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	<title>African Paper &#187; Fee Reega</title>
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		<title>Hound: Neues Album von The Great Park</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 02:35:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auf Woodland Recordings ist gerade ein neues Album des Label-Zugpferdes The Great Park erschienen. Eine physische Edition von 100 von Hand individuell gestalteten CDrs enthält neben den Lyrics und Partituren zu den Gitarrenparts einen jeweils anderen Hundenamen auf der Rückseite &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/31/hound-neues-album-von-the-great-park/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Woodland Recordings ist gerade ein neues Album des Label-Zugpferdes The Great Park erschienen. Eine physische Edition von 100 von Hand individuell gestalteten CDrs enthält neben den Lyrics und Partituren zu den Gitarrenparts einen jeweils anderen Hundenamen auf der Rückseite der Scheibe, die auf den merkwürdigen Text des Titelsongs referieren. &#8220;Hound&#8221; belohnt die Fans mit der für The Great Park typischen Mixtur aus anrührendem akustischen Gitarrenpicking in <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/hound.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-36712" title="hound" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/hound.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-36711"></span></p>
<p>dunkler Folksong-Manier, eindringlichem Gesang mit poetischen, oftmals beklemmenden Texten und gelegentlichem Einsatz von Percussion, Telecaster, Melodica und Keyboard &#8211; alles von Mastermind Stephen Burch im Alleingang an zwei Orten eingespielt. Ein besonderer Höhepunkt des Albums ist der schon als Single erschienene Ohrwurm <a title="Bedlam Boys are Bonny: The Great Park im Duett mit Fee Reega" href="http://africanpaper.com/2023/02/06/bedlam-boys-are-bonny-the-great-park-im-duett-mit-fee-reega/">&#8220;The Bedlam Boys Are Bonny&#8221;</a>, das auf dem 1720 erschienenen Gedicht &#8220;Mad Maudlin&#8217;s Search&#8221; basiert und <a href="http://africanpaper.com/tag/fee-reega/">Fee Reega</a> als Duettpartnerin mit im Boot hat. Das Album ist auch digital erhältlich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=152177035/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/nPNd8bCmThY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Bedlam Boys are Bonny: The Great Park im Duett mit Fee Reega</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 03:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The Great Park hat just eine neue digitale One Track-Single veröffentlicht, die eines der wenigen Gesangsduette von Stephen Burch enthält. Auf &#8220;Bedlam Boys are Bonny&#8221;, einem veritablen Ohrwurm, teilt er sich das Mikro mit der heute in Asturien lebenden deutschen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/02/06/bedlam-boys-are-bonny-the-great-park-im-duett-mit-fee-reega/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Great Park hat just eine neue digitale One Track-Single veröffentlicht, die eines der wenigen Gesangsduette von Stephen Burch enthält. Auf &#8220;Bedlam Boys are Bonny&#8221;, einem veritablen Ohrwurm, teilt er sich das Mikro mit der heute in Asturien lebenden deutschen Sängerin Fee Reega, die vor einigen Jahren mehrere Alben auf Woodland Recordings herausgebracht hatte. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/bedlamboysarebonny.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33710" title="bedlamboysarebonny" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/bedlamboysarebonny.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-33709"></span></p>
<p>Der Song ist eine originelle angefolkte Interpretation des aus dem 18. Jahrhundert stammenden und für seine morbide Schrägheit berüchtigten Gedichtes &#8220;Mad Maudlin&#8217;s Search&#8221;. Das dazugehörige Video enthält Ausschnitte aus &#8216;Alice in Wonderland&#8217; (1903) von Cecil Hepworth und Percy Stow sowie verschiedene Aufnahmen von Loie Fuller.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=2670217358/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/nPNd8bCmThY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>FEE REEGA / TOBIO LOTTO: Shoot</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2015 04:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, ob das Küchenpsychologie ist, aber es gibt die Vorstellung, dass man jemanden entweder vögeln oder töten will, wenn man ihm oder ihr länger als sechs Sekunden in die Augen sieht ohne dabei zu blinzeln. Ja, zwischen Gewalt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/08/15/fee-reega-tobio-lotto-shoot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/feeshoot.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10711" title="feeshoot" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/feeshoot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich weiß nicht, ob das Küchenpsychologie ist, aber es gibt die Vorstellung, dass man jemanden entweder vögeln oder töten will, wenn man ihm oder ihr länger als sechs Sekunden in die Augen sieht ohne dabei zu blinzeln. Ja, zwischen Gewalt und Dingen, die mit Liebe zu tun haben, gibt es bei genauerem Hinsehen etliche Gemeinsamtkeiten, ganz zu schweigen davon, dass das eine in das andere kippen kann. Aber da ich bei Fee Reega seltsamerweise immer auf Psychothemen kommen, breche ich hier gleich ab und stelle ganz brav ihr neues (angeblich Mini-)Album vor, dass sie diesmal zusammen mit Tobio Lotto in Spanien und Frankreich eingespielt hat. Es enthält ganze<span id="more-10710"></span> elf erstmals nur auf Englisch gesungene Stücke, die die beiden als badass love letters bezeichnen, und in ihnen wird gekillt und geliebt und geschmachtet, was da Zeug hält, und am Ende jedes Tracks ertönt ein immer lauter werdender Schuss.</p>
<p>Fees Musik hat in den letzten Jahren an Variationsbreite stark zugenommen, enthält folkige, rockige, cabaretartige Elemente und einiges mehr, und die in ihrer Stimungslage sehr unterschiedlichen Songs leben auch von den vielen Schichten ihrer klanglichen Gestalt. Unter der Voraussetzung kann man die Musik auch ab und zu mal wieder auf&#8217;s Wesentliche herunterfahren, ohne immer genau gleich zu klingen, und so zeigt &#8220;Shoot&#8221; ihren Stil von einer ganz neuen, minimalistischen Seite. Allerdings ist &#8220;Shoot&#8221; keine reine Fee-Platte, und ich tu mich bisschen schwer zu entscheiden, ob es sich nun um eine Kollaboration oder ein Split handelt. Der zweite Protagonist jedenfalls ist der mir bislang unbekannte Tobio Lotto, laut Recherche bisher tätig bei Les Grys-Grys, der wildesten R&amp;B-Band in Frankreich.</p>
<p>Auf den ersten acht Songs ist ausschließlich Fees Stimme zu hören, eventuell hört man Tobio Lottos Gitarre gelegentlich, ansonsten sind die auf akustischem finger style basierenden Stücke sehr minimal gehalten und soundmäßig von der schwülen Dumpfheit eines abgeklärten Blues. Stimmungsmäßig dominiert dabei ein cooler, auf harboiled getrimmt melancholischer Laidback-Ton, den man so von der Sängerin nur in Ansätzen kannte. Gesanglich tremoliert sie weit weniger als bisher, zieht ein grummeliges Nuscheln vor, das vorzüglich zum verwegenen &#8220;Music for gangsters and lovers&#8221;-Thema passt. Trotzdem merkt man an allen Ecken, dass man sich nach wie vor in ihrer altbekannten Freakshow befindet, von den Geschichten über Axtmörder und Killerpärchen bis zu ihrer Lust, sich wie in &#8220;Motherfucker&#8221; drehwurmartig an schier endlos wiederholten Zeilen aufzuhängen. Und überhaupt, die paradoxe Selbstentblößung im Rollenspiel &#8211; auch in der Hinsicht alles beim alten.</p>
<p>Ich will keinen Hehl aus meinen Lieblingssongs machen. Da wäre zum einen &#8220;Two Lost Bullets&#8221;, eine melodisch berührende Allegorie auf zwei desillusionierte Drifter, die der Zufall doch zusammenbrachte wie zwei aus der Bahn geratene Kugeln, die irgendwann gegeneinander knallen &#8211; &#8220;you exploded in my life and there you are/and now your splinters stay in my flesh forever&#8221; heißt es an zentraler Stelle. Dann wäre da &#8220;We shot the world down&#8221;, ein ins Apokalyptische ausgeweiteter evil love song und zuzguterletzt das fast neunminütige &#8220;Don&#8217;t disrespect the Pizza Parlour&#8221;. &#8220;With the shotgun I shot my loneliness/ whith the big knife I killed the mess in my head/ with the small knife I carved my name in your chest/ with the pistol I used to bring death to my sadness&#8221; verkündet die Sprecherin, die nur gestohlene Geschenke von ihrem Lover akzeptiert, u.a. zum Valentinstag die Knarren, die man auf den Cover sieht. Nicht nur hier geht es mehr noch um Tragik als um launige Abenteuer.</p>
<p>Für die letzten drei Stücke betritt Tobio Lotto den vorderen Bühnenrand, das Licht wird herunter gedreht, der Spot greller, alles mutet vollends schwarzweiß an und man glaubt eine hybride Kreuzung aus Lou Reed, Link Wray und Bain Wolfkind vor sich zu haben. &#8220;Shiny Black Piece of Steel&#8221; ist ein zombiefizierter Bluessong, vorgetragen mit zünftiger Whiskey- und Tobakstimme, im Rockabilly-Sound geht die schwüle Verruchtheit über in &#8220;Slated for Crashville&#8221; und kulminiert im Uptempo der finalen Räuberpistole &#8220;She&#8217;s a Stand Up Guy&#8221; &#8211; auch bei Tobio haben die Frauen die stärkeren Nerven, wie es aussieht.</p>
<p>Tolles Album, das allerdings eine gewisse Durchmischung der Stilanteile &#8211; Gesang, Sound, Spielweise &#8211; vertragen hätte, denn so wirkt Tobios Schlussrunde ein bisschen wie ein Bonus. Insgesamt ideal zum gemeinsam Ausbüchsen und keine Gefangene machen. Limitierte handgemachte Pappbox wie immer direkt beim Label. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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		<title>FEE REEGA: Die Entführerin</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/11/15/fee-reega-die-entfuhrerin/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 07:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nie mehr Schule, nie mehr Gemüse, stattdessen Schokolade, süße Träume und ein Leben fernab all der anderen Deppen, die sowieso nur stören – wer wünscht sich das nicht ab und zu, vor allem wenn er dafür erst einmal von einer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/15/fee-reega-die-entfuhrerin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/feereegadieentführerin.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9507" title="feereegadieentführerin" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/10/feereegadieentführerin-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nie mehr Schule, nie mehr Gemüse, stattdessen Schokolade, süße Träume und ein Leben fernab all der anderen Deppen, die sowieso nur stören – wer wünscht sich das nicht ab und zu, vor allem wenn er dafür erst einmal von einer so schrägen Gangsterfrau entführt werden muss, wie sie sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LfHz4Q3YDOk">in diesem Video</a> auf Tischen und Sofas räkelt. Natürlich ist man dann, zumindest laut Karl Abraham, oral fixiert, aber das ist ebenso wie die Komplementärneurose des kidnappenden Vamps normale Härte in der Welt Fee Reegas, die seit ein paar Wochen ein neues Album draußen hat. Es liegt gleich zweimal vor, auf Deutsch unter<span id="more-9506"></span> dem Titel „Die Entführerin“, auf Spanisch als „La Raptura“.</p>
<p>Rekapitulation: Fee startete vor ein paar Jahren mit fragilen Akustiksongs, die man mit einigen Attributen beschreiben könnte, die mit dem Präfix „selbst“ beginnen – nicht die blöden wie selbstgerecht und selbstverliebt, aber die interessanten wie selbstentblößend und selbstironisch. Anfangs sang sie überwiegend auf Deutsch, zeitgleich zu ihrem neuentdeckten Faible fürs Spanische und Englische erweiterte sich ihr Stilrepertoire gleich in mehrfacher Hinsicht und ein erster Höhepunkt war ihr gleich in drei Sprachen vorliegendes Album „Wildheit“, das sie erstmals in üppiger Bandbesetzung einspielte und zu einem reichhaltigen Werk voller Cabaret- und Revue-Anleihen geraten ließ.</p>
<p>War „Wildheit“ eine Art kreativer Dammbruch, dann ist „Die Entführerin“ der Beleg, dass es danach in gerade Bahnen weiter geht und Fees neue Üppigkeit kein Strohfeuer war. Musikalisch wirkt das aktuelle Album gesetzter, etwas schwerer, vielleicht melancholischer, und auch wenn das Cover hier das Gegenteil suggerieren mag ist der aufgeweckte Vintagestil durch einen erdigeren Sound ersetzt, der (stellenweise fast an ihre Kollaboration mit The Dead Hands erinnernd) mit Shoegaze und dezenten Rock-Elementen aufwartet.</p>
<p>All das Solide betrifft aber primär den Sound, denn Gesang und Texte zeigen schnell, dass das Reega&#8217;sche Psychokabinett nach wie vor auf Hochtouren läuft. Ob die eingangs erwähnte Entführerin dem „verlorenen Kind ohne Mutter“ das Paradis verspricht und selbst gegen Ende wie eine zittrig jaulende Sirene im Wahn verpufft, ob die geprügelte Gattin ihrem schweren Trinker mit Schmollmund alle Sünden vergibt und dabei klingt, als zitiere sie einen angestaubte Ratgeber – diese Momente, bei denen alle Fragen nach dem Verhältnis von Ernst und Augenzwinkern unbeantwortet bleiben müssen, sind ihre stärksten und typischsten. Das Lied von den blutleckenden Hunden wirkt fast wie ein launiger Kommentar dazu.</p>
<p>Würde sie das auf Albumlänge durchhalten, wäre man schnell beim Klamauk und noch schneller bei der Übersättigung angelangt, doch Fee weiß all dies gut zu dosieren, weshalb das Album auch Songs enthält, die durch weniger irritierendes, doch ebenso einfühlsames Songwriting überzeugen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://pauken.tumblr.com/">Pauken Grabationes</a>/<a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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		<title>THE DEAD HANDS &amp; FEE: The Horrible Scar EP</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/05/24/the-dead-hands-fee-the-horrible-scar-ep/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2014 05:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu den ersten gemeinsamen Lebenszeichen von The Dead Hands und der Sängerin Fee Reega zählte der Opener der mittlerweile vergriffenen Compilation &#8220;50&#8243;, einem Jubiläumssampler von Woodland Recordings. Der monotone Downer &#8220;Better Start to Swim&#8221; eröffnete das Mammutprojekt wie ein düster-ironisches &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/24/the-dead-hands-fee-the-horrible-scar-ep/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/thedeadhandsfee.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8828" title="thedeadhandsfee" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/thedeadhandsfee-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zu den ersten gemeinsamen Lebenszeichen von The Dead Hands und der Sängerin Fee Reega zählte der Opener der mittlerweile vergriffenen Compilation &#8220;50&#8243;, einem Jubiläumssampler von Woodland Recordings. Der monotone Downer &#8220;Better Start to Swim&#8221; eröffnete das Mammutprojekt wie ein düster-ironisches Omen und erzählt eine biblische Anekdote aus dem Blickwinkel derer, die im Angesicht eines Wunders die Stirn runzeln – selbst die Gottesmutter wünscht sich nichts als die ganz banalen Naturgesetze zurück, wenn sie ihren (und des Menschen) Sohn auf dem See Genezareth wandeln sieht.<span id="more-8827"></span></p>
<p>Da mir The Dead Hands bisher unbekannt waren, kann ich kaum umhin, „The horrible scar“ erst einmal als Fee-Release zu betrachten und ihren bisherigen Aufnahmen gegenüber zu stellen. Fees Musik ist zwischen Folk und Kleinkunst, zwischen therapeutischer Selbstschau und ironischem Cabarét angesiedelt, und peu a peu überführte sie ihrem minimalen Akustiksound über die Jahre in einen opulenten, mehrsprachigen Songkosmos. Gesanglich bleibt sie sich auch hier treu, durch den herben Slow Tempo-Rock des Kölner Gitarrenduos erhält sie indes eine ganz andere Färbung.</p>
<p>Die Dead Hands, vor einigen Jahren aus den punkigeren Stereo Satanics hervorgegangen, spielen eine raue, straighte, gedrosselte Musik und wagen sich gerade so nah an die Grenze zur Normalität heran, dass sie von den gymnasialen Shoegazer-Kids nicht vereinnahmt werden, lassen kaum Zweifel aufkommen, dass sie mit den Velvets großgeworden sind, und ganz sicher haben sie auch nichts gegen M. Gira und die Angels of Light. In diesem Kontext fungiert Fee mit ihrer hellen, leicht exaltierten Stimme wie eine Art Anti-Nico.</p>
<p>Einige der Songs haben einen leichten Gospeltouch, der sich vielleicht nur zufällig aus der repetitiven Gesangsmelodie ergibt, die sich über den monoton kreisenden Riffs ausbreitet. Musikalisch könnte das alles ein Echo des dunkelsten Fatums sein, doch die Stimme lässt immer wieder – klanglich wie textlich – Licht hineinströmen: „There&#8217;s a light behind every crippled tree“. Dennoch wird die Welt hier im Großen und Ganzen recht down to earth gezeichnet, und wenn einmal vom „end of forever“ die Rede ist, dann weiß man, dass eine Utopie eine Utopie ist.</p>
<p>Ob auf die EP noch eine Fortsetzung folgen wird, bleibt offen, aber auch in diesen knapp zwanzig Minuten steckt einiges – stimmungsvolle Duette, folkige Shanties für ein urbanes grau in grau und vieles mehr. Von beiden Einzelprojekten jedenfalls sind für dieses Jahr bereits Releases geplant. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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		<title>V.A.: 50 (5CDr-Box)</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Apr 2014 06:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Stephen Burch vor sieben Jahren das Label Woodland Recordings ins Leben rief, dachte er vermutlich nicht daran, dass es in seinem Leben zu einer ähnlich starken Konstante heranwachsen sollte wie sein Musikprojekt The Great Park. Doch seit seinem Spilt-Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/05/v-a-50-5cdr-box/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/Cover501.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8398" title="Cover50" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/Cover501.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Stephen Burch vor sieben Jahren das Label Woodland Recordings ins Leben rief, dachte er vermutlich nicht daran, dass es in seinem Leben zu einer ähnlich starken Konstante heranwachsen sollte wie sein Musikprojekt The Great Park. Doch seit seinem Spilt-Album mit The Diamond Family Archive sind nicht nur sieben Jahre ins Land gezogen, sondern ganze fünfzig weitere Veröffentlichungen, die Jahr für Jahr in limitierter Stückzahl und in liebevoller, handgemachter Aufmachung herausgekommen sind. Mal erschienen die Tonträger in schicken handgefalteten Papiertüten, mal in sorgsam dekorierten Boxes aus Tonpapier, die mit Mixed Media-Ideen zu kleinen Assemblagen umgestaltet wurden. Oft glich<span id="more-8396"></span> keines der wenigen hundert Exemplare einer Veröffentlichung dem anderen, weswegen auch niemand je daran Anstoß nahm, dass Burch für sein DIY-Konzept meist das Medium der CDr wählte.</p>
<p>Inhaltlich richtete sich Woodland Recordings ausschließlich nach Stephens Geschmacksvorlieben und nach den Kontakten, die sich im Laufe der Zeit ergaben. Dass sich zu keinem geringen Teil Musiker aus der Tradition des folkig angehauchten Akustiksongs um ihn scharten, ist weniger einer Programmatik geschuldet, sondern ergab sich vielmehr aus der Natur seiner eigenen dunklen Songs, denn gleich und gleich gesellt sich bekanntlich ganz gern. Mit den lärmigen Riot Girls von Vivian Void sei nur ein besonders markantes Beispiel dafür genannt, dass die Interessen auch in ganz andere Richtungen gehen können.</p>
<p>Dieser Ausrichtung entspricht auch die gerade erschienene Compilation mit dem lakonischen Titel „50“, die fünfzigste Veröffentlichung im Katalog, mit der Stephen nun den ersten Schaffensabschnitt des Labels feiert. Um die Zahl wird beinahe ein kleiner Kult betrieben, denn bei der auf fünfzig Einheiten limitierten Box sind fünfzig Interpreten mit jeweils einem Song vertreten. Ob das gut gehen kann? Kann es, denn wie vor ein paar Jahren David Tibet und Mark Logan mit ihrer Ärzte ohne Grenzen-Box ließ sich Stephen Zeit mit der Auswahl und erweiterte sein Spektrum weit über die Grenzen seines ursprünglichen Kosmos. Ist man mit den bisherigen Veröffentlichungen etwas vertrauter, so erkennt man bekannte Namen jedoch schnell als eine Art Herzstück der Sammlung.</p>
<p>The Great Park selbst klingt so morbid und einschmeichelnd wie eh und je auf der hier vertretenen Akustikversion eines Songs, der bereits im Score des Films „Centerland“ zu hören war. Eine ähnlich bittersüße Stimmung weiß Allysen Callery zu evozieren, die im letzten Jahr erstmals dem Label die Ehre gab. Fee Reega muss man Woodland-Fans nicht mehr vorstellen, in „Michi Panero“ von kommenden Album nähert sie sich den menschlichen Abgründen erneut so skurril anmutig, wie es Meret Becker nicht besser vormocht hätte. Binoculers, hier vertreten mit einem der lieblichsten Folkstücke, zählt zum frühen Umfeld des Labels und die All Girl-Combo Vivian Void sticht mit einem forschen Battle Song hervor. Wer freilich nicht fehlen darf sind der Shanty-Barde Thirty Pounds of Bone, das iberische Psychedelicon Pablo and Destruction und der Nürnberger Vincent von Flieger, der einen morbiden, monotonen Downer mit dem illusionslosesten Strumming seit Hank WIlliams zum besten gibt.</p>
<p>Neben einigen, die bereits mit Burch auf der Bühne standen (Aaron Dall) und musikalisch in eine ähnliche Kerbe schlagen (So Like Dorian, der berührende Schmachtfetzen von Xisco Rojo, die inbrünstig schmetternden Bird Radio, die griechischen Darkfolker Mani Deum), sind auch einige neue und überraschende Stimmen zu hören. Zu den bekanntesten zählt Dorian Wood, den einige als neuen Queerstar feiern, auch wenn er vielleicht etwas zu nah an Antony ist. Sehr interessant auch die deutsche Formation Hugovinnias Crackpots, die sich eines älteren The Great Park-Songs angenommen hat, um ihn auf eine Tour de Force durch vier Jahrzehnte europäischer Popgeschichte zu schicken. Mancher Beitrag gibt sich ausgesprochen skurril, so der Noisepop von The Alkemyst und der verquere Synthiedrone von Hasni Malik und Nicholas Langley. Eine heimliche Vorliebe für Drone- und Ambientklänge scheint Burch ohnehin zu haben, zu den herausragenden Beiträgen solcher Art zählen die intimen Klänge von Red On, ein mit allen akustischen Spannungsmachern angereicherte Düsterkollage von Hand of Stabs und nicht zuletzt die sorgsam gestaltete Ambientnummer von Oublier et Mourir, hinter der sich kein geringerer als der Industrial-Musiker Anemone Tube verbirgt. Wie dieser Kontakt wohl zustande kam&#8230;</p>
<p>Obwohl die Compilation weit über die Grenzen des Label hinausreicht, steht sie doch ziemlich exemplarisch für Stephens Präferenzen, da dunkler, bisweilen lieblicher, ab und an schräger, doch niemals zu hipper Akustiksound dominiert und von Überraschungen durchzogen sind, die meist sehr atmosphärisch gestaltet sind und gelegentlich auch mal krachen dürfen. Zwangsläufig hat bei einer dreieinhalbstündigen Musiksammlung jeder seine persönlichen Skipkandidaten, doch beim Rezensenten fällt diese Gruppe ziemlich klein aus, weshalb sich die Vorfreude auf „100“ schon jetzt bemerkbar macht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://woodlandrecordings.bandcamp.com/album/50">Bandcamp</a></strong></p>
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		<title>2012 Field Recordings: Free Dowload Sampler von Woodland Recordings mit The Great Park, Vivian Void, Mute Swimmer, Fee Reega u.v.m.</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 13:24:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Für die Fans von Woodland Recordings sollte 2012 ein gutes Jahr gewesen sein. The Great Park, Vivian Void, Fee Reega und andere haben tolle Alben herausgebracht, mit Pablo und Destruktion sowie Vincent von Flieger (zu ihm demnächst mehr&#8230;) erschienen ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/12/31/2012-field-recordings-free-dowload-sampler-von-woodland-recordings-mit-the-great-park-vivian-void-mute-swimmer-fee-reega-u-v-m/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Fans von Woodland Recordings sollte 2012 ein gutes Jahr gewesen sein. The Great Park, Vivian Void, Fee Reega und andere haben tolle Alben herausgebracht, mit Pablo und Destruktion sowie Vincent von Flieger (zu ihm demnächst mehr&#8230;) erschienen ein paar neue Namen im Dunstkreis von Stephen Burch und seiner Mitstreiter. Andere wiederum wie Mute Swimmer sind unermüdlich getourt und machen mit neuen Songs im Repertoire gespannt auf zukünftige Releases. Zum Jahresende gibt es vom mittlerweile in Nürnberg heimischen DIY-Label ein kleines Geschenk in Form einer kostenlosen Download-Compilation.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/Cover.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6061" title="Cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/Cover.jpg" alt="" width="400" height="400" /></a>&#8220;Field Recordings&#8221; heißt sie deswegen, weil jedes der elf Stücke von Stephen selbst mit minimalem Equipment bei den jeweiligen Konzerten mitgeschnitten wurde. Wie immer liegt der Schwerpunkt bei hintergründigen, mitunter dunklen Akustiksongs, doch wer Vivian Void oder die neueren Elektronica-Vorlieben von Woodpecker Wooliams kennst, weiß, dass man sich darauf nicht grundsätzlich verlassen sollte. Musik und Hintergrundinformationen gibt es <a href="http://www.woodlandrecordings.com/news.html"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a>.</p>
<p>Tracklist:</p>
<p>01. Fee Reega &#8216;Es gibt andre Länder&#8217;<br />
02. Vivian Void &#8216;No Choice Boys&#8217;<br />
03. Vincent von Flieger &#8216;Yolk&#8217;<br />
04. Own Road &#8216;Mmhh&#8230;&#8217;<br />
05. Allysen Callery &#8216;The Hunstman&#8217;<br />
06. Pablo Und Destruktion &#8216;Me quieres como a un perrín&#8217;<br />
07. Fiona Sally Miller &#8216;Paco&#8217;<br />
08. Dead Rat Orchestra &#8216; The Captain&#8217;s Apprentice&#8217;<br />
09. Woodpecker Wooliams &#8216;Red Kite&#8217;<br />
10.The Great Park &#8216;Limmat&#8217;<br />
11. Mute Swimmer &#8216;Ocean Home&#8217;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/8nW0Rcfqp5A" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>PABLO UND DESTRUKTION: Animal Con Parachoques</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2012 05:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt eine Menge Versuche, traditionell akustische Klänge mit moderner Experimentierfreude zu kombinieren, doch der direkte Versuch, Urtümlichkeit mit Abstraktion und Disharmonie zusammen zu führen, wird seltener unternommen. Zu groß ist wahrscheinlich der Reiz, beim Erforschen des Ursprünglichen das vermeintlich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/08/18/pablo-und-destruktion-animal-con-parachoques/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/pablounddestruktionanimal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4959" title="pablounddestruktionanimal" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/pablounddestruktionanimal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt eine Menge Versuche, traditionell akustische Klänge mit moderner Experimentierfreude zu kombinieren, doch der direkte Versuch, Urtümlichkeit mit Abstraktion und Disharmonie zusammen zu führen, wird seltener unternommen. Zu groß ist wahrscheinlich der Reiz, beim Erforschen des Ursprünglichen das vermeintlich Authentische zu suchen, die nostalgische Schwermut oder gleich den Kitsch. Ausnahmen gibt es, und vermutlich denkt jetzt so mancher an Animal Collective, deren Anhängern ich bis zum St. Nimmerleinstag die weniger hippen, aber umso usprünglicheren Sun City Girls empfehlen werde. Von irgendwelchen ganz obskuren Projekten einmal ganz abgesehen. Wendet man den Blick nach Europa,<span id="more-4958"></span> so könnte man bei der Suche nach Entsprechungen in der nordspanischen Küstenprovinz Asturien fündig werden, der Heimat des Projektes Pablo und Destruktion.</p>
<p>Pablo und Destruktion ist das Hauptbetätigungsfeld von Pablo G. Diaz, der bereits in anderen Bands (u.a. Silencio Oso) für Gitarre, Mikro und mehr zuständig war und bei seinem neuen Projekt bisweilen Unterstützung von der zur Zeit vor Kreativität übersprudelnden Fee Reega bekommt. Die oben genannten Gegensätze ziehen sich durch sämtliche Seiten seiner Musik, angefangen bei seinen Auftritten („echte Happenings inklusive Tanz, Malerei und mysteriöser Rituale“, wie kürzlich jemand schrieb) bis hin zu dem im wahren Wortsinne merkwürdigen Bandnamen. Pablo, so könnte man schlussfolgern, steht für ebenso kräftigen wie sanften Baritongesang von der Art, den der Mitteleuropäer gerne mit den Attributen „warm und mediterran“ versieht, sobald die Texte in einer romanischen Sprache wiedergegeben werden. Für stimmungsvolles Gitarrenpicking, eingängige Synthies und dezente Rockismen psychedelischer Art. Destruktion dagegen würde für die weniger schöngeistigen Aspekte stehen, für kratzige Störeffekte, für spielerisch einmontierte Feedbackschleifen und andere Momente der Disharmonie, ohne die das Projekt nicht wäre, was es ist. So einfach könnte man es sich machen. Interessant und schön ist jedoch, dass es im Endeffekt kaum wie die Zusammenführung von Unpassendem klingt.</p>
<p>Ob Pablos Stil sich im entspannten Gitarrenpicking manifestiert wie in „Extranjera“ oder doch eher im elektronischen Takt mittlerer Gangart im fast poppigen „Agujero“ &#8211; zusammen mit den folkigen Momenten und dem spanischen Gesang kann das durchaus Exotismus bedienen, als Aufhänger und neugierig machendes Einfallstor, und macht doch deutlich, dass hier mehr Substanz vorhanden ist, zu viel Ernsthaftigkeit für Kitsch, zu viel unerwartete Brechungen für wohlklingende Schöngeiserei ohne Markanz. Die Brechung, das kann mechanische Stimmbearbeitung sein, verzerrte Krautgitarren oder fantasievolles Dröhnen aus den Tiefen des Unbewussten, am stärksten jedoch findet sie sich als kaum greifbares Element in der Stimmung der Songs. „Pequeña Retorcida“ erinnert in seinem kernigen Sound und seinem Midtempo-Takt an späte Can, mein Lieblingsstück „Du Bist El Sol“ dagegen ist eine seltsame Mixtur aus Schamanengesang und dem ohnehin schon hybriden Rockstil, den man mit dem Südwesten der USA assoziiert.</p>
<p>So ausdrucksstark die Musik, so wichtig auch die Inhalte, die sich durch die elf Songtexte ziehen, und die der Vinlyversion auch in englischer Übersetzung beiliegen, inklusive einer CD mit drei der Songs in Englisch. Wer davon kein Exemplar mehr bekommen sollte, der muss die ebenso schön gestaltete CD-Version keineswegs als Trostpreis betrachten.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.paukengrabaciones.com/">Pauken Grabaciones</a></strong></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/Aq9N8-PT1fQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>FEE REEGA: Savagery, Salvajada, Wildheit</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/07/21/fee-reega-savagery-salvajada-wildheit/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jul 2012 06:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit etwas Glück und der Gunst des Zufalls könnte es passieren, dass einem irgendwann in einer urigen Kaschemme ein etwas schräges, aber ungemein treffsicheres Tremolieren entgegen schallt. Ins Gespräch mit der Begleitung vertieft und mit dem Drink seiner Wahl in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/07/21/fee-reega-savagery-salvajada-wildheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/feereegawildheit1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4872" title="feereegawildheit" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/feereegawildheit1.jpg" alt="" width="150" height="223" /></a>Mit etwas Glück und der Gunst des Zufalls könnte es passieren, dass einem irgendwann in einer urigen Kaschemme ein etwas schräges, aber ungemein treffsicheres Tremolieren entgegen schallt. Ins Gespräch mit der Begleitung vertieft und mit dem Drink seiner Wahl in der Hand nimmt man das stimmungsvolle Spiel der stromlosen Gitarre zuerst nur als Hintergrundbeschallung wahr, und erst wenn die eigensinnige Frauenstimme, fragil und energisch zugleich, die Geschichte eines ungeduldigen Pyromanen anstimmt, der ein ganzes Stadtviertel abfackelt, lässt man sich dann doch etwas bereitwilliger ablenken. <span id="more-4768"></span>Beim ersten Blick auf die Bühne denkt man vielleicht eine Sekunde lang bei Marissa Nadler zu sein, doch nur so lange bis die Sängerin die Haare aus dem Gesicht streicht und wie eine Figur aus der „Dreigroschenoper“ Kopf und Stimme hebt und im Brustton der Mitteilsamkeit verkündet, dass Kannibalen schlicht Hunger haben und dass allen Exhibitionisten zunächst einmal ungewöhnlich warm ist. Fast allen, muss ich korrigieren, und man fragt sich vielleicht, ob da einfach der spontan dahingeworfene Satz eines Psychoanalytikers zitiert und parodiert wird &#8211; bis einem weitere Geschichten über harleyfahrende Komplexbolzen, verlorene Mäntel und verliebte Geschwister in den Bann ziehen.</p>
<p>Sollte sich eine solche Situation ereignen, dann ist man zweifellos auf einem Konzert von Fee Reega gelandet und macht gerade Bekanntschaft mit ihrem freud&#8217;schen Problemfolk – ein Begriff, der hin und wieder auf Konzertflyern zu finden ist, und der sicher mal irgendwann nach einer Show in weinseliger Runde fiel. Ja, Fees Texte sind ungemein psycho, handeln nicht selten von zerfahrenen Liebschaften und unkeuschen Begierden, und in der Version, wie sie das vor rund drei Jahren auf ihrem Debüt „Herr Keine Beine“ unter die Hörer brachte, was es mir fast ein bisschen zu viel dessen, was man landläufig Seelenstriptease nennt. Vielleicht bin ich doch ein sonnigeres Gemüt, als ich dachte, oder es ist die Vorstellung selbst so offen Emotionales auf die Bühne bringen zu müssen, jedenfalls war mein Gedanke zuerst, dass es mir auf Englisch sicher mehr zusagen würde. Gegen all das steht ein Hang zum leicht Skurrilen, der ihre Pop gewordene Analytikercouch von Beginn an begleitete und mir stets sympathisch war, und hat man diese Seite ihrer Texte, ihrer Stimmkunst und ihrer Ansagen zwischen den Songs erst einmal entdeckt, dann sieht und hört man alles ohnehin ganz anders.</p>
<p>In der Zwischenzeit ist viel passiert. Woodland Recordings brachte einiges an Musik von ihr heraus, und zwei maßgebliche Entwicklungen sind zu verzeichnen: Zum einen entwickelte sich das leicht Skurrile hin zum offen Bizarren und das zuvor latent vorhandene Satireelement bekam einen viel größeren Stellenwert – und das keineswegs zuungunsten der Tiefe der Musik. Zum anderes begrenzt Fee, deren Weg von Süddeutschland über Berlin nach Madrid führte, ihr Textrepertoire längst nicht mehr auf ihre Muttersprache, und so finden sich auf ihren weiteren Album diverse Songs auf Spanisch und Englisch. Warum aus dieser Entwicklung also nicht gleich ein programmatisches Konzept machen?</p>
<p>Ob die Entscheidung, das mit „Savagery“, „Salvajada“ und „Wildheit“ gleich dreifach betitelte Album als 3CD-R-Box herauszubringen, die das Album jeweils komplett in deutscher, spanischer und englischer Fassung enthält, anfangs aus einer Not geboren wurde – ich weiß es nicht. Kann gut sein, dass die Sängerin sich bei einigen der Stücke nicht auf eine bestimmte Sprache einigen konnte und deshalb den Entschluss mit den drei Versionen fasste. Wie dem auch sei, der Entschluss war gut, und die Resultate vermitteln einmal mehr die Erfahrung, wie stark doch eine Gesangssprache den Charakter einer Musik mitprägt, gerade wenn der Rest vollkommen identisch ist. Musikalisch ist das Werk geprägt von einem niemals überladenen, aber auch keineswegs minimalen Bandsound, bei dem jedes Stück mit eigenen, oft ungewöhnlichen Ideen aufwartet, bei denen die Begleitmusiker aus Fees spanischem Umfeld sicher mehr als nur ein Wort mitreden durften. Neben der obligatorischen Zupfgitarre sorgen Banjo, Slide Guitar, Cheerleadergetrommel, eine groovige Orgel und ein launiges Honkytonk-Piano für ganz unterschiedliche Settings. Man wird von der Bar eines Offizierskasinos direkt in die Swinging Sixties gebeamt, nur um sich kurz darauf vor einer Kabarettbühne oder in der Weite der spanischen Landschaft wieder zu finden, die rau ist, sich aber dennoch – zwinkernden Auges, selbstredend – verklären und romantisieren lässt.</p>
<p>Vielleicht sind die meisten Texte ursprünglich auf deutsch entstanden – aufgrund einiger Reime kommt es mir manchmal so vor. Ich gebe der deutschen Version schon deshalb den Vorzug, weil die stets von bizarrem Humor durchzogenen Feinheiten hier umso deutlicher werden. Von feinfühlig-exzentrischen Charakterstudien wie „Dorian“ und „Der Mann, der Heroin raucht“ über ebenso feinfühlige Geschichten über das Loslassen („Andere Länder“) bis hin zu zirkushaften Gassenhauern („Gib mir eine Pistole“) ist alles dabei, viele Songs geben Anekdoten wieder über den Aufenthalt der Sängerin in einem nordspanischen Dorf. Der spezielle Humor der Texte lässt sich nur schwer beschreiben, denn er funktioniert v.a. im Zusammenspiel mit Melodie, Gesang und instrumenteller Begleitung. Die Wirkung der Musik verändert sich erwartungsgemäß propositional zur Distanz, die man zur jeweiligen Sprache hat. So empfand ich dann auch die spanische Version am meisten „eskapistisch“: Die Musik wirkt hintergründiger, verlangt weniger Aufmerksamkeit und offenbart noch mehr Einzelheiten des Instrumentenspiels.</p>
<p>Die handgemachte Box ist auf hundert Exemplare limitiert und wird hoffentlich noch einmal neu aufgelegt. Sie enthält zwei Fotografien des roten Teufels aus dem Song „Dorian“, sowie Fetzen eines ururalten Hasenfells. Außerdem alle Texte in drei Sprachen und jede Menge bunten Flitterkram. Tipp! (U.S.)</p>
<p><strong>Labels: <a href="http://www.paukengrabaciones.com/">Pauken Grabaciones</a>/<a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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		<title>THE GREAT PARK: Now Wash Your Hands</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 06:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Stephen Burch letzten Winter ein Album mit Neufassungen seiner bislang besten Songs herausbrachte, hatte ich schon das Gefühl, dass bei The Great Park gerade ein bestimmter Abschnitt zu Ende ging. Was die Stücke auf „Winter“ vielleicht am meisten verband, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/10/05/the-great-park-now-wash-your-hands/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/greatparknowwash.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2890" title="greatparknowwash" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/09/greatparknowwash-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><span>Als Stephen Burch letzten Winter ein Album mit Neufassungen seiner bislang besten Songs herausbrachte, hatte ich schon das Gefühl, dass bei The Great Park gerade ein bestimmter Abschnitt zu Ende ging. Was die Stücke auf „Winter“ vielleicht am meisten verband, war ihr auf&#8217;s Allerwesentliche reduzierter Charakter. Überwiegend Gitarre und Gesang, zurückgenommene Melodien, zwischendurch fast Momente der Stille. Dass die Stücke an wenigen vorweihnachtlichen Tagen aufgenommen wurden, hörte man, doch es tat ihnen keinen Abbruch. Das Rohe und Raue hatte seinen eigenen Stil und schien die Essenz der Musik zu offenbaren. <span id="more-2889"></span></span></p>
<p>Der so auf die Spitze getriebene Minimalismus schien schon darauf hinzudeuten, dass Burch im Begriff war, sich von ihm zu lösen. Diese kurzen Momente, in denen die Musik beinahe in Stille überzugehen droht, finden sich auch auf dem neuen Album &#8220;Now Wash Your Hands&#8221;. Dennoch ist der neue Longplayer das opulenteste Stück The Great Park seit den frühen Tagen der Band, denn diesmal griff Burch wieder auf tatkräftige und vor allem vielfältige Unterstützung zurück. Erstmals mit von der Partie sind Volker Hormann und Dea Szücs, beide Mitglieder beim Solistenensemble Kaleidoskop, einem innovativen Berliner Kammerorchester, die Cello und Violine beisteuerten und in deren Umfeld das Album auch produziert wurde. Ebenfalls neu im Boot ist Stefanie von der vierzehnbeinigen All Girl-Combo Vivian Void, die Backing Vocals beisteuert. Johny Lamb (Trompete) von der Band Thirty Pounds Of Bone und vor allem Fee Reega (ebenfalls Backing Vocals) sind regelmäßige Besucher des großen Parks und auch diesmal wieder mit dabei.</p>
<p>Ein Leisetreter ist Burch nie gewesen, da mögen seine Folkballaden noch so sanft anmuten. Er neigt zum Sarkasmus, was auf Konzerten ganz unterhaltsam sein kann, auch zum unverblümten Aussprechen extremer Gefühle. Hinter jedem noch so schönen Akkord könnte sich ein kleiner Abgrund verstecken, hin und wieder auch ein großer, und selbst wenn es keine Abgründe sind, so scheint ihm Dramatik stets lieber zu sein als dezente Stimmungsbilder. Auf &#8220;Now Wash Your Hands&#8221; fällt er gleich mit der Tür ins Haus, denn die Sammlung beginnt gleich mit einem ihrer Höhepunkte. &#8220;Lover O Lover&#8221; ist eines der schmissigsten Stücke, die Burch je aufgenommen hat, und kaum so unbekümmert wie andere schnelle Nummern der Band. Es reißt mit, dank der Lyrics, der bitter euphorischen Melodie, aber auch weil die einzelnen Instrumentalparts bestens interagieren: fetzige Gitarre, Drums, Cello usw. Großartig sind die himmelhochjauchzend ironischen Geigen, die das Melodrama parodieren, das der Song zunächst verspricht, um es dann die Zunge herausstreckend zu verweigern.</p>
<p>Dieses Bittere findet sich in vielen der Songs, auch wenn man ihnen das nur selten direkt anmerkt. Viele von ihnen sind im Schnitt absurde Geschichten über Dinge, die im Leben schief gehen können – über die Schwierigkeit, sich wirklich zu kennen, über Dinge, die nicht passen, die man nicht halten kann. „I turned around without saying hello“ endet „Jake“, und in all dem ist auch „Now Wash Your Hands“ nach wie vor unbeschönigender Winter Death Folk, bei dem der Alltagsmensch zum Sinnerman aus dem berühmten Spiritual werden kann: &#8220;You can run where you like but the simple life it will find you&#8221;. Schön ist dabei allerdings, dass das lyrische Ich nicht bloß die Welt und ihre Dinge anklagt, sondern sich selbst in all dies mit einbezieht, das „I do wrong“ noch immer auf seiner Fahne stehend: „I was cruel when I could be and kind when I had to be, taking as much as good folks would allow“ heißt es in „Lover O Lover“, ferner „I know it&#8217;s not true, but what can one do with a lie but tell it“. Schön aber auch, dass The Great Park nach wie vor keine Musik für Trauerklöße spielt. Die großartige Melodie von „Jake“, die osteuropäisch anmutenden Gypsie Tunes in „Blood“ und überhaupt die üppige Instrumentierung fast aller Songs füllt die Platte mit Leben. Gerät die Musik besonders schön, dann kann diese Fülle ironisierend wirken – so beispielsweise bei dem netten Akkordeon und dem Glockenspiel in „Key“ oder den feierlichen Trompetenparts von „Make A Dead One Of It“: Das nicht abgeklärt wirkende bringt die Abgeklärtheit umso mehr zum Ausdruck. Natürlich gibt es auch Stellen, bei denen die schwarzhumorige Fassade einstürzt und der Sänger in aller Direktheit Imperative wie „Give it up old man“ shoutet – ganz im Einklang mit den übergroßen Drucklettern, die das Cover zieren.</p>
<p>Sucht man Direktheit, so wird man sie vor allem im zentralen „Song for no one“ finden, der für mich so etwas wie das Herzstück des Albums darstellt. Seine erste Zeile negiert den Titel des Albums, oder bestätigt ihn, da er ja „for no one“ ist. Aber er verweigert auch in jeder Hinsicht die typische Ironie, die bei The Great Park meist schon an der Oberfläche existiert, und zielt als Song über das Festhalten direkt auf&#8217;s Wesentliche – in seiner emotionalen und zum Teil fast sentimentalen Bildwahl, in seiner brüchigen Stimme und seinen reduzierten Akkorden. Ohne dieses Stück, dass in vielerlei Hinsicht das Gegenstück zu den anderen Songs ist, wäre der Rest nur eine Sammlung schöner Lieder, so ist das Album eine runde Sache.</p>
<p>Es gibt heute eine Menge akzeptabler Musiker, die mit der Klampfe durch Bars und Cafés tingeln und nebenbei ein paar CDrs in Eigenregie produzieren, doch die meisten verschwinden so schnell von der Bildfläche, wie sie erschienen sind. Ob es an der Inspiration oder am Selbstvertrauen liegt, irgendetwas ist nicht stark genug, die kreative Ambition gegen die Erfordernisse und die Langeweile des Alltags zu behaupten. The Great Park gehört zu denen, die sich nicht nur behaupten, sondern ihre Errungenschaften Stück für Stück ausbauen, auch ohne große Labels im Rücken. „Now Wash Your Hands“ sollte ihm dafür ein gutes Stück mehr von der verdienten Anerkennung verschaffen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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