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	<title>African Paper &#187; Mimsy</title>
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		<title>GREY MALKIN / FOGROOM: Shoreline Ritual</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 04:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fogroom]]></category>
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		<description><![CDATA[Wäre &#8220;Shoreline Ritual&#8221;, das erste gemeinsam aufgenommene Album das Schotten Grey Malkin und des Deutschen Fogroom, ein Film, so wäre es wahrscheinlich einer dieser Streifen, die einen mit ihren geheimnisvollen atmosphärischen Bildwelten ungemein in den Bann zu ziehen vermögen, auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/22/grey-malkin-fogroom-shoreline-ritual/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/shorelineritual.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41421" title="shorelineritual" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/shorelineritual-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wäre &#8220;Shoreline Ritual&#8221;, das erste gemeinsam aufgenommene Album das Schotten Grey Malkin und des Deutschen Fogroom, ein Film, so wäre es wahrscheinlich einer dieser Streifen, die einen mit ihren geheimnisvollen atmosphärischen Bildwelten ungemein in den Bann zu ziehen vermögen, auch wenn man wahrscheinlich nur sehr bedingt sagen könnte, was sich in dem Film und seinen von diffusen Andeutungen lebenden Szenenfolgen eigentlich ereignet.<span id="more-41416"></span></p>
<p>Die beiden Musiker – man mag sie Komponisten, Klangkünstler oder in einem Fall auch Multiinstrumentalisten nennen – bewunderten schon länger das Werk des jeweils anderen, vielleicht weil das Hauntologische, das Aufspüren verhuschter Geister in den Nischen musikalischer Settings und anderer nicht immer imaginärer Orte, ein gemeinsames Element im Werk der beiden ist, das gleichzeitig auch genügend Unterschiede aufweist, wenn man die folkige Seite Malkins mit den Wurzeln Fogrooms in der elektronischen Musik vergleicht.</p>
<p>Nach <a title="FOGROOM: The Browning Vortex" href="http://africanpaper.com/2023/09/23/fogroom-the-browning-vortex/">Fogrooms Tape &#8220;The Browning Vortex&#8221;</a>, das wir als spannende Geisterarbeit in einer merkwürdigen Heterotopie beschrieben, kam es zu einer persönlichen Korrespondenz, und schon bald stand die Idee zu einer gemeinsamen Arbeit. Bedenkt man die Vorliebe der beiden für alles verhuscht-gespenstische, dann wundert es nicht, dass sie recht vage Ideen zum Ausgangspunkt nahmen, statt sich ein elaboriertes Konzept an den Haaren herbeizuziehen. Beide teilen eine gewisse Liebe für das Wasser, für das Meer und seine Küsten, die sie folglich als groben Schauplatz für ihre noch im Entstehen begriffene Geschichte auswählten, und wie von selbst passierte es, dass dieser Schauplatz, der in den Vorstellungen der beiden eigentlich eher etwas Heilsames hatte, zum Ort seltsamer, dunkel melancholischer, vielleicht sogar unheilsamer Vorkommnisse und Herausforderungen wurde. Geschichten von Verlust und halb vergessenen Träumen, von Begegnungen im Nebel der Dämmerung an irgendeiner verlassenen Küste tauchen auf und verschwinden wieder vor dem Auge des Betrachters, sobald dieser nach ihnen zu greifen versucht.</p>
<p>Vielleicht ist es die verfremdete und wahrscheinlich gesamplete männliche Stimme im einstimmenden Auftakt &#8220;As it Began&#8221;, die mich auf den Filmvergleich brachte &#8211; in den ersten Minuten des Albums jedenfalls ereignet sich einiges: ein subtiles Rauschen, das sich bald als Brandung entpuppt, eine Melodie auf einem einsamen Piano, Glöckchen und allerhand klingelndes dazu, dass eventuell von einen Saiteninstrument stammt, eine eher raue Keyboardfläche und die Ansage, dass irgendwo an einer Küstenlinie jemand vermisst wird. Wie viel kann man daraus ziehen?</p>
<p>Auch in den folgenden Stücken wird stets eine intensive Spannung gewahrt, die nicht nur, aber durchaus auch durch ein stets variiertes Klangmaterial gewinnt – ein Aspekt der umso mehr beeindruckt, da auf diesem Album wohl keine akustischen Instrumente verwendet wurden, bzw nur in gesampleter Form zu hören sind. &#8220;The Coast&#8221; lässt scheinbar akustisches und Vintage-Synthes, die Erinnerungen an späte Coil aufkommen, helle Klänge und sehnsuchtsvoll melancholische Melodien entstehen, bei denen einem bewusst wird, das auf der anderen Seite des Meeres wieder eine andere ferne Küste liegt, die ein Sehnsuchtsort sein kann. &#8220;Ghosts in our transmissions, a distress signal &#8221; heißt es in den Liner Notes, und natürlich muss man in der von allerhand Störgeräuschen begleiteten Radioübertragung daran denken. &#8220;A Certain Sense&#8221; lässt sein geheimnisvolles Soundmaterial tremolieren und zittern, doch dann bringt ein dezenter Takt Bewegung in die eher sanfte Szenerie, und eine angenehme Melodie (eine Stimme? Eine Gitarre?) setzt dem Ganzen die Krone auf. Vor diesem Hintergrund erscheint die wiedereinsetzende knarrige Rezitation wie von einer geisterhaften Aufnahme zu stammen, die jemand irgendwo an einem verlassenen Künstenstreifen gefunden hat.</p>
<p>Metallophonische Soundtupfer, vibrierende Synthies, wellenförmig wiederkehrende Avantgardetitate aus besseren Zeiten, später so etwas wie die ausladend gestrichenen Saiten eines Cellos oder Kontrabasses – all dies macht aus &#8220;The Old Dream&#8221; einen verträumten Tanz in Zeitlupe. Das Stück wirkt wie ein retardierendes Moment in einer klassischen Tragödie, bevor sich all die aufgeladene Spannung im Titeltrack zuspitzt und entlädt: Aggressiver grollt hier die Brandung, stürmisch erscheinen die durchaus gefühlvollen Streichersounds, die bedrohlich näher kommen, während es aus allen Richtungen zittert und flirrt. Dass Aufruhr im Anmarsch ist, merkt man immer mehr, es paukt lauter, bis das Stück in etwas beinahe Monumentales kulminiert. Allerlei Stimmen, zum Teil im Chor, meint man zu halluzinieren, doch dann geht alles ganz schnell, die Fata Morgana löst sich auf und nur die Violine und die Brandung bleiben.</p>
<p>Wenn sich im abschließenden kurzen &#8220;The Change&#8221; noch einmal alle Elemente kurz aufzubäumen scheinen, wird klar, dass die Situation nun eine veränderte ist und vor einem anderen Hintergrund stattfindet: Die Schwelle des Shoreline-Ritual ist überschritten und eine neue Zeit beginnt. P.S.: Das Album ist bisher digital erhältlich, gut informierten Quellen zufolge ist aber die Idee eines physischen Tonträgers noch nicht vom Tisch. (U.S.)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240610_161554_084.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3444373699/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>FOGROOM: The Browning Vortex</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Sep 2023 06:49:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fogroom]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Follert]]></category>
		<category><![CDATA[Mimsy]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist als erkunde man einen seltsam verwunschenen Ort mit verbundenen Augen. Hinter einer Wand aus Rauschen scheinen sich Schritte abzuzeichnen und hinter den niederdrückenden Soundloops, die bald einsetzen, hantiert etwas, als schlage jemand einen Nagel in eine Wand. Was &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/23/fogroom-the-browning-vortex/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/thebrowningvortex.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-37385" title="thebrowningvortex" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/thebrowningvortex-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist als erkunde man einen seltsam verwunschenen Ort mit verbundenen Augen. Hinter einer Wand aus Rauschen scheinen sich Schritte abzuzeichnen und hinter den niederdrückenden Soundloops, die bald einsetzen, hantiert etwas, als schlage jemand einen Nagel in eine Wand. Was geschieht hier und wer ist hier zugange? Ist es ein Nebelhorn, dass am anderen Ende der Soundschicht erklingt? Zu der undurchsichtigen Atmosphäre des <span id="more-37380"></span>Prologs von &#8220;The Browning Vortex&#8221; würde es passen, und vielleicht bringt es ein bisschen Orientierung in den Schauplatz. Die könnte man zumindest gebrauchen, denn spätestens im hypnotisch somnambulen Brummen des darauffolgenden &#8220;The Moon So Big&#8221; spürt man, dass man einen spukhaften Ort betreten hat oder dass man, falls man den Blickwinkel des distanziert wahrnehmenden Rezipienten einnehmen möchte, jemandem bei der Geisterarbeit zuschaut.</p>
<p>Das Tape &#8220;The Browning Vortex&#8221; ist der erste Longplayer, den der deutsche Soundartist Jörg Follert mit seinem neuen Projekt Fogroom herausbringt, und mit dem er auf gewisse Weise auch an das vor rund zwei Jahren erschienene &#8220;Ormeology&#8221;-Album seines anderen Ausdrucksventils Mimsy anknüpft. Doch während er dort in filigranen Songansätzen eine Musik der Übergänge und Überblendungen schuf, scheint er hier wie eine Sonde in die Mitte eines geisterhaften Geschehens einzutauchen.</p>
<p>Das heißt aber ganz und gar nicht, dass es im Strudel von &#8220;The Browning Vortex&#8221; keine Bewegung gäbe, ganz im Gegenteil. &#8220;Travel in Fear&#8221;, aus dem manch einer ein ganzes Album gemacht hätte, ist eine Passage voll spontaner und doch stimmig wirkender Richtungswechsel: Knietief im Knarren und Rauschen dunkler Synthies zeichnet sich von Beginn an etwas Monumentales ab, das an den Mut im Angesicht einer Bedrohung denken lässt, und das sich durch mehrere meist von rhythmischen Strukturen geprägte Stationen &#8211; mysteriöse Hochtöner, hintergründige Pauken, aufwühlende Trommelwirbel &#8211; ziehen lässt, und wenn immer man sich am zentralen Plateau wähnt, tut sich ein neuer Weg in eine unerwartete Richtung auf. Leisere, verspielte Momente leiten dann in den Schlussteil über, der in gewohnter Wucht beinahe an einen sich schließenden Kreis erinnert &#8211; beinahe, denn hier kommt nichts zurück, wie es war.</p>
<p>Haben diese rhythmischen Passagen fast immer etwas Befreiendes, so wirkt die Musik mitunter besonders desolat, wenn diese nicht oder weniger stark vorhanden sind. In &#8220;Teleskope&#8221;, das sich sehr langsam aufbaut und aus dessen von leisen Donnerschlägen durchzogenem Rauschen sich mehr und mehr ein dröhnender Sound herausschält, stößt man auf eine bedrohlich wirkende orchestrale Wand, die sich langsam aber stetig nähert und die Gelassenheit des Hörers herausfordert. In &#8220;What is this?&#8221; fühlt man sich wie von einer rauen verzerrten Flut überrollt. Unter ihrer Wucht wird auch ein wehmütiges orchestrales Ornament begraben, was dem ganzen eine besondere Melancholie verleiht. In manchen der Stücke tauchen die rhythmischen Elemente beinahe unverhofft wie ein deus ex machina auf &#8211; das können auf&#8217;s Wesentliche heruntergebrochene Midtempo-Drumbeats aus den Annalen des Rock sein, wie sie in &#8220;Traces lost in the sand&#8221; ein spannungsgeladenes Gemisch aus schwerer Dröhnung und berührenden Streichersounds auflösen. Oder hypnotische Taktung, die im passend betitelten &#8220;The Entrance&#8221; ein Portal zu öffnen scheint.</p>
<p>Man könnte die vielfältigen Bewegungen der Ereignisse &#8211; und ebenso die des verbundenen Auges, das diese durch die grobmaschigen Texturen seines Schleiers zu beobachten versucht &#8211; noch weitaus detaillierter nachzeichnen, aber selbstredend kommt es auf diese Details nicht an. Die intensive Erfahrung der Musik dagegen wirkt nach, auch nach dem Verlassen dieser seltsamen Heterotopie. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Doomshire Tapes</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230907_111735_895.sdocx--></p>
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