Sollte es eine Wahl zum sympathischsten Cover des Jahres geben, dann sollten definitiv auch die römischen Tikicore-Jazzer Mombu dafür kandidieren. Die Gestaltung ihres neuen Longplayers „Niger“ ist eine liebevoll-spackige Hommage an diverse Metal-Idole, darüber hinaus die perfekte Einführung in den eigenen Themenkosmos. Mit Tenorsaxophon und einer gewaltigen Drumsection beschwört das Duo aus dem Dunstkreis der legendären Zu ein weiteres mal die Geister einer exotischen Parallelwelt. Was daraus entsteht ist die musikalische Entsprechung eines grindigen Comics, dessen Schauplatz diesmal Weiterlesen
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MOMBU: Zombi
Mombu hatten bereits letzten Sommer debütiert und wurden in der Zwischenzeit von einigen als die Jazzcore-Hoffnung des neuen Jahrzehnts gefeiert. Mombu? Richtig, hierzulande hat man von der Begeisterung noch nicht allzuviel Wind bekommen, zumal es sich auch weniger um einen Hype, als mehr um ein Raunen in Spezialistenkreisen handelte. Mombu ist ein in Rom ansässiges Duo, bestehend aus dem Saxophonisten Luca T. Mai und dem Drummer Antonio Zitarelli, die sich bereits in bekannteren Gruppen (Zu, Neo) einen Namen gemacht haben. “Zombi” ist nicht ihr zweites Album, sondern eine im Tracklisting leicht erweiterte Neuauflage ihres Erstlings. Ich unterstelle mal keine bösen Absichten. Weiterlesen
BLOOMING LATIGO: Esfínteres y Faquires
Der Reiz, Gruppen mit komplett auf Bandcamp hörbaren Alben mit einer ausführlichen Review zu würdigen, hält sich in Grenzen. Nicht einmal aufgrund des eventuell als ramschig empfundenen Charakteres dieser Plattform (jeder der will hat in fünf Minuten ein Release), denn wie bei etlichen anderen Medien besteht auch hier immer noch die Möglichkeit zur Perlenfischerei. Es ist mehr so, dass sich die journalistische Instanz auf eine reine Hinweisfunktion beschränken kann, da jedwede beschreibende Vermittlung unnötig ist. Böse gesagt Weiterlesen