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	<title>African Paper &#187; Sara Guri Casallachs</title>
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		<title>Ô PARADIS: Mârs</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jun 2023 04:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/mars.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35466" title="mars" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/mars-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den vielen Jahren, die seit der Gründung von Ô Paradis vergangen sind, ist das von Demian Recio ins Leben gerufene und mit immer wieder wechselnden Gästen betriebene Projekt längst zu so etwas wie einer festen Institution geworden, ich verglich es bereits mit einem Haus, das immer mal seine Einrichtung wechselt und neue Untermieter einziehen lässt und doch in der Bausubstanz unverkennbar bleibt. Musiker kommen und gehen, Projekte werden gegründet und wieder aufgelöst, musikalische Trends entstehen, verschmelzen miteinander, verändern sich und lösen <span id="more-35465"></span>sich wieder in Luft auf. Ô Paradis besteht immer noch, und bei all dem ist in den vergangenen fast drei Jahrzehnten kaum Langeweile aufgekommen.</p>
<p>Auch über die Veränderungen, die sich im Laufe von Recios Karriere sukzessive vollzogen haben, habe ich in vergangenen Besprechungen einiges gesagt. Allgemein kann man sagen, dass seine Musik, bei der poppige, folkige und gerne als Avantgarde bezeichnete Strukturen verknüpft und wieder halb zerlegt werden, auch im Rahmen eines einzigen Albums so vielschichtig ist, dass sich die meisten Veränderungsschritte eher auf der Ebene einzelner Details vollziehen. Auch auf &#8220;Mars&#8221;, dem aktuellen Album, das unter dem Eindruck der letzten Jahre, in denen eine Pandemie und mindestens ein Krieg begonnen haben, entstanden ist, gibt es Neuerungen. So sind &#8211; es mag seltsam klingen &#8211; erstmals Rockstrukturen deutlich zu hören. Auch gibt es zum ersten Mal einen Song, den man mit Neofolk in Verbindung bringen kann. Ich weiß, dass viele das Projekt schon immer in der Nähe dieses Genrekonstruktes verortet haben, aber für mich war das immer Blödsinn, geboren aus der Begriffsverlegenheit bestimmter Communuties.</p>
<p>Demians Musik klingt immer wie in einer Hexenküche entstanden, und so beginnt auch &#8220;Mars&#8221; mit einem erwartungsvollen Köcheln und Brodeln. Es klingelt und scheppert, eine sanfte Gitarre erklingt und irgendwann hört man Demians Stimme, die wie durch einen Telefonhörer oder eine kleine Box zu uns dringt. Wir landen in der Ô Paradis-Welt, die eine ganz eigene Dimension für sich reklamiert. In der scheint auch im ersten Songgebilde &#8220;Senderos de Gloria&#8221; zunächst alles beim alten: Ein hochtönender Orchestralloop verbreitet sich im Raum wie der Duft einer eleganten Orangerie, irgendwann donnert es und Demian singt eine leidenschaftlich sehnsuchtsvolle Melodie, während sich darunter ein leicht derangierter Takt abzeichnet. Etwas, das an ein leicht postpunkiges Bassknarren erinnert, fällt auf, als sei es aus einem anderen Ort in die Szenerie katapultiert worden. Aus genau diesen kristallisiert sich schnell ein Arrangement, das deutliche Züge von Midtempo-Rock hat, der viel zum krachigen Charakter des Songs beiträgt &#8211; ein bisher ungewöhnlichr Zug und doch hundert Prozent Ô Paradis, bei denen stets viele populäre Details verwendet und durch einen experimentellen Aspekt im Zaum gehalten werden. Vielleicht besteht dieser im Grunde nur in einer gewissen Nachlässigkeit, in einem bewussten Wunsch, das ganze Fragment bleiben zu lassen?</p>
<p>Man kann bei Ô Paradis immer wieder den Eindruck bekommen, dass sich die ganzen technischen Finessen mehr zufällig ergeben und in eine gut funktionierende Form fließen, ohne dass von Seiten des Musikers oder der Musiker allzu viele Überlegungen dazu gemacht werden. Deswegen sollte man ihnen, so interessant und ungewöhnlich sie sind, auch nicht die allererste Aufmerksamkeit widmen. Gefühl und Gestimmtheit erscheinen mir da viel zentraler. &#8220;Marcha concéntrica&#8221; ist ein runder Song, auch wenn er v.a. durch sein schwer greifbares emotionales Gemisch beeindruckt, bei dem Gelöstheit und Traurigkeit keine Gegensätze sind. Hier tritt Gastmusikerin Sara Guri Casallachs in Erscheinung, die Backing Vocals und irgendwo am Firmament Striche auf der Viola da Gamba beiträgt. Ein ähnlich ungreifbares Gefühlsgemisch prägt das dunklere und maskulinere &#8220;Líneas enemigas&#8221;, dessen Gesangstempo ebensowenig zu dem hintergründigen Kraxelrhythmus passen dürfte wie das bedrohliche Pfeifen. &#8220;Como un avión&#8221; ist das merkwürdigste Stück des Albums, denn mit seiner Schrammelgitarre, mit Demians warmem und zugleich etwas distanziertem Gesang und den gehauchten Backing Vocals fast eine Travestie der typischsten Neofolkband der Welt sein könnte. Wenn es so ist, dann wird diese Travestie aber schnell durch die kratzenden und knarrenden Sounds und noch mehr durch die Schönheit des Stücks geschreddert.</p>
<p>Nachdem der Song wie in einer Bruchlandung endet, wirkt der wehmütige Gesang im von seltsamem Saitenspiel getragenen &#8220;Lo que el horizonte esconde&#8221; wie ein geisterhafter Chor der Nachwelt. In seiner etwas zögerlichen Sanftheit ist der Song so etwas wie das retardierende Moment, bevor im Schlussteil &#8211; im rasseligen &#8220;Pan y circo&#8221;, dessen Melodie schon in den ersten dröhnenden Akkorden enthalten ist, und mehr noch im Outro &#8220;Prisioneros&#8221; mit euphorisch-melancholischen Steichern und Gerumpel und Gekratze &#8211; noch mal einiges verhandelt wird. <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230503_174304_222.sdocx--></p>
<p>Zu weiten Teilen des verhandelten Materials kann hier wenig gesagt werden &#8211; ob die Sprachbilder des Krieges und der Krankheit hier vielleicht als Metaphern für das Leben, die Liebe und das Numinose gebraucht werden, zu all dem kann ein Rezensent, der vielleicht zehn bis zwanzig Prozent der Texte halbwegs verstehen kann, wenig beitragen. Doch mit oder ohne Sprachbarriere ist die Lebendigkeit und Reichhaltigkeit der Musik in jeder Minute spürbar. (U.S.)</p>
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		<title>Ô PARADIS: El Anfitrión</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 05:34:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Demian Recio alias Ô Paradis hat in den vergangenen gut 25 Jahren zahlreiche Alben und kleinere Veröffentlichungen herausgebracht. Da vieles davon in kleinen Auflagen bei ebenso kleinen Labels erschienen ist, lief man immer mal Gefahr, das eine oder andere Release &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/11/o-paradis-el-anfitrion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/El-anfitrion_Portada_digital-copia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30055" title="ia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/El-anfitrion_Portada_digital-copia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Demian Recio alias Ô Paradis hat in den vergangenen gut 25 Jahren zahlreiche Alben und kleinere Veröffentlichungen herausgebracht. Da vieles davon in kleinen Auflagen bei ebenso kleinen Labels erschienen ist, lief man immer mal Gefahr, das eine oder andere Release zu verpassen. Im Falle des vor einigen Wochen erschienenen &#8220;El Anfitrión&#8221; wäre das aber ausgesprochen schade, denn es handelt sich um ein <span id="more-30053"></span>atmosphärisch dichtes, von der Machart reichhaltiges Album, das eine charakteristische Handschrift offenbart, sobald man die bei dem Projekt oft notwendige Eingewöhnungsphase hinter sich hat.</p>
<p>Der Selbstbeschreibung auf den gängigen Plattformen zufolge erzählt &#8220;El Anfitrión&#8221; die Geschichte einer Reise hinter den Spiegel in ein seltsam wunderkammerartiges Gebäude, unter dem man sich eine traumhafte Kehrseite der Alltagswelt, aber auch gerade diese angesichts einer realeren, himmlischen Welt vorstellen kann. Die einzelnen Stücke sind wie Stationen eines surrealen Kammerspiels, das diesen Ort nie verlässt. Der titelgebende Anfitrión &#8211; der Gastgeber &#8211; ist eine in den Texten mehrfach auftauchend Figur, die dennoch merkwürdig obskur bleibt. Ist damit Jungs Schatten gemeint? Vielleicht würde man etwas mehr erfahren, wäre man des Spanischen mächtig.</p>
<p>Musikalisch zählt &#8220;El Anfitrión&#8221; zu den von filigraner, melancholisch-tänzelnder Elektronik geprägten Alben und lässt sich grob mit zurückliegenden Werken wie &#8220;Naciemento&#8221; (2014) oder &#8220;<a href="http://africanpaper.com/2017/04/29/o-paradis-maia-convoy/">Maya Convoi</a>&#8221; (2017) vergleichen. Es dauert aber eine Weile, bis die Musik diesen Zug vollends offenbart, denn zu Beginn ziehen einen verfremdete Violaklänge, nicht ganz ohne Rauheit, in ein feierlich-dunkles Setting. Begleitet von Eispickeltakten sagt eine Frauenstimme &#8220;es sind die Toten&#8221;.</p>
<p>Es ist interessant zu wissen, dass es sich dabei um ein Sample aus Jean Rollins Film <em>La Rose de Fer</em> (<em>Die eiserne Rose</em>) von 1973 handelt. In dem allgemein dem &#8220;Horrordrama&#8221; zugerechneten neosurrealistischen Film besucht ein junges Pärchen kurz vor Torschluss einen alten pittoresken Friedhof und verbringt dort die Nacht. Irgendwann verlieren die beiden die Lust und wollen über eine Mauer nach draußen klettern. Aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen kommt ihnen allerdings immer etwas dazwischen, irgendeine Idee bringt sie dazu, noch einmal einen anderen Ort auf dem Friedhof aufzusuchen und so ergibt es sich, dass sie den Ort niemehr verlassen werden.</p>
<p>Je weiter man in das Album vordringt, desto mehr erscheinen einem auch die einzelnen Songs wie Orte in einer abgeschlossenen Welt. Ein elektronisch-akustischer Sound, dessen Gebilde wie ein derangierter und in seine Bestandteile zerfletterter Pop klingt, verbindet all die unterschiedlichen Tracks. Das von einem schleppenden Klatschen getaktete &#8220;Omnipresente&#8221;, dessen erschöpfter Gesang immer noch zu hochtönenden Volten fähig ist; der trunken tänzelnde Schmachtfetzen &#8220;SuperNova&#8221;, der zum Ende hin noch einmal mächtig in Fahrt gerät; &#8220;Tout L&#8217;Esperance&#8221;, eine Ode an die Hoffnung, die wie ein waghalsiger Gang auf Stelzen anmutet; die beinahe akustische Postpunkballade &#8220;Siervos&#8221;; &#8220;Angel&#8221;, das wie ein eleganter Catwalk durch eine Welt voll mit metallenem Schrott führt.</p>
<p>Dann &#8220;Inspiral&#8221;, das klassischen Synthiepop dekonstruiert und (dennoch) der mitreißendste Ohrwurm des Albums ist; &#8220;Tabula Rasa&#8221; mit dem typischen Triphopsound aus Demians Hexenküche; der Titelsong, bei dem betont nachlässige Takte und der Klang weitgespannter Saiten wie zwei überblendete Bilder übereinander liegen, während Demians Stimme im Duett mit sich selbst durch den Raum schwebt. In diesen und einigen weiteren Songs füllt eine leise Melancholie, die nicht frei von augenzwinkernder Heiterkeit ist, einen Schauplatz, der gerade aufgrund seines fragmentarischen Charakters so wirklich scheint.</p>
<p>Kommt man je heraus aus dieser Heterotopie? Das Pärchen in Rollins Eiserner Rose schafft es nicht, den Friedhof lebend zu verlassen. In Luis Buñuels <em>El Ángel Exterminador </em>(1962), ein in vieler Hinsicht ähnlich gearteter Film, findet ein Kind den Weg aus der opulenten Villa, die ihre Besucher gefangen hält. Auch die Parallelwelt des Anfitrión entfaltet diesen Reiz, und wer weiß, vielleicht ist der Bann ja schon gesprochen, wenn man an den Ausgang gar nicht denkt und sich stattdessen anschickt, die Platte erneut abzuspielen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://victima10.com/wordpress/">Grabaciones Sentimentales</a></strong></p>
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