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	<title>African Paper &#187; Shock Headed Peters</title>
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		<title>UNICAZÜRN: Sensudistricto</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2019 07:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das aus Stephen Thrower und David Knight bestehende und aus dem Improvisationskollektiv The Amal Gamal Ensemble hervorgegangene Duo veröffentlicht mit „Sensudistricto“ das inzwischen vierte Album. Es ist nach dem 2017 erschienenen „Transpandorem“ das zweite auf Touch (Jon Wozencraft hat dann &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/04/unicazurn-sensudistricto/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/TO113_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17628" title="TO113_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/TO113_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das aus Stephen Thrower und David Knight bestehende und aus dem Improvisationskollektiv <a href="https://www.discogs.com/de/artist/1070772-The-Amal-Gamal-Ensemble">The Amal Gamal Ensemble</a> hervorgegangene Duo veröffentlicht mit „Sensudistricto“ das inzwischen vierte Album. Es ist nach dem 2017 erschienenen <a href="http://africanpaper.com/2017/01/28/unicazurn-transpandorem/">„Transpandorem“</a> das zweite auf Touch (Jon Wozencraft hat dann auch wieder das Artwork gestaltet). Thrower und Knight kombinieren allerlei (analoge) Elektronik mit Gitarre und Blasinstrumenten, um eine Musik zu spielen, die in jederlei Wortsinn kosmisch ist.<span id="more-17627"></span></p>
<p>Im Pressetext zum Album wird die Frage gestellt, ob es je eine bessere Zeit gegeben habe, diesen Planeten zu verlassen und sich zu den Sternen zu „verpissen“, und passenderwiese heißt das erste Stück „For The Dark Planets“. Dennoch klingt der Track von der Stimmung gar nicht so (ver)dunkel(t), wie es der Titel denken lassen mag. Man hört ein bearbeitetes Blasinstrument inmitten dronig-flächiger Passagen. Das Stück ist, wie auch der größte Teil des restlichen Albums, fortwährend in Bewegung und entwickelt eine ziemliche Dynamik. Auf „Into Burning Labyrinths (Fuse-Fire-Seed)“ hört man flirrende Sounds und Perkussion. Sucht man Vergleiche außerhalb des UnicaZürn-Kosmos könnte man vielleicht Coils „Tiny Golden Books“ als Referenzpunkt nennen. &#8220;Stems of The Shadowmind” ist für mich ein erster Höhepunkt: erneut nimmt man diese Dynamik, diese Bewegung innerhalb des Tracks wahr und dann setzt nach einer Weile Throwers Saxophonspiel ein. Vielleicht ist das Jazz für die <a href="https://www.lonelyplanet.com/news/2017/09/21/blade-runner-themed-pop-up-bar-melbourne/">Blade Runner-Bar</a>. Auf „A Gulp Of Moss A Breath of Stone“ fluktuiert, oszilliert die Elektonik. Gegen Ende erklingen verfremdete, seltsame Stimmen. Der Bonustrack „Frozen Scars and Laudanum“ fällt etwas ruhiger aus als die anderen vier Tracks, die Bewegung wird zurückgenommen und das Stück hat durchaus Soundtrackqualitäten: in der Ferne flirrende Hochtöne, Pulsieren, ein Blasinstrument lässt sich erahnen.</p>
<p>Vor einiger Zeit sagte Thrower in einem <a href="https://www.musiquemachine.com/articles/articles_template.php?id=465">Interview</a> bezogen auf die Musik UnicaZürns: „We’re fond of long-form pieces, extended trips, and I see what we do as having strong psychedelic qualities, with underlying tension and a sense of the uncanny.&#8221; Das ist eine durchaus angemessene Beschreibung dessen, was man auf „Sensudistricto“ hören kann, denn „trip“ kann immer (auch) zweierlei meinen: Die (durch psychotrope Substanzen verursachte) Reinigung der „Pforten der Wahrnehmung“ (Huxley via Blake) und die daraus resultierenden Bewusstseinsverschiebungen (worauf der letzte Titel mit seinem Verweis auf<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yyasFJkoJtg"> flüssiges Opium</a> hinweisen mag) und eine Reise im eigentlichen Sinne, die diese narrativen, ausufernden, psychedelischen Tracks durchaus evozieren können. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://touch33.net/">Touch</a></strong></p>
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		<title>THE STARGAZER’S ASSISTANT: Remoteness of Light</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/10/08/the-stargazer%e2%80%99s-assistant-remoteness-of-light/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2016 02:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ging es auf dem letzte Woche hier besprochenen Lustmord-Album noch um die dunkle Materie, um das All, so thematisiert das neue Album des die Begeisterung für den Blick auf die Sterne im Bandnamen tragenden Projekts einen anderen Ort, der aber &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/10/08/the-stargazer%e2%80%99s-assistant-remoteness-of-light/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/SGAPromoImage-1-1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12840" title="Outside_8" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/SGAPromoImage-1-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ging es auf dem letzte Woche hier besprochenen Lustmord-Album noch um die dunkle Materie, um das All, so thematisiert das neue Album des die Begeisterung für den Blick auf die Sterne im Bandnamen tragenden Projekts einen anderen Ort, der aber ebenso wenig erforscht ist wie der Kosmos – und zwar die Tiefsee. Im Booklet weist das Projekt aber darauf hin, dass es dort inmitten der „endlosen Schwärze“ Kreaturen gebe, die einen „carnival of light in this kingdom of darkness“ schaffen, nur um dann den Blick in den Himmel zu richten:<span id="more-12839"></span> „Here vast forms, born of lightning, illuminate the superheated thermosphere, like luminous jellyfish, some fifty kilometres tall and wide, colossal projections of their microscopic kin below.“ Woraus der Schluss gezogen wird: „And here we are, somewhere in between, believing we have seen the light“, wodurch dem Albumtitel eine völlig neue Bedeutung gegeben wird.</p>
<p>Das zwischen 2011 und 2015 entstandene Album wurde von David Smith, David Knight und Michael York aufgenommen. Knight hat zusammen mit Karl Blake als Shock Headed Peters eine völlig eigenwillige Form von Rockmusik eingespielt, unter dem Namen Arkkon orginellen Dark Ambient aufgenommen und als Teil des Amal Gamal Ensembles Improvisationstalent bewiesen. York dürfte den Lesern dieser Publikation vor allem als Musiker bei Coil bekannt sein. Als The Other Without hat er gerade ein Album mit „rural psychedelica“ veröffentlicht. Der Perkussionist Smith hat seit Mitte der 90er Jahre bei Guapo konventionelle Formen von Rock immer wieder aufgebrochen und hat allzu enge Gattungsgrenzen überschritten.</p>
<p>Die drei langen Tracks auf „Remoteness of Light“ sind beeindruckend: „Agents of Altitude“ beginnt mit spärlicher Perkussion, einer Flöte, Glocken, Drones und flüsternden Stimmen, ganz so, als wolle man erst einmal zusammenfinden, bevor dann im weiteren Verlauf das Stück immer dichter wird, das Blasinstrument sich fast dem Drone annähert. Man hört eine fortwährende kaum zu bändigende Unruhe unter der Oberfläche in dem Zusammenspiel von Perkussion und Bläsern. „World of Amphibia“ erinnert durch den Einsatz von Michael Yorks Duduk etwas an Coils „Remote Viewer“, hier aber getrieben von Perkussion und einem fast an Jazz erinnernden Abschluss. Das das Album beendende Titelstück enthält asiatisch anmutende Tonfolgen, die Kombination von Zungenpfeife, E-Gitarre und Perkussion erzeugt einen wahren Mahlstrom.</p>
<p>„Remoteness of Light“ ist ein Album, das durchgehend zeigt, wie das Zusammenspiel von elektronischen und akustischen Instrumenten funktionieren kann und dass Improvisation nichts mit Beliebigkeit zu tun haben muss. Das ist halluzinatorische und psychedelische Musik und diese eigentlich völlig inflationär gebrauchten und (daher) verbrauchten Wörter beschreiben das, was man auf diesem Album hört, letztlich sehr gut. The Stargazer’s Assistant spielen in einem Universum, in dem man sicherlich auch Cyclobe (bei denen sowohl Smith als auch York schon mitgewirkt haben) verorten kann. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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