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	<title>African Paper &#187; James Baljo</title>
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		<title>WOLF EYES: Undertow</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 07:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf ihren letzten regulären Longplayern haben Wolf Eyes eine Politik der (musikalischen) Zurückhaltung verfolgt. Die Jahre über hat die Band auch immer wieder „research and development“- CD-Rs, Tapes, Lathecuts etc. veröffentlicht, wobei die Zahl in den letzten Jahren abgenommen hat, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/03/18/wolf-eyes-undertow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/03/Wolf-Eyes5060384611839.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13493" title="Wolf Eyes5060384611839" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/03/Wolf-Eyes5060384611839-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf ihren letzten regulären Longplayern haben Wolf Eyes eine Politik der (musikalischen) Zurückhaltung verfolgt. Die Jahre über hat die Band auch immer wieder<a href="http://www.factmag.com/2013/06/10/a-healthy-supply-of-lsd-that-was-a-big-part-of-it-nate-young-on-the-past-present-and-future-of-wolf-eyes/2/"> „research and development“</a>- CD-Rs, Tapes, Lathecuts etc. veröffentlicht, wobei die Zahl in den letzten Jahren abgenommen hat, &#8220;Undertow&#8221; knüpft aber an die letzten regulären Alben an: Auf allen fünf Stücken wird ohne allzu große Brachialität eine unangenehme, dystopische Atmosphäre erzeugt.<span id="more-13491"></span> Als musikalische Referenzpunkte kann man Throbbing Gristles „Cease to Exist“, Nate Youngs schon länger eingestelltes Projekt Demons oder aber das von John Olson und Young vor einigen Jahren betriebene „Blues roots duo“ <a href="https://www.youtube.com/watch?time_continue=105&amp;v=8vTUUk-jhnw">Stare Case</a> nennen. Das heißt, dass die Eruption einem fast durchgängig transparenterem Klang gewichen ist, der (natürlich!) noch immer dissonant ist. Wolf Eyes arbeiten weiterhin mit Atonalität, allerdings ohne den Zuhörenden unter einem Soundwall zu begraben. Dabei können sie auch noch immer etwas ruppiger klingen, was Stücke auf anderen Veröffentlichungen beweisen, wie etwa das rockige „Enemy Ladder“ vom letzen Album oder <a href="https://vimeo.com/174352700">„I am a Problem</a>, auf dem Wolf Eyes klingen, als würden sie ein Stück von <a href="http://africanpaper.com/2013/06/22/tara-handles-the-earth-elements-i-handle-the-fire-elements-ein-interview-with-clay-rendering/">Clay Rendering</a> covern – der Band des ehemaligen Bandmitglieds Mike Connelly.</p>
<p>Die Band selbst bezeichnet auf ihrer Bandcamp-Seite ganz allgemein ihre Musik als  <a href="https://wolf-eyes.bandcamp.com/">„homemade post-nuclear terror &amp; claustrophobic atmospheres“</a>, was vielleicht etwas dick aufgetragen klingt, aber tatsächlich führt einen die Musik (auch) auf diesem Album in ein urbanes, wüstes Niemandsland, in eine analog-akustische Höllenlandschaft. Schon das das Album eröffnende Titelstück mit Bassspuren, leicht atonalem Feedback und dem Sprechgesang Nate Youngs legt die das Album dominierende Stimmung fest: „the place is never gonna change“, intoniert er. Dabei klingt Young auf den zwei Stücken, auf denen er singt/spricht, etwas nach Jandek (der bei einem<a href="https://www.youtube.com/watch?v=W9QrDGROGug"> Auftritt</a> auch einmal vom ehemaligen Wolf Eyes-Mitglied Aaaron Dilloway unterstützt wurde). „Laughing Tides“ besteht aus unruhigem Knarzen, Lachen, Hochtönen &#8211; nach knapp zwei Minuten ist der Spuk vorbei. „Texas“ wird von einem dissonanten Blasinstrument durchzogen, man hört Knirschen und glaubt, dass irgendwo in der Ferne Türen schlagen und Maschinen ächzen. „Empty Island“ entfaltet weniger Inselidylle als latente Bedrohung; das Stück wird geprägt von James Baljo E-Gitarre. Der Höhepunkt des Albums ist der Abschlusstrack „Thirteen“: Auf 14 Minuten findet sich so etwas wie ein Resümee des Bisherigen. Untermalt von Olsons Saxophon (?) und Baljos Gitarre deklamiert Young: „ I count every deceit/as they repeat/like receipts of doom&#8221;. Manch einer mag Free Jazz-Elemente erkennen, aber wenn, dann ist da in etwa so viel Jazz enthalten wie auf Bowies &#8220;★&#8221;. &#8220;Undertows&#8221; <a href="https://soundcloud.com/wolfeyes-tripmetal/undertow"> „sea-bottom R&amp;B sound lurch“ </a>kann ohne Weiteres für sich (be)stehen.</p>
<p>Die Herangehensweise der Band mit ihren zahlreichen selbstbetriebenen DIY-Labeln- “Undertow” erscheint auf dem neu gegründeten Lower Floor Music- hatte immer etwas Anarchisches – politisch im eigentlichen engen Sinn war die Band insofern eher indirekt. Bezeichenderweise <a href="http://wolfeyes.net/main.htm">sagt</a> Young aber inzwischen: “We have never been activists, but in this day in age, it has become clear that we need to use our music as a carrier signal to fight against all forms of prejudice. Rather than boycotting North Carolina, we are excited to participate in building a network of artists and activists by collaborating with Moogfest.&#8221; Wolf Eyes haben sich in ihrer dystopischen Landschaft nicht gemütlich eingerichtet, sondern haben (wohl unweigerlich) die Zeichen der Zeit erkannt. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://wolf-eyes.bleepstores.com/release/81138-wolf-eyes-undertow">Lower Floor Music</a></strong></p>
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		<title>WOLF EYES: No Answer &#8211; Lower Floors</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 05:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Wolf Eyes Ende der 90er – damals noch als Soloprojekt von Nate Young &#8211; debüttierten, war der Rezipient oft fassungslos ob der Flut der Veröffentlichungen – natürlich nicht nur, aber auch auf den Labels, die von jedem einzelnen Mitglied &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/27/wolf-eyes-no-answer-lower-floors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/Wolf-Eyes.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6830" title="Wolf Eyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/Wolf-Eyes-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit Wolf Eyes Ende der 90er – damals noch als Soloprojekt von Nate Young &#8211; debüttierten, war der Rezipient oft fassungslos ob der Flut der Veröffentlichungen – natürlich nicht nur, aber auch auf den <span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">Labels, die von jedem einzelnen Mitglied betrieben wurden (auf John Olsons American Tapes, auf Hanson Records </span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">d</span></span></span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;">es 2005 ausgestiegenen Aaron Dilloway</span></span></span></span>, auf Gods of Tundra, das von Mike Connelly betrieben wird, der die Band vergangenes Jahr verließ und auf Youngs AA Records).<span id="more-6828"></span> Es hatte einerseits etwas Sympathisches, da der Arbeitsprozess sich so oft gut nachvollziehen ließ, gleichzeitig meinte man aber auch manchmal den Hauch des Beliebigen zu verspüren, da der Eindruck entstand, jeder Jam werde auf Tape/CD-R/Vinyl oder Lathe gebannt. Das war aber sicher nicht der Grund, warum die Rezeption in Deutschland nie so war wie z.B. in den USA. Man hatte den Eindruck, dass die Band von den einschlägigen Industrialmailordern wie auch (teils dadurch bedingt) vom typischen Industrialhörer ignoriert wurde, was vielleicht eher damit zu tun hatte, dass Wolf Eyes amerikanischem Hardcore sicher ebenso viel schuldeten wie Throbbing Gristle und ihre Auftritte etwas Vitaleres hatten als die der vor Bildern von Richard Ramirez et al posierenden „Klistierbeutelverherrlichern und Swastikanten“ (Tietchens). Vielleicht schrillte bei dem einen oder anderen durch die zwei auf Sub Pop veröffentlichten Alben „Burned Mind“ und „Human Animal“ auch der Hipsteralarm.</p>
<p>„No Answer-Lower Floors“ ist der erste reguläre Longplayer seit dem 2009 erschienenen Album „Always Wrong“ auf Hospital Productions und wurde von Young, Olson, dem Neuzugang Jim Balijo sowie den beiden Gästen Dilloway und Conelly eingespielt. Man sollte nun vielleicht nicht von Introspektion reden, aber auf dem auf De Stijl veröffentlichten neuen Album wird das Brachiale, Eruptive, das viele Tonträger der Band prägt(e), zurückgefahren. Der Opener „Choking Files“ beginnt mit monotoner Perkussion, in die fiese Störgeräusche, die ab und an an einen Zahnarztbohrer (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=dG5Qk-jB0D4">„Is it safe?“</a> möchte man fast rufen) denken lassen, einbrechen und Youngs Sprechgesang untermalen. „Born Liar“ ist musikalisch ähnlich, beginnt aber etwas rabiater. Auch hier wird das Stück durch die monotone Perkussion strukturiert. Bizarrerweise besteht das Titelstück lediglich aus zerhackter Stimme und einer Noisespur, die an TGs „IBM“ denken lässt &#8211; nach eineinhalb Minuten ist allerdings alles schon vorbei. Das melodischste Stück des Albums ist „Chattering Lead“, auf dem Youngs fast schon konventioneller Gesang von flächigen Klängen durchzogen wird, die dem Stück einen leichten Soundtrackcharakter geben. Der Höhepunkt des Albums ist das lange „Confession of the Informer“, das mit minimalem Bass beginnt, dann tauchen vereinzelte Geräusche auf, eine Stimme setzt ein, murmelt Unverständliches. Auf diese minimalistische, zwölfminütige, extrem unangenehme Klanglandschaft trifft die Bezeichnung „dystopische Musik“, die ich für Youngs <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/nate-young-regression/">&#8220;Regression&#8221;-Projekt</a> gebraucht habe, ebenfalls mehr als zu. Das ist vielleicht eines der stärksten Stücke Geräuschmusik, die ich in den letzten Monaten gehört habe. Sucht man Referenzpunkte, dann könnte man sagen, dass das Stück klingt, als ob Olsens und Youngs (selbst so betiteltes) „Blues roots duo“ Stare Case TGs „Hamburger Lady“ covern würden. Das abschließende instrumentale „Warning Sign“ ist dagegen etwas atonaler und hat durch die Loopstruktur repetetiven Charakter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die insgesamt das Album charakterisierende Zurückhaltung, die Reduktion und Konzentration auf wenige Klangquellen, ist extrem effektiv und zeigt eine Band, die vielleicht auf den ersten Blick (alters)milder agiert als zuvor, auf den zweiten Blick aber die adäquate(re) Form gewählt hat, um den Hörer zu irritieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">M.G.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Label: <a href="http://www.destijlrecs.com/">De Stijl </a></strong></p>
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