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	<title>African Paper &#187; Kristina Jung</title>
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		<title>V.A.: I Think Of Demons &#8211; A Tribute to Roky Erickson Vol. 1</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 00:33:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manchmal kommt zusammen was zusammenkommen muss. Das von dem Oberhausener Enko Landmann betriebene Label Gruselthon feierte seit Beginn seiner Aktivitäten nicht nur die unterschiedlichsten Spielarten abwegiger Musik, sondern auch allerhand finstere Gestalten, die unsere fantastischen Tag- und Albträume heimsuchen und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/24/v-a-i-think-of-demons-a-tribute-to-roky-erickson-vol-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/itod.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42041" title="itod" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/itod-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal kommt zusammen was zusammenkommen muss. Das von dem Oberhausener Enko Landmann betriebene Label Gruselthon feierte seit Beginn seiner Aktivitäten nicht nur die unterschiedlichsten Spielarten abwegiger Musik, sondern auch allerhand finstere Gestalten, die unsere fantastischen Tag- und Albträume heimsuchen und den kreativeren Teil der Menschheit bereits zu unzähligen Romanen, Filmen, Comics und Platten inspirierten. <span id="more-42039"></span>Keinesweg wunderte es mich dann vor einigen Monaten zu erfahren, dass der Kurator auch ein glühender Fan des legendären texanischen Sängers, Gitarristen und Songschreibers Roky Erickson ist, der bereits in den 60ern mit seiner Band 13th Floor Elevators Musikgeschichte schrieb und nach deren Auflösung solo und in verschiedenen Konstellationen weiterhin großartige Alben aufnahm.</p>
<p>Erickson zählte mit besagter Combo zu den maßgeblichen Begründern dessen, was als Psychedelic Rock in die Annalen der Musikgeschichte eingehen sollte. Viele der auf den drei regulären Alben, v.a. aber auf dem bahnbrechenden Debüt &#8220;The Psychedelic Sounds Of The 13th Floor Elevators&#8221; vertretenen Songs muten für ein paar Sekunden wie angenehm hörbare, mit viel Rhythm &amp; Blues-eingefärbte Beatmusik an, bis die kleinen Störfaktoren, für die der eine oder andere schon das passende Ohr haben mag, die bei vielen aber noch für einige Momente der Verdrängung anheimfallen, immer deutlicher werden und bald unüberhörbar an die Oberfläche dringen. Garagige Omen eines schnoddrigen Protopunk, zerfletterte Kompositionsstrukturen, trippiges Tremolo allenthalben, schwindelerregende dionysische Dröhnung, die u.a. dem basswummernden Einsatz eines elektrifizierten Jug zu verdanken war, und vor allem die Signatur eines Getriebenen in den intensiven, wandlungsvollen Vocals des Frontmannes erhoben die 13th Floor Elevators von Beginn an über die Doors und Jefferson Airplanes dieser Welt und machten ihren Konsum für viele zu einer reizvoll riskanten Angelegenheit.</p>
<p>Auch wenn neunmalkluge Berufsdenker den Autor an sich seit Jahrzehnten bereits für tot zu erklären versuchen, kann man die Abgründigkeit der musikalischen Trips dieser Band nicht ohne die Persönlichkeit ihres Sängers und Chefideologen betrachten. Erickson war wahrscheinlich das, was man heute eine hochsensible Persönlichkeit nennen würde, und sein schonungsloser Umgang mit den Potenzialen seines Geistes und recht bald auch mit Substanzen aller Art brachten ihn über kurz oder lang an die Grenze zur Psychose und zeitweise wohl ein paar Schritte darüber hinaus. So verbrachte er dann auch immer wieder gewisse Zeiten in Kliniken und Besserungsanstalten und vor allem auch für Jahre in relativer Zurückgezogenheit, in der nur seine fürsorgliche Mutter und einige wenige Freunde persönlichen Zugang zu ihm hatten.</p>
<p>Für seine Musik hatten diese Persönlichkeitszüge gute und schlechte Auswirkungen, die zu beurteilen auch immer von den Geschmacksfragen des jeweiligen Publikums abhängen. Oft kam es mit seinen Kollegen zu getrennten Wegen und gerade in Zeiten nach den Elevators gab es zahlreiche stilistische Brüche. In weniger erschöpften Zuständen hätte es vielleicht noch mehr Musik gegeben, doch die Abgründigkeit und fantasievolle Natur seiner Musik profitierten in jedem Fall von den Richtungen, die sein Leben nahm (während ein anderer Bandkollege musikalisch verstummte und später Karriere bei Scientology machte, doch das ist freilich eine andere Story). Die unberechenbaren Stimmen und Nachtgesichte in seinem Kopf flossen in reichhaltigen Bildern in die Texte gerade seines Solowerks, dabei bediente er sich eines Arsenals an Figuren, die er Filmen und Büchern entlehnte: Vampire, Dämonen, Geister, Teufel, Aliens, hybride Kreaturen und Mutanten, und dann der immer wieder gefühlt im Minutentakt zwischen Himmel und Hölle hin und her springende Hop Scotch des vielleicht mysteriösesten aller Bewusstseinszustände, nämlich der Liebe, die oft fälschlicherweise als Gefühl bezeichnet wird.</p>
<p>Mit dem Tribute &#8220;I Think of Demons&#8221;, das den hoffnungsfroh stimmenden Zusatz &#8220;Vol. 1&#8243; trägt, setzt Gruselton dem Genie dieses Musikers ein kreatives Denkmal, welches darüber hinaus auch einige der wichtigsten musikalischen Acts aus dem Umfeld des Labels zusammenbringt – plus einige Künstler, deren Werk Landmann bisher aus der Ferne bewunderte. Das Resultat ist beachtlich, und eine der Qualitäten, die gleich in den ersten Minuten des ersten Hördurchgangs auffallen, ist die Bandbreite hinsichtlich der Entscheidungen, wie nah bzw. fern sich die beteiligten Acts an dem Originalmaterial bewegen wollten. Die folgende, gezielt auf Abwechslung setzende Anordnung der einzelnen Beiträge leistet diesem Eindruck freilich Vorschub.</p>
<p>Das mir bislang unbekannte Projekt BAR eröffnet die Sammlung gleich mit einem Gassenhauer, nämlich dem Titeltrack des Mitte der 80er erschienenen Soloalbums &#8220;Clear Night for Love&#8221;, und schaltet bei dem sehr eingängigen beschwingten Stück mit seinen vulnerablen Untertönen ein oder zwei Gänge herunter – der Song könnte in der Version wunderbar den Abspann eines Films untermalen. Eher auf Transformation setzen die vielen unserer Leser wohl bekannten Bostoner Violet Nox: Wie interessanterweise die meisten Beteiligten wählten die futuristischen Psych-Elektroniker mit &#8220;Stand for the Fire Demon&#8221; einen Song des ebenfalls aus den 80ern stammenden Roky Erickson and the Aliens-Albums &#8220;The Evil One&#8221;, dessen von Ericksons gepresster Stimme und einem zünftigen Hardrocksound geprägten Stil sie in eine ergreifend sehnsuchtsvolle Synthienummer verwandeln, die wie aus einem verhallten,  nebelverhangenen Club herübergeweht scheint und dabei das Nokturnale unangetastet lässt. Würde man das Original nicht kennen, könnte man den Song glatt für einen ihrer eigenen halten, und sollte jemals jemand die Zeitmaschine erfinden, so sollte man die Version wie sie ist in die besten Clubs der 80er verpflanzen, sie wäre ein Höhepunkt in jeder dunklen Tanzveranstaltung.</p>
<p>Während sich Los Buerlecitiños wieder recht nah am Original bewegen, und einem der bekanntesten Klassiker der Elevators, dem ratternden, wusseligen und von Verzweiflung getriebenen Abgesang auf eine unbalancierte Liebe &#8220;You&#8217;re gonna miss me&#8221; ein Denkmal setzen, überführt Allysen Callery das in seinem akustischen Strumming und der endlos anmutenden Repetition des Titels beschwöhrend anmutende 86er Solostück &#8220;I am&#8221; in das Dämmerlicht eines spukhaften Neuengland, wo der Teufel sich zwischen dem sanften Finger Style und dem traumwandlerischen Gesang gerade so gut zu verstecken weiß wie er will. Birds That Change Colour nehmen sich mit &#8220;Don&#8217;t Fall Down&#8221; einen Elevatorsklassiker vor und heben dessen exzentrische Details noch deutlicher hervor, Fenton Weills dagegen spielen das unglaublich aufwühlende &#8220;Roller Coaster&#8221; vom Debüt etwas dumpfer, kauziger und zugleich introvertierter, besonders stark wirkt hier der Kontrast zwischen federleichten Takten und kernigem Saitenspiel. Die Nürnberger Garage Psych-Rocker Shiney Gnomes wissen besonders die Melancholie aus dem 69er &#8220;May the Circle Remain Unbroken&#8221; mit seinem sensiblen Gesang vor zerfleddderter Klangkulisse herauszukitzeln.</p>
<p>Weiter geht&#8217;s mit zwei weiteren Stücken vom &#8220;The Evil One&#8221;-Album. Mit berührenden Streichern, ätzenden Saiten, einem aufgeweckt klingelnden Banjo und vor allem dem feierlichen Pathos eines stark in den Vordergrund gemischten Gesangs demonstrieren die Hamburger Newcomer Giant Crow, wie viel Drama in dem Song &#8220;If you have Ghosts&#8221; mit seinen im Original kraftvollen Rockriffs steckt, einem eindringlichen Stück über den Reichtum der Besessenheit &#8211; kein schlechtes Thema für all jene, die sich wie der Verfasser dieser Zeilen für eine hanseatische Antwort auf den sogenannten Denver Sound begeistern können. Die Cosmic Kangaroos, bei denen ein Frosch, eine bewaffnete Gangsterbraut und einer der Marx Brothers am Werk sind, haben sich &#8220;Creature with the Atom Brain&#8221; vorgenommen, im Original ein Paradebeispiel für den abgründigen nächtlichen Bikerrock des Erickson der 80er. Ohne sich allzu stark von diesem zu entfernen, schlagen die Kängurus in ihrer Interpretation die Brücke zum klassischen Elevators-Feeling, in dem sie den Song besonders psychedelisch kratzen, piepen, orgeln, jaulen und klingeln lassen.</p>
<p>Im finalen Drittel der Sammlung dominieren &#8211; abgesehen von Aeon Crypt mit ihrer staubig schleppenden und dennoch die klanglichen Kontraste stark konturierenden Doom-Stoner-Hardrock-Version von &#8220;Two Headed Dog&#8221;– die filigraneren Töne und lassen wahrscheinlich viele Leser unseres Magazins besonders auf ihre Kosten kommen. Da wäre zum einen die originelle Interpretation des (ebenfalls wieder vom besagten 80er Album stammenden) &#8220;Night of the Vampire&#8221; von keinen Geringeren als Walker Philips und Caira Paraval, die privat ein Paar sind und neben ihren Soloarbeiten noch zusammen in der Band Tabernacle spielen. Im Gegensatz zu ihrem ansonsten eher akustisch dominierten Acid Folk gehen die beiden hier mit nostalgischen Synthies zu Werke. Griffige kreisende Klangflächen, unterschwellige Dröhnung, Eispickelbeats, männlich-weiblicher Gesang und markerschütternde Schreie, die direkt aus einem Film von Mario Bava gefallen sein könnten, machen hier aus der energischen Rocknummer ein ganz anderes Stück. Ein weiteres besonderes Highlight ist Kristine Jungs originelle Interpretation des kraftvollen Nachtstücks &#8220;Cold Night For Alligators&#8221;, dem sie mit fragilem Gesang, Kinderstimmen, einer versteckten instrumentellen Opulenz und v.a. einer leisen, unprätentiösen Beiläufigkeit gerade eine besondere Intensität verleiht.</p>
<p>Den Abspann bestreitet dann Adam Geoffrey Cole alias Trappist Afterland, dessen neues Album bald in den Startlöchern stehen wird. Und da sich für ein gutes Finale kaum etwas besser eignet als ein Song, der mit wenigen Mitteln ganz großes sagt, hat er &#8220;Mighty is our Love&#8221; vom den 87er &#8220;Holiday Inn&#8221;-Tapes. Dem fisselig-improvisiert wirkenden Strumming aus locker gespannten Saiten und dem berührenden Text stellt er zusätzlich auch durch seinen sensibel tremolierenden Stimmeinsatz eine versöhnende Note zur Seite, die niemanden kalt lassen sollte. Mein Fazit ist kurz und besagt, dass diese gelungene Anthologie &#8211; mit Vorfreude auf Teil 2 &#8211; ein wunderbarer Anlass ist, den Ericksonkosmos kennen zu lernen und obendrein mehr als zwei Handvoll Acts, deren Oeuvres einen mehr als soliden Kern einer &#8220;neopsychedelischen&#8221; Plattensammlung bilden können. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Gruselthon</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=555982252/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Mich interessiert das Spannungsfeld von Schönheit und Vergänglichkeit. Ein Interview mit Kristina Jung</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 06:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als vor rund zehn Jahren die Sängerin Kristina Jung wie aus dem Nichts mit einem beeindruckenden Debüt auftauchte, war ich v.a. von der Subtilität angezogen, hinter der man, wie ich damals schrieb, &#8220;die Tiefe und die zum Teil abgründige Schwermut &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/06/mich-interessiert-das-spannungsfeld-von-schonheit-und-verganglichkeit-ein-interview-mit-kristina-jung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale_too.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40493" title="kristina_jung_by_frank_bale_too" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale_too-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als vor rund zehn Jahren die Sängerin Kristina Jung wie aus dem Nichts mit <a title="KRISTINA JUNG: Into the Light that I have Known EP" href="http://africanpaper.com/2014/10/11/kristina-jung-into-the-light-that-i-have-known-ep/">einem beeindruckenden Debüt</a> auftauchte, war ich v.a. von der Subtilität angezogen, hinter der man, wie ich damals schrieb, &#8220;die Tiefe und die zum Teil abgründige Schwermut der fünf Tracks glatt überhören könnte&#8221;. Etwas Heimelig-Unheimliches umgab die Songs, in deren verhuschten Folk-Anklängen eine versteckte Dramatik durchschimmerte, die gerade deshalb so wirkungsvoll war, weil sie <span id="more-40341"></span>nicht mit dem Zaunpfahl winken musste. Seit diesen Tagen hat die nach verschiedenen Stationen heute in Freiburg im Breisgau lebende Sängerin und Musikerin eine große Wegstrecke zurückgelegt, neben ihrer Arbeit (u.a. im akademischen Bereich) und dem ebenfalls sehr arbeits- und planungsintensiven Familienleben ist die Musik nur ein Bereich, dem sie immer wieder mit einer beachtlichen Intensität nachgeangen ist. Dass sie, wie sie im folgenden Interview sagen wird, nur maximalistisch kann, ist in jeder Sekunde auf ihrem vor knapp zwei Jahren erschienenen <a title="KRISTINA JUNG: Care &amp; Explosion" href="http://africanpaper.com/2022/12/03/kristina-jung-care-explosion/">Album &#8220;Care &amp; Explosion&#8221;</a> zu hören, einem vielgestaltigen Werk voll emotionaler Grenzgänge und doch bar jeder Sentimentalität, in dem man wie in einer abgedunkelten Wunderkammer oder in den abseitigeren Sammlungen eines Naturkundemuseums auf Entdeckungsreise gehen kann und geradezu hofft, sich zu verlieren. Das sie eine solche Atmosphäre ohne plakative Kontraste mit einer einnehmenden Schönheit zu verbinden weiß, ist eines der vielen Themen, um die es in unserem Interview geht.</strong></p>
<p><strong><a title="I’m interested in the tension between beauty and transience. An Interview with Kristina Jung" href="http://africanpaper.com/2024/04/06/im-interested-in-the-tension-between-beauty-and-transience-an-interview-with-kristina-jung/">English Version</a></strong></p>
<p><em><strong>Dein erster Longplayer “Care &amp; Explosion” erschien vor etwas über einem Jahr und wurde – nicht nur bei uns – mit einiger Begeisterung aufgenommen. Wie stehst du heute zu der Platte? Hat sich dein Blick auf die Musik nach einiger Zeit etwas verändert? </strong></em></p>
<p>Ich höre das Album recht selten. Eigentlich nur, wenn mein Mann es Gästen zeigt. Und dann freue ich mich einfach, dass ich das gemacht und geschafft habe, so ein lebendiges Album, mit all seinen Stärken und Schwächen zu schreiben und aufzunehmen.</p>
<p><em><strong>Könntest du dir vorstellen, dass du die Platte irgendwann mal wie das Werk einer anderen Person hören könntest, schlicht weil sich mit der Zeit so viel verändert hat? Ich komme darauf, weil es mir selbst manchmal mit meinen älteren Texten so geht…</strong></em></p>
<p>Schwer zu sagen, aber an der Platte hängen so viele Erinnerungen, Freud und Leid, kleine Siege und harte Kämpfe, da muss noch eine Menge Wasser den Bach runter, bis ich einen solchen Abstand habe.</p>
<p><em><strong>Du hast, soweit ich weiß, eine klassische Gesangsausbildung absolviert. Wie würdest du deine Entwicklung als Sängerin beschreiben? Gab es besondere Ideen, Paradigmen und vielleicht auch Aktivitäten, bevor deine heutige Karriere als Sängerin und Songwriterin geboren wurde?</strong></em></p>
<p>Ich hatte als Schülerin und zu Beginn meines Studiums tatsächlich viel klassischen Gesangsunterricht, aber ich habe, und das ist ein entscheidender Unterschied, nicht Gesang studiert. Opernsängerin war jedoch, als ich jünger war, ganz klar, mein Traumberuf. Doch je mehr Einblicke ich in die Opernwelt bekommen habe, desto bewusster wurde mir auch, dass ich mich immer wie ein Fremdkörper fühlen würde. Das hat sich zunächst angefühlt wie ein Scheitern, aber heute bin ich froh.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2440407283/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Wie kam es zu deiner Entscheidung, als Kristina Jung Musik aufzunehmen und aufzuführen?</strong></em></p>
<p>Das war weniger eine Entscheidung als ein organischer Prozess. Jung ist der Mädchenname meiner Großmutter, unter dem Namen habe ich meine ersten Konzerte gespielt und dann blieb er einfach. Und von den ersten eigenen Liedern und Konzerten bis hin zu den ersten Aufnahmen war es dann nur ein kleiner Schritt. Letztlich hat mein Gitarrenlehrer in den USA irgendwann während der Stunde gesagt „that sounds lovely, let me grab a mic“ und dann ging’s los.</p>
<p><em><strong>Es hieß mal, du hast dir das Studiohandwerk quasi autodidaktisch beigebracht. Stimmt das, und wenn ja, war das ein spielerischer Akt und wo lagen die größten Herausforderungen?</strong></em></p>
<p>Ja, auch das war das Ergebnis eines Scheiterns. Ich habe 2016 meine Dissertation abgebrochen und hing dann erstmal ziemlich in der Luft. Also habe ich mir Software, ein Handbuch und günstige Mikrophone besorgt und losgelegt. Das war auf jeden Fall naiv und spielerisch und das habe ich nach all den Jahren akademischen Ernstes und Leistungsdruck auch gebraucht. Ich liebe es, aufzunehmen. Nirgendwo sonst im Leben habe ich mehr Gestaltungsfreiheit. Ich habe eigentlich nur schöne Studioerfahrungen gemacht, aber trotzdem wollte ich nicht immer auf irgendwelche Männer warten, die dann eine Vision von meiner Musik entwickeln. Ich wollte die Vision selbst umsetzen können.</p>
<p><em><strong>Gibt es eine besondere Art, wie du gemeinhin an neue Herausforderungen herangehst?</strong></em></p>
<p>Voller Angstlust.</p>
<p><em><strong>Zwischen deinr Debüt-EP “Into the Light that I have Known” und der Veröffentlichung des ersten Albums lagen mehrere Jahre, in denen du außerdem eine Familie gegründet und, wenn ich da richtig informiert bin, im akademischen Bereich gearbeitet hast. Hast du dir auch wegen der anderen Prioritäten mit der Musik Zeit gelassen, oder bist du auch einfach sehr gründlich und lässt den Ideen ihre Zeit, um heranzureifen? </strong></em></p>
<p>Also, ich habe während der Arbeit am Album zwei Kinder bekommen, dreimal den Wohnort gewechselt und dreimal den Beruf, ein Weiterbildung gemacht, wissenschaftlich veröffentlicht, ein Haus gebaut und, wie wir alle, eine Pandemie überstanden. Da ist einfach eine Menge Leben dazwischen. Aber ich habe eben auch gelernt, wie man ein Album macht, während ich es gemacht habe. Da brauchte es schon viel Zeit für Fehler. Außerdem habe ich Gitarre und Gesang gleichzeitig aufgenommen und ohne Click. Wenn ich es also am Ende eines tollen Takes vergurkt habe, dann konnte ich nicht einfach schneiden, sondern musste von vorne anfangen.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/lNBstAyJZX0?si=o3YXXMuog5qAjqae" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>In einigen deiner Songs steht der Körper in seiner Ausgesetztheit, Bedrohtheit und manchmal auch Versehrtheit, mit anderen Worten als unsicherer Ort einer immer überschreitbaren Grenze, im Zentrum. Wie kam das Thema zu dir? Möchtest du mit dieser Motivwahl auch ein Zeichen gegen die immer noch starke Tendenz idealisierter Körperbilder in populärer Ästhetik setzen?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, das Thema war schon immer da. Das Leben ist so kostbar und wir sind so stark und so fragil zugleich, wie könnte ich da nicht drüber nachdenken? Ich glaube aber auch, dass ich keine Frau kenne, die sich ihrer Verwundbarkeit nicht voll bewusst wäre. Wir haben im Patriarchat nicht das Privileg, uns unbesiegbar zu fühlen.</p>
<p><em><strong>Abgründiges kommt in deinen Songs oft zusammen mit einer halbverdunkelten Lieblichkeit vor. Was macht für dich den Reiz einer solchen Atmosphäre aus und gibt es da eventuell Vorbilder in anderen Medien?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, mich interessiert das Spannungsfeld von Schönheit und Vergänglichkeit. Vorbilder gibt es da überall, David Lynch fällt mir sofort ein, Francis Bacon, Nan Goldin, Gregory Crewdson, Hieronymus Bosch, Christian Petzold, Sofia Coppola, Marcel Proust, Robert Musil. Ich sage manchmal in meinen Konzerten, dass es mein Ziel ist, alle heulend nach Hause zu schicken. Das ist natürlich ein Witz, aber andererseits glaube ich schon, dass etwas Kathartisches in einer Trauer steckt, die ein Kunstwerk in uns ausgelöst hat.</p>
<p><em><strong>Deine Musik ist voller Details, die man als versteckte Stör- oder zumindest heterogene Elemente begreifen könnte, und die den Songs einen besonderen Reiz geben (Beispiele wären das spukhafte Flüstern und andere Sounds in “Infant Thoughts”, eine hypnotische Spannung, die den von Schmerzlust erzählenden Text in “Domestic Bliss” begleitet, die Samples im Kontrast zur verwunschenen Melodie in “Ada”, aber oft auch die in einer subtilen Schwebe gehaltene Stimmung in vielen der Songs). Suchst du bewusst nach solchen Dingen, oder ergeben sie sich eher automatisch?</strong></em></p>
<p>Also, wenn mir ein Lied oder eine Aufnahme zu nett geraten sind, verspüre ich schon ganz klar den Drang, dem etwas entgegen zu setzen. Mir ist Komplexität lieber als Kohärenz und da ist eben die Produktion eines Stückes der ganz entscheidende Hebel, da kann man dann eben nochmal etwas in den Hintergrund basteln, das dem Stück etwas Unheilvolles verleiht.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-40495" title="kristina_jung_by_frank_bale" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale.jpg" alt="" width="1715" height="1286" /></a></p>
<p><em><strong>Als ein mit schwarzer Romantik aufgewachsener Nachtschwärmer habe ich mich vor allem in den Song “The North Water” verguckt, es ist eines meiner Favoriten auf dem Album. Was ist das für eine Geschichte, die du da erzählst?</strong></em></p>
<p>Ja, North Water ist definitiv auch einer meiner Lieblinge. Das ist das erste Stück, das ich für das Album aufgenommen habe. Das Groninger Museum, ein Kunstmuseum in Groningen, hat mich gebeten, für eines ihrer Exponate ein Stück zu schreiben, das die Besucher*innen dann im Audioguide hören können. Sie haben mir eine Datenbank aus Exponaten geschickt und ich habe mich für einen alten, niederländischen Schinken entschieden, Segelschiffe im Sturm, der Himmel reißt auf, die Sonne kommt durch, sowas. Es geht ums Abschiednehmen und ums Zurückbleiben, um Wut und Trauer und um den Schmutz und Charme einer Hafenstadt.</p>
<p><em><strong>Zu deiner Musik wurde u.a. gesagt, dass sie Folkeinflüsse ohne romantisches Idyll umsetzt. Ich würde das auch sagen, aber in meiner Wahrnehmung gab es auch in der Vergangenheit immer desillusionierende Brüche in derartiger Musik, und Folktraditionen entwickelten sich ja selten ohne andere musikalische Einflüsse. Gibt es Musik mit derartiger Ambiguität, die deine Hörgewohnheiten und deine eigene Kreativität besonders geprägt hat? </strong></em></p>
<p>Ja, na klar, das habe ich nicht erfunden, das gibt’s immer schon und überall. Bei Schubert und Schuman, Chopin, Mahler, da findet man diese Diskrepanz zwischen schöner Oberfläche und Abgrund ja auch. Während ich das Album aufgenommen habe, habe ich eine Menge Sorten Musik gehört. Viel Alt-J, Beyoncé, Ghostpoet, Madrugada, Massive Attack, Radiohead, Sevdaliza, und Marika Hackman. Alles sehr unterschiedlich Musiken mit der Gemeinsamkeit, dass sie schöne Melodien haben. Das ist mir wichtig.</p>
<p><em><strong>Das Album wurde zum Teil während deiner Schwangerschaft geschrieben. Würdest du sagen, dass es – auf wie auch immer verquere Weise – ein mütterliches Album geworden ist? </strong></em></p>
<p>Geschrieben war es eigentlich schon davor, aber aufgenommen habe ich es unter anderem auch während der Schwangerschaften oder mit Baby auf dem Rücken. Aber da ich mich vor den Kindern bereits ganz ausführlich mit Mutterschaft auseinandergesetzt habe und das auch in den Liedern thematisiere, ist es auf eine Art, wie du sagst, „verquer mütterlich“.</p>
<p><em><strong>Ich hatte “Care &amp; Explosion” in meiner Besprechung als “großes” Album bezeichnet und wollte damit – neben der musikalischen Qualität – auf die Fülle an Ideen, Themen und musikalischen Motiven hinweisen, vielleicht auch auf die große Bereitschaft zu einem so umfassenden Ausdruck. Würdest du bei einem kommenden Album wieder etwas reduktiver zu Werke gehen oder wäre das zu sehr geplant?</strong></em></p>
<p>Ich befürchte, ich kann nur maximalistisch. Sonst würde es schneller gehen.</p>
<p><em><strong>Sind dir die Stücke auf „Into the Light that I have Known“ immer noch nah, oder ist es für dich eher eine Platte aus der Vergangenheit? Wir finden, es hat großartige Momente…</strong></em></p>
<p>Danke! Ich höre wie gesagt nie rein, in beide Veröffentlichungen nicht. Mir geht’s ums Machen, was danach kommt, ist mir nicht so wichtig.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3259430425/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Worin unterscheiden sich die beiden Releases deiner Meinung nach besonders, auch hinsichtlich der Entstehungsprozesse?</strong></em></p>
<p>Bei „Into the light that I have known” wollte ich alles richtig machen. Bei „Care and Explosion“ nicht.</p>
<p><em><strong>Wie wir gehört haben, nimmst du bald an einer Tribute-Compilation zum Werk Roky Ericksons und der 13th Floor Elevators teil. Was für einen Song hast du ausgewählt und was können wir da erwarten?</strong></em></p>
<p>Ich habe mich für „Cold Night for Alligators“ entschieden. Mein Mann hat mal eine Compilation für Autofahrten gemacht, die so hieß, und auf der der Song auch drauf ist. Daher liegt er mir am Herzen. Außerdem lässt er sich gut singen und „Night of the Vampire“ war schon vergeben. Ich habe das Lied sehr verlangsamt und versucht, eher eine Hommage an Rokys besondere innere Verfassung zu machen als ein Cover. Das Stück ist also voller Perspektivwechsel und Brüche, ich habe eher filmisch gedacht als musikalisch. Aber am Ende ist es natürlich Musik.</p>
<p><em><strong>Gibt es weitere Pläne, mit denen du in den Startlöchern stehst? Natürlich sind wir gespannt, wann es wieder Zeit für ein neues Album ist?</strong></em></p>
<p>Das wäre schön. Aber de facto ist es in Deutschland praktisch unmöglich, Eltern zu sein, zu arbeiten und gleichzeitig noch künstlerische Ambitionen zu hegen, ich zumindest kenne kaum Eltern kleiner Kinder, die das unter einen Hut kriegen. Die Öffnungszeiten unserer Kita decken nicht mal unsere Arbeitszeiten ab, also ist schon der Arbeitsalltag eine absurde Jonglage zwischen Kita, uns als Paar und den Großeltern. Das Roky Erickson Cover konnte ich nur machen, weil ich so viele Überstunden angesammelt hatte, dass ich mehrere Wochen freinehmen konnte. Dieses Interview kann ich nur beantworten, weil ich krank daheim liege. Und mir fehlt etwas ganz Entscheidendes im Leben, und das ist Langeweile und Alleinsein. Das heißt nicht, dass ich aufgebe. Aber schon das letzte Album war ein unglaublicher Kraftakt für alle Beteiligten, meinen Mann, meine Eltern, meine beste Freundin und nicht zuletzt unsere Tochter, die eben viel auf mich und uns verzichten musste. Und auch ich musste im Anschluss erstmal sehr lange Pause machen.</p>
<p>Ich schätze, es ist überflüssig zu betonen, dass das Problem vor allem die Mütter betrifft. Während die meisten Väter auch nach Geburt der Kinder Hobbys behalten, beginnen die Mütter ihre Freizeit um die Familie herum zu organisieren. Freizeit ist dann, einen Osterstrauch zu basteln, Kleidung für die Kinder zu nähen, all sowas. Ich mache das so gut es geht nicht, zu dem Preis, dass es halt keine Osterdeko gibt und die Kinder nicht daheim Eier bemalen. Aber der Gewinn ist eben, dass ich einem recht ambitionierten Beruf nachgehen kann und es gelegentlich auch noch ans Klavier schaffe. Die Lösung ist politisch und sozial: Ohne mehr und bessere Betreuungsplätze und ohne eine gesellschaftliche Neubewertung von Mutterschaft und Vaterschaft werden wir immer an den Punkt kommen, an dem Frauen ab dem ersten Kind zunehmend unsichtbar werden in allem, außer eben der Tatsache, dass sie Mutter sind.</p>
<p>Interview: U.S. und A. Kaudaht</p>
<p>Fotos © Frank Bale</p>
<p><strong>Kristina Jung @ <a href="https://kristinajung.bandcamp.com/track/the-north-water">Bandcamp</a> | <a href="https://soundcloud.com/kristina-jung">Soundcloud</a> | <a href="https://www.facebook.com/kristinajungmusic/">Facebook</a> </strong></p>
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		<title>I&#8217;m interested in the tension between beauty and transience. An Interview with Kristina Jung</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 06:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cosirecords]]></category>
		<category><![CDATA[Gruselthon]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

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		<description><![CDATA[When singer Kristina Jung appeared out of nowhere with an impressive debut around ten years ago, I was particularly attracted by the subtlety behind which, as I wrote at the time, &#8220;you could easily ignore the depth and sometimes profound &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/06/im-interested-in-the-tension-between-beauty-and-transience-an-interview-with-kristina-jung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale_too.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40493" title="kristina_jung_by_frank_bale_too" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale_too-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>When singer Kristina Jung appeared out of nowhere with an impressive debut around ten years ago, I was particularly attracted by the subtlety behind which, as I wrote at the time, &#8220;you could easily ignore the depth and sometimes profound melancholy of the five tracks&#8221;. There was something homely and at the same time eerie about the songs, in whose faint folk echoes a hidden drama shone through, which was so effective precisely because it <span id="more-40339"></span>didn&#8217;t have to wave with the fence post. Since those days, the singer and musician, who now lives in Freiburg im Breisgau, has come a long way. In addition to her (partly academic) work and her family life, which also keeps her more than busy all the time, music is just one area that she pursues with considerable intensity. The fact that, as she will say in the following interview, she can only be maximalist, can be heard in every second of her album &#8220;Care &amp; Explosion&#8221;, which was released almost two years ago. It&#8217;s a diverse work full of emotional intensity and yet devoid of any sentimentality, in which one can go on a journey of discovery in a darkened cabinet of curiosities or in the weirder collections of a natural history museum and almost hope to lose oneself. The fact that she knows how to combine such an atmosphere with an engaging beauty without striking contrasts is one of the many topics that our interview is about.</strong></p>
<p><strong><a title="Mich interessiert das Spannungsfeld von Schönheit und Vergänglichkeit. Ein Interview mit Kristina Jung" href="http://africanpaper.com/2024/04/06/mich-interessiert-das-spannungsfeld-von-schonheit-und-verganglichkeit-ein-interview-mit-kristina-jung/">German Version</a></strong></p>
<p><em><strong><span><span>Your first long player “Care &amp; Explosion” was released a little over a year ago and was received with quite some enthusiasm – not just by us. </span><span>How do you feel about the record today? </span><span>Has your view of it&#8217;s music changed a bit after some time?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>I rarely listen to the album. </span><span>Actually only when my husband shows it to guests. </span><span>And then I&#8217;m just happy that I did that and managed to write and record such a lively album, with all its strengths and weaknesses.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Could you imagine that at some point you could hear the record as if it was someone else&#8217;s work, simply because so much has changed over time? </span><span>I come to this because I sometimes feel that way myself with my older texts&#8230;</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>It&#8217;s hard to say, but there are so many memories attached to the record, joys and sorrows, small victories and hard battles, there&#8217;s still a lot of water that has to go down the drain before I can get that distance.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>As far as I know, you took classical singing lessons. </span><span>How would you describe your development as a singer? </span><span>Were there any particular ideas, paradigms and perhaps activities before your current career as a singer and songwriter was born?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>I actually had a lot of classical singing lessons as a student and at the beginning of my studies, but &#8211; and this is a crucial difference &#8211; I didn&#8217;t study singing. </span><span>However, when I was younger, being an opera singer was clearly my dream job. </span><span>But the more insights I got into the opera world, the more I became aware that I would always feel like a foreign body. </span><span>At first it felt like a failure, but today I&#8217;m happy.</span></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2440407283/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong><span><span>How did you decide to record and perform music as Kristina Jung?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>This was less of a decision and more of an organic process. </span><span>Jung is my grandmother&#8217;s maiden name, I played my first concerts under that name and then it just stayed. </span><span>And from the first songs and concerts to the first recordings it was only a small step. </span><span>Ultimately, at some point during the lesson, my guitar teacher in the USA said “that sounds lovely, let me grab a mic” and then we started.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>It was once said that you basically taught yourself the studio work. </span><span>Is that true, and if so, was it a playful act and what were the biggest challenges?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Yes, that too was the result of failure. </span><span>I stopped my dissertation in 2016 and was left in limbo for the time being. </span><span>So I got some software, a manual and cheap microphones and got started. </span><span>That was definitely naive and playful and that&#8217;s what I needed after all these years of academic seriousness and pressure to perform. </span><span>I love recording. </span><span>Nowhere else in life do I have more creative freedom. </span><span>I actually only had nice studio experiences, but I still didn&#8217;t want to always wait for men to develop a vision for my music. </span><span>I wanted to be able to implement the vision myself.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Is there a particular way you generally approach new challenges?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Full of fearlust.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>There were several years between your debut EP “Into the Light that I have Known” and the release of your first album, during which you also started a family and, if I understand correctly, worked in academia. </span><span>Did you take your time with the music because of your other priorities, or are you just very thorough and give the ideas time to mature?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>So, while working on the album, I had two children, changed residence three times, changed careers three times, completed further training, published academically, built a house and, like all of us, survived a pandemic. </span><span>There&#8217;s just a lot of life in between. </span><span>But I also learned how to make an album while I was making it. </span><span>It took a lot of time for mistakes. </span><span>I also recorded guitar and vocals at the same time and without clicking. </span><span>So if I messed it up at the end of a great take, I couldn&#8217;t just cut it, I had to start over.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/lNBstAyJZX0?si=o3YXXMuog5qAjqae" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span><span>In some of your songs, the focus is on the body in its exposed, threatened and sometimes damaged state, in other words as an unsafe place with a limit that can always be crossed. </span><span>How did the topic come to you? </span><span>Would you like to use this choice of motif to make a statement against the still strong tendency towards idealized body images in popular aesthetics?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>I think the theme has always been there. </span><span>Life is so precious and we are so strong and so fragile at the same time, how could I not think about it? </span><span>But I also think that I don&#8217;t know any woman who isn&#8217;t fully aware of her vulnerability. </span><span>We do not have the privilege of feeling invincible in patriarchy.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>In your songs, something mysterious often appears together with a half-darkened sweetness. </span><span>What makes such an atmosphere so appealing to you and are there any role models in other media?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>I think I&#8217;m interested in the tension between beauty and transience. </span><span>There are role models everywhere, David Lynch immediately comes to mind, Francis Bacon, Nan Goldin, Gregory Crewdson, Hieronymus Bosch, Christian Petzold, Sofia Coppola, Marcel Proust, Robert Musil. </span><span>I sometimes say in my concerts that my goal is to send everyone home crying. </span><span>This is of course a joke, but on the other hand I do believe that there is something cathartic in the sadness that a work of art has triggered in us.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Your music is full of sometimes hidden details that could be understood as disturbing or at least heterogeneous elements, and which give the songs a special charm (examples would be the spooky whispers and other sounds in “Infant Thoughts”, a hypnotic tension that resembles the desire for pain in the lyrics of “Domestic Bliss”, the samples in contrast to the enchanted melody in “Ada”, but often also the subtly suspended mood in many of the songs). </span><span>Do you consciously look for things like this, or do they come about automatically?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>So when a song or a recording seems too nice for me, I definitely feel the urge to do something about it. </span><span>I prefer complexity to coherence and the production of a piece is the crucial lever; you can then create something in the background that gives the piece something ominous.</span></span></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-40495" title="kristina_jung_by_frank_bale" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/kristina_jung_by_frank_bale.jpg" alt="" width="1715" height="1286" /></a></p>
<p><em><strong><span><span>As a night owl raised on dark romance, I particularly fell in love with the song “The North Water”, it is one of my favorites on the album. </span><span>What kind of story are you telling?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Yes, North Water is definitely one of my favorites too. </span><span>This is the first piece I recorded for the album. </span><span>The Groninger Museum, an art museum in Groningen, asked me to write a piece for one of their exhibits, which visitors can then hear in the audio guide. </span><span>They sent me a database of exhibits and I chose an old Dutch painting, sailing ships in a storm, the sky opens up, the sun comes through, something like that. </span><span>It&#8217;s about saying goodbye and staying behind, about anger and sadness and about the dirt and charm of a port city.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>One thing that has been said about your music is that it incorporates folk influences without a romantic idyll. </span><span>I would say that too, but in my opinion there have always been disillusioning breaks in such music in the past, and folk traditions rarely developed without other musical influences. </span><span>Is there music with such ambiguity that has particularly influenced your listening habits and your own creativity?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Yes, of course, I didn&#8217;t invent that, it&#8217;s always been around and everywhere. </span><span>With Schubert and Schuman, Chopin, Mahler, you also find this discrepancy between the beautiful surface and the abyss. </span><span>While I was recording the album I listened to a lot of different types of music. </span><span>Lots of Alt-J, Beyoncé, Ghostpoet, Madrugada, Massive Attack, Radiohead, Sevdaliza, and Marika Hackman. </span><span>All very different music with the commonality that they have beautiful melodies. </span><span>That&#8217;s important to me.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>The album was partly written during your pregnancy. </span><span>Would you say that it was – in whatever twisted way – a maternal album?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>It was actually written before that, but I also recorded it while I was pregnant or with a baby on my back. </span><span>But since I had already dealt with motherhood in great detail before I had children and also discussed it in the songs, it is, as you say, “strangely maternal” in a way.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>In my review, I described “Care &amp; Explosion” as a “big” album and wanted to point out – in addition to the musical quality – the plethora of ideas, themes and musical motifs, and perhaps also the great willingness for such a comprehensive expression. </span><span>Would you go a little more reductive on an upcoming album or would that be too much planned?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>I&#8217;m afraid I can only be maximalist. </span><span>Otherwise it would go faster.</span></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3259430425/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong><span><span>Are the songs on “Into the Light that I have Known” still close to you, or is it more of a record from the past for you? </span><span>We think it has great moments&#8230;</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>Thanks! </span><span>As I said, I never listen to either release. </span><span>For me it&#8217;s about doing what comes next, so it isn&#8217;t that important to me.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>What do you think are the main differences between the two releases, including in terms of the creation processes?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>With “Into the light that I have known” I wanted to do everything right. </span><span>Not with “Care and Explosion”.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>We&#8217;ve heard that you&#8217;re soon taking part in a tribute compilation to the work of Roky Erickson and the 13th Floor Elevators. </span><span>What song did you choose and what can we expect from it?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>I chose “Cold Night for Alligators.” </span><span>My husband once made a compilation for car rides with this title and it also has the song on it. </span><span>That&#8217;s why it&#8217;s close to my heart. </span><span>He also sings great, and “Night of the Vampire” was already taken. </span><span>I slowed the song down a lot and tried to make it more of a homage to Roky&#8217;s particular inner state than a cover. </span><span>The piece is full of changes in perspective and breaks; I thought more in terms of film than music. </span><span>But in the end, of course, it&#8217;s music.</span></span></p>
<p><em><strong><span><span>Are there any other plans you have in the starting blocks? </span><span>Of course we are curious when it will be time for a new album?</span></span></strong></em></p>
<p><span><span>That would be nice. </span><span>But in fact, in Germany it is practically impossible to be a parent, to work and to have artistic ambitions at the same time. At least I hardly know any parents of small children who can manage that. </span><span>The opening times of our daycare center don&#8217;t even cover our working hours, so everyday work is an absurd juggling act between the daycare center, us as a couple and the grandparents. </span><span>I was only able to do the Roky Erickson cover because I had accumulated so much overtime that I was able to take several weeks off. </span><span>I can only answer this interview because I am sick at home. </span><span>And I&#8217;m missing something crucial in life, and that&#8217;s boredom and being alone. </span><span>That doesn&#8217;t mean I&#8217;m giving up. </span><span>But the last album was already an incredible feat of strength for everyone involved, my husband, my parents, my best friend and, last but not least, our daughter, who had to do without a lot of me and us. </span><span>And I also had to take a very long break afterwards.</span></span></p>
<p><span><span>I guess it&#8217;s needless to emphasize that the problem mainly affects mothers. </span><span>While most fathers keep hobbies even after the children are born, mothers begin to organize their free time around the family. </span><span>Free time is then making an Easter bush, sewing clothes for the children, all that sort of thing. </span><span>I don&#8217;t do it as best as I can, at the price that there are no Easter decorations and the children don&#8217;t paint eggs at home. </span><span>But the advantage is that I can pursue a fairly ambitious job and occasionally even manage to play the piano. </span><span>The solution is political and social: Without more and better childcare places and without a social reassessment of motherhood and fatherhood, we will always reach the point where women, from the moment they have their first child, become increasingly invisible in everything except the fact that they are mothers.</span></span></p>
<p>Interview: U.S. und A. Kaudaht</p>
<p>Fotos © Frank Bale</p>
<p><strong>Kristina Jung @ <a href="https://kristinajung.bandcamp.com/track/the-north-water">Bandcamp</a> | <a href="https://soundcloud.com/kristina-jung">Soundcloud</a> | <a href="https://www.facebook.com/kristinajungmusic/">Facebook</a> </strong></p>
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		<title>Kristina Jung im AKA103 Oberhausen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 04:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag den 14. April wird die Sängerin Kristina Jung ihr aktuelles Album &#8220;Care &#38; Explosion&#8221; (Cosirecords) im Oberhausener AKA103, dem Café der Ruhrwerkstadt, präsentieren. Die LP mit ihrem feinsinnigen und leicht elektrifizierten Folksound erschien im vergangenen Herbst und war &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/04/04/kristina-jung-im-aka103-oberhausen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag den 14. April wird die Sängerin Kristina Jung ihr aktuelles Album &#8220;<a title="KRISTINA JUNG: Care &amp; Explosion" href="http://africanpaper.com/2022/12/03/kristina-jung-care-explosion/">Care &amp; Explosion</a>&#8221; (Cosirecords) im Oberhausener AKA103, dem Café der Ruhrwerkstadt, präsentieren. Die LP mit ihrem<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/FB_IMG_1680581317210.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34908" title="FB_IMG_1680581317210" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/FB_IMG_1680581317210.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a><span id="more-34907"></span></p>
<p>feinsinnigen und leicht elektrifizierten Folksound erschien im vergangenen Herbst und war eines der hervorragenden dunkel eingefärbten Singer Songwriter-Highlights des Jahres.</p>
<p>Foto <strong>©</strong> Frank Bale</p>
<p>Freitag, 14.04.2023<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Akazienstraße 103<br />
46049 Oberhausen</p>
<p><strong><a href="https://facebook.com/events/s/kristina-jung-record-release-i/697094885524648">@ Facebook</a></strong> <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230404_062624_577.sdocx--></p>
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		<title>KRISTINA JUNG: Care &amp; Explosion</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2022 07:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cosirecords]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Jung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hätte die heute in Freiburg im Breisgau lebende Sängerin Kristina Jung nicht ab und zu einen neuen Song rausgehauen, hätten manche vielleicht gar nicht mehr mit einem längeren Lebenszeichen gerechnet und ihre vor mittlerweile acht Jahren erschienene Debüt-EP &#8220;Into the &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/03/kristina-jung-care-explosion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/kristinajungcareandexplosion.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32440" title="kristinajungcareandexplosion" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/kristinajungcareandexplosion-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Hätte die heute in Freiburg im Breisgau lebende Sängerin Kristina Jung nicht ab und zu einen neuen Song rausgehauen, hätten manche vielleicht gar nicht mehr mit einem längeren Lebenszeichen gerechnet und ihre vor mittlerweile acht Jahren erschienene Debüt-EP &#8220;<a title="KRISTINA JUNG: Into the Light that I have Known EP" href="http://africanpaper.com/2014/10/11/kristina-jung-into-the-light-that-i-have-known-ep/">Into the Light that I have Known</a>&#8221; mit allen Klagen über vergeudetes Potential als Eintagsfliege abgetan. Ganz abgesehen von <span id="more-32438"></span>familiären und beruflichen Verpflichtungen war die Musikerin aber auch in kreativer Hinsicht kaum untätig, schrieb neue Stücke, lehrte sich selbst das Studiohandwerk und trommelte eine Reihe an Begleitmusikern zusammen. Nun, da &#8220;Care &amp; Explosion&#8221; in den Regalen steht, kann man sagen, dass sich die investierte Zeit in jedem Fall gelohnt hat. Ihr erster Longplayer ist auf vielfältige Weise ein wirklich &#8220;großes&#8221; Album geworden.</p>
<p>Vom Label und in den wenigen bisher erschienenen Rezensionen wurde zurecht auf die etwas opulenter instrumentierte Klanggestaltung der neuen Aufnahmen hingewiesen, wenn man sie mit dem etwas puristischeren Folksound der EP vergleicht. Trotzdem erlebt man schon in den ersten Minuten des gleich medias in res beginnenden Openers &#8220;A Wolf in Every Womb&#8221; einige Deja-Vu-Momente &#8211; allem voran der Klang leise gespielter Gitarrensaiten, leicht elektrifiziert, bedächtig, langsam und doch nie ins Sentimentale kippend, sondern eine Monotonie der Weite wahrend, die zusammen mit der entrückt tremolierenden Stimme eine halb abgedunkelte Schummrigkeit erzeugen. In all dem schleicht sich klammheimlich eine altbekannte Abgründigkeit mit an, in der der Körper und seine Unversehrtheit auf eine für Kristina Jung ganz typische Art auf dem Spiel steht, hier im Moment des bildichen Gefressenwerdens durch den Wolf, den archetypischen Märchenschreck, der hier aus dem Inneren des Uterus knurrt. Was hier noch implizit bleibt – z.B. im Imperativ &#8220;Crack me open&#8221; – wird in anderen Stücken deutlicher: eine seltsame und im Rahmen der Lyrics immer nachvollziehbare Bejahung dieser symbolischen Gewalt, die zu Befreiung unterschiedlichster Art führt.</p>
<p>Nach der anheimelnd-verwunschenen Americana von &#8220;Twin Peaks&#8221;, in der Schönheit und Grausamkeit, Geborgenheit und fröstelnder Schauder hinter einem lieblich-smoothen Saxophonsolo über den Bildschirm ziehen, folgt mit &#8220;Domestic Bliss&#8221;, wie der Titel bereits ironisch andeutet, eines der abgründigsten Stücke. In den vordergründig schönen Gitarrenpickings, die etwas zu repetitiv für ein Idyll sind, steckt eine Anspannung, die bald deutlicher wird. Der Text, in welchem &#8220;let&#8217;s play family&#8221; neben &#8220;let&#8217;s burn in hell for a while&#8221; zu hören ist, zelebriert eine Grenzerfahrung, in deren Intensität man sich selbst spüren kann. Dass Kristina Jungs Musik übrigens trotz folkiger Einflüsse wenig von Feld-, Wald- und Wiesenromantik bietet, wird gerne hervorgehoben. Dass wurde allerdings schon von vielen Folkacts gesagt, und Jungs Alleinstellungsmerkmal ist dabei eher, dass die nebelige Verwunschenheit ihrer imaginären Welten vor der Kulisse urbaner Canyons niemals wie ein an den Haaren herbeigezogenes Paradox anmutet.</p>
<p>Die genannte Schummrigkeit, durch die man sich die Musik sehr gut in einer verschlafenen Kellerbar nach Mitternacht vorstellen kann, sorgt dafür, dass man sie auch einfach als angenehm dunkelromantische Beschallung konsumieren könnte &#8211; könnte, denn es würde einem einiges entgehen, und überhaupt lässt einem &#8220;Care &amp; Explosion&#8221; kaum die dafür nötige Ruhe, wenn man sich erst einmal näher an die Songs herangewagt hat: An &#8220;Infant Thoughts&#8221;, das mit seinem lieblichen Glockenspiel ein angenehmer, &#8220;kleiner&#8221; Song sein könnte, wenn es nicht die Geschichte eines in Alkohol aufbewahrten Fötus erzählte; die eindringliche Interpretation von Joni Mitchells &#8220;The Prist&#8221;; das bereits von einer Compilation her bekannte &#8220;The North Water&#8221;, das ein Schiff im Walzertakt in eine merkwürdige Parallelwelt segeln lässt; der üppig instrumentierte Song &#8220;Does theWolf Know&#8221;, der oberflächlich gehört fast wie ein braver Violinfolksong klingt, aber die Wolfssymbolik der Openers aufgreift, der in jeder Gebärmutter steckt; das in seinem trunkenen Tremolo hypnotisierende &#8220;Ada&#8221;, bei dem der Bildbereich von Schwangerschaft und Geburt überdeutlich wird und weit über die Grenzen des Metaphorischen hinausgeht. Der Song ist eine Hommage an ihre zur Zeit des Songwritings noch ungeborene Tochter, deren aufgezeichnete Herzschläge wie Pferdehufe zum Fundament des Songs werden. Ein musikalischer Zwilling &#8211; oder Wechselbalg &#8211; im schönsten Sinne.</p>
<p>Wäre &#8220;Care &amp; Explosion&#8221; ein Film, dann wäre er episch, und als Buch hätte es den Umfang eines mehrbändigen Murakami-Schinkens, der trotz sich wiederholender Bilder auf keiner Seite Langeweile aufkommen lässt. Warum? Weil &#8220;Care &amp; Explosion&#8221; zu einer eindringlichen Reise durch immer wieder neue, reale wie surreale Stationen einläd &#8211; Episoden einer opulenten Geschichte, die immer Gefahr laufen, einen eigenen Kosmos entstehen zu lassen, der sich beim wiederholten Hören mehr und mehr kokretisiert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cosirecords</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2440407283/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Kristina Jung: Neues Album und zwei Konzerte</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 05:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cosirecords]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Jung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die in Freiburg im Breisgau lebende Sängerin Kristina Jung bringt in den nächsten Tagen ihr lange erwartetes Longplayer-Debüt bei Cosirecords heraus. &#8220;Care &#38; Explosion&#8221; erscheint ganze acht Jahre nach ihrer EP &#8220;Into the Light That I Have Known&#8221; (Woodland Recordings), &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/11/01/kristina-jung-neues-album-und-zwei-konzerte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die in Freiburg im Breisgau lebende Sängerin Kristina Jung bringt in den nächsten Tagen ihr lange erwartetes Longplayer-Debüt bei Cosirecords heraus. &#8220;Care &amp; Explosion&#8221; erscheint ganze acht Jahre nach ihrer EP &#8220;Into the Light That I Have Known&#8221; (Woodland Recordings), die mit ihrem filigranen Dark Folk, dessen wehmütige Aura auch immer Raum für Kantiges ließ, in interessierten Kreisen für Aufsehen sorgte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/fotor_1667159280959.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32018" title="fotor_1667159280959" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/fotor_1667159280959.jpg" alt="" width="658" height="637" /></a><span id="more-32016"></span></p>
<p>Neben der in der Zwischenzeit gewachsenen Familie und den Umständlichkeiten der Pandemie der vergangenen Jahre war es v.a. ihre sorgfältige Herangehensweise als Songwriterin, Musikerin und Kollaborateurin, die die Fertigstellung ihres üppiger instrumentierten Albums in die Länge zogen. Um die neuen Songs ihrem Publikum auch live zu präsentieren, wird sie in den nächsten Monaten auf einigen Bühnen zu sehen sein.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2440407283/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Bereits fest stehen Termine in der Freiburger Klimperstube e.V. (6.11. als Opener für Daniel Benyamin und alongside Vincent von Flieger) und im ebenfalls Freiburger Slow Club, wo sie am 2. Dezember für Catastrophe Waitress eröffnen wird. Bis dahin allerspätestens wird hier zum neuen Album einiges zu lesen sein. Empfehlen können wir es schon jetzt.</p>
<p><strong>@ <a href="https://www.klimperstube.de/veranstaltungen">Klimperstube</a> | <a href="https://slowclub-freiburg.de/das-programm/aktuell/">Slow Club</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_221030_204252_940.sdocx--></p>
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		<title>The North Water: Neuer Song von Kristina Jung</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2018 10:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Groninger Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Jan von Goyen]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Jung]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die mittlerweile wiederveröffentlichte erste EP Kristina Jungs, über ihre Kunst, Unbehagen auf anheimelnde Art auszudrücken und ihre Stimme, die sich bisweilen in Josephine Foster-Manier wie ein Theremin emporschwingt, berichteten wir ausführlich. Gerade ist ein neuer Song Kristinas auf allen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/20/the-north-water-neuer-song-von-kristina-jung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die mittlerweile wiederveröffentlichte erste EP Kristina Jungs, über ihre Kunst, Unbehagen auf anheimelnde Art auszudrücken und ihre Stimme, die sich bisweilen in Josephine Foster-Manier wie ein Theremin emporschwingt, berichteten wir ausführlich. Gerade ist ein neuer Song Kristinas auf allen möglichen digitalen Kanälen erschienen: &#8220;The North Water&#8221; wurde vom niederländischen Groninger Museum in Auftrag gegeben und ist inspiriert von einem Werk des altniederländischen Malers Jan van Goyen. Nicht mehr ganz so ausschließlich akustisch wie die Songs auf der EP knüpft das Stück dennoch an die ganz eigene, dunkel-melancholische Stimmung der früheren Aufnahmen an und macht auf Künftiges gespannt. Später soll das Stück auf einer Compilation erscheinen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/jung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-15200" title="jung" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/jung.jpg" alt="" width="1159" height="1200" /></a><span id="more-15199"></span></p>
<p>&#8220;The North Water was commissioned by Groninger Museum, a Dutch Museum in the lovely city of Groningen. They ask artists to write songs for exhibits of their permanent collection which they then put on the audioguide. You can thus walk through the museum and listen to music that was especially meant for this particular space, which is obviously a great idea and quite a unique experience. Some of my personal favorites, like Allysen Callery, Ryan Lee Crosby, The Great Park and Björn Kleinhenz, have already contributed to it or played the Museum, so I&#8217;m very honored to be part of it.<br />
I chose to dedicate a song to a masterly, old oil painting by Jan van Goyen, who lived in the 17th century and was primarily known for his landscapes. The painting shows a harbor with incoming and outgoing ships, there&#8217;s a thunderstorm gathering on the horizon.</p>
<p>The North Water was written in January 2015 but I didn&#8217;t record it until two years later. It felt too nostalgic for my taste and I didn&#8217;t know what to do with it in terms of production until some life-imitates-art thing happened to me and made reconnect with the emotional world of the song (oh boy, what a phony thing to say but now it&#8217;s out in the open). To contradict the overall nostalgic feel I decided to build in some anachronisms, concerning both the lyrics and the production. The kind of out-of-place line in the third verse stems from that: “hear the ladies sing, hear the cars run by” doesn&#8217;t make a lot of sense in a song that otherwise evokes a romantic and dark past, but I kind of need it for my own connection to the song and so I just left it there. It was only after I had added said line that the ideas for the production started flowing. I wanted to give the dark romanticism of the song enough space but I also wanted it to sound contemporary and weird, so I decided to add synths and manipulate my voice in a way that was inspired by the very low hum at the beginning of Yellow Flicker Beat, the song Lorde wrote for the Hunger Games Soundtrack. I make Folk because I&#8217;m drawn to beautiful melodies, not because I&#8217;m drawn to a certain period of time. I love Folk and Singer-Songwriter stuff but I hardly listen to it at the moment (except for The Breath&#8217;s debut album Carry Your Kin, it&#8217;s my best new friend). There&#8217;s probably much more HipHop and Pop and Organic Electronic than Folk on my playlists right now, so I spent the last year looking for a sound that would allow me to merge my love for melody-driven music on one hand and for contemporary soundscapes on the other. The North Water is the first result of that ongoing search and I feel like I&#8217;m getting closer to a sound that is weird and idiosyncratic enough to be entirely my own. After I had recorded and arranged it, Eryk Pawlik added some electric guitar (he&#8217;s a wizard, listen for the ghostly guitar in the third verse, it&#8217;s like a will-o&#8217;-the-wisp and makes me very, very happy). Sebastian Specht at Bodega Studio did the final mix and graced the song with some fairy dust and a sub base that I can&#8217;t get enough of. The North Water will be physically released by Cosi Records on a sampler that also includes songs by Allysen Callery and Ryan Lee Crosby later this spring.&#8221; (Kristina Jung)</p>
<p>Foto: Frank Bale</p>
<p><strong><a href="https://open.spotify.com/album/2spuT1uCmTQhngLG3kyYuy?si=34uAt5-BRi6HB7zcMiHu7Q">Kristina Jung @ Spotify</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=3149764733/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Great Park, Borealis, Vincent Von Flieger, Elspeth Anne, Kristina Jung: Aktuelles auf Woodland Recordings</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2016 16:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vincent von Flieger]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch im Jahr 2016 ist das mittlerweile von Nürnberg aus arbeitende Label Woodland Recordings seiner Mission treu geblieben und veröffentlicht in regelmäßigen Abständen in liebevoller Handarbeit gestaltete Tonträger zum Teil hervorragender Acts. Künstler wie Kristina Jung, Vivian Void, Vincent Von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/12/12/the-great-park-borealis-vincent-von-flieger-elspeth-anne-kristina-jung-aktuelles-auf-woodland-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch im Jahr 2016 ist das mittlerweile von Nürnberg aus arbeitende Label Woodland Recordings seiner Mission treu geblieben und veröffentlicht in regelmäßigen Abständen in liebevoller Handarbeit gestaltete Tonträger zum Teil hervorragender Acts. Künstler wie Kristina Jung, Vivian Void, Vincent Von Flieger oder die Band des Labelchefs The Great Park lassen sich zwar nicht unter einem Genrebegriff wie dem oft etwas leichtfertig in den Raum geworfenen Terminus Folk subsumieren, doch neben dem kreativen Anspruch <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/borealis.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13110" title="borealis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/borealis-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><span id="more-13109"></span>zählen eine gewisse DIY-Attitüde und in vielen Fällen ein akustischer, auf technische Finessen dankbar verzichtender Sound zu den verbindenden Elementen. Neben dem hier schon etwas ausführlicher besprochenen „Loma Area“ von Borealis, einem asturischen Projekt zwischen meditativer Continuous Music, herbstlichem Ambient und verspieltem Folk im weitesten Sinne, sind in der zweiten Jahreshälfte weitere interessante Releases erschienen. Die Engländerin Elspeth <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/elspethannethievesagain.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13111" title="elspethannethievesagain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/elspethannethievesagain-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Anne, die ihre Musik augenzwinkernd als „bastard folk-punk gone feral“ bezeichnet, könnte man als symptomatisch für den ästhetischen Ort des Labels betrachten, ihr auf Woodland erschienenes Album „Thieves Again“ enthält elf schräge, leicht elektrifizierte, eindringliche Songgebilde in unterschiedlichem Tempo mit fordernden, persönlichen Texten und tollen Melodien. Wie bei jemandem mit Faible für Rasputina und die Filme Jan Svankmajers nicht anders zu erwarten, entpuppt sich das Werk als eine wahre Rumpelkammer an verstörenden Ideen und ist dabei doch <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/greatparkcrown.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13112" title="greatparkcrown" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/greatparkcrown-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>ausnehmend schön. Stephen J. Burch alias The Great Part hat vor kurzem sein drittes Album der „Kitchen“-Reihe und damit gleichzeitig sein vielleicht persönlichstes Werk herausgebracht &#8211; „Turn Your Back On The Crown“ enthält acht Songs, die einen Abschnitt in der Jugend des Sängers reflektieren, die dieser in Wales verbrachte. Neben dem Vocal- und Gitarrenpicking-Sound steuern Bläser, Streicher und Stefanie von Vivian Void als <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/greatparknorth.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13113" title="greatparknorth" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/greatparknorth-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Backing-Sängerin einen nicht unwesentlichen Teil bei. Recht spontan erschien im Anschluss die an zwei Tagen im Homerecording entstandene Vier-Track-EP „North“, die The Great Park als Soloprojekt und somit in seiner fragilsten Form präsentiert. Vincent von Flieger, der schon zu den alten Woodland-Hasen gehört, hat mit „Curtains“ gerade ein neues Album herausgebracht, schon vor über einem Jahr gab es den ersten Song davon zu hören. Immer wieder <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/fliegercurtains.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13114" title="fliegercurtains" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/fliegercurtains-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>zwischen Brust und Kopfstimme wechselnd, begleitet von einer Musik, die gekonnt auf dem Grad zwischen erdigem Akustiksound und dezent rhythmischer Elektronik wandert, ist der Nürnberger Künstler nach wie vor zwischen verschiedenen musikalischen Orten zuhause. Neben diesen Neuheiten wurde kürzlich auch Kristina Jungs EP „Into the Light that I have known“ aus dem Jahr 2014 neu aufgelegt, die hier ausführlich besprochen wurde.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/jungEP.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13115" title="jungEP" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/jungEP-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><br />
<a href="http://www.woodlandrecordings.com/"><strong>Woodland Recordings</strong></a></p>
<p><a href="https://woodlandrecordings.bandcamp.com/music"><strong>Bandcamp</strong></a></p>
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		<title>Fanø Free Folk Festival am 22 April in Berlin: So Like Dorian, Rowan Coupland, Kristina Jung, Mute Swimmer</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2016 06:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Guy Dale]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Laika Neukölln]]></category>
		<category><![CDATA[Mute Swimmer]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich findet das Fanø Free Folk Festival auf der dänischen Insel Fanø statt, und dies seit nunmehr sechs Jahren. Auch in diesem Jahr wird vom 22. bis zum 24 Juli wieder eine interessante Auswahl an Musikern, die das weite Feld &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/04/16/fano-free-folk-festival-am-22-april-in-berlin-so-like-dorian-rowan-coupland-kristina-jung-mute-swimmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich findet das Fanø Free Folk Festival auf der dänischen Insel Fanø statt, und dies seit nunmehr sechs Jahren. Auch in diesem Jahr wird vom 22. bis zum 24 Juli wieder eine interessante Auswahl an Musikern, die das weite Feld zwischen Folk, Psychedelic und experimenteller Musik beackern, auf der Insel zu hören und zu sehen sein. Als vorgezogener Auftakt findet im Berliner Laika diesen Monat ein Konzert mit vier Auftritten statt, darunter mit So Like Dorian das Projekt des Festival-Kurators. Ebenfalls zu sehen sind der auf unserer Seite wiederholt vorgestellte Mute Swimmer, Kristina Jung, die vor gut zwei Jahren ihr Debüt bei Woodland Recordings veröffentlichte, sowie der britische Sänger Rowan Coupland.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/fano.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-11989" title="fano" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/fano.png" alt="" width="465" height="550" /></a><span id="more-11988"></span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1042507645820569/">Event @ Facebook mit ausführlichen Informationen zu den Musikern</a></p>
<p>Laika Neukoelln<br />
Emser Straße 131<br />
12051 Berlin</p>
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		<title>KRISTINA JUNG: Into the Light that I have Known EP</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2014 06:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adam Cooper-Terán]]></category>
		<category><![CDATA[Eryk Pawlik]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Heinzel]]></category>
		<category><![CDATA[Woodland Recordings]]></category>

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		<description><![CDATA[Kristina Jungs Debüt kommt auf derart leisen Sohlen daher, dass man die Tiefe und die zum Teil abgründige Schwermut der fünf Tracks glatt überhören könnte. Kein opulentes Cover, kein markanter Bandname, keine oberflächliche Dramatik in den vordergründig so heimelig anmutenden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/10/11/kristina-jung-into-the-light-that-i-have-known-ep/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/kristinajunglight.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9368" title="kristinajunglight" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/kristinajunglight-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kristina Jungs Debüt kommt auf derart leisen Sohlen daher, dass man die Tiefe und die zum Teil abgründige Schwermut der fünf Tracks glatt überhören könnte. Kein opulentes Cover, kein markanter Bandname, keine oberflächliche Dramatik in den vordergründig so heimelig anmutenden Akustiksongs – fast so, als wollte sie sich all die beiläufigen Gelegenheitshörer vom Hals halten, denen man das Besondere mit dem Holzhammer servieren muss. Ich weiß nicht, ob Kristina das Attribut Folksängerin akzeptieren würde, dass ihre Musik an eine englischsprachige Songtradition anknüpft, steht jedoch<span id="more-9367"></span> außer Frage. Dass die aus Rostock stammende Musikerin dabei an Sängerinnen erinnert, die englische und amerikanische Stile kombinieren, könnte einer bewussten Entscheidung entsprechen, vielleicht ist dieser freimütige Zug aber auch schlicht ihrer nicht anglophonen Herkunft zu verdanken.</p>
<p>Ganz treffend verweist das Label auf die kalten Winde der herbstlichen Ostsee, die man förmlich in der Musik spüren kann, doch das ändert nichts an der besinnlichen Stimmung des eröffnenden „King with no throne“, das eine Geschichte von Fremdheit und Verlorenheit erzählt, dessen Musik dennoch von Meditation und Einkehr zu künden scheint. Ganz kleine Brüche erst – eine gewisse verletztliche Kühlheit in der Stimme und ein Wort wie „forests of concrete“ &#8211; entzaubern die Szenerie für Momente und zeigen, dass es Kristina Jung nicht um Weltflucht geht. Phrasen wie „I am a stranger in my own land“ und „summer, why have you gone?“ würden bei vielen rührselig klingen, erstrecht, wenn sich die Stimme fast schon in Josephine Foster-Manier wie ein Theremin emporschwingt. Hier allerdings nicht, man ist wie gebannt und registriert ganz nebenbei, wie sehr das von kleinen Tempo- und Rhythmuswechseln geprägte Narrativ eine durchaus vielseitige Landschaft ausbreitet.</p>
<p>Ihre Kunst, Unbehagen auf anheimeldnde Art auszudrücken, gerät schon deshalb nie zur Masche, weil sie dies auf immer wieder andere Art umsetzt – verträumter, gelöster kommt das folgende, u.a. ihrer Stadt gewidmete Stück daher, stellt Fragen nach Hoffnung, in der sie, wie in der Liebe, nur Illusion sehen kann. Doch keine Plattitüden, kein billiges Abtum, denn warum sonst sollte sie darüber singen? Aber vielleicht ist sogar dies schon zu viel der Interpretation, die bei einer EP wie „Into the Light&#8230;“ schnell an ihre Grenzen stößt: Kristina Jung lässt Themen kurz aufscheinen, wirft in ihren Texten Fragen auf, scheint sich für Momente zu offenbaren um dann doch wieder hinter der sanften und gleichsam unleidlichen Melancholie zu verschwinden. Von dieser Balance lebt auch das verstörende „Wish you were a hunter“, dass so feierlich getragen daher kommt, dessen (destruktiver?) Schrei nach intensivem Erleben von so etwas wie Liebe und Erotik dennoch ungemein aufwühlend ist.</p>
<p>Bei all dem ist Krisitina Jung so sehr Protagonistin, dass man die Lieblingsbeschäftigung des Musiknerds, das namedropping, glatt vergessen könnte. Um auch da die Kurve zu kriegen, sollen noch die anderen Beteiligten genannt werden &#8211; Eryk Pawlik, der sie streckenweise an der Gitarre begleitet, Markus Heinzel, der seinen Bass brummen lässt, Adam Cooper-Terán, der Illustrationen in der handgemachten Tonpapierbox versteckt hat, und dann natürlich Sharron Kraus, Josephine Foster, Allysen Callery, Marissa Nadler und wie sie alle heißen, deren Fans sich das gute Stück nur unter Strafandrohung entgehen lassen dürfen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.woodlandrecordings.com/">Woodland Recordings</a></strong></p>
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