<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Korpses Katatonik</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/korpses-katatonik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 15 May 2026 03:44:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>TREPANERINGSRITUALEN: The Totality of Death</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/09/07/trepaneringsritualen-the-totality-of-death/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/09/07/trepaneringsritualen-the-totality-of-death/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2013 07:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Breighter Death Now]]></category>
		<category><![CDATA[Korpses Katatonik]]></category>
		<category><![CDATA[Silken Tofu]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Martin Ekelund]]></category>
		<category><![CDATA[Trepaneringsritualen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=7541</guid>
		<description><![CDATA[Das nach einer archaischen Methode Schädel zu operieren (eine Abbildung der Prozedur findet man auf dem „Ritualer, Blot &#38; Botgöring“-Tape) benannte Einmannprojekt des Schweden Thomas Martin Ekelund sorgt mit dieser Zusammenstellung von (bis auf wenige Ausnahmen) schon veröffentlichten Stücken bewusst &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/09/07/trepaneringsritualen-the-totality-of-death/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/Trepaneruimgsritualen1.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-7550" title="Trepaneruimgsritualen" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/Trepaneruimgsritualen1.jpeg" alt="" width="150" height="135" /></a>Das nach einer archaischen Methode Schädel zu operieren (eine Abbildung der Prozedur findet man auf dem „Ritualer, Blot &amp; Botgöring“-Tape) benannte Einmannprojekt des Schweden Thomas Martin Ekelund sorgt mit dieser Zusammenstellung von (bis auf wenige Ausnahmen) schon veröffentlichten Stücken bewusst für leichte Verwirrung, veröffentlichen die beiden Label Silken Tofu und Malignant zeitgleich zwei gleich betitelte CDs, deren Artwork sich nur minimal unterscheidet, die allerdings völlig andere Stücke enthalten. Bei dieser Rezension wird es um die CD auf Silken Tofu gehen.<span id="more-7541"></span></p>
<p>Der Name des Projekts illustriert sehr gut die Musik – zum einen wird durch den Verweis auf die oben erwähnte obsolete medizinische Technik das Archaische, vielleicht Rückwärtsgewandte betont, zum anderen ist die Trepanation im 20. Jahrhundert verwendet worden, um andere Bewusstseinszustände zu erreichen (Der Niederländer Bart Huges meinte in einem Interview, das in der Winter 66/67-Ausgabe des Transatlantic Review abgedruckt war: „I think that no construction of adults can work optimally unless each adult in the construction is trepanned.“). Archaik und Irrationalität sind sicher Kennzeichen von Trepaneringsritualen. Auf den bisherigen Tape- und Singleveröffentlichungen hatte Ekelund sich dann auch bewusst einer Lo-fi-schwarzweiß-Ästhetik verschrieben, die zwar nicht immer bar jeden Klischees -die Runen auf dem Cover verweisen auf einen Künstler, der sich vor Jahren einmal über die sexuelle Attraktivität Helmut Kohls ausließ und tatsächlich findet sich auf der Zusammenstellung auf Malignant eine rabiat-monotone Coverversion von „C&#8217;est un r<span style="font-family: Times New Roman,serif;">ê</span>ve“-, aber dennoch sehr effektiv war.</p>
<p>Ekelund hat mehrfach auf verschiedene Projekte hingewiesen, die ihn besonders stark geprägt haben und auf der Silken Tofu-Veröffentlichung kann man den Einfluss den Brighter Death Now haben, deutlich (heraus)hören: Dabei sollte man weniger an harsche Alben wie „Innerwar“ oder „May All Be Dead“ denken, vielmehr sind „Great Death“ oder „Necrose Evangelicum“ Referenzpunkte, also Alben, die ganz entschieden das (mit)prägten, was unter Death Industrial verstanden wird. Und natürlich ist in diesem Zusammenhang auch das Zero Kama-Vorgängerprojekt<a href="http://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/"> Korpses Katatonik</a> zu nennen, denn auf „The Totality of Death“ (oder sollte man nicht auch von „tonality“ sprechen?) geht es (fast durchgängig) darum, einen unangenhmen (Klang-)Raum zu erzeugen, in dem mysteriöse, archaische Dinge zu passieren scheinen, wodurch das Ganze durch Titelgebung manchmal einen blasphemischen Anstrich bekommt: Das von primitiver schleppender Perkussion und verzerrtem Gebrüll dominierte „Eucharist of Shit and Piss“ ist vielleicht Ekelunds Untermalung von Andres Serranos „Piss Christ“. Verglichen damit ist der Opener „Beläten“ wesentlich zurückhaltender, aber nicht weniger intensiv: Mit Hilfe von ein paar knrischenden, verhallten Geräuschen wird eine extrem beunruhigende Klanglandschaft erzeugt, bei der Hörer fortwährend auf die Eruption wartet – es bedarf hier aber keiner großen und brachialen Gesten. Auf „Rúnatal“ hört man eine nur noch zu erahnende Stimme, die murmelt, rezitiert, beschwört. Das ist vielleicht das atmosphärisch dichteste Stück auf dieser Zusammenstellung und lässt an den zweiten Teils des Projektnamens denken. Auf „A Ω“ wird die Stimme von vereinzelten Schlägen untermalt. Auch das das Album abschließnde 14-minütige „Den Fallne Dómaldrs Lik“ oder „Sacrament &amp; Crucifixion“ bewegen sich auf ähnlichem Terrain. Aggressiver sind Stücke wie das rhythmische „Veil the World“ oder das ursprünglich dieses Jahr auf der „Judas Goat“-7&#8242; veröffentlichte „Didymus Christ“, das erratische Perkussion mit Gesang kombiniert, der sich ganz stark Richtung Power Electronics bewegt. Das erinnert dann an auch an die Auftritte von Ekelund, die für mich aber eine ganz andere Stimmung erzeugen als die Studioaufnahmen. Haben diese in ihren besten Momenten etwas wirklich Beängstigendes, so sind die Auftritte mit (Kunst-?)Blut im Gesicht, Kutte und Dreiviertelhose (die aussieht, als sei sie bei KiK gekauft worden) viel stärker im Camp verortet. Das ist gar keine Kritik, denn Auftritte sollen (auch) unterhalten und Ekelund beweist problemlos seine Qualitäten als Entertainer. Schädelbohrungen zur Erweiterung des Bewusstseins und Rituale möchte man vielleicht auch eher in den eigenen vier Wänden vornehmen.</p>
<p>(J.M.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/09/07/trepaneringsritualen-the-totality-of-death/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>KORPSES KATATONIK: Œvres Complètes</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 06:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Klanggalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Korpses Katatonik]]></category>
		<category><![CDATA[Michael DeWitt]]></category>
		<category><![CDATA[Necrophile]]></category>
		<category><![CDATA[Ritual]]></category>
		<category><![CDATA[Staalplaat]]></category>
		<category><![CDATA[Zero Kama]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=4541</guid>
		<description><![CDATA[Bevor Michael DeWitt sein Ritualprojekt Zero Kama begann, dessen Widerhall und Kultstatus sicher sowohl mit der Musik als auch mit dem gewählten Instrumentarium zu tun hat, existierte für etwa ein Jahr von 1982 bis 1983  Korpses Katatonik, ein Projekt, das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/korpses.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4543" title="gg157 Booklet.indd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/korpses-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bevor Michael DeWitt sein Ritualprojekt Zero Kama begann, dessen Widerhall und Kultstatus sicher sowohl mit der Musik als auch mit dem gewählten Instrumentarium zu tun hat, existierte für etwa ein Jahr von 1982 bis 1983  Korpses Katatonik, ein Projekt, das ganz offensichtlich visuell-musikalisch-thematisch an der ersten Industrialgeneration orientiert war. Von den in den Linernotes als Einfluss genannten Bands (Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire, SPK) waren es sicher die letztgenannten, die eine entscheidende konzeptionelle Orientierung boten. Die <span id="more-4541"></span>Beschäftigung mit dem Abjekt, mit dem Verdrängten wird damit begründet, dass all dies als Metapher für die dunkle Seite einer entmenschlichten Gesellschaft gesehen werden könne, die – um die bestehenden Machtverhältnisse nicht zu gefährden – das Abnorme von der Populärkultur fernhalte und unterdrücke. Damit lässt sich Korpses Katatonik in der aufklärerisch-emazipatorischen Tradition der ersten Industrialgeneration verorten, wobei dieser Impetus natürlich auch immer ambivalent gedacht werden kann bzw. muss: Die Beschäftigung mit dem und die Präsentation dieses Verfemten, dieses Geschwisterkindes, das die Gesellschaft lieber auf dem Dachboden ankettet, ist auch immer verbunden mit einer (un)heimlichen Freude an der Transgression und man kann sich vorstellen, dass DeWitt bei einem Titel wie „kcock transzplant“ [sic] diebische Freude hatte. Es ließe sich jedoch nach der Relevanz für heute fragen, wo doch alle Exzesse, Abseitigkeiten in jeder medialen Spielart und Verkleidung zu bestaunen und inzwischen schon lange (ein) Teil der Populärkultur sind. Dass aber die Beschäftigung mit als psychisch abnorm wahrgenommenen Personen (DeWitt entlehnte Tracktitel den Schriften von Patienten der inzwischen geschlossenen Anstalt Maria Gugging) auch heute noch Desiderat ist, zeigt sich darin, dass psychische Erkrankungen viel eher als physische verschwiegen werden. Auch der Tod der schizophrenen Aktivistin Janey Antoniou in England zeigt, dass nicht alles nur zeit- und kontextgebunden ist.</p>
<p>Verglichen mit der Mitte der 90er veröffentlichten CD-Version (des ursprünglich 1983 auf DeWitts Label Necrophile veröffentlichten Tapes) im schlichten Pappschuber, die durch das Artwork einen okkulten Fokus erhielt, ist diese Veröffentlichung visuell wieder etwas näher am Originaltape, zeigt das schlichte Artwork doch das Zerstören eines Teils des menschlichen Körpers, der elementar mit dem Menschsein verbunden ist – ohne Augen kann der Märtyrer hier nur noch durch seine Versehrung (be)zeugen.</p>
<p>Musikalisch erzeugt das Album weniger durch ungezügelte Aggression Irritation als vielmehr durch die teils gespenstisch anmutenden Geräusche: Auf dem Opener „shatok“ murmelt eine kaum verständliche Stimme stockend und stotternd immer wieder das gleiche Wort, dazu kommt verzerrter Rhtyhmus. Auf „enzephallik mortuor“ wird ebenfalls eine Stimme eingesetzt: Es wird gemurmelt und zwischendurch hört man Schreien. Untermalt wird dieses Schreckensszenario von monotoner Perkussion und analogen Geräuschschleifen. Wesentlich aggressiver sind dagegen das ebenfalls von primitiven Rhythmen und Störgeräuschen durchzogene „skarzisko“ oder das von verzerrten, hoch frequenten Bohrgeräuschen bestimmte „okzipital slash“. Dagegen ist „nekom“ fast schon rauer, unruhiger Dark Ambient. Der Höhepunkt des Albums ist das lange „kaltfleisch corporor“, das mit Hilfe eines simplen Mittels ein an Assoziationen reiches Schmerzszenario entfaltet: Die ganzen 15 Minuten über kehrt immer inmitten der dunklen Klangfläche ein Geräusch wieder, das an berstende Knochen denken lässt. Zwischendurch hört man wieder entmenschlichtes Schreien. Hier zeigt sich der Mensch in all seiner Kreatürlichkeit und Versehrtheit, er verlässt die Erde nicht ruhig und banal wie „a cell of/dry skin/Soon to be shed from the earth’s old eyebrows“ (R. Jeffers), sondern als physisch und psychisch deformierter Fleischklumpen.</p>
<p>Der verglichen mit dem Ursprungstape einzige Bonustrack ist „choronzon“ &#8211; ursprünglich auf der Necrophile-Compilation „The Beast 666“ veröffentlich, der – wie die Linernotes erklären &#8211; etwas anders angelegt und schon der Brückenschlag zu Zero Kama ist: Es wird der Text des von Anfang des 17. Jahrhunderts stammenden Gedichts „Tom o&#8217; Bedlam“ intoniert, den Crowley während eines Rituals 1909 rezitierte. Allerdings ist der Track aber musikalisch fast schon der industriell klingendste. Es scheppert und kracht und der Text wird eher gebrüllt als gesprochen. Als zusätzliche Klangspur scheint DeWitt noch einen Auszug aus Diamanda Galás erster 12&#8242; verwendet zu haben. Auch wenn also der einzige Boustrack den Umschwung zur Beschäftigung mit dem Okkulten schon andeutet, die eben bei Zero Kama konsistenter und konsequenter umgesetzt wurde, so passt er rein musikalisch problemlos zu den anderen acht Stücken, klingt eher nach Schlachthaus als nach Abtei. Dieses Gesamtwerk ist also in sich durchaus stimmig und schaut man sich die Preise für Nekrophile-Veröffentlichungen (seien es die Originaltapes, seien es die CD-Wiederveröffentlichungen über Staalplaat) an, so schließt diese CD eine große Lücke.</p>
<p>Abschließend ließe sich noch bemerken, dass es vielleicht kein Zufall ist, dass nach dieser Phase, in der der Mensch als Schmerz gesehen wurde, unweigerlich der Zwang da war, das Fleisch zu transzendieren.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
