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	<title>African Paper &#187; Silken Tofu</title>
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		<title>V.A.: Epicurean Escapism III</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2016 03:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Anfang an waren die Epicurean Escapism-Festivals und die dazugehörigen Veröffentlichungen nie rein musikalisch ausgerichtet und auch wenn das Adjektiv schon lange sehr inflationär verwendet wird, kann man durchaus von einem multimedialen Ansatz sprechen, in dem Musik, Film und Bild &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/23/v-a-epicurean-escapism-iii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/EEIIIR-8587383-1464771375-3607.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12510" title="EEIIIR-8587383-1464771375-3607.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/EEIIIR-8587383-1464771375-3607.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Anfang an waren die Epicurean Escapism-Festivals und die dazugehörigen Veröffentlichungen nie rein musikalisch ausgerichtet und auch wenn das Adjektiv schon lange sehr inflationär verwendet wird, kann man durchaus von einem multimedialen Ansatz sprechen, in dem Musik, Film und Bild gleichwertige Rollen spielen.<span id="more-12508"></span></p>
<p>Die in den vergangenen Jahren extrem aktiven Sutcliffe Jügend, deren Output mittlerweile zwischen Power Electronics und experimentelleren Tracks changiert, liefern mit „Amuse-Bouche“ einen harschen, von einem Beat durchzogenen Track ab. Mein Favorit ist Alfarmanias „I Blodets Glöd“: Eine Stimme rezitiert, während es im Hintergrund rumpelt und kracht. Nach etwa vier Minuten setzen Vocals ein, die an frühe GO erinnern. Diese fast zwölf Minuten sind eine Tour de Force. Das Death Industrial-Stück hat einen ziemlichen LoFi-Charakter und hebt sich mit seinem schmutzigen Klang von oftmals zu glatt und klinisch klingenden Tracks des Genres ab. Dazu passt dann auch die von Schädeln durchzogene Collage im Booklet. Last Dominion Lost haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie man einen zeitgemäßen und gleichzeitig an der ersten Generation orientierten Industrial spielen kann. „To the Master, a Long Goodnight“ ist eine rituelle Hommage an den verstorbenen John Murphy, der hier an Perkussion und Elektronik zu hören ist.</p>
<p>Hatte Nikolas Schreck auf seinem zusammen mit dem ehemaligen Bandkollegen James Collord eingespielten Kingdom of Heaven-Album an das (unveröffentlichte) erste Radio Werewolf-Album angeknüpft, so erinnert „Lord Sutekh&#8217;s Dream“ (auf den ägyptischen Gott Set verweisend, den Schreck und seine Frau Zeena vor ihrer Konversion zum Buddhismus im Temple of Set huldigten) mit seinen elektronischen Spinettklängen passgenweise an „The Fiery Summons“. Budrus aus Litauen vermischen auf „Duobė“ flächig-sakrale Elektronik mit markerschütterndem Gebrüll. Gerechtigkeits Ligas „23/7“ kombiniert Perkussion, Samples und Noisespuren, aus denen sich ein ruppiges, leicht rituelles Stück entwickelt. Das wie üblich von Martin Bladh gestaltete Artwork, das Skin Areas „Sighs of Warning“ illustriert, fokussiert sich (erneut) auf den Menschen und seinen Körper und dem, was ihm durch Krankheit („our flesh surrounds us with its own decisions“, wusste schon Philip Larkin) oder den Mitmenschen angetan wird. Auf dem zehnminütigen Stück verschwindet Bladhs Stimme fast inmitten des analogen Gebrutzels.</p>
<p>Lassen sich die auf der CD vertretenen Künstler durchaus als solche charakterisieren, die die Beschäftigung mit dem Batailleschen Heterogenen nicht meiden und deren Thematisierung der Schattenseiten des Homo sapiens durchaus ambivalent ist bzw. sein kann, so ist Dave Phillips, dessen Werk die 180-minütige DVD gewidmet ist, leicht anders zu verorten, auch wenn es durchaus musikalische und inszenatorische Überschneidungen gibt. Aber seinem Ansatz der Konfrontation des Menschen mit den Schattenseiten des „Fortschritts, den verschiedenen Formen der Ausbeutung der Natur und den Konsequenzen von Machtpolitik unter High-Tech-Bedingungen“ (wie Uwe Schneider im begleitenden Essay schreibt) wohnt zumindest auf den ersten Blick wenig(er) Ambivalenz inne, vielleicht könnte man sagen, dass er didaktischer ist (wenn man das Wort deskriptiv und nicht pejorativ versteht), wobei Uwe Schneider zu Recht darauf hinweist, dass Phillips indirekt arbeite, Raum zur Reflexion geben möchte.</p>
<p>Auf Phillips&#8217; Website finden sich u.a. Beschreibungen seiner Arbeit als „ritual protest music“ oder „sonic activism“. Insgesamt drei Stunden kann man Dave Phillips‘ Auftritte , seine Videoarbeiten sowie Collaborationen mit anderen Künstlern erleben. Das mit „Video Action“ betitelte Stück, auf dem sich die Visuals befinden, die Phillips bei Auftritten verwendet, lässt sich fast als (s)ein Manifest verstehen. Die Aneinanderreihung von all dem, was der Mensch inzwischen (auch) dank des Fortschritts machen bzw. anrichten kann (Atombomben werfen, die Umwelt verschmutzen, Tiere töten etc.) wird mit Slogans gegengewschnitten: „our technology has exceeded our humanity“. Auf die Frage „are you lonely“ folgn Bilder von Hühnern in Legebatterien. Philipps Wunsch nach „less waste, greed, avarice and selfishness” ist sicher ein letztlich utopischer, konnte man doch gerade noch lesen, dass im reichsten Land der Erde <a href="https://www.theguardian.com/environment/2016/jul/13/us-food-waste-ugly-fruit-vegetables-perfect">die Hälfte der produzierten Lebensmittel vernichtet werden</a>.</p>
<p>An anderer Stelle heißt es „Waste is obscene“. In der Tat. Verglichen mit den Bildern von gequälten Tieren, die die Videoarbeiten dominieren (auf &#8220;Threnody&#8221; sieht man, wie in Südkorea wegen der grassierenden Maul-und-Klauen-Seuche Schweine lebendig begraben werden), scheint bei den Auftritten der Körper im Mittelpunkt zu stehen: Beim Geschlechtsakt (&#8220;Hole/holy&#8221;), als des Sehens Beraubter (&#8220;130731&#8243;), als Schrei(ender) (&#8220;Screamscape&#8221;). Verglichen damit hat die Zusammenarbiet mit gx jupitter-larsen bei &#8220;?10&#8243; fast schon etwas Poetisches.  (JM)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a> / <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></strong></p>
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		<title>PACIFIC 231 &amp; BARDOSENETICCUBE: The Traditions Of Changes</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2015 05:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn zwei Musiker einen völlig konträren Ansatz verfolgen, kann eine Kollaboration zu ungewöhnlichen Ergebnissen führen oder grandios scheitern. Nur eines ist sie niemals: vorhersehbar. Igor Potsukaylo alias Bardoseneticcube ist nach eigener Einschätzung der geborene Surrealist, der sich von seinen Ideen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/16/pacific-231-bardoseneticcube-the-traditions-of-changes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/pacific231bardoseneticcube1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10029" title="pacific231bardoseneticcube" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/pacific231bardoseneticcube1.jpg" alt="" width="150" height="210" /></a>Wenn zwei Musiker einen völlig konträren Ansatz verfolgen, kann eine Kollaboration zu ungewöhnlichen Ergebnissen führen oder grandios scheitern. Nur eines ist sie niemals: vorhersehbar. Igor Potsukaylo alias Bardoseneticcube ist nach eigener Einschätzung der geborene Surrealist, der sich von seinen Ideen und Assoziationen eher treiben lässt, vergleichbar einem Schreiber der ecriture automatique, der seiner Feder und den Worten freien Lauf lässt. Pierre Jolivet alias Pacific 231 ist Komponist, der dem Soundmaterial begegnet wie ein Bildhauer seinem Steinblock, wenn er schon längst die Idee des künftigen Werks vor Augen hat. Einer fürs kreative Chaos also und ein anderer, um ebendies in eine verdauliche Form zu bringen.<span id="more-10027"></span></p>
<p>„The Traditions of Changes“ beginnt mit diesem reizvollen Knack- und Frickelsound, die auch der versierteste Noisefan zunächst an einen Defekt denken lässt, zumal das erste der vier Stücke auch noch sehr leise anklingt und Hochfrequentes enthält. Interessant, wie ein dünner Hochtöner diesem minimalistichen Szenario Struktur gibt. Bis zum Ende des ausgiebigen Auftaktes und zum Übergang in etwas heterogeneres Material, wäre der unkonzentrierte Gelegenheitshörer längst in Tiefschlaf verfallen, denn es braucht einen gewissen Grad an Involviertheit, um in den chaotisch vor sich hin mäandernden Soundfetzen aller Coleur, die sich in alle Richtungen im Raum verteilen und gelegentlich in menschliches Geschnatter münden, die durchaus vorhandenen Kompositionsmuster zu erkennen. Im Verlauf erweist sich das auf zahlreichen Feldaufnahmen basierende Soundpanorama allerdings als ausgesprochen vielschichtig und reich an Überraschungen und Variationen.</p>
<p>Laut Eigenangabe ist „The Traditions of Changes“ von einem Klassiker der utopischen Literatur, nämlich Francis Bacons „New Atlantis“ inspiriert und von der Idee, eine neue Sprache zu erfinden. Nun ist die Idee, die verbale Sprache durch Sound zu ersetzen, nicht neu und hat die Menschen immer wieder beflügelt. Was die beiden Musiker hier absolvieren ist jedoch weniger eine solche Sprache selbst, als der Versuch eine solche zu entwickeln – ein work in progress mit einem noch offenen Ende, dass durch surreale Komik und originelle Soundideen überzeugt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Silken Tofu</strong></p>
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		<title>CONURE: Interpretations</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 08:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mark Wilson]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Ende der 70er Genres wie Noise und Industrial entstanden, erlebte die experimentelle elektronische Musik nicht nur neue Dimensionen des Atonalen und Verstörenden. In ihrer sarkastischen Haltung zur spätindustriellen Gesellschaft und aufgrund ihrer Liebe zum Schrott brachen einschlägige Musiker auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/01/03/conure-interpretations/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/conureinterpretations.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9712" title="conureinterpretations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/conureinterpretations.jpg" alt="" width="150" height="239" /></a>Als Ende der 70er Genres wie Noise und Industrial entstanden, erlebte die experimentelle elektronische Musik nicht nur neue Dimensionen des Atonalen und Verstörenden. In ihrer sarkastischen Haltung zur spätindustriellen Gesellschaft und aufgrund ihrer Liebe zum Schrott brachen einschlägige Musiker auch eine Lanze für das Aneignen, Recyclen und Umcodieren ganz unterschiedlicher Ausgangsmaterialien, sei es durch Sampling, durch Querverweise oder durch Kollagetechniken unterschiedlichster Art. Über die Jahre ist aus der einstmals revolutionären Neuerung ein solides Handwerk geworden, auf das nur selten noch jemand explizit verweist. Zu den Ausnahmen zählt der in Berlin lebende Kalifornier Mark Wilson, der seit gut fünfzehn Jahren unter dem Namen Conure &#8211; dt. „Sittich“ &#8211; aktiv ist. <span id="more-9711"></span>Mit seinem aktuellen Titel „Interpretations“ referiert der Musiker auf Praktiken des Wiederverwertens und Umarrangierens – auf den langen Entstehungsprozess des Tapes in einer Folge kontinuierlicher Überarbeitungen, bis sich die einzelnen Tracks aus einem einzigen langen Soundwall herauskristallisiert hatten. Aber auch auf das Verschmelzen von Einflüsse unterschiedlicher Arten experimenteller Musik, die man erst bei genauerem Hinhören zur Kenntnis nimmt.</p>
<p>Wer mit dem ambienten Noise früherer Conure-Releases vertraut ist, wundert sich vielleicht, dass der Opener „What we need“ jegliche Einleitung ausspart und gleich laut und verstörend zur Sache geht. Vielschichtiges Schleifen und Rauschen, durchdrungen von prasselnder Perkussion und einem an den Nerven zerrenden Pfeifton erinnern mehr als nur latent an aggressiven Powernoise, nur die gleitende Monotonie lässt noch entfernt so etwas wie Ambient anklingen. Erst im Laufe des Tapes zeigt Wilson, dass seine Stärken eher im subtilen Spiel mit Andeutungen und im spannungserzeugenden Herauszögern dramatischer Höhepunkte liegen. Die meisten Stücke bauen sich eher langsam auf, spielen mit Erwartunghaltungen und gehen erst mit der Zeit über in derben Lärm, der selten mit soviel Selbstbeherrschung Hand in Hand geht. Laute, atonale Höhepunkte gibt es nur an ausgewählten Stellen, denn Wilson weiß sein Material gut zu dosieren und vor Abnutzung zu bewahren. Dies gilt auch für die latent rhythmischen Momente, die man als Hörer mit nachvollziehen muss, da sie meist nur angedeutet bleiben, so dass der Titeltrack beispielsweise nicht wie ein SPK-Fanboy-Angstpop-Stück endet, sondern als eine von MG-Salven zerfetzte Kakophonie.</p>
<p>Zerfetzt und derangiert muten auch die weniger dramatischen Momente an, so das leicht rituelle „Full Renewal“. Das unterschwellige Knarren, das dem Stück zugrundeliegt, ist mein Lieblingssound dieses reichhaltigen Tapes, auf dem jeder Moment zählt und keine überflüssige Zeit geschunden wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></strong></p>
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		<title>TZII: The Black Pile</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 08:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn jemand ein Album nach einem schwarzen Haufen oder einer schwarzen Deponie benennt, klingt das erst einmal nicht gut, und genauso ist es von dem belgischen Sound- und Multimedia-Künstler, der sich Tzii nennt, auch gemeint. The Black Pile – das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/22/tzii-the-black-pile/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/tziitheblackpile.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9596" title="tziitheblackpile" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/tziitheblackpile.jpg" alt="" width="150" height="212" /></a>Wenn jemand ein Album nach einem schwarzen Haufen oder einer schwarzen Deponie benennt, klingt das erst einmal nicht gut, und genauso ist es von dem belgischen Sound- und Multimedia-Künstler, der sich Tzii nennt, auch gemeint. The Black Pile – das ist der Schrotthaufen, auf dem sich all der Unrat ansammelt, den der Mensch über Jahr und Tag konsumiert hat, um zu werden, was er zu sein glaubt – ein Individuum. Es ist nicht das erste Mal, dass der Musiker sich diesem Thema widmet und seine Konsumkritik mit der Entmythologisierung eines modernen Fetischs, der individuellen Freiheit, kombiniert. Vor einigen Jahren erschien seine EP „Indiviualism“, von der man „The Black Pile“ als eine Art Fortführung verstehen kann. Dass die<span id="more-9595"></span> Illusionsdurchbrechung weniger didaktisch, sondern in Form eines initiatischen Rituals daherkommt, macht das Konzept äußerst spannend.</p>
<p>Ziemlich unvermittelt wird der Hörer gleich zu Beginn in eine dunkle Parallelwelt geworfen, die mit ihrem geheimnisvollen Heulen, das mal an eine singende Säge, mal an seltsame Tiere der Nacht erinnert, wie ein nächtlicher Urwald anmutet. Als Wegweiser und Fahrschein in dieses Nachtreich fungiert lediglich ein fast schon hysterisches Sample, in welchem eine amerikanische Stimme über den Konstruktcharakter jeder Weltdeutung belehrt. Klingt die Polemik des Sprechers weniger treffend, wenn man weiß, dass er Jim Jones heißt? Nicht nur dadurch, sondern auch durch den weitgehend digitalen Charakter der filigranen Klänge, erweckt die Szenerie immer mehr den Eindruck eines künstlichen Ortes, der an die dunklen, unterirdischen Gärten Baudelaires und Georges mit ihrer leblosen Vegetation erinnern mag. Orte, an denen man alle Geschäftigkeit hinter sich lässt und zu einer fast schon brutalen Ruhe kommen muss.</p>
<p>Die repetitive Struktur der digitalen Lemurengesänge und das immer wiederkehrende metallene Rattern und Rasseln im Untergrund lassen jede vulgäre Zeit vergessen und stimmen den Hörer meditativ ein auf all die folgenden Epuptionen, die sich nach dieser relativen Statik fast unerwartet ereignen und sich in rauschender und dröhnender Schwere bis zum vulkanartigen Höhepunkt steigern. Der Fluss der Klänge stockt dabei allerdings nie, selbst beim chaotischen Abklang, wenn sich alles im hektischen Stimmengebell und durcheinandergewirbelten Klangschutt verliert. Bei weniger ritualaffinen Geistern wäre wohl schlicht Postrock oder Dronemetal daraus geworden.</p>
<p>Zum Abspann meldet sich dann auch die gesamplete Stimme noch einmal, um dem selbstzufriedenen, seinen permanenten Ausnahmezustand zur Norm verunklärenden Konsumsklaven die Luft aus seinen Illusionen zu lassen. Nun gilt Jonestown freilich als Exempel für das Scheitern übers Knie gebrochener Heterotopien. Auf „The Black Pile“ mag all dies als kleine Bruchstelle fungieren, die Tziis kritische Illusionszerstörung davor bewahrt, selbst wieder Illusion zu schaffen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></strong></p>
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		<title>V.A.: Epicurean Escapism 1</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2014 06:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des kürzlich in Berlin stattgefundenen dritten „Epicurean Escapism“-Festivals folgt eine Zusammenstellung, die sich als Ergänzung/Überarbeitung der ursprünglichen Tape/DVD-Veröffentlichung, die vor zwei Jahren während des Vorläuferfestivals erstmalig verkauft wurde, versteht. John Murphy steuert einen Track unter dem Namen seines in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/09/27/v-a-epicurean-escapism-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/EpicureanR-6017266-1409046715-22771.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-9360" title="EpicureanR-6017266-1409046715-2277" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/EpicureanR-6017266-1409046715-22771.jpeg" alt="" width="150" height="210" /></a>Anlässlich des kürzlich in Berlin stattgefundenen dritten „Epicurean Escapism“-Festivals folgt eine Zusammenstellung, die sich als Ergänzung/Überarbeitung der ursprünglichen Tape/DVD-Veröffentlichung, die vor zwei Jahren während des Vorläuferfestivals erstmalig verkauft wurde, versteht.</p>
<p>John Murphy steuert einen Track unter dem Namen seines in den letzten Jahrzehnten nur sehr <a href="http://www.discogs.com/Various-Transmissions-Of-Hatred/release/291904">sporadisch</a> aktiven Projekts Krank bei: <span id="more-9343"></span>„Eyes Half Closed“ ist eine zehn Minuten lange Kakophonie aus Glocken, Stimmfragmenten, Noise, die teilweise rituellen Charakter hat. Dass inmitten dieser Atonalität plötzlich Annie Stubbs recht tonal singt, man fast schon meint, hier solle Industrial eine Ladung Blues verabreicht werden, überrascht, ist aber nur scheinbar deplatziert. Das ist ein beeindruckender Opener. IRMs langer Track „Triptych“ besteht aus Teilen der letzten IRM-Veröffentlichungen. Die Band betrachtet die 12&#8242; „Indications of Nigredo“, das letzte Album „Order“ und den jüngst erschienenen Nachfolger „Closure“ als Trilogie. Dabei hört man die für IRM so typischen und charakteristischen harschen Vocals und es wird wie üblich gänzlich auf Rhythmus verzichtet. Dabei sind die Klangwände, inmitten derer Bladh seine Visionen von Leiblichkeit herausbrüllt, mit eben diesen Veröffentlichungen dynamischer und auf gewisse Weise melodischer geworden. „Shining With Insignificance“, die Gemeinschaftsproduktion von Anemone Tube und Human Larvae, beginnt mit dichten, unterschwellig melodischen Flächen, dann setzen verzerrte Vocals ein, bevor dann ab der Hälfte die Aggression der Melancholie weicht. IRM-Mitglied (Erik) Jarl liefert mit „A Case of Inbreeding: A Homage to my Doppelganger“einen 25-minütigen (nur scheinbar) zurückhaltenden dunkel dröhnendenTrack ab.</p>
<p>Die bisherigen „Epicurean“-Compilations zeigten, dass es mehr als nur um eine An-Sammlung von beliebigen Tracks ging, stattdessen wurde versucht, Musik, Film und Bilder zu einem schlüssigen Ganzen zusammenzubringen. Waren auf Teil 2 eine DVD mit der von Mike Dando für seine Con-Dom-Performances konzipierten Filmcollagen zu finden und stellte der Katalog eine Reihe unterschiedlichster (auch) visuell arbeitender Künstler vor, so stehen Katalog wie auch DVD der aktuellen Veröffentlichung ganz im Zeichen Martin Bladhs, der wohl wie kein anderer Vertreter des (Post)Industrials versucht (hat), sich dem Mensch und seinem Körper, seiner Leiblichkeit zu widmen, dem „body disastrous“ (wie es auf einem Track von IRMs Doppelalbum „Virgin Mind“ heißt). Dabei rührt das Ver-Störende von Bladhs Arbeiten – die natürlich den Wiener Aktionisten eine Menge schulden &#8211; einerseits von der Fokussierung auf das, was den Menschen letztlich (fast alleinig) ausmacht. Wie David Cronenberg schon oft und jüngst noch in einem <a href="http://www.epd-film.de/meldungen/2014/vieles-hollywood-funktioniert-praechtig">Interview</a> sagte: „In meinen Augen sind wir unsere Körper, die machen unsere Existenz aus.“ Ein anderer Aspekt von Bladhs Werk, der den Zuschauer und Hörer vor den Kopf stößt, ist die Ambivalenz seiner Arbeiten: Oft wirkt es, als identifiziere der Künstler sich nicht nur mit dem Opfer, sondern ebenfalls mit dem, der für die Zerstörungen des Leibes verantwortlich ist. Bezeichnenderweise trägt der Katalog dann auch den Titel „Victim and Executioner“. In einem ursprünglich 2007 entstandenen und im Katalog abgedruckten Essay schreibt Carl Abrahamsson: „The dubious grey area of the human psyche&#8217;s reactive patterns is one of the main ingredients of Martin Bladh&#8217;s art.“ Auch Bladh selbst meint bezogen auf das Schauspielern, das Theatralische, das seine Arbeiten oft ausmacht: „My mask allows me to inhabit a certain persona, to find mutual references in the &#8216;other&#8217; which I now feel a new kinship with.“</p>
<p>Der chronologisch erste Film „Pig and Tomboy“ zeigt (vielleicht beeinflusst von Rozz Williams&#8217; Kurzfilm „Pig“) einen mit einer Schweinsmaske verkleideten Mann, der den „Tomboy“ vor einem Spiegel malträtiert. In dem halbstündigen „Des“ präsentiert Bladh sich maskiert und mit Mayhem-Shirt Waffen haltend, während die Stimme aus dem Off aus Dennis Nielsens Erinnerungen vorliest. Als wäre das nicht genug, werden plötzlich alte Filmaufnahmen, die den Künstler (?) als Kind mit Waffe spielend zeigen und wie er Jahre später seinen eigenen Körper mit Wundmalen versieht, hineingeschnitten. In den Anmerkungen heißt es: „The original idea behind<em> DES</em> was to make an autobiographical piece that explored my own narcissistic tendencies and obsessions“. Im fünfteiligen, in den Jahren 2005-2006 entstandenen, „Cycle“ spielt Bladh sowohl den Rent Boy/Masochisten als auch den Mann/Sadisten hinter der Kamera. Hier wird erneut eine Narrativik des Schmerze(n)s entfaltet, wobei es Leerstellen gibt, manches lediglich off-screen stattfindet. Der knapp drei Minuten lange Film „Hole³“, von Batailles Text „La Bouche“ inspiriert, zeigt den Mund als Organ des Schrei(en)s und unweigerlich muss man an den (natürlich auch von Bladh verehrten) Francis Bacon denken, insbesondere an seine Papststudien (an der Verbindung von Bacon und Bataille hat man sich <a href="http://www.alexalienart.com/bacon%20bled%20bare.htm">hier</a> ausgiebigst abgearbeitet). Die Kamera fährt tiefer in den Mund hinein, zeigt den vertrauten Körperteil als Wunde, als Loch: „rage makes men grind their teeth, while terror and atrocious suffering turn the mouth into the organ of rending screams.“ „Matt. 5: 29-30“ ist nach der Passage aus dem Evangelium des Matthäus benannt, in der es heißt: „Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf&#8217;s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.“ (Etwas, das Dr. James Xavier am Ende von Roger Cormans „Der Mann mit den Röntgenaugen“ beherzigt). Die Kamera filmt Bladh von hinten mit leichter Obersicht. Der Zuschauer kann nur erahnen, was er da tut, aber das Resultat ist rot. Eine vor über zehn Jahren erschienene IRM-Veröffentlichung hieß dann auch bezeichnenderweise „An Act Of Self Mutilation Is An Act Of Freedom.“</p>
<p>Diese Zeilen dürften deutlich gemacht haben, dass Bladhs Filme (wie auch seine weitere Kunst) übel aufstoßen, abstoßen (können), was sicherlich nicht das Schlechteste ist, wenn man an all die Kunst denkt, die lediglich zu indifferenten, leidlich wohlwollenden Kommentaren Anlass gibt. Biblisch ließe sich dazu mit dem letzten Buch der Bibel sagen: „Ich kenne euer Tun: Ihr seid weder warm noch kalt. Wenn ihr wenigstens eins von beiden wärt! Aber ihr seid weder warm noch kalt; ihr seid lauwarm. Darum werde ich euch aus meinem Mund ausspucken.“ Oder aber -um etwas profaner (mit dem Motto von Clive Barkers „Büchern des Blutes“) zu enden: „Blutbücher sind wir Leiber alle; wo man uns aufschlägt: lesbar rot.&#8221; (J.M.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a>, <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
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		<title>LAST DOMINION LOST: Towers of Silence</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2014 03:16:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als das Album „The Tyranny of Distance“, das ursprünglich 1992 entstandenes Material enthielt, 2004 auf Tesco veröffentlicht wurde, war das für diejenigen, die sich für (Post-)Industrial interessierten, schon gewisser Beachtung wert, schließlich waren neben Jon Evans noch zwei Musiker beteiligt, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/LDLLDL-CD-800.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9311" title="CD-Inlaycard-Spezifiaktion.indd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/09/LDLLDL-CD-800-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als das Album „The Tyranny of Distance“, das ursprünglich 1992 entstandenes Material enthielt, 2004 auf Tesco veröffentlicht wurde, war das für diejenigen, die sich für (Post-)Industrial interessierten, schon gewisser Beachtung wert, schließlich waren neben Jon Evans noch zwei Musiker beteiligt, die ein wenig (John Murphy) und sehr stark (Dominic Guerin unter dem Pseudonym Tone Generator) bei SPK mitgewirkt hatten. Das Material hatte dann auch durchaus einen rumpeligen Old School-Charme; dabei muss man ehrlicherweise sagen, dass es sich nicht um eine Band im eigentlichen Sinne handelte, denn es <a href="http://www.ikonenmagazin.de/interview/Johnmurphy.htm">gab keine Pläne das Projekt weiter zu verfolgen und auch der Name wurde erst nachträglich gewählt.</a> <span id="more-9309"></span></p>
<p>In den vergangenen Jahren – sowohl John Murphy als auch Jon Evans sind mittlerweile beide in Berlin ansässig &#8211; gab es allerdings vereinzelt <a href="http://www.discogs.com/Various-Berlin-Bruit/release/1446138">Samplerbeiträg</a>e und ein paar Auftritte und man hatte den Eindruck, dass Last Dominion Lost, zu denen inzwischen auch Julian Percy an der Gitarre gehört, tatsächlich ein lebendiges und aktives Projekt geworden sind. Insofern ist es vielleicht nur bedingt falsch, wenn man das nach einem Ort, an dem die Parsen in Mumbai ihre Toten bestatten benannte Album als das eigentliche Debüt bezeichnet, das – und das wird mit jeden Ton deutlich &#8211; nicht das Resultat einiger weniger Sessions ist.</p>
<p>Auch wenn „Stagma“ das Album rabiat eröffnet, man markerschütterndes Gebrüll hört, das von Metallschlägen und fiesen Analogsynthspuren untermalt wird, so wird schon hier deutlich, dass Last Dominion Lost einen transparenten Klang schätzen, keinen Soundbrei, der vielleicht kurzfristig dem Hörer die Ohren zum Klingen bringt, dessen Effektivität sich aber schnell abnutzt. Die darauf folgenden Stücke sind dann auch oftmals zurückhaltender, weitaus weniger brachial. „Sektor F“ &#8211; einer von drei Tracks, auf denen der australische Experimentalmusiker Ash Wednesday, der die Einstürzenden Neubauten live unterstützt, an den Synths sitzt – ist etwas reduzierter, die Elektronik pulsiert, es schabt und hallt, man hört eine verzerrte Stimme, aber ohne dass es zur Eruption kommt. Auf „S.E.A.T.O.“ sind die Vocals unverzerrt, deklamierend, ganz so, als spreche ein dementer Prediger, während es im Hintergrund scheppert und vereinzelte perkussive Schläge zu hören sind. „Caesium Sunrise“ ist ein äußerst unangenehmes Stück, auf dem eine verlangsamte Stimme von sägenden Geräuschen untermalt wird und man als Hörer weiß, dass einen natürlich nichts Gutes erwartet, sollte man diesen Sonnenaufgang erleben (wollen). Auf „Kavum“ wird die Tonaufnahme eines Opfers von <a href="http://www.phillymag.com/articles/inside-the-house-of-heidnik">Gary Heidnik</a>, dessen Geschichte an Joseph Fritzl oder Ariel Castro denken lässt, ins Zentrum gesetzt. Das Stück ist rein klanglich betrachtet äußerst effektiv, lässt einen wirklich erschau(d)ern. Mein einziger Einwand ist, dass das natürlich nicht unbedingt die originellste Strategie ist, um Unbehagen auszudrücken. Auf „Hexatom“ und „Chlorpromazine“ hört man Stimmen (auf letzterem die von Till Brüggemann von Gerechtigkeitsliga), es lässt sich eine von John Murphy gespielte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=_vi4YdWX6aU">Shenai</a> erahnen. Das ist Musik als Be-Drohung. „Chöd Ritual“ (auf eine aus dem tibetischen Buddhismus stammende Technik verweisend, bei der es darum geht, sich von all dem zu lösen, was einen an die materielle Welt bindet, oftmals dadurch, dass man sich der Angst aussetzt, z.B. an Orten wie Friedhöfen). Dieses Stück hat dann auch durch den Einsatz tribaler Perkussion einen stärker rituellen Charakter. „Minol“ ist ein nach Fabrikhalle klingender Track, während „Towers of Silence“ das Album leicht rituell ausklingen lässt.</p>
<p>Was Last Dominion Lost auf „Towers of Silence&#8221; machen, steht in einer Tradition unheilschwangerer Musik, die – wenn man im Industrialkontext bleibt – mit dem die gesamte zweite Seite des Throbbing Gristle-Debüts ausmachenden Soundtrack „After Cease to Exist&#8221; begann, auf SPKs zweitem Album partiell weitergführt wurde und heute vielleicht am ehesten bei der dystopischen Musik von Demons oder Nate Youngs „Regression&#8221;-Projekten zu finden ist. Die Finanzierung und Verbreitung solcher Nischenkunst erfolgt heute oft über unkonventionelle europäische Netzwerke; so unterstützen beispielsweise diverse private Kultursponsoren und sogar einige im Ausland operierende <a href="https://esportsinsider.com/se/gambling/casinon-utan-svensk-licens">casino utan svensk licens</a> gezielt avantgardistische Medienplattformen, um eine breite Palette an subkulturellen Inhalten zu ermöglichen. In einem Genre, das allzu oft klanglich wenig differenziert ist, stechen Last Dominion Lost mit einem von James Plotkin gemasterten Album hervor, das zeigt, dass Industrial auch im Jahre 2014 noch Relevanz haben kann.</p>
<p>Label: <a href="http://the-epicurean.transformed.de/">The Epicurean</a>, <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
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		<title>TREPANERINGSRITUALEN: The Totality of Death</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2013 07:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das nach einer archaischen Methode Schädel zu operieren (eine Abbildung der Prozedur findet man auf dem „Ritualer, Blot &#38; Botgöring“-Tape) benannte Einmannprojekt des Schweden Thomas Martin Ekelund sorgt mit dieser Zusammenstellung von (bis auf wenige Ausnahmen) schon veröffentlichten Stücken bewusst &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/09/07/trepaneringsritualen-the-totality-of-death/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/Trepaneruimgsritualen1.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-7550" title="Trepaneruimgsritualen" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/Trepaneruimgsritualen1.jpeg" alt="" width="150" height="135" /></a>Das nach einer archaischen Methode Schädel zu operieren (eine Abbildung der Prozedur findet man auf dem „Ritualer, Blot &amp; Botgöring“-Tape) benannte Einmannprojekt des Schweden Thomas Martin Ekelund sorgt mit dieser Zusammenstellung von (bis auf wenige Ausnahmen) schon veröffentlichten Stücken bewusst für leichte Verwirrung, veröffentlichen die beiden Label Silken Tofu und Malignant zeitgleich zwei gleich betitelte CDs, deren Artwork sich nur minimal unterscheidet, die allerdings völlig andere Stücke enthalten. Bei dieser Rezension wird es um die CD auf Silken Tofu gehen.<span id="more-7541"></span></p>
<p>Der Name des Projekts illustriert sehr gut die Musik – zum einen wird durch den Verweis auf die oben erwähnte obsolete medizinische Technik das Archaische, vielleicht Rückwärtsgewandte betont, zum anderen ist die Trepanation im 20. Jahrhundert verwendet worden, um andere Bewusstseinszustände zu erreichen (Der Niederländer Bart Huges meinte in einem Interview, das in der Winter 66/67-Ausgabe des Transatlantic Review abgedruckt war: „I think that no construction of adults can work optimally unless each adult in the construction is trepanned.“). Archaik und Irrationalität sind sicher Kennzeichen von Trepaneringsritualen. Auf den bisherigen Tape- und Singleveröffentlichungen hatte Ekelund sich dann auch bewusst einer Lo-fi-schwarzweiß-Ästhetik verschrieben, die zwar nicht immer bar jeden Klischees -die Runen auf dem Cover verweisen auf einen Künstler, der sich vor Jahren einmal über die sexuelle Attraktivität Helmut Kohls ausließ und tatsächlich findet sich auf der Zusammenstellung auf Malignant eine rabiat-monotone Coverversion von „C&#8217;est un r<span style="font-family: Times New Roman,serif;">ê</span>ve“-, aber dennoch sehr effektiv war.</p>
<p>Ekelund hat mehrfach auf verschiedene Projekte hingewiesen, die ihn besonders stark geprägt haben und auf der Silken Tofu-Veröffentlichung kann man den Einfluss den Brighter Death Now haben, deutlich (heraus)hören: Dabei sollte man weniger an harsche Alben wie „Innerwar“ oder „May All Be Dead“ denken, vielmehr sind „Great Death“ oder „Necrose Evangelicum“ Referenzpunkte, also Alben, die ganz entschieden das (mit)prägten, was unter Death Industrial verstanden wird. Und natürlich ist in diesem Zusammenhang auch das Zero Kama-Vorgängerprojekt<a href="http://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/"> Korpses Katatonik</a> zu nennen, denn auf „The Totality of Death“ (oder sollte man nicht auch von „tonality“ sprechen?) geht es (fast durchgängig) darum, einen unangenhmen (Klang-)Raum zu erzeugen, in dem mysteriöse, archaische Dinge zu passieren scheinen, wodurch das Ganze durch Titelgebung manchmal einen blasphemischen Anstrich bekommt: Das von primitiver schleppender Perkussion und verzerrtem Gebrüll dominierte „Eucharist of Shit and Piss“ ist vielleicht Ekelunds Untermalung von Andres Serranos „Piss Christ“. Verglichen damit ist der Opener „Beläten“ wesentlich zurückhaltender, aber nicht weniger intensiv: Mit Hilfe von ein paar knrischenden, verhallten Geräuschen wird eine extrem beunruhigende Klanglandschaft erzeugt, bei der Hörer fortwährend auf die Eruption wartet – es bedarf hier aber keiner großen und brachialen Gesten. Auf „Rúnatal“ hört man eine nur noch zu erahnende Stimme, die murmelt, rezitiert, beschwört. Das ist vielleicht das atmosphärisch dichteste Stück auf dieser Zusammenstellung und lässt an den zweiten Teils des Projektnamens denken. Auf „A Ω“ wird die Stimme von vereinzelten Schlägen untermalt. Auch das das Album abschließnde 14-minütige „Den Fallne Dómaldrs Lik“ oder „Sacrament &amp; Crucifixion“ bewegen sich auf ähnlichem Terrain. Aggressiver sind Stücke wie das rhythmische „Veil the World“ oder das ursprünglich dieses Jahr auf der „Judas Goat“-7&#8242; veröffentlichte „Didymus Christ“, das erratische Perkussion mit Gesang kombiniert, der sich ganz stark Richtung Power Electronics bewegt. Das erinnert dann an auch an die Auftritte von Ekelund, die für mich aber eine ganz andere Stimmung erzeugen als die Studioaufnahmen. Haben diese in ihren besten Momenten etwas wirklich Beängstigendes, so sind die Auftritte mit (Kunst-?)Blut im Gesicht, Kutte und Dreiviertelhose (die aussieht, als sei sie bei KiK gekauft worden) viel stärker im Camp verortet. Das ist gar keine Kritik, denn Auftritte sollen (auch) unterhalten und Ekelund beweist problemlos seine Qualitäten als Entertainer. Schädelbohrungen zur Erweiterung des Bewusstseins und Rituale möchte man vielleicht auch eher in den eigenen vier Wänden vornehmen.</p>
<p>(J.M.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
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		<title>S.Q.E.: 5+4</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 07:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[J Greco alias S.Q.E. blickt bereits auf einen umfangreichen Backcatalogue zurück. Unter dem Pseudonym The Fruitless Hand wirkte er bei Ure Thrall an etlichen elektronischen Dronealben mit, zuletzt überraschte er im Dunstkreis von Cryptanthus Records und Gruppen wie Orchis und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/08/11/s-q-e-54/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/sqe54.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4942" title="sqe54" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/sqe54.jpg" alt="" width="173" height="150" /></a>J Greco alias S.Q.E. blickt bereits auf einen umfangreichen Backcatalogue zurück. Unter dem Pseudonym The Fruitless Hand wirkte er bei Ure Thrall an etlichen elektronischen Dronealben mit, zuletzt überraschte er im Dunstkreis von Cryptanthus Records und Gruppen wie Orchis und Temple Music. Das Werk des Brooklyners, den man gerne im Prokrustesbett experimenteller Electronica verortet, ist geprägt von einer großen Unberechenbarkeit, mit „Rise of the Vulcans“ überschritt der zuletzt die Grenze zum Eklektischen. Mit einem Dub-Album <span id="more-4941"></span>hatte aber auch ich 2012 nicht gerechnet.</p>
<p>Um es vorweg zu nehmen: Grecos neuer Wurf ist ein äußerst virtuoses Beispiel für ehrlichen musikalischen „Tourismus“, denn hier ist jemand tief in die Geschichte jemaikanischer Musik eingetaucht, ohne auch nur eine Sekunde lang zu leugnen, dass die eigenen Wurzeln im Sound der westlichen Metropolen gewachsen sind – eine Aneignung also, die ohne den Perfektionismus geheuchelter Authentizität auskommt. Das merkt man schon ganz vordergründig bei dem fett produzierten Rootsreggae in „Nave&#8217;d“, bei dem jeder One Drop-Takt, jeder Basslauf und jeder Trommelwirbel sitzt, während ein folkiges Violinenspiel fast überdeutlich das hybride Element mit hineinbringt. Das Resultat ist ein gradioser Bastard aus chilligen Roots und chansonartiger Melodramatik, von dem man eigentlich erwarten würde, dass er auf ganzer Linie scheitert. Tut er aber nicht, und seltsam groteske Bassfiguren erinnern daran, wie wichtig Reggae-inspirierte Musik einmal für Post Punk und New Wave (PIL, The Pop Group u.v.m.) waren. Beim beschwingten „Sour Grapes“ malträtieren erstmals Tanzbeine das Parkett, die Haare kurz, die Anzüge chic, und so manch augenzwinkerndes Pokerface gibt sich die Ehre. Mit anderen Worten: Ska steht auf dem Plan, aber ein solcher, bei dem der gleichförmige Off-Beats schon mal ins Aggressive und Atonale kippt, aber nicht bevor auch hier die wehmütigen Streicher wieder eine leise Melancholie mit hineinbringen.</p>
<p>Weitere der Folgestücke verbraten diese beschwingte Gangster-Atmosphäre, bei „Darker Globe“ (dem vielleicht experimentellsten Stück, das die Atonalität nur knapp umschifft) ist sie durch Overdubbing extrem reduziert – eine Lücke, die durch den Sirenengesang Tracy Jefferys beeindruckend gefüllt wird. Wieder andere („Shards“) sind Dub pur und extrem auf Hall und Reduktion gemacht, was Tracys Gesang (der für Liebhaber von Strawberry Switchblade oder The Heart Throbs neue Horizonte eröffnen sollte) noch mehr zur Geltung bringt. Die vier letzten Stücke des Albums, die in einer separaten Session aufgenommen wurden, sind elektronischer und zum Teil merklich verzerrt.</p>
<p>Trotz des durchgehenden Taktes haben die einzelnen Stücke alle ihre eigene Charakteristik, und das hat keineswegs nur mit der jeweiligen Zuordnung Dub, Ska, Roots etc. zu tun, sondern auch mit Melodien, Harmonien, Klangfarben und atmosphärischen Schattierungen, die Greco stets so variabel gestaltet, dass das Album nie bloß Hintergrundbeschallung ist. Allerdings hadere ich etwas mit der Länge – der stimmungsvollen Euphorie der ersten zwei Drittel will der etwas kühlere letzte Teil nicht ganz das Wasser reichen. Aber wozu gibt es die Fernbedienung?</p>
<p>P.S.: Für Freunde griffiger &#8220;Hook&#8221;-Lines aus dem grauen urbanen England wurde in einem Stück noch eine kleines Osterei versteckt.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></strong></p>
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		<title>V.A.: Epicurean Escapism</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jun 2012 07:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter Eskapismus versteht man – kurz gesagt – das Ausblenden der alltäglichen Realität. Will man es genauer wissen, so bemerkt man schnell, dass man ein Fass ohne Boden vor sich hat. Man erfährt, dass Eskapismus oft Kunstwerken nachgesagt wird, in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/30/v-a-epicurean-escapism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/epicureanescapism.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-4710" title="epicureanescapism" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/epicureanescapism.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a>Unter Eskapismus versteht man – kurz gesagt – das Ausblenden der alltäglichen Realität. Will man es genauer wissen, so bemerkt man schnell, dass man ein Fass ohne Boden vor sich hat. Man erfährt, dass Eskapismus oft Kunstwerken nachgesagt wird, in der Regel denen, die nicht direkt Stellung zu Problemen der Zeit beziehen. Vielleicht auch, dass der Begriff erst in der Moderne aufgekommen ist, und für allerlei Fluchtreflexe steht, die eine von Masse und Marktgesetzen geprägte Gesellschaft mit all ihren Entfremdungserscheinungen nach sich zieht. <span id="more-4707"></span>Der mongolische Nomade (den es so freilich auch wieder nur in der Vorstellung von Stammtischsoziologen gibt) kennt weder Entfremdung noch Eskapismus, aber sicher bedeutet Alltag auch in der Moderne stets etwas anderes, je nach der Rolle, die man in seinem Bereich der Gesellschaft einnimmt. Und überhaupt, Flucht für wie lange, wohin und zu welchem Zweck? Flucht als innere Emigration oder als völlige Eremitage? Weshalb diese demonstrative Absage an die vita activa?</p>
<p>Zunächst einmal muss man festhalten, dass Eskapismus kein Konzept ist, sondern vor allem ein emotionales Schlagwort. Befragt man dazu die Intellektuellen, bekommt man recht unterschiedliche Antworten. Natürlich betonen einige das Moment des Mutlosen, Resignativen, das mancher Weltflucht fraglos anhaftet, selbst wenn das Ziel eine künstlerisch ausgearbeitete Fantasiewelt ist. Eskapismus gilt unter solchen Gesichtspunkten als reine Blockade, als Ausdruck eines kindischen Trotzes. Viele allerdings haben ein positives Bild vom Abtauchen in die subjektive Gegenwelt. Für dekadente Autoren wie Huymanns und ihre Erben (Lovecraft, Houellebecq) impliziert eine solche Flucht die radikale Kritik an einer sozial verkümmerten Gesellschaft. Für Philosophen wie Ernst Bloch ist er zugleich Möglichkeit zur Regeneration und ein Quell der Kreativität, die oft erst im Zustand der Sammlung und des vorübergehenden Ausklammerns alltäglicher Einflüsse gedeihen kann. Eine Quelle ebenso für neue Sichtweisen auf die Welt, im Idealfall fern von Masse, Markt und funktionalem Räderwerk. Werke, die unter einem solchen Movens entstehen, sind oft ambivalent und meist auch eher düster als blumig, denn sie tragen die Angst und den Hass gegen eine Realität in sich, die sie zu vermeiden suchen. Bloch sah seinerzeit gerade die Musik als besonders geeignet, ein solches Gefühl und die damit zusammenhängende Utopie umzusetzen. Auch auf der am 07.07. in Berlin stattfindenden Veranstaltung „Epicurean Escapism &#8211; Festival for Escapist Music &amp; Arts“ liegt ein besonderer Fokus auf Konzerten, abgerundet durch Beiträge aus bildender Kunst, Performance und Film. Ein noch offensichtlicherer roter Faden ist die Tatsache, dass alle beteiligten Künstler mehr oder weniger in der Tradition des Industrial stehen.</p>
<p>Begleitend erscheint die vorliegende Tape C-50/DVD-R-Compilation, auf der alle Teilnehmer mit einem exklusiven (oder exklusiv bearbeiteten) Beitrag vertreten sind. Der Auftakt des Tapes hält gleich die größte Überraschung bereit, denn „Drain Sounds in the Well“ ist seit Jahren der erste Track, den der bekannte Drummer und Klangkünstler John Murphy unter seinem Projekt Krank veröffentlicht, diesmal in Zusammenarbeit mit Till Brüggemann von Gerechtigkeits Liga. Mit Mischpult und Field Recordings wird eine primitivistisch ausgestaltete Klanglandschaft entworfen, die neben jeder Menge Gefiepe vor allem durch metallische Perkussion geprägt ist. Wie ein Großteil der Beiträge ist das darauf folgende Anemone Tube-Stück von eher flächiger Struktur. „Dream Landscape“ ist eine neu abgemischte Version des Titelstücks vom 2010er Album; eine intensive Traumlandschaft voll bedrohlicher Nachtgesichte bewegt sich auf den Hörer zu, und wer sich dem lärmigen Dröhnen nicht entziehen kann, verliert sich am Ende im Sog der Klänge. Die schwedische Combo IRM liefert einen rauen Live-Track, der in seiner fließenden Vorwärtsbewegung an Anemone Tube anknüpft. Das Soghafte des Vorgängerstücks indes tritt zugunsten eines verzerrteren Klangbildes etwas zurück, der sich mit der Zeit verdichtende Sound wird von entmenschlichten Schreien akzentuiert, die man von früheren Aufnahmen der Gruppe kennt.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/epicureanescapism2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4733" title="epicureanescapism2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/epicureanescapism2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Jarl, das Projekt eines der IRM-Musiker, widmet sich in „Succubus“ dem Mythos des teuflischen Blutsaugers in Gestalt einer schönen Frau. Im Zentrum der Musik steht ein minimaler Loop, der von der Klangfarbe her sogar im klassischen Sinne schön ist. Im Verlauf ergänzt durch Bassgebrumme erzeugt er die organischsten Momente der kleinen Sammlung, melancholische Ambientsounds geben dem Stück zudem eine markante Spannungskurve. Mit „Obsession Intermezzo“ und „Path of the Unwanted“ ist Human Larvae, ein deutsches PE-Projekt, gleich mit zwei Tracks vertreten. Was noch wie hintergründiger Ambient beginnt, steigert sich graduell zu infernalischem Noise mit doomigen Untertönen, v.a. der zweite Track zählt mit seinen verzweifelt herausgebrüllten Vocals zu den intensivsten Momente des Tapes. Dissecting Table, einer der musikalisch oft „westlicher“ orientierten Japanoise-Acts, trägt ein sehr eigentümliches Klanggebilde voller Zitate bei, die an sleazige Filmmusik erinnern und aus jeglichem Noiseklischee angenehm herausstechen. Ähnlich dem Beitrag von Krank und im Unterschied zu den europäischen Acts ist „Human Sacrifice“ weniger fließend, sondern eher ein Panorama an merkwürdigen Sounds. Mit „In A New Light“, einem bisher unveröffentlichten Stück aus der „Dream Landscape“-Session, sorgt Anemone Tube mittels verhallter Streicher, Radiosamples und verfremdeter Stimmen für einen desolaten Ausklang. Martin Bladh von IRM und Skin Area ist auch Performancekünstler und Kurzfilmer, ein vor einigen Jahren etwas untergegangener und mittlerweile längst vergriffener Film von ihm erscheint auf der beiliegenden DVD-R. Freunde des Wiener Aktionismus und sleaziger Überschreitungen werden an dem Video ihre Freude haben. Unter denen, für die Noise-Kultur reine Musik ist, gibt es sicher einige, für die „Pig and Tomboy“ gewaltig an den Grenzen des guten Geschmacks kratzt.</p>
<p>Was diese Compilation auszeichnet ist die mehr als solide Balance zwischen Qualität und Vielseitigkeit. Gerade letztere sollte man bei dem mittlerweile schon recht alten Genre Industrial mit all seinen epigonalen Erscheinungen durchaus lobend hervorheben. Krank steht für die verspielte Seite des experimentellen Noise, Anemone Tube für dessen surreale, kontemplative Natur. IRM und ihre Ableger verkörpern (in Vermeidung des etwas abgedrosschenen Wortes &#8220;transgressiv&#8221;) den extremen, provokativen Performance-Charakter, Human Larvae die fatalistiche Dunkelheit und Dissecting Table stehen letztlich für die derangierte und hedonistische Seite einer Musiktradition, die in den späten 70ern ihre Initialzündung erfuhr. All dies unter dem Begriff des Eskapismus zu fassen, hebt sicher ein Element unter anderen besonders hervor &#8211; Industrial hatte ja auf der einen Seite stets einen starken Wirklichkeitsbezug, schon da er den Sound der Produktionsprozesse ins Zentrum seines Stils stellte. Dagegen steht indes eine Haltung größtmöglicher Negation, sowie die Tatsache, dass viele im Industrial verwurzelte Konzepte später eine mystische Färbung bekamen (aus TG entstanden Psychic TV und später Coil, the rest is history). Ein interessantes Konzept also, dass auch in festgefahrenen Gemütern neue Reflexionen über die Funktion von Gegenkultur entfachen könnte.</p>
<p>Die Tape/DVD-R-Compilation erscheint in hundert Exemplaren in silberner oder roter Hülle. Das Festival findet kommenden Samstag im Berliner Veranstaltungsraum &#8220;FEED&#8221; statt.</p>
<p>Labels: The Epicurean/<a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
<p><a href="http://www.transformed.de/programm.html">Festival-Programm</a></p>
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		<title>BRUME / OUBLIER ET MOURIR: A Year To Live</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2012 06:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/04/Brume.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4204" title="Brume" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/04/Brume-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>2003 arbeiteten Anemone Tube und Christian Renou (Brume) erstmals auf „Transference“ zusammen und erschafften ein Album, das trotz unterschwellig unruhiger Momente eine (be)ruhige(nde) Melancholie ausstrahlte. „A Year to Live“ knüpft bedingt an dieses Album an, geht allerdings auch darüber hinaus. Wer die rabiaten und (sowohl musikalisch als auch konzeptionell) dichten, auf Feldaufnahmen basierenden letzten Anemone Tube-Aufnahmen im Kopf hat, wird nachvollziehen können, warum mit Oublier Et Mourir ein anderer Projektname gewählt wurde, denn schon das Eröffnungsstück „A New <span id="more-4202"></span>Thought Is Born, Another Will Arise“ macht deutlich, dass die Musik und die erzeugte Stimmung weit von den Aufnahmen der „Suicide Series“ entfernt sind. Der Track erzeugt aus melodischen, organisch-warmen Soundflächen einen Track der im Rahmen dieses Albums fast schon symphonischen Charakter hat. „Ocean Of Melodious Songs“, dem sechsten Dalai Lama gewidmet, ließe sich vielleicht paradigmatisch für die Ausrichtung Oublier Et Mourirs lesen, denn die an Orgel und Piano erinnernden und aus repetetiven Mustern bestehenden Klänge lassen vor dem inneren Auge durchaus ein Meer entstehen. William Basinksi sagte einmal über seine Musik, sie sei „fruchtwasserig“ und „Ocean of&#8230;“ klingt manchmal so, als hätte er sich auf „A Year To Live“ mit Monos und David Jackman zusamengetan. „Oublier et Mourir“ geht in eine ähnliche Richtung, wobei hier Wind durch die aus warmen Synthesizerflächen bestehende Landschaft zu wehen scheint. Die hier hervorgerufene sanfte Melancholie, die vom „Sturm aus dem Nichts“ (J. G. Ballard) unterstrichen wird, erzeugt ein Wechselspiel vom Bewusstsein der (eigenen) Vergänglichkeit und einem Aufgehobensein in den Klängen. Das passt zum Albumtitel, der auf ein Buch von Stephen Levine verweist, in dem es darum geht, den Tod einzuüben, um sich der Schönheit des Lebens zu vergewissern. Der vierte Track „A Year To Live (Practice Dying)“ ist dann die eigentliche Zusammenarbeit zwischen beiden Künstlern: Oublier Et Mourir lieferte das Ausgangsmaterial, das dann von Christian Renou bearbeitet („dekonstruiert“, wie es im Prerssetext heißt) und schließlich dann wieder von Oublier Et Mourir gemixt wurde: Möwen scheinen zu schreien, Wellen rauschen, der Lama lässt die Gebetsglocken läuten und auch hier wird mit repetetiven Mustern gearbeitet, um eine meditative, tranceartige Atmosphäre zu erzeugen, die stimmungsmäßig gar nicht so weit von Tor Lundvall entfernt ist. Das ist eine im besten Sinne des Wortes tatsächlich umfassende Hör(er)erfahrung.</p>
<p>Die fünf Teile von Brumes „A Simple Way“ sind dagegen wesentlich reduzierter und weisen gleichzeitig interessanterweise partiell Songstrukturen auf. Auf Teil 1 hört man verfremdete Stimmen und dezentes Dröhnen (das etwas an die Hydrophonien Asmus Tietchens&#8217; oder an den Werkbund erinnert), schließlich wird das Motto verkündet: „You cannot imagine how things have become simple“. Hier bricht das Mysteriöse, Irrationale in die scheinbar „simple“ Welt ein. Auf Teil 2 kommen zu den Drones ein Schlagzeug und schleppende Perkussion hinzu, eine Stimme zählt und man erwartet fortwährend, dass jetzt der eigentliche Song beginnt – stattdessen wird immer kurz vor der Eruption abgebrochen, auch obwohl (oder gerade weil) eine Stimme „Come on“ fordert. Auf dem dritten Teil scheint ein Cello die Struktur vorzugeben, dazu kommen atonale Geigen &#8211; auch das ein Song, der im Nichts endet. Ginge man soweit zu sagen, dass hier zum Teil eine eigenartige und sehr originelle Form der Kammermusik gespielt wird, dann hat man den Eindruck, dass der vierte Teil zusätzliche Inspiration aus dem Blues zieht. Schließlich endet das Album mit dem kurzen fünften Teil: zwei Minuten dezentes Pulsieren, das vielleicht noch am ehesten Industrialwurzeln erkennen lässt.</p>
<p>Zwei Künstler, zwei Ansätze und gleichzeitig so viele Ideen, dass das titelgebende Jahr problemlos gefüllt wird.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu </a></p>
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