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	<title>African Paper &#187; Profound Lore</title>
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		<title>PORTAL: Hagbulbia</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2021 04:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war schon öfter auf diesen Seiten Thema, dass in einer Zeit hypertropher Hybridisierung manche Genres besser als andere zusammenpassen. Bei „extremeren“ (wie vage und subjektiv dieses Attribut auch immer sein mag, Gewaltmusikexperte Dr. Klaus Miehling hat da sicher eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/06/12/portal-hagbulbia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/a1052874007_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25805" title="a1052874007_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/a1052874007_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es war schon öfter auf diesen Seiten Thema, dass in einer Zeit hypertropher Hybridisierung manche Genres besser als andere zusammenpassen. Bei „extremeren“ (wie vage und subjektiv dieses Attribut auch immer sein mag, Gewaltmusikexperte Dr. Klaus Miehling hat da sicher eine andere Einschätzung als wir) Spielarten geht Industrial oft gerne mit Black Metal zusammen. Man denke an die Drumcomputer bei Anaal Nathrark, die Black Metal-Interludien auf MZ 412s „Burning The Temple of God” oder aber an<a href="http://africanpaper.com/2019/04/27/sutekh-hexen-st/"> Sutekh Hexen</a>, um nur ein paar zufällig gewählte Beispiele aus den letzten Jahrzehntehn zu nennen. <span id="more-25804"></span></p>
<p>Die australischen Portal, die sich nicht nur hinter genretypischen Pseudonymen (The Curator, Ignis Fatuus, Horror Illogiu, Aphotic Mode) verstecken, sondern bei ihren Auftritten auch dem<a href="https://cvltnation.com/anti-fashion-ov-atilla-csihar-2/"> wandelnden Baum</a> Attila Chisar<a href="https://www.google.com/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fi1.wp.com%2Fghostcultmag.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F06%2Fdownload.jpg%3Fssl%3D1&amp;imgrefurl=https%3A%2F%2Fwww.ghostcultmag.com%2Flive-review-portal-impetuous-ritual-grave-miasma-nambucca-london-uk%2F&amp;tbnid=DJoDNO8vcjyTvM&amp;vet=12ahUKEwjjosCQ94_xAhUNyaQKHdWwAhIQMygEegUIARCwAQ..i&amp;docid=kSEKOd68WEgc7M&amp;w=1000&amp;h=563&amp;q=portal%20the%20curator&amp;client=firefox-b-d&amp;ved=2ahUKEwjjosCQ94_xAhUNyaQKHdWwAhIQMygEegUIARCwAQ"> problemlos</a> <a href="https://www.last.fm/music/Portal/+images/b908e5171a20478da9c7338c5341f8d6">Konkurrenz</a> machen, kündigten vor einigen Monaten ein neues, ihr inzwischen sechstes, Studioalbum an. &#8220;Avow&#8221;, wie auch die Vorgänger, muss man am Stück hören. Der von Portal gespielte und oft als &#8220;experimentell&#8221; apostrophierte, von den Toms getriebener Death Metal gibt einem das Gefühl in einer Turbine zu sitzen, aus der es kein Entkommen gibt. Es findet sich bei Portal keine im oberen Sinne verstandene Hybridisierung durch den Einsatz von Elektronik etc., vielmehr scheint der Musik ein Noiselement innezuwohnen oder, wie es jemand nicht ganz unzutreffend <a href="https://www.ghostcultmag.com/live-review-portal-impetuous-ritual-grave-miasma-nambucca-london-uk/">(be-)schrieb</a>: &#8220;this is Death Metal as fully immersive Noise&#8221;.</p>
<p>Plötzlich erschien aber dann am gleichen Tag wie das seit Monaten angekündigte &#8220;Avow&#8221;  ein als <a href="https://twitter.com/profound_lore/status/1398263313562312705">„paranormal companion piece“</a>bezeichnetes weiteres Album namens &#8220;Hagbulbia&#8221;, das<a href="https://scontent-frt3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.6435-9/192455614_319157959782546_781612775295789733_n.jpg?_nc_cat=107&amp;ccb=1-3&amp;_nc_sid=8bfeb9&amp;_nc_ohc=TTnqRO7YVdwAX_m7UbZ&amp;_nc_ht=scontent-frt3-1.xx&amp;oh=4dcceda9f3a6c07676360f4bff092ce4&amp;oe=60C7C620"> ästhetisch-musikalisch</a> sicher an &#8220;Avow&#8221; anknüpft, aber weitgehend den Rhythmus herausnimmt und den Fokus auf dunkelste Soundwälle richtet. „Stow” beginnt mit Gesang, als habe Azathoth The Curator die Speiseröhre und die Stimmbänder herausgerissen, um ihn zu Ehren Nyarlathoteps zusammen mit dessen &#8220;amorphous idiot flute-players&#8221; musizieren zu lassen. Man hört einen Soundwall aus <em>distortion, </em>in dem die Stimme untergeht, verschmelzt, metamorphosiert. Auf &#8220;Weptune&#8221;, auf dem man kurzzeitig Inkantationen zu hören glaubt, lässt sich kaum noch ausmachen, wo Musik endet und Stimme beginnt. Auf diesem Album nähert sich Portals Musik dem (dunkelsten) Drone, dem finstersten Ambient. Das ist Musik, die ein kosmisches Schaudern verursacht. „Storm before the storm“, kann man im Booklet lesen und so lässt sich das Album sicher auch angemesen beschreiben. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://profoundlorerecords.com/">Profound Lore</a></strong></p>
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		<title>LINGUA IGNOTA: Caligula</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/07/27/lingua-ignota-caligula/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jul 2019 05:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Full Of Hell]]></category>
		<category><![CDATA[Kristin Hayter]]></category>
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		<description><![CDATA[Kristin Hayter ist mit ihrem nach Hildegard von Bingen benannten Projekt innerhalb kurzer Zeit relativ erfolgreich geworden: Wurde „All Bitches Die“ ursprünglich im Selbstverlag veröffentlicht, fand das Album ein Jahr später bei Profound Lore eine Heimat und der Nachfolger „Caligula“ &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/07/27/lingua-ignota-caligula/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/Lingua.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18346" title="Lingua" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/Lingua-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kristin Hayter ist mit ihrem nach Hildegard von Bingen benannten Projekt innerhalb kurzer Zeit relativ erfolgreich geworden: Wurde <a href="http://africanpaper.com/2018/07/21/lingua-ignota-all-bitches-die/">„All Bitches Die“ </a>ursprünglich im Selbstverlag veröffentlicht, fand das Album ein Jahr später bei Profound Lore eine Heimat und der Nachfolger „Caligula“ hat inzwischen einiges an medialer Resonanz gefunden – sowohl in alternativen Publikationen (<a href="https://thequietus.com/articles/26824-lingua-ignota-caligula-review">Lead Review bei The Quietus)</a> als auch in der <a href="https://www.theguardian.com/music/2019/jul/19/lingua-ignota-caligula-review-profound-lore-kristin-hayter">Mainstreampresse</a>.<span id="more-18344"></span></p>
<p>Vielleicht lässt sich ein Teil des Erfolgs mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichungen und dem Sujet ihrer Arbeiten erklären, passt ihre Thematisierung von Gewalt und Missbrauch (u.a. durch einen Musiker aus der Noise-Szene in Providence) gut in die #Me too-Debatte(n) &#8211; gleichzeitig sprengt Hayter einen Diskurs, in dem Frauen allzu oft (ausschließlich) Opfer sind, passive Erdulderinnen männlicher Aggression. Denn ihre von Zorn, Rache(phantasien) und religiöser Bildlichkeit durchzogenen Texte situieren sie näher an Künstlerinnen wie Diamanda Galás oder (Film-)Figuren wie <a href="https://www.imdb.com/title/tt0077713/videoplayer/vi3817865497?ref_=tt_ov_vi">Jennifer Hill</a>. So <a href="http://africanpaper.com/2018/07/21/lingua-ignota-all-bitches-die/">hieß</a> es auch bzgl. von „All Bitches Die“ auf diesen Seiten: „Im Zeitalter von #Me Too ließe sich Hayter sicher eher im Lager derjenigen situieren, die „weibliche Potenz“ fordern. Hayter selbst sagt: &#8216;The music is about reclaiming power that has been stolen.&#8217;&#8221;</p>
<p>Nach der<a href="http://africanpaper.com/2019/07/20/lingua-ignota-the-rita-commissioned/"> Split mit The Rita</a>, auf der sie Scott Walker und Dolly Parton coverte, folgt nun mit „Caligula“ ein Album, das thematisch wie musikalisch an „All Bitches Die“ anknüpft. Diesmal gibt es Gastbeiträge von The Rita, The Body (mit denen sie schon vielfach getourt ist), Full Of Hell und Uniform. Der Opener „Faithful Servant Friend Of Christ“, auf dem traurige Geigen mit Hayters sakralem Gesang verbunden werden, klingt textlich noch ungebrochen. Ein erster Höhepunkt ist „Do Not Doubt Me Traitor“, das mit von Klavier begleitetem Klagegesang beginnt: „If you sleep down in hell / I have chains to bind you“. Perkussion setzt ein und dann (ver-)wandelt sich der Gesang, wird zum markerschütternden Schreien, das in seiner Selbstoffenbarung wirklich beeindruckend ist: „How do I break you before you break me“. Am Ende dann singt sie: „I am the cuntkiller“. „Butcher of the World“ wird von Purcells „Funeral Music for Queen Mary“ durchzogen, Musik, die Kubrick in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=o40w2ph7rZM">„A Clockwork Orange“</a> einsetzte und die auch Current 93s <a href="https://www.discogs.com/de/93-Current-93-Sickness-Of-Snakes-Nightmare-Culture/release/104001">„Killy Kill Killy (A Fire Sermon)“</a> einleitete. Hayters schreit, brüllt, klagt: „I am the fucking deathdealer / I am the butcher of the world“, bevor das Stück sich ändert und einen getragenen Charakter bekommt und die Forderung fällt: „May there be no kindness“. „May Failure Be Your Noose“ ist eine Klavierballade, in die Dissonanzen einbrechen. „If The Poison Won&#8217;t Take You My Dogs Will“ changiert zwischen Noisekaskaden und Klavierpassagen. Das von Orgel eingeleitetete „Day of Tears And Mourning“ ist mit Einsatz von Schlagzeug und Gitarre eine wahre schleppende Doomnummer, während das von einem dezenten Klavier begleitete „Sorrow! Sorrow! Sorrow!“ musikalisch wie textlich (fast) auch in einer der zahllosen Kirchen der USA gesungen werden könnte und durch ein bizarres Lars Ulrich-Sample fast ein Moment des<em> comic reliefs</em> darstellt, etwas, das bei „Spite Alone Holds Me Aloft“ kaum gelingen könnte, klingt der Gesang Hayters doch von einem Moment zum nächsten wie der einer<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bSxuXQCEC7M"> Besessenen</a>. Mit dem Aufruf “Kill Them All“ klingt das Stück aus. Das nicht gerade subtil betitelte „Fucking Deathdealer“ ist ein rein akustisches (Stimme und Psalterium) Stück. Mit „I am the beast“ klingt das Album mit brutaler Wucht und Wut aus und wenn es dort heißt „All I know is / violence“, dann glaubt man das nach diesen knapp 70 Minuten sofort.</p>
<p>Natürlich ist auch Heyter nicht aus dem Nichts enstanden. Vielleicht hat sie in Rhode Island einmal einen Auftritt von <a href="https://bonedustprov.bandcamp.com/album/fruit-of-the-ash">Bonedust </a>erlebt, sie selbst hat die einzelnen Stücke des Albums<a href="https://www.loudersound.com/features/lingua-ignotas-track-by-track-guide-to-new-album-caligula"> an anderer Stelle</a> detailliert seziert, aber insgesamt ist &#8220;Caligula&#8221; ein durchgängig beeindruckendes Werk aus <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qNDWBWFrpjM">&#8220;sound and fury&#8221;</a>. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.profoundlorerecords.com/">Profound Lore</a></strong></p>
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		<title>LINGUA IGNOTA: All Bitches Die</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jul 2018 04:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ursprünglich 2017 als zweites Album in Eigenregie des nach einer von Hildegard von Bingen erfundenen Schrift benannten Projekts von Kristin Hayter veröffentlicht, kommt nun auf Profound Lore eine leicht erweiterte Version des in einem „shed in the woods“aufgenommenen Albums heraus. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/07/21/lingua-ignota-all-bitches-die/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/Lingua-Ignota.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15971" title="Lingua Ignota" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/Lingua-Ignota-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ursprünglich 2017 als zweites Album in Eigenregie des nach einer von Hildegard von Bingen erfundenen Schrift benannten Projekts von Kristin Hayter veröffentlicht, kommt nun auf Profound Lore eine leicht erweiterte Version des in einem <a href="https://www.discogs.com/de/Lingua-Ignota-All-Bitches-Die/release/12169689">„shed in the woods“</a>aufgenommenen Albums heraus.<span id="more-15969"></span> Hayter selbst bezeichnet &#8220;All Bitches Die&#8221; als &#8220;retribution&#8221; und jede Zeile der von biblischer Metaphorik durchzogenen Texte illustriert das: Das Projekt Lingua Ignota knüpft an eine <a href="https://kristinhayter.com/2017/01/04/burn-everything/">Uniarbeit</a> Hayters an und soll <a href="https://linguaignota.bandcamp.com/album/all-bitches-die-2">„misogynist content as biblically vitriolic anthems for survivors of domestic violence and sexual assault“</a> rekontextualisieren.</p>
<p>Wenn man die klassisch ausgebildete Hayter singen und schreien hört, dann muss man vielleicht unweigerlich an eine griechischstämmige Amerikanerin denken, die einmal &#8220;wilde Frauen mit Steakmessern&#8221;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mIVWqn1AvAc"> besang</a>. Musikalisch gibt es sicher Unterschiede, aber über den hier evozierten Zorn und die Rachefantasien gibt es sicher eine Reihe von Anknüpfungspunkten – so sampelt Hayter auf zwei Stücken die amerikanische Serienkillerin Aileen Wuornos, der Diamanda Galas einmal e<a href="http://exclaim.ca/music/article/diamanda_galas-diva_of_dispossessed">in Stück und mehrere Konzerte widmete</a>. Im Zeitalter von #Me Too ließe sich Hayter sicher eher im Lager derjenigen situieren, die  <a href="https://www.deutschlandfunk.de/feminismus-nach-metoo-freiheit-ist-eine-harte-aufgabe.911.de.html?dram:article_id=422108">„weibliche Potenz“</a> fordern. Hayter selbst<a href="http://thequietus.com/articles/23861-lingua-ignota-kristin-hayter-interviewed"> sagt</a>: „The music is about reclaiming power that has been stolen.“ Camille Paglia <a href="https://www.goodreads.com/author/quotes/10733.Camille_Paglia">schrieb</a> einmal: &#8220;Yes, we are indeed formed by traumas that happen to us. But then you must take charge, you must take over, you are responsible.&#8221;</p>
<p>Der Opener „Woe To All (On The Day Of My Wrath)“ beginnt mit wuchtigen perkussiven Schlägen, dazu schreit Hayter markerschütternd und nähert sich mit ihrem Gesang dem Black Metal an. Nach fünf Minuten ändert das Stück jedoch die musikalische Ausrichtung und es setzen zaghafte Klavierpassagen ein, zu denen Hayter singt. Aus einer persönlichen Vendetta wird ein apokalyptisches Szenario: „The teeth of seven thousand men adorn my silver crown […] Every mountain shall crumble […] woe to all who inhabit the earth”. Das Stück endet in einer Kaskade aus Glöckchen und atonalen Bläsern (?). „God Gave Me No Name (No Thing Can Hide From My Flame)“ besteht aus sakralem Gesang, Orgelspiel und dissonanten Verzerrungen im Hintergrund : “Shoot to kill/No sickness spreads like mine will”. Auf dem Titelstück singt Hayter primär vom Klavier begleitet und &#8220;All Bitches Die (Bitches All Die Here)&#8221; weist textlich und von der Art des Vortrags Blueseinflüsse auf: “Sinner you’d better get ready/Hallelujiah/For the time is coming that the sinner must die“. “For I Am The Light (And Mine Is The Only Way Now)” beginnt mit einem Sprachsample und knüpft dann mit dem wütenden Gesang und den verzerrten Orgel- und Klavierpassagen an den Anfang des Albums an. Das ist ein beeindruckendes sakrales Stück (von <a href="https://noisey.vice.com/en_ca/article/kzqzwn/lingua-ignotas-liturgical-noise-is-a-celebration-of-obliteration">&#8220;liturgical noise&#8221;</a> spricht die Kollegin von Vice): „I repay evil with evil&#8221;. Es folgt die Anrufung eines strafenden Gottes: “Frigid Father/I beg of you from a throat raw with curses/By your almighty grace intercede for me/Console me with blood”. Mit „Holy is the Name (Of My Ruthless Axe)“, fast schon eine Klavierballade, wird das Album auf getragene, fast todtraurige Weise beendet, wobei die Wut sich weiterhin textlich manifestiert: &#8220;All my rapists lay beside me/All my rapists still and grey&#8221;.</p>
<p>Das ist nicht nur auf Tonträger, sondern auch live durchaus<a href="http://www.yardhawk.net/everybodytalking/wp-content/uploads/2018/07/thebody-32.jpg"> beeindruckend</a>, auch wenn man auf ihrer aktuellen Tour mit The Body den Eindruck hatte, dass (nicht nur) Männer ihren Auftritt, auf dem die Grenze zwischen Künstlerin und Publikum partiell <a href="http://www.yardhawk.net/everybodytalking/wp-content/uploads/2018/07/thebody-30.jpg">niedergerissen</a> wurde, zu sehr selbstgefällig als transgressives Spektakel goutierten und weniger als eine authentische und teilweise im positivsten Sinne irritierende Artikulation von „Lärm und Wut“. (JM)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.profoundlorerecords.com/">Profound Lore</a></strong></p>
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