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	<title>African Paper &#187; Luster</title>
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		<title>ANNELIES MONSERÉ: Mares</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Aug 2023 05:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Annelies Monseré]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor ein paar Monaten erschien mit „Mares“ ein neues Album der seit etwa 20 Jahren aktiven Belgierin, die als Philosophin und Musikerin (sowohl solo als auch mit anderen, z.B. in ihrer Band Luster) tätig ist: „Initially the music was piano-based &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/19/annelies-monsere-mares/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/a2745815858_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-37092" title="a2745815858_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/a2745815858_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor ein paar Monaten erschien mit „Mares“ ein neues Album der seit etwa 20 Jahren aktiven Belgierin, die als <a href="https://aestheticsforbirds.com/2015/12/11/interview-with-philosopher-and-musician-annelies-monsere/">Philosophin und Musikerin</a> (sowohl solo als auch mit anderen, z.B. in ihrer Band <a href="http://africanpaper.com/2022/06/18/luster-st/">Luster</a>) tätig ist: „<a href="https://www.annelies-monsere.net/about/">Initially</a> the music was piano-based and mostly instrumental. Once she ‘discovered’ her voice, vocals became a main focus.“<span id="more-37091"></span></p>
<p>Das Vinyl „Mares“ wurde jetzt (zu Recht muss man antizipierend sagen) nachgepresst. Monseré<a href="https://www.psychedelicbabymag.com/2023/05/annelies-monsere.html"> verortet</a> ihr letztes Album etwas zögerlich im Folk: „as I am not part of a living folk tradition and I am not a folk revivalist, I would not call ‘Mares’ a folk album. But, it is very obviously inspired by folk music, which is quite unsurprising given the fact that I listen to a lot of folk and folk-inspired music. Having said all this, I do not object to people calling it folk. It is a bit silly to invent new genre names for every new album, as if an album is so exceptional that it deserves a whole new concept. “</p>
<p>Erste Aufnahmen zu dem Album begannen 2017, fertiggestellt wurde es 2022, wobei man diesem unglaublich kohärenten Album diesen recht langen Entstehungszeitraum nicht anmerkt.  Die Musik auf „Mares“ ist getragen, dronelastig, repetetiv und zuteifst dicht und atmosphärisch, wird dominiert von Harmonium, Akkordeon, Keyboards. Monseré verzichtet gänzlich auf Gitarre und Klavier, die auf den Vorgängeralben entscheidend zum Klangbild beigetragen hatten.</p>
<p>Das Thema des Meeres wird durch Wiederholungen und Zirkuläres auf klanglicher wie auch auf textlicher Ebene – das Album beginnt mit „Your Finest Hour“ und endet mit „My Finest Hour“, es finden sich zwei Teile von „August“ – zum Ausdruck gebracht. „Your Finest Hour“ ist ein flächiges, loopbasiertes Instrumental. Einer der Höhepunkte ist das darauf folgende „Shells“ mit Harmoniumdrones. Hier spielt Monseré eine mysteriöse Klagemusik, die erschüttert. Fast könnte man sagen, dass die beiden Teile von „August“ so klingen, wie es Dungeonsynth möchte, ohne dass es wirklich gelingt, während hier eine mittelalterliche, mysteriöse Atmosphäre erzeugt wird. Im Zentrum des Albums steht „Sally, Free and Easy“, ein Cover des so häufig interpretierten von Cyril Tawney 1958 geschriebenen Songs, der hier mit Harmonimdrones umgesetzt wird. Mit sakral-entrückter Stimme wird das Thema des Meeres weitergeführt: „Sally, free and easy,/That should be her name,/Sally, free and easy,/That should be her name,/Took a sailor&#8217;s loving,/For a nursery game. „Mirror“ ist ein  von Orgeltönen durchzogenes sakrales Instrumental.</p>
<p>&#8220;Mares&#8221;, das manchmal entfernt an Tara Burkes <a href="http://africanpaper.com/tag/fursaxa/">Fursaxa</a> denken lässt, erzeugt durchgängig ein Gefühl des leicht Unheimlichen, des Entrückt- und Verrücktseins und lässt den Hörenden &#8220;Meer&#8221; rufen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://horn-of-plenty.bandcamp.com/">Horn Of Plenty</a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3875903899/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3091786783/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>LUSTER: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 03:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Annelies Monseré]]></category>
		<category><![CDATA[Luster]]></category>
		<category><![CDATA[Morc Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist und &#8220;Gut Ding&#8221; Weile haben will, muss nicht unbedingt eine hohle Floskel sein, zumindest wenn man sich den Werdegang der belgischen Luster vor Augen führt, deren Gründung bereits 10 Jahre zurückliegt. Eine Split-Single mit Hellvete &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/18/luster-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/lusterlusterluster.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30179" title="lusterlusterluster" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/lusterlusterluster-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist und &#8220;Gut Ding&#8221; Weile haben will, muss nicht unbedingt eine hohle Floskel sein, zumindest wenn man sich den Werdegang der belgischen Luster vor Augen führt, deren Gründung bereits 10 Jahre zurückliegt. Eine Split-Single mit Hellvete 2016 war eines der wenigen Lebenszeichen, die das aus Annelies Monseré und Mitgliedern von Mote und Joe Speedboat bestehende <span id="more-30177"></span>Dronefolk-Shoegaze-Kollektiv von sich hören ließ, ansonsten kümmerten sich die Beteiligten zunächst mehr um ihre anderen Projekte.</p>
<p>Während der Pandemiejahre fand man dann doch Zeit, ein etwas verspätet anmutendes Debütalbum einzuspielen, und das jüngst veröffentlichte Resultat ist beeindruckend. Im Grunde braucht es nur die ersten beiden Tracks, um das stilistische Terrain des gleichnamigen Longplayers abzustecken. Ohne viel Federlesens startet der Opener &#8220;All is dark inside&#8221; mit einem hypnotisch dröhnenden Harmonium und steten, langsamen Handtrommeln &#8211; sowie dem Gefühl, dass etwas Spannungsvolles ansteht. Doch netter folkiger Gesang in Monserés ungekünsteltem Sopran gibt dem Stück eine Wendung, die sofort an gängige Mittelalter-Versatzstücke denken lässt, die man auch von Gruppen wie The Moon Lay Hidden Beneath A Cloud oder auch dem Punk&#8217;n'Wave von Astaron kennt. Bassläufe in knarriger Postpunkmanier leiten das folgende &#8220;L&#8217;idéal&#8221; ein, bei dem man zunächst eine Bauchlandung im profaneren Hier und Jetzt erwarten könnte, doch wenn der hochtönende Gesang diesmal eine noch märchenhaftere Melodie anstimmt, fühlt man sich überraschenderweise in ein Tableau entrückt, in dem Heroen um die Gunst präraphaelitischer Mädchen in wallenden Gewändern buhlen.</p>
<p>Gleichwohl sich bis zur sonnabolen Entrückung im finalen Gegenzoom von &#8220;Out of time&#8221; alles in diesem Rahmen abspielt, demonstrieren die einzelnen Stücke – zumindest bei wiederholtem Höhren – ihre jeweils individuellen Charakterzüge: eine kanonartig gekoppelte Stimme, deren märchenhafte Melodiebögen in &#8220;Archaeologist&#8221; erneut diese gebrochene präraffaelitische Atmosphäre entstehen lassen; das ungleich temperamentvollere Picking in &#8220;Espace&#8221;, das irgendwann von einer dunklen Ambientfläche gebremst wird, um Raum für einen Gesang zu schaffen, der wie ein Echo aus einer anderen Welt klingt; der höfische Tanz in &#8220;Crépuscule&#8221;, der wie ein Jugendstilmotiv mit versteckten morbiden Details anmutet; die heitere Melancholie im zuckersüßen &#8220;I Fall&#8221;; das düstere Harmonium in &#8220;Angst&#8221;, dem all die anderen Instrumente geschwungene Ornamente geben.</p>
<p>Dass alle Stücke auf die eine oder andere Art einen doppelten Boden haben, ist ein mindestens ebenso charakteristisches Merkmal der Musik wie das märchenhafte Setting, das sie entstehen lässt, und man darf gespannt sein, wann und wie die Reise für Luster weitergehen wird.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3485751857/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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