miteinander verschmelzen und überraschend Neues zutage tragen, sich dabei aber keineswegs in einem assimilierten Einheitsbrei auflösen. Visionen dieser Art sind seit Jahren aktuell, und die virtuosesten Resultate finden sich im Bereich elektronischer Producer-Musik. Am Debüt des Allstar-Projektes Future Brown werden sich die Geister scheiden. Alle, die sich unter<span id="more-10007"></span> Hybridisierung einen öden melting pot vorstellen, werden bei der wilden Mixtur aus Genres, Stimmen und Stimmungen einen Reizschock erleiden, wer dagegen eine museale Präsentation unversehrter Stile mit klaren Konturen erwartet, wird Future Brown den Untergang von Abend- und Morgenland zugleich zur Last legen.</p>
<p>Der Kern der Gruppe besteht aus der gerade angesagten Fatima al Qadiri, J-Crush von der Combo Lit City Trax sowie Asma Maroof und Daniel Pineda alias Nguzunguzu, und was die Herrschaften hier bieten, ist ein furioses Mashup aus elektronischen und betont artifiziellen weltmusikalischen Bauformen, wobei die verschiedenen braungefärbten Fäden u.a. von Dancehall über Reggae(ton) zu älteren jamaikanischen Stilen reichen oder vom gleichen Ausgangspunkt über Grime, zu R&#8217;n'B und dergleichen &#8211; ja, &#8220;Future Brown&#8221; ist auch ein Namedropping-Generator erster Güte. Die kosmopolitischen Biografien der Beteiligten und ihr Hintergrund als Producer ist der Kitt, der die unterschiedlichen kulturellen Prägungen zusammenhält, doch mit der Auswahl an Vokalisten verschiedener Geschlechter, Sprachen und Musiktraditionen wird jeder Art von Harmonisierung wieder entgegengewirkt. Harte, agressive Raps vor sanften Instrumentalspuren mit fast kindlicher Melodie, einschmeichelnder hispanischer Gesang vor einer düsteren, statisch anmutenden Soundwand lassen niemanden zur Ruhe kommen, der sein Heil in simplen Analogien sucht.</p>
<p>Fast ist es ein bisschen schade, dass die feinsinnig ziselierte Black Music mit ihren an <a title="FATIMA AL QADIRI: Asiatisch" href="http://africanpaper.com/2014/04/26/fatima-al-qadiri-asiatisch/">al-Qadiris Solodebüt</a> erinnernden Asiatica und den allgegenwärtigen Handclaps so durchgehend smooth und hochgezüchtet daherkommt, aber dies ist freilich eine Geschmacksfrage, die sich komplett anderen Hörerfahrungen schuldet. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://warp.net">Warp</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2015/05/16/future-brown-st/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FATIMA AL QADIRI: Asiatisch</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/04/26/fatima-al-qadiri-asiatisch/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/04/26/fatima-al-qadiri-asiatisch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2014 04:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima Al Qadiri]]></category>
		<category><![CDATA[Helen Feng]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperdub]]></category>
		<category><![CDATA[Nova Heart]]></category>
		<category><![CDATA[Sinead O'Connor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=8492</guid>
		<description><![CDATA[Unter Exotismus versteht der gebildete Europäer die romantisierende Verklärung fremder Kulturen. Ob es dabei um Abenteuer, Kitsch oder politische Utopien geht – die fremde Kultur selbst mit all ihren schwer verständlichen Eigenheiten bildet meist nur eine Leinwand, auf die Träumer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/26/fatima-al-qadiri-asiatisch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/fatimaalqadiriasiatisch.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8493" title="fatimaalqadiriasiatisch" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/fatimaalqadiriasiatisch-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter Exotismus versteht der gebildete Europäer die romantisierende Verklärung fremder Kulturen. Ob es dabei um Abenteuer, Kitsch oder politische Utopien geht – die fremde Kultur selbst mit all ihren schwer verständlichen Eigenheiten bildet meist nur eine Leinwand, auf die Träumer ihre Ideen einer ansprechenderen Welt projizieren. Ihre Realität rückt dabei nicht wesentlich näher. Im allgemeinen Jargon ist Exotismus ein westliches Phänomen, ihr Objekt nie blond und protestantisch – im Grunde ist er der etwas nettere Zwilling des Kulturchauvinismus. Die Vorstellung, dass er kaum anderswo als in den<span id="more-8492"></span> westlichen Kernländern Thema sein kann, erscheint wie ein freundlicher, selbstkritischer Reflex, doch vielleicht ist dabei ja auch wieder nur ein Stück Exotismus am Werk?</p>
<p>Mit einer Spielart solcher Projektionen befasst sich derzeit eine junge Künstlerin, die erst vor einigen Jahren ihre Zelte in den urbanen Zentren des Westens aufgeschlagen hat. Fatima Al Qadiris Biografie begann im Senegal, formte sich in Kuwait, der Heimat ihrer Familie, und findet derzeit meist in London oder Brooklyn statt, wo die Dunstkreise von Labels wie Tri Angle und Hyperdub ihr Zuhause sind. Ihr Interesse an Klischees ist zur Zeit auf das moderne China fokussiert, das sie jedoch keinesfalls einfach zum Popidyll verklärt. Mit ihren Erfahrungen aus Literatur und Multimedia gibt sie sich den Projektionen hin, um sie zu erforschen. Das klingt zunächst einmal so, als dürfte es keinen Spaß machen, doch erforschen hat hier ebensoviel mit entlarven wie mit ausleben und genießen zu tun. Stereotypen müssen ja ihren Reiz haben, wenn sie sich so hartnäckig halten, und Qadiri ist keine Marlene Streeruwitz, die Groschenromane im Fischerverlag herausbringt und dabei so humorfrei ironisch ist, dass jedem Trottel klar ist, dass man das nun schlecht finden soll. Der spezielle Reiz des Popchina besteht darin, dass es sich gut in eine futuristsch stilisierte Kitsch- und Kunstwelt transformieren lässt.</p>
<p>Qadiris Stilmischung aus Grime, Leftfield und diversen anderen Bauformen aus Electro und Black Music, mit der sie in den letzten Jahren auf einigen Kleinveröffentlichungen debütierte, eignet sich hervoragend für die sowohl folkloristischen als auch technophilen Chinamotive. All dies erinnert an die vor Jahren v.a. in London gehypte Musik namens Sinogrime und wirkt in seiner weitgehend instrumentalen Gestalt wie der Soundtrack zu einem Animations-Roadmovie, dessen Schauplatz bestenfalls aus den Clubs, Malls und Kinos des großen Landes bestehen könnte.</p>
<p>Als unverzichtbar erweisen sich leicht cheesige Keyboardflächen und retortengezeugte Engelchöre, die in der satten wie glatten Produktion das Artifizielle unterstreichen und doch nie ins nur noch Ironische kippen. Die selbstverständliche Verwobenheit und Verschachteltheit von einheimischen und (imaginiert) fremden Versatzstücken, die bereits im deutschsprachigen Titel anklingt, zeigt sich schon im Intro, denn der chinesische Text, den Gastsängerin Helen Feng (Nova Heart) über die simple Synthiefläche legt, erweist sich als Mandarin-Version von Sinead O&#8217;Connors „Nothing Compares To You“. Das ambiente Grundfeeling, das die Künstlerin bereits zur Beschreibung „Musik für China Restaurants“ verleitete, setzt sich auch in den rhythmischeren Stücken fort, die neben den cineastichen Asssoziationen eines modernen, mal weichgezeichneten, mal cartoonig animierten Märchens immer auch Musik zum Wegdriften sind. Imitierte Saitenklänge, wie man sie aus Filmen kennt, wehmütige Melodien, die hier und da – in meiner Fantasie? &#8211; auch Vorderasiatisches anklingen lassen, Sprchsamples, die gelegentlich auf lustige „Chingchangchong“-Passagen zurechtgeschnitten sind, bilden einen reichhaltigen Ornat, der auf knapp vierzig Minuten Spiellänge kein Außen der Kunstwelt zulässt.</p>
<p>Interessant ist zum einen eine regressive Note, die gerade deshalb so deutlich zum Zuge kommt, weil es hier allen Folkmissverstehern zum Trotz gerade nicht traditionell zugeht, sondern ein modernes, von Fernsehen, Bonbons und Spielkonsolen geprägtes Szenario entworfen wird. Zum anderen die Konsequenz, in der „Asiatisch“ weder nur ironisch-kritisch ausfällt, noch allem Anspruch zum Trotz selbst in die Falle des süßlichen Scheins gerät, und als Soundtrack würde die Musik ebenso gut in einem Film mit und ohne Meta-Konzept funktionieren. China selbst fällt erwartungsgemäß aus, aber vielleicht hatte <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/anemone-tube-death-over-china/">Anemone Tube </a>in seiner dunklen Prophezeihung ja recht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.hyperdub.net/">Hyperdub</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/04/26/fatima-al-qadiri-asiatisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
