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	<title>African Paper &#187; Henry Vaughan</title>
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		<title>TEMPLE MUSIC: The Greater Whole</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2026 04:23:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Alan Trench hält seine zahlreichen Musikprojekte meist voneinander getrennt. Die aktuellen Arbeiten der mit Steve Robinson betriebenen Band Temple Music – neben dem hier vorgestellten Album erscheint in einigen Tagen noch ein weiteres, dem wir uns in Kürze widmen werden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/05/02/temple-music-the-greater-whole/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/thegreaterwhole.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50980" title="thegreaterwhole" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/thegreaterwhole-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Alan Trench hält seine zahlreichen Musikprojekte meist voneinander getrennt. Die aktuellen Arbeiten der mit Steve Robinson betriebenen Band Temple Music – neben dem hier vorgestellten Album erscheint in einigen Tagen noch ein weiteres, dem wir uns in Kürze widmen werden – jedoch greifen auf einen Themenkomplex zurück, den er bereits in seinem anderen, zusammen mit Martyn Bates betriebenen Duo Twelve Thousand Days beackert hatte, nämlich sein <span id="more-50979"></span>Interesse an dem aus Wales stammenden Metaphysical Poet Henry Vaughan (1621–1695), dessen Gedicht „They Have All Gone Into The World Of Light“ zum Herzstück des vor knapp zwei Jahren erschienenen gleichnamigen Albums wurde.</p>
<p>Vaughan, so viel zum Hintergrund, schrieb vor allem religiös geprägte Lyrik, die das mystische Verhältnis zwischen Mensch und Gott zum Thema hatte, und die neben dem starken Fokus auf Transzendenzerfahrung vor allem auch durch ihre von Naturbildern geprägte Bildlichkeit auffällt. Neben anderen Schreibern wie John Donne zählt er zu den stärksten Stimmen barocker Dichtung auf den britischen Inseln.</p>
<p>Das digitale Album The Greater Whole besteht aus einem einzigen, rund vierzigminütigen Stück, realisiert mit einer beachtlichen Palette an Instrumenten – diverse Gitarren, Lauten und Bässe, Vibraphone, Flöten, Synthiess, Mellotron, Piano, Hackbrett, Perkussion, Glöckchen, Gongs und Tingshas. Es beginnt mit einem verwehten Dröhnen, aus dem sich neben knarrenden Sounds bald eine vermutlich gesamplete Frauenstimme herausschält, die über Erinnerung singt: wenige Worte, vorgetragen in einem Stil, der an Girlie-Pop der frühen Sechziger denken lässt. Eine entspannte E-Gitarre tritt hinzu, begleitet von Rasseln, und schafft eine ernste, nachdenkliche, zugleich aber auffallend gelassene Atmosphäre. Im weiteren Verlauf bimmelt und flirrt es immer wieder; etwas, das wie eine Violine klingt – vermutlich aber keine ist –, zieht wehmütige Linien durch den Raum, Flöten erklingen, und ein regelrechter Goldregen aus glitzernden Klängen scheint sich über das Stück zu ergießen. Die Stimme kehrt zurück, doch schnell wird klar: Dieses Album will nicht um jeden Preis gefallen. Trotz seiner unbestreitbar filigranen Schönheit entsteht kein pittoreskes Idyll, sondern ein bewegliches, sich ständig verschiebendes Szenario. Die klangliche Lieblichkeit hat etwas Schräges, bisweilen sogar leicht Konfrontatives – ein Eindruck, der sich auch aus der permanenten Wandelbarkeit speist. Nichts lässt sich festhalten, alles vergeht und mündet in Neues.</p>
<p>So kann eine plötzlich auftauchende Klaviermelodie zwar romantische Assoziationen wecken, doch ihr Kontext – ein Hintergrundrauschen, das gelegentlich an die Grenze zum Lärm reicht, und der insgesamt dröhnende Grundcharakter – lässt sie eher abgeklärt, fast ironisch erscheinen. Wenn hier Transzendenz aufgerufen wird, dann nicht als kitschige Verklärung, sondern als etwas, das mit einem gewissen Nachdruck, beinahe mit Widerstand, erschlossen werden muss. Und doch bleibt das Ganze wehmütig, schöngeistig: etwa in den Strumming-Passagen auf der Akustikgitarre oder in einer wie von einem wilden Pan gespielten bukolischen Flöte, die zusammen an die verwunschenen Szenarien alter Orchis-Aufnahmen erinnert, jener Band, mit der Trench erstmals einem größeren Publikum bekannt wurde. Besonders hervorzuheben ist auch das kurz darauf folgende spanisch anmutende Gitarrenpicking, das so etwas wie einen barocken Nachhall von Vaughans Geist einfängt und zu den schönsten und eindrücklichsten Momenten des Albums zählt.</p>
<p>Man könnte noch lange über die zahlreichen motivischen Ideen des weitgehend instrumental gehaltenen Albums sprechen, doch letztlich erschließt es sich am besten im Hören selbst. Dass Temple Music erst vor wenigen Wochen ein Studioalbum und eine Compilation über Sombre Sonics veröffentlicht haben und &#8220;The Greater Whole&#8221; zudem nur eines von zwei Vaughan-inspirierten Projekten ist, unterstreicht die derzeitige kreative Schaffenswut des Duos. Sie scheint ihnen gut zu tun – und dem Hörer ebenso. Begleitend zum album kann man über Bandcamp übrigens noch Originale des Artworks bestellen, die Trench zusammen mit R.Loftiss (The Grey Field Recordings) angefertigt hat. Mehr zu Temple Music in kürzester Bälde. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cryptanthus</strong></p>
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		<title>TWELVE THOUSAND DAYS: They Have All Gone Into The World Of Light</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2024 04:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Final Muzik]]></category>
		<category><![CDATA[Henry Vaughan]]></category>
		<category><![CDATA[Martyn Bates]]></category>
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		<description><![CDATA[Die englische Dark Folk-Band Twelve Thousand Days – unsere Leser wissen längst, dass sich dahinter die Musiker Alan Trench und Martyn Bates verstecken – ist ein scheinbar nie versiegender Quell an neuen musikalischen Ideen, und Gerüchten zufolge soll es stets &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/07/twelve-thousand-days-they-have-all-gone-into-the-world-of-light/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/theyhaveall.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42292" title="theyhaveall" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/theyhaveall-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die englische Dark Folk-Band Twelve Thousand Days – unsere Leser wissen längst, dass sich dahinter die Musiker Alan Trench und Martyn Bates verstecken – ist ein scheinbar nie versiegender Quell an neuen musikalischen Ideen, und Gerüchten zufolge soll es stets einen beachtlichen Fundus an schon angefangenen und zum Teil noch fragmentarisch gebliebenen Songs geben, die darauf warten irgendwann – wenn sich beispielsweise wie von <span id="more-42289"></span>Zauberhand ein leitmotivisches musikalisches oder lyrisches Thema abzuzeichnen beginnt – Teil eines kohärenten Albums zu werden.</p>
<p>Genauso lief es auch beim aktuellen Album &#8220;They Have All Gone Into This World Of Light&#8221; ab: Im Laufe der Zeit sammelten sich immer mehr Songs an, teils aus eigener Feder, aber auch neu arrangierte Songs anderer oder Traditionals, die um Themen von Tod und Vergänglichkeit kreisten und einen gewissen Memento Mori-Charakter aufwiesen. Als die beiden dann noch auf das Werk des aus Wales stammenden Metaphysical Poet Henry Vaughan stießen, dem dann auch der Albumtitel entlehnt wurde, zeichnete sich immer mehr die Struktur des nun vorliegenden Albums ab.</p>
<p>Eine nocturnale Dunkelheit, irgendwo im weitläufig labyrinthischen Grenzbereich psychedelischen Ambients und apokalyptisch eingefärbter Folkmusik, zeichnet sich gleich im ersten Stück &#8220;The Werwolf&#8221; ab, einem viel zu unbekannten Folksong der frühen 70er aus der Feder des amerikanischen Sängers Michael Hurley und zugleich der einzige Song, bei dem Alan Trenchs ungehobelte Stimme im Zentrum steht. Im Vergleich zum fast anheimelnden Original, einem dunkelbesinnlichen Walzer mit Gitarren und Violine, tendiert die 12000 Days-Version in eine nur leicht aber dennoch merklich abstrahiertere Richtung. Die Gitarren, deren metallischer Klang stellenweise fast an den Banjo erinnert, lässt Reminiszenzen an spanische und nordafrikanische Gitarren anklingen, wie man sie z.B. von Richard Bishop her kennt, und verselbstständigen sich immer wieder zu schwungvollen melodischen Ornamenten, während im Hintergrund die Violine zusammen mit einem kratzigen Sturm ein spannungsvolles Sirren erklingen lässt. &#8220;The Bitter Withy&#8221;, ein gnostisch angehauchtes englisches Traditional vermutlich aus dem 15 Jahrhundert, erzählt eine dramatische Geschichte aus dem Leben des kindlichen Jesus, wie sie im Kindheitsevangelium des Thomas überliefert ist, von dem auch der berühmte &#8220;Cherry Tree Carol&#8221; inspiriert war. Bates charakteristische Stimme, die weit ausladende Figuren auf die imaginäre Leinwand zeichnet, tritt zusammen mit einer traumverlorenen Querflöte in einen markanten Kontrast mit dem fast trocken klingenden, krautigen Klang eines Hackbretts.</p>
<p>Dieses spröde Moment, das normalerweise eher ein Markenzeichen von Trenchs anderem, vielleicht spontanerem Projekt Tempel Music ist, findet sich hier in einigen der Stücke wieder, so in &#8220;I&#8217;m not the stranger&#8221;, das – nicht primär wegen des Zusammenspiels von elektrischen und  akustischen Gitarren – viel von einem aufs Wesentliche reduzierten Rocksong hat mit einem bluesig angehauchten Takt, der mit Bates&#8217; impressionistischer Stimmarbeit wunderbare Kontraste eingeht. Auch genannt werden kann hier &#8220;My golden bird the sun&#8221;, dessen akustisches Fingerspiel auch ein bisschen spröde wirkt, und gerade von dem fast schon noisig elektrifizierten Auftakt, der als stabile Grundlage während des Stücks bestehen bleibt, noch unterstützt wird. Vor diesem Hintergrund und der kratzigen E-Gitarre, die sich gelegentlich zu Wort meldet, wirkt Bates sanfte Stimme hier fast etwas aufgescheucht.</p>
<p>Ganz anders, viel offener emotional, gestalten sich Songs wie das sanfte T.Rex-Cover &#8220;Evenings of Damask&#8221;, aus dessen Sixtiessound ein a capella eingeleitetes, bimmelnd rituelles Interludium wird, oder das auf die Sagenwelt Lincolnshires verweisende &#8220;Five and six and seven&#8221;, zu dessen Folksound mit Gitarre und Akkordeon noch eine erdende Orgel hinzukommt. Ein Höhepunkt an melancholischer Wehmut ist der auf den besagten Dichter zurückgehende Titeltrack, der sich aus einem gebündelten Ambientstrahl erhebt, in dessen himmelhohe Töne bald Dunkles hineinbricht.</p>
<p>In den finalen Minuten des Albums, in der wieder rockig angehauchten Grummeligkeit von &#8220;Your beauty&#8221; und mehr noch in dem heiteren &#8220;The Green Wood&#8221;, kommt wieder mehr Bewegung ins Bild. Das Album endet mit griechischen Instrumenten und einer rasseligen Feier der Welt des Pan, wie um zu demonstrieren, dass das Sterben nicht das einzige ist, auf das man vorbereitet sein sollte. Übrigens haben die Spatzen von den Dächern gepfiffen, dass &#8220;They Have All Gone Into This World Of Light&#8221; bereits den Embryo eines neuen Temple Music-Albums oder zumindest eines Teils davon enthält. Mehr dazu natürlich, wenn alles spruchreif ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Final Muzik</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240825_181433_224.sdocx--></p>
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