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	<title>African Paper &#187; Jean Rollin</title>
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		<title>Ô PARADIS: El Anfitrión</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 05:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Demian Recio alias Ô Paradis hat in den vergangenen gut 25 Jahren zahlreiche Alben und kleinere Veröffentlichungen herausgebracht. Da vieles davon in kleinen Auflagen bei ebenso kleinen Labels erschienen ist, lief man immer mal Gefahr, das eine oder andere Release &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/11/o-paradis-el-anfitrion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/El-anfitrion_Portada_digital-copia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30055" title="ia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/El-anfitrion_Portada_digital-copia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Demian Recio alias Ô Paradis hat in den vergangenen gut 25 Jahren zahlreiche Alben und kleinere Veröffentlichungen herausgebracht. Da vieles davon in kleinen Auflagen bei ebenso kleinen Labels erschienen ist, lief man immer mal Gefahr, das eine oder andere Release zu verpassen. Im Falle des vor einigen Wochen erschienenen &#8220;El Anfitrión&#8221; wäre das aber ausgesprochen schade, denn es handelt sich um ein <span id="more-30053"></span>atmosphärisch dichtes, von der Machart reichhaltiges Album, das eine charakteristische Handschrift offenbart, sobald man die bei dem Projekt oft notwendige Eingewöhnungsphase hinter sich hat.</p>
<p>Der Selbstbeschreibung auf den gängigen Plattformen zufolge erzählt &#8220;El Anfitrión&#8221; die Geschichte einer Reise hinter den Spiegel in ein seltsam wunderkammerartiges Gebäude, unter dem man sich eine traumhafte Kehrseite der Alltagswelt, aber auch gerade diese angesichts einer realeren, himmlischen Welt vorstellen kann. Die einzelnen Stücke sind wie Stationen eines surrealen Kammerspiels, das diesen Ort nie verlässt. Der titelgebende Anfitrión &#8211; der Gastgeber &#8211; ist eine in den Texten mehrfach auftauchend Figur, die dennoch merkwürdig obskur bleibt. Ist damit Jungs Schatten gemeint? Vielleicht würde man etwas mehr erfahren, wäre man des Spanischen mächtig.</p>
<p>Musikalisch zählt &#8220;El Anfitrión&#8221; zu den von filigraner, melancholisch-tänzelnder Elektronik geprägten Alben und lässt sich grob mit zurückliegenden Werken wie &#8220;Naciemento&#8221; (2014) oder &#8220;<a href="http://africanpaper.com/2017/04/29/o-paradis-maia-convoy/">Maya Convoi</a>&#8221; (2017) vergleichen. Es dauert aber eine Weile, bis die Musik diesen Zug vollends offenbart, denn zu Beginn ziehen einen verfremdete Violaklänge, nicht ganz ohne Rauheit, in ein feierlich-dunkles Setting. Begleitet von Eispickeltakten sagt eine Frauenstimme &#8220;es sind die Toten&#8221;.</p>
<p>Es ist interessant zu wissen, dass es sich dabei um ein Sample aus Jean Rollins Film <em>La Rose de Fer</em> (<em>Die eiserne Rose</em>) von 1973 handelt. In dem allgemein dem &#8220;Horrordrama&#8221; zugerechneten neosurrealistischen Film besucht ein junges Pärchen kurz vor Torschluss einen alten pittoresken Friedhof und verbringt dort die Nacht. Irgendwann verlieren die beiden die Lust und wollen über eine Mauer nach draußen klettern. Aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen kommt ihnen allerdings immer etwas dazwischen, irgendeine Idee bringt sie dazu, noch einmal einen anderen Ort auf dem Friedhof aufzusuchen und so ergibt es sich, dass sie den Ort niemehr verlassen werden.</p>
<p>Je weiter man in das Album vordringt, desto mehr erscheinen einem auch die einzelnen Songs wie Orte in einer abgeschlossenen Welt. Ein elektronisch-akustischer Sound, dessen Gebilde wie ein derangierter und in seine Bestandteile zerfletterter Pop klingt, verbindet all die unterschiedlichen Tracks. Das von einem schleppenden Klatschen getaktete &#8220;Omnipresente&#8221;, dessen erschöpfter Gesang immer noch zu hochtönenden Volten fähig ist; der trunken tänzelnde Schmachtfetzen &#8220;SuperNova&#8221;, der zum Ende hin noch einmal mächtig in Fahrt gerät; &#8220;Tout L&#8217;Esperance&#8221;, eine Ode an die Hoffnung, die wie ein waghalsiger Gang auf Stelzen anmutet; die beinahe akustische Postpunkballade &#8220;Siervos&#8221;; &#8220;Angel&#8221;, das wie ein eleganter Catwalk durch eine Welt voll mit metallenem Schrott führt.</p>
<p>Dann &#8220;Inspiral&#8221;, das klassischen Synthiepop dekonstruiert und (dennoch) der mitreißendste Ohrwurm des Albums ist; &#8220;Tabula Rasa&#8221; mit dem typischen Triphopsound aus Demians Hexenküche; der Titelsong, bei dem betont nachlässige Takte und der Klang weitgespannter Saiten wie zwei überblendete Bilder übereinander liegen, während Demians Stimme im Duett mit sich selbst durch den Raum schwebt. In diesen und einigen weiteren Songs füllt eine leise Melancholie, die nicht frei von augenzwinkernder Heiterkeit ist, einen Schauplatz, der gerade aufgrund seines fragmentarischen Charakters so wirklich scheint.</p>
<p>Kommt man je heraus aus dieser Heterotopie? Das Pärchen in Rollins Eiserner Rose schafft es nicht, den Friedhof lebend zu verlassen. In Luis Buñuels <em>El Ángel Exterminador </em>(1962), ein in vieler Hinsicht ähnlich gearteter Film, findet ein Kind den Weg aus der opulenten Villa, die ihre Besucher gefangen hält. Auch die Parallelwelt des Anfitrión entfaltet diesen Reiz, und wer weiß, vielleicht ist der Bann ja schon gesprochen, wenn man an den Ausgang gar nicht denkt und sich stattdessen anschickt, die Platte erneut abzuspielen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://victima10.com/wordpress/">Grabaciones Sentimentales</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2948446499/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>GLORIA DE OLIVEIRA: Fascination</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2020 02:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt seit rund zehn Jahren eine Menge junger Acts, die melancholische, von den frühen 80ern inspirierte Popmusik machen, und wenn man sich auf die Suche macht, findet man durchaus auch immer wieder solche, die neuromantischen Wave mit einer Brise &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/06/27/gloria-de-oliviera-fascination/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/06/gloriadeolivierafascination.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-21635" title="gloriadeolivierafascination" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/06/gloriadeolivierafascination-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt seit rund zehn Jahren eine Menge junger Acts, die melancholische, von den frühen 80ern inspirierte Popmusik machen, und wenn man sich auf die Suche macht, findet man durchaus auch immer wieder solche, die neuromantischen Wave mit einer Brise Postpunk und impressionistischem Dreampop überblenden &#8211; Ultravox und die Cocteau Twins ließen <a href="http://africanpaper.com/2020/02/01/deserta-black-aura-my-sun/">bei Deserta mehr als deutlich grüßen</a>. Gloria de Oliveira ist trotzdem eine einzigartige Vertreterin ihrer Generation, denn sie bringt ein<span id="more-21634"></span> cinematisches Element in ihre Musik, dass die Songs nicht nur für einen surrealen Gothicstreifen, sondern auch für einen wehmütigen Abgesang auf die Traumfabriken dieser Welt adäquat macht, einen Film, bei dem die Deutsch-Brasilianerin sich den Score mit Anna Calvi und Lana del Rey teilen könnte.</p>
<p>Vielleicht kommt dieses Element von ihrer eigenen Erfahrung mit bewegten Bildern, denn De Oliveira ist neben ihrer Musik als Regisseurin und Schauspielerin (in der Vergangenheit u.a. bei Babylon Berlin und Counterpart) tätig. Mein Interesse hatte sie spätesten, als mir die an zwei Filme des französischen Neosurrealisten Jean Rollin angelehten Titel ihrer beiden EPs ins Auge fielen: &#8220;Lèvres de Sang&#8221;, das auf den entschleunigten Vampirfilm gleichen Namens anspielt, sowie &#8220;La Rose De Fer&#8221;, benannt nach einer Gothic Horror-Antwort auf Buñuels Würgeengel, bei der zwei Teenager es aus unersichtlichen Gründen nicht schaffen, einen alten Friedhof zu verlassen.</p>
<p>Ich muss nun alle enttäuschen, die hofften, das nerdige Namedropping hätte nun ein Ende, denn ihr aktuelles Release &#8220;Fascination&#8221;, das ziemlich sicher auf einen weiteren Klassiker dieses Regisseurs anspielt, enthält neben Stücken ihrer bisher im Eigenrelease herausgebrachten Aufnahmen ganze sieben Remixe namhafter Kollegen. Doch zunächst zum Original, das mit dem in sakrale Höhen entschwebenden Intro &#8220;Ave Maris Stella&#8221; beginnt: Dort kristallisieren sich aus Instrumentalspuren, die wie Chöre klingen, echte liturgisch anmutende Gesänge heraus, und wenn dann später kühle Spoken Words und clubtaugliche Synthies hinzukommen, fragt man sich, wie sie schon in den ersten Minuten derart unterschiedliches in den traumwandlerischen, surrealen Rahmen bringt. Einige Tracks der Sammlung haben ein gewisses Hitpotenzial, ohne auf allzu eingängigen Pop hinauszulaufen, &#8220;The Only Witness&#8221;, &#8220;Falling in Space&#8221; und &#8220;The Dead&#8221; sind wehmütige Kopfhängerschmachtfetzen im Midtempo, in deren von hochtönenden Volten geprägter Sensibilität sich dennoch eine forsche Aufbruchstimmung versteckt. &#8220;The Field Where I Died&#8221; mit seinem typischen Four to the Floor-Takt tendiert noch mehr ins Postpunkige, verbindet all dies aber mit einer somnambulen Entrücktheit, die sich deutlicher in den entschleunigteren Balladen findet: In der verbummelten Schwermut von &#8220;To Recall&#8221; etwa oder in der verhuschten Elektronik von &#8220;Kind Mess&#8221;, bei dem man ein Echo der avantgardistischen Synthiekünste der 70er zu hören meint. In den Songs steckt übrigens noch einiges mehr an Anspielungen an Filme und Serien, auch wenn es nicht immer Rollin sein muss.</p>
<p>Auf der zweiten Seite finden sich überarbeitete Versionen aus den Werkstätten ganz unterschiedlicher MusikerInnen, die ausgewählten Songs ein zum Teil recht eigenes Gepräge geben. Gudrun Gut gibt &#8220;The Only Witness&#8221; eine diffuse, rhythmisch verquere Leichtigkeit, die jeden heimeligen Realitätseffekt in der Abstraktion auflöst. Fragrance schreiben &#8220;Falling in Space&#8221; um zu einer tänzelnden Fahrt ins Ungewisse. The Wide Eye geben zwei Stücken eine Extraschicht dunklen Synthiewave und legen ihnen eine raue Schale um. Box and the Twins träumen &#8220;The Field Where I Died&#8221; in verwaschenen, grobkörnigen Bildern als nachtschwarzes Szenario nach. Tellavision holt &#8220;Ave Maris Stella&#8221; dem Anschein nach mit entspannten Rhythmen auf den Boden der Erde, doch wer weiß, vielleicht trügt der Schein? Elkks mischt zuguterletzt einen räudigen Road Movie aus &#8220;To Recall&#8221;.</p>
<p>Obwohl &#8220;Fascination&#8221; eher als Compilation gedacht ist, hat es alle Qualitäten eines Debütalbums, bei dem die Remixe nur ein weiterer Apetithappen sind, um die für viele vielleicht noch unbekannte Musikerin kennen zu lernen. Ich vermute stark, dass man ihren Namen in Zukunft öfter hören und lesen wird. (U.S.)</p>
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<p><strong>Label: Reptile Music</strong></p>
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