<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; James Plotkin</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/james-plotkin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 05:43:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>RELAY FOR DEATH: Mutual Consuming</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/08/30/relay-for-death-mutual-consuming/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/08/30/relay-for-death-mutual-consuming/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 04:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Jim Haynes]]></category>
		<category><![CDATA[Rachal Spikula]]></category>
		<category><![CDATA[Relay For Death]]></category>
		<category><![CDATA[Roxann Spikula]]></category>
		<category><![CDATA[The Helen Scarsdale Agency]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=47839</guid>
		<description><![CDATA[2019 erschien auf The Helen Scarsdale Agency unter dem Titel „On Corrosion“ eine Mammutveröffentlichung: Auf 10 in einer Holzbox  zu findenden Tapes versammelten sich Künstler von Alice Kemp über Himulkalt bis zu She Spread Sorrow mit je einem Album. Einige der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/08/30/relay-for-death-mutual-consuming/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/a0474772216_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47842" title="a0474772216_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/a0474772216_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>2019 erschien auf <a href="https://africanpaper.com/tag/the-helen-scarsdale-agency/">The Helen Scarsdale Agency</a> unter dem Titel <a href="https://africanpaper.com/2019/08/20/on-corrosion-box-mit-zehn-tapes-von-kleistwahr-alice-kemp-she-spreads-sorrow-u-a/">„On Corrosion“</a> eine Mammutveröffentlichung: Auf 10 in einer Holzbox  zu findenden Tapes versammelten sich Künstler von Alice Kemp über <a href="https://africanpaper.com/tag/himukalt/">Himulkalt</a> bis zu <a href="https://africanpaper.com/tag/she-spread-sorrow/">She Spread Sorrow</a> mit je einem Album. Einige der Alben wurden in den letzten Jahren als Einzeltonträger wiederveröffentlicht, etwa der <a href="https://africanpaper.com/2021/05/18/reissue-von-kleistwahrs-winter-auf-separater-lp/">Beitrag </a>von Gary Mundys sehr produktivem Projekt Kleistwahr oder das <span id="more-47839"></span>Album von <a href="https://africanpaper.com/2025/04/01/lagliv-reissue-des-albums-von-neutral/">Neutral</a>. Nun erscheint auf dem Label das damals mit enthaltene Album von Relay For Death, einem Projekt der Zwillingsschwestern Roxann und Rachal Spikula, deren Arbeiten bisher u.a. auf RRR Records, Hanson oder <a href="https://africanpaper.com/tag/total-black/">Total Black </a>erschienen.</p>
<p>Von Labelseite<a href="https://helenscarsdale.bandcamp.com/album/mutual-consuming"> heißt</a> es, die Arbeiten der beiden Schwestern seien in einem Spannungsfeld eines „bleak nihilism“ und der Suche nach einem „autonomous space for survival“ zu situieren, bezogen auf das Konzept von „Mutual Consuming“ kann man lesen: „The twins offered the consideration that &#8216;mutual consuming comes from a concept in the philosophies that underpin traditional chinese medicine theory, where the two opposing states (yin and yang) are 2 states on a continuum and their interactions produce an infinite possible number of states of aggregation. within this interplay, there is a dynamic balance that is maintained by a constant adjustment of their relative levels. so an excess of yin consumes yang and vice versa.&#8217;“</p>
<p>Das von <a href="https://africanpaper.com/tag/jim-haynes/">Jim Haynes</a> designte und von <a href="https://africanpaper.com/tag/james-plotkin/">James Plotkin</a> gemasterte Album enthält zwei lange Tracks: „Intone The Morph Orb“ ist 17 Minuten dröhnen, da erklingen düster-melancholische Flächen, tiefe Bässe, Sounds hallen und verhallen, bevor der Track langsam ausklingt. „Terminal Ice wind“ mit Bassklarinette von Michel Whittaker (u.a. Jackie-O Motherfucker) versetzt den Hörer in fernste Höhlen, Untiefen, man hört auch durchaus noisige Passagen, ganz am Ende meint man, Vögel würden einen auslachen. Das ist eine archaische Musik, die klingt, als ob man Gesteinsschichten durchpflüge.</p>
<p>&#8220;Mutual Consuming&#8221; ist ein Album, das einen fortwährend die Last der Äonen fühlen lässt und insbesondere der zweite Track klingt manchmal wie eine musikalische Entsprechung des Kosmizismus&#8217; Lovecrafts, und man kann mit einer der vielleicht berühmtesten Passagen aus dem Werk des Mannes aus Providence feststellen: „We live on a placid island of ignorance in the midst of black seas of infinity“. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.helenscarsdale.com/">Helen Scarsdale Agency</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2770948780/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/08/30/relay-for-death-mutual-consuming/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DAVID E. WILLIAMS: Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/08/06/david-e-williams-get-me-a-ladder-get-me-a-ladder/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/08/06/david-e-williams-get-me-a-ladder-get-me-a-ladder/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Aug 2022 02:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew King]]></category>
		<category><![CDATA[David E. Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Erin Martz]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Jane Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Canady]]></category>
		<category><![CDATA[Lloyd James]]></category>
		<category><![CDATA[OEC]]></category>
		<category><![CDATA[Old Europa Café]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Nöla]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=30748</guid>
		<description><![CDATA[Man sollte sparsam umgehen mit Begriffen wie Opus magnum im Zusammenhang mit Neuerscheinungen altgedienter Musiker, denn man kann nie wissen, was die Zukunft noch an Überraschungen bereithält. Im Falle von David E. Williams&#8217; &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/06/david-e-williams-get-me-a-ladder-get-me-a-ladder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659265513429.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30749" title="fotor_1659265513429" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659265513429-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man sollte sparsam umgehen mit Begriffen wie Opus magnum im Zusammenhang mit Neuerscheinungen altgedienter Musiker, denn man kann nie wissen, was die Zukunft noch an Überraschungen bereithält. Im Falle von David E. Williams&#8217; &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; ist die Versuchung allerdings groß, denn es handelt sich bei diesem Album – so viel vorweg – um einen ganz großen Wurf.<span id="more-30748"></span></p>
<p>Zählt man kleinere Tape-Releases dazu, dann ist Williams bereits seit über 30 Jahren auf dem musikalischen Parkett präsent, und seine klassischen Alben enthalten eine interessante Mixtur aus Death Rock-Downern, launigen Polka-Stücken und Klavierballaden im Cabaret-Stil. Atmosphärisch rangieren die darauf enthaltenen Songs zwischen einer bizarren Herzigkeit, die an Daniel Johnston in seinen besten Momenten heranreicht, derber Exploitation und einer Schwarzgalligkeit, wegen der Michel Houellebecq eigentlich sein größter Fan sein müsste. Zu den frühen Highlights zählt das treibende &#8220;Pumpernickel Crust&#8221; mit seiner stilvollen Klezmerklarinette. Aufgrund persönlicher Freundschaften wurde zunächst die Neofolk- und Industrial-Gemeinde auf ihn aufmerksam, mit der ihn rein musikalisch gar nicht einmal so viel verband.</p>
<p>Die bereits in den vergangenen Jahren zu beobachtende Hinwendung zu mehr Synthesizer-Einsatz wird auf dem aktuellen Album endgültig zum zentralen stilprägenden Element und entpuppt sich als z.T. beinahe brachiale Elektronik. Nach einem spannungsgeladenen Intro, das wie eine mit unruhiger Kamera inspizierte abgedunkelte Szenerie Zwiespältiges erwarten lässt, wirft einen der Titeltrack gleich ins Zentrum des Geschehens: Hektische Takte, die wie Faustschläge in alle Richtungen ausschlagen und doch mehr als EBM sind, bilden die wuchtige Kulisse für ein männlich-weibliches Duett, bei dem kein vertrautes Nancy und Lee-Feeling mehr aufkommt, und doch schaffen es cinematisch Synthieflächen, die Szene in ein weites nächtliches Panorama zu entrücken.</p>
<p>Das kein Song wie der andere geraten ist, erweist sich als eine der größten Stärken der Platte. Da sind tanzbare Clubtracks wie das bereits vorab veröffentlichte &#8220;Bodyparts in Birdbaths&#8221; mit dem kraftvoll-stoischen Gesang von Lloyd James oder &#8220;Plane Crash People&#8221;, das auch einen stimmungsvollen Pianotrack abgegeben hätte, dessen Eingängigkeit aber irgendwann unter einer Schuttlawine begraben wird. Neben akustisch(er) ausgerichteten Balladen, die mit herausfordernden Texten an Altbekanntes anknüpfen (&#8220;Gangrenous Nebula&#8221;) gibt es heiteren B52s-Postpunk mit Schrammelgitarren und launigen Orgelparts: &#8220;The man who invented Ketchup&#8221; erzählt von der kindlichen Fantasie über den Ursprung der leckeren roten Sauce, ohne die die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht dieselbe gewesen wäre, und ist Kurzweil pur. &#8220;Hats off to William Frawley&#8221;, das von der amerikanischen Sitcom <em>I Love Lucy</em> und einer ganzen Affenbande erzählt, gibt der kindlichen Seite des Albums eine berührende Ernsthaftigkeit.</p>
<p>&#8220;Girl, go forth!&#8221; mit seinen groovigen Luftpistolentakten a la The Normal und &#8220;A Seed is Scurrilous&#8221; mit seiner schwindeligen Trunkenheit stehen vielleicht für das schlüpfrige Mysterium der Pubertät, das in Williams Werk bereits das Etikett Pseudo Erotica bekommen hat. In der zweiten Hälfte des Albums treten nach und nach immer mehr schwermütige Motive und auch ein gewisses Grauen in den Vordergrund. Die tolle, an die frühen 80er erinnernde Synthesizermelodie in &#8220;We the ill are not so well&#8221; täuscht nicht darüber hinweg, dass das schleppende Piano und der zäh vorankriechende Gesang von der Hinfälligkeit des Körpers künden. Mag der gothinfizierte Kopfhänger &#8220;Testosterone as Poison?&#8221; noch Schonung bieten, so geht es in den abschließenden Stücken ans Eingemachte bzw um letzte und vorletzte Dinge: Der hörspielhafte Body Horror von &#8220;Throat Wound&#8221; geht in Wirklichkeit kaum stärker an die Substanz wie das anrührend-feierliche &#8220;Eucharist vs. Leukemia&#8221;, dessen Inhalt man aus Respekt nicht kommentieren sollte. Ein diffuses Knarren leitet daraufhin ein besonderes Finale ein, bei dem kein Geringerer als Andrew King mit John Donnes Holy Sonnet &#8220;This is my Play&#8217;s Last scene&#8221; dem Körper Lebewohl sagt und sich ganz der Transzendenz anvertraut. Der ins Grab gebettete Körper gehört nun gewissermaßen zu den &#8220;Things&#8221;, die dem abschließenden Track den Namen gibt, einem lichtdurchfluteten Gegenzoom, der noch einmal alles von Sorrow bis Joy enthält.</p>
<p>Man sollte die Songs auf &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; und ihre Reihenfolge freilich nicht überinterpretieren, und doch beschleicht einen am Ende das Gefühl, ein ganzes Leben in all seiner Tragikomik mit seinen freudvollen, neugierigen, leidenden, friedvollen Seiten quer durch alle wichtigen Abschnitte miterlebt zu haben. Was &#8220;Get me a Ladder&#8230; Get me a Ladder!&#8221; dabei merklich fehlt, ist ein einziger Moment der Langeweile. (U.S.)</p>
<p><strong>Vertrieb: <a href="https://www.oldeuropacafe.com/catalog/category/get-me-a-ladder...-get-me-a-ladder-.html">Old Europa Cafe</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220731_130754_344.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3441564331/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/08/06/david-e-williams-get-me-a-ladder-get-me-a-ladder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>IZ: Kөlêngkê</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/04/16/iz-k%d3%a9lengke/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/04/16/iz-k%d3%a9lengke/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 04:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Iz]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Mamer]]></category>
		<category><![CDATA[Nurtay]]></category>
		<category><![CDATA[WV Sorcerer Productions]]></category>
		<category><![CDATA[Zhang Dong]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=16510</guid>
		<description><![CDATA[Es ist immer erfreulich, wenn die Vermischung alter, traditioneller Musik mit eher lärmigen Sounds nicht in einem heillosen Mischmasch endet. In den gelungensten Fällen, wenn folkiger Akustiksound und räudige Krachbeigaben gut ineinander greifen, entstehen Arbeiten, die alten Stilen neues Leben &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/16/iz-k%d3%a9lengke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/izkelengke.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16511" title="izkelengke" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/izkelengke-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist immer erfreulich, wenn die Vermischung alter, traditioneller Musik mit eher lärmigen Sounds nicht in einem heillosen Mischmasch endet. In den gelungensten Fällen, wenn folkiger Akustiksound und räudige Krachbeigaben gut ineinander greifen, entstehen Arbeiten, die alten Stilen neues Leben einhauchen. Rituelle Musik, bei der archaische Instrumente mit industriell konnotiertem Metallscheppern zusammentreffen, ist dafür ein gutes Experimentierfeld.<span id="more-16510"></span></p>
<p>Ich bin nicht einmal sicher, ob Iz, deren Mitglieder aus Kasachstan und China stammen, das Rituelle so sehr anstreben, aber ihr vor einiger Zeit wiederveröffentlichtes Album &#8220;Kөlêngkê&#8221; (ursprünglich von 2011, der Titel bedeutet &#8220;Schatten&#8221;) erfüllt die genannten Kriterien bei ihrem Zusammenspiel aus alten kasachischen Instrumenten und allerlei Metallschrott auf geradezu vorbildliche Weise.</p>
<p>Auf den allerersten Eindruck ist der Hintergrund der drei Musiker im Industrial noch nicht unmittelbar herauszuhören, denn &#8220;Kөlêngkê&#8221; wird zunächst mit von Handdrums untermaltem Saitengeschrammel und kernigem Gesang in Kasachisch eröffnet. Dass die in unseren Regionen nicht sehr bekannte Turksprache in der Darbietung von Sänger Mamer, der gekonnt zwischen Sprechgesang und harten Shouts wechselt, etwas deftiges, beinahe ur-folkiges bekommt, könnte ein Grund sein, warum man schon recht früh bemerkt, dass man es hier nicht mit pittoresker Weltmusik zu tun hat. Mit der Zeit gesellen sich immer wieder andere Elemente hinzu, die der Musik eine Kantigkeit verleihen, die sperrig ist, ihr im Fall der derben Perkussion aber auch eine fast groovige Hypnotik verleiht.</p>
<p>Über die Bässe und allerlei atonales Schaben, Quietschen und Rasseln bleibt trotz des akustischen Sounds und Instrumenten wie Maultrommel und Dombra immer ein Minimum an Atonalität gewahrt, und selbst wenn die (z.T. mehrschichtigen) Rhythmen etwas dynamischer werden, ist das Resultat niemals Rock &#8211; wenngleich das organische Basspiel immer mal einen Hauch von Postpunk anklingen lässt, bei dem ich für Momente an Bands wie Savage Republic denken musste. Ehe man sich versieht, katapultiert das zackig-repetitive Strumming auf einer kasachischen Laute einen aber wieder in ein Setting zwischen Zentralasien und dem Dach der Welt.</p>
<p>&#8220;Kөlêngkê&#8221;, das gerade auf Vinyl im Gatefold und remastered von James Plotkin wiederveröffentlicht wurde, hat kaum Längen, im Gegenteil könnten polyrhytmische Songs wie &#8220;Sөndêniü&#8221; mit seinen gut zwei Minuten ewig im gleichen Stil weitergehen. Weitere Höhepunkte sind das mit seinem treibenden Gerassel unglaublich mitreißende &#8220;Sulu&#8221; (dt. &#8220;Schönheit&#8221;) und das abschließende &#8220;Ahxam&#8221; (&#8220;Abenddämmerung&#8221;), dessen grooviger Basslauf für einen der tanzbarsten Momente sorgt. Iz bedeutet übrigens Fußabdruck, und ich hoffe, den werden sie im Gedächtnis einer internationalen Hörerschaft hinterlassen.</p>
<p><strong>Label: WV Sorcerer Productions</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2981562548/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/04/16/iz-k%d3%a9lengke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Benjamin Finger und James Plotkin mit neuem gemeinsamem Album</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/11/09/benjamin-finger-und-james-plotkin-mit-neuem-gemeinsamem-album/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/11/09/benjamin-finger-und-james-plotkin-mit-neuem-gemeinsamem-album/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2020 06:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Benjamin Finger]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Numeral Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=22749</guid>
		<description><![CDATA[Nur etwas über einem Jahr nach ihrem Debüt als Duo &#8220;Pleasure Voltage&#8221; bringen die beiden Künstler und Musiker Benjamin Finger und James Plotkin ihre nächste gemeinsame Arbeit heraus. &#8220;We Carry The Curse&#8221; setzt die im Erstlingswerk begonnene Reise in die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/09/benjamin-finger-und-james-plotkin-mit-neuem-gemeinsamem-album/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur etwas über einem Jahr nach ihrem Debüt als Duo &#8220;Pleasure Voltage&#8221; bringen die beiden Künstler und Musiker Benjamin Finger und James Plotkin ihre nächste gemeinsame Arbeit heraus. &#8220;We Carry The Curse&#8221; setzt die im Erstlingswerk begonnene Reise in die melancholischen Abgründe der menschlichen Psyche mit <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/wecarrythecurse.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-22750" title="wecarrythecurse" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/wecarrythecurse.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-22749"></span>stellenweise noch intensiveren und atmosphärisch ausgewogeneren Ambient-Soundscapes fort, bei denen der Cellist Elling Finnanger Snøfugl an besonderen Punkten markante Streicherparts hinzufügte. &#8220;We Carry The Curse&#8221; erscheint in Kürze auf Vinyl und digital bei Roman Numeral Records.</p>
<p><a href="https://romannumeralrecords.bandcamp.com/album/we-carry-the-curse"><strong>@ Roman Numeral Records</strong></a></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/6p02HcL8IQA" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/11/09/benjamin-finger-und-james-plotkin-mit-neuem-gemeinsamem-album/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DREAM WEAPON RITUAL: The Uncanny Little Sparrows</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/01/20/dream-weapon-ritual-the-uncanny-little-sparrows/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/01/20/dream-weapon-ritual-the-uncanny-little-sparrows/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2018 01:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Boring Machines]]></category>
		<category><![CDATA[Dream Weapon Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Monica Serra]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Balestrazzi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=14767</guid>
		<description><![CDATA[Gut drei Jahre nach „Ebb and Flow“ lassen die beiden Multiinstrumentalisten Simon Balestrazzi und Monica Serra zum fünften Mal von sich hören und erzählen mit allerhand schrägen Ideen im Gepäck die Geschichte einer Gruppe von unheimlichen kleinen Spatzen – das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/20/dream-weapon-ritual-the-uncanny-little-sparrows/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/dwrsparrows.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14768" title="dwrsparrows" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/dwrsparrows-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Gut drei Jahre nach „Ebb and Flow“ lassen die beiden Multiinstrumentalisten Simon Balestrazzi und Monica Serra zum fünften Mal von sich hören und erzählen mit allerhand schrägen Ideen im Gepäck die Geschichte einer Gruppe von unheimlichen kleinen Spatzen – das klingt auf den ersten Blick vielleicht nach Ironie und Spielerei, v.a. wenn man von dem hierzulande üblichen Image dieser nicht gerade gruseligen Vogelart ausgeht. Doch „The Uncanny Little Sparrows“ lädt nicht gerade zu letztgültigen Interpretationen seines Inhalts ein, und das ist auch gut so.<span id="more-14767"></span></p>
<p>Bei dem langsam an- und abschwellenden Drone, das an elektrisch aufgeladene Harmoniumklänge erinnert, den trunkenen Echolalien undeutbarer Stimmen, dem Rasseln und Scheppern und den seltsamen Bläserklängen des eröffnenden „Bird Mother“ zeigt sich schnell, dass die beiden sich in grundlegender Hinsicht treu geblieben sind, denn ihre „Freeform-Musik“, die ebenso von dröhnender Elektronik wie von folkigen Spuren durchdrungen ist, bewegt sich in den bekannten Bahnen, die quer durch moderne und primordiale Gefilde führen. In diesem Rahmen kommt es aber zu einigen Verschiebungen, denn auf den neuen Stücken scheint die Musik noch um einiges unregelmäßiger und unruhiger als auf den Aufnahmen zuvor. Kratzige Spielereien, eventuell erzeugt mit dem von Massimo Olla entworfenen<span style="font-size: small;"> [d]Ronin, allerhand Gereusel </span>und geheimnissvolle Perkussion rufen Balestrazzis Projekte Hidden Reverse und A Sphere of Simple Green in Erinnerung, bei der Mischung aus untergründigem Brummen und falsettigen Hochtönereien denkt man vielleicht an so unterschiedliche Musiker wie Ka Baird oder die viel zu wenig beachteten Mailänder Sothiak – Vergleiche, mit denen nur eine vage Richtung angedeutet sein soll.</p>
<p>Deutlich erkennbare Vogelstimmen treten erstmals in dem kurzen, in einem seltsam schleppenden Rhythmus hinkenden „Mating Call“ auf den Plan, wo sie sich sanft und verhuscht in mysteriöse Rückwärtspassagen einweben. In dem folgenden Track, der von „zwei kleinen Spatzen, die auf einem Zweig sitzen und auf die Erleuchtung warten,“ kündet, erinnern sie eher an übermütige Spechte. Weiter geht es durch noisige Gefilde, in denen man nicht mit dem Klang orientalischer Flöten gerechnet hätte, hin zu einer Urwald-Kulisse, in der ekstatische Perkussion und tremolierende Stimmen wie das Echo eines schamanischen Rituals wirken. „The One with the Iron Beak“ ist das letzte Stück betitelt, und wieder beschleicht einen der Verdacht, dass all die tiefschürfenden rituellen Elemente, die ebenso wie rhythmische und melodische Pop-Ansätze um jede zweite Ecke lugen, zwar auch, aber nicht nur mit erhabenem Ernst eingebracht werden.</p>
<p>Das Album erschien jüngst bei Boring Machines als LP mit achtseitigem Booklet und ist darüber hinaus natürlich in den üblichen digitalen Formaten zu ergattern. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://boringmachines.it">Boring Machines</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/01/20/dream-weapon-ritual-the-uncanny-little-sparrows/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ALMAGEST!: Fun House Mirrors</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 08:14:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Backwards]]></category>
		<category><![CDATA[Ernesto Tomasini]]></category>
		<category><![CDATA[Evor Amaisie]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann von Helmholtz]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Kent]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Schiavo]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Mallol Moya]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>
		<category><![CDATA[Ramon Moro]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=14750</guid>
		<description><![CDATA[Als vor gut vier Jahren das erste offizielle Almagest!-Album „Messier Objects“ in den Regalen stand, hielten viele das Projekt für eine einmalige Geschichte, die lose an das von Ernesto Tomasini und Fabrizio Modonese Palumbo eingespielte Debüt „Canes Vernaci“ anknüpfte. Da &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/almagestfhm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14751" title="almagestfhm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/almagestfhm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als vor gut vier Jahren das erste offizielle Almagest!-Album „<a href="http://africanpaper.com/2013/10/19/almagest-messiers-objects/">Messier Objects</a>“ in den Regalen stand, hielten viele das Projekt für eine einmalige Geschichte, die lose an das von Ernesto Tomasini und Fabrizio Modonese Palumbo eingespielte Debüt „Canes Vernaci“ anknüpfte. Da nun mit Paul Beauchamp und Evor Ameisie zwei weitere umtriebige Musiker an Bord waren, sah das ganze noch mehr nach einer temporären Supergroup aus &#8211; was schade gewesen wäre, denn der experimentierfreudige Hybrid aus<span id="more-14750"></span> Gedröhne, Klangkollagen, bluesigen Rockanklängen und einem Touch von Varieté und Musical hatte doch etwas ganz eigenes und schrie geradezu nach einer Fortführung.</p>
<p>Just als kaum mehr jemand damit gerechnet hätte, regten sich die Lebenszeichen, und spätestens seit einem Jahr wussten alle Affizierten, dass zwischen London, Turin und Mailand die Drähte heiß laufen und etwas Neues am entstehen ist. Zusammen mit illustren Gästen &#8211; u.a. Julia Kent und Marco Schiavo (Larsen)- wurde dieses nun fertig gestellt und nennt sich „Fun House Mirrors“.</p>
<p>Ich will den Vergleich mit „Messier Objects“ nicht überstrapazieren, doch ganz allgemein kann man &#8211; neben dem weitgehend helleren Klangbild &#8211; feststellen, dass die auch hier wieder unberechenbare, von Brüchen und Kontrasten geprägte Abenteuerlichkeit der zerfledderten Songs eine gänzlich andere ist. Hatte man beim Vorgänger das Gefühl, dass die Band im besten Sinne destruktiv vorging und neben vertrauten Mustern auch gestandene Klassiker von Duran Duran und Jefferson Airplane zersägte und vom Kopf auf die Füße stellte, so erscheinen die neuen Stücke, gleichwohl nach wie vor kollagenhaft, wie die Konstruktion einer ganz eigenen Kunstwelt. Im Opener scheint diese, vielleicht durch Tomasinis Flüstern am Anfang, sicher aber mehr noch durch den verspielten Computersound, in den sich eigentlich unpassende Rockriffs mischen, auf die Größe eines Puppenhauses geschrumpft, in das man wie durch einen Türspion linst. Wie illusionär dieser Schauplatz ist, bemerkt man spätestens, wenn der Sänger sich als „Snake oil salesman“, als Bauernfänger und Quacksalber vorstellt.</p>
<p>Die besondere Kunst der fünf Tracks besteht darin, all die Kontraste dennoch harmonieren zu lassen &#8211; davon abgesehen hat aber jedes der Stücke seine ganz eigene Exzentrik: In „Lustighe Ghai“ spricht, singt und krächzt Tomasini in einer Sprache, die an das erinnert, was sich ein Fremdsprachler vielleicht unter deutsch vorstellt, und ein bisschen musste ich auch an die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kWuT1mTU0ec">Interview-Passage aus „An hour with Ernesto Tomasini“</a> denken, in der er (nach einem besonderen Loblied auf Giuseppe Verdi) über Richard Wagner herzieht.</p>
<p>Die instrumentelle Kulisse aus Dröhnung, abgehackten Beats und Gitarrensoli hält sich hier noch zurück, in „Piume“, dessen Rezitation einem neorealistischen Film zur Ehre gereicht hätte, geht es schon etwas heftiger zur Sache, Noise tritt auf den Plan, gefolgt von unheimlichen, rückwärts gespielten Passagen. Wer glaubt, dass die Band hier schon in Spiellaune war, der hat das kryptisch betitelte „Nne“ noch nicht gehört, bei dem man zwischen Gedröhne und Gefrickel mit Postpunk-Echo die Orientierung verlieren könnte, bis dass das Growlen einer Bestie aus den Ritzen dringt. Ob das wirklich Tomsini ist, oder doch eher Palumbo? Der größte Trumpf wird erst zum Schluss aus dem Ärmel gezogen, denn das fast zwanzigminütige „Durch den Irrgarten hindurch“ enthält Episodenstoff für ein ganzes Album: Zwischen dem plastischen Vibrieren und dem smoothen Trompeten-Ausklang hangelt sich der Plot, in dessen Zentrum ein Vortrag über den Naturwissenschaftler Helmholtz steht, durch Easy Listening-Zitate und rituelles Pochen und Prasseln, das wohl Ameisies Handschrift trägt, durch schwebende Flächen, chaotische Brüche. Tomasini, der sich als Countertenor bislang merklich zurückhielt, zeigt hier zuguterletzt, zu wieviel Ausdrucksintensität er sich empor schwingen kann.</p>
<p>„Fun House Mirrors“ ist in der Tat so verwirrend wie ein Spiegelsaal, in dem man sich immer wieder vergeblich zu orientieren versucht &#8211; verwirrend auch, da sich Ernsthaftes und Hoax die Klinke in die Hand drücken und man kaum erkennt, wo das eine aufhört und das andere beginnt. Und doch wirkt alles wie eine runde Sache, die viel weniger als der Vorgänger auf Musikgeschichtliches bezogen scheint. Spätestens jetzt also sollten auch Zweifler erkennen, dass Almagest! nicht bloß ein Projekt, sondern eine Band ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.backwards.it/releases/fun-house-mirrors/26/">Backwards</a> </strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Re-Release-Präsentation von Monnos „Cheval Ouvert” am 24. März bei Staalplaat Berlin</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/03/23/re-release-prasentation-von-monnos-cheval-ouvert-am-24-marz-bei-staalplaat-berlin/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/03/23/re-release-prasentation-von-monnos-cheval-ouvert-am-24-marz-bei-staalplaat-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2016 15:22:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Antoine Chessex]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Senair]]></category>
		<category><![CDATA[Derek Shirley]]></category>
		<category><![CDATA[Gilles Aubry]]></category>
		<category><![CDATA[Idiosyncratics]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Le Petit Mignon]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Fantini]]></category>
		<category><![CDATA[Monno]]></category>
		<category><![CDATA[Staalplaat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=11877</guid>
		<description><![CDATA[Am Donnerstag dem 24. März präsentiert Staalplaat Berlin die Wiederveröffentlichung von Monnos Album „Cheval Ouvert”. Die tonnenchwere Mixtur aus schleppenden Bassklängen, ekstatischem Schlagwerk, teilweise schrillen elektronischen Loops und dem verzerrten Spiel eines Tenorsaxophons, die gemeinhin in den abstrakteren Gefilden des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/23/re-release-prasentation-von-monnos-cheval-ouvert-am-24-marz-bei-staalplaat-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag dem 24. März präsentiert Staalplaat Berlin die Wiederveröffentlichung von Monnos Album „Cheval Ouvert”. Die tonnenchwere Mixtur aus schleppenden Bassklängen, ekstatischem Schlagwerk, teilweise schrillen elektronischen Loops und dem verzerrten Spiel eines Tenorsaxophons, die gemeinhin in den abstrakteren Gefilden des &#8220;Avantgarde&#8221;-Metal eingeordnet wird, erschien vor drei Jahren auf CD bei Idiosyncratics. Mit neuem Artwork erscheint das Werk nun als Doppel-LP auf mehrfarbigem Vinyl bei Le Petit Mignon und wird über Staalplaat vertrieben.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/monno_cheval_ouvert_lpm18_cover_large_800px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11878" title="monno_cheval_ouvert_lpm18_cover_large_800px" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/monno_cheval_ouvert_lpm18_cover_large_800px.jpg" alt="" width="381" height="382" /></a><span id="more-11877"></span>Originally released as a CD in 2013 by Idiosyncratics, this is the 2xLP version of Monno&#8217;s &#8220;Cheval Ouvert&#8221;, featuring a new artwork by Ben Sanair, housed in an offset double sided 64x64cm multi-fold-out &#8220;origami&#8221; artwork, sealed by a screen printed band. White &amp; Purple and White &amp; Gold colored vinyls. This edition was cut, folded, assembled and numbered by hand and by the sweat of our brows in a pure DIY spirit! Limited to 319 copies, including download code. Published by Le Petit Mignon and worldwide distributed by Staalplaat.</p>
<p>After sharing the bill with fellow musicians like Knut, Isis, Jesu, Lightning Bolt, Melt Banana, Zu, Asva, Todd, Shit &amp; Shine, Marduk or Tony Conrad on the occasion of the 150+ concerts given over the last years, drummer Marc Fantini, bassist Derek Shirley, electronic musician &amp; vocalist Gilles Aubry and electrified tenor sax maestro Antoine Chessex felt the need to come back to studio work. Results a powerful though dark and introspective piece of pure sonic radicalism. CHEVAL OUVERT immerses the listener into a brutal typhoon of intense abstraction. A wild ride on a furiously galloping horse that finds itself torn into pieces by human destruction. Monolithic stabs of distorted saxophone, infinite loops of electronic madness and the devastating pairing of a melting low-end bass and mammoth-like drums resulting in a rock solid wall of ancestral evoking frequencies.</p>
<p>Besides a still expanding 7&#8243; and tape release series started in 2009, this is the first edition published in the 12&#8243; format by Staalplaat instore imprint Le Petit Mignon! Originally released as a CD in 2013 by Idiosyncratics, this is the 2xLP version of Monno&#8217;s &#8220;Cheval Ouvert&#8221;, featuring a new artwork by Ben Sanair, housed in an offset double sided 64x64cm multi-fold-out &#8220;origami&#8221; artwork, sealed by a screen printed band. White &amp; Purple and White &amp; Gold colored vinyls. This edition was cut, folded, assembled and numbered by hand and by the sweat of our brows in a pure DIY spirit! Limited to 319 copies, including download code. Published by Le Petit Mignon and worldwide distributed by <a href="http://www.staalplaat.com">Staalplaat</a>.</p>
<p>Monno are:<br />
Gilles Aubry: electronics<br />
Antoine Chessex: tenor sax &amp; amps<br />
Marc Fantini: drums<br />
Derek Shirley: bass</p>
<p>Cheval Ouvert was recorded at Saraswati Studio (Pobiedna, Poland) by Roli Mosimann in 2012. Mixed in Berlin by Olivia Oyama (2013) and mastered by James Plotkin (2015). Cut by CGB at Dubplates &amp; Mastering, Berlin (2015).</p>
<p>Published by Le Petit Mignon. LPM18, 2016.<br />
Originally released on CD by Idiosyncratics, 2013. All rights reserved.</p>
<p>Graphic manipulations and Design by <a href="http://www.bensanair.net">Ben Sanair</a> (<a href="http://www.lageneraleminerale.net">La Generale Minerale</a>).</p>
<p>Staalplaat<br />
Kienitzer Str. 108<br />
12049 Berlin<br />
030 41767355<br />
accounts@staalplaat.com</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1754501541436212">Facebook-Event</a></p>
<p><a href="http://staalplaat.com/recording/cheval-ouvert">Release @ Staalplaat </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/03/23/re-release-prasentation-von-monnos-cheval-ouvert-am-24-marz-bei-staalplaat-berlin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LAST DOMINION LOST: Towers of Silence</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2014 03:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ash Wednesday]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[John Murphy]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Evans]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Percy]]></category>
		<category><![CDATA[Last Dominion Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Silken Tofu]]></category>
		<category><![CDATA[The Epicurean]]></category>
		<category><![CDATA[Till Brüggemann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=9309</guid>
		<description><![CDATA[Als das Album „The Tyranny of Distance“, das ursprünglich 1992 entstandenes Material enthielt, 2004 auf Tesco veröffentlicht wurde, war das für diejenigen, die sich für (Post-)Industrial interessierten, schon gewisser Beachtung wert, schließlich waren neben Jon Evans noch zwei Musiker beteiligt, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/LDLLDL-CD-800.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9311" title="CD-Inlaycard-Spezifiaktion.indd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/LDLLDL-CD-800-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als das Album „The Tyranny of Distance“, das ursprünglich 1992 entstandenes Material enthielt, 2004 auf Tesco veröffentlicht wurde, war das für diejenigen, die sich für (Post-)Industrial interessierten, schon gewisser Beachtung wert, schließlich waren neben Jon Evans noch zwei Musiker beteiligt, die ein wenig (John Murphy) und sehr stark (Dominic Guerin unter dem Pseudonym Tone Generator) bei SPK mitgewirkt hatten. Das Material hatte dann auch durchaus einen rumpeligen Old School-Charme; dabei muss man ehrlicherweise sagen, dass es sich nicht um eine Band im eigentlichen Sinne handelte, denn es <a href="http://www.ikonenmagazin.de/interview/Johnmurphy.htm">gab keine Pläne das Projekt weiter zu verfolgen und auch der Name wurde erst nachträglich gewählt.</a> <span id="more-9309"></span></p>
<p>In den vergangenen Jahren – sowohl John Murphy als auch Jon Evans sind mittlerweile beide in Berlin ansässig &#8211; gab es allerdings vereinzelt <a href="http://www.discogs.com/Various-Berlin-Bruit/release/1446138">Samplerbeiträg</a>e und ein paar Auftritte und man hatte den Eindruck, dass Last Dominion Lost, zu denen inzwischen auch Julian Percy an der Gitarre gehört, tatsächlich ein lebendiges und aktives Projekt geworden sind. Insofern ist es vielleicht nur bedingt falsch, wenn man das nach einem Ort, an dem die Parsen in Mumbai ihre Toten bestatten benannte Album als das eigentliche Debüt bezeichnet, das – und das wird mit jeden Ton deutlich &#8211; nicht das Resultat einiger weniger Sessions ist.</p>
<p>Auch wenn „Stagma“ das Album rabiat eröffnet, man markerschütterndes Gebrüll hört, das von Metallschlägen und fiesen Analogsynthspuren untermalt wird, so wird schon hier deutlich, dass Last Dominion Lost einen transparenten Klang schätzen, keinen Soundbrei, der vielleicht kurzfristig dem Hörer die Ohren zum Klingen bringt, dessen Effektivität sich aber schnell abnutzt. Die darauf folgenden Stücke sind dann auch oftmals zurückhaltender, weitaus weniger brachial. „Sektor F“ &#8211; einer von drei Tracks, auf denen der australische Experimentalmusiker Ash Wednesday, der die Einstürzenden Neubauten live unterstützt, an den Synths sitzt – ist etwas reduzierter, die Elektronik pulsiert, es schabt und hallt, man hört eine verzerrte Stimme, aber ohne dass es zur Eruption kommt. Auf „S.E.A.T.O.“ sind die Vocals unverzerrt, deklamierend, ganz so, als spreche ein dementer Prediger, während es im Hintergrund scheppert und vereinzelte perkussive Schläge zu hören sind. „Caesium Sunrise“ ist ein äußerst unangenehmes Stück, auf dem eine verlangsamte Stimme von sägenden Geräuschen untermalt wird und man als Hörer weiß, dass einen natürlich nichts Gutes erwartet, sollte man diesen Sonnenaufgang erleben (wollen). Auf „Kavum“ wird die Tonaufnahme eines Opfers von <a href="http://www.phillymag.com/articles/inside-the-house-of-heidnik">Gary Heidnik</a>, dessen Geschichte an Joseph Fritzl oder Ariel Castro denken lässt, ins Zentrum gesetzt. Das Stück ist rein klanglich betrachtet äußerst effektiv, lässt einen wirklich erschau(d)ern. Mein einziger Einwand ist, dass das natürlich nicht unbedingt die originellste Strategie ist, um Unbehagen auszudrücken. Auf „Hexatom“ und „Chlorpromazine“ hört man Stimmen (auf letzterem die von Till Brüggemann von Gerechtigkeitsliga), es lässt sich eine von John Murphy gespielte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_vi4YdWX6aU">Shenai</a> erahnen. Das ist Musik als Be-Drohung. „Chöd Ritual“ (auf eine aus dem tibetischen Buddhismus stammende Technik verweisend, bei der es darum geht, sich von all dem zu lösen, was einen an die materielle Welt bindet, oftmals dadurch, dass man sich der Angst aussetzt, z.B. an Orten wie Friedhöfen). Dieses Stück hat dann auch durch den Einsatz tribaler Perkussion einen stärker rituellen Charakter. „Minol“ ist ein nach Fabrikhalle klingender Track, während „Towers of Silence“ das Album leicht rituell ausklingen lässt.</p>
<p>Was Last Dominion Lost auf „Towers of Silence“ machen, steht in einer Tradition unheilschwangerer Musik, die – wenn man im Industrialkontext bleibt &#8211; mit dem die gesamte zweite Seite des Throbbing Gristle-Debüts ausmachenden Soundtrack „After Cease to Exist“ begann, auf SPKs zweitem Album partiell weitergführt wurde und heute vielleicht am ehesten bei der dystopischen Musik von Demons oder Nate Youngs „Regression“-Projekten zu finden ist. In einem Genre, das allzu oft klanglich wenig differenziert ist, stechen Last Dominion Lost mit einem von James Plotkin gemasterten Album hervor, das zeigt, dass Industrial auch im Jahre 2014 noch Relevanz haben kann. (M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://the-epicurean.transformed.de/">The Epicurean</a>, <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ANEMONE TUBE AND DISSECTING TABLE: This Dismal World</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/05/18/anemone-tube-and-dissecting-table-this-dismal-world/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/05/18/anemone-tube-and-dissecting-table-this-dismal-world/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 06:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anemone Tube]]></category>
		<category><![CDATA[Dissecting Table]]></category>
		<category><![CDATA[Ichiro Tsuji]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Peripheral Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=7006</guid>
		<description><![CDATA[Ebenso wie die letzten hier besprochenen Veröffentlichungen von Anemone Tube ist auch diese Split-LP mit Dissecting Table stark konzeptionell ausgerichtet: So geht es auf dem Album um die vier edlen Wahrheiten, die das Fundament des Buddhismus darstellen. Diese lauten, dass &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/18/anemone-tube-and-dissecting-table-this-dismal-world/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/Anemone-Tube.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7007" title="Anemone Tube" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/Anemone-Tube-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ebenso wie die letzten hier besprochenen Veröffentlichungen von Anemone Tube ist auch diese Split-LP mit Dissecting Table stark konzeptionell ausgerichtet: So geht es auf dem Album um die vier edlen Wahrheiten, die das Fundament des Buddhismus darstellen. Diese lauten, dass das Leben leidvoll ist (vgl. den Titel des Albums), dass die Ursachen für dieses Leid(en) u.a. Hass und Gier sind, die Auflösung dieser Ursachen das Leiden zum Erlöschen bringen kann, und dass man dies durch den edlen achtfachen Pfad schaffen kann.<span id="more-7006"></span></p>
<p>Die Basis der beiden Stücke von Anemone Tube bilden – wie auch schon auf<a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/anemone-tube-death-over-china/"> „Death Over China“</a> – wieder Feldaufnahmen. Der Titel des ersten Stücks, „In The Mausoleum“, gibt einen Hinweis auf den Ort, an dem diese gemacht wurden, nämlich im Mausoleum des chinesischen Revolutionsführers Sun Yat-Sen. Der zehnminütige Track ist eine dem Titel angemessene dunkle Klanglandschaft – als Dark Ambient möchte man das Stück nicht bezeichnen, denn dafür ist es zu unruhig und rau. Hier werden die Feldaufnahmen zu einem dunklen Grundrauschen verdichtet, das dennoch aus unglaublich vielen Teilen zu bestehen scheint. Gegen Ende wird der Druck etwas zurückgenommen, man meint Stimmen zu hören. Das dann folgende etwas kürzere „From Anthropocentrism to Demonocentrism“ &#8211; hier wurden die Feldaufnahmen in buddhistischen Tempeln in Nanjing und Shanghai gemacht &#8211; ist ruppiger, aggressiver und nähert sich der rauen Seite des Industrials an. Wie auch schon auf anderen Alben Anemone Tubes zeigt sich, wie kraftvoll und bar jeder Klischees Power Electronics klingen kann.</p>
<p>Die B-Seite wird von einem langen Track von Dissecting Table, dem Einmannprojekt von Ichiro Tsuji, gefüllt. „1000 Tones“ ist ein monumentales Stück, bei dem die für spätere Dissecting Table so typische Metall-Perkussion rituell klingende Stimmen untermalt und den Hörer für zwanzig Minuten in eine Welt versetzt, in der der Verstand keine Rolle mehr zu spielen scheint. Ichiro Tsuji rezitiert – wobei das kaum das passende Wort ist, um zu vermitteln, was er alles mit seiner Stimme macht &#8211; die 25. Lotus-Sutra, deren Text zweisprachig dem Album beiliegt.</p>
<p>Das ist ein Album, das auf zweierlei Ebenen funktioniert. So können diese drei Stücke sicher auf überzeugende Weise die dunkle, Leiden schaffende Seite des Lebens illustrieren &#8211; aber selbst wenn man keinerlei Informationen über das zugrundeliegende Konzept, über die verwendeten Texte und die Orte, an denen die Aufnahmen gemacht wurden, hätte, so könnte man sich auch rein am Klang der drei Tracks erfreuen, die verdeutlichen, dass Geräuschmusik nicht gleich Geräuschmusik ist und dass atonale(re) Musik unglaublich differenziert sein kann. Dass die Veröffentlichung wieder von James Plotkin brillant gemastered wurde, ist da nur noch das sprichwörtliche i-Tüpfelchen.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://www.peripheralrecords.co.uk/shopping/mall/peripheralrecords/Category/-home-news-7321?caller=welcome">Peripheral Records</a></p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/__Mcx015QiA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/05/18/anemone-tube-and-dissecting-table-this-dismal-world/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>IN ZAIRE: White Sun Black Sun</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/05/11/in-zaire-white-sun-black-sun/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/05/11/in-zaire-white-sun-black-sun/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 May 2013 06:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[G.I. Joe]]></category>
		<category><![CDATA[In Zaire]]></category>
		<category><![CDATA[Italian Occult Psychedelia]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
		<category><![CDATA[Offset]]></category>
		<category><![CDATA[Sound of Cobra]]></category>
		<category><![CDATA[Tannen Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6781</guid>
		<description><![CDATA[In einer gepfefferten Auskennerreview könnten In Zaire schlecht wegkommen. Warum kann Rock nicht von seiner eigenen Geschichte lassen? Was kann man noch hinzufügen zu den fraglos interessanten Kapiteln, die Gruppen wie Hawkwind oder Pink Floyd vor rund vierzig Jahren zum &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/11/in-zaire-white-sun-black-sun/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/inzairewhitesunblacksun.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6782" title="inzairewhitesunblacksun" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/inzairewhitesunblacksun-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einer gepfefferten Auskennerreview könnten In Zaire schlecht wegkommen. Warum kann Rock nicht von seiner eigenen Geschichte lassen? Was kann man noch hinzufügen zu den fraglos interessanten Kapiteln, die Gruppen wie Hawkwind oder Pink Floyd vor rund vierzig Jahren zum Thema psychedelischer Musik eröffneten? Wozu braucht es nach dem jahrelangen Retrohype noch ein weiteres Psych Rock-Album? All diese Fragen sind berechtigt, doch wenn einem „White Sun Black Sun“ trotz allem frisch und radikal erscheint, dann muss es wohl etwas geben, das schwerer wiegt als Innovation. <span id="more-6781"></span>War die Musik der 60er und 70er nicht ohnehin ein unvolledetes Projekt mit vielen unverwirklichten Potenzialen, lediglich schal geworden durch das unerbittliche Rad der Konjunkturzyklen, dem in der Marktgesellschaft eben alles, auch die konsequenteste Alternative unterworfen ist? Darf man der heutigen Retromanie trotz Verhipsterung nicht trotzdem zugute halten, dass sie „the live coal under the ashes“ zumindest am Leben erhält? All diese Fragen sind ebenso berechtigt, aber die Frage, warum ausgerechnet In Zaire überzeugt, lässt sich weder darurch, noch mit dem schlichten Verweis auf ihr Können abhaken. Es ist eine mitreißende, elektrisierende Energetik, die sich schwer in Worte fassen lässt.</p>
<p>„White Sun Black Sun“ ist ein furioser Trip durch unser Sonnensystem und macht auf insgesamt sieben Himmelskörpern Station, wo das italienische Quartett die jeweilige Stimmung musikalisch einfängt – intrapsychische Feldaufnahmen eines rasanten imaginären Spacetrip, wenn man so will. Die erste Seite der LP beginnt ganz konventionell mit Sonne und Mond, sehr geradlinig zunächst mit satten, fast punkigen Riffs, mit wilden Hihats und creepy Vocals, die vom Fixstern auf den Erdtrabanten mitgenommen werden, wo es tänzelnder und filigraner zugeht. Krautrock-Assoziationen sind erlaubt, auch gegen Ende, wenn das Stück im lauten Chaos verschwindet. Ob die traditionelle Symbolik der jeweiligen Gestirne mit in die Ausgestaltung der Stücke hineinspielt – mal mag es einem so vorkommen, mal weniger, und sollte man im straighten „Sun“ eher das Männliche sehen als im verspielteren „Moon“, dann sagt das vielleicht mehr über den Hörer aus als über die Musik. Auf dem Mars tönt es kaum martialisch, vielmer läuft dort ein Score mit akustischen Klangmalereien und zünftigen Rocksoli, Merkur dagegen gibt sich spielerisch und zeitweise sehr funky. Jupiter hält die experimentierfreudigsten Momente parat und kompensiert scheinbare Strukturlosigkeit mit dröhnenden Hendrixsoli. Orientalische Sounds und die virtuosesten Drums erklingen auf dem schwülen Planeten Venus, rituelle Perkussion empfängt den Reisenden auf dem Saturn, der seit jeher eine Anziehungskraft auf Okkultisten aller Art ausübte. Dort schließt sich auch der Kreis, und der Hörer erreicht um einige Erfahrungen reicher den rockigen Ausgangspunkt.</p>
<p>Die LP erschien bereits Ende März in 500er Auflage, und vielleicht sind von den hundert farbigen Scheiben noch welche zu haben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://soundofcobra.tk/">Sound of Cobra</a>/<a href="http://www.tannenrecords.com/">Tannen Records</a>/<a href="http://www.off-set.org/sito/home.php">Offset</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/05/11/in-zaire-white-sun-black-sun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
