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	<title>African Paper &#187; Skin Area</title>
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		<title>JARL: Negtive Rotation Intensive Fracture</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Dec 2017 07:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erik Jarl spielt zusammen mit Martin Bladh als IRM einen zähflüssigen Industrial, bei dem der menschliche Körper in all seiner Fleischlichkeit und Verwundbarkeit thematisiert wird. Für eine Weile arbeiteten die beiden auch bei den thematisch ähnlich ausgerichteten Skin Area zusammen. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/12/09/jarl-negtive-rotation-intensive-fracture/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/JarlR-10796997-1504468080-2884.jpeg1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14621" title="JarlR-10796997-1504468080-2884.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/JarlR-10796997-1504468080-2884.jpeg1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Erik Jarl spielt zusammen mit Martin Bladh als<a href="http://africanpaper.com/2014/10/25/irm-closure/"> IRM</a> einen zähflüssigen Industrial, bei dem der menschliche Körper in all seiner Fleischlichkeit und Verwundbarkeit thematisiert wird. Für eine Weile arbeiteten die beiden auch bei den thematisch ähnlich ausgerichteten <a href="http://africanpaper.com/2012/02/25/skin-area-rothko-field/">Skin Area</a> zusammen. Erik Jarl ist aber auch ein sehr aktiver Solokünstler, der unter seinem Nachnamen seit Anfang der 00er Jahre zahlreiche Tonträger veröffentlicht hat ,<span id="more-14619"></span> die auf den ersten Blick nicht so konzeptionell dicht zu sein scheinen wie oben angesprochene Projekte, vielleicht wird das aber auch nur so wahrgenommen, da Jarls Werke rein auf den Klang und nicht auf das Wort fokussiert sind und sich im weiteren Bereich von Drone, Ambient und (vor allem bei den früheren Arbeiten) Noise verorten lassen.</p>
<p>Diese Doppel-CD vereint älteres, vor Jahren veröffentlichtes Material. Die elf Teile von „Negative Rotation“ wurden in den Jahren 2000/2001 aufgenommen. Man hört Dark Ambient mit Noisespuren (Teil 1), teilweise mit melodischen Fragmenten im Hintergrund (Teil 2), es gibt minimalistisches Pochen, das klingt, als wäre es unter Wasserr aufgenommen worden (Teil 4), an Time Machines erinnernde monotone Drones (Teil 6), Knistern an der Grenze des Hörbaren (Teil 7) oder verhallten Dark Ambient (Teil 8). Die Bonustracks changieren zwischen Noisigem, Atonalen an der Grenze zum Death Industrial („No Response“) und melancholischem, pulsierenden Dark Ambient (“Succubus”). Insgesamt ist das ein (in einem gewissen musikalischen Rahmen) vergleichsweise heterogenes Album, bei dem man den Eindruck hat, hier werde ausgelotet, welche Formen dunkler, leicht atonaler Geräuschmusik mit analogem Synthesizerinstrumentarium machbar sind.</p>
<p>Die fünf Teile von “Intensive Fracture&#8221; wurden 2003/2004 aufgenommen: Teil 1 beginnt rabiat und laut mit Störgeräuschen, Pfeifen und schabenden Noiseschleifen, die an Brighter Death Now zu &#8220;Innerwar&#8221;-Zeiten denken lassen. Auf dem zweiten und dritten Teil ist der Noise eher latent vorhanden: Unruhige Noiseschleifen dröhnen im Hintergrund und scheinen kurz vor der Eruption zu stehen. Die letzten beiden Teile sind dagegen wieder atonal-dissonant und knüpfen an den Opener an. Die drei Bonustracks fügen sich ins Klangbild des Albums ein.</p>
<p>Die auf 250 Exemplare limitiete Doppel-CD ist eine gute Dokumentation der frühe(re)n Arbeiten Erik Jarls, der<a href="https://www.discogs.com/de/Jarl-Hypnosis-Colour/release/10253120"> inzwischen</a> zwar etwas subtiler arbeitet, auf diesen Aufnahmen aber schon deutlich macht, wo seine musikalischen Interessen liegen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://zoharum.com/">Zoharum</a></strong></p>
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		<title>PALE THORNS: Somberland</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/10/15/pale-thorns-somberland/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2016 08:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei dem sanften Morgennebel, der noch über der von ruhigen Gezeiten gestreichelten Küste liegt, und den anderen Bildern, die das melancholische Artwork zieren, könnte man schöngeistigen Ambient erwarten. Doch „Somberland&#8221;, das Debüt von Magnus Lindhs Soloprojekt Pale Thorns, beginnt eher &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/10/15/pale-thorns-somberland/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/palethornssomberland.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12457" title="palethornssomberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/palethornssomberland-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bei dem sanften Morgennebel, der noch über der von ruhigen Gezeiten gestreichelten Küste liegt, und den anderen Bildern, die das melancholische Artwork zieren, könnte man schöngeistigen Ambient erwarten. Doch „Somberland&#8221;, das Debüt von Magnus Lindhs Soloprojekt Pale Thorns, beginnt eher rau und entpuppt sich schnell auch als einigermaßen schwer &#8211; so rau und so schwer, wie man es von einem Skin Area-Musiker vielleicht auch erwartet hätte.<span id="more-12456"></span></p>
<p>Weniger erwartet hätte man bei dem Mitglied des postindustriellen Avantgarde-Duos vielleicht einen Hang zu Postrock, Doom und Sludge, doch genau solche Arten des schwermütigen Rock und Metal ziehen ihre Spuren durch die schleppenden Riffs und Rhythmen im Down- und Midtempo.</p>
<p>Lindh selbst nennt „Somberland&#8221; einen Soundtrack zum Ertrinken &#8211; lässt man sich auf die Assoziation ein, so muss man feststellen, dass dies mit einer fatalistischen Gelassenheit einher geht, die bei aller Düsternis jeder Bitterkeit entbehrt. Auch wenn die Musik niemals statisch bleibt und an vielen Stellen von der Kunst der Intensivierung von Fülle und Dynamik lebt, ist ihr doch jede Dramatisierung fremd, und in den vokallastigen Stücken („Lightstrom&#8221;, „The Way Out&#8221;) drückt sich im Gesang doch eher ein entspanntes, verträumtes Staunen aus.</p>
<p>Freilich hebt man die Elemente „postiger&#8221; Rock- und Metalmusik besonders dann hervor, wenn man Skin Area kennt, doch Lindts Musik ist letztlich aufgeräumter als Sludge, lichter als Doom und zugleich weniger seicht als handelsüblicher Postrock &#8211; und nebenbei recht vielgestaltig und stets dem Experiment zugeneigt: Songs, die wie Balladen beginnen, entfalten die doomige Wucht erst gegen Ende, wenn sie niemand mehr erwartet, organische Zwischenspiele verbinden besondere Passagen, mediale Samples und naturbelassene Field Recordings wirken mal verklärend, mal verunklärend, und in den abstrakteren Momente wirken harte Riffs schon mal wie zitathaft einmontiert.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, dass Lindh seine Ausrichtung in Zukunft immer mal variieren wird, und bin auf weiteres gespannt. Dem starken Debüt wäre es zunächst einmal zu gönnen, dass es auch außerhalb der Industrial-Community wahrgenommen wird und auch die Rock-a-Rolla-Gemeinde erreicht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Divided Visions</strong></p>
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		<title>V.A.: Epicurean Escapism III</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/07/23/v-a-epicurean-escapism-iii/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2016 03:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von Anfang an waren die Epicurean Escapism-Festivals und die dazugehörigen Veröffentlichungen nie rein musikalisch ausgerichtet und auch wenn das Adjektiv schon lange sehr inflationär verwendet wird, kann man durchaus von einem multimedialen Ansatz sprechen, in dem Musik, Film und Bild &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/23/v-a-epicurean-escapism-iii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/EEIIIR-8587383-1464771375-3607.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12510" title="EEIIIR-8587383-1464771375-3607.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/EEIIIR-8587383-1464771375-3607.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Anfang an waren die Epicurean Escapism-Festivals und die dazugehörigen Veröffentlichungen nie rein musikalisch ausgerichtet und auch wenn das Adjektiv schon lange sehr inflationär verwendet wird, kann man durchaus von einem multimedialen Ansatz sprechen, in dem Musik, Film und Bild gleichwertige Rollen spielen.<span id="more-12508"></span></p>
<p>Die in den vergangenen Jahren extrem aktiven Sutcliffe Jügend, deren Output mittlerweile zwischen Power Electronics und experimentelleren Tracks changiert, liefern mit „Amuse-Bouche“ einen harschen, von einem Beat durchzogenen Track ab. Mein Favorit ist Alfarmanias „I Blodets Glöd“: Eine Stimme rezitiert, während es im Hintergrund rumpelt und kracht. Nach etwa vier Minuten setzen Vocals ein, die an frühe GO erinnern. Diese fast zwölf Minuten sind eine Tour de Force. Das Death Industrial-Stück hat einen ziemlichen LoFi-Charakter und hebt sich mit seinem schmutzigen Klang von oftmals zu glatt und klinisch klingenden Tracks des Genres ab. Dazu passt dann auch die von Schädeln durchzogene Collage im Booklet. Last Dominion Lost haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie man einen zeitgemäßen und gleichzeitig an der ersten Generation orientierten Industrial spielen kann. „To the Master, a Long Goodnight“ ist eine rituelle Hommage an den verstorbenen John Murphy, der hier an Perkussion und Elektronik zu hören ist.</p>
<p>Hatte Nikolas Schreck auf seinem zusammen mit dem ehemaligen Bandkollegen James Collord eingespielten Kingdom of Heaven-Album an das (unveröffentlichte) erste Radio Werewolf-Album angeknüpft, so erinnert „Lord Sutekh&#8217;s Dream“ (auf den ägyptischen Gott Set verweisend, den Schreck und seine Frau Zeena vor ihrer Konversion zum Buddhismus im Temple of Set huldigten) mit seinen elektronischen Spinettklängen passgenweise an „The Fiery Summons“. Budrus aus Litauen vermischen auf „Duobė“ flächig-sakrale Elektronik mit markerschütterndem Gebrüll. Gerechtigkeits Ligas „23/7“ kombiniert Perkussion, Samples und Noisespuren, aus denen sich ein ruppiges, leicht rituelles Stück entwickelt. Das wie üblich von Martin Bladh gestaltete Artwork, das Skin Areas „Sighs of Warning“ illustriert, fokussiert sich (erneut) auf den Menschen und seinen Körper und dem, was ihm durch Krankheit („our flesh surrounds us with its own decisions“, wusste schon Philip Larkin) oder den Mitmenschen angetan wird. Auf dem zehnminütigen Stück verschwindet Bladhs Stimme fast inmitten des analogen Gebrutzels.</p>
<p>Lassen sich die auf der CD vertretenen Künstler durchaus als solche charakterisieren, die die Beschäftigung mit dem Batailleschen Heterogenen nicht meiden und deren Thematisierung der Schattenseiten des Homo sapiens durchaus ambivalent ist bzw. sein kann, so ist Dave Phillips, dessen Werk die 180-minütige DVD gewidmet ist, leicht anders zu verorten, auch wenn es durchaus musikalische und inszenatorische Überschneidungen gibt. Aber seinem Ansatz der Konfrontation des Menschen mit den Schattenseiten des „Fortschritts, den verschiedenen Formen der Ausbeutung der Natur und den Konsequenzen von Machtpolitik unter High-Tech-Bedingungen“ (wie Uwe Schneider im begleitenden Essay schreibt) wohnt zumindest auf den ersten Blick wenig(er) Ambivalenz inne, vielleicht könnte man sagen, dass er didaktischer ist (wenn man das Wort deskriptiv und nicht pejorativ versteht), wobei Uwe Schneider zu Recht darauf hinweist, dass Phillips indirekt arbeite, Raum zur Reflexion geben möchte.</p>
<p>Auf Phillips&#8217; Website finden sich u.a. Beschreibungen seiner Arbeit als „ritual protest music“ oder „sonic activism“. Insgesamt drei Stunden kann man Dave Phillips‘ Auftritte , seine Videoarbeiten sowie Collaborationen mit anderen Künstlern erleben. Das mit „Video Action“ betitelte Stück, auf dem sich die Visuals befinden, die Phillips bei Auftritten verwendet, lässt sich fast als (s)ein Manifest verstehen. Die Aneinanderreihung von all dem, was der Mensch inzwischen (auch) dank des Fortschritts machen bzw. anrichten kann (Atombomben werfen, die Umwelt verschmutzen, Tiere töten etc.) wird mit Slogans gegengewschnitten: „our technology has exceeded our humanity“. Auf die Frage „are you lonely“ folgn Bilder von Hühnern in Legebatterien. Philipps Wunsch nach „less waste, greed, avarice and selfishness” ist sicher ein letztlich utopischer, konnte man doch gerade noch lesen, dass im reichsten Land der Erde <a href="https://www.theguardian.com/environment/2016/jul/13/us-food-waste-ugly-fruit-vegetables-perfect">die Hälfte der produzierten Lebensmittel vernichtet werden</a>.</p>
<p>An anderer Stelle heißt es „Waste is obscene“. In der Tat. Verglichen mit den Bildern von gequälten Tieren, die die Videoarbeiten dominieren (auf &#8220;Threnody&#8221; sieht man, wie in Südkorea wegen der grassierenden Maul-und-Klauen-Seuche Schweine lebendig begraben werden), scheint bei den Auftritten der Körper im Mittelpunkt zu stehen: Beim Geschlechtsakt (&#8220;Hole/holy&#8221;), als des Sehens Beraubter (&#8220;130731&#8243;), als Schrei(ender) (&#8220;Screamscape&#8221;). Verglichen damit hat die Zusammenarbiet mit gx jupitter-larsen bei &#8220;?10&#8243; fast schon etwas Poetisches.  (JM)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a> / <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></strong></p>
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		<title>EPICUREAN ESCAPISM FESTIVAL in Berlin mit Sutcliffe Jügend, Dave Phillips, Last Dominion Lost, Nikolas Schreck, Skin Area u.v.a.</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2016 11:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 27. und 28. Mai dieses Jahres veranstaltet das Label The Epicurean zum vierten mal das für dunklen, meist experimentell ausgerichteten Industrial bekannte Epicurean Escapism Festival, Veranstaltungsort ist diesmal das Tiefgrund in der Nähe des Berliner Ostkreuzes. Neben Konzerten von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/01/09/epicurean-escapism-festival-in-berlin-mit-sutcliffe-jugend-dave-phillips-last-dominion-lost-nikolas-schreck-skin-area-u-v-a/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. und 28. Mai dieses Jahres veranstaltet das Label The Epicurean zum vierten mal das für dunklen, meist experimentell ausgerichteten Industrial bekannte Epicurean Escapism Festival, Veranstaltungsort ist diesmal das Tiefgrund in der Nähe des Berliner Ostkreuzes. Neben Konzerten von Sutcliffe Jügend, Skin Area, Nikolas Schreck, Last Dominion Lost, Gerechtigkeits Liga und anderen werden Video-Arbeiten von Dave Phillips und Kristian Olsson gezeigt. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/eef2016.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-11537" title="eef2016" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/01/eef2016-1024x511.jpg" alt="" width="584" height="291" /></a><span id="more-11536"></span></p>
<p>Location: Tiefgrund (Ostkreuz), Laskerstrasse 5, 10245 Berlin<br />
Tickets: Verkauf beginnt Februar/März 2016</p>
<p><strong><a href="http://the-epicurean.transformed.de/">The Epicurean</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/events/1647493595526586/">Event auf FB </a></strong></p>
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		<title>SKIN AREA: Rothko Field</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 08:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wiener Aktionisten und insbesondere Rudolf Schwarzkogler haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf verschiedenste Industrialgenerationen gehabt. So (re)produzierte Steven Stapleton (ob intendiert oder nicht) den Mythos von Schwarzkoglers vermeintlicher Autokastration. Die Performances von COUM Transmissions wären ohne die Vorarbeit der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/02/25/skin-area-rothko-field/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/SkinArea-RothkoField.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3858" title="SkinArea-RothkoField" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/SkinArea-RothkoField-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Wiener Aktionisten und insbesondere Rudolf Schwarzkogler haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf verschiedenste Industrialgenerationen gehabt. So (re)produzierte Steven Stapleton (ob intendiert oder nicht) den Mythos von Schwarzkoglers vermeintlicher Autokastration. Die Performances von COUM Transmissions wären ohne die Vorarbeit der Wiener Gruppe undenkbar gewesen. Dass oftmals der Bezug bei weniger inspirierten Künstlern ein nur oberflächlicher zu sein scheint, der eher schmückendes Beiwerk denn ernsthafte Auseinandersetzung ist, daran kranken weite Teile der Subkultur. <span id="more-3856"></span></p>
<p>Es gibt aber auch immer wieder Gegenbeispiele. Einer der jüngeren Vertreter des Industrials, der sich im letzten Jahrzehnt am konsequentesten an den Österreichern abgearbeitet hat, ist Martin Bladh, Sänger und Texter von IRM und Skin Area, Maler, Performancekünstler, Übersetzer und Theoretiker. Seine Bezugspunkte sind immer wieder die Deformationen des Körpers gewesen, so etwa die „physische[...] Präsenz des Fleisches“ (A. Zweite) in der Malerei Francis Bacons, der „Schmerz der Märtyrer“ in Hermann Ungars (und von Bladh illustrierten) Roman „Die Verstümmelten“, der von Pfleilen penetrierte Heilige Sebastian oder die verrenkten Puppen Hans Bellmers, ebenso (natürlich) die Überschreitung und Verausgabung bei Bataille, die Transzendenz der Opferung &#8211; „the beauty of the passion“, wie Bladh in einem Interview sagt &#8211; in Nitschs Orgienmysterientheater oder aber  Artauds „Theater der Grausamkeit“, das das von Bladh zusammen mit dem Enfant terrrible Bo Cavefors konzipierte „Neue Theater der Grausamkeit und Dekadenz“ inspirierte. Bladh lotet mit einer unglaublichen Konsequenz in den jeweils gewählten Medien das Spannungsfeld zwischen Masochismus und Sadismus, Opfer und Täter aus.</p>
<p>Die Fokussierung auf das Abjekt und das Verfemte wurde bei IRM musikalisch oft brachial umgesetzt – was auch an den verzerrten, konfrontativen Vocals lag -, wobei die letzten Verröffentlichungen ein differenzierteres Klangbild boten. Auch das aus Bladh und Magnus Lindh bestehende Projekt Skin Area hat auf den bisherigen Veröffentlichungen wenig plakativ geklungen. Auf dem dritten Skin Area-Album „Rothko Field“ lässt der Schmetterling in seiner Symmetrie an die „Blut Rohrschach“-Bilder auf IRMs „Virgin Mind“ denken und dies spiegelt sich auch in der Anordnung der Tracks wider: Das in der Mitte situierte „Void“ dient als Spiegelachse, hinter der die ersten vier Stücke als Wiedergänger in leicht anderer, reflektierter (?) Form  auftauchen. „Threshold“ setzt gesanglich auf volle Konfrontation: Bladhs Stimme brüllt in den Lautsprechern, oszilliert zwischen links und rechts, wohingegen die Instrumentierung (Klavier (?)) nur dezente, kaum wahrnehmbare Kontrapunkte setzt. Im Text wird wieder einmal eine Art Versuchsanordnung, eine Inszenierung entfaltet, der Verweis auf den Protagonisten und den Antagonisten lässt hier an Bladhs Beschreibung seiner Auftritte denken. „In the Skin“ erinnert an die Wucht und ultralangsame Brachialität der frühen Swans, das schleppende Schlagzeug und die Gitarre erzeugen einen zähflüssigen Sud, in dem die Stimme und der Text weniger dominant sind, fast scheint Bladh hier nur einige Wörter assoziativ aneinanderzureihen.</p>
<p>Der Titeltrack verweist auf Mark Rothko und natürlich kommt einem in den Sinn, dass vielleicht die frühen und von Nietzsche und griechischen Tragödien beeinflussten Gemälde für Bladh eine größere Relevanz haben als die Farbfeldmalerei der späteren Jahre, für die Rothko heute primär bekannt ist, aber der langsam mäandernde Strom des Titelstücks, in den Bladhs Stimme einbricht und sowohl spricht als auch brüllt, sowie der Titel scheinen das zu widerlegen. Das ist ein erdrückend-zäher „wall of sound“, in dem man „Fleischbilder“ auftauchen sieht. „Hypnagoga“ nimmt die Aggression zurück, erzeugt mit geloopten Melodiefragmenten, stammelnden Frauenstimmen und schreienden Babies tatsächlich somnambule Musik „jenseits der Mauer des Schlafes“. „Void“ ist ein von Orgeldrones bestimmtes Stück, das hier einen Moment der Transzendenz abseits der fleischlichen Ekstase erschafft und letztlich näher an dem ist, was ein kleines Bremer Label seit Jahren in verschiedensten Formen konsequent veröffentlicht als an Power Electronic. Die zweite Version von „Hypnagoga“ erzeugt mit ähnlichen Mitteln wie der erste Teil eine Traumatmosphäre, in der irgendwo orientalisch anmutende Klänge verborgen sind. „Rothko Field“ entwickelt sich über 17 Minuten hinweg langsam und strahlt eine unglaubliche Schwere aus (unweigerlich musste ich daran denken,  dass Paul Lemos&#8217; kurzzeitiges Slow-Doom-Projekt  Skin Chamber hieß), der Gesang klingt wesentlich gequälter und irritierender, hier hat man den Eindruck, man höre das, was im Text als „the ecstasy terror“ beschrieben wird. „In the Skin “ knüpft an den ersten Teil an, wobei das Schlagzeug weniger zäh, im Rahmen dieses Albums fast schon treibend ist. Die letzten 55 Sekunden sind „Threshold“ gewidmet: Stimmen sprechen ineinander: „1: incident 2: going to hurt 3: just a flesh wound“.</p>
<p>Das Feld, das Areal, das hier abgesteckt wird, ist gesäumt von Sehnen und bedeckt von (verletzter, blutender) Haut.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://malignantrecords.com/">Malignant </a></p>
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