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	<title>African Paper &#187; Laniakea</title>
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		<title>URUK: I Leave a Silver Trail Through Blackness</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Dec 2017 08:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe nicht den Anspruch, dass Plattencover die Atmosphäre einer Musik perfekt illustrieren und ein ähnliches ästhetisches Erlebnis im anderen Medium inszenieren. Umso mehr freue ich mich, wenn es trotzdem passiert, wie z.B. beim Debüt von Uruk. Der Blick fällt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/12/30/uruk-i-leave-a-silver-trail-through-blackness/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/uruk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14691" title="uruk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/uruk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich habe nicht den Anspruch, dass Plattencover die Atmosphäre einer Musik perfekt illustrieren und ein ähnliches ästhetisches Erlebnis im anderen Medium inszenieren. Umso mehr freue ich mich, wenn es trotzdem passiert, wie z.B. beim Debüt von Uruk. Der Blick fällt auf etwas, das mit etwas Fantasie wie eine Flucht von hintereinander liegenden dunklen Räumen aussieht, die aufgrund der Perspektive wie ineinander verschachtelt wirken. So einfach das Setting auf den ersten Blick anmutet, enthält es doch eine Menge an kleinen Details, bunten Punkten, die wie ein an die Wände gemaltes<span id="more-14690"></span> Publikum erscheinen. Am Ende der Flucht, in die man wie von einem unerklärlichen Sog gezogen wird, prangt ein Symbol an der Wand, das an eine Schlange oder ein unfertiges Fragezeichen erinnert. Ob man es noch entziffern wird? In der Momentaufnahme ist das Bild so unbestimmt wie der gut vierzigminütige, vielschichtige Track, der das Album ausfüllt.</p>
<p>Doch zunächst von vorn, denn Uruk hat insofern eine Vorgeschichte, dass es sich hier nicht um ein Duo unbedarfter Ambientdröhner handelt. Hinter dem Namen der wohl ältesten Stadt der Menschheitsgeschichte verbergen sich keine geringeren als Massimo Pupillio (Zu, Laniakea, Triple Sun) und Tim Lewis a.k.a. Thighpaulsandra (solo, Spiritualized, Coil, UUUU), die gerade in jüngster Zeit immer wieder in neuen Konstellationen auftreten, und fast meint man, den noch warmen, immer wieder aktualisierten Erfahrungsschatz der beiden hier mit Händen greifen zu können.</p>
<p>Dabei beginnt alles erst einmal recht sanft und übersichtlich: Flächige, angenehm vibrierende Klänge von leicht angerauhter Beschaffenheit breiten sich wolkengleich in einem großen, leeren Raum aus, scheinen langsam dessen Wände auszumalen. Streckenweise gerät der Sound so dünn und filigran, dass er an kleine Geräusche gemahnt, die sich in vermeintlicher Stille Gehör verschaffen. Genau dies intensiviert sich nach einigen Minuten, zusammen mit der stärker werdenden Vibration, und irgendwann bemerkt man, dass in der ganzen Gemächlichkeit von Beginn an etwas Unaufhaltsames steckte, das sich alsbald entlädt: in Bassknarren und Saitengekratze, in rumpelnden Objekten, die durch den Raum fliegen, in dunkles, coiliges Rumoren. Immer konkreter werden die Details, kantige, klirrende Ereignisse entpuppen sich als rotierende Propeller und Peitschenknallen, nicht zuletzt als trashige Gewehrsalven aus einem Computerspiel. Aus all dem ein klares Setting oder ein griffiges Narrativ herauszudeuten, bleibt unmöglich, zumal all die zahlreichen Details immer wieder vom Fluss der flächigen Klangbewegung mitgerissen und veredelt werden. Bei all dem sind Uruk keine Freunde der Monotonie, denn auch wenn sich hier und da kurze repetitive Muster ergeben, löste sich doch alles schnell wieder im Unbestimmten und Unberechenbaren auf.</p>
<p>Wenn das Debüt von UUUU wie ein wilder, ungestümer Wechselbald von Thighpaulsandras letztem Album klingt, dann ist Uruk so etwas wie sein dunkler, mysteriöser Wiedergänger, der einen des Nachts heimsucht und auf eine magische Klangreise mitnimmt. Auch Pupillios Handschrift ist deutlich zu erkennen, wenn man die ungewohnt rituelle und ambiente „Jhator“ von Zu bedenkt oder sein droniges Zusammenspiel mit Oren Ambarchi. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://consouling.be/">Consouling Sounds</a></strong></p>
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		<title>ZU: Jhator</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 07:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/zujhator.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13637" title="zujhator" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/zujhator-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man bisher etwas über ZU zu lesen bekam, war meistens von einem sehr wilden, oft tonnenschweren Hybrid aus Jazz, Metal und allem, was auf -core endet, die Rede, und bei Vergleichen war man schnell bei Gruppen wie Painkiller und Naked City. Dazu passt auch die Mutmaßung, das die Band sich einst nach einem Song von James Plotkins Grindcore-Kapelle Old Lady Drivers benannt haben soll. Befasste man sich etwas genauer mit dem Werk der Italiener und hörte sich auch die Kollaborationen an, dann registrierte man schnell, dass die<span id="more-13636"></span> Gruppe sich nur bedingt auf ihre harsche, entgrenzte Seite reduzieren ließ. Auf „Jhator“ sind ZU jedoch weiter von den oben genannten Begriffen entfernt als je zuvor und verzichten mit dem Saxophon, das Luca T. Mai gegen das Mikrofon eingetauscht hat, auf das Element, das für die hartnäckigsten Jazzvergleiche sorgte.</p>
<p>Der Begrif „Jhator“ bezeichnet im Tibetischen eine traditionelle Bestattungstechnik, bei der die Körper Verstorbener in Stücke zerschnitten und auf einer Bergkuppe den Elemente und wilden Tieren, primär Raubvögeln, überantwortet werden, die wörtliche Übersetzung des Begriffs lautet „den Vögeln Almosen geben“. Man betrachtet die Vögel als Manifestationen von Dakinis, halbgöttliche Wesen weiblichen Geschlechts, die die Seelen der Verstorbenen – symbolisch in Form von Teilen des Körpers – in den Bardo tragen, in dem sie bis zur Wiedergeburt verweilen. Das die erste Seite füllende Stück heißt dann passenderweise auch „A Sky Burial“.</p>
<p>In den gut zwanzig Minuten des Stücks wird dieser Brauch, eingerahmt durch einen eröffneten und einen abschließenden Gongschlag, mit einer Vielzahl an Elementen ritueller Klangkunst musikalisch vergegenwärtigt. Längere Phasen relativer Stille nach dem Verrauschen der eröffnenden Gongklänge ermöglichen Konzentration, subtile Details wie leises Vogelzwitschern und kleine, undefinierbare Sounds lassen eine Erwartungshaltung entstehen, die wächst, sobald sich die Elemente verdichten. Schon bald kristallisiert sich das flächige Kreisen einer Drehleier heraus, deren kraftvoller, dudelsackartiger Klang etwas Starkes zu untermalen scheint, das vage bleibt und keiner erklärenden Worte bedarf. Im Laufe der Zeit und nach dem einen oder anderen Bruch wird die Musik zunehmend melodischer, metallene Geräusch werden immer mehr von einem Bandsound aus Bass, Drums und Streichern absorbiert, der an die Kollaboration des Bassisten Massimo Pupilio mit Oren Ambarchi erinnet und bei bei dem man um einen profanen Begriff wie Postrock nicht verlegen sein muss.</p>
<p>„The Dawning Moon Of The Mind“ ist um einiges unaufgeräumter als „A Sky Burial“, aber nicht minder erhaben. Die ersten Minuten sind vom Saitenspiel einer Koto dominiert, einem japanischen Instrument, das klanglich der Harfe ähnelt. Dröhnt es im Hintergrund kreisend, werden die Figuren auf dem Instrument immer schneller, rhythmischer, erinnern stellenweise an die Ornamente der Continuous Music. Obwohl sich die Musik in Dichte und Intensität kontinuierlich steigert, mag man den Übergang zum eruptiven Kraut- und Metal-Gedresche immer noch als plötzlich empfinden, und so schnell die angestaute Spannung sich entladen hat, so schnell mündet der Fluss der Klänge in ein entspanntes, dunkles Dröhnen, gekrönt vom lautmalerischen Schamanengesang Luca T. Mais.</p>
<p>Begreift man „Jhator“ primär im Vergleich mit früheren Arbeiten ZUs, fällt die Abwendung vom Noise und allerhand atonaler Strukturen am ehesten ins Auge – dies aber auf die Gefahr hin, dass einem wesentliche Merkmale des Albums entgehen. „Jhator“ ist von einer rituellen Tiefe, die gekonnt zwischen geerdeten und abgehobenen Stimmungslagen zu changieren weiß und im Werk der Band eine bisher unerreichte Qualität darstellt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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		<title>GRUMBLING FUR: Furfour</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2017 03:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/grumblingfurfurfour.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13101" title="grumblingfurfurfour" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/grumblingfurfurfour-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manche sagen, mit Grumbling Fur leben Alexander Tucker und Daniel O&#8217;Sullivan ihre poppige Seite aus. Hört man dann noch, dass ihre Musik oft Gesangsduette im Stil des in den Fünfziger Jahren beliebten Harmoniegesangs enthält, könnte man sich darunter zunächst etwas sehr gefälliges, vielleicht sogar langweiliges vorstellen. Man darf aber beruhigt sein, denn bei aller Liebe zur Harmonie führen die beiden, die auf ihrem aktuellen Album „Furfour“ Verstärkung von Charles Bullen (This Heat) und Isobel Sollenberger (Bardo Pond) bekommen, so ziemlich<span id="more-13100"></span> alles ad absurdum, was man sich so unter glatten, kompakten Songs vorstellt – und das ganz nebenbei, denn primär verarbeitet das Album persönliche Erfahrungen der letzten Jahre.</p>
<p>Das harmonischste an den Songs ist fast immer der Gesang: Stets in Moll gehalten mit wehmütigen Refrains bringt er so manchen Ohrwurm zustande, und schon das frühe „Strange the Friends“ ist in der Hinsicht ein Höhepunkt. Doch Grumbling Fur sind kleine Spielverderber, denn sie lassen dem Gesang nie vollends den vorderen Bühnenraum, lassen ihn viel eher zu einem Teil der jeweiligen Kulissen werden, aus der er nur deshalb manchmal herausragt, weil er eines der wenigen Leitmotive abgibt. Andere Komponenten – beschwingte, schlacksige Takte, blubbernde Synthloops, melodramatiche Streicher, helle Snares aus der Drummachine und schnelles Gitarrenpicking – wechselt oft recht unverhofft von Song zu Song.</p>
<p>Die Arrangements all dessen geben dem dekonstruierten Pop gerade sein ungreifbares Gepräge: die stellenweise Holprigkeit der wie aufgeklebt wirkenden Takte in zahlreichen Songs, das zittrige Tremolo, das „Pyewacket Palast“ und „Acid Ali Khan“ wie durch einen verschwommenden Film zum Hörer durchdringen lassen, das schlaftrunkene Piano in „Heavy Days“, das Rauschen und Rumoren in „Perfect Reader“ &#8211; all dies taucht die Musik in eine impressionistisch anmutende Vagheit, die die Songs noch sensibler wirken lässt, als es klare Konturen vermocht hätten.</p>
<p>Wenngleich O&#8217;Sullivan und Tucker ihren Gesang wie nie zuvor in seiner Schönheit vervollkommnet haben, ist „Furfour“ doch nicht minder fordernd als das in etwa zeitgleich entstandene „Preternaturals“ mit seinen repetitiven Abstraktionen oder die teils ungeschlachten Epen auf „Glynnaestra“. Und so entfaltet das Album seinen ganzen Gehalt auch erst nach einiger Zeit. Und das ist eine Menge, denn das Album ist wie Laniakeas „A Pot of Powdered Nettles “ in Ian Johnstones Haus entstanden, und ich habe den Eindruck, dass der Ort mit seinen vielen Erinnerungen zu keinem geringen Teil am Album mitgeschrieben hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://thrilljockey.com/">Thrill Jockey</a></strong></p>
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		<title>LANIAKEA: A Pot Of Powdered Nettles</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2016 05:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/laniakeaapotofpowderednettles.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12267" title="laniakeaapotofpowderednettles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/laniakeaapotofpowderednettles-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Platten, die in musikalisch-textlicher Hinsicht eine solche Reichhaltigkeit und Tiefe aufweisen, dass ihr Charisma ganz ohne einen besonderen Hintergrund auskommt. Erfährt man dann doch etwas über die Raison d&#8217;Être eines solchen Albums, bekommt man eine Ahnung, woraus sich diese Fülle speist. Im Fall von „A Pot of Powdered Nettles“, dem Debüt des aus Daniel O&#8217;Sullivan und Massimo Pupillo bestehenden Duos Laniakea, ist dieser Hintergrund nicht etwa in theoretischen Überlegungen zu finden, sondern in der Vorgeschichte, die bis in die Spätphase von Coil zurück reicht<span id="more-12266"></span>. John Balance verbrachte seine letzten Monate bei seinem letzten Freund, dem Künstler Ian Johnstone a.k.a. Mr. Todd, und lebte quasi in dessen Haus in Tottenham im Norden Londons.</p>
<p>Johnstone hatte vielseitige Interessen, getaltete Cover von Coil und anderen Bands, war außer Künstler noch Imker, zudem sammelte er okkulte Gegenstände und allerlei Kuriositäten, und nach Balance Tod befand sich sicher auch einiges aus dessen Nachlass in seinem Haus. Dieses hatte immer eine offene Tür für befreundete Künstler und Musiker, und war jemand in Not, konnte er dort auch ein provisorisches zuhause finden. Einer dieser Freunde war der Musiker Daniel O&#8217;Sullivan, der in Bands wie Mothlite, Guapa, <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/aethenor-faking-gold-and-murder/">Æthenor</a>, Grumbling Fur und Ulver spielte, und nachdem im letzten Jahr auch Johnstone verstarb, war er es, der sich um die Hinterlassenschaften kümmerte.</p>
<p>Dass daraus, aus der Trauer, dem Ordnen von Gegenständen und der Zeit in Johnstones Haus ein Album hervorgehen sollte, war nicht geplant, es ergab sich beinahe wie von selbst, als O&#8217;Sullivans Freund <a href="http://africanpaper.com/2016/05/04/oren-ambarchi-massimo-pupillo-stefano-pilia-aithein/">Massimo Pipillo</a>, Bassist u.a. bei Zu und <a href="http://africanpaper.com/2015/05/16/ardecore-vecchia-roma/">Ardecore</a>, auf einen Besuch vorbeikam und man sich gemeinsam all den starken Emotionen hingab. Irgendwann floss all dies in eine ganz neue kreative Bahn, und die Band Laniakea war geboren, ein Projekt, das sich ganz dem Channeln und Umwandeln starker emotionaler Energien verschrieben hat.</p>
<p>„A Pot of Powdered Nettles“ ist ein Album voller Melancholie geworden, das gleichzeitig vor Kraft und Schönheit geradezu übersprudelt, ein Amalgam aus verwaschenen Soundbrocken, Song-Ansätzen im Downtempo und jeder Menge etherischer Schönheit, das nie ganz zu einer Einheit verschmilzt, und dessen Stimmung Himmel und Hölle eher überblendet, als sie ineinander aufzulösen. Im eröffnenden „The Contagious Magick Of The Superabundance“ klingen in den Ritzen monumentaler Dröhnwellen pittoreske Regenfälle an, und ätherische Chorgesänge und sanfte Melotron-Passagen erreichen mit einfacher Klangrhetorik eine große, sich graduell steigernde Intensität, die mit Pupillos Bassknarren in einem lodernden Brand gipfelt.</p>
<p>In allen vier Stücken offenbart ich über lange Strecken ein Widerstreit zwischen Lieblichem und rauer Dunkelheit, und lange Drones, deren Richtung immer vage bleibt, halten zusätzliche Spannung aufrecht. Dennoch entsteht der Eindruck, dass in all dem Harmonie und das Gefühl vom Linderung am Ende obsiegt. In „The Sky is an Egg“ winden sich aus infernalischem Rauschen und einer Vielzahl erratischer Streicher Pupillos gedämpfte Akkordfolgen heraus, und die entspannte, eher fragile Stimme O&#8217;Sullivans erreicht auch hier im glühenden Aufruhr die Verwandlung ins Schöne. Ähnlich „Zone in Parallel Rose“, das schrägste, zugleich aber auch am ehesten songorientierte Stück des Albums, bei dem sich die Echolalien verrückter Frauen und bedrohlich ratternde Takte in ein „kosmisches“ Vokalstück verwandeln. Auch hier füllt O&#8217;Sullivan alles mit einer Trauer, die einer diffusen Hoffnung Raum gibt.</p>
<p>Doch „A Pot&#8230;“ hat wenig von einer Schnulze mit einem simplen Happy End, und so wirft einen das ausladende „Calcite“ ein weiteres mal in einen undefinierbaren emotionalen Strudel. Freilich, das liebliche ist hier noch durchgehender präsent, in den Vocals des von Coils „The Ape of Naples“ her bekannten Contertenors Francois Testory, im Bimmeln von Glöckchen, aus denen sich pastorale Akkorde herauswinden, in den entrückten Klängen einer asiatischen Flöte, doch Dinge irgendwo zwischen Verfremdung und Realitätsschock sind nicht weit, wenn es quietscht und schleift, wenn ein Kind unverständliches auf einen AB spricht und einmal mehr wenn Pupillio seinen abgründigen Bass knarren lässt.</p>
<p>Wenn diese musikalische Wunderkammer eines kann, dann eine Vorstellung davon zu geben, welche Wunderkammer Johnstones Kosmos gewesen sein muss, idyllisch, aber – etwas profan gesprochen – mit Ecken und Kanten, bei der Schalk und comic relief hinter zahlreichen Kuriositäten hervorlugen. Letztlich eine liebevolle Hommage, die – natürlich primär wegen des Bezugsg zu John Balance – auch in einem Atemzug mit <a href="http://africanpaper.com/2012/09/08/myrninerest-%e2%80%9ejhonn%e2%80%9c-uttered-babylon/">Myrninerests „&#8217;Jhonn&#8217;, Uttered Babylon“</a> genannt werden kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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