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	<title>African Paper &#187; Peripheral Records</title>
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		<title>BARRIKAD: Nordic Ideological Frontline</title>
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		<pubDate>Sat, 10 May 2014 06:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der an kryptorechten und libertären „Aufklärern“ nicht gerade armen Post Industrial-Szene wirkt ein Projekt wie Barrikad mit seinem marxistischen Referenzkosmos fast wie ein Kuckucksei. Dass der Gothenburger meilenweit entfernt ist vom wässrigen Geseier einer akademischen Pseudolinken und sich keineswegs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/10/barrikad-nordic-ideological-frontline/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/barricadnordicideologicalfrontline.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8753" title="barricadnordicideologicalfrontline" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/barricadnordicideologicalfrontline.jpg" alt="" width="164" height="150" /></a>In der an kryptorechten und libertären „Aufklärern“ nicht gerade armen Post Industrial-Szene wirkt ein Projekt wie Barrikad mit seinem marxistischen Referenzkosmos fast wie ein Kuckucksei. Dass der Gothenburger meilenweit entfernt ist vom wässrigen Geseier einer akademischen Pseudolinken und sich keineswegs scheut, <a href="http://www.discogs.com/Various-Transmissions-Of-Hatred/release/291904">mit Bands von inkorrektem Ruf in einem Boot zu sitzen</a>, mach ihn zusätzlich interessant. Seine an den Altvorderen orientierte, oft noisige Spielart des Industrial sorgt mittlerweile schon seit fast anderthalb Jahrzehnten für durchdachte Konzeptalben, die selten bis zum Gelegenheitshörer industrieller Klänge durchsickern. Das liegt<span id="more-8751"></span> freilich auch an der Wahl der Labels, von denen Xerxes, Freak Animal und Nil by Mouth noch die bekanntesten sind. Da vieles davon vergriffen ist, erscheint der Zeitpunkt reif für die vorliegende Auswahl an repräsentativen Tracks, die gerade bei Aaltra Records erschienen ist.</p>
<p>Der Titel „Nordic Ideological Frontline“ enthält drei Begriffe, die den Barrikad-Kosmos zumindest in Teilen abstecken, wobei v.a. der Verweis auf Ideologie für seinen konfrontativen Aspekt spricht – hat sich im Volksmund doch längst die Vorstellung etabliert, dass Ideologie immer die Weltanschauung der anderen ist. Die Werkgeschichte des Schweden wird hier rückwärts erzählt, und so beginnt die Sammlung mit der etwas schmissigeren Hälfte der letztjährigen <a href="http://africanpaper.com/2013/11/02/barrikad-through-the-voice-one-becomes-animal-tape-und-lathe-cut-ep/">2 Track-EP „Through The Voice One Becomes Animal“</a>. Was „Freedom Is Only Possible In The Struggle For Liberation“ ausmacht, sind ein bei aggressivem Lärm oft unterschlagener Kollagencharakter und die vielen echten Blechsounds, die die Welt hinter dem schnell rotierenden Soundbrei bevölkern. Split und Späne vergegenwärtigen alte Industrial-Tage, als nomen noch omen war, doch anders als beim Mystifizierer Vivenza bekommt Arbeit hier etwas Dystopisches, das eher an den <a href="http://www.krisis.org/1999/manifest-gegen-die-arbeit">Furor von Robert Kurz und anderer Autoren der neomarxistischen Wertkritik</a> erinnert. Das Hintergründige, das mit der klanglichen Drastik ein seltsames Spannunggefüge erzeugt, zieht sich durch alle Werkphasen, prägt die nah am Harsh Noise angesiedelten Stücke („Candyland“ mit seinen sirenenartigen Geräuschen, das noch derangiertere „Back to Order“, das PE-Stück „I don&#8217;t“ mit seinen entmenschlichten Schreien) ebenso wie die etwas ruhiger gehaltenen, düsteren Tracks: Das Messerwetzen in „Imperfect Courage“ ist dafür das vielleicht beeindruckendste Beispiel, dringt es doch auch dann noch durch das infernalische Dröhnen, wenn dieses seine stärkste Dichte erlangt hat.</p>
<p>Ein Paradox, das guten Industrial auszeichnet, gelingt auch hier, nämlich trotz lauter Proklamatorik etwas zu kreieren, das Umberto Eco „la opera aperta“ genannt hat: Werke, bei denen sich an zentralen Punkten Leerstellen auftun, so dass der Rezipient sich auf Andeutungen einen eigenen Reim machen muss. Wessen Heulen hört man in „Howl for Valerie Solanas“, das der Warhol-Schützin gewidmet ist, die im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/SCUM_Manifesto">SCUM-Manifesto</a> eine flächendeckende Entmannung der Gesellschaft und die Degradierung des starken Geschlechts zu industriellen Zuchtbullen forderte? Sind es die Schmerzensschreie der Kastrierten, oder doch eher der zustimmende Jubel des Künstlers, der einer als frauenfeindlich erlebten Gesellschaft den Spiegel ins Antlitz halten will? Der lakonische Zugang zu komplexen Themen ist ein guter Garant für eine solche Offenheit.</p>
<p>Man könnte zu jedem Track vieles schreiben, ich will jedoch selbst die Auflistung und Albenzuordnung dem fleißigen Sucher selbst überlassen und wünsche dem Schweden, dass er auch noch die nächsten 15 Jahre auf den Barrikaden stehen wird, und dass sich ein paar mehr Wütende dazu gesellen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://aaltrarecords.blogspot.de/">Aaltra Records</a></strong></p>
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		<title>ANEMONE TUBE AND DISSECTING TABLE: This Dismal World</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 06:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anemone Tube]]></category>
		<category><![CDATA[Dissecting Table]]></category>
		<category><![CDATA[Ichiro Tsuji]]></category>
		<category><![CDATA[James Plotkin]]></category>
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		<description><![CDATA[Ebenso wie die letzten hier besprochenen Veröffentlichungen von Anemone Tube ist auch diese Split-LP mit Dissecting Table stark konzeptionell ausgerichtet: So geht es auf dem Album um die vier edlen Wahrheiten, die das Fundament des Buddhismus darstellen. Diese lauten, dass &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/18/anemone-tube-and-dissecting-table-this-dismal-world/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/Anemone-Tube.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7007" title="Anemone Tube" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/Anemone-Tube-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ebenso wie die letzten hier besprochenen Veröffentlichungen von Anemone Tube ist auch diese Split-LP mit Dissecting Table stark konzeptionell ausgerichtet: So geht es auf dem Album um die vier edlen Wahrheiten, die das Fundament des Buddhismus darstellen. Diese lauten, dass das Leben leidvoll ist (vgl. den Titel des Albums), dass die Ursachen für dieses Leid(en) u.a. Hass und Gier sind, die Auflösung dieser Ursachen das Leiden zum Erlöschen bringen kann, und dass man dies durch den edlen achtfachen Pfad schaffen kann.<span id="more-7006"></span></p>
<p>Die Basis der beiden Stücke von Anemone Tube bilden – wie auch schon auf<a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/anemone-tube-death-over-china/"> „Death Over China“</a> – wieder Feldaufnahmen. Der Titel des ersten Stücks, „In The Mausoleum“, gibt einen Hinweis auf den Ort, an dem diese gemacht wurden, nämlich im Mausoleum des chinesischen Revolutionsführers Sun Yat-Sen. Der zehnminütige Track ist eine dem Titel angemessene dunkle Klanglandschaft – als Dark Ambient möchte man das Stück nicht bezeichnen, denn dafür ist es zu unruhig und rau. Hier werden die Feldaufnahmen zu einem dunklen Grundrauschen verdichtet, das dennoch aus unglaublich vielen Teilen zu bestehen scheint. Gegen Ende wird der Druck etwas zurückgenommen, man meint Stimmen zu hören. Das dann folgende etwas kürzere „From Anthropocentrism to Demonocentrism“ &#8211; hier wurden die Feldaufnahmen in buddhistischen Tempeln in Nanjing und Shanghai gemacht &#8211; ist ruppiger, aggressiver und nähert sich der rauen Seite des Industrials an. Wie auch schon auf anderen Alben Anemone Tubes zeigt sich, wie kraftvoll und bar jeder Klischees Power Electronics klingen kann.</p>
<p>Die B-Seite wird von einem langen Track von Dissecting Table, dem Einmannprojekt von Ichiro Tsuji, gefüllt. „1000 Tones“ ist ein monumentales Stück, bei dem die für spätere Dissecting Table so typische Metall-Perkussion rituell klingende Stimmen untermalt und den Hörer für zwanzig Minuten in eine Welt versetzt, in der der Verstand keine Rolle mehr zu spielen scheint. Ichiro Tsuji rezitiert – wobei das kaum das passende Wort ist, um zu vermitteln, was er alles mit seiner Stimme macht &#8211; die 25. Lotus-Sutra, deren Text zweisprachig dem Album beiliegt.</p>
<p>Das ist ein Album, das auf zweierlei Ebenen funktioniert. So können diese drei Stücke sicher auf überzeugende Weise die dunkle, Leiden schaffende Seite des Lebens illustrieren &#8211; aber selbst wenn man keinerlei Informationen über das zugrundeliegende Konzept, über die verwendeten Texte und die Orte, an denen die Aufnahmen gemacht wurden, hätte, so könnte man sich auch rein am Klang der drei Tracks erfreuen, die verdeutlichen, dass Geräuschmusik nicht gleich Geräuschmusik ist und dass atonale(re) Musik unglaublich differenziert sein kann. Dass die Veröffentlichung wieder von James Plotkin brillant gemastered wurde, ist da nur noch das sprichwörtliche i-Tüpfelchen.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://www.peripheralrecords.co.uk/shopping/mall/peripheralrecords/Category/-home-news-7321?caller=welcome">Peripheral Records</a></p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/__Mcx015QiA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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