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	<title>African Paper &#187; Mombu</title>
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		<title>DIVUS: 2</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2020 08:08:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Musikgeschichte ist voll mit Kollaborationen, bei denen zwei oder mehrere alte Hasen einmal zusammenkommen sind und einen nahezu perfekt aufeinander abgestimmten Stil gefunden haben, nur um danach zu neuen Ufern aufzubrechen. Umso mehr freut man sich, wenn es zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/03/14/divus-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/BM098_DIVUS_72dpi_900px.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20450" title="BM098_DIVUS_72dpi_900px" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/BM098_DIVUS_72dpi_900px-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Musikgeschichte ist voll mit Kollaborationen, bei denen zwei oder mehrere alte Hasen einmal zusammenkommen sind und einen nahezu perfekt aufeinander abgestimmten Stil gefunden haben, nur um danach zu neuen Ufern aufzubrechen. Umso mehr freut man sich, wenn es zu einer Fortsetzung kommt, und man eine gewisse Hoffnung wagen darf, dass vielleicht doch gerade eine feste Band am entstehen ist.<span id="more-20449"></span></p>
<p>Eine solche könnte Divus sein, dass Duo bestehend aus dem römischen DJ und Producer Luciano Lamanna und Luca T. Mai, Saxophonist der <a href="http://africanpaper.com/tag/zu/">Jazzcore-Legende Zu</a> und der donnernden <a href="http://africanpaper.com/tag/mombu/">Exotica-Combo Mombu</a>. Gemeinsam spielen sie cinematische Soundscapes, bei denen fein ziselierte Elektronik ambienter oder kühl technoider Prägung die Kulisse für die unterschiedlichsten dramatischen Ereignisse bietet, die Mai seinem Instrument zu entlocken weiß &#8211; bis sich Handlung und Kulisse zu einer unentwirrbaren Einheit vermengen.</p>
<p>Oft sind solche Fortstezungen dann &#8211; wie z.B. bei &#8220;Invisible Cities&#8221; von Aidan Baker und Gareth Davies &#8211; tatsächlich Weiterführungen des anfänglichen Konzepts, so dass man beide Longplayer im Shuffle hören könnte, ohne die einzelnen Tracks sicher einem der Alben zuordnen zu können. Auch Divus&#8217; Zweitwerk knüpft &#8211; glücklicherweise &#8211; an den <a href="http://africanpaper.com/2017/06/10/divus-st/">Erstling</a> an: Ambiente Soundwellen schaffen eine nächtliche Breitband-Stimmung, zusammen mit dem manchmal wie aufgeklebt wirkenden Saxophonan an einen Darkjazz erinnert, der nicht ganz so smooth und phlegmatisch wie üblich daherkommt. Wie beim Vorgänger fehlen aber auch hier die disharmonischen Seiten nicht: Kernig rumorende Hintergrund-Landschaften bilden die Kulisse nicht nur für das Saxophonspiel, sondern auch für hochfrequente Feedback-Loops, und auch ersteres brattelt sich imemr mal in ungeahnt alarmistische Höhen empor.</p>
<p>Spätestens aber beim Geknüppel des verzerrten Rhythm Noise einiger Passagen beschleicht einen der eindruck, dass der Widerstreit zwischen der eingängigen, fast sanften Seite des Albums und ihrem räudigen Gegenpart diesmal mehr zugunsten letzterer ausfällt. Darin freilich, mehr noch aber im völligen Fehlen von Längen erkennt man ein Potential, das locker für einen dritten Longplayer reichen würde. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://boringmachines.it">Boring Machines</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2117884739/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DIVUS: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jun 2017 05:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/DivusDivus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13789" title="DivusDivus" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/DivusDivus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ungleiche Duette gibt es viele, doch Lucianno Lamanna und Luca T. Mai haben sich, wie es scheint, gerade zur richtigen Zeit zusammengefunden, um ihre so unterschiedlich gediehene Kreativität in eine gemeinsame Bahn fließen zu lassen. Lammana, dessen Wurzeln im Techno liegen, bewegte sich in seinen jüngsten Projekten immer mehr in experimentellen Gefilden, eine Wegmarke war das Split zwischen seinem Projekt Lunar Lodge und Mai Mai Mai. Der Saxophonist Mai, aufgewachsen mit Metal, Punk und Hardcore, hat in<span id="more-13788"></span> den letzten Jahren &#8211; auch mit seiner Hauptband Zu &#8211; immer mehr Interesse an feinsinnigen Strukturen gezeigt, die mittlerweile eine zweite Säule neben seinen altbekannten Freakouts darstellen.</p>
<p>Mit Divus haben die beiden eine gemeinsame musikalische Sprache entwickelt, die auf cinematische Soundscapes setzt, und trotz eines stilvoll reduzierten Klangdesigns auch an allen Ecken und Enden Raum für kleine Ausbrüche lässt. Zu Beginn, beim ersten der vier nummerierten Tracks, könnte die Reise noch beinahe überall hinführen – Techno, Improv, Ambient, IDM, Noise, wer weiß? Zu Behaupten, die anfängliche Frickelei habe von all dem etwas, wäre vielleicht ein bisschen übertrieben, illustrierte die Offenheit des Ansatzes jedoch ganz gut. Erst mit der Zeit kommt auch etwas Groove in die Gemengelage, und die quietschenden Bläserparts tragen immer mehr Mais Handschrift, wenngleich sein gar nicht räudiges Spiel hier klassischer wirkt als bei allen mir bekannten Arbeiten des Musikers: wie der smoothe Score zu einem dunkel ausgeleuchteten Neo Noir-Streifen.</p>
<p>Irgendwann holen einen die plastischen Sounds und so etwas wie verfremdetes Froschquaken aus der Träumerei in die raue Wirklichkeit zurück, doch der zweite Track ist weitaus dynamischer, als der Anfang vermuten lässt. In seiner statischen Rhythmik und der Aufgeräumtheit des Saxophonspiels erinnerst die Musik manchmal an das Debüt von Mais anderer Band Mombu, mit dem Divus auch das stetige Aufgreifen und Transformieren einzelner Motive gemein hat, doch das synthetisch verfremdete Saxophon und kleine, kantige Metallsplitter in der Oberfläche sprechen eine ganz eigene Sprache.</p>
<p>Was die insgesamt vier Stücke gemeinsam haben, ist das heimliche Spiel mit versteckten Details in der Oberfläche der grobkörnigen Struktur, mehr noch der subtile Widerstreit zwischen Chaos und Form, wobei letzteres hier ganz klar den Sieg davon trägt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it/">Boring Machines</a></strong></p>
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		<title>ZU: Jhator</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 07:43:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn man bisher etwas über ZU zu lesen bekam, war meistens von einem sehr wilden, oft tonnenschweren Hybrid aus Jazz, Metal und allem, was auf -core endet, die Rede, und bei Vergleichen war man schnell bei Gruppen wie Painkiller und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/22/zu-jhator/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/zujhator.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13637" title="zujhator" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/zujhator-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man bisher etwas über ZU zu lesen bekam, war meistens von einem sehr wilden, oft tonnenschweren Hybrid aus Jazz, Metal und allem, was auf -core endet, die Rede, und bei Vergleichen war man schnell bei Gruppen wie Painkiller und Naked City. Dazu passt auch die Mutmaßung, das die Band sich einst nach einem Song von James Plotkins Grindcore-Kapelle Old Lady Drivers benannt haben soll. Befasste man sich etwas genauer mit dem Werk der Italiener und hörte sich auch die Kollaborationen an, dann registrierte man schnell, dass die<span id="more-13636"></span> Gruppe sich nur bedingt auf ihre harsche, entgrenzte Seite reduzieren ließ. Auf „Jhator“ sind ZU jedoch weiter von den oben genannten Begriffen entfernt als je zuvor und verzichten mit dem Saxophon, das Luca T. Mai gegen das Mikrofon eingetauscht hat, auf das Element, das für die hartnäckigsten Jazzvergleiche sorgte.</p>
<p>Der Begrif „Jhator“ bezeichnet im Tibetischen eine traditionelle Bestattungstechnik, bei der die Körper Verstorbener in Stücke zerschnitten und auf einer Bergkuppe den Elemente und wilden Tieren, primär Raubvögeln, überantwortet werden, die wörtliche Übersetzung des Begriffs lautet „den Vögeln Almosen geben“. Man betrachtet die Vögel als Manifestationen von Dakinis, halbgöttliche Wesen weiblichen Geschlechts, die die Seelen der Verstorbenen – symbolisch in Form von Teilen des Körpers – in den Bardo tragen, in dem sie bis zur Wiedergeburt verweilen. Das die erste Seite füllende Stück heißt dann passenderweise auch „A Sky Burial“.</p>
<p>In den gut zwanzig Minuten des Stücks wird dieser Brauch, eingerahmt durch einen eröffneten und einen abschließenden Gongschlag, mit einer Vielzahl an Elementen ritueller Klangkunst musikalisch vergegenwärtigt. Längere Phasen relativer Stille nach dem Verrauschen der eröffnenden Gongklänge ermöglichen Konzentration, subtile Details wie leises Vogelzwitschern und kleine, undefinierbare Sounds lassen eine Erwartungshaltung entstehen, die wächst, sobald sich die Elemente verdichten. Schon bald kristallisiert sich das flächige Kreisen einer Drehleier heraus, deren kraftvoller, dudelsackartiger Klang etwas Starkes zu untermalen scheint, das vage bleibt und keiner erklärenden Worte bedarf. Im Laufe der Zeit und nach dem einen oder anderen Bruch wird die Musik zunehmend melodischer, metallene Geräusch werden immer mehr von einem Bandsound aus Bass, Drums und Streichern absorbiert, der an die Kollaboration des Bassisten Massimo Pupilio mit Oren Ambarchi erinnet und bei bei dem man um einen profanen Begriff wie Postrock nicht verlegen sein muss.</p>
<p>„The Dawning Moon Of The Mind“ ist um einiges unaufgeräumter als „A Sky Burial“, aber nicht minder erhaben. Die ersten Minuten sind vom Saitenspiel einer Koto dominiert, einem japanischen Instrument, das klanglich der Harfe ähnelt. Dröhnt es im Hintergrund kreisend, werden die Figuren auf dem Instrument immer schneller, rhythmischer, erinnern stellenweise an die Ornamente der Continuous Music. Obwohl sich die Musik in Dichte und Intensität kontinuierlich steigert, mag man den Übergang zum eruptiven Kraut- und Metal-Gedresche immer noch als plötzlich empfinden, und so schnell die angestaute Spannung sich entladen hat, so schnell mündet der Fluss der Klänge in ein entspanntes, dunkles Dröhnen, gekrönt vom lautmalerischen Schamanengesang Luca T. Mais.</p>
<p>Begreift man „Jhator“ primär im Vergleich mit früheren Arbeiten ZUs, fällt die Abwendung vom Noise und allerhand atonaler Strukturen am ehesten ins Auge – dies aber auf die Gefahr hin, dass einem wesentliche Merkmale des Albums entgehen. „Jhator“ ist von einer rituellen Tiefe, die gekonnt zwischen geerdeten und abgehobenen Stimmungslagen zu changieren weiß und im Werk der Band eine bisher unerreichte Qualität darstellt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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		<title>ARDECORE: Vecchia Roma</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/05/16/ardecore-vecchia-roma/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2015 05:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/ardecorevecchiaroma.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10130" title="ardecorevecchiaroma" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/ardecorevecchiaroma-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auch wenn das Covermotiv vielleicht etwas anderes suggeriert, ist mit dem alten Rom, das Ardecore in ihrem dritten Studioalbum besingen, nicht die antike Weltstadt gemeint, sondern das Rom des frühen 20. Jahrhunderts. Ardecore haben in Deutschland bislang nie wirklich Fuß gefasst, obwohl sie in ihrer italienischen Heimat eine bekannte Größe sind. Seit Jahren stehen sie bei einem großen „Indie&#8221; unter Vertrag, ihr Name fällt in einheimischen Feuilletons und prangt von glänzenden Titelseiten, einzelne Mitglieder standen bereits mit Leuten wie Mike Patton und Peter Brötzmann auf der Bühne.<span id="more-10129"></span></p>
<p>Als die Combo sich kurz nach der Jahrtausendwende aus Musikern der legendären Jazzcore-Band Zu rekrutierte, hielten viele ihr Konzept für eine einmalige Sache – auf ihrem Debüt „Chimera“ dokumentierten und reanimierten Ardecore alte, semifolkige Gassenhauer des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts, die alle aus Rom und dem römischen Umland stammten. Stil, Slang und die anekdotenreichen Texte wurden entgegen der gerade aufkommenden Retromode zwar der neuen Zeit angepasst und waren doch von dem ganz eigenen Flair der Region und der Zeit durchdrungen und klangen wahrscheinlich für die meisten Eingeweihten schon auf den ersten Takt nicht einfach italienisch, sondern spezifisch römisch. Es war eine Musik, die man hierzulande gerne mit dem in Italien eigentlich wenig gebräuchlichen Wort Chanson umschreibt, Giampaolo Felici trug seinen wehmütig-theatralischen Gesang mit einer derben Note vor, und nicht unpassend dazu war an vielen Stellen ein erdiger Schuss Blues zu hören.</p>
<p>Spätestens mit dem Doppelalbum „San Cadoco“ war klar, dass Ardecore als feste Band gelten darf, zumal ein paar Veränderungen die für langfristige Projekte typische Dynamik aufwiesen. Der Sound war etwas schwerer, die Stimmung feierlicher, neben Felici war die auch aus anderen Projekten bekannte Sängerin Sarah Dietrich sehr präsent, und eine Zeile lang durfte man sich sogar über die Stimme eines gewissen David Tibet freuen.</p>
<p>Das vor kurzem erschienene „Vecchia Roma“ soll hier mehr vorgestellt als beurteilt werden, denn für eine wirkliche Expertise sollte man viel mehr über die römische Songtradition wissen und v.a. die Sprache – auch in ihren regionalen und slanghaften Besonderheiten – beherrschen. Laut Eigenangabe geht es einmal mehr darum, einer im Verblassen befindlichen Songkultur und ihren typischen Themen und Diskursen ein Denkmal in der Erinnerung zu setzen, was ein Kollege andernorts mit dem Verdienst der seit langem etablierten Balkanmusik oder des Irish Folk vergleicht. Die Songs stammen größtenteils aus dem Rom der Zwischenkriegszeit, eine Zeit voll wirrer Umbrüche, voll tragischer Entwicklungen – wie sehr sich das Lebensgefühl zwischen den ockergoldbraunen Fassaden und die Selbstbilder der Einheimischen von den heutigen unterschieden, rechtfertigt für den Volksmund die Rede vom „alten“ Rom, die Ardecore für den Titel übernahmen.</p>
<p>Es mag überraschen, dass man gerade auf diesem Album – zuzüglich zu den gelungenen Interaktionen aus Akkordeon und mediterranen Zupfgitarren – besonders stark an amerikanische Musik erinnert wird, sei es durch die Jahrmarktsorgel im eröffnenden „Girasole“, durch einen Drummer, der in „Serenatella amara“ mit rumpeligem Groove gegen wehmütige Mandolinen ankämpft und die Schule des Jazz nicht verleugnen kann oder einmal mehr durch den rauen Bluestouch des Sängers. Ich weiß nicht, ob sich „Serenata a Maria“ auf einen gleichnamigen Film aus den Fünfzigern bezieht, jedenfalls ist dieses Stück mit seiner Mixtur aus Euphorie und Schwermut und seinen mitreisenden Tempowechseln für mich der Höhepunkt des Albums.</p>
<p>Die sehr unterschiedlichen kulturellen Einflüsse in ihrer Vermischung mit regionalen Eigenheiten entsprechen nicht nur dem Zeitgeist schon der klassischen Moderne, sie zeigen ein weiteres Mal, dass Ardecore nicht einfach eine Folkband sind &#8211; vielleicht beherrschen sie diese alte Musik gerade deshalb so gut, weil sie eben auch anderes können. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Goodfellas</strong></p>
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		<title>MOMBU: Niger</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 06:15:40 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mombuniger.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6746" title="mombuniger" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mombuniger-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sollte es eine Wahl zum sympathischsten Cover des Jahres geben, dann sollten definitiv auch die römischen Tikicore-Jazzer Mombu dafür kandidieren. Die Gestaltung ihres neuen Longplayers „Niger“ ist eine liebevoll-spackige Hommage an diverse Metal-Idole, darüber hinaus die perfekte Einführung in den eigenen Themenkosmos. Mit Tenorsaxophon und einer gewaltigen Drumsection beschwört das Duo aus dem Dunstkreis der legendären Zu ein weiteres mal die Geister einer exotischen Parallelwelt. Was daraus entsteht ist die musikalische Entsprechung eines grindigen Comics, dessen Schauplatz diesmal<span id="more-6744"></span> von der Karibik direkt auf den dunklen Kontinent verlegt wurde. Dort begegnen sich Kipling und Conrad, Lumumba und Idi Amin, und John Zorn stellt zusammen mit NoMeansNo den Score dazu bereit. Ja, Mombu schmeißen alle erdenklichen Klischees in einen Topf, und sind dabei ziemlich originell – musikalisch, und erst recht was die Attitüde betrifft.</p>
<p>Insgesamt ist „Niger“ um einiges opulenter ausgefallen als das letztjährige „Zombi“, bei dem Produzent James Plotkin v.a. an der klaren Akzentuierung der beiden Instrumente gelegen war. Zumindest für Momente konnte man noch erkennen, dass es tatsächlich von nur zwei Musikern eingespielt wurde. Auf „Niger“ arbeiten sie erstmals mit Gästen an Gitarre, Mikro und Handdrums, doch selbst dann, wenn all das nicht zum Einsatz kommt, ist die Wucht und Fülle der Musik größer als zuvor. Deutlicher noch übernimmt das Saxophon die Rolle verzerrter Riffs, und hat, wenn es sein muss, auch ein paar ordentliche Soli in petto. Im Zusammenspiel mit der „echten“ Gitarre sind die Instrumente oft nicht gleich auseinander zu halten, es sei denn man achtet darauf. Das größte Novum allerdings sind virtuose afrikanische Rhythmen, mit denen Studiogast Mbar Ndiaye nicht nur Kolorit beisteuert, sondern den Jazzcore der Italiener perfekt mit einem neuen Sound fusionieren lässt. Nur zu Beginn von „Adya Houn&#8217;to“ wirkt die Percussion noch wie ein Fremdkörper, der sich aber sukzessive, durch schichtweise hinzugefügtes Klangmaterial, in metallische Härte überführen lässt. In dem Stück hört man auch die ersten Vocals im Mombu-Kosmos, vom Drummer selbst in einer mir fremden Sprache gesprochen und gebrüllt. Wie ein beunruhigendes Filmsample wirkt die aufgeregte Tirade, woran auch die loungige Xylophon-Begleitung nichts ändert. Der hier noch in abstrahierter Form vorhandene Ethno-Kontext konkretisiert sich in „Carmen Patrios“ zu einem echten Hit, bei dem Ndiaye über einer ausgelassenen Perkussion toasted. Natürlich ist auch das kein glatter Weltmusik-Ramsch, und wer es nicht gleich merkt, dem zersägen zumindest gegen Ende verzerrte Saiten das Idyll. Und sowieso wären Mombu nicht Mombu, ließen sie die Geschichte nicht in einem lauten Klanggewitter enden. Dass ein Begriff wie Afro Noise, wenn man ihn weit fasst, kein Markenzeichen eines einzigen Projektes sein muss, sollte nach „Niger“ endgültig klar sein.</p>
<p>Nun sind Fusionen aus Jazz und Metal nicht neu, ebensowenig die Annäherung zwischen Jazz und nicht-“westlicher“ Musik, im Gegenteil sind solche Hybride fest im Kultukanon etabilert mit all den Schalheiten und Abnudelungseffekten, die das zwangsläufig mit sich bringt. Doch der Ethnic Jazz von Mombu hat wenig gemein mit dem, der in Jello Biafras Evergreen von Berufssöhnen gehört wird, während sich das wahre Leben im kriegsgebeutelten Kabodscha ereignet. Mombu erteilen jeder heilen Welt eine Absage, sind aber auch keine Miesmacher, sondern treiben Ethnoklischees mit einem Höchtmaß an Virtuosität auf die Spitze. Natürlich könnten Überkorrekte darin die Trivialisierung afrikanischer Identität wittern, aber dazu man muss schon ein verknöcherter Diskursapostel sein. Mombu machen aus den exotischen Motiven etwas ungemein Kraftvolles, das m.E. vor allem dem alltäglichen Wohlstandsphlegmatismus entgegen steht, mag dieser nun in menschelnder Selbstgerechtigkeit daherkommen, oder in der Gestalt eines blasierten, meist unbewussten Zivilisationsdünkels.</p>
<p>Tolles Album, nur im Ernst, das Cover schafft mich!</p>
<p><strong>Label: <a href="http://subsoundrecords.bigcartel.com">Subsounds</a></strong></p>
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		<title>MOMBU: Zombi</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jul 2012 05:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/mombuzombie.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4852" title="mombuzombie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/mombuzombie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mombu hatten bereits letzten Sommer debütiert und wurden in der Zwischenzeit von einigen als die Jazzcore-Hoffnung des neuen Jahrzehnts gefeiert. Mombu? Richtig, hierzulande hat man von der Begeisterung noch nicht allzuviel Wind bekommen, zumal es sich auch weniger um einen Hype, als mehr um ein Raunen in Spezialistenkreisen handelte. Mombu ist ein in Rom ansässiges Duo, bestehend aus dem Saxophonisten Luca T. Mai und dem Drummer Antonio Zitarelli, die sich bereits in bekannteren Gruppen (Zu, Neo) einen Namen gemacht haben. &#8220;Zombi&#8221; ist nicht ihr zweites Album, sondern eine im Tracklisting leicht erweiterte Neuauflage ihres Erstlings. Ich unterstelle mal keine bösen Absichten.<span id="more-4851"></span></p>
<p>In diversen Foren wurden zum Teil abenteuerliche Kategorisierungsversuche unternommen, vom Geist John Coltranes war irgendwo die Rede, eingesperrt in ein Studio zusammen mit dem Drummer von NoMeansNo. Luca T. Mai spielt allerdings nicht Tenor-, sondern Baritonsax, dazu kommt, dass sein Spiel nur in bestimmten, genau abgemessenen Momenten die völlig entfesselte Formlosigkeit eines Jazzklassikers wie &#8220;Stellar Regions&#8221; aufweist. Über viele Strecken wirkt sein Spiel durchaus mehr komponiert als improvisiert, was nichts über den Entstehungsprozess seiner Parts aussagen muss, sondern auf die Liebe zu Formen und Figuren zurückgeht, die seinem Spiel Struktur und durch einen gewissen Hang zum Brachialen auch eine Menge derben Humor verleiht. Von NoMeansNo hätte die Rhythmussektion v.a. die Funkyness und die von vielen effektvollen Brüchen geprägten Crossoverbeats.</p>
<p>„Stutterer Ancestor“ fasst die typischen Merkmale des Mombu-Sound zusammen, hämmernde und stakkatohafte Rhythmen mit vielen Tempowechseln treffen auf Momente des reinen Chaos, verspielter Bläsereinsatz auf solchen, bei dem das Instrument als sirenenartige Geräuschquelle fungiert. Bei „Orichas“ scheint das Saxophon für Momente wie selbstverständlich ein Rockinstrumentarium zu imitieren, bongoartige Perkussion kommt hinzu, die bei weiteren Stücken (vor allem dem bisher unveröffentlichten Titeltrack) eine fiebrige Voodoo-Atmosphäre beschwören. Bei „Radà“, das sich erst mit der Zeit Stück für Stück entfaltet, legen die beiden sogar ihren Minimalismus offen auf den Tisch, der sonst über weite Strecken durch die Intensität und Wandlungsfähigkeit des Spiels kompensiert wird.</p>
<p>Ich würde Mombu trotz allem nicht primär wegen ihrer Virtuosität hervorheben, sondern eher aufgrund ihrer Intensität, die mit einer erdigen und unverquasten Street Credibility daherkommt, die so gar nichts mit dem Schreckbild des gelackten Jazz Snobs gemein hat. So ist auch das Artwork, das sich ebenso gut als Logo einer unkonventionellen Tiki-Bar oder einer Grindcore-Band eignen würde, kein Gag, sondern stimmig und konsequent. „Zombi“ erscheint als Vinyl mit beigelegter CD in begrenzter Stückzahl sowie langfristig als Download. Ich bin gespannt, ob Mombu sich als feste Band etablieren werden, außerdem ob Luca auch bei der schon länger angekündigten CD von ZU93 dabei sein und David Tibet mit seinem Saxophon begleiten wird.</p>
<p>Label: <a href="http://www.subsoundrecords.it/">Subsound Records</a></p>
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