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	<title>African Paper &#187; Paul Wallfisch</title>
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		<title>The Heart of a Whale: Gemeinsames Album von Dana Schechter und Paul Wallfisch</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 03:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;The Heart of a Whale&#8221; erscheint dieser Tage das erste gemeinsame Album von Dana Schechter und Paul Wallfisch bei Trost Records erschienen ist. Entstanden ist es auf Grundlage der Musik zur Wiener Theaterproduktion &#8220;Die Politiker&#8221; von Wolfram Lotz in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/06/the-heart-of-a-whale-gemeinsames-album-von-dana-schechter-und-paul-wallfisch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;The Heart of a Whale&#8221; erscheint dieser Tage das erste gemeinsame Album von Dana Schechter und Paul Wallfisch bei Trost Records erschienen ist. Entstanden ist es auf Grundlage der Musik zur Wiener Theaterproduktion &#8220;Die Politiker&#8221; von Wolfram Lotz in der Regie von Kay Voges, die 2022 am Volkstheater zu sehen war. Schon dort war die Musik mehr als bloße Untermalung: ein eigenständiger, ausdrucksstarker Teil des Geschehens tritt sie nun im Albumformat noch klarer hervor.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/theheartofawhale.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46361" title="theheartofawhale" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/theheartofawhale.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-46360"></span></p>
<p>Über sechs Stücke entfaltet sich ein intensives Klangbild, das mit rauer Energie, eruptiven Gitarrenmomenten und elektronischen Strukturen arbeitet, dann aber immer wieder in leise, beinahe trancehafte Passagen übergeht. Rezitierte deutsche Texte treffen auf furiosen Lärm, Momente der Stille stehen neben dröhnender Wucht. Zwischen Orgel, Lap Steel, SOMA-Synthies, Guitaret und einem mit einem Schuh bearbeiteten Konzertflügel entstehen dichte Schichtungen, die einerseits tief in experimentellen Spielweisen verwurzelt sind, andererseits aber auch immer wieder an das emotionale Ausdrucksspektrum des Theaters erinnern. Die Verbindung von Paul Wallfisch, dessen Arbeiten mit Little Annie immer wieder auch Thema auf unseren Seiten waren, und Dana Schechter reicht zurück bis ins New York der 1990er Jahre, wo sie sich erstmals begegneten. Später spielten beide u.a. mit Botanica und in verschiedenen Zusammenhängen mit Swans. Ihre musikalische Sprache trägt, wie es vom Label heißt, Spuren dieser Biografien, ebenso wie ihrer prägenden Städte New York und Berlin. So lässt sich in &#8220;The Heart of a Whale&#8221; eine diffuse Nähe zu Berliner Traditionen wie dem Weimarer Kabarett erahnen, aber auch zu Noise, Post-Punk, Industrial oder dem Stil der Einstürzenden Neubauten. Das Album wirkt an vielen Stellen cinematisch, ist aber weniger stilistische Referenz als Ausdruck einer Haltung, die sich einem fixierten Rhythmus oder einem eindeutigen Genre verweigert.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1240474054/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>LITTLE ANNIE: With</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2025 03:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Betrachtet man die Karriere Little Annies, die irgendwann in den späten 70ern mit der halbobskuren Punkband Annie and the Asexuals begann, dann fallen v.a. zwei Dinge besonders ins Auge, nämlich ihre niemals chamäleonhaft wirkende Fähigkeit, sehr unterschiedliche musikalische Stile zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/29/little-annie-with/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45393" title="with" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/with-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Betrachtet man die Karriere Little Annies, die irgendwann in den späten 70ern mit der halbobskuren Punkband Annie and the Asexuals begann, dann fallen v.a. zwei Dinge besonders ins Auge, nämlich ihre niemals chamäleonhaft wirkende Fähigkeit, sehr unterschiedliche musikalische Stile zu absorbieren und in ihre eigene stilistische DNA zu verwandeln, sowie ihre Freude an der Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern, meist mit <span id="more-45391"></span>solchen, die selbst für ihre ganz eigenen musikalischen Visionen bekannt sind. Auf vielen ihrer Veröffentlichungen, die stilistisch zwischen Dub, Electronica sowie in Jazz und Chanson getauchten Torch Songs rangieren, haben Größen wie Anohni, Kid Congo Powers, Joe Budenholzer, Andrew WK oder Will Oldham ihre Auftritte, sie selbst war u.a. bei Marc Almond, Coil, Swans, Larsen, Andrian Sherwood, Current 93 und The Wolfgang Press zu hören, ihre Alben mit Baby Dee, Paul Wallfisch, Hiro Kone und anderen sind ein weiteres Kapitel. Mit der lakonisch &#8220;With&#8221; betitelten Compilation erschien nun eine Sammlung, die einige der bemerkenswertesten Kollaborationen von Little Annie aus über drei Jahrzehnten präsentiert und ihrer stilistischen Bandbreite Rechnung trägt.</p>
<p>Einige der hier vertretenen Songs gelten für Fans bereits als Klassiker, so etwa das live mit Marc Almond aufgenommene Duett „Yesterday When I Was Young“, eine wehmütige Interpretation des Stücks von Charles Aznavour, das beide bereits separat interpretiert hatten und die Annies Vorliebe für melancholische, zeitlose Torch Songs unterstreicht. Oder das komplett anders geartete, von der Stimmung her eher sarkastische &#8220;Things Happen&#8221;, ein dunkles, von House-Elementen durchzogenes Stück aus <a title="COIL: Love’s Secret Domain" href="http://africanpaper.com/2021/11/27/coil-loves-secret-domain/">Coils &#8220;Love’s Secret Domain&#8221; </a>(1991), dessen Lyrics ein fragmentiertes, fiebriges Szenario entwerfen, in welchem Erinnerungen, Alltagsbanalitäten und eine diffuse Bedrohung ineinanderfließen. Für viele war dieser dramatische Monolog die erste Begegnung mit Annies unverkennbarer, oft rauer und zugleich verletztlicher Stimme, die jedem Stil, jeder Instrumentierung ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt.</p>
<p>Auch ihre Zusammenarbeit mit Kid Congo Powers dem 2005er Pink Monkey Birds-Album &#8220;Philosophy and Underwear&#8221; zählt zu ihren besten Duetten &#8211; &#8220;The Weather The War&#8221; zeigt, dass Annies eindringliche Melancholie auch in bluesig-verwegener Gewandung nichts an Intensität einbüßt. &#8220;Isle of Weeping Ladies“ vom Album <a title="Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch" href="http://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">&#8220;A Bar Too Far&#8221; (2020) mit Paul Wallfisch</a> ist hingegen ein Paradebeispiel für Annies Talent als Interpretin tragischer, beinahe filmisch wirkender Songs von schummriger Beleuchtung. Die klagende, von einem Hauch Tom Waits inspirierte Stimmung verrauchter Bars zieht sich durch das gesamte Stück, dessen Stil auch auf in dieser Sammlung nicht berücksichtigen Alben wie &#8220;Songs from the Coalmine Canary&#8221;, &#8220;When Good Things Happen to Band Pianos&#8221; oder <a title="LITTLE ANNIE &amp; PAUL WALLFISCH: Genderful" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-paul-wallfisch-genderful/">&#8220;Genderful&#8221;</a> zu finden war. In diese Richtung geht auch <a title="LITTLE ANNIE AND BABY DEE: State of Grace" href="http://africanpaper.com/2012/11/24/little-annie-and-baby-dee-state-of-grace/">&#8220;State of Grace“, der Titelsong der gleichnamigen Zusammenarbeit mit Baby Dee (und Gastsänger Bonnie „Prince“ Billy</a>). Hier stehen Annies und Wills brüchige Stimmen im Vordergrund, begleitet von Dees klar gespieltem Klavier. Das Stück entwickelt sich von einer intimen, fast zerbrechlichen Atmosphäre zu einer eruptiven Eskalation.</p>
<p>&#8220;Lefrak City Limits&#8221; von Larsens &#8220;La Fever Lit&#8221;-Album (2008) zeigt eine andere Facette und offenbart sich als Stück mit cembaloartigen elektronischen Sounds, das sich langsam aufbaut, bis es in ein kraftvolles, fast cinematisches Arrangement mündet – einer von Annies großen Momenten, in welchem wuchtige Drums dominieren, ohne ihre Stimme aus dem vorderen Bühnenbereich zu drängen. &#8220;The Soul of August&#8221;, ein weiterer Track mit Paul Wallfisch, reiht sich in die Reihe der angejazzten Torch Songs ein, für die Annie im neuen Jahrtausend bekannt wurde. Zum Abschluss hält die Sammlung mit &#8220;Some Things&#8221; (ursprünglich &#8220;Some Things We Do&#8221;) von <a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/">Swans’ &#8220;To Be Kind&#8221;-Album (2014)</a> ein paar besonders intensive Momente parat. Annie und Michael Gira listen darin menschliche Handlungen auf, vom Alltäglichen bis zum Grausamen (Annie scheint diese panoramahaften Aufzählungen zu lieben und hat sie in dem Song &#8220;Freddie and me&#8221; bereits zum Exzess gesteigert), und lassen sie in einem wachsenden Strudel von Klangflächen, hibbeligen Pizzicati und verstörenden Cellostrichen kulminieren. Der Song verdichtet die menschliche Existenz in einer kargen, fast beängstigenden Weise, und selbst dass die Liebe darin das letzte Wort hat, entbehrt nicht einer gewissen Ambiguität.</p>
<p>Damit endet eine gelungene Zusammenstellung, die einen guten Einblick in eine von stilistischen Vielfalt geprägte Seite in Annies Werk bietet &#8211; oder genau genommen in zwei Seiten, denn <a title="Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed." href="http://africanpaper.com/2016/12/29/meditation-in-chaos-bildband-von-little-annie-bei-timeless-ed/">die Künstlerin, die auch als Malerin aktiv</a> ist, hat einmal mehr auch das Artwork beigesteuert. Dass &#8220;With&#8221; theoretisch auch als Sammlung auf zwei Scheiben erscheinen könnte, wenn man auch die ersten Torch Song-Alben auf Durtro Jnana und einige der anderen oben genannten Kollaborationen berücksichtigt hätte, sollte nicht als Wermutstropfen gelten, und wer weiß, vielleicht gibt es ja wirklich irgendwann mal einen zweiten Teil. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cold Spring</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2976120386/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Little Annie, Paul Wallfisch und Pamelia Stickney im Kampnagel Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Sep 2023 03:16:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 14. November tritt das legendäre Torch Song-Duo Little Annie (Gesang) und Paul Wallfisch (Piano) erneut im Hamburger Kampnagel auf, mit dabei ist diesmal die Thereminvirtuosin Pamelia Stickney, die ihren Stücken eine ganz eigene Note beigeben wird. Neben Songs aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/22/little-annie-paul-wallfisch-und-pamelia-stickney-im-kampnagel-hamburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. November tritt das legendäre Torch Song-Duo Little Annie (Gesang) und Paul Wallfisch (Piano) erneut im Hamburger Kampnagel auf, mit dabei ist diesmal die Thereminvirtuosin Pamelia Stickney, die ihren Stücken eine ganz eigene Note beigeben wird. Neben Songs aus ihrem umfangreichen gemeinsamen Repertoire &#8211; bislang erschienen mit &#8220;When Good Things Happen To Bad Pianos&#8221;, <a title="LITTLE ANNIE &amp; PAUL WALLFISCH: Genderful" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-paul-wallfisch-genderful/">&#8220;Genderful&#8221;</a> und <a title="Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch" href="http://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">&#8220;A Bar Too Far&#8221;</a> drei gemeinsame Alben mit Eigenkompositionen und originellen Coverversionen &#8211; stehen Songs und Visuals des Bühnehstücks <em>52 Jokers</em> auf dem Plan, die die beiden im vorigen Jahr zusammen mit der No Wave-Künstlerin Beth B. unter Verstärkung von Evelyn Frantic und Jim Coleman produziert hatten. Auch ein paar neue Songs aus Annies Feder gibt es zu hören.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/annieandpaul.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37576" title="annieandpaul" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/annieandpaul.jpg" alt="" width="468" height="624" /></a><span id="more-37574"></span></p>
<p>Im Programmtext heißt es: &#8220;Der Komponist, Kurator (aktuell am Volkstheater Wien) und Fast-Alleskönner-Pianist Wallfisch spielt Klavier, Pamelia Stickney, die weltweit zu den bekanntesten Theremin Spielerinnen gehört, lässt ihre Hände durch die Luft schweben, und mit Little Annie steht gelebte Musikgeschichte auf der Bühne: Seit sie in den 70ern als 16-Jährige mit ihrer atonalen Punkband Annie and the Asexuals in New York u.a. Frank Zappa aufweckte, hat sie als Autorin mehrere Bücher geschrieben, als Malerin Ausstellungen gezeigt und als Sängerin mit der schönsten von Whiskey und Rauch geformten Stimme die Lücke zwischen Courtney Love und Liza Minelli geschlossen. Wenn Annie live mit Herzblut, Charme und Drink in der Hand auf der Bühne steht, öffnet sich hinter Songtexten wie »Everyday the whole world breaks my heart« ein ganzes Leben. &#8221; (Kampnagel).</p>
<p>Dienstag, 14.11.2023<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Kampnagel<br />
Jarrestraße 20<br />
22303 Hamburg</p>
<p><a href="https://kampnagel.de/produktionen/little-annie-paul-wallfisch-feat-pamelia-stickney-on-theremin"><strong>@ Kampnagel</strong></a></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-interview/"><strong>Interview mit Little Annie @ African Paper</strong></a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/cZrGAfE0x5E?si=0amMwK014u8TtdbK" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7oz3T8biOX4?si=f06X54aSCRjwZxCp" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ClajRdLNRAw?si=VHOIvpQnYhQ2Gi0O" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2020 06:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zehn Jahre nach &#8220;Genderful&#8221;, ihrem letzten Longplayer als Duo, haben Little Annie und Paul Wallfisch, die mittlerweile an unterschiedlichen Orten leben, ein neues Album aufgenommen. Die zehn Songs auf &#8220;A Bar Too Far&#8221;, die neben eigenen Stücken auch einige Coverversionen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zehn Jahre nach &#8220;Genderful&#8221;, ihrem letzten Longplayer als Duo, haben Little Annie und Paul Wallfisch, die mittlerweile an unterschiedlichen Orten leben, ein neues Album aufgenommen. Die zehn Songs auf &#8220;A Bar Too Far&#8221;, die neben eigenen Stücken auch einige Coverversionen von Tony Bennett und anderen enthalten, sind einmal mehr in Stil des Torch Songs verfasst, der v.a. als Annies Markenzeichen gilt. Aber auch laszive Elektronik ist in Tracks wie &#8220;Swamp Sexy&#8221; zu hören. Das Album ist zunächst als digitale Veröffentlichung über Bandcamp (freie Preiswahl) erhältlich, ein physischer Tonträger ist geplant. Der Erlös geht an Glory Temple Ministries, eine kirchlichen Einrichtung in Miami.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/07/abartoofar.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21917" title="abartoofar" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/07/abartoofar.jpg" alt="" width="1200" height="1093" /></a><span id="more-21916"></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1677859028/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Little Annie und Paul Wallfisch präsentieren neues Album in Hamburg und Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 13:08:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach &#8220;When Good Things Happen to Bad Pianos&#8221; und &#8220;Genderful&#8221; erscheint diesen Sommer mit &#8220;Enchantment or Bust&#8221; das dritte gemeinsame Album von Little Annie und Paul Wallfisch. Die Sängerin, die sich von Punk über diverse Electronica bis zu anrührenden Torch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/06/11/little-annie-und-paul-wallfisch-prasentieren-neues-album-in-hamburg-und-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach &#8220;When Good Things Happen to Bad Pianos&#8221; und &#8220;Genderful&#8221; erscheint diesen Sommer mit &#8220;Enchantment or Bust&#8221; das dritte gemeinsame Album von Little Annie und Paul Wallfisch. Die Sängerin, die sich von Punk über diverse Electronica bis zu anrührenden Torch Songs ein breites musikalisches Repertoire erspielt hat, und der Pianist, den manche vom Theater, andere von Bands wie Botanica, The Ministry of Wolves oder Swans kennen, haben mit Unterstützung von Musikern wie Kid Congo Powers, Brian Viglione und Kristof Hahn sieben neue Songs und drei Coverversionen eingespielt und werden das Werk im August auch auf zwei deutschen Bühnen vorstellen. Am 14. August treten sie im Rahmen der von Peaches präsentierten Konzertreihe im Hamburger Kampnagel auf (Support: Me And My Two Horses), am 22. August spielen sie im Maschinenhaus der Berliner Kulturbrauerei im Rahmen der diesjährigen Pop-Kultur.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/Annie-mit_paul.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17986" title="Annie-mit_paul" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/Annie-mit_paul.jpg" alt="" width="280" height="383" /></a><span id="more-17985"></span></p>
<p>Mi, 14. August 2019<br />
Beginn 21:30 Uhr<br />
Internationales Sommerfest 2019<br />
Kampnagel<br />
Jarrestraße 20<br />
22303 Hamburg<br />
<a href="https://www.kampnagel.de/de/programm/little-annie-paul-wallfisch/"><strong>kampnagel.de</strong> </a></p>
<p>Do., 22. August 2019<br />
Beginn 19:40 Uhr<br />
Pop-Kultur 2019<br />
Maschinenhaus Berlin<br />
Schönhauser Allee 36<br />
10435 Berlin<br />
<a href="https://www.pop-kultur.berlin/modules/little-annie/"><strong>pop-kultur.de</strong></a></p>
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		<title>Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed.</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/12/29/meditation-in-chaos-bildband-von-little-annie-bei-timeless-ed/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 10:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Buch wie dieses ist seit langem überfällig. Versucht man einen Überblick über die vielen Aktivitäten der jüngst von New York nach Miami gezogenen Künstlerin zu geben, dann fallen ihre Gemälde oft etwas unter den Tisch. Bekannter sind ihre musikalischen Werke, entweder solo, oder zusammen mit Musikern von Crass, Current 93 und Coil über Adrian Sherwood und DJ Khan bis zu Marc Almond, Larsen, Swans, Baby Dee, Paul Wallfisch und vielen mehr. Auch ihre beiden Bücher, die Autobiografie „You Can&#8217;t Sing The Blues While Drinking Milk“ und das ebenfalls autobiografische Erzählgedicht „Sing, Don&#8217;t Cry“ sorgten für Resonnanz. Little Annie a.k.a. Annie Bandez malt bereits seit den 90ern, dennoch gab es nur wengie Ausstellungen, und erst jetzt erscheint mit „Meditation in Chaos“ ihr erster Bildband, der neben zahlreichen Gemälden auch einige Fotoarbeiten enthält.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13182" title="meditationinchaos1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos1.jpg" alt="" width="793" height="595" /></a><span id="more-13181"></span></p>
<p>Es fällt nicht leicht, Annies meist farbenprächtige Bilder mit gängigen Kategorien zu beschreiben, auch wenn Einflüsse der Folk Art, des Kubismus und mexikanischer Traditionen erkennbar scheinen. Einzelne Motive wiederholen sich allerdings in zuverlässiger Regelmäßigkeit: monolitische Stadtlandschaften, starre, starrende Skylines, deren dystopische Ausstrahlung aber durch die vitale Farbgebung ebenso durchbrochen wird wie durch die bunte Vegetation, die Spuren eines paradisieschen Urzustandes inmitten der urbanen Wüste hinterlassen. An ihrer Statt kann auch die buchstäbliche Wüste des amerikanischen Südwestens mit ihren bizarren Felsen den Schauplatz bilden. Heiligenfiguren in einem eigenen ikonenartigen Stil tauchen all dies in eine Atmosphäre empathievoller Gelassenheit. Ein durchweg spiritueller Zug prägt ihre Arbeiten, fast jedes ihrer Sujets zeigt mehr oder weniger deutlich gelungene Transformationen. Annie bezeichnete einmal Gott als das A und O ihres Werks.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13183" title="meditationinchaos2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos2.jpg" alt="" width="806" height="595" /></a>In unserem vor fünf Jahren geführten Interview betonte sie ihren autodidaktischen Hintergrund und ihr spontanes Arbeiten: „Mein Haupteinfluss sind Formen. Deshalb male ich gerne Gebäude und Felsformationen. Und dann sind da meine Heiligen, sie kommen einfach zu mir. Ich beginne einfach zu malen, ohne etwas Bestimmtes im Hinterkopf. Ich habe das Glück, überhaupt keine Ausbildung zu haben, so weiß ich es nicht einmal, wenn ich die Regeln breche“. „Meditation in Chaos“ gibt auf 84 Seiten einen Einblick in diesen Kosmos.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13184" title="meditationinchaos3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos3.jpg" alt="" width="797" height="595" /></a></p>
<p>„Nowadays terms like &#8216;legendary&#8217; and &#8216;star&#8217; have all but lost their meaning, nevertheless Editions Timeless are proud to present the first ever artbook by a truly stellar legend, the original dub diva: Little Annie Anxiety Bandez! Little Annie is loved and adored for decades of inimitable torch singing, the list of her collaborators reads like the who’s who of out-there music. Annie has been painting and taking photos for years, her motifs include iconic religious imagery, the brooding skyscrapers of her former home NYC and intricate floral compositions.&#8217;Meditation In Chaos&#8217; presents a glimpse at all of these and much more. The book features an introduction by her friend Penny Rimbaud of Crass and several stunning portraits of Annie herself.Apart from the standard hardbound version of the book there are three limited art sub-editions featuring original art presented in a ribboned folder.“<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13185" title="meditationinchaos4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/meditationinchaos4.jpg" alt="" width="803" height="595" /></a></p>
<p>Published by Timeless Ed. &#8211; 2016 &#8211; France<br />
21 x 29 cm &#8211; 84 pages in colours &#8211; Hardcover</p>
<p><strong><a href="http://www.timeless-shop.com/prod/meditation-in-chaos-little-annie-2358,105.html">Meditation in Chaos @ Timeless Ed. </a></strong><br />
<strong><a href="https://www.facebook.com/Meditation-in-Chaos-Little-Annies-artbook-1829852527272579">Meditation in Chaos @ Facebook </a></strong><br />
<strong><a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-interview/">Interview</a></strong></p>
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		<title>LITTLE ANNIE: Trace</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 04:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man die eigene Lebensgeschichte erzählt, tut man ganz unterschiedliche Dinge. Man erschafft, gestaltet, malt sein Narrativ in besonderen Farben, um eben ein bestimmtes Bild zu zeichnen, vor sich und vor anderen. Das ist, wenn man so will, der selbstbezogene &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/06/18/little-annie-trace/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/littleannietrace.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12300" title="littleannietrace" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/littleannietrace-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man die eigene Lebensgeschichte erzählt, tut man ganz unterschiedliche Dinge. Man erschafft, gestaltet, malt sein Narrativ in besonderen Farben, um eben ein bestimmtes Bild zu zeichnen, vor sich und vor anderen. Das ist, wenn man so will, der selbstbezogene und zugleich unmittelbar schöpferische Teil. Konzentriert man sich mehr auf die Spuren, die andere Menschen, aber auch Dinge und Ereignisse in der Biographie hinterlassen haben, wird das Erzählen zur Suche und der Erinnernde selbst zum Leser der Geschichten, die andere dem Leben eingeschrieben haben.<span id="more-12299"></span></p>
<p>Annie Bandez a.k.a. Little Annie hat in den letzten Jahren viel an ihrer Autobiografie geschrieben, im wahrsten Wortsinne in ihrem Buch „You can&#8217;t Sing the Blues while Drinking Milk“, im buchlangen Prosagedicht „Sing, Don&#8217;t Cry“, das eine Reise nach Mexiko als Initiation aufarbeitet, in ihren Gemälden, die in den größten Momenten wie eine kubistische Frida Kahlo-Variante anmuten, aber auch immer wieder in Songs ihrer Alben seit „Coalmine Canary“, und auch wenn man hier nicht immer wissen muss, ob es sich um persönliche oder fiktive Geschichten handelt, steht doch oft die Erinnerung und das stets im Wandel begriffene Verständnis des Selbst im Vordergrund. Mit Zeilen wie „Once I had a Strange Love&#8221;, plaziert sie, von Antony am Mikro begleitet, Meilensteine auf ihrem Lebensweg. Was da alles Spuren hinterlassen hat, kann schon mal in exzessiven Aufzählungen gipfeln &#8211; man denke nur an die vielen profanen, aber auch philosophischen Einflüsse in &#8220;Freddy and Me&#8221; oder an die nicht enden wollenden Kategorien an Bitches in einem ihrer neuen Songs.</p>
<p>Ihr neues Album, nach zehn Jahren und drei Kollaborationen wieder das erste in Alleinregie, hat sie nun „Trace“ genannt, und zu denen, deren Spuren besungen werden, zählt auch sie selbst. Das Intro, nur aus Rauschen und einem kurzen Text bestehend, klingt wie ein Hinweis an ihr früheres Selbst, im Slalom der Widrigkeiten des Lebens weder zu zerbrechen noch zu verhärten. Ganz markante Spuren in Annies Leben hat die Musik hinterlassen, Musik, die sie geprägt hat, aber auch eigene mit Freunden eingeschlagene musikalische Wege. Besonders beeindruckt hat sie immer wieder der Jazz, zu dessen neuer Größe sie ihren Teil beitragen wollte, und in der Tat sind ihre an klassische Sängerinnen wie Nina Simone ebenso wie an Brecht&#8217;sches Kabarett erinnernden Torch Songs diesmal noch eine Spur näher an der klassischen Jazzballade als auf vorherigen Platten.</p>
<p>„Dear John“ mit ihrem alten Weggefährten Paul Wallfisch am Flügel ist eine verrauchte und leicht plüschige Jazzballade der alten Schule, das alte Genre mehr vitalisierend als erneuernd, mit all der Kraft, die in einer gezeichneten Stimme steckt, mit einer gedämpften Trompete a la Grover Washington jr. und der sleazigsten Orgel diesseits des Hudson River. Zeilen wie „We wake from our dreams just to scream“ klingen wie fragile Durchhalteparolen an Sisyphus, der sich bewusst machen muss, dass die Show weiter geht. Doch zwischen den Zeilen wird deutlich, dass es viel mehr ein Apell an die schöpferische Kraft ist, das Leben als Kunstwerk zu betrachten und zu gestalten. In „My old man trouble“ klingt ihre Stimme noch erschöpfter und scheint mit dem besungenen Freund in Empathie zu verschmelzen, bis der Erinnerungsschmachtfetzen seine Gestalt wechselt, und die tragisch anmutende Melancholie in beschwingte Heiterkeit übergeht.</p>
<p>Ist der Jazz auch altbewehrt, so reihen sich doch etliche gute Ideen aneinander. Das von Quaken durchmischte A capella in „Nought Marie“ , das auf französisch gesungene Jeanne Moreau-Cover „India Song“, der wie aus einem Zimmer nebenan herübergewehte Sound und die aufwühlenden Sirenen in „Midnight Lazarus“ &#8211; was wie ein Lamento über das Älterwerden beginnt, endet als Feier einer kraftvollen Auferstehung in sattem (Jazz-)Rock.</p>
<p>Doch Jazz ist nicht das einzige musikalische Gewand, das Annie bei ihrer Spurensuche anlegt, und bei einem derart vielseitigen Chamäleon hätte ein einseitiger Sound auch gewundert. Annie hat nach den frühen Punk-Jahren einiges an elektronischer Musik geschaffen und war eines der prominentesten Gesichter auf Adrian Sherwoods On-U Sound-Label, und einige der Songs auf „Trace“, m.E. sogar einige einige der besten, wirken wie eine aufgeweckte Reminiszenz an diese Tage. Neben dem technoiden „Bitching Song“, der die (männlichen wie weiblichen) Schlampen in allen Millieus und Berufssparten aufspürt und als das, was sie sind, entlarvt, sticht besonders die sensible Charakterstudie „She Has A Way“ heraus, die im Wissen um das Tauziehen von Reifung und Vergänglichkeit alte Jugenderinnerungen beschwört und über eine Teppich an hoppelnden Takten Worte vorbeifließen lassen, die in all ihrer Beiläufigkeit an die Substanz gehen.</p>
<p>„Trace“ ist wie gesagt das seit langem erste Solowerk Annies, was die Zusammenarbeit mit anderen Hochkarätern natürlich nicht ausschließt. Neben Paul Wallfisch sind dies v.a. der auch als Produzent auftretende Ryan Driver und in den elektronischen Stücken das New Yorker Trio Opal Onyx. Mehr als die letzten Alben mit Wallfisch oder Baby Dee hat „Trace“ etwas von einem Vermächtnis. Da dieses aber nicht das erste Kapitel dieses Unterfangens ist und in seiner Reichhaltigkeit noch längst nicht abgeschlossen wirkt, bin ich sicher, dass Annies kreativer Energiebrunnen noch lange weitersprudeln wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.tinangelrecords.co.uk/home.html">Tin Angel Records</a></strong></p>
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		<title>THE MINISTRY OF WOLVES: Happily Ever After</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 08:18:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Für viele ist das Wort „märchenhaft“ ein Attribut des Schönen, obwohl Märchen seit jeher umstritten sind. Der Hang vieler Märchenstoffe zu Gewalt und Grausamkeit war schon immer ein Stein des Anstoßes, ebenso die allegorischen Weltdeutungen, die bewusst den Weg des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/22/the-ministry-of-wolves-happily-ever-after/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/ministryofwolveshappilyeverafter.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9372" title="ministryofwolveshappilyeverafter" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/ministryofwolveshappilyeverafter-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Für viele ist das Wort „märchenhaft“ ein Attribut des Schönen, obwohl Märchen seit jeher umstritten sind. Der Hang vieler Märchenstoffe zu Gewalt und Grausamkeit war schon immer ein Stein des Anstoßes, ebenso die allegorischen Weltdeutungen, die bewusst den Weg des Vorrationalen gehen und die Fantasie der instrumentellen Vernunft vorziehen. Wenn selbst ein so ausgewiesener Experte wie Richard Dawkins – Spezialist für Religion, Biologie und Sozialethik und angeblich der drittwichtigste Intellektuelle unserer Zeit – ihren pädagogisch fragwürdigen Einfluss moniert, scheinen die Barometer heute eher eine märchenfeidliche Stimmung anzuzeigen. Dem steht entgegen, dass<span id="more-9371"></span> Märchen und märchenhafte Elemente nie aus der Populärkultur verschwunden sind, und dabei kann man an Fantasy ebenso denken wie an die fabelhafte Welt bunter Filme und Telenovelas, am ehesten natürlich an den direkten Bezug auf klassische Märchenstoffe in Filmen wie Terry Gilliams „Brothers Grimm“.</p>
<p>Über eine Neuinterpretation Anne Sextons referiert auch Claudia Bauer mit ihrem Theaterstück „Republik der Wölfe“ auf die Märchen des hessischen Brüderpaares. Anfang des Jahres wurde das Stück erstmals in Dortmund aufgeführt, zeitnah erschien die Musik dazu auf Platte, die Paul Wallfisch, Danielle de Piccio, Alexander Hacke und Mick Harvey unter dem Bandnamen The Ministry of Wolves eingespielt hatten. Derzeit geht das Stück auf Tournee und feiert seine zweite Premiere in der Berliner Volksbühne. Begleitend erscheint eine auf 500 Einheiten limiterte farbige LP mit bislang unveröffentlichten Songs aus dem Stück sowie einigen ins Deutsche übertragenen Albumtracks.</p>
<p>An Song-Standards gemessen wirkt das bislang unveröffentlichte „The 12 Dancing Prinzesses“ nahezu episch, denn anscheinend wurde der komplette Märchentext in coolen Spoken Words rezitiert und musikalisch untermalt. Die Geschichte um die zwölf königlichen Schwestern, die desnachts in der Unterwelt ihre Schuhe zertanzen, um dabei eine mysteriöse Aufgabe zu erfüllen, gewinnt durch das fast Andrew King-artige Drone und das unruhige Beckenrauschen zusätzlich an Spannung. Schon die letzte Veröffentlichung hatte trotz kohärenterem Albumcharakter eine Reihe an Sontypen über die Platte verteilt, die sich alle auch hier wiederfinden – rockige „Murderballads“, die mit Wallfisch am Mikro verwegen daherkommen, Abgefracktes mit Hacke, Besinnliches mit Harvey und nicht zuletzt sphärischen Attic Core mit de Piccio, die zu kindlichen Folkakkorden und geheimnisvollem Glockenspiel ihre Geschichten auf Deutsch ins Mikrophon haucht und ihnen eine zauberhafte Angestaubtheit verleiht.</p>
<p>Der Unterschied liegt wie oft bei Outtake-Sammlungen darin, dass die verschiedenen Songtypen noch unverbundener nebeneinander liegen und ihre charakteristischen Komponenten umso offener aufscheinen lassen. Somit hat diese Sammlung nicht nur ein Bonus zum Album, sondern auch eine Art making-of, das ein paar interessante Einblicke mehr in die Konzeption der Wolfsrepublik bietet.</p>
<p>A.Kaudaht</p>
<p><strong>Label: Mute</strong></p>
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		<title>THE MINISTRY OF WOLVES:  Music From Republik der Wölfe</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2014 05:55:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 15.02. dieses Jahres wurde im Schauspiel Dortmund erstmals das Stück „Republik der Wölfe“ aufgeführt, eine opulente Adaption bekannter Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, oder genauer eine Adaption zweiten Grades, denn die Ideen und Texte basieren v.a. auf der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/03/08/the-ministry-of-wolves-music-from-republik-der-wolfe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/musicfromrepublikderwoelfe.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8331" title="musicfromrepublikderwoelfe" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/03/musicfromrepublikderwoelfe-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 15.02. dieses Jahres wurde im Schauspiel Dortmund erstmals das Stück „Republik der Wölfe“ aufgeführt, eine opulente Adaption bekannter Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, oder genauer eine Adaption zweiten Grades, denn die Ideen und Texte basieren v.a. auf der lyrischen Neubearbeitung der Autorin Anne Sexton. Regisseurin Claudia Bauer arbeitet bei der Produktion eng mit dem musikalischen Leiter des Theaters, Paul Wallfisch, zusammen, und in den bisherigen Besprechungen ist neben Sexcrime und Splatter immer auch von der Musik die Rede. Wallfisch, selbst ein<span id="more-8330"></span> umtriebiger Pianist, rekrutierte für das Stück drei weitere Hochkaräter, namentlich Danielle de Picciotto, Alexander Hacke und Mick Harvey, deren Score nun auch als Album vorliegt.</p>
<p>Die Musik zur „Republik der Wölfe“ ist ein reines Songalbum, irgendwo zwischen Rock, Cabaret und folkiger Songwritermusik angesiedelt, und wenn man es nicht wüsste, würde man ihr die Funktion als Bühnebegleitung kaum anmerken. Schon früh macht sich v.a. in den Texten bemerkbar, dass die Auswahl und Bearbeitung der Stoffe einem inhaltlich kohärenten Konzept folgt. Jede der Erzählungen wurde auf Bezüge zur Gegenwart, zur Politik und Kultur unserer Zeit und ihren typischen Ängsten und Begierden hin abgeklopft. Der rote Faden, auch wenn er sich erst nach und nach offen zeigt, ist der Bezug zum Wolfsmotiv, das schon durch die Titelwahl eine Brücke zu einem anderen europäischen Klassiker schlägt, nämlich Hobbes&#8217; Essay „Leviathan“, in dem der Autor das Wesen der Menschen in der Allegorie des Wolfs verdichtete und mit dieser räuberischen Gesellschaftsidee eine der fatalen Grundmythen der Moderne schuf.</p>
<p>Der Bezug zur Gegenwart gelingt auch deshalb, weil die einzelnen Musiker, die ansonsten entweder mit Soloarbeiten oder mit Bands (Botanica, Einstürzende Neubauten, Crime and the City Solution etc.) aktiv sind, über weite Strecken in ihrer jeweils gewohnten Weise musizieren, wobei jeder der vier Stimmen ein bestimmter Stil zugeordnet ist. In der Zusammenstellung harmoniert dies prächtig und gibt zugleich ein Exempel ab für das heutige Songwriting, das in vielfältigen Traditionen steht und zahllose Zitate und Bezüge auf den Schultern trägt. Nicht jedem gelingt es, mit diesen Dingen, die auch eine Bürde sein können, so elegant zu jonglieren wie Wallfisch und Band. An vielen Stellen hört man aus diversen Rock- und Popkontexten vertraute Gesten oder meint das Echo bekannter, längst ikonisierter Stimmen zu hören.</p>
<p>Auf ihre je eigene Art sind alle Beiträge hier einer Ästehtik des Schönen verpflichtet, was mit den morbiden und nicht selten provokanten Inhalten nach Art klassischer Murder Ballads Kontraste eingeht. De Picciotto, die mit ihrem mädchenhaften Fantasysopran u.a. den Auftakt und das Schlussstück intoniert, hat für ihre Beiträge einen ambienten Dreampop gewählt, der mit seiner staubigen Dachkammeratmosphäre und dem verhuschten Glockenspiel die düstere Spannung der Texte (u.a. „Cinderella“, „Sleaping Beauty“) noch am direktesten einfängt. Die von Wallfisch gesungenen Stücke haben am meisten Rock&#8217;n'Roll im Blut und nähern sich den Geschichten auf eine eher cool-nonchalante Art, was wohl auch von Nöten ist, wenn man die Geschichte von Rapunzel mit der Tänzerin Isidora Duncan in Bezug setzt – statt langer Haare hatte die einen damals modischen Langschal, der ihr bekanntlich zum Verhängnis wurde. Mit gut plazierten Twangs und Honkytonk-Piano durchweht Wallfischs Beiträge stets der Hauch eines hartgesottenen, schwermütigen Blues.</p>
<p>Man könnte die von Mick Harvey gesungenen Stücke als den geerdetsten, bodeständigsten Part bezeichnen, was ihn nicht davon abhält, mit „The Frog Prince“ einen fulminanten Folkohrwurm beizusteuern. Alexander Hacke, der einzige der Neubauten ohne Pseudonym und habituell recht gut im Kreis um Simon Bonney aufgehoben, zeigt sich am expressivsten und zudem stimmlich wandlungsfähig. Bei „Snow White“ &#8211; unter anderem eine Hommage an die Zahl der Himmel, Sünden, Siegel, Weltwunder und Schöpfungstage – fällt es schwer, nicht an den Kanadier zu denken, den die Pogues einmal als „dear old Times Square&#8217;s favourite bard“ besangen.</p>
<p>Am Ende, nach einer knappen Stunde mit Bluesakkorden und Walzertakt, Rockklischees und berührenden Melodien, mag mitunter ein zwiespältiger Eindruck haften bleiben – zwiespältig deswegen, weil die Republik der Wölfe, trotz der inhaltlichen Drastik im Schnitt doch ein schöner Ort ist, an dem man gerne verweilt. Ein Ort, an dem Spannung und heimelig-unheimliches Zwielicht herrscht und die hässlichsten Dinge, Ramsch und Langeweile, konsequent fehlen. Man muss schon die lebenswichtigen Betriebsblindheiten unserer Zeit perfekt verinnerlicht haben, um diesen Bruch nicht zu bemerken, der sicher noch deutlicher aufscheinen würde, hätten die vier Wölfe hier ein glattes, kitschiges und durchweg schönfärberisches Szenario geschaffen. Dieser Zwiespalt trägt zum Großteil zum Reiz des Albums bei, und wenn auch auf der Bühne davon noch etwas zu spüren sein sollte, dann wäre dem Fantasydrama ein großes Stück Realismus gelungen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Mute</strong></p>
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		<title>LITTLE ANNIE AND BABY DEE: State of Grace</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 09:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss sich wundern, dass eine Zusammenarbeit zwischen Little Annie und Baby Dee erst jetzt zustandegekommen ist, denn thematisch-musikalische Parallelen zwischen dem Werk der zwei Künstlerinnen sind unübersehbar: Die Charaktere, die die Songs beider schon seit Jahren bevölkern, zeichnen sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/11/24/little-annie-and-baby-dee-state-of-grace/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/11/Annie-Dee.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5866" title="Layout 1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/11/Annie-Dee-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man muss sich wundern, dass eine Zusammenarbeit zwischen Little Annie und Baby Dee erst jetzt zustandegekommen ist, denn thematisch-musikalische Parallelen zwischen dem Werk der zwei Künstlerinnen sind unübersehbar: Die Charaktere, die die Songs beider schon seit Jahren bevölkern, zeichnen sich oft auch immer durch ihre Exzentrik und durch ihre Beschädigungen aus, und auch eine teilweise anarchische Komik spielt in den Songs und insbesondere bei den Auftritten der beiden keine geringe Rolle. Annie und Dee wären sicher auch bei Vaudevilles nicht fehl am Platz gewesen.</p>
<p><span id="more-5864"></span></p>
<p>Auf &#8220;State of Grace&#8221; liegt der stimmliche Fokus ganz klar bei Annie, Dee zeichnet sich vor allem durch die großartige musikalische Untermalung am (schon für ihr Album &#8220;Regifted Light&#8221; von Andrew WK zur Verfügung gestellten) Steinway-Klavier und an der Hammondorgel aus.  Der Titel des Albums spielt wahrscheinlich an gleichnamigen im New Yorker Bezirk Hell&#8217;s Kitchen angesiedelten Film an, wodurch schon die Richtung vorgegeben wird: Annies Torch Songs, ihre Chansons, die sie mit ihrer von unzähligen Zigaretten und anderen Substanzen geprägten Stimme vorträgt, versetzen den Hörer auf die Straße, in die Bronx, auch in verr(a)uchte Jazzkneipen,  in denen versehrte Figuren zu finden sind. Oder um den ersten Song „Angels Gone Before“ zu zitieren: „Little Liza was a looker/moved down town to fashion model/Got tuned out/Became a hooker“; der Abstieg der Besungenen endet schließlich im Grab, im gewaltsamen Tod und die Schlussfolgerung „Fame&#8217;s such a fickle drug“ sollte man all denen auf die Stirn tätowieren, die sich allabendlich auf verschiedensten Kanälen der Lächerlichkeit preisgeben, um einen letztlich noch kürzeren Augenblick des Ruhms zu erhaschen, als Andy Warhol noch zugestanden hätte. Schlüpft Annie in dem auf „Angels Gone Before“ entwickelten Szenario in „suburbs just north of despair“, voller Mädchen mit „bitter sneers“, und Schönheiten „past their sell-by dates“, die sich „with weary wombs“ des einen guten Jahrs in ihrem Leben erinnern, in die Rolle der Femme Fatale, die das alles mit der Souveränität (und Distanz) derjenigen vorträgt, die schon alles erlebt, alles gesehen hat, so ist das darauf folgende „Love to Break the Fall“ von ganz anderer Stimmung, denn die (emotionale) Distanz schwindet: Aus der Beobachtenden wird die (im Spiegel) Beobachtete. Das Gesicht, das einen im Spiegel anblickt, das nach einer Spur von sich selbst abgesucht wird, ist nur noch „an illusion now ravaged by time […] avoiding the now of this nuclear winter“ und es folgt das Eingeständnis: „I&#8217;m terrified, paralyzed“. Dennoch: Ganz ohne Hoffnung ist man nicht, denn: „The creator has a marvellous plan“ (man vergleiche auch Annies Äußerungen zur Spiritualität in dem<a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-interview"> Interview</a>, das wir mit ihr machten). Das Titelstück trägt sie im Duett mit Will Oldham vor und es ist bezeichnend, wie viel „erlebter“ Annies Stimme im direkten Vergleich mit Bonny „Prince“ Billy ist, der schließlich nicht gerade für seinen glasklaren Gesang bekannt ist. Das Stück klingt in einem Gewitter aus Schlagzeug und Saxophon aus. Das Zusammenspiel von Dees Hammondorgel und Chris Cundys Saxophonspiel leitet das beschwingte „Pilgrim Traveller“ ein, das wohl nicht zufällig von der 1976 verstorbenen Blues- und Gospelsängerin <a href="https://www.youtube.com/watch?v=W6gx88odYxo">Wynona<strong> </strong>Carr</a> stammt und die vielleicht eine ähnliche<a href="http://africanpaper.com/2012/10/13/little-annie-sing-dont-cry-a-mexican-journey-buch/"> &#8220;Stehauf-Mentalität&#8221;</a> besaß wie Annie.</p>
<p>Hatte Annie mit dem momentan am Dortmunder Schauspielhaus arbeitenden Paul Wallfisch zusammen ein beeindruckendes<a href="http://www.discogs.com/Little-Annie-Paul-Wallfisch-When-Good-Things-Happen-To-Bad-Pianos/master/86534"> Coveralbum </a>aufgenommen, auf dem u.a. Tina Turners „Private Dancer“ zu neuen Ehren kam, so interpretiert sie auf &#8220;State of Grace&#8221; als zweiten fremden Song Stevie Wonders „I Never Dreamed You&#8217;d Leave in Summer“ neu, ein todtrauriges Stück, bei dem das dezente Klavierspiel Dees und die von Jordan Hunt arrangierten Streicher Annies Stimme untermalen. Hier schlüpft sie in die Rolle einer Trauernden, die am Ende die Frage stellt, die (sich) vielleicht schon jeder einmal gestellt hat: „Why didn&#8217;t you stay?“. Auf dieses emotional berührende Stück folgt mit „Paincheck“ einer der besten Songs des Albums: Die Ausgangssituation ist erneut wenig erfreulich, in ihrer metaphorischen Übertreibung allerdings zu ertragen: „Welcome to our toxic swimming pool/The life guard is a sadist/But the water&#8217;s warm as blood“. Der einsetzende Shantyhafte Rhythmus passt zur Rolle, in der man „older but no wiser“ ist und das durchaus zelebriert: „I would have gone to hell with you/If you had only asked me to“. Es ist auch einer der wenigen Tracks, auf der Dees Stimme nicht nur im Hintergrund zu hören ist, sondern teilweise die Aussagen kommentiert. Als erneuter Kontrast dazu folgt mit dem adäquat betitelten „Gown of Tears“ eine Nummer, auf der Rückschau gehalten wird, der vergehende und vergangene Ruhm reflektiert wird: „See now how I glow under the spotlight/In my shiny sequined gown of un-cried tears/Behind the pain the pathos and bravado/So much of me that has disappeared“. Die Betrachtung des Vergangenen fällt auf dem dann folgenden „Back in the Day“ aber weniger melancholisch aus, es wird die Arroganz der Jugend besungen, eine Zeit in der man dachte: „the world started and ended with us“. Fast gegen Ende interpretiert Dee das Titelstück und hört man, wie intensiv sie Zeilen wie &#8220;We gotta get out of this place/blow this busted city/And find a state of grace&#8221; intoniert, wünscht man sich, ihre Stimme hätte noch mehr Raum auf dem Album eingenommen. Abgeschlossen wird das Album von „Perfect Gift“, einem erneut traurigen Stück, das mit den Zeilen „Yes, I&#8217;ve the perfect shade of lipstick/Draped in fabric precious/Enveloped in the finest leather/Locked in a special chamber/A vault/which once//Held my/Heart“ das Album angemessen abschließt.</p>
<p>Das einzige, was man gegen das Album einwenden kann, ist, dass es (natürlich!) nicht die Dynamik widerspiegeln kann, die entsteht, wenn die beiden in einem Livekontext (inter)agieren – denn auf eine Bühne gehören sie, wie exemplarisch der unten verlinkte Ausschnitt aus ihrem letzten Auftritt in Dortmund zeigt.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://www.tinangelrecords.co.uk/">Tin Angel</a></p>
<p><a href="http://littleanxietyannie.wordpress.com/">Little Annie</a></p>
<p><a href="http://www.babydee.org/">Baby Dee</a></p>
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