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	<title>African Paper &#187; Folk</title>
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		<title>ŠIROM: A Universe that Roasts Blossoms for a Horse</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 13:26:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die drei Slovenen von Širom nennen ihre Musik &#8220;Imaginary Folk&#8221;, was vielleicht auf die hybride Natur ihrer Aufnahmen und der zugrundeliegenden Einflüsse anspielt, unter denen die eigene regionale Tradition schon von der Instrumentierung her nur ein Mosaikstein unter vielen anderen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/30/sirom-a-universe-that-roasts-blossoms-for-a-horse/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/siromauniverse.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18396" title="siromauniverse" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/siromauniverse-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die drei Slovenen von Širom nennen ihre Musik &#8220;Imaginary Folk&#8221;, was vielleicht auf die hybride Natur ihrer Aufnahmen und der zugrundeliegenden Einflüsse anspielt, unter denen die eigene regionale Tradition schon von der Instrumentierung her nur ein Mosaikstein unter vielen anderen ist. Was die zahlreichen Stilelemente und Gangarten ihrer Songs vor dem Auseinanderfallen bewahrt, ist ein Zug der Konzentration, eine Präzision und Abgestimmtheit, die sich wie ein unsichtbares Gerüst durch all ihre Arbeiten zieht.<span id="more-18395"></span></p>
<p>Ganze neunzehn Instrumente plus Stimmen und Unspezifisches wie Perkussion und diverse &#8220;Objekte&#8221; verwendet das Trio nach eigener Angabe für ihren aktuellen Longplayer &#8220;A Universe that Roasts Blossoms for a Horse&#8221;, was sich erst mit der Zeit in zahlreichen Ornamenten und Kehrtwendungen offenbart. Echolalien und kakophonische Bläser lassen das Album erst einmal übersichtlich angehen, doch schon in den ersten Minuten demonstriert ein merkwürdig gluckernder Rhythmus und ein Gesang, bei dem nach und nach merklich an der Schraube gedreht wird, dass dies kein gemütliches Album werden wird.</p>
<p>Dennoch mangelt es kaum an einer Schönheit, auf die sich wahrscheinlich viele Freunde experimentierfreudiger Folk- und Weltmusik einigen können: Ein Banjo, das direkt von Timothy Renner kommen könnte, erklingt zu mystischer Dröhnung und Handdrums, bis alles in einen beschwingten Volkstanz mündet. Orientalisch anmutendes Saitengeschmetter und feurig klappernde Takte aus Holz und Haut treten später mit der anrührenden Melodie einer Bratsche in einen ungewöhnlichen Dialog. Glöckchen und stimmungsvolle Flöten sorgen beinahe für so etwas wie ein Idyll, doch (post-)rockige Drums, deren Rhythmen parallel in verschiedene Richtungen aufbrechen, schieben dem einen wenig romantischen Riegel vor.</p>
<p>&#8220;Ich glaube, dass viele Musiker sich vor dem Auseinanderfallen einer Melodie fürchten, aber ich genieße das. Nur dann kann sie sich in etwas Neues verwandeln“, sagt Multiinstrumentalistin Ana Kravanja zu dem neuen Werk und spricht damit eine Wandlungsfähigkeit an, die das ganze Album über spürbar ist, auch innerhalb der einzelnen Songs, in denen hin und wieder bestimmte Motive zyklisch wiederkehren, meist jedoch am Ende ein komplett anderes Setting steht. Manch einer, der Folkmusik aus reiner Ahnungslosigkeit pauschal als konservativ abtut, kann da von seinen Vorurteilen kuriert werden.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://glitterbeat.com">tak:til / Glitterbeat</a></strong></p>
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		<title>Frode Haltli und Band mit Fortsetzung von Avant Folk</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2021 03:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der norwegische Akkordeonspieler Frode Haltli reaktiviert sein 2017 gegründetes Folk-Ensemble und bringt ein zweites Album mit vier Kompositionen aus den Randgebieten traditioneller Musik heraus. Beteiligt ist ein fast zehnköpfiges Ensemble mit mit Stimme, diversen Streichern, Orgel und Synthie, akustischen und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/05/25/frode-haltli-und-band-mit-fortsetzung-von-avant-folk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der norwegische Akkordeonspieler Frode Haltli reaktiviert sein 2017 gegründetes Folk-Ensemble und bringt ein zweites Album mit vier Kompositionen aus den Randgebieten traditioneller Musik heraus. Beteiligt ist ein fast zehnköpfiges Ensemble mit mit Stimme, diversen Streichern, Orgel und Synthie, akustischen und elektrischen Gitarren, Perkussion und Blasinstrumenten, zu denen auch ein Ziegenhorn zählt. &#8220;Avant Folk II&#8221; erscheint beim Osloer Hubro-Label. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/03/avantfolk2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24792" title="avantfolk2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/03/avantfolk2.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-24791"></span></p>
<p>&#8220;I have worked across established genres through many years now. I’ve done everything from complex scores in contemporary music to jazz and traditional music. In Avant Folk we use processes from folk music: I present a simple material to start with, that all musicians learn by ear. This way, without any scores at all, we all get a common feel of the phrasing and the rhythms, with flexibility and freedom in further elaboration of the musical material.&#8221; (Frode Haltli)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2358902968/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Birch Book Vol. IV: Neues Album des In Gowan Ring-Ablegers für 2020 geplant</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Aug 2019 07:30:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[B&#8217;ee von In Gowan Ring hat schon vor ein paar Wochen angekündigt, dass sein halbnomadisches Troubadour-Leben wieder aufzunehmen. Dieses reflektierte sich schon vor seiner m.o.w. sesshaften Zeit in Deutschland am meisten in seinem zweiten Projekt Birch Book, das oft und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/08/05/birch-book-vol-iv-neues-album-des-in-gowan-ring-ablegers-fur-2020-geplant/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>B&#8217;ee von In Gowan Ring hat schon vor ein paar Wochen angekündigt, dass sein halbnomadisches Troubadour-Leben wieder aufzunehmen. Dieses reflektierte sich schon vor seiner m.o.w. sesshaften Zeit in Deutschland am meisten in seinem zweiten Projekt Birch Book, das oft und gerne als die Americana-Seite In Gowan Rings, als B&#8217;ees eigener Roadmovie in Form filigraner, melancholischer Folksongs beschrieben wurde. Vor zehn Jahren erschien mit &#8220;A Hand Full of Days&#8221; das letzte Lebenszeichen Birch Books. Unter den Arbeitstiteln &#8220;Wheel of Time&#8221; und &#8220;Way Back Home&#8221; ist nun Vol IV der Reihe für Sommer 2020 geplant.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/wheeleoftime.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-18419" title="wheeleoftime" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/wheeleoftime.jpg" alt="" width="736" height="261" /></a><span id="more-18418"></span></p>
<p>&#8220;We left off at Volume III (‘A Hand Full of Days’) back in 2009 when I was toe-treading out on the West Coast, writing songs by the Columbia river, the beaches and oceansides of Oregon and California. It’s fitting somehow that I should be returning to north America as I resume this strain of music that I feel always was connected to the wild places of America and to my personal stories, history and ‘destiny’ as traveler, visioner and musician. So now after a good 8 years based in Germany I’m returning to the semi-nomadic life I used to know and in the moment I’m back in the West Coast USA, starting work on old projects once again. With your assistance, I’ll be equilibrizing my life trajectory in a non-local fashion with portable office which will include the basic tools required in order for me to continue work on the Birch Book from a rolling duffel bag—just add a desk and quiet room!  Though it may at times seem an intrepid, freewheeling way to go, at the moment it feels I&#8217;m free again &#8211; a kind of return to my ‘home without a house’ and I imagine to take at least a year before settling a base somewhere. The final release date for Birch Book IV is scheduled for Summer Solstice 2020.  Woven through many of these songs are themes revolving around the Sun – the love of sun, the mystery of Sun, the nurturing grace of Sun.&#8221; (B&#8217;ee)</p>
<p><a href="https://www.indiegogo.com/projects/birch-book-volume-iv-release-fundraiser#/"><strong>Crowdfunding</strong></a></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/XzcTIJdkQO4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>CURRENT 93: Thunder Perfect Mind 2LP</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jan 2018 01:15:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als Current 93 in den frühen 90ern das Album „Thunder Perfect Mind“ herausbrachten, war die mediale Aufmerksamkeit und die Möglichkeit von Publicity für derartige Musik noch weitaus gringer als heute, wo diverse Kanäle wie Newsletter und Social Media die Erwartung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/20/current-93-thunder-perfect-mind-2lp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/current93thunderperfectmind.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14761" title="current93thunderperfectmind" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/current93thunderperfectmind-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Current 93 in den frühen 90ern das Album „Thunder Perfect Mind“ herausbrachten, war die mediale Aufmerksamkeit und die Möglichkeit von Publicity für derartige Musik noch weitaus gringer als heute, wo diverse Kanäle wie Newsletter und Social Media die Erwartung auf einen Tonträger anheizen und die Gespanntheit auf einen eventuellen Meilenstein schüren können. War man nicht im Postverteiler der entsprechenden Vertriebe oder stand im Kontakt mit dem einen oder anderen Musiker, dann erfuhr man irgendwann aus der einschlägigen Presse von den gerade erschienenen Releases, und so erblickte das vorliegende Album auf fast etwas<span id="more-11540"></span> unspektakuläre Art das Licht der Welt. Dass es sich dabei um eine der größten Wegmarken im Werk der Gruppe um David Tibet handeln sollte, stellte sich erst heraus, als das Album mehr und mehr Einzug in die Plattenregale nahm, mehr noch als man einige Jahre und Veröffentlichungen später auf dieses Album zurückblicken konnte.</p>
<p>Und „Thunder Perfect Mind“ war eine Wegmarke in vielfacher Hinsicht. Es war das erste Album, auf dem der christlich-esoterische Einschlag, der von Beginn an in Tibets Werk präsent war, der oft jedoch einen eher eigenwillig ambivalenten Eindruck erweckte, zur zentralen, eindeutig positiv konnotierten Säule des Grundtenors wurde. Freilich, Zeilen wie „And I believe, Christ is the Son of God“ gab es bereits, aber hier wurde ein ganzes Album nach einem gnostisch-christlichen Text in koptischer Sprache benannt, was auf Tibets später noch intensivere Beschäftigung mit solcher Literatur und der Koptologie vorausweist.</p>
<p>Ebenfalls wurde auf diesem Album deutlich, dass die seit „Swastikas for Noddy“ vollzogene Hinwendung zum Songwriting und zu akustischer, im weitesten Sinne folkiger Musik nicht als kurzlebiges Strohfeuer in die Bandgeschichte eingehen sollte, sondern für viele Jahre ein musikalisches Markenzeichen Current 93s sein sollte, die Mitwirkung von Tibets Heldin Shirley Collins ist in dem Zusammenhang ein symbolisch aussagekräftiges Statement. Auch in persönlicher bis personeller Hinsicht ist „Thunder Perfect Mind“ bedeutsam. Dass es ein identisch betiteltes Nurse With Wound-Album gibt und Stephen Stapleton nach wie vor mit an Bord war, kann als bemerkenswerte Antithese gegen Tibets Abwendung von experimentellen Klängen gelesen werden. Darüber hinaus war „Thunder Perfect Mind“ das letzte Album mit Douglas P. und Rose McDowall, dagegen das erste, auf dem Michael Cashmore der Musik mit seinem pastoralen Gitarrenpicking den Stempel aufdrücken sollte.</p>
<p>Einige der Songs auf dem Album sind heute Klassiker, werden immer mal wieder bei Konzerten gespielt und erfreuen ungebrochen das schwarze Volk in den entsprechenden Clubs. Andere dagegen sind nahezu vergessen, außer natürlich bei denen, die das Album am Stück hören. Zu den ersteren zählen „The Descent of Long Satan and Babylon“, ein mysteriöser Akustiksong mit Anspielungen auf die Offenbarung des Johannes, bei dem Tibets eigenwilliger Sprechgesang, Cashmores sanfte Gitarre und Joolie Woods Flöte einem an Collins erinnernden Folksound sehr nah kommen. Unvergessen „In the Heart of the Woods and what I Found there“, bei dem &#8211; in Anspielung auf die Legende des Heiligen Eustachius &#8211; zu einer einprägsamen Geigenmelodie Christus erscheint, oder „A Song for Douglas after he&#8217;s dead“, eine rührende Hommage an den mittlerweile verflossenen Freund inklusive Trauermarsch. Ebenfalls in die Kategorie zählen Stücke wie „A Sadness Song“, bei dem Tibet mit seiner eigenwillig androgynen Kopfstimme einen der melancholischsten Momente seiner Diskografie entstehen lässt, ferner „Mary Waits in Silence“, das von einer mir unbekannten Renate Birulf gesungene „Riverdeadbank“ oder das wunderschöne Sand-Cover „When the May Rain Comes“.</p>
<p>In diesen und ähnlichen Stücken wirkt der noch frische Folksound der Band nicht freakig oder Stilgranzen überschreitend, sondern auf eingängige Art ernsthaft, und er vermag – durchaus romantische oder nostalgische – Bilder einer pastoralen englischen Fantasiewelt heraufzubeschwören, einer Welt, die allerdings immer noch zu gebrochen erscheint für reinen Eskapismus, die einen Beigeschmack der Bitteren, Grenzwertigen gerade in ihrer unschuldig anmutenden Schönheit um so wirkungvoller zum Zug kommen lässt. Louis Wain, von dem das Artwork zum Original-Cover ist – ebenfalls erstmals im Kosmos der Band – hätte diese Landschaft malen können. Dazu passen dann auch die etwas schrägeren Akustiknummern, die sich zwischen die anderen Songs geschlichen haben, Stücke wie „Rosie Star Tears from Heaven“ oder „All the Stars are Dead now“.</p>
<p>Doch „Thunder Perfect Mind“ ist ohnehin gar nicht als homogenes Werk konzipiert, das musikalisch wie aus einem Guss wirken sollte. Ausgerechnet die beiden Teile des Titelstücks haben keine Songstruktur, mit ihren minimalen melodischen Mustern knüpfen sie aber auch wenig an frühere Soundscapes an. Mit leicht verfremdeter Stimme rezitiert Tibet Passagen über die dualistische Natur der Gottheit, begleitet von der gehauchten Stimme Rose McDowalls. Ebenfalls heraus sticht das textlich kontroverse &#8220;Hitler as Kalki (SDM)&#8221;: Zu Nick Salomans Gitarrensoli und zum Bassspiel eines Musikers, der sich heute wahrscheinlich lieber die Hand abhacken würde, als sich daran zu beteiligen, wird hier die Katastrophe des Weltkriegs mit aus dem Hindu-Kosmos stammenden Prophezeihungen über das Ende des aktuellen Weltzyklus in Verbindung gebracht. Das Lied ist, wie später ein ganzes Album, seinem Vater gewidmet, der im Krieg gegen Nazi-Deutschland im Einsatz war. Mehr noch als die eher noiserockigen Stücke auf der recht heterogen ausgefallenen &#8220;Horsey&#8221; ist dieses Stück Current 93s erster Ausflug in psychedelisch konnotierte Rockmusik.</p>
<p>Dieses breite Stilsprektrum zwischen Song und Soundscape, zwischen Folk, Abstraktem und Psychedelischem, das einem sofort ins Auge fallen muss, wenn man den Fokus nicht nur auf die &#8220;Hits&#8221; lenkt, ist sicher ein Grund, warum &#8220;Thunder Perfect Mind&#8221; zu den herausragenderen Alben der Band zählt, aber letztlich sind dies ebenso wie der breit gefasste inhaltliche Rahmen Dimensionen, die man mit der einen oder anderen Schwerpunktverschiebung in fast allen Current 93-Alben findet. Es gab in der Bandgeschichte immer Phasen, die von einer besonderen Frische und Aufbruchstimmung geprägt waren, während man anderen Karriereabschnitten anmerkte, dass es wieder einmal Zeit für einen Häutungsprozess war. Ich denke, dass &#8220;Thunder Perfect Mind&#8221; auch sehr davon lebt, in einer der erstgenannten Phasen entstanden zu sein. Unlängst wurde das Werk in von The Bricoleur remasterter Version und mit neuem Artwork von Ania Groszynska auf Doppel-LP wiederveröffentlicht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: The Spheres</strong></p>
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		<title>Zwei Wiederveröffentlichungen von Trappist Afterland bei Sugarbush Records</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2018 19:00:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im letzten Jahr begann der australische Multi-Instrumentalist Adam Cole, die frühen Alben seines mystischen Psych Folk-Projektes Trappist Afterland, die seinerzeit in kleinen Auflagen im CDr-Format erschienen sind, auf Vinyl neu zugänglich zu machen. Neben &#8220;Like A Beehive, The Hill Was &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/15/zwei-wiederveroffentlichungen-von-trappist-afterland-bei-sugarbush-records/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Jahr begann der australische Multi-Instrumentalist Adam Cole, die frühen Alben seines mystischen Psych Folk-Projektes Trappist Afterland, die seinerzeit in kleinen Auflagen im CDr-Format erschienen sind, auf Vinyl neu zugänglich zu machen. Neben &#8220;Like A Beehive, The Hill Was Alive&#8221;, das bei Pointy Little Heads neu erschienen ist und hier ausgiebig besprochen wurde, erblicke auch &#8220;The Five Wounds Of Francis Minor&#8221;, diesmal bei den englischen Sugarbush Records, als chice LP das Licht der Welt.<br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/trsppissugarbushrereleases.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14782" title="trsppissugarbushrereleases" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/trsppissugarbushrereleases.jpg" alt="" width="499" height="257" /></a><span id="more-14781"></span><br />
Dem folgt nun die Wiederveröffentlichung der beiden ersten Longplayer &#8220;Burrowing To Light In The Land Of Nod&#8221; und &#8220;The Round Dance Of The Cross&#8221;, die zuerst 2012 erschienen sind. Diese Aufnahmen, teilweise inspiriert von gnostischen Evangelien, zeigen die Band von einer etwas sperrigeren Seite als die Alben der letzten Jahre, mit &#8220;My Own Light Divine&#8221;, das später auf &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221; als Teil der &#8220;God Botherings&#8221; wiedererscheinen sollte, ist auf &#8220;Burrowing..&#8221; aber schon einer der bei Konzerten beliebtesten Tracks enthalten.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/EhF1ToGGprY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com"><strong>Trappist Afterland @ Bandcamp </strong></a><br />
<a href="https://www.discogs.com/seller/sugarbushrecords/profile"><strong>Sugarbush Records @ Discogs </strong></a></p>
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		<title>We still need to document our future through song. Interview mit Trappist Afterland</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2015 11:42:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Trappist Afterland]]></category>
		<category><![CDATA[Trappist Afterland Band]]></category>

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		<description><![CDATA[Oftmals hat man den Eindruck, dass aufregende, erregende Musik  von denen gemacht wird, deren Einflüsse breit und nicht auf ein Genre begrenzt sind. Trappist Afterland, das Projekt des Australiers Adam Cole, bestätigt das. Auf der Facebookseite der Band werden die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-mit-trappist-afterland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10861" title="TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> </em>Oftmals hat man den Eindruck, dass aufregende, erregende Musik  von denen gemacht wird, deren Einflüsse breit und nicht auf ein Genre begrenzt sind. Trappist Afterland, das Projekt des Australiers Adam Cole, bestätigt das. Auf der Facebookseite der Band werden die Einflüsse offengelegt, und die lesen sich wie ein Gang durch die Geschichte psychedelisch(st)er (nicht nur Folk) Musik. Auf den bisherigen Alben, von denen das jüngst erschienene „Afterlander“ das erste ist, das auf Vinyl gepresst wurde, wurde aber auch immer wieder deutlich, dass Cole Interesse an außereuropäischer Musik hat – im folgenden Interview berichtet er<span id="more-10738"></span> von seiner Liebe zu Gamelanmusik. Textlich spielt (auch) immer Religion eine Rolle, Cole wählt selbst die Bezeichnung „Xian“, aber sicher nicht im Sinne eines Evangelikalen, der Feuer und Schwefel verkündigt, vielmehr rekurriert Cole in seinen Texten auch auf Häretisches, Abseitiges. Letztlich straft Trappist Afterland all diejenigen Lügen, die glauben, Folk – wie auch immer verstanden – habe etwas mit so einem Konstrukt wie „Reinheit“ zu tun.</strong></p>
<p><a title="We still need to document our future through song. Interview with Trappist Afterland" href="http://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-with-trappist-afterland/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><strong><em> Lass uns vielleicht mit einer etwas langweiligen Frage beginnen, aber kannst du uns ein paar Worte über den Anfang eurer Band sagen?</em></strong></p>
<p>Ich begann mit Trappist 2010 zusammen mit Adam Casey, einem alten Freund von mir, der in einem Musikprojekt namens The Boy Who Spoke Clouds spielte. Wir haben unter dem Namen Trappist Afterland zwei Alben aufgenommen, &#8220;The round Dance of the Cross&#8221; und &#8220;Burrowing to Light&#8221;. Adam nahm beide Alben auf und fungierte als eine Art Produzent für meine Kompositionen. Er verließ die Band nach der Fertigstellung von &#8220;Burrowing to Light&#8221;, und ich machte weiter und nahm &#8220;Beehive&#8221; auf. Ich traf Phil Coyle, der auch heute noch in Trappist ist, Brett Poliness (Silver Ray, Hugo Race) und Hak Gwai Lau, den ich mit seiner zweiseitigen chinesischen Violine (ErHu) in den Straßen von Melbourne spielen sah. Wir wurden Freunde und arbeiteten zusammen an dem, woraus das &#8220;Beehive&#8221;-Album wurde. Die Band besteht heute auch Phil, Nicholas Albanis (Dandelion Wine), die beide auch an &#8220;Afterlander&#8221; mitwirkten, sowie Lachie Robertson. Ich habe unter dem Trappist-Namen auch ein Soloalbum aufgenommen namens &#8220;The Five Wounds of Francis Minor&#8221; und ich bin halb fertig mit einer neuen Aufnahme zusammen mit Anthony Cornish, das auch mehr ein Soloalbum ist und weniger kollaborativ wie &#8220;Afterlander&#8221;. Ich mag beide Arten des Aufnehmens und ich denke, es ist insgesamt eher eine porojektorientierte Sache, auch wenn die Afterlander-Band eine permanente Sache ist, zusammen mit Lachie für zukünftige Aufnahmen und Liveshows. Zumindest so lange, wie sie mich ertragen können, HAHA!</p>
<p><em><strong>Du erwähnst eine Reihe an Bands, die dich beeinflusst haben. Es scheint, dass viele von ihnen das Folkidiom benutzen, es aber zugleich musikalisch und textlich (bisweilen) radikal erweitern. Gibt es eine Eigenschaft, die sie alle verbindet?</strong></em></p>
<p>Ich dachte immer, das die eine Sache, die Folkmusik in ihrer reinsten Form verbindet, die Idee ist, mit Songs Geschichten und Ideen einer Zeit und eines Ortes zu transportieren. Ich denke, traditionelle Folkmusik wurde als ein Mittel verwendet, um Gemeinschaft zu knüpfen und die Geschichte eines Volkes, einer Zeit und eines Ortes weiterzugeben. Wenn also in experimentelleren und radikaleren Formen diese Ideen immer noch weitergegeben werden, dann ist es nach wie vor das, was es verbindet. Das Experimentieren ist heute durch Technologie zu einem wichtigen Aspekt unserer Kultur geworden, und obwohl Folkmusik ziemlich oft mit der Vergangenheit assoziiert wird, müssen wir immer noch unsere Zukunft durch Songs dokumentieren. Und ich glaube, dass es da keinen besseren Weg gibt, als all die modernen Mittel zu nutzen, über die wir verfügen. Umgekehrt reflektiert dies dann Aspekte unserer heutigen Kultur.</p>
<p><em><strong>Viele heutige Folkmusiker sind nicht in erster Linie mit Folk aufgewachsen, oft begannen ihre kreativen Biografien mit Punk oder anderen Arten der Rockmusik, bevor sie traditionelle Musik für sich entdeckten. Wie war es in deinem Fall?</strong></em></p>
<p>Ich denke, mein musikalischer Background begann in jungen Jahren mit undergroundigem Thrash-, Glam- und Death Metal. Gefolgt von 90er Jahre-Punk und Alternative Rock. Als Mitzwanziger war ich besessen von TG, Whitehouse, Psychic TV und dann dem ganzen Prog-, Psych-, Free Jazz-, British-Revival und Acid Folk, wenn immer ich da was in die Finger bekam. Heute ist es dann all dies plus eine Menge Musik aus der ganzen Welt, v.a. indische Musik, Gamelan, alte klassische Musik (Hesperion xx, David Munrow etc) und weitere traditionelle Arten der Folkmusik. Ich denke, als ich zwölf war oder so, waren die frühen Dylan-Platten für mich die Quintessenz dessen, was Folk darstellte. Von da aus entwickelte sich alles.</p>
<p><em><strong>Du spielst eine Menge unterschiedlicher Instrumente. Wie kamst du dazu, sie alle zu lernen? Begann es mit einem bestimmten, wonach andere peu a peu dazu kamen? Mit welchem identifizierst du dich am meisten?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11866422_1043817978963644_4141109301360632381_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10864" title="TRappist11866422_1043817978963644_4141109301360632381_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11866422_1043817978963644_4141109301360632381_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ich schätze mal, dass ich wie die meisten Jungen um die zwölf Jahre eine Obsession für Gitarren hatte, unter dem Einfluss der 80er Jahre-Thrash-Szene. Irgendwann bekam ich eine elektrische Gitarre zu Weihnachten geschenkt und begann schlechte Leadgitarre und Powerakkorde zu spielen. Ich gründete eine Metal Garage-Band im Keller meiner Eltern und alles weitere nahm seinen Weg. Als ich dann älter wurde und die Folkmusik für mich entdeckte, lernte ich Fingerpicking und begann, Songs zu schreiben. Ich heiratete mit 28 und verbrachte meine Flitterwochen in Vietnam. Es war dort, als ich begann, mit etwas exotischeren Saiteninstrumenten zu experimentieren und mir beibrachte, Dan Bau-Monochord und Oud zu spielen &#8211; und ich kaufte die Dulcitar von Timothy Renner (Stone Breath). Die Dulcitar ist im Grunde ein Dulcimer mit einer vibrierenden Brücke, die ihr den für Sitar typischen Twang gibt. Timothy hat sie gebaut, wirklich genial.</p>
<p><em><strong>Wenn wir gerade über die Vielzahl von Instrumenten und musikalische Einflüssen sprechen, frage ich mich, ob das Album “The Christ Tree“ von The Trees Community, das Timothy Renner vor ein paar Jahre wiederveröffentlich hat, euer Werk ebenfalls beeinflusst haben könnte&#8230;</strong></em></p>
<p>Ich bin ein absoluter Verehrer dieses Albums, und ja, es stellte einen enormen Einfluss auf alles dar, das Trappist betrifft.</p>
<p>Mein bester Freund Neil Sweeney gab mir irgendwann 2007 eine Kopie des Vinyls auf CDr, und ich wurde regelrecht besessen davon. Ein oder zwei Jahre später hörte ich, dass Timothy eine Wiederveröffentlichung plante und hatte das Glück, die CD-Box zu ergattern. Das ganze Bonusmaterial ist großartig, wenngleich &#8220;The Christ Tree&#8221; nach wie vor für sich steht.</p>
<p>Ich mag ebenfalls besoders das Album &#8220;Christian Lucifer&#8221; von Perry Leopold und Silmarils Album &#8220;The Voyage of Icarus&#8221;. Aber die Liste könnte weitergehen.</p>
<p><em><strong>Eure ersten drei Alben habt ihr selbst herausgebracht. Euer fünftes Album kommt nun bei Sunstone Records auf Vinyl. Ist das für euch ein neues Kapitel in der Entwicklung der Band?<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10866" title="Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a></strong></em></p>
<p>Ich denke schon, allerdings ist das nicht beabsichtigt. Als wir mit Trappist anfingen, waren wir die ganze Zeit auf der Suche nach Geistesverwandten, die unsere Sachen herausbringen könnten, aber es passierte erst etwas, als uns Nigel Spencer von Folk Police in Manchester ansprach. Nigel hatte gerade sein neues Label namens Eleven Willows gegründet, um weniger kommerzielle Folkmusik zu veröffetlichen, und der Plan war, unser drittes Album &#8220;Beehive&#8221; auf Vinyl herauszubringen. Leider ging das Label pleite, bevor es richtig los ging. Dann sprach uns Nathan Ford von dem neuseeländischen Blog-Magazin The Active Listener an und bot uns eine digitale Veröffentlichung an, was wir dann machten. The Active Listener war sehr hilfreich dabei, uns mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen und Nathan ist ein großartiger Typ, der vielen Bands hilft. Ein wahrhaft unbesungener Held der heutigen Underground Psych-Szene.</p>
<p>Später hatten wir das Glück, dass uns Sunstone Records einen Release anboten. Ant James, Will und Simon Norfolk betreiben das Label von Chester und Morecombe im Nordwesten Englands aus, sie waren uns eine große Hilfe, und wir sind gute Freunde geworde. Wir haben gerade unser neues Album &#8220;Afterlander&#8221; herausgebracht, und es war in England in gerade mal zwei Tagen ausverkauft, was mich doch sehr positiv überascht hat. Ich habe noch ein paar Exemplare zum Verkaufen auf der Trappist Bandcamp-Seite, aber die sind auch schon fast alle weg.</p>
<p>Eines der großartigsten Dinge bei dieser Art von Musik ist, dass es eine kleine Nische ist, und du all die wunderbaren Leute treffen kannst, die die ganzen Labels, Blogs u.s.w. aus reiner Leidenschaft betreiben. Es ist harte Arbeit und eine recht kostspielige Übung für wenig Entgelt. So sind Leute wie Nathan Ford, Ant James und Simon Norfolk echte Pioniere, wenn es darum geht, solche Musik herauszubringen in dieser musikgeschichtlich so schwierigen Zeit, zumindest was die Industrie betrifft. Von daher meinen Respekt für sie und alle, die ähnliches tun.</p>
<p><em><strong>Eure ersten Alben waren nicht nur als Download erhältlich, sondern auch als limitierte CD-Rs. Wie ist eure Einstellung zu physischen Tonträgern generell?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10867" title="Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Für mich sind physische Tonträger sehr wichtig, nur sind sie auch sehr teuer. Wenn immer wir ein Album machen, sorge ich dafür, dass wir allen Kosten zum Trotz irgendetwas physisches auf Lager haben werden, für gewöhnlich in limitierter Ausflage. Vinyl ist natürlich meine favorisierte Form, aber wie gesagt sehr teuer. So sind CD-Rs dann das nächst beste.</p>
<p><em><strong>Es gibt wohl Pläne für ein Splitalbum mit Stone Breath. Kannst du uns erzählen, wie es dazu kam und um was für ein Konzept oder eine Idee es sich dabei handelt?</strong></em></p>
<p>Ich bin schon lange ein Fan von Stone Breath und fragte Timothy, wie es wäre, eine Split-12&#8221; zusammen zu machen. Wieder aufgrund der Kosten haben wir uns dann entschieden, stattdessen ein Spit-Tape zu machen, welches später in diesem Jahr oder Anfang 2016 herauskommen soll. Beide Bands werden ungefähr 18 Minuten Musik pro Seite beisteuern.</p>
<p>Als ich in meinen späten Zwanzigern war, kam ich ganz naiv zu dem Schluss, dass es bei seltsamer Folkmusik und Psychedelia immer um den Tod geht. Und dass keine neue Musik nicht einmal entfernt an Gruppen wie COB, I.S.B etc etc herankommen. Das war, bevor ich Sachen wie Stone Breath, In Gowan Ring die frühen Alben von Six Organs zu hören bekam. Diese Bands und andere haben mich wirklich wieder dazu gebracht, mit der Folkmusik weiter zu machen, die ich immer geliebt hatte. Es scheint, als haben sie die Elemente der ersten Welle des Acid Folk genommen und eine sehr frische und ernsthaft neue Herangehensweise an solche Musik geschaffen.</p>
<p>Ich hoffe, dass Trappist das auch kann.</p>
<p><em><strong>In einigen eurer Songs finden sich Spuren orientalischer/asiatischer Musik. Abgesehen davon, dass du Oud spielst und manchmal mit einem chinesischen Musiker zusammenspielst &#8211; ziehst du direkte Einflüsse aus nicht-westlichen Musikkulturen? Gibt es bestimmte asiatische oder vorderasiatische Musik, die du hörst?</strong></em></p>
<p>Ich bin ein großer Fan von Gamelan-Musik. Vor ein paar Jahren, als wir mit Trappist abgefangen hatten, gab es den Plan, ein Album mit dem Melbourne Gamelan Orchestra aufzunehmen. Adam Casey stieg aus kurz nachdem wir uns mit ihnen getroffen hatten, und so wurde nie etwas daraus. Aber ich würde so etwas nie ausschließen, da Adam und ich immer wieder davon reden, in irgendeiner Form zusammen Musik zu machen.</p>
<p>Ich bin außerdem ein großer Fan von Hamza el Din, obwohl der aus Nordafrika stammt. Sein Oudspiel ist nicht von dieser Welt. Kan Mikamis Album &#8220;Barking Practice&#8221; ist grandios; Kazuki Tomokawa; Karuna Khyal; Ghost aus Japan (v.a. ihre frühen Alben)&#8230;. nicht zu vergessen die vielen Alben aus dem Nahen Osten. Es gibt so viele großartige Platten, zu viele, um sie alle aufzuzählen.</p>
<p><em><strong>Vielleicht passen die orientalischen Elemente ja ganz gut zu eurem Interesse an biblischen Themen. Denkst du, dass das westliche Christentum gut daran tun würde, den &#8220;exotischen&#8221; Hintergrund seiner eigenen Wurzeln wieder zu entdecken?</strong></em></p>
<p>Ich denke, das Problem mit dem westlichen Christentum ist, dass es seine Wurzeln komplett vergessen hat &#8211; vergessen, wo es herkommt. Im Laufe der Zivilisation wurde das Christentum von Menschen umgeformt, und für mich als Christ ist es manchmal schwierig, zu beurteilen, welche Teile von Christus kommen und welche über die Jahre durch menschliche Interpretation verdreht worden sind. Es ist eine heikle Sache &#8211; und es ist wirklich schwer, da ein bisschen Klarheit einzubringen. Aber wenn wir über immaterielle Werte reden, ist es ziemlich offensichtlich, dass die Menschheit und besonders die westliche Zivilisation alles ziemlich ruiniert hat. Obwohl auch ich nicht komplett unschuldig bin. Wir alle haben unseren Anteil daran.</p>
<p>Einigen wir uns darauf, dass Jesus Christus in den letzten 2000 Jahren ein ziemlich schlechtes PR-Team hatte, haha!</p>
<p>Aber wie in allen Ideologien oder Glaubenssystemen, gibt es auch hier immer Gutes und Schlechtes. Manchmal sind die Leute oder die Medien auf das Negative fokussiert und vergessen die großartigen Dinge, ebenso wie die furchtbaren natürlich. Unglücklicherweise tun Menschen bisweilen undenkbare Sachen in der festen Überzeugung, dass es das richtige sei.</p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-10868" title="Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg" alt="" width="417" height="835" /></a>Du bzw. ihr nennt euch “Xian“. Welche Rolle spielt euer Glaube eigentlich generell in eurer kreativen Arbeit?</strong></p>
<p>Ich liebe seit jeher diese selbstverlegte Xian-Alben wie etwa Trees Community, Silmaril, Concrete Rubber Band, Caedmon u.s.w. und ich denke, ich bin Christ.</p>
<p>Dennoch zögere ich in einem gewissen Grad, mich als Christ im traditionellen Sinne zu bezeichnen. Vor allem, weil ich aus verschiedenen Gründen ziemliche Probleme mit der Evangelikalen Bewegung habe, mit der Katholischen Kirche und anderen Konfessionen. Aber gleichzeitig ist es zum Teil sehr herausfordernd, als Teil des Christseins an einer Gemeinschaft teilzunehmen. Aber ehrlich gesagt schrecken mich die Gemeinschaften und ihre altmodischen Ideen total ab. Es ist für mich also zumindest sehr kompliziert, HaHa!</p>
<p>Was die Einflüsse auf unsere Songs betrifft&#8230; Für mich macht das eine Menge dessen aus, was Trappist sein soll, auch wenn der Rest der Band meinen Glauben nicht teilt. Mir als Songwriter zeigt dies, wie offen und einfühlsam meine Bandmitglieder sind, und ich kann von Glück sagen, dass ich sie habe.</p>
<p><em><strong>Wie in der Musik findet sich auch in euren Inhalten ein starker Bezug zu heretischen Seitenpfaden, du beschäftigst dich mit John Dee, Franz von Assisi und einer Reihe an apokryphen und gnostischen Schriften. Fändest du es zu negativ zu sagen, dass in der (religiösen und kulturellen) Geschichte einiges schief gelaufen ist, oder entspricht das deiner Sichtweise? Gibt es etwas, das du mit diesen Referenzen rüberbringen willst?</strong></em></p>
<p>Also es fing so an, dass ich vor einigen Jahren ein großes Interesse an John Dee entwicklete. Am meisten interessierte ich mich für seinen angeblichen Kontakt zu Engelwesen während seiner Wahrsager-Sessions. Aber ganz ehrlich gesagt hatte das einen außerordentlich negativen Effekt auf meine Psyche.</p>
<p>Ich war total fasziniert von all dem Symbolismus, den er herausgearbeitet hatte über seine Interaktion mit Engeln, Enochismuns und speziell das Sigillum Æmeth-Pentakel.</p>
<p>Ich will da nicht ganz so sehr ins Detail gehen, da es eine sehr persönliche Sache ist, aber ich kann sagen, dass es eine sehr dunkle Zeit meines Lebens war und dass all dies auch zeitweise eine Auswirkung auf meine Ehe hatte. Ich weiß bis heute nicht, was genau passiert ist, aber ich werde mich nie mehr so stark auf eine solche Sache einlassen.</p>
<p>Diese Interaktionen brachten John Dee letztlich selbst zu Fall. Deshalb denke ich auch, dass seine Kontakte während der Wahrsager-Sitzungen wenig mit Engelwesen zu tun hatten.</p>
<p>Das Album &#8220;The Five Wounds of Francis Minor&#8221; war wohl so etwas wie ein Konzeptalbum, das die Leben von John Dee und Franz von Assisi vergleichen sollte.</p>
<p>Beide Männer waren besessen von der Idee, sich mit dem Göttlichen zu verbinden und beide waren extrem hingebungsvoll. Aber beide wählten auch sehr unterschiedliche Wege um diese Verbindungen zu finden.</p>
<p>Meiner Meinung nach hatte der Heilige Franziskus den richtigen Weg gewählt und wurde dafür belohnt. So sehr letztlich, dass er der erste Mann wurde, der die Stigmata erleiden durfte, was sich natürlich nach einer sehr morbiden Belohnung anhört, aber ich denke, es ist die größte Ehre, die einem Menschen zuteil werden kann.</p>
<p>Ich bin auch sehr interessiert an allen Schriften und finde die Gnostischen Evangelien ausgesprochen schön und sehr interessant. Aber wie alle angeblich heiligen Doktrinen denke ich, sind sie mit Vorsicht zu genießen und man sollte sie mit einem gewissen Augenzwinkern lesen, haha.</p>
<p>Im falschen Kontext können sie furchtbare Konzequenzen haben, man denke etwa an die Behandlung von Homosexuellen durch die Kirche und Gesellschaft und vergleichbares. Traurigerweise benutzen Leute die Schriften, um damit schönzureden, dass sie bigotte Arschlöcher sind. Und die Liste geht weiter, unglücklicherweise.</p>
<p>Aber trotz alledem bin ich nach wie vor sehr interessiert an christlicher Mystik und denke, dass sie eine sehr wichtige Rolle gespielt hat, was unser Verständnis von der Welt und der jenseitigen Welt betrifft. Ich denke einfach, dass John Dee reingelegt wurde und er hat deswegen ein tragisches Leben erlittent.<span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
<p><em><strong>Auf eurem Album “Like A Beehive, The Hill Was Alive“ gibt es einen Song namens “The Golden Bough“, der wahrscheinlich auf James George Frazers gleichnamige Arbeit verweist. Warum deutet ihr auf dieses spezielle Buch?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10872" title="TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a>Mein bester Freund und zeitweise Songwritingpartner Neil Sweeney gab mir das Buch, als ich ihn in New York besuchte. Seine Idee war, eine Handvoll Songs über dieses Buch zu schreiben und ein Album daraus zu machen. Wir haben das Projekt nie zuende gebracht, und &#8220;The Golden Bough&#8221; war ein Track, den ich dafür schrieb.</p>
<p>Neil und ich planen, recht bald ein gemeinsames Album zu machen. Neil ist ein fantastischer Outsider-Folksänger und Songwriter in Baltimore, und ich freue mich sehr darauf, bald wieder mit ihm zu arbeiten.</p>
<p><em><strong>In dem Song &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; singt ihr über die Genesis und die Erbsünde auf eine Art, die sich sehr vom biblischen Narrativ unterscheidet. Was für eine Geschichte ist es, die ihr da erzählt?</strong></em></p>
<p>Dem Song und der Story in &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; liegt ein Traum zugrunde, den ich irgendwann hatte, ein ziemlich absurder Traum ehrlich gesagt. Es ist im wesentlichen eine alternative Version des Falles von Adam und Eva. Statt von der Schlange im Garten Eden verführt zu werden, sieht Adam, wie eine Stechmücke Blut von einem Schwein saugt, was ihn auf die Idee bringt, seine vegetarische Lebensweise aufzugeben und Tiere (in seinem Fall das Schwein) zu schlachten und zu essen.</p>
<p>Deswegen ist es gewissermaßen der Beginn des Falls der Menschheit, als Adam an einem derart brutalen Akt teinahm. Manche Theologen glaube, dass der Mensch vor dem Sündenfall Vegetarier war, und dass wir erst nach der Vertreibung aus dem Garten zu Karnivoren wurden.</p>
<p>Ich muss aber betonen, dass ich keineswegs Kreationist bin und bloß den Traum derart abgefahre fand, dass ich einen Song darüber schreiben musste, haha.</p>
<p>Ich betrachte die Genesis in der gleichen Weise wie ich das Buch der Offenbarung betrachte. Geschichten, die in einer fast fabelartigen Weise geschrieben waren, um Gottes Verhältnis zur Menschheit zu beschreiben. Aus diesen Geschichten lernen wir, doch sie sollten niemals wörtlich genommen werden.</p>
<p>Und was für fantastische Geschichten das sind! Auch die von der Arche Noah.</p>
<p><strong><em>Was kannst du uns über die Folk- und Psychedelic-Musik in Australien und speziell Melbourne erzählen? Bist du da in eine Szene involviert?</em><br />
</strong></p>
<p>Um ehrlich zu sein, die Szene in Melbourne ist wirklich klein, obwohl ich normalerweise nicht sehr häufig ausgehe und somit kein Experte bin für die Musik, die in Melbourne gespielt wird.</p>
<p>Wir selbst spielen auch nur sporadisch in der Gegend um Melbourne, und es scheint wohl ein paar junge Leute zu geben, die von den ganzen neueren Psychedelic-Gruppen beeinflusst sind. Jede Menge Psychedelic-Bands im Shoegazer-Stil mit Brian Jonestown Massacre-Reverbsound.</p>
<p>Eine Band von Melbourne, die ich besonders mag, sind die Citradels. Ihr Sound erinnert mich ein bisschen an The Outsiders und scheint ein bisschen mehr an östlich inspirierten  Psyche-Jams orientiert zu sein.</p>
<p><em><strong>Denkst du, der frühe Tod von Camera Obscura-Gründer Tony Dale hat eine große Lücke in der australischen Folkmusik hinterlassen?</strong></em></p>
<p>Ich hatte nie das Vergnügen, Tony Dale persönlich zu treffen, obwohl ich einige Camera Obscura-Sachen liebe und immer noch gerne höre. Es war sehr traurig, als Tony starb und ich kenne viele Leute, die ihn gekannt hatten, u.a. mein bester Kumpel Neil Sweeney und die großartigen Jungs von Vicious Sloth-Collectables. Diese Leute haben Trappist wirklich unterstützt und sind sehr in Ordnung.</p>
<p>Ich denke, Tonys Tod hat weltweit in der Psych-Szene eine große Lücke hinterlassen. Tony hat über die Jahre hinweg soviele unbekannte Bands unterstützt und einem Publikum bekannt gemacht.</p>
<p>Es ist traurig, aber es sind immer die Guten, die von uns gehen.</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>Titelfoto: Alan Davidson (Kitchen Cynics)</p>
<p>Gemälde: Norbert H. Cox</p>
<p><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/">Trappist Afterland Band @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/trappistafterland">Trappist Afterland Band @ Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>We still need to document our future through song. Interview with Trappist Afterland</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2015 11:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Maybe let&#8217;s start with a rather tedious question but could you say a few words about the beginnning of the band? I started Trappist in 2010 with an old friend of mine Adam Casey who plays in a musical project &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-with-trappist-afterland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Maybe let&#8217;s start with a rather tedious question but could you say a few words about the beginnning of the band?</strong></em></p>
<p>I started Trappist in 2010 with an old friend of mine Adam Casey who plays in a musical project called &#8220;The Boy who spoke clouds&#8221;. We released two albums together under the Trappist Afterland Moniker &#8220;The Round Dance of the Cross&#8221; and &#8220;Burrowing to Light&#8221;. Adam recorded both these albums and acted as a sort of producer to my compositions. He left the band after completing &#8220;Burrowing to light&#8221; and I continued on and recorded Beehive. I met Phil Coyle, who is still in Trappist today, Brett Poliness (Silver Ray,Hugo Race) and HakGwai Lau  who I saw busking on the Chinese 2 stringed Violin(ErHu) in the streets of Melbourne. We became friends and the three of us collaborated on what became The Beehive album. The Band these days consists of Phil, Nicholas Albanis(Dandelion Wine) who both were the band on Afterlander and Lachie Robertson. I&#8217;ve also recorded a solo album under the Trappist name &#8220;The Five wounds of Francis Minor&#8221; and I&#8217;m half way through a new record that I&#8217;ve recorded with Anthony Cornish which is also more of a solo album and less collaborative than the Afterlander album. I enjoy both ways of recording and I guess it is projects based thing although the Afterlander band is a pretty permanent fixture, along with Lachie for future recordings and playing live shows. At least as long as they&#8217;ll put up with me HAHA!</p>
<p><em><strong>You mention a number of bands that have influenced you. It seems that they many of them seem to make use of the/a folk idiom but at the same time expanding it musically as well as lyrically (sometimes) radically. What would you say is the one thing that connects them all?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10861" title="TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11880551_1043817662297009_8081261230502260491_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>I&#8217;ve always thought that the one thing that in it&#8217;s purest form that connects  Folk music is the idea that the songs must convey stories and ideas from a time and place. I guess traditionally folk music was used as a way of connecting community and passing on the history of a people, Place and time. So in more experimental and radical movements, as long as those ideas are still passed on, then that would be what connects it. Experimentation is a big part of our culture through technology today, and although Folk music quite often is associated with the past, we still need to document our future through song. And I believe that there is no better way to do that than by using all the modern tools available to us .This in turn reflects aspects of our culture today</p>
<p><em><strong>A lot of folk musicians today havn&#8217;t grown up with folk music, and often their creative biographies started with punk for instance or other kinds of rock music until they discovered traditional music. How was it in your case?</strong></em></p>
<p>I guess my musical background as a young man began with underground Thrash, Glam and Death Metal. Followed by 90&#8242;s Punk and Alternative rock. In my mid Twenties I became obsessed with TG, Whitehouse, Psychic TV and all the prog ,Psych, Free Jazz, British revival and Acid Folk I could get my hands on. These days it&#8217;s all of the above plus a lot of music from all over the world especially Indian Music, Gamelan, Ancient classical music(Hesperion xx,David Munrow etc) and more traditional types of folk music. I guess when I was twelve or so those early Dylan albums seemed pretty quintessentially as folk as it got for me. And it all developed from there.</p>
<p><em><strong>You play a lot of different instruments. How did it come that you learned to play them all? Did you start with a particular one, and the others followed step by step? Which one do you identify most with?</strong></em></p>
<p>I guess like most young men at around the age of twelve I became obsessed with the guitar through the eighties Thrash scene. Was given an electric guitar for Christmas one year and soaked it in distortion and started playing bad lead and power chords. Started the Metal garage band in my parents Basement and everything developed from there. As I got older developed more of an interest in folk music, taught myself to finger pick and began writing songs. I got married when I was 28 and travelled to Vietnam for my Honeymoon. It was there that I began experimenting with more exotic stringed instruments and taught myself to play the Dan Bau Monochord, Oud ,and I purchased the Dulcitar from Timothy Renner (of Stone Breath).The Dulcitar is essentially a Dulcimer with a vibrating bridge that gives it the Sitar Twang. Timothy built it, quite genius really</p>
<p><em><strong>When talking about the wide variety of instruments used and of muscical culture(s) that seem to have influenced you, I&#8217;m wondering if the album “The Christ Tree“ by The Trees Community that Timothy Renner re-released some years ago has had an impact on your work?<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10866" title="Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11136618_992547790757330_362026334356205106_n.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a></strong></em></p>
<p>I Absolutely love that album by the Trees Community, and yes it has been a big influence on all things Trappist. My best friend Neil Sweeney gave me a vinyl rip on CDR around 2007 and I became quite obsessed with it. A year or 2 later I heard Timothy was doing the re-issue and was lucky enough to get the cd Box .All the bonus material is Great, although the Christ Tree itself still stands on it&#8217;s own.</p>
<p>I also particularly like the album &#8220;Christian Lucifer&#8221; by Perry Leopold and the album by Silmaril The Voyage of Icarus. But the list could go on.</p>
<p><em><strong>Your first three albums have been self-released. Your fifth album is going to be released by Sunstone Records on vinyl. Is that for you a new stage in the evolution of the band?</strong></em></p>
<p>I guess it is, not by choice though. When we initially started Trappist we were always on the lookout for like minded folk to put out our releases, but it wasn&#8217;t until we were approached by Nigel Spencer from Folk Police in Manchester that we had any offers. Nigel was starting a new label to put out less commercial folk music called Eleven Willows and the plan was to release our third album Beehive on Vinyl. Unfortunately the label folded before it got off the ground. We then were approached by Nathan Ford from New Zealand blog magazine the Active Listener to do a digital release of the album, which we did. The Active listener has been instrumental in helping us get more exposure and Nathan is a fantastic guy who helps so many bands. A true unsung hero of the underground psych scene at the moment.</p>
<p>From there we were lucky enough to be offered a release with Sunstone Records. Ant James,Will and Simon Norfolk run the label from Chester and Morecombe in the north west of England. They have been an amazing help and have become good friends. We have just released our latest album &#8220;Afterlander&#8221; and it sold out in 2 days in England, which really surprised me in a very wonderful way. I have a few copies for sale on the Trappist Bandcamp page but they are nearly all gone too.</p>
<p>One of the great thing about playing the kind of music that is quite niche is that you get to meet all these wonderful folks who truly are doing these labels,blogs etc for their love of it. I is such hard work and a very costly exercise for very little monetary reward. So people like Nathan Ford ,Ant James and Simon Norfolk are true pioneers in getting this sort of music out there during such a bad time in our musical history. At least in the sense of the industry. So Kudos to them and those like them.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10867" title="Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist11168915_1017583018253807_8849051785470758788_n-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Your first albums were not only available as downloads but also as limited CD-Rs. What is your attitude towards physical releases?</strong></em></p>
<p>For me Physical releases are very important, although very costly. Whenever we do an album I always ensure that we have some kind of physical stock usually in limited supply, again due to cost. Obviously vinyl is my favourite form but again it is incredibly costly. So CDR&#8217;s are usually the next best thing.</p>
<p><em><strong>There are plans to release a split album with Stone Breath. Can you tell us how that started and if there is a concept/central idea behind it?</strong></em></p>
<p>I have been a fan of Stone Breath for some time now, and approached Timothy to do a split 12 inch. Again due to the costly nature we have decided to do a split cassette instead, which should be out later in the year or early 2016.Both bands will be doing about 18 minutes of music per side.</p>
<p>When I was in my my late twenties I had come to the conclusion quite naively that when it came to strange folk music and psych that it had pretty much been done to death. And that no new music could even come close to the likes of COB,I.S.B etc etc. That was until I heard the likes of Stone Breath, In Gowan Ring and the early Six Organs albums. Those bands and others really re- invigorated me to continue doing the folk music I&#8217;d always loved. They seemed to have taken the elements from the first wave of Acid folk and created a very fresh and sincere new take on the genre.</p>
<p>I hope Trappist can do the same.</p>
<p><em><strong>In some of your songs you can find traces of Oriental/Asian music. Apart from the fact that you play the oud and sometimes cooperate with a Chinese musician &#8211; do you draw some direct influence from non-Western music cultures? Is there some particular kind of Asian or Middle Eastern music that you enjoy?</strong></em></p>
<p>I&#8217;m a massive fan of Gamelan music. A couple of years ago when Trappist first started there was talk of doing an album with the Melbourne Gamelan Orchestra. Adam Casey left shortly after we met with them and we never quite got to doing it. But I&#8217;d never rule it out in the future, as me and Adam always talk about doing music together in some form or another.</p>
<p>I&#8217;m also a big fan of Hamza el Din, although he is from Northern Africa. His Oud playing is out of this world. A few others of note&#8230;. Kan Mikami&#8217;s album &#8216;Barking Practice&#8217; is great; Kazuki Tomokawa; Karuna Khyal; &#8216;Ghost&#8217; from Japan (especially their early albums)&#8230;. not to mention the many excellent Middle Eastern albums. So many great records to be heard&#8230; too many to mention.</p>
<p><em><strong>Maybe the slight Middle Eastern elements are somhow consequent in context with your interest in biblical subjects. Do you think that Western Christianity would benefit from discovering that its roots lie in a quite &#8220;exotic&#8221; ground?</strong></em></p>
<p>I think the problem with western Christianity is that it has completely forgotten its roots &#8211; forgotten where it comes from. Throughout civilization, Christianity has been moulded by men, and as a Christian myself it can be hard to know which parts are of Christ and which parts have been twisted over the years by human interpretation. It&#8217;s a slippery slope &#8211; and can be very hard to get to some sort of clarity within that. But as we are talking about intangibles it is quite predictable that the human race especially western civilization has made quite a mess of it. Although, I&#8217;m not exactly innocent of it either over the years. We all play a part.</p>
<p>Let&#8217;s just say Jesus Christ has had a pretty bad PR team for the past 2000 years haha!</p>
<p>But like any ideology or belief system, there are always positives/negatives. Sometimes people and the media do focus on the negative and forget that amazing things have been achieved through it, As well as horrific things of course.Unfortunately sometimes the people doing unthinkable things truly believe they are doing the right thing.</p>
<p><em><strong>You call yourself/yourselves “Xian“. What role does your belief play in the creating<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-10868" title="Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/Trappist1510683_990230264322416_9071354077736639320_n.jpg" alt="" width="417" height="835" /></a> of your work(s)?</strong></em></p>
<p>I have always loved those private press Xian albums such as Trees Community, Silmaril, Concrete Rubber Band ,Caedmon etc, and I guess I am a Christian.</p>
<p>Although to some extent I hesitate to call myself Christian in a traditional sense. Especially since I do tend to struggle with the Evangelical movement, the Catholic Church and other denominations for different reasons. But at the same time it is very challenging as a big part of being Christian is to partake in community. But quite frankly the communities and a lot of their archaic ideas completely rub me the wrong way. So for me at least at the moment it is complicated HaHa!</p>
<p>As for its influence on the songs&#8230; It is for me, a huge part of what Trappist is about, although the rest of the band don&#8217;t share my beliefs. Myself being the songwriter though shows me how open and sympathetic to the cause my bandmates are, and I&#8217;m lucky to have them.</p>
<p><em><strong>Not only in the music, also in your content you show great interest in somehow heretic sidepaths, as nyou deal with John Dee, Franz von Assisi and a number of apocryphal/gnostic scriptures. Would you find it too negative to say that in (religious and cultural) history, some things went terribly wrong? Or is this the way you see things? Do you have some kind of message when referring to these topics?</strong></em></p>
<p>I guess to start, A few years back I got very interested in the story of John Dee. I Especially got very intrigued by his supposed Angelic contact through his scrying sessions .But in all honesty it had a profoundly negative effect on my psyche.</p>
<p>I became quite obsessed with all the symbolism he transcribed via these angelic interaction, Enochism and particularly the Sigillum Æmeth pentacle.</p>
<p>I won&#8217;t go into to much detail as it is quite personal thing, but I can say it was a very dark time in my life which even effected my marriage for a short time .I still to this day don&#8217;t quite understand what happened, but I will never get so involved in such a thing again.</p>
<p>These interactions surely were the downfall of John himself. So I doubt that there was anything Angelic about the connections he made during the Scrying sessions.</p>
<p>The album &#8220;The five wounds of Francis Minor&#8221; I guess was a concept album comparing the life of John Dee and Francis of Assisi.</p>
<p>Both men were very obsessed with connecting with divinity and were both extremely devout. But both of them went on very different paths trying to find connections.</p>
<p>In my opinion Saint Francis took the right path and was rewarded for it .To such an extent that he became the first man to suffer the Stigmata,Which I know sounds like very morbid reward, but I think it is the greatest honour a human being can be bestowed.</p>
<p>I am also very interested in all scripture and find the Gnostic gospels very beautiful and especially interesting. But as with all supposed holy doctrine I think needs to be read with caution, and a big grain of salt haha.</p>
<p>Taken in the wrong context can have hideous consequences, such as the Church and societys treatment of homosexuals amongst many other things. Sometimes people use scripture to justify being bigoted arseholes sadly. And the list goes on unfortunately.</p>
<p>But in saying all this I am still very interested in Christian mysticism and do believe it has played a very important role in shaping our understanding of the world, and the world to come. I just think John Dee was played and suffered a tragic life because of it.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10872" title="TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/TRappist11846626_1043817288963713_5011963123767655511_n-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a>On your album “Like A Beehive, The Hill Was Alive“ there is as song called “The Golden Bough“, I guess alluding to James George Frazer&#8217;s study of the same name. Why did you choose to refer to that particular work?</strong></em></p>
<p>My best friend and sometimes songwriting partner Neil Sweeney gave me the book when I was visiting him in New York City. His idea was for us to write a bunch of songs about the book and putting it out as an album.</p>
<p>We never finished the project, and the golden bough was one track I wrote for it.</p>
<p>Neil and I are planning on doing an album together very soon. Neil is an incredible outsider folk singer/ songwriter out of Baltimore, i&#8217;m very much looking forward to working with him again.</p>
<p><em><strong>In the song &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; you sing about Genesis and original sin in a way that differs much from the common Biblic narrative. What kind of story is it, that you tell there?</strong></em></p>
<p>Basically the song and story of &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; was a dream I had one night. Quite an absurd dream really. It is essentially an alternative version of the Fall of Adam and Eve.Instead of them being tempted by the serpent in Eden, Adam sees a mosquito suck the blood from a pig, which gives him the idea to give up his vegetarian ways and slay the animals(in this instance the pig) to eat it.</p>
<p>Hence it is in a sense the beginning of the fall of man once Adam takes part in this violent act. Some theologians believe that before the fall, Man was vegetarian and after our expulsion from the Garden we began our carnivores ways.</p>
<p>Let me stress though, I am not in any way a creationist and I just found the dream to be so tripped out that I had to write a song about it haha.</p>
<p>I look at Genesis in the same way as I look at the Book of Revelation.</p>
<p>Stories written in an almost fable like way to explain Gods relationship with Humanity. From these stories we learn lessons, but they should never be taken Literally.</p>
<p>And amazing stories they are! including Noah&#8217;s Ark.</p>
<p><strong><em>What can you tell us about folk and psychedelic music in Australia and Melbourne? Are you part of a local scene?</em><br />
</strong></p>
<p>To be honest the Scene in Melbourne is fairly small, although I don&#8217;t tend to wander out much, so i&#8217;m probably not exactly an expert on the music being played in Melbourne .</p>
<p>We play around Melbourne fairly sporadically and there is new scene of young folk that seem to be inspired by some of the new psych bands that are around at the moment.</p>
<p>A lot of shoegazer type psyche bands with Brian Jonestown Massacre reverb drenched style sounds.</p>
<p>I particularly like a band from Melbourne called the Citradels. Their sound reminds me a bit of the Outsiders and seem to dabble in more Eastern inspired Psyche jams.</p>
<p><em><strong>Do you think that the passing of Camera Obscura founder Tony Dale left a big gap in Australia&#8217;s folk music?</strong></em></p>
<p>I never had the pleasure of meeting Tony Dale although I loved and still listen to stuff on Camera Obscura. It was very sad when Tony passed and I know a lot of people who knew him, including my best mate Neil Sweeney and the lovely guys at Vicious Sloth collectables. Those guys have been real supportive of Trappist and they are lovely guys.</p>
<p>I think a big gap has been left in the Psych scene in general all over the world since Tony&#8217;s passing. Tony Championed and gained exposure for so many great obscure bands over the years.</p>
<p>It&#8217;s always the good ones that leave us sadly.</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p>top photo: Alan Davidson (Kitchen Cynics)</p>
<p>painting: Norbert H Cox</p>
<p><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/">Trappist Afterland Band @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/trappistafterland">Trappist Afterland Band @ Facebook</a></p>
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		<title>ORCHIS: A Dream</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jan 2014 07:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte des World Serpent-Vertriebes ist eine Geschichte von Licht und Schatten, in deren Verlauf so manche musikalische Wegmarke gesetzt wurde, aber auch eine Reihe an mittelmäßigen Erzeugnissen zu Ruhm gelangten. Im Schatten der großen Namen, mit denen jeder Musikinteressierte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/11/orchis-a-dream/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Orchis_A_Dream_Cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8056" title="Orchis_A_Dream_Cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Orchis_A_Dream_Cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Geschichte des World Serpent-Vertriebes ist eine Geschichte von Licht und Schatten, in deren Verlauf so manche musikalische Wegmarke gesetzt wurde, aber auch eine Reihe an mittelmäßigen Erzeugnissen zu Ruhm gelangten. Im Schatten der großen Namen, mit denen jeder Musikinteressierte heute etwas verbindet, gediehen auch eine Reihe an unscheinbareren Geheimtipps, die musikalisch oft etwas spröder waren und sich schwerer zuordnen ließen. In diese Gruppe gehörte auch die Folkband Orchis, die mit WSD besonders verknüpft war, da Mitinhaber Alan Trench zugleich eine ihrer treibenden Kräfte war.<span id="more-8055"></span></p>
<p>An Orchis&#8217; Folk haben sich schon immer die Geister geschieden, da ihre Spielweise bisweilen improvisiert wirkt und oft ins Disharmonische kippt, was mit dem sehr klaren Gesang Tracy Jefferys, der an Stimmen aus reizvolleren Zeiten erinnert, ein interessantes Spannungsverhältnis erzeugt. Dieses Paradox lässt sich vielleicht am besten als eine Art spröde Geschmeidigkeit beschreiben, die immer stimmig wirkt und schon deshalb einen ebensolchen Reiz hat wie Orchis&#8217; Hang zum Ritual und zu einem paganen Weltverständnis. <a href="http://africanpaper.com/2012/03/03/to-fuck-up-tradition-interview-mit-dem-folkmusiker-und-verleger-alan-trench/">In unserem Interview</a> kann man sich davon überzeugen, dass das wenig mit weltfremder Fantasterei oder dem biederen Gemütskitsch einiger Kollegen zu tun hat. Jeder, der die berühmte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PIBmo0QyWqI">Opferszene in Pasolinis „Medea“</a> neofolkiger findet als Breitband-Fantasy à la Pete Jackson, sollte verstehen, was gemeint ist und Orchis dafür schätzen. Irgendwann nach der Jahrtausendwende wurde es ruhiger um die Band, was aber nicht heißt, dass die Mitglieder unkreativ waren – andere Projekte wie Twelve Thousand Days, Temple Music und zuletzt Howling Larsens beweisen das Gegenteil.</p>
<p>Mit „A Dream“ erscheint dann auch Orchis selbst zurück auf der Bildfläche. Ihre Handschrift ist nach wie vor die gleiche, die ihre Musik schon in den 90ern prägte, und in ihrem Fall ist das durchweg als Kompliment gemeint. Schon der einleitende Track „No Return“, der wie drei weitere Songs bereits auf der vergriffenen Chimaera-EP zu hören war, besitzt diese trügerische Schönheit nahezu aller Orchis-Werke – trügerisch deshalb, weil das erbaulich wirkende ein eher oberflächliches Phänomen ist. Dazu muss man nicht einmal das naturmystische amor fati betrachten, dass in dem mantraartigen Text anklingt, denn schon der rituelle Paukenschlag und das immer stärker anschwellende Dröhnen und Rasseln setzt Gesang und Melodie in einen Kontext, der mit Verklärung und Nostalgie nur ungenügend erfasst wäre.</p>
<p>Viele der folgenden Songs pendeln zwischen diesen Polen, ohne sich je ganz für ein Extrem zu entscheiden. Während das minimal instrumentierte „Grim King of the Ghosts“ mit spielerischem Ernst dem Experiment fröhnt, zeigen Traditionals wie „Kishmul&#8217;s Galley“ und „Fisherman&#8217;s Girl“ die Band von ihrer aufgeweckten, fast poppigen Seite. Dies allerdings ohne völlig auf die spröden Überraschungsmomente zu verzichten, die in bitter-fatalistischen Texten oder im dronigen Klang eines tastenlosen Miniatur-Harmoniums vesteckt sind. Die Ballade „Just As The Tide Was Flowing“, die bei Orchis leicht mediterran klingt, präsentiert ein Frauenbild jenseits idyllischer Weichzeichnung. Auch hier klappert und dröhnt es hinter dem fast etwas zu schönen Glockenspiel, und vielleicht ist es gerade das Unaufgeräumte in allen geheimen Ecken, das den Song als merkwürdigen Grenzgang enden lässt, bei dem die ewige Wiederkehr – „the tide flows in, the tide flows up“ &#8211; nicht mehr nur tragisch, sondern auch etwas wahnsinnig anmutet.</p>
<p>Kein wirkliches Novum, aber eine klare Akzentverschiebung findet sich im verstärkten Interesse an ambientuntermalten Textrezitationen, wofür Alans Duo Howling Larsens sicher ein gutes Experimentierfeld bietet. Neben der hörspielartig umgesetzten Passage aus Robert Herricks „The White Island“ soll vor allem ein Auszug aus der altenglischen Elegie „The Wanderer“ hervorgehoben werden. Hier holten sie sich Unterstützung von einem versierten Kenner der alten Sprache, und ebenso wie bei den ähnlich gearteten „Whaler&#8217;s Lament“ und „Gaia“ offenbart der melierte Dronesound und Tracys Harfenspiel ein Interesse am feinsinnigen Klang, der durchaus in neue Richtungen zu gehen scheint.</p>
<p>Orchis stehen nachwievor für sich selbst, und sind zugleich ein Vorzeigebeispiel dafür, dass zeitgenössische Musik mit Folkwurzeln ihren stereotypen Ruf nicht verdient, wenn man einfach mal abseits ausgetretener Pfade sucht. Ähnliches lässt sich über das vorchristliche Element ihrer Musik sagen, das von einer vitalen, erdigen Natur ist, wie sie nur selten derart ernsthaft umgesetzt wird. &#8220;A Dream&#8221; knüpft an das Niveau von Alben wie &#8220;Mandragora&#8221; und &#8220;A Thousand Winters&#8221; an und ich hoffe sehr, dass das nächste Album keine weiteren fünfzehn Jahre auf sich warten lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://infinitefog.ru/en/">Infinite Fog</a></strong></p>
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		<title>SHARRON KRAUS &amp; HARRIET EARIS: Winter Songs, Caneuon Y Gaeaf</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Dec 2013 02:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/sharronkrausharrietearis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8037" title="sharronkrausharrietearis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/sharronkrausharrietearis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sharron Kraus, die ursprünglich aus Oxfordshire stammt, verdankt ihr Wissen über traditionelle Musik auch ihrer Leidenschaft für das Reisen. Allerdings ist sie keineswegs eine Vagabundin, die an den jeweiligen Orten nur als Gast ihre Zelte aufschlägt, um alsbald wieder in neue Richtungen aufzubrechen. Gerne lebt sie in den Gegenden ihrer Wahl etwas länger, schlägt vorübergehend Wurzeln und nimmt sich die Zeit, Freundschaften zu schließen und etwas tiefer in die lokale Folkmusik einzutauchen. Zwar ist sie primär auf das Angelsächsische fokussiert, doch immerhin schließt das zwei Seiten eines Ozeans ein, weshalb ihre Musik <span id="more-8036"></span>britische und amerikanische Bezüge aufweist. In den letzten Jahren lebte sie in Wales, in einem Ort namens Ysbyty Cynfyn nahe der Stadt Aberystwyth – eine Gegend, die mit all ihren Klängen, Stimmungen und zungenbrecherischen Ortsnamen deutliche Spuren in ihren Aufnahmen hinterlassen hat.</p>
<p>Hier lernte sie auch die Harfenistin Harriet Earis kennen, deren Werk mir erst seit kurzem bekannt ist, die in der „seriösen“ Folkszene allerdings schon zu Anerkennung gelangt ist. Da beide gute Kontakte zum örtlichen Vikar hatten, ergab sich vor zwei Jahren die Gelegenheit eines kleinen Weihnachtskonzertes in der Dorfkirche. Dargeboten wurde eine Auswahl an englischen und walisischen Christmas Carols und anderer Lieder, die meist aus dem Repertoire einfacher Balladen und Folksongs stammten. Da das Programm gut beim einheimischen Publikum ankam, wurde daraus eine regelmäßige Veranstaltung, und mittlerweile liegt auch eine Aufnahme mit den beliebtesten Stücken vor.</p>
<p>Aus einem etwas klischeehaften Blickwinkel betrachtet klingt die Musik der beiden so, wie vielleicht Loreena McKennitt klingen würde, wäre ihre Musik nicht auf große Konzerthallen zugeschnitten und für populäre Fantasyfilme prädestiniert. Krauss und Earis machen etwas, das fernab des bürgelichen Spektakels existiert, weswegen die Musik nicht nur etwas ungeschliffener, sondern auch dezent und introvertiert klingt. Trotzdem breiten die beiden eine beachtliche Stimmungspalette aus: Das Wehmütige, das vielen britischen Folksongs zueigen ist und ihrer Tradition schon immer ein romantisches Image verliehen hat, findet sich auch in vielen weihnachtlichen Songs, so als wollten sie bereits auf musikalischer Ebene kundtun, dass ihre Botschaft nicht einfach eine frohe ist, sondern auch vom Ringen der Seele handelt, um deren Erlösung es geht.</p>
<p>„Down in the Forest“ ist so ein Beispiel, ein Traditional, dessen Geschichte sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt – fast beiläufig, doch nicht minder ernst wird der dramatische Inhalt hier wiedergegeben, und die locker gespannten Gitarrensaiten scheinen die fragile Stimmung auf dem Grad zwischen dem Heimeligen und dem Unbehaglichen zu untermauern. Unter musikalischem Zuckerguss wäre dieser ambivalente Zug sicher untergegangen. Der ernste, kontemplative Tonfall findet sich ebenso in einigen der zahlreichen Instrumentalstücke wie dem walisischen Tune „Breuddwyd Dafydd Rhys“, das mir das Blake&#8217;sche Diktum „Freuden lachen nicht“ in Erinnerung ruft.</p>
<p>Die besinnliche Melodie ist allerdings der Auftakt zu einem schwungvollen Medley, dessen Herzstück „Hoffedd Tom Manaw“ von leichthändigem Harfenspiel und einer lebhaften Flöte in Bewegung gehalten wird. Viele der Instrumentals wirken wie kurze Interludien – mit glasklarem Saitenspiel und erdigem Dröhnen sorgen sie für eine stimmungsvolle Kulisse, vor der Kraus&#8217; Gesang auch einige der frohsinnigeren Stücke mit Inhalt füllt. „To Shorten Winter&#8217;s Sadness“ und das Neujahrslied „Deck the Halls“ zeigen ihre immer leicht nasale Stimme von der aufgewecktesten Seite, während Earis Hände immer lebhafter über ihr Instrument fliegen. Dass die Musik niemals ins allzu Süßliche abgleiten, macht auch diese Stücke so überzeugend. Wie sehr all dies in Kraus&#8217; Fall auch mit ihrem eher laizistischen Religionsverständnis zusammenhängen mag, muss Spekulation bleiben.</p>
<p>Ein gelungenes Duett, dass wieder einmal schmerzlich bewusst macht, wie sehr die akademische Folkgeschichtsschreibung hinter den jüngeren Enticklungen herhinkt und bei aller Restriktion auf Spektaküläres und Biederes nicht einmal die Hipsterphänomene würdigt – von den lebendigen Grass Roots ganz zu schweigen.</p>
<p><strong>Vertrieb: </strong><a href="http://www.sharronkraus.com/"><strong>Sharron Kraus</strong></a> / <a href="http://www.harrietearis.com/"><strong>Harriett Earis</strong></a></p>
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		<title>ORCHIS: Chimaera</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 06:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/orchischimaera.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6701" title="orchischimaera" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/orchischimaera-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Orchis ist ein englisches Folktrio um den ex WSD-Mitbegründer Alan Trench und steht nicht nur für glasklaren weiblichen Gesang, sondern auch für ein improvisiertes Saitenspiel, das immer etwas unberechenbar wirkt und manchmal, zusammen mit den Rasseln und Trommeln, auch ordentlich scheppert und knarzt. Wer erst durch den medialen Folkhype vor rund zehn Jahren sein Interesse an solcher Musik entdeckt hat, ist eventuell noch nicht auf die Gruppe aufmerksam geworden, denn die Zeit ihrer regelmäßigen Aktivitäten lag in den 90ern und wurde durch eine kreative Diaspora abgelöst, in der<span id="more-6700"></span> die Mitglieder sich zahlreichen anderen Projekten widmeten. Nun sind Orchis zurück, und bevor in ein paar Monaten das neue Album „A Dream“ in den Regalen steht, bietet die EP „Chimaera“ einen gelungenen Vorgeschmack. Primär für Konzerte Ende letzten Jahres angefertigt, kann man noch einige Kopien bei der Band bestellen.</p>
<p>Wer Orchis mag, tut dies in der Regel gerade, weil ihr Folk meist etwas sperriger ist. Seltsamerweise freut man sich dann aber umso mehr, wenn die Band hin und wieder zeigt, dass sie auch richtig schöne, fast poppige Folkballaden spielen kann, bei denen nicht nur der Gesang von filigraner Schönheit ist. Gerade „Chimaera“, das jüngst in einer schändlich geringen Auflage erschien, sollte jedem gefallen, der Folk eingängig und urtümlich zugleich mag, und wenn ich an der Stelle die angejazzten Pentangle, die herbe Verhuschtheit Anne Briggs&#8217; oder traditionsbewusste Zeitgenossen wie The Owl Service nenne, dann soll dies kein Vergleich sein, sondern nur vage das Territorium abstecken, in dem auch Orchis zuhause sind. „No Return“ beginnt mit fast etwas braven Zupfakkorden und einem feierlichem Paukenschlag, erst durch die elektrische Gitarre mit dem typischen Orchissound fühlt man sich an frühere Zeiten erinnert. Dass der Song nur oberflächlich zahm ist, wird nicht nur durch allerlei Dröhnen und Rasseln demonstriert, viel mehr noch durch die Doppelbödigkeit des kurzen, von Tracy Jefferys heller Stimme mantraartig wiederholten Textes, dessen pessimistischer Ton mehr und mehr in ein genügsames amor fati übergeht. Verspielt und ernst gleichermaßen evozieren wenige Worte über das Leben und die Zeit eine naturmystisch eingefärbte Stimmung, bei der ich nicht zum ersten mal an das Griechenbild eines schnauzbärtigen Philosophen denken musste. Das mag etwas over the top sein und ist eventuell der Wahlheimat einiger Mitglieder auf der Ägäis-Insel Euböa geschuldet, aber ihre ritualistisch inspirierte Folklore verströmt eine vitale Frische, die so gar nichts gemein hat mit der grauen, tristen Biedermeierlichkeit manch anderer Neofolk-Heiden. Orchis bezeichneten ihre Musik einmal als eiserne Faust im samtenen Handschuh, und nichts könnte dies mehr bestätigen als der liebliche Gesang in „Fisherman&#8217;s Daughter“, einem viktorianischen Ohrwurm über ein gefallenes Mädchen, dessen Text leicht umgeschrieben wurde und nun ohne versöhnliche Schlussgebung auskommen muss.</p>
<p>Trickreich wie ein trojanisches Pferd bildet die reizvolle Lieblichkeit der Songs stets das Einfallstor für einen subtil paganen Blick auf die Wirklichkeit, die fern jeder idyllischen Fantasy ist, aber ebenso fern von jeder resignativen Miesmacherei einen ungekünstelten, bisweilen krassen Fatalismus transportiert. „Just As The Tide Was Flowing“, eine mit mediterranen Klängen versehene englische Volksballade präsentiert ein Frauenbild, dass zu jeder betulichen Vergangenheitsverklärung quer liegen muss. Shirley Collins, die prominenteste der früheren Interpretinnen des Songs, bezeichnete die englische Folktradition einmal als die subtilste und zugleich undramatischste der Welt – auf die ungewöhnliche erotische Ballade jedenfalls trifft das zu. „Lucifer“ gibt der EP dann einen eher hörspielartigen Ausklang. Wenn Alan, der sich stets nur sporadisch zu Wort meldet, eine Passage aus Robert Herricks barockem Gedicht „The White Island“ rezitiert, knüpft dies auch an eine weitere neue Band aus dem Dunstkreis an, nämlich The Howling Larsens.</p>
<p>Auf „Chimaera“ kann man eine Band kennenlernen, die so wenig Kulturindustrie ist, dass sie in der gängigen Folk-Geschichtsschreibung höchstens beiläufig erwähnt wird – zu Unrecht! Die EP ist auf CDr im Vinyl-Look erschienen und über dagbert58@gmail.com erhältlich. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cryptanthus</strong></p>
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