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	<title>African Paper &#187; HR!SPQR</title>
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		<title>IL BALLO DELLE CASTAGNE: Soundtrack For An Unreleased Herzog Movie</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2015 13:56:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist es eigentlich anmaßend, sich in der Fantasie auszumalen, welche Werke ein Künstler, den man schätzt, noch geschaffen haben könnte, vorausgesetzt, er wäre noch produktiver gewesen, hätte sein Spektrum erweitert oder einen generell anderen Weg eingeschlagen? Ich denke, es ist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/04/18/il-ballo-delle-castagne-soundtrack-for-an-unreleased-herzog-movie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10102" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ist es eigentlich anmaßend, sich in der Fantasie auszumalen, welche Werke ein Künstler, den man schätzt, noch geschaffen haben könnte, vorausgesetzt, er wäre noch produktiver gewesen, hätte sein Spektrum erweitert oder einen generell anderen Weg eingeschlagen? Ich denke, es ist v.a. eine recht kreative Art, sich von einem fremden Werk beflügeln zu lassen, nicht unähnlich der Reaktion desjenigen, der mit einem eigenen Werk in die Fußstapfen eines Idols tritt. Vinz von Il Ballo Delle Castagne (vormals ohne Artikel und sein Folgeprojekt nach Calle Della Morte) hat im Hinblick auf Werner Herzog beide Varianten miteinander kombiniert &#8211; auf dem neuen Album seiner<span id="more-10101"></span> Psychrock-Combo finden sich sechs Kompositionen, die als Teile eines fiktives Soundtracks gedacht sind zu einem Film, den der bekannte Regisseur nie gedreht hat.</p>
<p>Ein komplett Herzog gewidmetes Album, bei dem auch der Name Popol Vuh in einem der Titel vorkommt, überrascht bei Il Ballo gar nicht mal so sehr, tauchte sowohl der Filmemacher als auch die deutsche Band, die mehrfach Musik zu seinen Filmen komponierte, bereits im Werk der Italiener auf. Popol Vuh freilich nur als Vergleichsreferenz, denn mit ihren Kompositionen zwischen Rock und sakralen Klangtexturen ist da durchaus eine gemeinsame Tradition vorhanden. Dafür war Herzog mit seiner Tibet-Doku „Rad der Zeit“ bereits ein unmittelbarer Stichwortgeber für das Konzept-Album „Kalachakra“.</p>
<p>Der fiktive Film scheint der Musik und den Titeln nach an einem Schauplatz zu spielen <a href="https://perfect-seo.de/index.html">puttygen download</a> , der bei dem Regisseur bislang keine Rolle spielte, nämlich der Nahe und Mittlere Osten, oder genauer der Raum vom Heiligen Land bis hinüber nach Indien, wie Titel namens „Pianto di Cristo su Gerusalemme“ und „Profumi D&#8217;Oriente“ und die betörenden Sitarklänge in einigen Stücken nahelegen. Da gerade die nach dem indischen Subkontinent klingenden Details eher in der zweiten Hälfte vorkommen, mag man vielleicht auf eine Doku über den u.a. im Islam gegpflegten Mythos eines ungekreuzigten und im hohen Alter im Kaschmir gestorbenen Jesus von Nazareth kommen – und dass das „nur“ Spekulation ist, sollte bei einem solchen Konzept nicht einschüchtern.</p>
<p>Musikalisch gibt sich die Band so athmosphäisch wie eh und je, wobei die rockigen Elemente, die v.a. in den ersten Alben eine dominante Rolle spielten, eine ganze Spur heruntergefahren werden zugunsten eines eher „klassischen“ Klangbildes, bei dem neben der erwähnten Sitar vor allem ein Cembalo und akustische Saiteninstrumente hervorstechen. Man mag da freilich an die Dark Folk-Wurzeln einiger Bandmitglieder denken. „In the Garden of Popol Vuh“, das mit seinen verwucherten, floralen Klangornamenten an einen Irrgarten denken lässt, könnte auf den ersten Eindruck beinahe ein verlorener Song der deutschen Band sein, doch der Sopran der Sängerin gibt dem Stück eine ganz eigene, leicht renaissancehafte Note, erinnert an frühe Opern und zugleich an deren Nachhall in „neoklassischer“ Musik unserer Tage.</p>
<p>Das darauffolgende „Lentus in Umbra“ ist über weite Strecken statischer, bewegt sich wenn eher tastend voran und lebt von vielen Brüchen und von sensibel eingesetzten spacigen Sounds. In den folgenden Stücken ist der vorderasiatische Raum dann allgegenwärtig, vermischen Sakrales und dezente Rockelemente mit den Klängen eines geheimnisvollen Orients, die v.a. dann ihre richtige Wirkung erzielen, wenn man sich keine allzu schöngeistigen Bilder dazu imaginiert. Die feierlichen Spoken Words machen, wenn man des Italienischen nicht mächtig ist, einmal mehr gespannt auf die dahinterliegende Geschichte. Durch solche Motive entsteht ein fesselndes Narrativ, bei dem sich die imaginierten Bilder schnell im Rhythmus der Musik zu bewegen beginnen – sei es in Form gut abgestimmter Schnitte oder durch die Choreografie der Akteure.</p>
<p>Ganz nebenbei sollte man ergänzen, dass Il Ballo Delle Castagne und erst recht die beteiligten Musiker lange vor den Zeiten von Bandcamp und Soundcloud eine Musik gespielt haben, die man heute gerne mit dem recht weit gefassten Schlagwort <a href="http://africanpaper.com/tag/italian-occult-psychedelia/">Italian Occult Psychedelia</a> umschreibt, ob diverse hippe Gazetten dies nun wahrnehmen oder auch nicht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: HR SPQR</strong></p>
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		<title>MUSHROOM&#8217;S PATIENCE: Road To Nowhere</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 18:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu den interessantesten Büchern, die vermutlich nie geschrieben werden, zählt die Biografie der Band Mushroom&#8217;s Patience, bzw. dessen, was in den 80ern einmal als experimentelle Progband ins Leben gerufen wurde und sich mit den Jahren als ein offenes Kollektiv um &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/22/mushrooms-patience-road-to-nowhere/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mushpatroadtonowhere.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6797" title="mushpatroadtonowhere" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mushpatroadtonowhere.jpg" alt="" width="164" height="150" /></a>Zu den interessantesten Büchern, die vermutlich nie geschrieben werden, zählt die Biografie der Band Mushroom&#8217;s Patience, bzw. dessen, was in den 80ern einmal als experimentelle Progband ins Leben gerufen wurde und sich mit den Jahren als ein offenes Kollektiv um Raffaele Cerroni, pardon: Dither Craf, entpuppen sollte. Es wäre ein Buch, dessen Kapitel hier und da abrupt enden. Einmontierte Nebenstränge würden je nach Gusto für Abwechslung oder Verwirrung sorgen, ebenso die wechselhafte Stimmung – mal heiter, oft dunkel, meist aber entspannt und nahezu immer kauzig verdreht. In einem surreal überzeichneten Italien, das den urbanen Schauplatz bildet, tauchen illustre<span id="more-6796"></span> Gestalten auf und verschwinden, reale wie Mercydesign, halb mythische wie Nový Svět. Literarische Figuren wie Sisyphos, der Dulder, und Oblomow, der Verweigerer, wären nie direkt genannt und doch stets geisterhaft präsent.</p>
<p>Eine besondere Zäsur müsste das Kapitel zum Jahr mit der Unglückszahl markieren, denn dort ereignet sich etwas, woran manche trotz Ankündigungen und einer Vielzahl an Arbeiten außer der Reihe nicht mehr geglaubt haben: Craf hat mit Mushroom&#8217;s Patience ein reguläres Album herausgebracht, auf richtiger CD und eingespielt mit einer mehrköpfigen Band. Mushroom&#8217;s Patience 2013 beinhaltet Beiträge von Musikern, deren sonstige Heimat u.a. Roma Amor und Ballo Delle Castagne ist, und so sehr die einzelnen Beiträge – v.a. stimmlich – viele der Songs prägen, „Road to Nowhere“ ist Mushroom&#8217;s Patience vom ersten bis zum letzten Ton.</p>
<p>Das Leben als Reise ins Ungewisse, ziemlich oft wurde dieses Motiv schon in Liedern und Geschichten verwurstet, doch selten mit so viel erdigem Charme, wie ihn Cerroni ausstrahlt, der neben seinem On Way-Ticket nur eine zerlesene Paperback-Ausgabe von Cormac McCarthys Endzeit-Roman „The Road“ in der Tasche hat. Auf einer solchen Reise ist alles nur Vorstufe zur nächsten Vorstufe, und der an Bowie angelehnte Titel des Openers „Station to Station“ unterstreicht dies noch einmal besonders. Sein tremolierender Klang markiert den Hintergrund für gespenstische Dialoge, die im Flüsterton beginnen und irgendwann als Plausch über Schnaps und verschollene Frauenzimmer erkennbar sind. Die Worte stammen aus Herzogs Film „Stroszek“, eine weitere tragikomische Wegmarke des Albums, dessen Haltung irgendwo zwischen verhaltener, doch unverwüstlicher Aufbruchstimmung und abgeklärter, melancholischer Selbstironie pendelt.</p>
<p>Ähnlich wie jüngere Soloarbeiten des John Fahey- und Jack Rose-Fans hat das Album eine leichte „Americana“-Schlagseite. Eine lässige Slideguitar zählt zu den kleinen roten Fäden und gipfelt für Momente sogar in echten Country &amp; Western-Kitsch. Der ist so perfekt geraten, dass man ihn vermutlich für bare Münze nehmen würde, käme er nicht in einem absurden Weihnachtslied vor, zusammen mit infantilem Geschrammel und einem lärmigen Klimpern und Knarzen im Hintergrund. Seltsame Geräusche gibt es zuhauf, und viele Songs enden mit dem rustikalen Klappern und Pusten einer Dampflok. Verhalten noisig geht es auch in dem Sauflied zu Ehren eines „Tracktor Train Orchestra“ zu, das <a title="ROMA AMOR: Occhi Neri" href="http://africanpaper.com/2012/03/31/roma-amor-occhi-neri/">Roma Amor-Chanteuse Euski</a> mit Banjo-Begleitung anstimmt, doch anders als in ihren eigenen Songs ganz ohne liebliche Melodien als Gegenpart.</p>
<p>Mushroom&#8217;s Patience gehörten nie wirklich in die bei uns gerne als Italofolk verklärte Ecke, sehr wohl aber einige der neuen Bandmitglieder, was mit ein Grund sein dürfte, dass sich auf „Road to Nowhere“ einiges von der rotweintrunkenen Schwermut dieser Musik findet. Die kann ergriffen ausfallen wie bei Vinz&#8217; (Ballo Delle Castanie) Rezitation in „King&#8217;s Return“, dessen wunderschöne Gitarrenmelodie mich außerdem an John Renbourn und Renaissance-Musik erinnert. Andere Stücke klingen moderner und geraten zu schrägem Psych Folk mit futuristischen Momenten (sehr schön &#8220;Water #5&#8243; mit Neuzugang Echo Eerie von Collapsing New People) oder blauen Elefanten auf der Analytikercouch – ich könnte mir schlimmere Träume vorstellen als jene, die der Patient in „Memoria Sonica“ zum Besten gibt.</p>
<p>Crafs Werk ist nie etwas für Hörer gewesen, die es griffig und homogen brauchen, und dem typischen Industrial-Konsumenten waren seine Arbeiten nach dem letzten Comeback ohnehin zu frei und windschief, vermutlich hielten es einige für Hippiegeschrammel – Urteile, die auf die Urteilenden zurückfallen, und ich finde nach wie vor, dass Freunde von NWW und Hafler Trio an einigen Alben der mittleren Phase ihre Freude hätten. Momentan dominieren akustische, angefolkte Klänge den Cerroni-Kosmos, doch die Handschrift des Römers ist stets zu erkennen. Schön, dass das immer noch so ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a>/<a href="http://www.spqrlabel.com/Html/News.html">SPQR</a></strong></p>
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		<title>BALLO DELLE CASTAGNE: Ballo Delle Castagne</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Italian Occult Psychedelia. Il Ballo Delle Castagne]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei BALLO DELLE CASTAGNE könnte man es sich leicht machen und das Projekt auf eine Formel wie “vier Italo-Folker auf Post Punk-Kurs“ herunterbrechen. Ganz abgesehen davon, dass nur schlechte Musik eine derart simple Beschreibung verdient, greift sie hier auch stilistisch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/ballo-delle-castagne-ballo-delle-castagne/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/ballodelle.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46" title="ballodelle" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/ballodelle-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bei BALLO DELLE CASTAGNE könnte man es sich leicht machen und das Projekt auf eine Formel wie “vier Italo-Folker auf Post Punk-Kurs“ herunterbrechen. Ganz abgesehen davon, dass nur schlechte Musik eine derart simple Beschreibung verdient, greift sie hier auch stilistisch viel zu kurz.<span id="more-44"></span></p>
<p>Natürlich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Signori mit ihren Haupt- bzw. ehemaligen Bands RECONDITA STIRPE, THE GREEN MAN und CALLE DELLA MORTE bislang erfolgreich der Vorstellung einer “Sackgasse Neofolk“ entgegengewirkt haben. Auch nicht, dass die monotonen Bassläufe, die vitalen Rhythmusgitarren und das beinahe treibende Schlagzeug angesichts ihrer musikalischen Wurzeln in der Welt des Punk’n Wave einen frischen Back to the Roots-Effekt erzeugen. Zitatenmusik dieser Art gibt es heute jedoch massig in mehr oder minder guter Ausführung, und so ist hier auch gerade dasjenige interessant, was über ein solches Schema hinausgeht. Bei der eher ausladenden Länge der fünf Stücke mag man sich noch nichts denken, die Gitarrensoli in der Mitte der CD allerdings verweisen rockgeschichtlich schon deutlich auf eine Zeit vor dem Punk, und bei den in der zweiten Hälfte eingewobenen Zitharparts und Orgelklängen schwebt ein vager Begriff wie Psychedelic Post Punk im Raum und weckt Assoziationen zu Soundtracks von sleazigen Genrefilmen, wie es sie im Italien der 70er Jahre in Mengen gab. Interessant ist dabei, wie gut hier zwei gemeinhin als gegensätzlich betrachtete Stilabschnitte der Musikgeschichte wie selbstverständlich vereint werden, und beim ersten Hören fragte ich mich sogar, ob das Debüt vielleicht noch krautiger geplant war, und den Künstlern der Post Punk eher versehentlich passiert ist. Vielleicht greift das Projekt aber auch auf Traditionen zurück <a href="https://www.puttygen.net/">puttygen download windows</a> , von denen der Rezensent nichts ahnt. Jedenfalls bleiben die Herren dabei durchweg einem sympathischen und keineswegs unvirtuosen Dilettantismus treu und vermeiden jeden Artrock-Manierismus, wobei letztlich unerheblich ist, ob sie es anders könnten oder nicht. Inhaltlich, so erfährt man auf der Bandseite, geht es um eine legendäre Ballnacht aus der Zeit von Cesare Borgia, bei der nackte Freudenmädchen während eines Tanzes Kastanien mit dem Mund eingesammelt haben sollen – eine Festivität, die als Hexensabbat in die italienische Folklore eingegangen ist. Leider war das lange vor meiner Zeit und wie dem auch sei, den vier Herren ist es Anlass zu einer vor Energie und Spontaneität strotzenden Aufnahme, bei der die unterschiedlichen Einflüsse gerne noch etwas unverbundener nebeneinander stehen könnten. Doch sei’s drum, so ist es eben gerade die Harmonisierung verschiedener Rockelemente, welche die frische Eigenständigkeit der Platte ausmacht. Den Höhepunkt dabei bildet “Specci E Parline Colorate“, die treibendste Nummer des Albums.</p>
<p>Auch wenn es manche weit hergeholt finden mögen, so ist der Stil dieses Debütalbums ein bisschen die Richtung, die ich mir für FORRESTA DI FERRO gewünscht hätte, die immer noch auf einen würdigen Nachfolger ihres bisher unerreichten Einstandes warten lassen, nämlich der „“Bulli e Pupe“-EP in Zusammenarbeit mit NOVÝ SVET. Ich empfehle für das Booklet nicht nur ein Wörterbuch, sondern auch eine gute Lupe zur Hand zu nehmen – und hoffe doch sehr auf eine baldige Fortsetzung. (U. S.)</p>
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		<title>THE GREEN MAN: From Irem To Summerisle</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:12:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Eliahu Giudice]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit “From Irem To Summerisle” wird das Debüt des italienischen Duos in leicht veränderter Form wiederveröffentlicht. Die ersten vier Tracks verweisen auf den Orient, auf die sagenumwobene Stadt Irem, die auch H.P. Lovecraft (in “The Call Of Cthulhu”) erwähnt und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/the-green-man-from-irem-to-summerisle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/TheGreenManIsle-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-564" title="TheGreenManIsle-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/TheGreenManIsle-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit “From Irem To Summerisle” wird das Debüt des italienischen Duos in leicht veränderter Form wiederveröffentlicht. Die ersten vier Tracks verweisen auf den Orient, auf die sagenumwobene Stadt Irem, die auch H.P. Lovecraft (in “The Call Of Cthulhu”) erwähnt und auf alternative, häretische Quellen (etwas, mit dem sich die Italiener auf ihrem zweiten Album ex- und intensiver beschäftigen sollten).<span id="more-563"></span></p>
<p>Gerade die dem Sujet geschuldeten orientalischen Einflüsse heben diese vier Stücke aus dem Durchschnitt des Neofolks hervor – “Irem” mit dem für THE GREEN MAN so typischen Sprechgesang (der an manche Stücke von NAEVUS erinnert) gehört zu den Höhepunkten. Mit den vier Tracks, die zu “Summerisle gehören, verweist die Band natürlich auf einen der zentralen audiovisuellen Texte der ursprünglichen Apokalyptik Folker: den “Wicker Man” (der jüngst in Deutschland in einer ganz passablen Version endlich auf DVD veröffentlicht worden ist). Ein auf den ersten Blick wenig originell betiteltes Stück wie “Europa” verweist auf Blakes prophetisches Buch gleichen Namens. Tracks wie z.B. “Death Of Reason” sind leider nur durchschnittlicher Neofolk und fallen gegenüber dem ersten Teil merklich ab. Das zweite Album “The Teacher And The Man Of Lies” macht(e) dann aber deutlich, dass sich THE GREEN MAN auf ihre Stärken besonnen haben. Dass als Bonusstück eine Interpretation von “Corn Rigs”, das sich auch auf dem “Wicker Man”-Soundtrack fand, enthalten ist, passt durchaus ins Konzept, warum allerdings eine Vertonung von Passagen des “Liber Al Vel Legis” zu finden ist, wird nicht ganz klar. Insgesamt weist das Album ein paar Schwächen auf, ist aber durchaus lohnenswert – Englisch mit einem stark italienischen Akzent mag in geringen Dosen einen gewissen Charme haben, ich bin allerdings froh, dass Vokalist Eliahu Giudice fast akzentfrei Englisch singt/spricht. Ein weiterer Punkt, der für dieses Album spricht. (M.G.)</p>
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