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	<title>African Paper &#187; Petros Lamprides</title>
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		<title>V.A.: The Oneirocritical Society Vol. 2</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 21:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die im Großraum Athen ansässige Oneirocritical Society ist in eigenen Worten eine Plattform für Träume in loopbarer Form. Verschiedene Künstler, primär aus den Medien Musik und Dichtung präsentieren Sequenzen, die sich mit Darstellungen ihrer eigenen nächtlichen Bildern überlagern sollen. Der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/19/v-a-the-oneirocritical-society-vol-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/os2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49393" title="os2" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/os2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die im Großraum Athen ansässige Oneirocritical Society ist in eigenen Worten eine Plattform für Träume in loopbarer Form. Verschiedene Künstler, primär aus den Medien Musik und Dichtung präsentieren Sequenzen, die sich mit Darstellungen ihrer eigenen nächtlichen Bildern überlagern sollen. Der vor einigen Wochen erschienene erste Teil der Reihe versammelte elf Beiträge aus dem Umfeld experimenteller und <span id="more-49392"></span>folkig-dunkler Projekte wie The Gray Field Recordings, Temple Music, Nikos Fokas und weiteren Acts aus dem Kreis der Black Lesbian Fishermen. Der neue Teil knüpft daran an und erweitert die Palette erneut in unterschiedliche Richtungen.</p>
<p>Das eröffnende Stück &#8220;Drowning&#8221; des Belgiers Ashtoreth setzt sofort auf Irritation: Donner, Knarren, Wassergeräusche, zwei Stimmen – eine weiblich und vermutlich gesamplet, eine männlich – und metallische Akzente erzeugen eine Atmosphäre, die, nicht nur im rezitierten Text, sondern auch im Charakter der Soundschichten, zwischen Bewegung und Paralyse steht. Im darauf folgenden &#8220;Call Of The Fuathan&#8221; von Cindytalk wird Wasser so verfremdet, dass es perkussive Eigenschaften annimmt. Das Material verdichtet sich stetig, bis noisige Spitzen und verzerrte Vocals den Bezug zu jenen mythischen Wasserwesen aus dem Titel unterstreichen.</p>
<p>Bei Darklily, deren Stück &#8220;Follow The White Rose&#8221; auf einer verhallten Rezitation basiert, steht die Spannung zwischen Stimme und tiefem Dröhnen im Mittelpunkt. Die Andeutung einer bedrohlichen Situation bleibt die primäre inhaltliche Setzung und verleiht dem Beitrag eine deutlich morbide Schwere. Eine kleinteilige Geräuschwelt bestimmt &#8220;Recurrent&#8221; des belgischen Soundartist K. Aasgier, der u.a. auch unter dem Namen UrZon aktiv ist. Krächzende Vogelstimmen, einmal mehr Wasser und ein Stimmenmonolog über einen mysteriösen Schauplatz verbinden sich zu einer Bildfolge, die beim Aufstieg auf einen verwunschenen Turm den Wunsch betont, nichts erinnern zu müssen. Die Kombination aus Geräuschkunst und Rezitation erinnert, auch in den lärmigeren Momenten, leicht an späte Coil.</p>
<p>In seiner relativen Kürze intensiv wirkt &#8220;Mozart, With A Black Dog&#8221;, ein Beitrag des Athener Musikers und Klangkünstlers Petros Lamprides mit dem obskuren Projekt GutterDarkBaroque. Eine Frauenstimme beschreibt einen schwarzen Hund, der in Asche wühlt, und lässt mit prasselndem Regen auch das Aquatische wieder zu Wort kommen, und ein streicherbasiertes Ensemble sorgt für Kohärenz in diesem märchenhaften Szenario. Ein Wechsel in Richtung einer unbestimmten Traumlogik zeigt sich in &#8220;Baltic Spirit&#8221; von Rendeece. Die griechische Rezitation kippt punktuell in Zeitraffer, brodelnde Schichten schieben sich darunter, und eine Sopranfigur, vermutlich aus einer älteren Aufnahme, taucht wie ein fremder Einschub auf. Erst gegen Ende gewinnt die bedrohliche Färbung eindeutig die Oberhand.</p>
<p>Elektronisch und minimal gehalten ist &#8220;Tangled Reverie&#8221; von SAD, wo eine Stimme Tagesreste und Eindrücke kurz vor dem Einschlafen beschreibt. Das rhythmische Pulsieren wirkt kohärenzstiftend und dennoch angespannt, an manchen Stellen scheint die Stimme in Gesang übergehen zu wollen, was jedoch nicht geschieht. Regen- und Wasserbilder tauchen erneut auf. Mit &#8220;The Lesnes Dragon&#8221; von Temple Music entsteht zunächst ein fast krautiger, akustisch geprägter Gegensatz. Gitarrenfiguren und rasselnde Perkussion bringen eine dunkle, psychedelische Note ein, bevor Alan Trench eine Traumsequenz schildert: Londoner Straßenzüge, eine Unterführung, ein violettes Auto, ein kurzer Halt bei einem schwarz arbeitenden Metzger im Obergeschoss, und schließlich ein verlassenes, nur durch eine lose Holzplatte zugängliches Haus. Pupi Avati hätte die Sequenz zu einem weiteren Giallo ausbauen können.</p>
<p>In &#8220;A Dream Within A Dream Within A Dream&#8221; greift Adam Geoffrey Cole alias Trappist Afterland auf ein Stück seines &#8220;Insect in Amber&#8221;-Albums zurück und dreht dessen fragile Folk-Schönheit durch den surrealen Fleischwolf. Die Anbindung an Poes Gedicht bleibt erkennbar, doch Feedback und zusätzliche Geräusche verschieben das Material in eine seltsam imaginative Variation, die wie ein eigener Traum wirkt und somit dem Text gleichsam noch stärker entspricht. Fragen nach Vergänglichkeit und Realität bleiben bestehen und rücken zugleich in eine verschwommene Ferne.</p>
<p>Den Abschluss bildet &#8220;Houses Of The Moon&#8221; von The Winter Residence, einem Projekt on Grey Field Recordings und Mike Seed, geprägt von minimalem Pulsieren und einer sehr nah aufgenommenen Stimme. Eine nächtliche Wüste, hin- und hergleitende weiße Gebäude, unsichtbare bellende Hunde, ein Mann in Schwarz und schließlich ein Feldbett bilden eine Sequenzenfolge, die recht unvermittelt endet, als würde die Erinnerung an der Stelle abreißen.</p>
<p>Eine besondere Stärke der Compilation besteht m.E. in der Ausrichtung der beeigesteuerten Musik, die trotz unterschiedlicher Stile immer im für weniger damit vertraute wahrscheinlich sehr heterogen wirkenden Grenzland zwischen hypnotischer Dröhnung, angefolkter Psychedelik und kollagenhafter Hörspieltendenz zuhause sind und diesen Ort v.a. ohne jedes plakative Brimborium ausgestalten, was zur Logik realer Träume wunderbar passt. Die stark persönliche Note in den wiedergegebenen Geschichten unterfüttert dies einmal mehr. Ob der aquatische Motivkomplex zufällig zu einem der roten Fäden wurde, ist eine interessante Frage und nur ein Grund, auf etwaige weitere Folgen gespannt zu ein.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1113092167/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Twelve Kalikantzare of Yule: Musikalischer Julkalender der Black Lesbian Fishermen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 05:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Jahreswechsel, der Julzeit, melden sich die auf der griechischen Insel Euböa und Umgebung lebenden Black Lesbian Fishermen mit einer wunderbaren Überraschung zurück. Ihr neuestes Projekt, &#8220;The Twelve Kalikantzari of Yule&#8221;, widmet sich den zwölf rätselhaft-schelmischen Wesen der südosteuropäischen Folklore, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/19/the-twelve-kalikantzare-of-yule-musikalischer-julkalender-der-black-lesbian-fishermen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Jahreswechsel, der Julzeit, melden sich die auf der griechischen Insel Euböa und Umgebung lebenden <a href="http://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Black Lesbian Fishermen</a> mit einer wunderbaren Überraschung zurück. Ihr neuestes Projekt, &#8220;The Twelve Kalikantzari of Yule&#8221;, widmet sich den zwölf rätselhaft-schelmischen Wesen der südosteuropäischen Folklore, die während der zwölf Tage zwischen Weihnachten und Epiphanie aus der Unterwelt aufsteigen, um Unruhe zu stiften. Inspiriert von Athanasios Veloudios’ seltenem Buch <em>Αερικά-Ξωτικά και Καλλικάντζαροι</em> (<em>Luft-Elfen und Kobolde</em>), haben die Künstler für jeden dieser Tage ein Stück Musik und ein visuelles Kunstwerk geschaffen. Jeder Track wird genau an einem Tag über die Bandcampseite des hauseigenen Crypthantus-Labels veröffentlicht, beginnend mit dem 26. Dezember, und steht dann für 24 Stunden kostenlos auf Bandcamp zum Download bereit. Die Black Lesbian Fishermen, die sich hier primär als Kuratierende sehen, begleiten die Veröffentlichung täglich mit neuen Links und einer detaillierten Beschreibung der Kalikantzari, die durch ihre Musik verkörpert, oder, wenn man so will, evoziert werden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/Kallikantzaroi-pic.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44132" title="Kallikantzaroi pic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/Kallikantzaroi-pic.jpg" alt="" width="1142" height="1139" /></a><span id="more-44131"></span></p>
<p>Die Kalikantzari, so erzählt es die griechische Tradition, verbringen den größten Teil des Jahres damit, den Weltenbaum zu beschädigen. Doch während der zwölf dunkelsten Tage des Winters steigen sie an die Oberfläche, um Schabernack zu verbreiten, bevor sie am 6. Januar wieder in die Tiefe zurückkehren. Jeder der zwölf Kalikantzari ist in der Erscheinung und dem Gebaren einzigartig: Madrakoukos, der Anführer mit der weichen Nase und den Ziegenfüßen, verbreitet Angst, während Horevtra, die Tänzerin und Femme Fatale, ihre Opfer in einen ausgelassenen Tanz reißt. Es folgen Gestalten wie Stravolaimis, der Fadenschneider, Kolovelonis, der Lügner, oder Gourlos, der zerstörerische Zyklop. Jede Beschreibung wird mit einer Mischung aus Humor und der Aura dunkler Geheimnisse erzählt und natürlich mit der passenden klanglichen Untermalung versehen. In den Worten der Black Lesbian Fishermen: &#8220;Unlike the 12 days of Christmas when your true love gave to you all sorts of nice things, here we have presented all sorts of little nasty things. But don&#8217;t despair. The 12 days of the kalikantzari’s chaotic and mischievous reign is over. The light is returning.&#8221; Die Künstler ermutigen dazu, sich der Chaos bringenden Energie dieser kleinen Dämonen zu stellen, sei es durch den humorvollen Schutz eines Siebs über der Haustür oder das bewusste Einlassen auf die eigene innere Unruhe.<br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/462582540_575264168572135_8756922281752145165_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44133" title="462582540_575264168572135_8756922281752145165_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/462582540_575264168572135_8756922281752145165_n.jpg" alt="" width="1191" height="1792" /></a><br />
Musikalisch ist das Projekt, an dem neben <a href="http://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-interview-mit-alan-trench/">Alan Trench</a>, <a title="If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview mit der Musikerin und Kuratorin R. Loftiss" href="http://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-mit-der-musikerin-und-kuratorin-r-loftiss/">R.Loftiss</a>, Nikos Fokas und Stelios Romaliadis aus dem Inner Circle der Band noch der Dichter und Okkultforscher <a title="HOWLING LARSENS / NICK LYMPEROPOULOS: Poemandres" href="http://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/">Nikolaos Lymperopoulos</a>, der Lyriker <a title="TEMPLE MUSIC / GIORGOS KARIOTIS: Worthless Treasures" href="http://africanpaper.com/2024/03/02/temple-music-giorgos-kariotis-worthless-treasures/">Giorgos Kariotis</a> sowie Petros Lamprides und Dimitris Chiotis mitwirken, ebenso faszinierend wie thematisch: Archaische, ritualhafte Rasselen, kraftvolle, schrammelnde Akustikgitarren und ein ebenso kraftvoller Gesang verschmelzen mit feierlichen Orgelklängen &#8211; zumindest in dem Stück, das der Verfasser dieser Zeilen schon hören durfte, viele der anderen Tracks existieren bis dato als Entwürfe und werden noch &#8211; quasi in Echtzeit &#8211; vollendet werden. Was immmer dabei herauskommen wird, das Projekt fängt die ungezähmte Energie der Kalikantzari ein und bietet zugleich einen tiefen Einblick in eine oft vergessene, doch lebendige Folklore.</p>
<p><a href="https://cryptanthus.bandcamp.com/"><strong>@ Bandcamp</strong> </a></p>
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