<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Subsound Records</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/subsound-records/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Apr 2026 10:12:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Nagalite: Neue LP von Lili Refrain</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/02/13/nagalite-neue-lp-von-lili-refrain/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/02/13/nagalite-neue-lp-von-lili-refrain/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 03:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=49791</guid>
		<description><![CDATA[Am 27. März erscheint bei Subsound Records mit &#8220;Nagalite&#8221; ein neues Werk von Lili Refrain. Die Veröffentlichung ist als Suite in vier Teilen angelegt und versteht sich als in sich geschlossener Zyklus. Ausgangspunkt ist, wie man vom Label erfährt, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/13/nagalite-neue-lp-von-lili-refrain/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. März erscheint bei Subsound Records mit &#8220;Nagalite&#8221; ein neues Werk von Lili Refrain. Die Veröffentlichung ist als Suite in vier Teilen angelegt und versteht sich als in sich geschlossener Zyklus. Ausgangspunkt ist, wie man vom Label erfährt, die Vorstellung einer imaginären, schlangenartigen Metamorphose, gedacht als Prozess der Veränderung, der Körper, Erinnerung und historische Gegenwart miteinander verbindet. Die vier Teile beziehen sich jeweils auf unterschiedliche alchemistische Zustände und formulieren eine musikalische Reflexion über eine Zeit, in der Gewalt und Krieg zunehmend normalisiert erscheinen. Dem setzt &#8220;Nagalite&#8221;, wie es ferner heißt, die Idee von Wandlung entgegen, verstanden als bewusste Abkehr von Wiederholung und Leiden.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/nagalite.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49792" title="nagalite" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/nagalite.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49791"></span></p>
<p>Der Titel verbindet den aus dem Sanskrit stammenden Begriff &#8220;Naga&#8221; für die wissensvermittelnde Schlange mit &#8220;Lite&#8221;, abgeleitet vom griechischen Wort für Stein. Daraus entsteht das Bild eines beständigen, zugleich lebendigen Wesens, das Transformation verkörpert. Alle Stücke wurden von Lili Refrain geschrieben und eingespielt, unter Einsatz von Stimme, Gitarre, Bass, Synthies sowie akustischer und elektronischer Percussion. Im Spannungsverhältnis zwischen melodischen Mustern, Hypnotik und evokativem Gesang knüpft sie dabei auch an frühere Arbeiten an. Die Produktion entstand gemeinsam mit Stefano Morabito, der die Aufnahmen, den Mix und das Mastering im 16th Cellar Studio in Rom übernahm. Artwork und Gestaltung stammen von Nicola Alessandrini. Das Album erscheint in verschiedenen Vinyl-Editionen sowie als CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1627258229/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2026/02/13/nagalite-neue-lp-von-lili-refrain/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moonstone: Neue LP von Kæry Ann</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/01/30/moonstone-neue-lp-von-kaery-ann/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/01/30/moonstone-neue-lp-von-kaery-ann/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 06:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Davide Rosa]]></category>
		<category><![CDATA[Erika Azzini]]></category>
		<category><![CDATA[Fabio Orticoni]]></category>
		<category><![CDATA[Francesca Papi]]></category>
		<category><![CDATA[Kæry Ann]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=49761</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Moonstone&#8221; von Kæry Ann erscheint ab sofort bei Subsound Records. Nach dem Debüt &#8220;Songs of Grace and Ruin&#8221; verlagert sich der Fokus deutlich vom psychologisch gefärbten Dark Folk hin zu einem druckvollen, gitarrenschweren Doom- und Stoner-Fokus, ohne die ätherische Aura &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/30/moonstone-neue-lp-von-kaery-ann/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Moonstone&#8221; von Kæry Ann erscheint ab sofort bei Subsound Records. Nach dem Debüt &#8220;Songs of Grace and Ruin&#8221; verlagert sich der Fokus deutlich vom psychologisch gefärbten Dark Folk hin zu einem druckvollen, gitarrenschweren Doom- und Stoner-Fokus, ohne die ätherische Aura des Vorgängers aufzugeben. Die von oftmals roher Intensität geprägten Stücke sind stärker bandorientiert angelegt und gemeinsam mit <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/ms.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49762" title="ms" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/ms.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49761"></span></p>
<p>Francesca Papi am Bass, Davide Rosa an der Gitarre und Fabio Orticoni am Schlagzeug ausgearbeitet und eingespielt, Kæry Ann selbst steuert als Erika Azzini  Gesang und weitere Gitarrenparts bei. Das Material ist hypnotisch und mystisch grundiert, inhaltlich kreisen die Songs um persönliche Verlusterfahrungen, das Erleben von Naturkräften und existentielle Spannungen. Das Album erscheint in den gängigen Formaten, seine Veröffentlichung wird von einer <a href="https://linktr.ee/kaeryann"><span style="text-decoration: underline;">Europatour begleitet, deren Daten hier zu erfahren sind</span></a>.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3430262211/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2026/01/30/moonstone-neue-lp-von-kaery-ann/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Live in London &#8211; Hammersmith Apollo: Konzertaufnahme von Lili Refrain auf Vinyl</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/08/19/live-in-london-hammersmith-apollo-konzertaufnahme-von-lili-refrain-auf-vinyl/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/08/19/live-in-london-hammersmith-apollo-konzertaufnahme-von-lili-refrain-auf-vinyl/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 04:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=42074</guid>
		<description><![CDATA[Anfang September erscheint auf Subsound das erste Live-Album der italienischen Vokalistin und Musikerin Lili Refrain &#8211; auf dem im Londoner Hammersmith Apollo mitgeschnittenen Werk sind fünf Stücke vertreten, vier davon entstammen ihr3m vor gut zwei Jahren erschienenen Album &#8220;Mana&#8221;, von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/19/live-in-london-hammersmith-apollo-konzertaufnahme-von-lili-refrain-auf-vinyl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September erscheint auf Subsound das erste Live-Album der italienischen Vokalistin und Musikerin Lili Refrain &#8211; auf dem im Londoner Hammersmith Apollo mitgeschnittenen Werk sind fünf Stücke vertreten, vier davon entstammen ihr3m vor gut zwei Jahren erschienenen <a title="LILI REFRAIN: Mana" href="http://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/">Album &#8220;Mana&#8221;</a>, von dem es auf diesen Seiten hieß: &#8220;&#8216;Mana&#8217; ist schamanistischer ausgefallen als alle bisherigen Releases der Musikerin und stellt aufgrund ihres weniger auf Gitarren, dafür auf einer Mischung aus <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/refr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-42076" title="refr" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/refr.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-42074"></span></p>
<p>elektronischen und traditionell weltmusikalischen Klangquellen basierendem Instrumentarium einen weiteren Paradigmenwechsel dar&#8221;. Neben der regulären Version gibt es eine limitierte Deluxe-Edition, die neben der LP eine Bluray, ein Shirt und weitere Merchandiseartiken enthält. Außerdem ist eine weitere Tour geplant, auf der die Musikerin auch mehrmals im deutschsprachigen Raum Station machen wird. Die Tourdaten sind auf Bandcamp gelistet, wo das Werk auch vorbestellt werden kann.</p>
<p><strong>@ <a href="https://lilirefrain.bandcamp.com/album/live-in-london-hammersmith-apollo">Bandcamp</a> | <a href="https://subsoundrecords.bigcartel.com/product/lili-refrain-live-in-london-hammersmith-apollo">Subsound</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/08/19/live-in-london-hammersmith-apollo-konzertaufnahme-von-lili-refrain-auf-vinyl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Pàthei Màthos: 2-LP von Sarram auf Subsound</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/15/pathei-mathos-2-lp-von-sarram-auf-subsound/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/08/15/pathei-mathos-2-lp-von-sarram-auf-subsound/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Aug 2023 05:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Dalila Kayros]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Massimo Olla]]></category>
		<category><![CDATA[Sarram]]></category>
		<category><![CDATA[Sicker Man]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Vethake]]></category>
		<category><![CDATA[Valerio Marras]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36599</guid>
		<description><![CDATA[Valerio Marras bringt Anfang nächsten Monats eine Doppel-LP seines Soloprojektes Sarram heraus. Der Titel &#8220;Pàthei Màthos&#8221; stammt aus einer Chorpassage von Aischylos&#8217; Agamemnon-Drama und bedeutet soviel wie Lernen durch Leiden. Sarrams Umsetzung des Konzepts mündet in einer dunkel dröhnenden Musik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/15/pathei-mathos-2-lp-von-sarram-auf-subsound/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Valerio Marras bringt Anfang nächsten Monats eine Doppel-LP seines Soloprojektes Sarram heraus. Der Titel &#8220;Pàthei Màthos&#8221; stammt aus einer Chorpassage von Aischylos&#8217; Agamemnon-Drama und bedeutet soviel wie Lernen durch Leiden. Sarrams Umsetzung des Konzepts mündet in einer dunkel dröhnenden Musik mit zahlreichen Details, die sich dem Einsatz verschiedener Instrumente &#8211; Gitarre, Synthesizer, Zither, Salterium und diverse Objekte &#8211; und Effekte verdanken.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a2704028092_65.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-36600" title="a2704028092_65" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a2704028092_65.jpeg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-36599"></span></p>
<p>In den Worten des Labels: &#8220;Musically speaking is a deep trip in the darkness sorrounded by ethereal voices, floating cellos, pulsing soundwaves, crushing and doom-ish layers: an authentic mix of experiences and feelings&#8221;. Zu Klanggestalt und Atmosphäre tragen auch die Gäste bei, die in einzelnen Tracks ihre Auftritte haben. Das wäre zum einen Tobias Vethake (Sicker Man) mit elektronischen und akustischen Celloparts, zum anderen Vocals von Dalila Kayros und Lili Refrain &#8211; die schamanisch anmutenden Gesänge der letzteren vor dunklen, infernalischen Klangwolken sind bereits in einem vorab veröffentlichten Stück zu hören. Das Album erscheint bei Subsound Records.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230721_194703_729.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3349974578/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/08/15/pathei-mathos-2-lp-von-sarram-auf-subsound/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LILI REFRAIN: Mana</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2022 06:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=30741</guid>
		<description><![CDATA[Mit feierlich elektrisierendem Orgelpathos und einer zum Chor multiplizierten Stimme beginnt Lili Refrains aktuelles Album &#8220;Mana&#8221;, dessen ethnorituelles Pulsieren zusammen mit den hallunterlegten Gesangspassagen so große Gesten entstehen lässt, dass man ganz vergessen könnte, wie kompakt die meisten der neun &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659120644293.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30742" title="fotor_1659120644293" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659120644293-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit feierlich elektrisierendem Orgelpathos und einer zum Chor multiplizierten Stimme beginnt Lili Refrains aktuelles Album &#8220;Mana&#8221;, dessen ethnorituelles Pulsieren zusammen mit den hallunterlegten Gesangspassagen so große Gesten entstehen lässt, dass man ganz vergessen könnte, wie kompakt die meisten der neun Songs eigentlich sind.<span id="more-30741"></span></p>
<p>Die römische Sängerin und Gitarristin trat vor etwa 10 Jahren in unseren Fokus, als gerade <a title="LILI REFRAIN: 9" href="http://africanpaper.com/2011/08/31/lili-refrain-9/">ihr Album &#8220;9&#8243;</a> bei Trips und Träume erschienen ist, ein stark akustisch geprägtes Werk, das wie eine verhaltene Dekonstruktion klassischer Americana anmutete. Über die Jahre wurde ihre Musik elektronischer, rockiger und gleichsam abstrakter und erinnerte zum Teil an eine looplastige Hommage der Minimal Music auf klassischen Psychrock und Doom Metal. In derartigen Kreisen konnte sie dann auch ihre Fan-Gemeinde merklich vergrößern.</p>
<p>&#8220;Mana&#8221; ist schamanistischer ausgefallen als alle bisherigen Releases der Musikerin und stellt aufgrund ihres weniger auf Gitarren, dafür auf einer Mischung aus elektronischen und traditionell weltmusikalischen Klangquellen basierendem Instrumentarium einen weiteren Paradigmenwechsel dar. In den nach exotisch klingenden Begriffen wie &#8220;Abi Tapu&#8221;, &#8220;Ki&#8221; oder &#8220;Eikyou&#8221; betitelten Stücken verbreiten sich mal in erschöpften Flüstertönen, mal in kraftvoller Proklamation Gesänge über pulsierende Paukenschläge, ambiente Soundscapes und hypnotische Bimmelorgien wie über von zerklüfteten Tälern durchzogene weite Landschaften, entfalten sich in Fantasiesprachen, konzentrieren sich in Ausrufen wie &#8220;hey ho!&#8221;, geben sich fast monströs beängstigend, dann jagen sie als lyrischer Sopran über das holprige Gelände treibender Rhythmen.</p>
<p>Man sollte das Album als Einheit betrachten. Nichtsdestoweniger ist &#8220;Traveller&#8221;, eines der wenigen englisch betitelten Stücke, ein hervorhebenswerter Kraftsong: Seine pulsierend hypnotische Rhythmik baut sich nach und nach auf, während verfremdete Flüstervocals als die eigentlich treibende Kraft fungieren. Irgendwie erinnern die fast lieblichen Bimmelgitarren, die dem Ganzen die feine Krone aufsetzen, nicht als erste ein wenig an den Song &#8220;Ipnotica&#8221; vom bereits erwähnten &#8220;9&#8243;-Album, das fast so etwas wie eine Blaupause einiger Leitmotive erscheint.</p>
<p>Alles treibt hier auf einen klimax knarriger Gitarrenriffs zu, auf den ein klarer und diesmal unmissverständlich Stimmeinsatz folgt: &#8220;come wonder with me away from the sad world. Danach ist nur noch Raum für das große, verwehte Finale.</p>
<p><strong>Label: Subsound Records</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220729_205146_293.sdocx--></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SIGILLUM S / MACELLERIA MOBILE DI MEZZANOTTE: Blues and Doped Flowers from Twenty Three Years After Eschaton</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/06/19/sigillum-s-macelleria-mobile-di-mezzanotte-blues-and-doped-flowers-from-twenty-three-years-after-eschaton/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2021/06/19/sigillum-s-macelleria-mobile-di-mezzanotte-blues-and-doped-flowers-from-twenty-three-years-after-eschaton/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2021 05:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Macelleria Mobile di Mezzanotte]]></category>
		<category><![CDATA[Sigillum S]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=25484</guid>
		<description><![CDATA[Wie eine wuchtige Maschine, die mit quietschendem und ratterndem Getöse große Rollen über metallene Objekte walzen lässt, startet dieses Album, das nicht nur aufgrund seines Titels die Assoziation zu einer obskuren apokalyptischen Dystopie voll organischen Horrors nach Art von David &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/06/19/sigillum-s-macelleria-mobile-di-mezzanotte-blues-and-doped-flowers-from-twenty-three-years-after-eschaton/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/sigillumsmmm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25485" title="sigillumsmmm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/sigillumsmmm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie eine wuchtige Maschine, die mit quietschendem und ratterndem Getöse große Rollen über metallene Objekte walzen lässt, startet dieses Album, das nicht nur aufgrund seines Titels die Assoziation zu einer obskuren apokalyptischen Dystopie voll organischen Horrors nach Art von David Cronenberg nahelegt. Durch die zwei ausladenden Soundscapes, die die beiden italienischen Combos zusammen<span id="more-25484"></span> auf die Beine gebracht haben, zieht sich eine Dunkelheit, die man sich am besten in einem mit Schrotteilen übersähten unterirdischen Komplex vorstellen kann, dürftig ausgeleuchtet in einem expressionistischen Zwielicht.</p>
<p>Die heute zwischen Mailand und Großbritannien verstreut lebenden Sigillum S und die in Rom gegründeten Macelleria Mobile di Mezzanotte, kurz MMM, entspringen zwei Generationen italienischer Undergroundmusik und stehen in der oberflächlichen Wahrnehmung für eine recht unterschiedliche Musik. Während Sigillum S mit rituellen Klängen die Welt des Industrial aufmischten und später vielen als Vertreter ambienter Elektronik gelten, erarbeiteten sich MMM in den letzten Jahren mit einer etwas schrägeren Variante dessen, wofür Acts wie Bohren &amp; der Club of Gore berümt wurden, das Label Dark Jazz. Gründer Adriano Vincenti ist jedoch ebenso ein Kind des Industrial und betreibt bis heute das krachige Soloprojekt Cronaca Nera. Der Name referiert auf die italienische Übersetzung von Clive Barkers Meat Train und wurde nach eigener Angabe wohl durch die Menschenmassen inspiriert, die nachts aus den römischen U-Bahnen quellen.</p>
<p>Es ist nicht immer leicht zu erkennen, welche Details hier auf wen zurückgehen, und man ist schnell geneigt, &#8220;Blues and Doped Flowers&#8230;&#8221; wie das Werk einer einzelnen Band wahrzunehmen &#8211; zumindest die gedämpften Bläser, die mit Besen gestreichelten Becken und der Zeitlupengroove von MMM treten nur gelegentlich etwas deutlicher auf die Bühne. Ein Großteil der Musik ist null smooth, und selbst wenn nach einiger Zeit etwas mehr Schwung in die Szenerie kommt und angejazzte Takte zu hören sind, erinnert das an einen Catwalk mit räudigem Schuhwerk inmitten einer ungemütlichen Halle voll mit Sägespänen und Schutt.</p>
<p>Hat man sich an die Unaufgeräumtheit gewöhnt, fallen immer mehr meist desolate Melodien auf, erzeugt von Bläsern und Synthesizer und wie gemacht für einen nächtlichen Roadmovie. Und haucht da nicht sogar kurz eine menschliche Stimme? Ein Trugbild, fürchte ich, das den Hörer wie vieles andere in eine investigative Position bringt. Im Verlauf der beiden Tracks zeichnen sich durch deutliche Breaks oder subtile Änderungen der Gangart immer wieder separate Abschnitte ab, mal heimelig, so dass man fast einen klassischen Song erwartet, mal stampfend wie der Beginn einer düsteren Clubmusik. Leicht nachhängende Takte leiten über in abstraktere Soundscapes voll Klirren und Scheppern, rituelle Monotonie wiederum bildet das Vorspiel zum schleppenden, fast rockigen Finale, das einer No Wave-Platte zur Ehre gereicht hätte.</p>
<p>Am Ende kann man kaum sagen, welche der beiden Bands besser herauszuhören wäre, was gerade bei der über die Jahre sehr wechselhaften Musik von Sigillum S ohnehin nicht so leicht wäre. Weit wichtiger und auch deutlicher ist die Vielfäligkeit der Ideen, die sich in diesem posteschatologischen Thriller finden. (A. Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.subsoundrecords.it/">Subsound</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=336313398/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2021/06/19/sigillum-s-macelleria-mobile-di-mezzanotte-blues-and-doped-flowers-from-twenty-three-years-after-eschaton/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MACELLERIA MOBILE DI MEZZANOTTE: Funeral Jazz</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/06/20/macelleria-mobile-di-mezzanotte-funeral-jazz/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2015/06/20/macelleria-mobile-di-mezzanotte-funeral-jazz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2015 04:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Adriano Vincenti]]></category>
		<category><![CDATA[Francesca Mendola]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Grüng]]></category>
		<category><![CDATA[Lorenzo Macinanti]]></category>
		<category><![CDATA[Macelleria Mobile di Mezzanotte]]></category>
		<category><![CDATA[Pierluigi Ferro]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=10364</guid>
		<description><![CDATA[Macelleria Mobile di Mezzanotte, kurz MMM, ist wie eine Noireserie, die sich immer wieder fortsetzt, auch wenn man das nie erwartet, denn die einzelnen Folgen enden immer wieder in derart fataler Schwärze, dass der jeweilige Schluss allenfalls als Cliffhanger zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/20/macelleria-mobile-di-mezzanotte-funeral-jazz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/SSR036_MacelleriaMobileDiMezzanotte-FuneralJazz_300dpi_CMYK.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10365" title="SSR036_MacelleriaMobileDiMezzanotte-FuneralJazz_300dpi_CMYK" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/SSR036_MacelleriaMobileDiMezzanotte-FuneralJazz_300dpi_CMYK-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Macelleria Mobile di Mezzanotte, kurz MMM, ist wie eine Noireserie, die sich immer wieder fortsetzt, auch wenn man das nie erwartet, denn die einzelnen Folgen enden immer wieder in derart fataler Schwärze, dass der jeweilige Schluss allenfalls als Cliffhanger zu einem Nachruf taugt. MMM, das ist räudiger Dark Jazz mit Ambient-, Doom- und Noise-Zitaten und im Unterschied zu den ganzen Gebirgsformationen auf Denovali weit entfernt von jeder Entspannungsmusik. MMM, das ist auch die Geschichte abgeklärter Nihilisten in schäbigen Trenchcoats, die nur das Schattenspiel einer Jalousie von den geheimnisvollen Frauen trennt, die ungefähr so viel Skrupel kennen wie<span id="more-10364"></span> Marisa Mell in Fulcis &#8220;Una Su&#8217;ll Altra&#8221;, als sie gerade ihren Geliebten vor den Henker bringt und mit der gemeinsam gemachten Beute in eine ungewisse Zukunft aufbricht. Wäre der Film Noir dreißig Jahre später in MMMs Heimat Rom erfunden worden, so hätte nur deren Sound zur Untermalung gepasst.</p>
<p>Schon wenige Sekunden nach dem Aufsetzen der Nadel ist man mittendrin in einem Film, der &#8220;Tausend Zigaretten und ein Mord&#8221; heißen könnte. Geschmeidig schleicht sich das Böse auf nylonumschmiegten Zehenspitzen durch ein nächtlich schwüles Szenario voll bedeutsamer Schatten, zumindest lässt der entspannt vor sich hin tänzelnde Jazzbesen Bilder dieser Art entstehen, bis dass ein immer ätzender werdendes Dröhnen wie ein Gift eindringt und der Fantasie um die mysteriöse Lady auf dem Albumcover neue Nahrung gibt. Ein um besondere Raubeinigkeit bemühter und doch merklich verzweifelter Erzähler im Off deutet die Ereignisse auf Italienisch, dabei fällt auch der von Clive Barker entlehnte Bandname.</p>
<p>Was folgt ist in gewisser Weise die typische MMM-Mischung, &#8220;Slow&#8221; ist ein eher skelletiertes Stück und ganz auf den Vortrag der Spoken Words fokussiert, und erst mir der Zeit fällt auf, wie sehr der Raum auch hier nach und nach von einem dunklen Dröhnen erfüllt wird. Elektronica von auffallend grooviger Art findet sich im Titelsong, bei dem kreisende Synthieloops mit einer traurigen Trompete verschmilzen. Nur die Stimme schlägt den Bogen zu den anderen Stücken. Denkt man sie sich für einen Moment weg, fällt auf, dass die Musik weit weniger cool ist als es auf den ersten Eindruck scheint, viel eher wirkt sie tief melancholisch. Doch was will man machen, so ist die Welt eben, scheint die Stimme aus dem Off zu sagen. Im weiteren Verlauf gibt es experimentellere Stücke weit weg von jeglicher Songstruktur (&#8220;Da&#8217;ll ultimo addio&#8221;), Kakophones (&#8220;La semplitce arte di delitto&#8221;) und ein paar Minuten Wahnsinn, in denen sich selbst die ansonsten so abgeklärte Erzählerfigur nur noch in schrägem Gelalle auflöst (&#8220;Black Bird BeBop Benzedrine&#8221;).</p>
<p>MMM haben seit den späten 90ern nun schon eine kleine Wegstrecke zurückgelegt, begannen damals noch im Umfeld von Spiritual Front mit nosigen Soundkollagen und wenig subtilen Zitaten aus der Film- und Jazzgeschichte. Von diesem Ausgangspunkt an entwickelte die Band eine immer elaboriertere Hörspielversion des sogenannten Dark- oder Doomjazz. Mit &#8220;Funeral Jazz&#8221; folg nun etwas, das wie ein erzählerisches Resümee oder ein Abgesang anmutet. Doch die hartgesottenen Untoten von Rom wären nicht sie selbst, würden sie fortan in ewige Ruhe verfallen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.subsoundrecords.it">Subsounds </a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2015/06/20/macelleria-mobile-di-mezzanotte-funeral-jazz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LILI REFRAIN: Kawax</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/01/18/lili-refrain-kawax/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/01/18/lili-refrain-kawax/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2014 07:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Eden Ahbez]]></category>
		<category><![CDATA[Inferno Sci Fi Grind 'n Roll]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Shippinghead]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=7851</guid>
		<description><![CDATA[Noch in den 90ern lag zwischen Rock und Minimal Music ein Abgrund, und die Vorstellung, dass eine Musik beides zugleich sein könnte, wäre den meisten wohl absurd erschienen. Das änderte sich bekanntlich, als das Erbe von Pionieren wie LaMonte Young, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/18/lili-refrain-kawax/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/lilirefrainkawax.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7852" title="lilirefrainkawax" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/lilirefrainkawax-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Noch in den 90ern lag zwischen Rock und Minimal Music ein Abgrund, und die Vorstellung, dass eine Musik beides zugleich sein könnte, wäre den meisten wohl absurd erschienen. Das änderte sich bekanntlich, als das Erbe von Pionieren wie LaMonte Young, schon weitergetragen durch Innovatoren wie Glenn Branca, im Mainstream ankam und die unterschiedlichsten Genres hervorbrachte. Lili Refrain zählt zu denen, die in beiden Welten zuhause sind. Ihre früheste musikalische Leidenschaft galt Rock und Metal, irgendwann entwickelte sie – die Auseinandersetzung mit Theorie wird ihren Teil dazu beigetragen haben – ein Interesse an der Repetition, am endlosen<span id="more-7851"></span> Dröhnen und an der Inklusion unterschiedlichster Motive in kunstvolle Klangmosaiken. Letzteres sollte sich in ihrer eigenen Musik schon bald als eine veritable Loopmaschine entpuppen.</p>
<p>Hätte man ihrem letzten Album, einer Hommage an die Musen mit dem Titel „9“, mit etwas Fantasie noch einen leichten Folktouch attestieren können, so fehlen auf „Kawax“ akustische Elemente weitestgehend. An die Stelle von „Desertsnake Ballads“ tritt neuerdings eine noch schwerere Ladung dröhnenden Feedbacks, dessen doomiger Beigeschmack zusammen mit dem an Gruppen wie Menace Ruin erinnernden Gesang gleich zu Beginn im Abstrakten aufgelöst wird. Das an den Albumtitel anspielende „Kowox“ fällt mit einem enervierend altbackenen Gitarrensolo mit der Tür ins Haus, allerdings ist die Tonfolge viel zu repetitiv um prollig zu wirken, und über kurz oder lang verschwindet sie ohnehin unter einer massiven Dröhnwand. Viel eher behaupten sich die Heavy-Anleihen in martialischen Riffs und heroischen Melodien, die bald die Oberhand haben, doch Refrain scheint ein gutes Gespür dafür zu haben, wie weit sie gehen kann, ohne dass doch noch ein Song daraus wird. Immer wieder deuten Aspekte in diese klassische Richtung – auch Außermusikalisches wie der Titel „666 Burns“ oder das Artwork, dessen Symmetrie der Symbolik wiederum eine stark artifizielle Note verleiht – doch niemals geht die Künstlerin in die Falle der Retromanie und Pseudo-Authentizität.</p>
<p>Neben urigen Rock-Motiven ist europäische Kunstmusik eine weitere Säule ihres Repertoires. Zugleich demonstrieren die entsprechenden Stücke, dass Refrain eine talentierte Sängerin ist, die auch in weniger experimentellen Musiksparten zu überzeugen wüsste. In „Goya“ mischen sich Operngesang und kräftige Chorpassagen mit einem fast punkigen Bandsound, der sich in „Elephants on my Pillow“ verselbständigt. Wie es scheint, hat sie auch beim New Wave, bei The Damned und Andam Ant ihre Hausaufgaben gemacht. Ein besonderer Moment ist ihre Neuinterpretation von Eden Ahbez&#8217; Evergreen „Nature Boy“, den sie regelrecht zerfetzt und wie ein krudes Puzzle neu zusammensetzt. Stets werden bestimmte Passagen des schlichten Textes wie im Zoom hervorgehoben, wiederholt, überblendet, kontrastiert und in einen Klagegesang transformiert. Am Ende beschleicht einen das Gefühlt, dass erst so herum – bei allem Respekt vor den Umsetzungen von Nat King Cole, Bowie oder In Gowan Ring – ein Schuh daraus wird.</p>
<p>Bei all diesen Bezügen und Lilis „postmoderner“ Verwurstung müsste „Kawax“ eigentlich ungemein nerdig klingen, verkopft obendrein, und heiteres Referenzenraten wäre angesagt. Dass dem nicht so ist, könnte daran liegen, dass bei all der Umgestaltung des Materials dessen Energie nicht verloren gegangen ist und stets die Liebe zur Musik durchscheint. Schon deshalb ist „Kawax“ auch kein simpler Meta-Rock für selbsternannte Auskenner.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://subsoundrecords.bigcartel.com">Subsound</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/01/18/lili-refrain-kawax/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MOMBU: Niger</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/04/20/mombu-niger/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2013/04/20/mombu-niger/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 06:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Zitarelli]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Jazzcore]]></category>
		<category><![CDATA[Luca T. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Mastrobuono]]></category>
		<category><![CDATA[Matteo Gabbianelli]]></category>
		<category><![CDATA[Mbar Ndiaye]]></category>
		<category><![CDATA[Mombu]]></category>
		<category><![CDATA[Neo]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>
		<category><![CDATA[Zu]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=6744</guid>
		<description><![CDATA[Sollte es eine Wahl zum sympathischsten Cover des Jahres geben, dann sollten definitiv auch die römischen Tikicore-Jazzer Mombu dafür kandidieren. Die Gestaltung ihres neuen Longplayers „Niger“ ist eine liebevoll-spackige Hommage an diverse Metal-Idole, darüber hinaus die perfekte Einführung in den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/20/mombu-niger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mombuniger.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6746" title="mombuniger" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/mombuniger-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sollte es eine Wahl zum sympathischsten Cover des Jahres geben, dann sollten definitiv auch die römischen Tikicore-Jazzer Mombu dafür kandidieren. Die Gestaltung ihres neuen Longplayers „Niger“ ist eine liebevoll-spackige Hommage an diverse Metal-Idole, darüber hinaus die perfekte Einführung in den eigenen Themenkosmos. Mit Tenorsaxophon und einer gewaltigen Drumsection beschwört das Duo aus dem Dunstkreis der legendären Zu ein weiteres mal die Geister einer exotischen Parallelwelt. Was daraus entsteht ist die musikalische Entsprechung eines grindigen Comics, dessen Schauplatz diesmal<span id="more-6744"></span> von der Karibik direkt auf den dunklen Kontinent verlegt wurde. Dort begegnen sich Kipling und Conrad, Lumumba und Idi Amin, und John Zorn stellt zusammen mit NoMeansNo den Score dazu bereit. Ja, Mombu schmeißen alle erdenklichen Klischees in einen Topf, und sind dabei ziemlich originell – musikalisch, und erst recht was die Attitüde betrifft.</p>
<p>Insgesamt ist „Niger“ um einiges opulenter ausgefallen als das letztjährige „Zombi“, bei dem Produzent James Plotkin v.a. an der klaren Akzentuierung der beiden Instrumente gelegen war. Zumindest für Momente konnte man noch erkennen, dass es tatsächlich von nur zwei Musikern eingespielt wurde. Auf „Niger“ arbeiten sie erstmals mit Gästen an Gitarre, Mikro und Handdrums, doch selbst dann, wenn all das nicht zum Einsatz kommt, ist die Wucht und Fülle der Musik größer als zuvor. Deutlicher noch übernimmt das Saxophon die Rolle verzerrter Riffs, und hat, wenn es sein muss, auch ein paar ordentliche Soli in petto. Im Zusammenspiel mit der „echten“ Gitarre sind die Instrumente oft nicht gleich auseinander zu halten, es sei denn man achtet darauf. Das größte Novum allerdings sind virtuose afrikanische Rhythmen, mit denen Studiogast Mbar Ndiaye nicht nur Kolorit beisteuert, sondern den Jazzcore der Italiener perfekt mit einem neuen Sound fusionieren lässt. Nur zu Beginn von „Adya Houn&#8217;to“ wirkt die Percussion noch wie ein Fremdkörper, der sich aber sukzessive, durch schichtweise hinzugefügtes Klangmaterial, in metallische Härte überführen lässt. In dem Stück hört man auch die ersten Vocals im Mombu-Kosmos, vom Drummer selbst in einer mir fremden Sprache gesprochen und gebrüllt. Wie ein beunruhigendes Filmsample wirkt die aufgeregte Tirade, woran auch die loungige Xylophon-Begleitung nichts ändert. Der hier noch in abstrahierter Form vorhandene Ethno-Kontext konkretisiert sich in „Carmen Patrios“ zu einem echten Hit, bei dem Ndiaye über einer ausgelassenen Perkussion toasted. Natürlich ist auch das kein glatter Weltmusik-Ramsch, und wer es nicht gleich merkt, dem zersägen zumindest gegen Ende verzerrte Saiten das Idyll. Und sowieso wären Mombu nicht Mombu, ließen sie die Geschichte nicht in einem lauten Klanggewitter enden. Dass ein Begriff wie Afro Noise, wenn man ihn weit fasst, kein Markenzeichen eines einzigen Projektes sein muss, sollte nach „Niger“ endgültig klar sein.</p>
<p>Nun sind Fusionen aus Jazz und Metal nicht neu, ebensowenig die Annäherung zwischen Jazz und nicht-“westlicher“ Musik, im Gegenteil sind solche Hybride fest im Kultukanon etabilert mit all den Schalheiten und Abnudelungseffekten, die das zwangsläufig mit sich bringt. Doch der Ethnic Jazz von Mombu hat wenig gemein mit dem, der in Jello Biafras Evergreen von Berufssöhnen gehört wird, während sich das wahre Leben im kriegsgebeutelten Kabodscha ereignet. Mombu erteilen jeder heilen Welt eine Absage, sind aber auch keine Miesmacher, sondern treiben Ethnoklischees mit einem Höchtmaß an Virtuosität auf die Spitze. Natürlich könnten Überkorrekte darin die Trivialisierung afrikanischer Identität wittern, aber dazu man muss schon ein verknöcherter Diskursapostel sein. Mombu machen aus den exotischen Motiven etwas ungemein Kraftvolles, das m.E. vor allem dem alltäglichen Wohlstandsphlegmatismus entgegen steht, mag dieser nun in menschelnder Selbstgerechtigkeit daherkommen, oder in der Gestalt eines blasierten, meist unbewussten Zivilisationsdünkels.</p>
<p>Tolles Album, nur im Ernst, das Cover schafft mich!</p>
<p><strong>Label: <a href="http://subsoundrecords.bigcartel.com">Subsounds</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2013/04/20/mombu-niger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MOMBU: Zombi</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/07/28/mombu-zombie/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2012/07/28/mombu-zombie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jul 2012 05:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Zitarelli]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Jazzcore]]></category>
		<category><![CDATA[Luca T. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Mombu]]></category>
		<category><![CDATA[Neo]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>
		<category><![CDATA[Zu]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=4851</guid>
		<description><![CDATA[Mombu hatten bereits letzten Sommer debütiert und wurden in der Zwischenzeit von einigen als die Jazzcore-Hoffnung des neuen Jahrzehnts gefeiert. Mombu? Richtig, hierzulande hat man von der Begeisterung noch nicht allzuviel Wind bekommen, zumal es sich auch weniger um einen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/07/28/mombu-zombie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/mombuzombie.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4852" title="mombuzombie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/07/mombuzombie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mombu hatten bereits letzten Sommer debütiert und wurden in der Zwischenzeit von einigen als die Jazzcore-Hoffnung des neuen Jahrzehnts gefeiert. Mombu? Richtig, hierzulande hat man von der Begeisterung noch nicht allzuviel Wind bekommen, zumal es sich auch weniger um einen Hype, als mehr um ein Raunen in Spezialistenkreisen handelte. Mombu ist ein in Rom ansässiges Duo, bestehend aus dem Saxophonisten Luca T. Mai und dem Drummer Antonio Zitarelli, die sich bereits in bekannteren Gruppen (Zu, Neo) einen Namen gemacht haben. &#8220;Zombi&#8221; ist nicht ihr zweites Album, sondern eine im Tracklisting leicht erweiterte Neuauflage ihres Erstlings. Ich unterstelle mal keine bösen Absichten.<span id="more-4851"></span></p>
<p>In diversen Foren wurden zum Teil abenteuerliche Kategorisierungsversuche unternommen, vom Geist John Coltranes war irgendwo die Rede, eingesperrt in ein Studio zusammen mit dem Drummer von NoMeansNo. Luca T. Mai spielt allerdings nicht Tenor-, sondern Baritonsax, dazu kommt, dass sein Spiel nur in bestimmten, genau abgemessenen Momenten die völlig entfesselte Formlosigkeit eines Jazzklassikers wie &#8220;Stellar Regions&#8221; aufweist. Über viele Strecken wirkt sein Spiel durchaus mehr komponiert als improvisiert, was nichts über den Entstehungsprozess seiner Parts aussagen muss, sondern auf die Liebe zu Formen und Figuren zurückgeht, die seinem Spiel Struktur und durch einen gewissen Hang zum Brachialen auch eine Menge derben Humor verleiht. Von NoMeansNo hätte die Rhythmussektion v.a. die Funkyness und die von vielen effektvollen Brüchen geprägten Crossoverbeats.</p>
<p>„Stutterer Ancestor“ fasst die typischen Merkmale des Mombu-Sound zusammen, hämmernde und stakkatohafte Rhythmen mit vielen Tempowechseln treffen auf Momente des reinen Chaos, verspielter Bläsereinsatz auf solchen, bei dem das Instrument als sirenenartige Geräuschquelle fungiert. Bei „Orichas“ scheint das Saxophon für Momente wie selbstverständlich ein Rockinstrumentarium zu imitieren, bongoartige Perkussion kommt hinzu, die bei weiteren Stücken (vor allem dem bisher unveröffentlichten Titeltrack) eine fiebrige Voodoo-Atmosphäre beschwören. Bei „Radà“, das sich erst mit der Zeit Stück für Stück entfaltet, legen die beiden sogar ihren Minimalismus offen auf den Tisch, der sonst über weite Strecken durch die Intensität und Wandlungsfähigkeit des Spiels kompensiert wird.</p>
<p>Ich würde Mombu trotz allem nicht primär wegen ihrer Virtuosität hervorheben, sondern eher aufgrund ihrer Intensität, die mit einer erdigen und unverquasten Street Credibility daherkommt, die so gar nichts mit dem Schreckbild des gelackten Jazz Snobs gemein hat. So ist auch das Artwork, das sich ebenso gut als Logo einer unkonventionellen Tiki-Bar oder einer Grindcore-Band eignen würde, kein Gag, sondern stimmig und konsequent. „Zombi“ erscheint als Vinyl mit beigelegter CD in begrenzter Stückzahl sowie langfristig als Download. Ich bin gespannt, ob Mombu sich als feste Band etablieren werden, außerdem ob Luca auch bei der schon länger angekündigten CD von ZU93 dabei sein und David Tibet mit seinem Saxophon begleiten wird.</p>
<p>Label: <a href="http://www.subsoundrecords.it/">Subsound Records</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2012/07/28/mombu-zombie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
