<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Future Grave</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/future-grave/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Apr 2026 05:38:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Kindred Hymnal &#8211; Walk to Paradise Garden Pt. 2</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/03/14/trappist-afterland-kindred-hymnal-walk-to-paradise-garden-pt-2/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/03/14/trappist-afterland-kindred-hymnal-walk-to-paradise-garden-pt-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 06:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adam Geoffrey Cole]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>
		<category><![CDATA[Trappist Afterland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=50427</guid>
		<description><![CDATA[Vor etwas mehr als einem Jahr legte der australische Musiker Adam Geoffrey Cole mit seinem Projekt Trappist Afterland das großartige Album &#8220;Evergreen – Walk To Paradise Garden&#8221; vor, eine persönliche Auseinandersetzung mit Verlust, Trauer und der Suche nach einem Neuanfang. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/14/trappist-afterland-kindred-hymnal-walk-to-paradise-garden-pt-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/kindredhymnal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50430" title="kindredhymnal" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/kindredhymnal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor etwas mehr als einem Jahr legte der australische Musiker Adam Geoffrey Cole mit seinem Projekt Trappist Afterland das großartige <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Evergreen – Walk To Paradise Garden" href="https://africanpaper.com/2024/11/23/trappist-afterland-evergreen-walk-to-paradise-garden/">Album &#8220;Evergreen – Walk To Paradise Garden&#8221;</a> vor, eine persönliche Auseinandersetzung mit Verlust, Trauer und der Suche nach einem Neuanfang. Geprägt vom Tod seiner Mutter und dem Scheitern seiner Ehe verband das Werk bittere Erfahrungen mit dem Bild eines <span id="more-50427"></span>Paradieses, das nicht als statische Utopie erscheint, sondern als Zustand fortwährenden Wachstums. Das &#8220;Immergrüne&#8221; wurde zur Metapher für Regeneration aus Trümmern, getragen von folkigen Arrangements mit Oud, Gitarre und markanten Gaststimmen wie David Tibet und Angeline Morrison. Stücke wie &#8220;Incarnation Blues&#8221; thematisierten eindringlich die Einsamkeit nach verlorener Gemeinschaft, bevor das Album in einer versöhnlichen Geste endete.</p>
<p>Mit &#8220;Kindred Hymns – Walk To Paradise Garden (Part 2)&#8221; setzt Cole diesen Weg nun fort. Anders als beim Vorgänger hat er diesmal sämtliche Instrumente selbst eingespielt und somit ein Soloalbum im buchstäblichen Sinne geschaffen, auch Gesang gibt es diesmal nur vom Meister selbst. Zum Einsatz kommen neben verschiedenen Gitarren Zither, Hackbrett, Drehleier, Harmonium, Kazoo, Piano, Daf und sogar Synthies. Stilistisch knüpft das Werk nahtlos an den ersten Teil an, die Stücke wirken erneut nahbar und unprätentiös, entfalten dabei aber eine stille, fast sakrale Intensität. Schon die Titel markieren alle neun Kompositionen als Hymnen, als Gesänge, die Erinnerung, Verlust und Verbundenheit in einen übergeordneten Rahmen stellen.</p>
<p>&#8220;Hymn I &#8211; The Bushfire&#8217;s Haze&#8221; eröffnet mit melodischem, zugleich repetitiv-hypnotischem Strumming. Der Song entwickelt ein berührendes Narrativ, das eine zwischenmenschliche Beziehung als so verheerend wie ein Buschfeuer beschreibt. Für einen australischen Musiker ist dieses Bild keine abstrakte Metapher, sondern reale Erfahrung. Der Auftakt beginnt nicht versöhnlich, sondern in einer Atmosphäre der Verwüstung, findet jedoch eine eindringliche melodische Form, in der Größe entsteht. &#8220;Hymn II &#8211; Petrichor&#8221; greift die Thematik auf. Petrichor bezeichnet den Geruch von Regen auf trockener Erde, ein Moment des Aufatmens nach Hitze und Dürre, die Buschfeuer sind gelöscht. Angeregtes Gitarrenpicking, später feuriges Strumming und klingelnde Klangdetails rahmen Coles Stimme, die im Chor mit sich selbst singt und summt. Erinnerungen an die Tage der Buschfeuer werden erneut aufgerufen, nun aber in einem mystisch aufgeladenen Kontext. Verschiedene Textstellen verweisen auf das vorangegangene Stück, zugleich scheint hier bereits ein vorsichtiger Aufbruch anzuklingen.</p>
<p>Mit &#8220;Hymn III &#8211; Incarnation Blues (Part 2)&#8221; kehrt Cole explizit zu einem zentralen Motiv des Vorgängers zurück. Die entspannten Akustikgitarrenfiguren wirken zurückgenommen, elektronische Elemente färben den Song neu ein. Es ist weniger eine lineare Fortsetzung als eine erneute Betrachtung, eine Variation des Themas. Das Motiv des &#8220;Evergreen&#8221; taucht wieder auf, verbunden mit der Sehnsucht nach Heimkehr. Der Titel legt darüber hinaus eine gnostische Dimension nahe: Inkarnation verweist auf Verkörperung und Gefangensein im Irdischen, ein Gedanke, der in gnostischen Traditionen mit der Sehnsucht nach Rückbindung an eine höhere geistige Wirklichkeit verbunden ist &#8211; das Pleroma, das uns auf dem Album noch begegnen wird. Ob Cole sich dieser Tradition wieder stärker annähert, bleibt offen, doch die wiederkehrenden Begriffe deuten eine gewisse Nähe an.</p>
<p>&#8220;Hymn IV &#8211; Cicadas (The Nymph Stage)&#8221;, dessen Titel auf eine Phase des Verborgenen und der Metamorphose verweist, wirkt wuseliger und verspielter. Spoken Words sind deutlich nach hinten gemischt, Coles Stimme ist dabei nicht sofort identifizierbar. Klanglich entsteht ein Eindruck von Übergang und innerer Unruhe, rauschende, kratzige Geräusche gewinnen an Dominanz, bis sich verfremdetes Zikadenzirpen herausschält. &#8220;Hymn V &#8211; Floydo Finds The Pleroma&#8221; ist dem verstorbenen Hund des Musikers gewidmet. Ein zunächst heiteres, zugleich wehmütiges Picking trägt den Song. Der gnostische Begriff Pleroma bezeichnet die Fülle der göttlichen Wirklichkeit jenseits der fragmentierten Welt. In diesem Kontext kann der Titel als Trostbild gelesen werden: Die Erinnerung an den Begleiter verbindet sich mit der Vorstellung einer umfassenden, heilen Ganzheit. Das Stück hält schöne Erinnerungen und das Gefühl des schmerzhaften Vermissens in einer schlichten, würdevollen Balance. &#8220;Hymn VI &#8211; Christina&#8221; führt das Erinnerungsthema fort. Ein melancholischer Grundton prägt das Lied, zugleich offenbart es Leichtigkeit. Zeilen wie &#8220;now the sea belongs to you&#8221; deutet auf Abschied und Übergabe, das Motiv des Meeres als Speicher von Erinnerung fügt sich in das Gesamtbild.</p>
<p>&#8220;Hymn VII &#8211; Village Drawl (The Red Thread Weaves)&#8221; ist drängender. Strumming treibt das Stück voran, während sich im Hintergrund eine zunehmend dominante Dronestruktur aufbaut und eine Spannung entstehen lässt, die elektrisierend wirkt. Der Titel verweist auf ein Küstendorf und auf den &#8220;roten Faden&#8221;, der sich webt – Orte und Personen erscheinen als mit Bedeutung aufgeladene Knotenpunkte im Gewebe der Erinnerung. Mit &#8220;Hymn VIII &#8211; The Sea Stretched Across The Pines&#8221; wird die von leiser Melancholie durchzogene Atmosphäre weit und sanft, man meint die salzige Meeresluft und den Duft von Koniferen zu spüren. Harmonisch und zärtlich entfaltet sich einmal mehr eine Familienerinnerung, die dem Albumtitel &#8220;Kindred Hymns&#8221; entspricht. Den Abschluss bildet &#8220;Hymn IX &#8211; It&#8217;s Not Easy Being Me (It&#8217;s Easier With You)&#8221;, eine Hymne an menschliche Verbundenheit mit leichtem 60s-Anklang. Nach den zuvor durchschrittenen Bildern von Feuer, Regen, Meer und Erinnerung formuliert Cole hier eine schlichte Erkenntnis: Identität bleibt brüchig, doch im Gegenüber wird sie tragfähiger.</p>
<p>&#8220;Kindred Hymns&#8221; ist damit konsequente Fortsetzung und Verdichtung. Die Themen Verlust, Erinnerung, Natur und spirituelle Suche bleiben präsent, nun jedoch aufgrund des solistischen Ansatzes in einer noch radikaler persönlichen Form. Die Hymnen wirken wie intime Selbstgespräche, die zugleich auf Gemeinschaft zielen. Das Paradies, das hier gesucht wird, erscheint weiterhin nicht als fernes Jenseits, sondern als Möglichkeit, im Weiterleben, Erinnern und Verbundensein eine Form von Fülle zu finden.</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship / Future Grave</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2026/03/14/trappist-afterland-kindred-hymnal-walk-to-paradise-garden-pt-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>KATHLEEN YEARWOOD: Wormwood 7&#8243;</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/06/21/kathleen-yearwood-wormwood-7/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/06/21/kathleen-yearwood-wormwood-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2025 03:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Angelina Morrison]]></category>
		<category><![CDATA[Arild Stromsvaag]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Kathleen Yearwood]]></category>
		<category><![CDATA[Rverb Worship]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=46720</guid>
		<description><![CDATA[Manche künstlerischen Stimmen verweigern sich konsequent jeder Form von Glättung, da sich die Welt, in der sie leben, nicht glätten lässt. Kathleen Yearwood gehört zu diesen Stimmen. Auf ihrer neuen, in rotem Vinyl geschnittenen 7&#8243;-Single &#8220;Wormwood / Voices and Lightenings&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/21/kathleen-yearwood-wormwood-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot-2025-06-16-094725.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46721" title="Screenshot 2025-06-16 094725" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot-2025-06-16-094725-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Manche künstlerischen Stimmen verweigern sich konsequent jeder Form von Glättung, da sich die Welt, in der sie leben, nicht glätten lässt. Kathleen Yearwood gehört zu diesen Stimmen. Auf ihrer neuen, in rotem Vinyl geschnittenen 7&#8243;-Single &#8220;Wormwood / Voices and Lightenings&#8221; greift sie zentrale Motive der biblischen Apokalypse auf, allerdings weniger als religiöses Programm, sondern als Bildbereich für <span id="more-46720"></span>eine Wirklichkeit, in der Gewalt, Offenbarung und Innerlichkeit untrennbar verwoben sind.</p>
<p>&#8220;Wormwood&#8221;, die A-Seite, beginnt mit einer kurzen Lesung von Angeline Morrison, einem Satz aus der Offenbarung des Johannes, in dem von einem Stern namens Wermut die Rede ist, dessen Fall die Wasser der Erde mit tödlicher Folge bitter macht. Die Vorstellung von Verseuchung und Untrinkbarkeit ist hier nicht nur ein kosmisches Bild, sondern auch ein Echo gegenwärtiger Erfahrung. Yearwoods Gesang – kindlich hoch, fast schrill, zugleich fragil und kontrolliert – spiegelt diese Spannung wider. Die extremen Tonhöhen, die sie dabei durchläuft, wirken auf den ersten Eindruck bizarr, doch eingebettet in das kratzige, unregelmäßig gestrichene Fundament aus Kontrabasslinien, entwickeln sie eine eigentümlich dramatische Spannung. Das klingt nicht &#8220;roh&#8221; im Sinne des Lo-Fi-Klischees, sondern eher wie etwas, das jede vertraute Form gezielt verweigert.</p>
<p>&#8220;Voices and Lightenings&#8221; auf der Rückseite ist etwas wärmer gehalten. Der Bass wird gezupft wie eine akustische Gitarre, die Stimme bleibt zwar hoch, wirkt aber weniger angespannt, fast meditativ. Eingeleitet wird das Stück mit einer weiteren Passage aus der Offenbarung, hier gesprochen von Arild Stromsvaag: Sie beschreibt den Moment, in dem ein Engel Feuer von einem Altar auf die Erde wirft, begleitet von Donnern, Stimmen, Blitzen und einem Beben. Diese Kombination von Naturgewalt und göttlicher Geste bildet den Hintergrund für eine Musik, die nicht illustriert, sondern sich durch Reduktion und Dunkelheit umso wirkungsvoller erweist. In ihrer Mischung aus Minimalismus, folkig angehauchtem Saitenspiel und flüchtiger Melodik erinnert die Aufnahme auch an Continuous Music oder an Künstler wie Boduf Songs.</p>
<p>Die beiden Stücke erscheinen auch auf dem kommenden Album &#8220;Apokolypsis&#8221;, in dem sich Yearwood – ausgehend von einer Kindheitserinnerung – mit der Offenbarung als persönlichem und kollektiven Bild einer Entschleierung auseinandersetzt. Dort werden noch weitere Rezitierende zu hören sein, u.a. Adam Geoffrey Cole von Trappist Aftrerland &#8211; mehr dazu eventuell beizeiten.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Reverb Worship / Future Grave</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/06/21/kathleen-yearwood-wormwood-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LAMP OF THE UNIVERSE / TRAPPIST AFTERLABD: Lakeland Storm</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/03/29/lamp-of-the-universe-trappist-afterlabd-lakeland-storm/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/03/29/lamp-of-the-universe-trappist-afterlabd-lakeland-storm/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2025 03:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adam Geoffrey Cole]]></category>
		<category><![CDATA[Craig Williamson]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Lamp of the Universe]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>
		<category><![CDATA[Trappist Afterland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=45579</guid>
		<description><![CDATA[Trappist Afterland und Lamp of the Universe sind zwei der renommiertesten Vertreter psychedelisch eingefärbter Musik auf der südlichen Erdhalbkugel, doch da sich zwischen der Ostküste Australiens und dem benachbartern Neuseeland noch ein recht weites Meer erstreckt, ist es möglich, dass &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/29/lamp-of-the-universe-trappist-afterlabd-lakeland-storm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/Screenshot-2025-03-22-120629.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45580" title="Screenshot 2025-03-22 120629" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/Screenshot-2025-03-22-120629-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Trappist Afterland und Lamp of the Universe sind zwei der renommiertesten Vertreter psychedelisch eingefärbter Musik auf der südlichen Erdhalbkugel, doch da sich zwischen der Ostküste Australiens und dem benachbartern Neuseeland noch ein recht weites Meer erstreckt, ist es möglich, dass die beiden Hauptbetreiber Adam Geoffrey Cole und Craig Williamson sich noch nicht allzu häufig über den Weg gelaufen sind. Mit <span id="more-45579"></span>der gut achtminütigen One Track-Single &#8220;Lakeland Storm&#8221; präsentieren sie nun ihre erste gemeinsame Kollaboration, welche die typischen Elemente beider Projekte zu einem intensiven Stück Psych Folk vereint.</p>
<p>Von Beginn an entfaltet sich eine zeremoniell-ergriffene Atmosphäre, die durch feierlich angeschlagene Gitarrensaiten und dezente Handpercussion getragen wird. Die Instrumentierung wirkt bewusst reduziert, aber dank der kraftvollen Akkorde niemals karg. Neben Gitarre und Oud scheinen mit der Zeit weitere Saiteninstrumente zu erklingen, die gemeinsam mit den vielschichtigen Gesangsharmonien eine intensive Wirkung entfalten. Besonders der mehrstimmige Gesang von Williamson und Cole, der stellenweise fast hymnisch wirkt, zieht den Hörer in seinen Bann. Später tritt Coles Sologesang in den Vordergrund, dessen fragile Intensität einen berührenden Kontrast zur wachsenden Klangdichte des Stücks bildet. Ambientartige Keyboards, die an frühere Beiträge von Grey Malkin erinnern, verstärken diesen Eindruck zusätzlich.</p>
<p>Textlich kreist &#8220;Lakeland Storm&#8221; um Landschaften und Naturgewalten, die symbolisch über sich hinausweisen. Die Erhabenheit der Szenerie wird jedoch nicht nur als transzendentale Erfahrung vermittelt, sondern auch mit einem unterschwelligen Gefühl der Furcht durchzogen. Dies korrespondiert mit dem Covermotiv, einer historischen Fotografie von Soldaten des Australian and New Zealand Army Corps in den Schützengräben von Gallipoli während des Ersten Weltkriegs, deren Feiertag sich gerade jährt. Die Wahl dieses Bildes verleiht der Veröffentlichung eine zusätzliche Schicht, lässt Motive historischer Traumata und existenzieller Bedrohungen aufblitzen.</p>
<p>Dieses Sujet fungiert zudem als weitere Klammer um die beiden hier als Einheit auftretenden Projekte und ihre Herkunftsländer. Musikalisch wirkt die Zusammenarbeit wie das Werk einer schon immer aufeinander eingespielten Band. Auf der Trappistseite kann man das Stück definitiv auf der Seite seiner ergriffeneren Songs einordnen, darüber hinaus ist es eine wunderbare Gelegenheit, die in unseren Breiten noch recht unbekannten Lamp of the Universe kennezulernen. Das Stück erscheint gesplittet auf einer streng limitierten (und möglicherweise bereits vergriffenen) 7&#8243;, aber vielleicht wird es irgendwann eine digitale Wiederveröffentlichung geben. Zu wünschen wäre es. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Reverb Worship / Future Grave</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/03/29/lamp-of-the-universe-trappist-afterlabd-lakeland-storm/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Squall of Christina 7&#8243;</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/08/24/trappist-afterland-grey-malkin-the-squall-of-christina-7/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/08/24/trappist-afterland-grey-malkin-the-squall-of-christina-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 00:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Malkin]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>
		<category><![CDATA[The Hare and the Moon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=42032</guid>
		<description><![CDATA[Dass der emsige Adam Geoffrey Cole bereits seit einiger Zeit an einem neuen Album seines vor kurzem wiederbelebten Projektes Trappist Afterland arbeitet, hat sich in interessierten Kreisen längst herumgesprochen, und wer seinen Social Media-Profilen folgt, konnte bereits einige Skizzen davon &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/24/trappist-afterland-grey-malkin-the-squall-of-christina-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/thesquallofchristina.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42034" title="thesquallofchristina" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/thesquallofchristina-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass der emsige Adam Geoffrey Cole bereits seit einiger Zeit an einem neuen Album seines vor kurzem wiederbelebten Projektes Trappist Afterland arbeitet, hat sich in interessierten Kreisen längst herumgesprochen, und wer seinen Social Media-Profilen folgt, konnte bereits einige Skizzen davon hören: kurze, nur mit Gitarre oder Oud begleitete Exzerpte seines melancholisch eingefärbten Gnostic Folk, der von persönlichen Freuden und Leiderfahrungen der <span id="more-42032"></span>vergangenen Jahre neuen Auftrieb bekommen hatte, und der – ob in üppiger Instrumentierung oder in zurückgenommene Gewandung – niemals an Charisma und Esprit verliert. Man kann dies eigentlich nur auf die Ehrlichkeit seiner künstlerischen Vision zurückführen.</p>
<p>An dem kommenden Album, das den Titel &#8220;Evergreen – Walk to Paradise Garden&#8221; tragen soll, werden eine ganze Reihe an musikalischen Gästen mitwirken, so die britische Sängerin und Multiinstrumentalistin Angeline Morrison, desweiteren Tali Trow, Tom Warren und einmal mehr Anthony Cornish an verschiedenen Instrumenten, ferner Gitarrist und Sänger Henry Parker, der bereits öfter, z.B. beim Current 93-Auftakt in der Londoner Union Chapel, mit Cole live aufgetreten ist, und nicht zuletzt Landsmann Matt Malone und David Tibet als Gesangspartner. Gerade erscheint als eine Art Auftakt eine zwei Tracks enthaltende Single, bei der dagegen Coles altbekannter Weggefährte, der schottische Klangkünstler und Forscher Grey Malkin, maßgeblich an der Musik beteiligt ist und als zweiter Interpret genannt wird.</p>
<p>Der erste der beiden Songs  &#8211; &#8220;The Squall&#8221; &#8211; wird in einer anderen Version auch auf dem Album vertreten sein. Die entrückten Gitarrenfiguren und die leisen Töne des leicht nach hinten gemischten Gesangs lassen, vielleicht aufgrund der Tonart und der repetitiven Melodie, eine aufwühlende Stimmung entstehen. In den poetischen Bildern des Textes erzählt Cole von einem Sturm, der ganz überraschend über ein sich verloren fühlendes lyrisches Ich hereinbricht und überall in der Umgebung seine Spuren, seine Abdrücke hinterlässt. In all dem scheint aber auch eine Portion Hoffnung oder gar Zuversicht zu stecken – nicht nur in einem Vers wie &#8220;God would not desert me&#8221;, denn der merkwürdige, unberechenbare Wind scheint in seinem Bluesgesang auch etwas Befreiendes zu haben. Auch musikalisch hat dieser Song durchaus seine doppelten Böden, enthält bei genauerem Hinhören mit Xylophon, Zither, Bass, Squeezebox und anderen Instrumenten deutlich mehr Klangquellen, als es auf den oberflächlichen Eindruck, der das beschwörende Strumming klar ins Zentrum stellt, scheint, auch die kurz anklingende Kinderstimme scheint dem Ganzen etwas Versönliches zu geben. Das die zweite Seite füllende &#8220;Eventide&#8221;, das nicht auf dem Album vertreten sein wird und einmal mehr auch die Stimme von Angeline Morrison anklingen lässt, repräsentiert zum einen die mehr entspannte als aufgewühlte Seite von Trappist Afterland, doch es fällt auch weitaus melancholischer aus. Zu den pastoralen Gitarrenfiguren von Cole und Parker und den beruhigenden Klängen von Malkins Piano und Fender Rhodes wird hier eine Elegie auf Vergangenes und verpasste Chancen gesungen, eine Atmosphäre der Verlorenheit der Selbstzweifel entsteht. Am Abend, auf den alles hinsteuert, wartet der von dichteren und lebhafteren Klängen begleitete Moment der reinigenden Entleerung, und vielleicht ist dies ein Abschnitt, der auf der Suche, um die es bei Cole immer wieder geht, durchwandert werden muss.</p>
<p>Im Unterschied zu den zahlreichen früheren Kollaborationen der beiden, die dank Grey Malkins Teilnahme oft elektronischer und von den Kompositionen her abstrahierter ausgefallen sind, ist die Musik auf der vorliegenden Single weit näher am typischen Trappist Afterland-Kosmos, in dem der Schotte im Mix und in dezenten Instrumentalbeiträgen an Piano, Orgel, Xylophon, Percussion und anderem Gerät seine Spuren hinterlassen hat wie der besungene Wind in den Blättern und Wellen. Auch er hat gerade ein neues Album seiner Band The Floating Words herausgebracht, über das auf unseren Seiten ebenso wie über &#8220;Evergreen&#8221; in Kürze mehr zu erfahren sein wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Reverb Worship / Future Grave</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/08/24/trappist-afterland-grey-malkin-the-squall-of-christina-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: New Ghost in Town 7&#8243;</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/09/16/kitchen-cynics-grey-malkin-new-ghost-in-town-7/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/09/16/kitchen-cynics-grey-malkin-new-ghost-in-town-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Sep 2023 06:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Davidson]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Malkin]]></category>
		<category><![CDATA[Kitchen Cynics]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=37320</guid>
		<description><![CDATA[Ob intendiert oder nicht, das am Leben erhalten überlieferter Songs, ihrer Stoffe, Motive und Stimmungen und deren Übertragung in neue Gewänder ist einer der wesentlichen Verdienste folkorientierter Musik. Dabei sollte man vor allem die experimentierfreudigeren Formen hervorheben, da sich ihr &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/16/kitchen-cynics-grey-malkin-new-ghost-in-town-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/greykitchencynicsmalkin.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-37327" title="greykitchencynicsmalkin" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/greykitchencynicsmalkin-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ob intendiert oder nicht, das am Leben erhalten überlieferter Songs, ihrer Stoffe, Motive und Stimmungen und deren Übertragung in neue Gewänder ist einer der wesentlichen Verdienste folkorientierter Musik. Dabei sollte man vor allem die experimentierfreudigeren Formen hervorheben, da sich ihr Bemühen gemeinhin nicht in Nostalgie erschöpft, sondern der Bewegung und Neuschöpfung Rechnung trägt.<span id="more-37320"></span></p>
<p>Die beiden Schotten Gray Malkin und Alan Davidson alias Kitchen Cynics gehen einer solchen Beschäftigung schon länger vermutlich aus schierem Interesse an alten Stoffen nach und veröffentlichen in gewissen Abständen Singles mit jeweils zwei Songs, die dann entweder Traditionals sein können oder Eigenkompositionen, die alten Balladen und Geschichten nachempfunden sind. Gerade für Malkins Verhältnisse sind diese Arbeiten überraschend songorientiert, und auch für Davidson, dessen Musik von Beginn an nicht nur eine folkige, sondern ebenso eine surreal-soundscapige Seite offenbarte, steht letzteres wohl, wenn hörbar, eher im Dienste des ersteren.</p>
<p>Auf ihrer neuesten gemeinsamen Veröffentlichung gibt es zwei eigene Songs (einmal als Davidsons Feder, einmal von Malkin verfasst) zu hören, doch einer davon ist eng an einen bekannten Stoff, nämlich an den von Sweet William und Lady Margaret, angelehnt. Eine wesentliche Klammer findet sich im Schauplatz der Songs, denn beide sind &#8211; auch wenn ich hier bewusst einen Begriff aus dem späten 18. Jahrhunderts zweckentfremde &#8211; Graveyard Poetry im besten Sinne.</p>
<p>&#8220;New Ghost in Town&#8221; erzählt die Geschichte eines Friedhofs, auf dem Verstorbene recht unterschiedlichen Temperaments und Charakters gebettet sind, Personen, die in ihrem irdischen Leben wohl einen großen Bogen um einander gemacht hätten. Das lyrische Ich kontempliert nun über die Konflikte, welche die Geister wohl austragen und fantasiert über seine eigene Rolle, sollte er je selbst hier einziehen. Der Song ist ein interessantes Gegenstück zu der rauschenden Party, die Lon Milo DuQuette in seinem &#8220;Club Pere la Chaise&#8221; mit all den großen Geistern der Pariser Totenstadt feiert, und entsprechend gibt sich das Stück auch eher schwermütig bis weltentrückt. Eine andersweltliche Flöte aus einem geheimnisvollen Hochland eröffnet das Ambiente Szenario, in dem gesempelte Frauen Chöre ebenso ihren Raum haben wie pastorale Gitarren und die typisch spröde und nie zu frohsinnige Stimme Davidson, die immer eine gewisse exzentrische Schrägheit mitbringt. Diese wirkt dann auch wie ein perfekter Gegenpart zu den diffus gehauchten Stimmen des Chors, die wie ein Tuch im Wind flattern und dabei ganz beiläufig etwas liturgisches anklingen lassen.</p>
<p>Die berühmte traditionelle Ballade, die von der Dreiecksgeschichte zwischen Lady Margaret, Sweet William und dessen neuer Geliebter erzählt, und bei der mindestens eine der Figuren den Tod findet, wird in der von Malkin verfassten Version stark modifiziert, aber ist und bleibt auch hier ein intensiver geisterhafte Song mit viel Tragik und &#8211; trotz einer deutlich spürbaren Feierlichkeit &#8211; ohne jede Melodramatik. Auch dieses Szenario wird von hellen Flöten eröffnet, zu denen sich bald spukhafte liebliche Glöckchen gesellen und ein hypnotisches Gitarrenstrumming als Kulisse für Davidsons diesmal ungemein ergriffenes Falset, aus dem etwas beinahe erschrockenes herauszuhören ist.</p>
<p>Das gemeinsame Projekt Malkins und Davidsons ist eine interessante und ästhetisch lohnenswerte Möglichkeit, den Kosmos der Folkballaden (und Kunstballaden) der britischen Inseln kennenzulernen, und auch gerade die Balance zwischen Traditionellem und eigenen Schöpfungen gibt dem Konzept dabei etwas sehr Lebendiges. In den bisherigen Singles wurden immer wieder andere Facetten dieses Kosmos umgesetzt und es wäre zu hoffen, dass die beiden noch lange damit fortfahren und dass irgendwann ein umfangreiches Songbook vorliegt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship / Future Grave</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3567474112/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/09/16/kitchen-cynics-grey-malkin-new-ghost-in-town-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich bin, was ich erschaffe. Ein Interview mit Allysen Callery</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/19/ich-bin-was-ich-erschaffe-ein-interview-mit-allysen-callery/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/08/19/ich-bin-was-ich-erschaffe-ein-interview-mit-allysen-callery/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2023 05:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Allysen Callery]]></category>
		<category><![CDATA[Ava Callery]]></category>
		<category><![CDATA[Cosirecords]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Gruselthon]]></category>
		<category><![CDATA[Karen Zanes]]></category>
		<category><![CDATA[Mother Bear]]></category>
		<category><![CDATA[Myles Baer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36861</guid>
		<description><![CDATA[In der weiten Welt alternative Folkklänge, die nach dem kurzlebigen Hype der Nullerjahre erst ihr wirkliches Potenzial jenseite nostalgischer Retrospektiven offenbaren konnte, ist die aus Neuengland stammende Allysen Callery kaum mehr wegzudenken, immerhin hat sie seit ihrem Debüt 2007 mehr &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/19/ich-bin-was-ich-erschaffe-ein-interview-mit-allysen-callery/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36870" title="allysencallery2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der weiten Welt alternative Folkklänge, die nach dem kurzlebigen Hype der Nullerjahre erst ihr wirkliches Potenzial jenseite nostalgischer Retrospektiven offenbaren konnte, ist die aus Neuengland stammende Allysen Callery kaum mehr wegzudenken, immerhin hat sie seit ihrem Debüt 2007 mehr als eine Handvoll Studioalbun geschaffen, kleinere Releases, Kollaborationen, Anthologien und Konzertaufnahmen kommen hinzu &#8211; auf all diesen lässt sie eine ganz eigene Handschrift erkennen, welche die Einflüsse des britischen <span id="more-36861"></span>Folk Revival, die sie ihrer elterlichen Plattensammlung verdankt, mit einem ganz eigenen Faible für verhuschte, geisterhafte Stimmungen zusammenbringt. Gerade letzteres, das sie neben der Anziehungskraft ihrer Musik für eines ihrer Stammlabel Gruselthon prädestiniert, ist das Substrat, auf dem ihre jüngste Zusammenarbeit gedeihen konnte: Auf <a title="ALLYSEN CALLERY / MOTHER BEAR: Witch’s Hand" href="http://africanpaper.com/2023/08/05/allysen-callery-mother-bear-witchs-hand/">&#8220;Witch&#8217;s Hand&#8221;</a> lässt sie zusammen mit der Dortmunder Doom Stoner-Band Mother Bear eine ganze Reihe an untoten Gestalten aus ihren verwunschenen Gräbern kriechen und ganz nebenbei einen der besten Stilhybriden aus Folk und Metal entstehen. Über all diese Dinge sprachen wir im folgenden Interview.<br />
</strong></p>
<p><strong><a title="I am what I create. An interview with Allysen Callery" href="http://africanpaper.com/2023/08/19/i-am-what-i-create-an-interview-with-allysen-callery/">English Version</a></strong></p>
<p><em><strong>Du hast gerade ein fantastisches neues Album in Zusammenarbeit mit dem deutschen Doom-Stoner-Trio Mother Bear veröffentlicht, das wie du an der <a href="https://gruselthon.bandcamp.com/album/my-universal-hammer">&#8220;Universal Hammer&#8221;-Compilation</a> beteiligt war. Die Musik ist ziemlich unkonventionell im Vergleich zu dem, was ihr beide bisher gemacht habt. Wie ist die Idee zu diesem Album entstanden?</strong></em></p>
<p>Von Mother Bear stammt tatsächlich mein Lieblingssong auf der &#8220;Universal Hammer&#8221;-Compilation, und ich habe Black Sabbath schon immer sehr geliebt, eine meiner Lieblingsbands bis zum heutigen Tag. Ich habe mir einen Dokumentarfilm angesehen, in dem sie darüber sprachen, wie sie von Horrorfilmmusik inspiriert wurden, und da wurde mir klar, warum ich ihre Musik so sehr liebe. Der Gründer von Gruselthon ist auch ein Fan von Horrorfilmen, und wir tauschen ständig Empfehlungen aus.</p>
<p><em><strong>Habt ihr neben dem gemeinsamen Interesse daran auch einen gemeinsamen musikalischen Code bemerkt, der unabhängig von Genres und Stilen war?</strong></em></p>
<p>Occult-, Stoner- und Psychedelic-Musik sind alle in meiner Musiksammlung enthalten, und Hexenhorror hat einfach etwas, das Spaß macht, wenn man auf so etwas steht!!</p>
<p><em><strong>Du intersesierst dich also schon länger für Metal und Stoner Rock&#8230;</strong></em></p>
<p>Ja, als ich anfing, Auto zu fahren, gab mir ein Freund eine Kassette mit dem Album &#8220;Paranoid&#8221; von Black Sabbath, und es bringt mich immer wieder dazu, diese Songs zu hören. Vor kurzem habe ich sogar eine Coverversion von &#8220;Planet Caravan&#8221; aufgenommen, die auf meiner SoundCloud zu hören ist.</p>
<p><em><strong>Was den lyrischen Inhalt angeht, der sowohl von dir als auch von der Band stammt, scheint das Album ziemlich einheitlich zu sein. Wie habt ihr euch auf die Themen und die Atmosphäre der erzählten Geschichten geeinigt? Ich kann mir gut vorstellen, dass vieles ganz spontan aus gemeinsamen Interessen heraus entstanden ist&#8230;</strong></em></p>
<p>Wir haben uns einfach darauf geeinigt, dass wir an einem Horror-Album zusammenarbeiten. Es war für mich erstaunlich, wie leicht die Songs aus meiner Feder flossen&#8230; Es muss ein Ghostwriter gewesen sein, haha. Ich mag Mother Bears Interpretation meines Songs &#8220;Beautiful Teeth&#8221; sehr.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4081815934/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Die Geschichten, die in den Texten erzählt werden, haben etwas von einem Panorama klassischer Gruselgeschichten und der dazugehörigen Figuren. Hast du schon immer gerne solchen Geschichten zugehört und vielleicht auch erfunden?</strong></em></p>
<p>Ich liebe Horror, mein Mann und ich sehen uns fast jeden Abend Horrorfilme an. Schon als Kind habe ich in der Bücherei immer nach den Horrorgeschichten gegriffen. Ich habe noch nie versucht, eine Horrorgeschichte zu schreiben? Abgesehen von meinen kleinen Liedern&#8230; Aber ich denke, mein Traum wäre, dass jemand diese Lieder nimmt und aus den Geschichten, die sie erzählen, einen Horrorfilm macht.</p>
<p><em><strong>&#8220;Witch&#8217;s Hand&#8221; hat bei mir auch einige Assoziationen zum klassischen Horrorkino geweckt. Gibt es eine Ära von unheimlichen Filmen, mit der du besonders viel anfangen kannst?</strong></em></p>
<p>Am meisten liebe ich Folk-Horror-Filme, <em>Wicker Man</em>, <em>The Company of Wolves</em>, <em>The Witch</em>, <em>November</em> usw. Nicht unbedingt eine bestimmte Epoche, aber ein bestimmter Stil. Übernatürlicher, okkulter Horror ist meine bevorzugte Art von Horror.</p>
<p><em><strong>Du kommst aus Rhode Island, Neuengland, nicht weit von der Gegend, in der die Hexenprozesse von Salem stattfanden, und als Heimat von Autoren wie Hawthorne und Lovecraft wird die Region auch mit düsteren Stimmungen assoziiert. Wie viel von deiner Heimat findet sich deiner Meinung nach in deiner Musik wieder? Glaubst du, dass Neuengland sich wirklich für eine gruselige Atmosphäre eignet, oder denkst du, dass es eher ein Klischee ist?</strong></em></p>
<p>Nun, ich wohne gegenüber von Wäldern, die als Land der Ureinwohner geschützt sind. Mein Mann und ich gehen dort auf Pilzsuche, und unser Haus ist mit den vielen Schädeln von Rehen und anderen Tieren geschmückt, die wir auf unseren Spaziergängen in der Natur gefunden haben. Wir verbringen viel Zeit draußen, und ich glaube, dass sich die Natur in meine Art zu schreiben und in die Art und Weise, wie ich meine menschlichen Erfahrungen erzähle, einschleicht.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-36869" title="allysencallery3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery3-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a>Der Begriff &#8220;Ghost Folk&#8221; &#8211; der sich auf den Titel eines deiner Alben bezieht &#8211; wurde zur Beschreibung deiner Musik verwendet, und Begriffe wie &#8220;Folk Horror&#8221; waren in den letzten Jahren häufig zu hören. Was ist deiner Meinung nach der Grund dafür, dass Folkmusik gerne mit dem Unheimlichen und Übernatürlichen in Verbindung gebracht wird?</strong></em></p>
<p>Die Welt ist ein interessanter und verwirrender Ort. Jedenfalls denke ich, dass das Heidentum uns irgendwie mit der Erde und mit unseren Vorfahren verbindet. Ich bin keine wirklich praktizierende Hexe, aber ich mag es, eine Menge hexenartiger Dinge zu tun. Brotbacken, Handnähen, Kerzen anzünden, meine schwarzen Katzen streicheln und vieles mehr bringt mir den Frieden, den ich dann teilen kann.</p>
<p><em><strong>Wann hast du Americana und andere traditionelle Musikgenres entdeckt? Warst du zu diesem Zeitpunkt bereits eine aktive Musikerin?</strong></em></p>
<p>Ich schmachtete in meiner früheren Ehe vor mich hin, meine Gitarre lag unter dem Bett und ich hatte keine Unterstützung oder Ermutigung. Ich hörte zufällig, wie Gillian Welch &#8220;Dear Someone&#8221; im Fernsehen sang. Das war für mich noch vor dem Internet. Ich holte meine Gitarre unter dem Bett hervor und war sofort inspiriert, <a href="https://allysencallery.bandcamp.com/album/hopey">meine erste Platte zu schreiben, die &#8220;Hopey&#8221; hieß</a>. Ich sehe mich selbst nicht als Americana-Künstlerin, obwohl Gillian Welch mich damals inspiriert hat. Die meiste Inspiration habe ich von britischen Künstlern wie Steeleye Span, Fairport Convention und natürlich The Incredible String Band, die Musik aus der Plattensammlung meiner Eltern, mit der ich aufgewachsen bin.</p>
<p><em><strong>Gab es bestimmte Alben, die dich besonders inspiriert haben?</strong></em></p>
<p>&#8220;The Hangman&#8217;s Beautiful Daughter&#8221;, &#8220;A Parcel of Rogues&#8221;, und &#8220;Leige &amp; Leaf&#8221; sind einige meiner Favoriten. Auch Joni Mitchells &#8220;Blue&#8221; und &#8220;Ladies of the Canyon&#8221;.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=354924081/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2508373382/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Für mich ist &#8220;Ghost Folk&#8221; eines der faszinierendsten Dark-Folk-Alben der letzten Jahre, und eine seiner Hauptqualitäten ist die subtile Ruhe in der Atmosphäre der Songs. Hattest du beim Schreiben der Songs eine solche Absicht?</strong></em></p>
<p>Ich bin, was ich erschaffe. Ich würde sagen, ich bin von Natur aus ziemlich subtil, dunkel und ruhig. Ich liebe es, dass sich die Menschen durch meine Musik mit mir verbinden können, und ich liebe es, dass sie für ausgewählte Menschen ist.</p>
<p><em><strong>&#8220;Lost Children&#8221;, eine Zusammenstellung von teilweise fragmentarischen Homerecordings, vermittelt mir den Eindruck, dass du viel improvisierst und aufnimmst, wenn Ideen kommen. Gibt es bestimmte Umstände und Situationen, in denen du besonders empfänglich bist für die Musen?</strong></em></p>
<p>Ich hatte einige Probleme mit Verlusten zu verarbeiten, und das ist ein roter Faden, der sich in meiner Musik widerspiegelt. Ich bin eine emsige Schreiberin und ich habe den Luxus, viel Zeit für mich zu haben, um zumindest kleine Dinge zu Hause aufzunehmen, wenn sie mir einfallen.</p>
<p><em><strong>Was waren die Hauptgründe dafür, dass diese Stücke nicht auf eines deiner regulären Alben gepasst haben?</strong></em></p>
<p>Einige der Songs, die ich auf &#8220;Lost Children&#8221; veröffentlicht habe, habe ich nur einmal geschrieben und gespielt, als ich sie aufnahm. Aber ich habe mir schon immer gerne Skizzenbücher von Künstlern angesehen, und ich dachte, es wäre etwas Besonderes, das ich mit meinen treuen Hörern teilen könnte. Es ist nur auf Bandcamp erhältlich und kann nirgendwo anders gestreamt werden, also müsst ihr wirklich suchen.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-36868" title="allysencallery1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery1-712x1024.jpg" alt="" width="584" height="839" /></a></strong></em></p>
<p><em><strong>Hast du immer noch vor, zusammen mit Myles Baer Musik mit einem eher bandorientierten Sound aufzunehmen? Ich erinnere mich, dass du diese Idee in <a href="https://www.gaesteliste.de/texte/show.html?_nr=1918">einem anderen Interview</a> erwähnt und dabei euer früheres Land of Nod-Projekt erwähnt hast&#8230;</strong></em></p>
<p>Ich liebe Lo-Fi und Homerecordings sehr, aber ich liebe es auch, wenn Myles sich bei der Produktion völlig austobt. Ich träume irgendwie davon, eine kleine Band mit ihm, meiner Tochter Ava Callery und Karen Zanes auf die Beine zu bringen. Wir werden sehen?!</p>
<p><em><strong>Hast du und Mother Bear schon darüber nachgedacht, gemeinsam auf Tour zu gehen und &#8220;Witch&#8217;s Hand&#8221; live zu präsentieren? Ich bin sicher, dass es dafür ein Publikum gibt&#8230;</strong></em></p>
<p>Wow, nein, darüber haben wir noch nicht gesprochen, aber wenn ich in einer Rauchwolke auf die Bühne treten könnte, um mit ihnen auf einem Festival zu singen, wäre das ein wahr gewordener Traum!<br />
Sie sind eine fantastische Band und ich bin mir sicher, dass sie in Zukunft noch viele Auftritte haben werden.</p>
<p><em><strong>Was steht bei dir für die nächste Zeit auf dem Plan?</strong></em></p>
<p>Ich habe eine EP für das britische Label Future Grave aufgenommen, an der mein Produzent gerade arbeitet. Darauf freue ich mich schon sehr. Außerdem würde ich gerne eine Sammlung von Covers von den Britischen Inseln machen, da sie für mich als Kind so unglaublich wichtig waren.</p>
<p>Interview: U.S., Fotos: Ted Hayes</p>
<p><strong>Allysen Callery @ <a href="https://allysencallery.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://soundcloud.com/allysencallery">Soundcloud</a> | <a href="https://www.instagram.com/allysencallery/">Instagram</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1516329426/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2793268877/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/1180824526&amp;color=%23ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="166"></iframe></p>
<div style="font-size: 10px; color: #cccccc; line-break: anywhere; word-break: normal; overflow: hidden; white-space: nowrap; text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif; font-weight: 100;"><a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="Allysen Callery" href="https://soundcloud.com/allysencallery" target="_blank">Allysen Callery</a> · <a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="Planet Caravan -Black Sabbath cover" href="https://soundcloud.com/allysencallery/planet-caravan-black-sabbath" target="_blank">Planet Caravan -Black Sabbath cover</a></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/08/19/ich-bin-was-ich-erschaffe-ein-interview-mit-allysen-callery/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>I am what I create. An interview with Allysen Callery</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/19/i-am-what-i-create-an-interview-with-allysen-callery/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/08/19/i-am-what-i-create-an-interview-with-allysen-callery/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2023 05:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Allysen Callery]]></category>
		<category><![CDATA[Ava Callery]]></category>
		<category><![CDATA[Cosirecords]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Gruselthon]]></category>
		<category><![CDATA[Karen Zanes]]></category>
		<category><![CDATA[Mother Bear]]></category>
		<category><![CDATA[Myles Baer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36859</guid>
		<description><![CDATA[In the wide world of alternative folk sounds, which after the short-lived hype of the noughties was only able to reveal its real potential beyond nostalgic retrospectives, New England native Allysen Callery has become an integral part, after all she &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/19/i-am-what-i-create-an-interview-with-allysen-callery/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36870" title="allysencallery2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In the wide world of alternative folk sounds, which after the short-lived hype of the noughties was only able to reveal its real potential beyond nostalgic retrospectives, New England native Allysen Callery has become an integral part, after all she has created more than a handful of studio albums since her debut in 2007, smaller releases, collaborations, anthologies and concert recordings are added &#8211; on all of these she reveals her very own signature, which combines the influences of the <span id="more-36859"></span>British folk revival, which she owes her parents&#8217; record collection, with her very own penchant for subtle, ghostly moods. Especially the latter, which, in addition to the appeal of her music, predestines her for one of her regular labels, Gruselthon, is the substrate on which her most recent collaboration was able to thrive: On &#8220;Witch&#8217;s Hand&#8221;, together with the Dortmund doom stoner band Mother Bear, she lets a whole gang of undead creatures crawl out of their enchanted graves and along the way create one of the best style hybrids of folk and metal. We talked about all these things in the following interview.</strong></p>
<p><strong><a title="Ich bin, was ich erschaffe. Ein Interview mit Allysen Callery" href="http://africanpaper.com/2023/08/19/ich-bin-was-ich-erschaffe-ein-interview-mit-allysen-callery/">German Version</a><br />
</strong></p>
<p><em><strong>You&#8217;ve just released a fantastic new album in collaboration with German doom stoner trio Mother Bear, who like you participated in the <a href="https://gruselthon.bandcamp.com/album/my-universal-hammer">&#8220;Universal Hammer&#8221; compilation</a>. It&#8217;s music is quite unconventional in comparison with both your more typical styles. How did the idea of the album came up?</strong></em></p>
<p>Mother Bear actually had my favorite track on the Universal Hammer compilation, and I&#8217;ve always had a great love for Black Sabbath, one of my favorite bands to this day. I was watching a documentary and they were talking about how horror music inspired them, and it all made perfect sense to me as to why I love their music so much. The founder of Gruselthon is also a fan of horror movies, and we&#8217;re always trading recommendations.</p>
<p><em><strong>Did you, apart from a shared interest in certain horror motifs, both notice a common music code, which was independent from genres and styles?</strong></em></p>
<p>Occult , stoner,  psych music all join hands in my music collection, and there&#8217;s just something about witchy horror that&#8217;s really fun , if you&#8217;re into that sort of thing!</p>
<p><em><strong>Is metal and stoner rock something you&#8217;ve enjoyed before?</strong></em></p>
<p>Yes, when I first started driving my friend gave me a cassette of Black Sabbath&#8217;s Paranoid album, it always brings me back listening to those songs.<br />
I even recently recorded a cover of Planet Caravan which is on my SoundCloud.</p>
<p><em><strong>In terms of lyrical content, which comes from both you and the band, the album seems pretty consistent. How did you agree on the subjects and the atmosphere of the stories told? I can only imagine that a lot of things resulted quite spontaneously out of common interests&#8230;</strong></em></p>
<p>We just sort of agreed that we would collaborate on a horror record, it was astounding to me how easily the songs flowed from my pen… Must&#8217;ve been a ghost writer haha<br />
I really love Mother Bear&#8217;s take on my song &#8220;Beautiful Teeth&#8221;.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4081815934/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>The stories told in the lyrics have something of a panorama of classic horror stories and their corresponding characters. Have you always liked to listen to and probably also to invent such stories?</strong></em></p>
<p>I love horror, my husband &amp; I watch horror movies almost every night. Even when I was a kid going to the library, I always reached for the Horror stories. I&#8217;ve never tried writing a horror story? Other than my little songs… But I guess my dream might be that somebody takes those songs and makes a horror movie from the stories they tell.</p>
<p><em><strong>&#8220;Witch&#8217;s Hand&#8221; also gave me quite some associations to classical horror cinema. Is there an era of uncanny movies that you&#8217;re particularly fond of?</strong></em></p>
<p>I love Folk Horror movies the most , Wicker Man, The Company of Wolves, The Witch , November, etc. Not necessarily a time period , but a certain style. Supernatural, occult horror is my favorite kind of horror.</p>
<p><em><strong>You&#8217;re from Rhode Island, New England, not that far from the area where the Salem witch trials took place, and also being home to authors like Hawthorne and Lovecraft, the region is associated with dark atmospheres. How much from your home area do you think you can find in your music? Do you think New England really lends itself to a spooky atmosphere, or do you think it&#8217;s more of a cliche thing?</strong></em></p>
<p>Well, I  live across the street from woods that are protected Native American land.<br />
My husband &amp; I go mushroom hunting in there, &amp; our house is decorated with the many skulls we have found from deer &amp; other creatures we&#8217;ve found on our nature walks.<br />
We spend a lot of time outside, and I think nature creeps in in the way that I write, and the way that I relate my human experience.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery31.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-36871" title="allysencallery3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery31-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a>The term ghost folk &#8211; referring to your seminal album title &#8211; has come to describe your music, and terms like folk horror have been heard a lot in recent years. What do you think is the reason that folk music likes to connect with the uncanny and the supernatural?</strong></em></p>
<p>The world is an interesting and confusing place. Anyway I think paganism kind of connects us with the Earth, and our ancestors. I&#8217;m not a real practicing witch , but I like to do a lot of witchy stuff.<br />
Baking bread, hand sewing , lighting candles , petting my black cats, among other things , brings me peace which I then can share.</p>
<p><em><strong>When did you discover Americana and other traditional music genres? Were you already an active musician at the time?</strong></em></p>
<p>I was kind of languishing in my previous marriage, my guitar was under the bed and I didn&#8217;t have any support or encouragement. I heard by chance Gillian Welch singing &#8220;Dear Someone &#8221; on TV. This was before the Internet for me. I pulled my guitar out from under the bed and was inspired to write my first record which was <a href="https://allysencallery.bandcamp.com/album/hopey">&#8220;Hopey&#8221;</a>.<br />
I don&#8217;t think of myself as an Americana artist, although Gillian Welch did inspire me at that time, most of my inspiration comes from British isles artists such as Steeleye span, Fairport convention and of course The Incredible String Band which was the music from my parent&#8217;s record collection I&#8217;d grown up listening to.</p>
<p><em><strong>Were there certain classic folk albums that were particularly inspirational to you?</strong></em></p>
<p>The Hangman&#8217;s Beautiful Daughter , A Parcel of Rogues, &amp; Leige &amp; Leaf are some of my favorites.<br />
Joni Mitchell&#8217;s Blue &amp; Ladies of the Canyon as well.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=354924081/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2508373382/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>For me, &#8220;Ghost Folk&#8221; is one of the most intriguing dark folk albums of recent years, and one of its main qualities in the subtle quietness of the songs&#8217; atmosphere. Did you intend something like this while writing the songs?</strong></em></p>
<p>I am what I create . I&#8217;d say by nature I&#8217;m pretty subtle, dark &amp; quiet .<br />
I love that people can connect with me through my music, and I love that it&#8217;s for select people.</p>
<p><em><strong>&#8220;Lost Children&#8221;, a compilation of partly fragmentary home recordings, lead me to the impression that you improvise and record a lot, when ideas come to you. Are there certain circumstances and situations when you&#8217;re especially receptive for the muses&#8217; input?</strong></em></p>
<p>I&#8217;ve  had some issues with loss to process, and that&#8217;s a common chord that shows up in my music for sure. I am a prolific writer, and I do have the luxury of a lot of alone time to be able to at least record little things at home as they come to me.</p>
<p><em><strong>What were the main reasons that these pieces didn&#8217;t fit on one of your more regular albums?</strong></em></p>
<p>Some of the songs I put on Lost Children were written &amp; played only once as I recorded. But I&#8217;ve always enjoyed looking at artist&#8217;s  sketchbooks, &amp; I thought it would be something special to share with my true listeners.<br />
It&#8217;s only out on bandcamp , &amp; not streaming anywhere else so you really have to look.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-36868" title="allysencallery1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/allysencallery1-712x1024.jpg" alt="" width="584" height="839" /></a></strong></em></p>
<p><em><strong>Do you still plan to record music with a more band oriented sound together with Myles Baer? I remember you mentioned this idea in another interview and referred to your former Land of Nod project&#8230;</strong></em></p>
<p>I have a deep love for lo fi, home recordings, but I love when Myles goes totally wild with production too. I kind of dream about having a little band with him, my daughter Ava Callery and Karen Zanes. We&#8217;ll see?!<em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Did you and Mother Bear already think about touring together to present &#8220;Witch&#8217;s Hand&#8221; live? I&#8217;m sure there&#8217;ll be an audience for it..</strong></em></p>
<p>Wow, no we haven&#8217;t discussed that but if I can step onstage in a cloud of smoke to sing with them at a festival that would be a dream come true!<br />
They are a fantastic band &amp; I am sure they will be playing many in the future.</p>
<p><em><strong>What&#8217;s on your schedule for the nearer future?</strong></em></p>
<p>I&#8217;ve recorded an EP for UK label Future Grave, which my producer is working on.<br />
I&#8217;m excited for that one, and I&#8217;d also really like to do a collection of British Isles covers as they were so incredibly meaningful to me growing up.</p>
<p>Interview: U.S., Ted Hayes</p>
<p><strong>Allysen Callery @ <a href="https://allysencallery.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://soundcloud.com/allysencallery">Soundcloud</a> | <a href="https://www.instagram.com/allysencallery/">Instagram</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1516329426/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2793268877/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/1180824526&amp;color=%23ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true" frameborder="no" scrolling="no" width="100%" height="166"></iframe></p>
<div style="font-size: 10px; color: #cccccc; line-break: anywhere; word-break: normal; overflow: hidden; white-space: nowrap; text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif; font-weight: 100;"><a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="Allysen Callery" href="https://soundcloud.com/allysencallery" target="_blank">Allysen Callery</a> · <a style="color: #cccccc; text-decoration: none;" title="Planet Caravan -Black Sabbath cover" href="https://soundcloud.com/allysencallery/planet-caravan-black-sabbath" target="_blank">Planet Caravan -Black Sabbath cover</a></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/08/19/i-am-what-i-create-an-interview-with-allysen-callery/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ADAM GEOFFREY COLE / GREY MALKIN: Dwellings</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 06:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adam Geoffrey Cole]]></category>
		<category><![CDATA[Bladud Flies!]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Malkin]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>
		<category><![CDATA[The Hare and the Moon]]></category>
		<category><![CDATA[Trappist Afterland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=28671</guid>
		<description><![CDATA[Wie schon nach &#8220;The Trappist and the Hare&#8221; hauen Adam Cole und Grey Malkin auch im Anschluss an ihren zweiten gemeinsamen Longplayer mit dem jüngst erschienenen &#8220;Dwellings&#8221; noch eine Lathe Cut-Single heraus, und einmal mehr wirken die beiden neuen Songs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/dwellingscover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28672" title="dwellingscover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/dwellingscover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie schon nach &#8220;The Trappist and the Hare&#8221; hauen Adam Cole und Grey Malkin auch im Anschluss an ihren zweiten gemeinsamen Longplayer mit dem jüngst erschienenen &#8220;Dwellings&#8221; noch eine Lathe Cut-Single heraus, und einmal mehr wirken die beiden neuen Songs mit ihrem wie unter einer vergilbten Patina verborgenen Folksound nicht wie übriggebliebenes Material aus dem vor gut einem Jahr erschienenen &#8220;II&#8221;.<span id="more-28671"></span></p>
<p>Was den Sound und die Atmosphäre der beiden songs angeht, wirken &#8220;Houses on a Hill&#8221; und &#8220;The World is a Closed Door&#8221; wie aus einem Guss: Entspanntes Gitarrenspiel zieht einen in eine Welt, die auf den ersten Eindruck noch eher nach Cole als nach Malkin klingt. Doch auch wenn die soundscapingen Elemente hier weniger stark präsent sind, macht dieser sich im Verlauf am deutlichsten durch sein Klavierspiel, ferner durch dezente E&#8211;Gitarren, Keyboard und Xylophon bemerkbar.</p>
<p>Ein getragener, vielleicht sogar dezent elegischer Grundton macht sich in den Songs bemerkbar, in denen sich textlich &#8211; zum Teil angeregt durch Aphorismen der Autorin und Mystikeren Simone Weil &#8211; einiges um Fragen der Einkehr dreht. Mit sich allein ist man freilich auch nicht immer hinter verschlossenen Türen, wie das verwendete Zitat von Sheridan Le Fanu &#8211; &#8220;But dreams come through stone walls, light up dark rooms, or darken light ones, and their persons make their exits and their entrances as they please, and laugh at locksmiths.&#8221; &#8211; illustriert.</p>
<p>Was immer in der Schwebe bleibt ist das Verhältnis zwischen einem Gefühl trostreicher Gelöstheit und Melancholie, wobei &#8220;The World is a Closed Door&#8221; vielleicht das schwermütigere der beiden Stücke ist. Wer das immer noch recht neue Jahr also mit einem besinnlichen Folk-Kleinod beginnen will, sollte sich eine der Scheiben zulegen. Ein neues Cole-Album mit einem kleinen Rückblick in alte Trappist-Tage steht dann auch bald ins Haus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Future Grave / Reverb Worship</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2825866482/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>EMBERTIDES: 7&#8243;</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 07:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Daughters of Grief]]></category>
		<category><![CDATA[David Colohan]]></category>
		<category><![CDATA[Embertides]]></category>
		<category><![CDATA[Future Grave]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Malkin]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=28299</guid>
		<description><![CDATA[Unter dem Namen Embertides &#8211; das sind die auf deutsch Gluttage genannten Gebets- und Fastenzeiten, die sich im liturgischen Kalender der westlichen Kirchen viermal im Jahr wiederholen &#8211; spielen die Musiker David Colohan (u.a. United Bible Studies), Daughters of Grief &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28300" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/01/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter dem Namen Embertides &#8211; das sind die auf deutsch Gluttage genannten Gebets- und Fastenzeiten, die sich im liturgischen Kalender der westlichen Kirchen viermal im Jahr wiederholen &#8211; spielen die Musiker David Colohan (u.a. United Bible Studies), Daughters of Grief (Widow&#8217;s Weeds) und Grey Malkin (ex-The Hare &amp; The Moon) eine Musik, die die elektronische Seite, die seit jeher v.a. in Malkins Arbeiten eine Rolle spielt, noch stärker betont und zum Fundament filisch anmutender Soundscapes macht.<span id="more-28299"></span></p>
<p>Auf ihrem bisher einzigen Album &#8220;Between Trees &amp; Starlike&#8221; (Cursed Monk 2019) entstand so eine spukhafte, verwunschene Musik, deren Vermischung aus Ambient, Avantgarde und dem, was man gerne vereinfacht Neoklassik nennt, mit folkiger Spiritualität Vergleiche zu Tangerine Dream, Popol Vuh und den späten Coil nach sich zog.</p>
<p>Die gerade über Future Grave/Reverb Worship erschienene neue Lathe Cut-7&#8243; scheint die elektronische Ausrichtung zunächst noch stärker zu betonen, könnte der Auftakt von &#8220;A Thousand Dead Stars&#8221; doch glatt ein Clubtrack von Yerevan Tapes einleiten. Über kreisenden Synthies, hoch in der Luft schwebt ein gehauchter, wortloser Folksopran wie man ihn von Daughters of Grief her kennt, mit der Zeit scheint alles in eine ambientere Form überzugehen, doch die aufgeweckten Synthies kehren wie alles in dem Track periodisch wieder. Erst nach einer gewissen Zeit registriert man weitere Details wie streicherartige Elektronik und orchestrale Bläser, die mehr und mehr einen großen Raum ausfüllen, bis alles im erhabenen Panorama eines Gegenzooms endet. Das die zweite Seite füllende &#8220;The House of Hidden Light&#8221; kommt getragener daher, und da die (diesmal nicht wortlosen) Vocals etwas an einen Choral erinnern, mag man beim Titel vielleicht an die gnostische Vorstellung des Menschen denken. Wie süße Staubpartikel scheint alles &#8211; Stimme und elektronik &#8211; im Raum zu schweben, und ab und an tauchen piepende Sounds wie aus einem Spielautomaten auf und stören die anmutige Szenerie. Aber nur für kurz.</p>
<p>Ausgesprochen erfreulich, dass die beiteiligten Musiker, die alle mit ihren Hauptprojekten umtriebig sind, auch für Embertides wieder Zeit gefunden haben. Ich denke, man kann durchaus auf ein neues Album hoffen und vermute, dass dieses dann extrovertierter als das Debüt ausfallen wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Future Grave / Reverb Worship</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
