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	<title>African Paper &#187; J Greco</title>
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		<title>ORCHIS: A Dream</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jan 2014 07:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte des World Serpent-Vertriebes ist eine Geschichte von Licht und Schatten, in deren Verlauf so manche musikalische Wegmarke gesetzt wurde, aber auch eine Reihe an mittelmäßigen Erzeugnissen zu Ruhm gelangten. Im Schatten der großen Namen, mit denen jeder Musikinteressierte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/11/orchis-a-dream/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Orchis_A_Dream_Cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8056" title="Orchis_A_Dream_Cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/12/Orchis_A_Dream_Cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Geschichte des World Serpent-Vertriebes ist eine Geschichte von Licht und Schatten, in deren Verlauf so manche musikalische Wegmarke gesetzt wurde, aber auch eine Reihe an mittelmäßigen Erzeugnissen zu Ruhm gelangten. Im Schatten der großen Namen, mit denen jeder Musikinteressierte heute etwas verbindet, gediehen auch eine Reihe an unscheinbareren Geheimtipps, die musikalisch oft etwas spröder waren und sich schwerer zuordnen ließen. In diese Gruppe gehörte auch die Folkband Orchis, die mit WSD besonders verknüpft war, da Mitinhaber Alan Trench zugleich eine ihrer treibenden Kräfte war.<span id="more-8055"></span></p>
<p>An Orchis&#8217; Folk haben sich schon immer die Geister geschieden, da ihre Spielweise bisweilen improvisiert wirkt und oft ins Disharmonische kippt, was mit dem sehr klaren Gesang Tracy Jefferys, der an Stimmen aus reizvolleren Zeiten erinnert, ein interessantes Spannungsverhältnis erzeugt. Dieses Paradox lässt sich vielleicht am besten als eine Art spröde Geschmeidigkeit beschreiben, die immer stimmig wirkt und schon deshalb einen ebensolchen Reiz hat wie Orchis&#8217; Hang zum Ritual und zu einem paganen Weltverständnis. <a href="http://africanpaper.com/2012/03/03/to-fuck-up-tradition-interview-mit-dem-folkmusiker-und-verleger-alan-trench/">In unserem Interview</a> kann man sich davon überzeugen, dass das wenig mit weltfremder Fantasterei oder dem biederen Gemütskitsch einiger Kollegen zu tun hat. Jeder, der die berühmte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PIBmo0QyWqI">Opferszene in Pasolinis „Medea“</a> neofolkiger findet als Breitband-Fantasy à la Pete Jackson, sollte verstehen, was gemeint ist und Orchis dafür schätzen. Irgendwann nach der Jahrtausendwende wurde es ruhiger um die Band, was aber nicht heißt, dass die Mitglieder unkreativ waren – andere Projekte wie Twelve Thousand Days, Temple Music und zuletzt Howling Larsens beweisen das Gegenteil.</p>
<p>Mit „A Dream“ erscheint dann auch Orchis selbst zurück auf der Bildfläche. Ihre Handschrift ist nach wie vor die gleiche, die ihre Musik schon in den 90ern prägte, und in ihrem Fall ist das durchweg als Kompliment gemeint. Schon der einleitende Track „No Return“, der wie drei weitere Songs bereits auf der vergriffenen Chimaera-EP zu hören war, besitzt diese trügerische Schönheit nahezu aller Orchis-Werke – trügerisch deshalb, weil das erbaulich wirkende ein eher oberflächliches Phänomen ist. Dazu muss man nicht einmal das naturmystische amor fati betrachten, dass in dem mantraartigen Text anklingt, denn schon der rituelle Paukenschlag und das immer stärker anschwellende Dröhnen und Rasseln setzt Gesang und Melodie in einen Kontext, der mit Verklärung und Nostalgie nur ungenügend erfasst wäre.</p>
<p>Viele der folgenden Songs pendeln zwischen diesen Polen, ohne sich je ganz für ein Extrem zu entscheiden. Während das minimal instrumentierte „Grim King of the Ghosts“ mit spielerischem Ernst dem Experiment fröhnt, zeigen Traditionals wie „Kishmul&#8217;s Galley“ und „Fisherman&#8217;s Girl“ die Band von ihrer aufgeweckten, fast poppigen Seite. Dies allerdings ohne völlig auf die spröden Überraschungsmomente zu verzichten, die in bitter-fatalistischen Texten oder im dronigen Klang eines tastenlosen Miniatur-Harmoniums vesteckt sind. Die Ballade „Just As The Tide Was Flowing“, die bei Orchis leicht mediterran klingt, präsentiert ein Frauenbild jenseits idyllischer Weichzeichnung. Auch hier klappert und dröhnt es hinter dem fast etwas zu schönen Glockenspiel, und vielleicht ist es gerade das Unaufgeräumte in allen geheimen Ecken, das den Song als merkwürdigen Grenzgang enden lässt, bei dem die ewige Wiederkehr – „the tide flows in, the tide flows up“ &#8211; nicht mehr nur tragisch, sondern auch etwas wahnsinnig anmutet.</p>
<p>Kein wirkliches Novum, aber eine klare Akzentverschiebung findet sich im verstärkten Interesse an ambientuntermalten Textrezitationen, wofür Alans Duo Howling Larsens sicher ein gutes Experimentierfeld bietet. Neben der hörspielartig umgesetzten Passage aus Robert Herricks „The White Island“ soll vor allem ein Auszug aus der altenglischen Elegie „The Wanderer“ hervorgehoben werden. Hier holten sie sich Unterstützung von einem versierten Kenner der alten Sprache, und ebenso wie bei den ähnlich gearteten „Whaler&#8217;s Lament“ und „Gaia“ offenbart der melierte Dronesound und Tracys Harfenspiel ein Interesse am feinsinnigen Klang, der durchaus in neue Richtungen zu gehen scheint.</p>
<p>Orchis stehen nachwievor für sich selbst, und sind zugleich ein Vorzeigebeispiel dafür, dass zeitgenössische Musik mit Folkwurzeln ihren stereotypen Ruf nicht verdient, wenn man einfach mal abseits ausgetretener Pfade sucht. Ähnliches lässt sich über das vorchristliche Element ihrer Musik sagen, das von einer vitalen, erdigen Natur ist, wie sie nur selten derart ernsthaft umgesetzt wird. &#8220;A Dream&#8221; knüpft an das Niveau von Alben wie &#8220;Mandragora&#8221; und &#8220;A Thousand Winters&#8221; an und ich hoffe sehr, dass das nächste Album keine weiteren fünfzehn Jahre auf sich warten lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://infinitefog.ru/en/">Infinite Fog</a></strong></p>
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		<title>S.Q.E.: 5+4</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 07:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dylan Willemsa]]></category>
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		<description><![CDATA[J Greco alias S.Q.E. blickt bereits auf einen umfangreichen Backcatalogue zurück. Unter dem Pseudonym The Fruitless Hand wirkte er bei Ure Thrall an etlichen elektronischen Dronealben mit, zuletzt überraschte er im Dunstkreis von Cryptanthus Records und Gruppen wie Orchis und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/08/11/s-q-e-54/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/sqe54.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4942" title="sqe54" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/sqe54.jpg" alt="" width="173" height="150" /></a>J Greco alias S.Q.E. blickt bereits auf einen umfangreichen Backcatalogue zurück. Unter dem Pseudonym The Fruitless Hand wirkte er bei Ure Thrall an etlichen elektronischen Dronealben mit, zuletzt überraschte er im Dunstkreis von Cryptanthus Records und Gruppen wie Orchis und Temple Music. Das Werk des Brooklyners, den man gerne im Prokrustesbett experimenteller Electronica verortet, ist geprägt von einer großen Unberechenbarkeit, mit „Rise of the Vulcans“ überschritt der zuletzt die Grenze zum Eklektischen. Mit einem Dub-Album <span id="more-4941"></span>hatte aber auch ich 2012 nicht gerechnet.</p>
<p>Um es vorweg zu nehmen: Grecos neuer Wurf ist ein äußerst virtuoses Beispiel für ehrlichen musikalischen „Tourismus“, denn hier ist jemand tief in die Geschichte jemaikanischer Musik eingetaucht, ohne auch nur eine Sekunde lang zu leugnen, dass die eigenen Wurzeln im Sound der westlichen Metropolen gewachsen sind – eine Aneignung also, die ohne den Perfektionismus geheuchelter Authentizität auskommt. Das merkt man schon ganz vordergründig bei dem fett produzierten Rootsreggae in „Nave&#8217;d“, bei dem jeder One Drop-Takt, jeder Basslauf und jeder Trommelwirbel sitzt, während ein folkiges Violinenspiel fast überdeutlich das hybride Element mit hineinbringt. Das Resultat ist ein gradioser Bastard aus chilligen Roots und chansonartiger Melodramatik, von dem man eigentlich erwarten würde, dass er auf ganzer Linie scheitert. Tut er aber nicht, und seltsam groteske Bassfiguren erinnern daran, wie wichtig Reggae-inspirierte Musik einmal für Post Punk und New Wave (PIL, The Pop Group u.v.m.) waren. Beim beschwingten „Sour Grapes“ malträtieren erstmals Tanzbeine das Parkett, die Haare kurz, die Anzüge chic, und so manch augenzwinkerndes Pokerface gibt sich die Ehre. Mit anderen Worten: Ska steht auf dem Plan, aber ein solcher, bei dem der gleichförmige Off-Beats schon mal ins Aggressive und Atonale kippt, aber nicht bevor auch hier die wehmütigen Streicher wieder eine leise Melancholie mit hineinbringen.</p>
<p>Weitere der Folgestücke verbraten diese beschwingte Gangster-Atmosphäre, bei „Darker Globe“ (dem vielleicht experimentellsten Stück, das die Atonalität nur knapp umschifft) ist sie durch Overdubbing extrem reduziert – eine Lücke, die durch den Sirenengesang Tracy Jefferys beeindruckend gefüllt wird. Wieder andere („Shards“) sind Dub pur und extrem auf Hall und Reduktion gemacht, was Tracys Gesang (der für Liebhaber von Strawberry Switchblade oder The Heart Throbs neue Horizonte eröffnen sollte) noch mehr zur Geltung bringt. Die vier letzten Stücke des Albums, die in einer separaten Session aufgenommen wurden, sind elektronischer und zum Teil merklich verzerrt.</p>
<p>Trotz des durchgehenden Taktes haben die einzelnen Stücke alle ihre eigene Charakteristik, und das hat keineswegs nur mit der jeweiligen Zuordnung Dub, Ska, Roots etc. zu tun, sondern auch mit Melodien, Harmonien, Klangfarben und atmosphärischen Schattierungen, die Greco stets so variabel gestaltet, dass das Album nie bloß Hintergrundbeschallung ist. Allerdings hadere ich etwas mit der Länge – der stimmungsvollen Euphorie der ersten zwei Drittel will der etwas kühlere letzte Teil nicht ganz das Wasser reichen. Aber wozu gibt es die Fernbedienung?</p>
<p>P.S.: Für Freunde griffiger &#8220;Hook&#8221;-Lines aus dem grauen urbanen England wurde in einem Stück noch eine kleines Osterei versteckt.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></strong></p>
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