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	<title>African Paper &#187; Saba Alizadeh</title>
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		<title>SABA ALIZADEH: Rituals Of The Last Dawn</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 02:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wann eigentlich beginnt ein Ritual? Mit einer klar erkennbaren Geste, mit einer festgelegten Handlung? Oder vielleicht schon mit einem einzelnen Ton, der sich tastend in den Raum stellt und erst allmählich seine Bedeutung im größeren Zusammenhang entfaltet? Bei &#8220;Rituals Of &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/21/saba-alizadeh-rituals-of-the-last-dawn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/rituals.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50343" title="rituals" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/rituals-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wann eigentlich beginnt ein Ritual? Mit einer klar erkennbaren Geste, mit einer festgelegten Handlung? Oder vielleicht schon mit einem einzelnen Ton, der sich tastend in den Raum stellt und erst allmählich seine Bedeutung im größeren Zusammenhang entfaltet? Bei &#8220;Rituals Of The Last Dawn&#8221;, dem neuen Album von Saba Alizadeh, scheint diese Frage durchaus passend, denn die beiden Stücke dieser Veröffentlichung entfalten sich <span id="more-50342"></span>nicht wie konventionelle Kompositionen, sondern eher wie Prozesse: langsam, aufmerksam, voller kleiner Verschiebungen.</p>
<p>Saba Alizadeh, geboren in Teheran und Sohn des berühmten Tar- und Setar-Meisters Hossein Alizadeh, gehört seit einigen Jahren zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen iranischen Musikszenen, die traditionelle Instrumente mit experimentellen Ansätzen verbinden. Im Begleittext des Labels wird seine Arbeit als eine Art Brücke zwischen jahrhundertealten Klangtraditionen und aktuellen Formen von Ambient, Drone und elektroakustischer Musik beschrieben. Diese Beschreibung trifft den Kern recht gut, denn auch auf &#8220;Rituals Of The Last Dawn&#8221; scheint vieles zwischen den Zeiten zu changieren.</p>
<p>Das erste Stück, &#8220;First Ritual&#8221;, beginnt mit dem Klang der Kamancheh, jener iranischen Stachelgeige, die Alizadeh meisterhaft beherrscht. Doch statt eines klar umrissenen Themas hört man zunächst kratzige, fast brüchige Töne, die eher ein Feld eröffnen als eine Melodie. Knackende, knisternde und knarrende Geräusche kommen hinzu, wodurch die Musik zugleich spannungsvoll und ein wenig spröde wirkt. Der Tonfall bleibt jedoch besinnlich, beinahe kontemplativ. Nach und nach kristallisiert sich aus diesem Geflecht ein ruhiges Saitenpicking heraus. Allmählich entsteht Bewegung, und mit ihr ein Gefühl für Richtung.</p>
<p>Im Zusammenspiel mit Pietro Caramelli, der hier Gitarre und Elektronik beisteuert, bildet sich eine melancholische Klangwelt heraus, die stark von Mollfärbungen geprägt scheint. Die Gitarre übernimmt zeitweise die Führung, doch die Kamancheh bleibt stets präsent, mit ihrem leicht rauen, kratzenden Timbre, das die Musik immer wieder erdet. Zwischendurch verschieben sich die Gewichte leicht, kleine Richtungswechsel entstehen, und plötzlich wirkt das Stück beinahe verspielt. Die Wehmut allerdings bleibt. Gegen Ende tritt die Kamancheh noch einmal deutlich hervor, klagt, brummt und reibt sich an knarrenden Klangdetails, bis die Musik in einer intensiven Verdichtung aus Melodiefragmenten und rauem Geräusch endet.</p>
<p>&#8220;Last Ritual&#8221; knüpft daran an, ohne jedoch einfach weiterzumachen. Hier spielt Alizadeh mit der Musikerin Liew Niyomkarn, deren Lap-Steel-Gitarre und Elektronik dem Stück eine etwas andere Farbe verleihen. Die Melodien wirken offener, manchmal fast schlaksig, als würde sich ein Hauch von Americana in die Musik einschleichen. Die Kamancheh umspielt diese Linien wie ein leicht bewegtes Tuch im Wind. Immer wieder tauchen kleine Klangdetails auf: ein Klimpern, ein Klappern, ein knarrender Ton, der aus dem Hintergrund hervortritt.</p>
<p>In manchen Momenten sind die einzelnen Instrumente kaum noch voneinander zu unterscheiden. Elektronik, Lap Steel und Kamancheh verschmelzen zu einem Strudel aus Geräuschen und Fragmenten. Zwischendurch scheint es, als würden elektrifizierte Kamancheh-Saiten pizzicatoartig gezupft, doch ganz sicher ist man sich nie. Gerade diese Unschärfe macht einen großen Teil der Faszination der Musik aus. Im Vergleich zum ersten Stück wirkt &#8220;Last Ritual&#8221; noch offener, noch spielerischer in seinen Bewegungen. Trotzdem endet auch dieses Stück in einer Stimmung, die von Melancholie und Sehnsucht geprägt scheint.</p>
<p>Entstanden sind die beiden Stücke spontan im Studio, und gerade diese unmittelbare Entstehung ist hörbar. Die Musik wirkt nicht überkomponiert, sondern eher wie ein gemeinsames Erkunden von etwas Unbestimmten. Traditionelle iranische Klangfarben, avantgardistische Geräuschästhetik und subtile elektronische Texturen gehen dabei eine ungewöhnlich organische Verbindung ein.</p>
<p>Der Titel &#8220;Rituals Of The Last Dawn&#8221; klingt zunächst düster. Im Begleittext wird darauf hingewiesen, dass er im Vergleich zum vorherigen Album <a title="SABA ALIZADEH: Temple Of Hope" href="https://africanpaper.com/2025/01/25/saba-alizadeh-temple-of-hope/">&#8220;Temple Of Hope&#8221;</a> tatsächlich eine resignativere Färbung haben könnte. Gleichzeitig strahlt die Musik eine bemerkenswerte Ruhe aus. In ihrer meditativen Langsamkeit entfaltet sie eine stille, fast konzentrierte Kraft. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1620063843/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Redefining Boundaries: Sechste Folge des Tehran Contemporary Sounds Festivals</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 05:18:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[30M Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Vom 23. bis 30. November findet in Berlin die sechste Ausgabe des Festivals Tehran Contemporary Sounds statt. In der Betonhalle des Silent Green (Wedding) und im Kino Moviemento (Kreuzberg) präsentiert das Festival aktuelle Positionen iranischer Acts und solchen aus der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/07/redefining-boundaries-sechste-folge-des-tehran-contemporary-sounds-festivals/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 23. bis 30. November findet in Berlin die sechste Ausgabe des Festivals Tehran Contemporary Sounds statt. In der Betonhalle des Silent Green (Wedding) und im Kino Moviemento (Kreuzberg) präsentiert das Festival aktuelle Positionen iranischer Acts und solchen aus der iranischen Diaspora aus den Bereichen Klangkunst, audiovisuelle Performance und Film. TCS gilt als eine der wichtigsten Plattformen für experimentelle, interdisziplinäre Kunst aus dem Iran und seiner weltweiten Diaspora. Ziel ist es, die Vielfalt einer Generation sichtbar zu machen, die sich zwischen Herkunft, politischer Realität und künstlerischer Freiheit bewegt und diese Spannungen in Sound, Bild und Bewegung übersetzt.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/Screenshot-2025-11-06-153229.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-48911" title="Screenshot 2025-11-06 153229" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/Screenshot-2025-11-06-153229.png" alt="" width="1321" height="751" /></a><span id="more-48910"></span></p>
<p>In der Betonhalle entstehen an drei Abenden intensive musikalische und audiovisuelle Performances, in denen Klang, Projektion und Aufführung aufeinandertreffen: von kontemplativen, fast stillen Momenten bis zu eruptiven Ausbrüchen. Themen wie Zugehörigkeit, Geschichte, persönliche Erinnerung und Widerstand ziehen sich dabei als leitende Motive durch viele Arbeiten. Zu den beteiligten musikalischen Acts zählen Anousha Nazari &amp; Antoine Moriniere, Atena Eshtiaghi, Gisou Golshani, Kimia Koochakzadeh-Yazdi, The Sleep of Reason Creates Monsters, FLØI ZĀPRŪZ, Zakhme (Saba Alizadeh &amp; Farzane), Navid Afghah, Gaetha x Amir Torangan, 9T Antiope &amp; Amir B. Ash, Aida Khorsandi, Sadaf H. Nava, Hjirok, Scream Manifesto und Quartet Diminished. Einige davon waren bereits Thema auf unseren Seiten. Parallel dazu zeigt Cinematic Synesthesia III im Moviemento eine Auswahl experimenteller Filme, die Themen der Wahrnehmung, des Geschichtenerzählens und des gesellschaftspolitisches Bewusstsein neu ins Werk setzen. Das Filmprogramm versammelt Arbeiten aus der EFS Film School Masterclass, des Left Bank Cinema Collective aus Teheran sowie der Experimental Film Society, ergänzt durch internationale Beiträge unabhängiger Filmschaffender.</p>
<p>Tehran Contemporary Sounds<br />
23.–30.11.2025</p>
<p>Silent Green Betonhalle<br />
Gerichtstraße 35<br />
13347 Berlin</p>
<p>Kino Moviemento<br />
Kottbusser Damm 22<br />
10967 Berlin</p>
<p><a href="http://tehrancontemporarysounds.com"><strong>Tickets und Infos zum Zeitplan @ TCS  </strong></a></p>
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		<title>SABA ALIZADEH: Temple Of Hope</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jan 2025 06:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[30M Records]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Spechtl]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Temple of Hope&#8221; hat der iranische Komponist Saba Alizadeh sein mittlerweile drittes Album herausgebracht, und es ist ein zutiefst bewegendes Werk geworden, das vielleicht mehr denn je die Konflikte und die Hoffnungen seines Landes reflektiert. Über elf meist kurze &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/01/25/saba-alizadeh-temple-of-hope/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/templeofhope.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44519" title="templeofhope" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/templeofhope-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;Temple of Hope&#8221; hat der iranische Komponist Saba Alizadeh sein mittlerweile drittes Album herausgebracht, und es ist ein zutiefst bewegendes Werk geworden, das vielleicht mehr denn je die Konflikte und die Hoffnungen seines Landes reflektiert. Über elf meist kurze Stücke hinweg entfaltet sich eine eindringliche Hommage an die Menschen der &#8220;Woman Life Freedom&#8221;-Bewegung, bei der die Fragen und Reflexionen zu Schmerz, Widerstand und <span id="more-44518"></span>Hoffnung ihren Ausdruck in beeindruckenden elektroakustischen Kompositionen finden. Dabei setzt Alizadeh auf die Kombination traditioneller persischer Musik mit modernen Techniken.</p>
<p>Alizadeh, Sohn des ebenfalls renommierten Komponisten Hossein Alizadeh, entschied sich früh, die Kamancheh &#8211; ein in der Region verbreitetes Streichinstrument, das von der Tonhöhe und dem Klang her oft als Pendant zur Violine bezeichnet wird &#8211; zu lernen, und verbindet seither deren organische Soundqualität mit experimentellen Ansätzen. Neben seiner musikalischen Laufbahn, die ihn auch in cinematische Bereiche führte, studierte er Fotografie und Klangkunst. Die Plurimedialität seines kreativen Ansatzes ist auch in den Stücken des vorliegenden Albums spürbar.</p>
<p>Bereits das eröffnende Titelstück vermittelt eine kraftvolle Vision: Pulsierende Trommeln, hektisches Tremolo und Stimmen, die wie aus einer enormen Menschenmenge zu hallen scheinen, schaffen eine bedrohliche Intensität, die zugleich eine träumerische Qualität entfaltet. All dies verweist auf die Zerrissenheit eines Moments, der gleichzeitig real und wie aus einer anderen Welt herübergeweht wirkt. &#8220;One Has To Be Murdered To Become A Martyr&#8221; ist, wer kann bei einem solchen Titel anderes erwarten, ein aufwühlender Track, der mit Streicher-Melodien, die wie ein prophetisches Element wirken, und technoiden Rhythmen eine Atmosphäre des Umsturzes einfängt. &#8220;Beauty Of Politics&#8221; hingegen zeigt eine gemächlichere, melancholische Seite, die jedoch von schneidenden Klängen durchbrochen wird und am Ende, nach einer berührenden Gesangspassage von Andreas Spechtl, fast in Lärm zu zerfallen scheint und so vielleicht auch die Fragilität und Härte politischer Realität spürbar macht.</p>
<p>Das kurze &#8220;Drop By Drop An Ocean Of Blood Forms&#8221; wirkt wie ein Interludium aus Rauschen und melodischen Fragmenten, die eine düstere, ergreifende Stimmung erzeugen. Mit &#8220;Women Of Fire&#8221; wird, wenn man dies so einfach assoziieren darf, die weibliche Perspektive des Protests besonders intensiv beleuchtet: Sanam Maroufkhanis gehauchte, multiplizierte Stimme verwebt sich mit orchestralen, durchdringenden Klängen, die am Ende in infernalischen Lärm übergehen. Das Weibliche selbst scheint hier mit dem furiosen, reinigenden Feuer identisch. Ähnlich mächtig ist &#8220;Fall Of The Heroes&#8221;, dessen sirenenartige Töne und marschierende Rhythmen eine apokalyptische Dramatik entfalten. In &#8220;Plain Of The Free&#8221; verbindet Alizadeh die Kamancheh, die in den ersten Tönen fast an weiblichen Klagegesang erinnert, mit Klangdokumenten der Proteste in Susangerd und schafft ein monumentales Stück, das in seiner Wirkung die Intensität von Musikgenres wie Power Electronics in den Schatten stellt.</p>
<p>&#8220;What Comes From The Sea Returns To The Sea&#8221; fügt sich mit seinen zunächst warmen, grummelnden Klängen und wellenartigen, kraftvollen Sounds nahtlos in die Atmosphäre des Albums ein. Die tremolierende Stimme von Leila Rahimi und eine persische Sprachaufnahme verleihen dem Stück eine eindringliche Tiefe, die sowohl intime als auch politische Dimensionen erahnen lässt. Eine weitere Kooperation mit Spechtl, &#8220;Extra Planetary Lovers&#8221;, bringt eine zarte Hoffnung in die düsteren Klangwelten. Die sanften Streichersounds und Spechtls Gesang über eine utopische Zukunft münden jedoch in klanglichen Eruptionen, die zeigen, dass selbst Hoffnung von innerer Wucht begleitet ist und bisweilen sein muss. Das finale &#8220;You Tell Me&#8221; greift die ganze emotionale Spannbreite des Albums auf. Mit verfremdeten Originalaufnahmen und orchestraler Kraft bietet es einen Schlusspunkt, der noch lange nachhallt.</p>
<p>&#8220;Temple of Hope&#8221; ist mehr als ein Album, sondern ebenso ein eindrucksvolles Manifest, das Schönheit vor einem Hintergrund aus Grausamkeit aufrecht zu erhalten vermag. Saba Alizadeh zeigt sich hier als Meister der Klanggestaltung, der in ein Gerüst aus Kamancheh, modularen Synthies, verfremdeten Field Recordings und anderen manipulierten Sounds Radiomitschnitte integriert und den Kompositionen eine eindringliche historische Tiefe verleiht und damit ein Werk schafft, das tief berührt und Fragen nach Menschlichkeit und Widerstand in den Mittelpunkt stellt.</p>
<p><strong>Label: 30M Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1555290149/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Temple Of Hope: Neues Album von Saba Alizadeh</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/11/30/temple-of-hope-neues-album-von-saba-alizadeh/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Nov 2024 08:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Januar erscheint bei 30M Records das dritte Album des iranischen Komponisten und Kamancheh-Virtuosen Saba Alizadeh als LP unter dem Titel &#8220;Temple Of Hope&#8221;. In einer berührenden Mischung aus elektroakustischen Klängen und klassischen Elementen verarbeitet Alizadeh die Erfahrungen der &#8220;Woman &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/30/temple-of-hope-neues-album-von-saba-alizadeh/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte Januar erscheint bei 30M Records das dritte Album des iranischen Komponisten und Kamancheh-Virtuosen Saba Alizadeh als LP unter dem Titel &#8220;Temple Of Hope&#8221;. In einer berührenden Mischung aus elektroakustischen Klängen und klassischen Elementen verarbeitet Alizadeh die Erfahrungen der &#8220;Woman Life Freedom&#8221;-Bewegung und die schwierigen Jahre des Widerstands und Leidens in seinem Land. Das Album verbindet die Klänge der Kamancheh, einem in der Region verbreiteten klassischen Streichinstrument, mit modularen Synthesizern, einem No-Input-Mixer und weiteren Streichern. Eingebettet in historische Radioaufnahmen und stark verfremdete Samples entsteht ein Klangkosmos, der gleichermaßen ergreifend und kämpferisch wirkt, aber trotz der mitunter schwermütigen Stimmung nie in Resignation kippt. Gesangsparts von Andreas Spechtl, Sanam Maroufkhani und Leila Rahimi verleihen der Musik zusätzliche Intensität. &#8220;Temple Of Hope&#8221; zeigt, wie Schmerz, Aufruhr und Schönheit zu einem Ausdruck von Widerstand und Zuversicht verschmelzen können. Dieses Album ist nicht nur ein persönliches Werk, sondern auch eine Hommage an die Stärke und den Mut der Menschen in der Heimat des Komposnistgen. Drei Stücke sind bereits im Stream zu hören, mehr zum Album gibt es in einigen Wochen auch auf unseren Seiten. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/templeofhope.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-43768" title="templeofhope" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/templeofhope.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-43767"></span></p>
<p>&#8220;How can a sense of beauty be found amidst fear and cruelty? How can all the unspeakable be made audible, but also anger, hope, and an unyielding will to live? With his third album Temple Of Hope, Iranian composer Saba Alizadeh has created a moving homage to the people of his homeland. He transforms the events during the &#8220;Woman Life Freedom&#8221; movement, as well as the struggles of the population in previous years, into poignant electro-acoustic music. Intensified by the vocals and lyrics of Andreas Spechtl, Sanam Maroufkhani, and Leila Rahimi. In his compositions, Saba Alizadeh combines the traditional string instrument Kamancheh with strings, modular synthesizers, and a no-input mixer. This results in a tense sound that explores the speechlessness and torn emotions between suffering, rebellion, and hope. Historical radio sequences ground his pieces in the culture and history of the country. The strong alienation and deconstruction of these acoustic elements, in turn, point to the incomprehensible – to existential upheavals and dissolution processes. In his Temple Of Hope, courage and optimism gather. For while Saba Alizadeh&#8217;s multi-layered pieces may often seem like echoes of horror, they also unfold a deeply moving beauty&#8221;. (30M Records)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1555290149/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Saba Alizadeh, Shabnam Parvaresh und Nazanin Noori in der Berliner Kantine am Berghain</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Aug 2023 04:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kantine am Berghain]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 5. September bringen Tehran Contemporary Sounds den iranischen Komponisten und Musiker Saba Alizadeh und das Duo Nazanin Noori (Modular Synthesis) und Shabnam Parvaresh (Klarinette) zu einem Doppelkonzert in die Berliner Kantine am Berghain. Über Alizadeh, dessen Albem &#8220;Scattered Memories&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/28/saba-alizadeh-shabnam-parvaresh-und-nazanin-noori-in-der-berliner-kantine-am-berghain/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. September bringen Tehran Contemporary Sounds den iranischen Komponisten und Musiker Saba Alizadeh und das Duo Nazanin Noori (Modular Synthesis) und Shabnam Parvaresh (Klarinette) zu einem Doppelkonzert in die Berliner Kantine am Berghain. Über Alizadeh, dessen Albem <a title="SABA ALIZADEH: Scattered Memories" href="http://africanpaper.com/2019/02/16/saba-alizadeh-scattered-memories/">&#8220;Scattered Memories&#8221;</a> und <a title="SABA ALIZADEH: I May Never See You Again" href="http://africanpaper.com/2021/08/21/saba-alizadeh-may-i-ever-see-you-again/">&#8220;I May Never See You Again&#8221;</a> und die <a title="Nafir: Neue Komposition von Saba Alizadeh" href="http://africanpaper.com/2023/03/06/nafir-neue-komposition-von-saba-alizadeh/">Single &#8220;Nafir&#8221;</a> auf unseren Seiten besprochen wurden, heißt <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/kantineamberghainseptember5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37047" title="kantineamberghainseptember5" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/kantineamberghainseptember5.jpg" alt="" width="820" height="360" /></a><span id="more-37046"></span></p>
<p>es im Programmtext: &#8220;Apart from Kamancheh, no-input mixer, modular synthesizer, laptop have been the main instruments that Alizadeh has created his sonic cosmos with&#8221;. Beim Duo Parvaresh und Noori betonen die Veranstalter den bisweilen hybriden Charakter ihrer Musik, bei der dunkle, ambiente Elektronik, traditionelle iranische Musik und Elemente des Jazz zusammenkommen.</p>
<p>Donnerstag, 05.09.2023<br />
Einlass 19:30 Uhr<br />
Kantine am Berghain<br />
Am Wriezener Bahnhof<br />
10243 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/806658531152816/?"><strong>@ Facebook mit Tickets, Links und weiteren Infos</strong></a></p>
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		<title>Nafir: Neue Komposition von Saba Alizadeh</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/03/06/nafir-neue-komposition-von-saba-alizadeh/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Mar 2023 05:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[30M Records]]></category>
		<category><![CDATA[Saba Alizadeh]]></category>
		<category><![CDATA[Siavash Naghshbandi]]></category>

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		<description><![CDATA[Der iranische Elektroakustiker und Karmancheh-Virtuose Saba Alizadeh hat, angeregt durch die vor einem halben Jahr begonnenen Konflikte im Iran, ein neues Stück komponiert und mit einem Video des Filmers Siavash Naghshbandi zu einem plurimedialen Werk verknüpft. Das melancholisch-ernste Stück trägt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/03/06/nafir-neue-komposition-von-saba-alizadeh/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der iranische Elektroakustiker und Karmancheh-Virtuose Saba Alizadeh hat, angeregt durch die vor einem halben Jahr begonnenen Konflikte im Iran, ein neues Stück komponiert und mit einem Video des Filmers Siavash Naghshbandi zu einem plurimedialen Werk verknüpft. Das melancholisch-ernste Stück trägt den Titel &#8220;Nafir (Aufschrei)&#8221; und stellt in intensiven Bildern und Klängen das Leben im Iran nach den Erhebungen dar. &#8220;Musik und Bilder sind ein unheimlich bedrückendes (und am Ende doch hoffnungsvolles), sehr starkes künstlerisches Statement und spiegeln gut die Emotionen derer wieder, die aktuell unter dem Regime in Iran leben und leiden&#8221;, heißt es bei seinem Label 30M. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/nafir.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34269" title="nafir" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/nafir.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-34267"></span></p>
<p>Alizadeh bezeichnet den Track als &#8220;Klang von Millionen von Aufschreien, die durch das alte Streichinstrument Kamancheh kanalisiert werde&#8221;. Das Instrument eignet sich auch deshalb besonders, da es dem klanglichen Spektrum der menschlichen Stimme recht nah kommt. Den Sound der Unterdrückung repräsentieren die rhythmischen Elemente, die teilweise an Explosionen erinnern und immer wieder &#8211; vergeblich &#8211; versuchen, die Melodie des Streichinstruments zu übertönen und zu zerstören. Andere, dem gegenläufige Takte entstammen dem Klang einer Sprühdose, die den Widerstand in Form an die Wände geschriebener Parolen repräsentiert. Zur visuellen Seite und ihrer Verknüpfung mit der musikalischen Botschaft heißt es beim Label &#8220;Im Video, von Visual Artist Siavash Naghshbandi eindrucksvoll umgesetzt, interagieren die Stimme der Kamancheh und des Lichtstrahls miteinander: je lauter die Stimme der Kamancheh wird, desto heller wird der Strahl.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/QfFD74KCiAc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Sie kämpfen gegen die bedrohlichen Rhythmen und dem ihnen zugeordneten metaphorischen Schwarm von Kalaschnikow-Kugeln (als universelles Zeichen der Unterdrückung). Das Finale vermittelt letztendlich Hoffnung: es gelingt dem Aufschrei der Kamancheh und dem warmen hellen Licht am Ende doch, die Kugeln, die Dunkelheit und Unterdrückung zu besiegen&#8221;. Alizadeh wurde 1983 in Teheran als Sohn des bekannten Komponisten und Musikers Hossein Alizadeh. Bislang liegen von ihm zwei Longplayer, &#8220;Scattered Memories&#8221; (2019, Karlrecords) und &#8220;I May Never See You Again&#8221; (2021, 30M Records), vor.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=4251254345/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SABA ALIZADEH: I May Never See You Again</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2021 03:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[30M Records]]></category>
		<category><![CDATA[Saba Alizadeh]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon auf seinem vor zweieinhalb Jahren erschienenen Debütalbum &#8220;Scattered Memories&#8221; ging der in Teheran lebende Soundartist Saba Alizadeh, wie der Titel schon offen suggerierte, Fragen des Erinnerns und Vergessens, Fragen der bersönlichen Biografie und der größeren Geschichte nach. Nach verschiedenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/21/saba-alizadeh-may-i-ever-see-you-again/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/sabaalizadehcover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26232" title="sabaalizadehcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/sabaalizadehcover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon auf seinem vor zweieinhalb Jahren erschienenen Debütalbum &#8220;Scattered Memories&#8221; ging der in Teheran lebende Soundartist Saba Alizadeh, wie der Titel schon offen suggerierte, Fragen des Erinnerns und Vergessens, Fragen der bersönlichen Biografie und der größeren Geschichte nach. Nach verschiedenen Kollaborationen, Auftritten und kleineren Veröffentlichungen kommt er auch auf seiner zweiten LP wieder<span id="more-26231"></span> auf diese Themen zurück &#8211; &#8220;I May Never See You Again&#8221;, der Satz stellt unmissverständlich die Frage, ob das mit Du angesprochene Objekt weiterhin Teil der eigenen Gegenwart sein wird, oder unwiederbringlich dem Chaos der Vergangenheit, dem nur bedingt kontrollierbaren Strudel des Erinnerns und Vergessens anheimfallen soll.</p>
<p>Solche Fragen, die letztlich primär durch Hinweise in Liner-Notes deutlich werden, klingen in Alizadehs Werk natürlich eher abstrakt an, durch Andeutungen und Stimmungen, aber das ändert wenig an der Intensität, die seine Musik, in deren Zentrum die Karmancheh, die traditionelle persische Variante der Violine steht, umhüllt, ergänzt und im Klang verändert durch Sounds und Effekte, die man unter einem gewissen Vorbehalt irgendwo im einer schwer kartografierbaren Grenzlandschaft zwischen Ambient und Noise verorten kann. Vor allem der Opener &#8220;Blood City&#8221; vom Debüt klingt schon auf den ersten Eindruck an vielen Stellen von &#8220;May I Ever See You Again&#8221; an und das bereits ganz zu Beginn beim eröffnenden Titeltrack: Fast mit einem kleinen Donner legt dieser los und lässt seine schwermütigen Tonfolgen auf dem obertonreichen Instrument doch langsam und fast bedächtig anklingen, nur an wenigen Stellen werden die durch die Drehung stets rhythmischen Intervalle heftiger, als bräche eine undefinierbare Wucht in die so intensive und doch schwer greifbare Szenerie.</p>
<p>In zwei Tracks &#8211; dem dröhnenden &#8220;Phasing Shadows&#8221; und dem von wehmütiger Unruhe erfüllten &#8220;Touch&#8221; &#8211; leistet ihm Andreas Spechtl von der Wiener Band Ja, Panik Gesellschaft und kündet mit seinem unmanirierten Gesang von Schatten und Schallwellen, die körperlos wie schemenhafte Erinnerungen sind und doch die Illusion haptischer Berührungen erzeugen können. Die meisten der instrumental gehaltenen Stücke offenbaren eine größere Homogenität als die des Debüts, lassen die je nach Aufnahme und Bearbeitung wie Regen prasselnden, wie ein Blasinstrument luftig hauchenden oder einfach warm summenden Klänge ihre Motive bilden, durch die sich eine ganz eigene Melancholie wie ein zusammenhaltendes Band zieht. Kurz vor dem meditativen (und sehr intim anmutenden) Schlusstrack werden in dem gemeinsam mit&#8230; eingespielten &#8220;Hybrid&#8221; noch mal alle Register des kleinteiligen Rasselns und des krachenden Lärms gezogen.</p>
<p>Tolle Platte, die auf weiteres (wie die geplante Fortsetzung &#8220;Scattered Moments&#8221;) gespannt macht und demonstriert, dass die jüngere Generation der Alizadehs noch einiges zu bieten hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: 30M Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=597450688/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Saba Alizadeh im Hamburger Westwerk</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/08/14/saba-alizadeh-im-hamburger-westwerk/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 13:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Karlrecords]]></category>
		<category><![CDATA[Saba Alizadeh]]></category>
		<category><![CDATA[Westwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der Wiederveröffentlichung seiner LP &#8220;Scattered Memories&#8221; auf Karlrecords ist der in Teheran lebende Sound-Artist und Kamancheh-Virtuose Saba Alizadeh erstmals wieder in Deutschland zu sehen. Am 16. August tritt der Musiker im Hamburger Westwerk auf und präsentiert seine zwischen zeitgenössischer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/08/14/saba-alizadeh-im-hamburger-westwerk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Wiederveröffentlichung seiner LP &#8220;Scattered Memories&#8221; auf Karlrecords ist der in Teheran lebende Sound-Artist und Kamancheh-Virtuose Saba Alizadeh erstmals wieder in Deutschland zu sehen. Am 16. August tritt der Musiker im Hamburger Westwerk auf und präsentiert seine zwischen zeitgenössischer Elektronik und traditioneller persischer Musik angesiedelten Arbeiten.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/sabaalizadehinhamburg.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-18481" title="sabaalizadehinhamburg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/08/sabaalizadehinhamburg.jpg" alt="" width="960" height="502" /></a><span id="more-18480"></span></p>
<p>Freitag, 16.08.2019<br />
Einlass: 20.30 Uhr<br />
Westwerk<br />
Admiralitätstraße 74<br />
20459 Hamburg</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/events/2792682297468668/">Event @ Facebook</a> </strong><br />
<a href="https://www.westwerk.org/saba-alizadeh.html?"><strong>Event @ Westwerk </strong></a><br />
<a href="http://africanpaper.com/2019/02/16/saba-alizadeh-scattered-memories/"><strong>Review zu &#8220;Scattered Memories&#8221; @ African Paper</strong></a></p>
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		<title>SABA ALIZADEH: Scattered Memories</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/02/16/saba-alizadeh-scattered-memories/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2019 05:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Hossein Alizadeh]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Karlrecords]]></category>
		<category><![CDATA[Saba Alizadeh]]></category>

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		<description><![CDATA[Erinnerungen, die man als zersplittert und bruchstückhaft erlebt, sind selten so klar und eindringlich wie die Kompositionen, die der iranische Musiker Saba Alizadeh auf seinem ersten Soloalbum „Scatteted Memories“ zusammengestellt hat. Es handelt sich dabei um Nacharbeiten verschiedener Stücke, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/02/16/saba-alizadeh-scattered-memories/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/sabaalizadeh.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17036" title="sabaalizadeh" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/sabaalizadeh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Erinnerungen, die man als zersplittert und bruchstückhaft erlebt, sind selten so klar und eindringlich wie die Kompositionen, die der iranische Musiker Saba Alizadeh auf seinem ersten Soloalbum „Scatteted Memories“ zusammengestellt hat. Es handelt sich dabei um Nacharbeiten verschiedener Stücke, die er in den letzten Jahren komponiert und aufgeführt hat, und die so Teil eines ungeordneten musikalischen Erinnerungngsfundus sind.<span id="more-17035"></span></p>
<p>Alizadeh entstammt einer renommierten Teheraner Musikerfamilie, sein Vater Hossein ist ein auch international bekannter Komponist und Saiten-Virtuose und einer der wichtigsten Vertreter der Neuen Musik auch außerhalb des Mittleren Ostens. Saba entdeckte schon früh die Kamancheh als sein Instrument – ein traditionelles persisches Streichinstrument vom Klangvolumen einer Violine, die unter deren Einfluss zwar ihre Saitenzahl irgendwann von drei auf vier erhöht hat, im Gegensatz zu ihr aber während des Spiels gedreht wird, was ihrem Sound eine wabernde, wellenförmige Qualität und so einen zusätzlich orientalischen Touch gibt. Saba sah sich aber schon früh als einen experimentell arbeitenden Elektroakustiker, der die traditionellen Spielweisen zwar beherrscht, diese aber gerne mit gesampleten Klängen und elektronischen Soundscapes verknüpft. Nach ausgedehnten akademischen Studien und einigen Kollaborationen präsentiert er seinen Stil nun erstmals auch im Alleingang.</p>
<p>„Scattered Memories“, das letztes Jahr im Iran veröffentlicht wurde und seit neuestem über Karlrecords auch in Europa auf Vinyl erhältlich ist, hat eine ganz eigentümliche Atmosphäre, auch wenn die Machart der Kompositionen vordergründig an die mediterrane Folk-Elektronik von Acts wie Crete und Niedowierzanie erinnern mag. Die Tracks wirken in ihrer Eindringlichkeit und aufgrund ihrer bildreichen Titel wie ausschnitthafte Momentaufnahmen aus größeren Geschichten, was zu Alizadehs zweitem Standbein als Fotograf passt.</p>
<p>„Blood City“ ist ein grandioses Intro, nach dessen Intensität man sich wundert, dass die folgenden Stücke im Vergleich nicht blass wirken: Der Klang der Kamancheh, der wohl durch dezente Bearbeitung so wundgescheuert anmutet, entfaltet in minimaler Tonfolge eine Melodie von entrückter Wehmut und ist eingehüllt in kühle, elektronische Klangschichten, die das Emotionale der Musik noch deutlicher hervorheben. Es gibt viele Zugänge zu diesem Album, einer fungiert über den vielfältigen und zugleich unterschiedlich starken Einsatz des zentralen Instruments, das oft nicht ganz vom Hintergrund abzugrenzen ist. In „Dream“ erklingt es als einlullendes Pizzicato und tritt mit xylophonartigen Klängen in einen eigenwilligen Dialog zwischen Konfrontation und Harmonie. In „Colors Wove Me in Tehran“ ist es kaum auszumachen hinter dem tremolierenden Minimalismus, der den Raum immer mehr ausfüllt, bis ein mysteriöses chorartiges Toning den vorderen Bühnenrand übernimmt.</p>
<p>Ob man die IDM-artigen, beinbrecherischen Takte in „Laden Dead End“ oder das Wabern der Kamancheh in „Greetings to Earthfire“ in den Fokus nimmt, die hörspielartigen Spoken Words in „Would You Remember Me“ oder die wunderschönen Pickings, die im Schlusstrack „Fluid“ an ein Banjo erinnern – über jedes Stück ließe eine längere Abhandlung schreiben. In <a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/mofr1921/interviews/saba-alizadeh.html">einem vor einiger Zeit geführten Radio-Interview</a> enthüllte Alizadeh die vielfältigen Verweisschichten in „Elegy of Water“: Das zwischen aquatischen Feldaufnahmen und verschiedenen organisch anmutenden Dröhnwellen oszillierende Stück basiert primär auf der Verwendung einer traditionellen Holzgeisel, mit der sich fromme Schiiten beim jährlichen Ashura-Fest – in Gedenken an das Martyrium ihres verehrten Imams Hussein, einem Enkel des islamischen Propheten – geiseln, während andere sich mit ihren Fästen auf die Brust schlagen und Verse skandieren. Es wirkt provokant, dieses Objekt für Musik zu verwenden, gleichwohl die Selbstgeiselungen ebenfalls musikaliche, z.B. rhythmische Elemente aufweisen. In der besagten Geschichte fiel der Imam beinahe dem Verdursten zum Opfer, so dass Wasser in seiner Verehrung immer einen große Rolle spielte. Viele heutige Iraner erinnern in Phasen der Wasserknappheit daran. So schließt sich der Kreis und lässt doch viele Fragen offen.</p>
<p>Mit und ohne Hintergründe, die man bei vielen Tracks ohnehin bloß erahnen kann, ist „Scattered Memories“ ein großartiges Stück elektroakustisher Soundart zwischen Elektronik und progressiver Weltmusik. Ich würde es als bisheriges Album des Jahres küren, wenn dieses nicht noch so lächerlich jung wäre. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/">Karlrecords</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1798017941/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3284192680/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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