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	<title>African Paper &#187; T.S. Eliot</title>
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		<title>DENIS FRAJERMAN: Wastelands / Lawrence of Arabia</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2019 04:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Amon Düül II]]></category>
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		<category><![CDATA[Susannah Rooke]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist vielleicht kein Zufall, dass die vorliegenden Aufnahmen das Licht der Öffentlichkeit in einem April erblickt haben, dem &#8220;cruellest month&#8221;, der Blumen aus noch toter Erde sprießen lässt und mit seinem Zusammenprall aus Erinnerung und Begehren, aus Morbidem und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/04/27/denis-frajerman-wastelands-lawrence-of-arabia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/wastelandlawrenceofarabia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17540" title="wastelandlawrenceofarabia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/wastelandlawrenceofarabia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist vielleicht kein Zufall, dass die vorliegenden Aufnahmen das Licht der Öffentlichkeit in einem April erblickt haben, dem &#8220;cruellest month&#8221;, der Blumen aus noch toter Erde sprießen lässt und mit seinem Zusammenprall aus Erinnerung und Begehren, aus Morbidem und Vitalem immer wieder empfindsame Gemüter verstört. Mit dieser Beschreibung beginnt T.S. Eliots 1922 veröffentlichtes Langedicht <em>The Waste Land</em>, eine der düstersten Bestandsaufnahmen der Moderne und des verwüsteten Europa nach dem Ersten Weltkrieg. <span id="more-17539"></span></p>
<p>In seinen über vierhundert Versen, die reich an biblischen, mythologischen und historischen Referenzen sind und gerade deshalb umso mehr wie ein Haufen zerbrochener Bilder anmuten, findet sich ein tragischer, bei genauem Hinsehen durchaus feierlicher Ton, der aber &#8211; teilweise auf den Einfluss von Eliots Freund und Dichterkollege Ezra Pound zurückgehend &#8211; ganz ohne sentimentalen Schwulst auskam und damals in seiner Trockenheit avantgardistisch wirkte.</p>
<p>Auch diesem Aspekt trägt der französische Komponist Denis Frajerman Rechnung in seiner Hommage an den Text, den er im hier umgesetzten Libretto in Auszügen vertont. Wie ein Mantel legt sich ein Ensemble klassischer Instrumente um die Stimme Susannah Rookes, die mit ihrer auf den ersten Blick introvertierten, tatsächlich aber kraftvoll-stoischen Stimmarbeit den spröden Charakter des Textes betont und Bildern von &#8220;fear in a handfull of dust&#8221; und &#8220;broken fingernails of dirty hands&#8221;, von &#8220;feeling neither living nor dead&#8221; gerade deshalb eine besondere Eindringlichkeit gibt. Dabei gerät ihr Vortrag keineswegs monoton und eindimensional, und in besonders emotionalen Passagen weiß ihre Stimme erschöpft und heiser zu klingen oder erlaubt sich einen leicht aggressiven Unterton. Die meist vom Cello bestrittenen Auftakte, die bisweilen einem Trauermarsch ähnelnde Perkussion, das hypnotische Finger Picking auf der Gitarre, die klagenden Violinen und helle Kleckse des Sopran-Saxophons &#8211; all dies ist keineswegs Kulisse, tritt vielmehr mit Rookes Rezitation in einen vielstimmigen Dialog.</p>
<p>Die vier auf <em>The Waste Land</em> basierenden Tracks hätten von der Dauer her allenfalls für eine EP gereicht, doch Frajerman kann aus einem üppigen Pool an Stücken schöpfen, die alle in den letzten Jahren für Compilations eingespielt wurden und so quasi einen doppelt so langen Anhang bilden. Da sich aus seinem Interesse an orientalischen Melodien und Rhythmen automatisch ein roter Faden ergab, benannte er den zweiten Teil der CD nach David Leans berühmtem Film <em>Lawrence of Arabia</em>.</p>
<p>Mit minimalen Klavierakkorden, rasselnden Takten und den mystisch verwehten Violinparts von Claude Chalhoub entstanden mit dem Minimal Compact-Cover &#8220;Clock Bird&#8221; und &#8220;Express&#8221; zwei Stücke, bei denen man denken könnte, die italienischen Stoner-Orientalisten La Piramide Di Sangue hätten sich an den kaukasischen Folkkompositionen von Gurdjieff und De Hartmann versucht. Aus dem immer noch heterogenen Sammelsurium stechen einige Tracks heraus, so das episodiche Klagelied &#8220;Captain Nemo&#8217;s Death&#8221; oder das kurze Interludium &#8220;Nostalgy&#8221;, dessen von smoothem Saxophonspiel begleitete spanische Gitarren an Matt Elliott denken lassen. Oder das dramatische &#8220;Rainbow Sky Abessinian&#8221;, über dessen klagenden Steichernparts eine unheimliche Stimme ins Ohr flüstert, das anrührende Cembalo-Stück &#8220;Choleoptia&#8221; und das Amon Düül II-Cover &#8220;Wie der Wind am Ende einer Straße&#8221;, die beide gut in einen Gialloscore gepasst hätten.</p>
<p>Eine dezente Melancholie durchzieht die insgesamt vierzehn Tracks, die alle von meist warmen Klangfarben und einer feierlichen, ernsthaften Stimmung geprägt sind. All dies fungiert wie eine Klammer, die diese eigentümliche Sammlung zwischen Album und Compilation zusammenhält und am Ende doch wie einen zusammenhängenden Kosmos wirken lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.klanggalerie.com/">Klanggalerie</a></strong></p>
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		<title>JOANA GAMA / LUÍS FERNANDES: At the Still Point of the Turning World</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2018 05:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Joana Gama]]></category>
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		<description><![CDATA[Joana Gama und Luís Fernandes, die schon seit ein paar Jahren mit ihrem Projekt Quest elektroakustische Klänge produzieren, haben mit „At the Still Point of the Turning World“ nun ihr erstes Album unter ihren eigenen Namen herausgebracht – zusammen mit &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/05/joana-gama-luis-fernandes-at-the-still-point-of-the-turning-world/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/gamafernandes.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15192" title="gamafernandes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/gamafernandes-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Joana Gama und Luís Fernandes, die schon seit ein paar Jahren mit ihrem Projekt Quest elektroakustische Klänge produzieren, haben mit „At the Still Point of the Turning World“ nun ihr erstes Album unter ihren eigenen Namen herausgebracht – zusammen mit einer Reihe an klassischen Musikern, die mit Streicher- und Bläserparts einen Kontrapunkt setzen, der sich nie ganz im Gesamtbild der Musik auflöst, sondern über weite Strecken eine unbestimmte, an subtile Filmmusik erinnernde Spannung wahrt.<span id="more-15190"></span></p>
<p>Der Rahmen, den Gama und Fernandes bereitstellen, hat etwas Skeletthaftes: statisch wirkende, in Wirklichkeit aber immer leicht unregelmäßige Paukenschläge in unterschiedlichem Tempo, das mal an fragile Herzschläge, mal an Gummibälle, mal an schnelle, hektisch fliehende Schritte erinnert; dann minimale Tonfolgen auf dem Klavier, mitteltiefe Tupfer, die stimmungsvolle Auftakte bilden oder ein Stück ruhig ausklingen lassen. In diesen von der zeitlichen Struktur her &#8211; vom jeweiligen Tempo, von der Dauer einer Passage – nur schwer greifbaren Rahmen dringen immer wieder die hektisch aufwühlenden oder tief melancholischen Sätze der Geigen und Bläser, schaffen im Nu Illusionen von Bewegung oder Stillstand und nicht selten eine Spannung, die jedem Soundtrack zur Ehre gereichen würde.</p>
<p>Die beiden Künstler konzipierten das Werk in einer Phase, die stark von persönlichen Verlusterfahrungen geprägt war, und ähnlich wie T.S. Eliot in seinem Gedicht „Burnt Norton“, dem der Albumtitel entnommen ist, erkundeten sie mit ihrer Musik die zum Teil unerbittliche Determinierung der Zeit, aber auch die Möglichkeiten, ihr im Gebrauch von Tempo und Repetition und nicht zuletzt in der Erinnerung, zumindest im bescheidenen Rahmen zu trotzen. (A.Kaudaht)</p>
<p><strong>Label: Room40</strong></p>
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		<title>HOW MUCH WOOD WOULD A WOODCHUCK CHUCK IF A WOODCHUCK COULD CHUCK WOOD?: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 05:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AVANT! Records]]></category>
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		<category><![CDATA[Italian Occult Psychedelia]]></category>
		<category><![CDATA[Occulto]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie viel Holz würde ein Murmeltier hacken, wenn ein Murmeltier Holz hacken könnte? Ich weiß es nicht, aber ich vermute mal, dass die Turiner Gher, Coccolo und Iside, die ihre Band nach diesem Zungenbrecher, einem englischen Pendant zu unserem “Fischers &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/11/24/how-much-wood-would-a-woodchuck-chuck-if-a-woodchuck-could-chuck-wood-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/11/fronte-lp.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5828" title="fronte lp" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/11/fronte-lp-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie viel Holz würde ein Murmeltier hacken, wenn ein Murmeltier Holz hacken könnte? Ich weiß es nicht, aber ich vermute mal, dass die Turiner Gher, Coccolo und Iside, die ihre Band nach diesem Zungenbrecher, einem englischen Pendant zu unserem “Fischers Fritz” benannt haben, wohl noch öfter in Interviews beweisen müssen, dass sie ihren eigenen Bandnamen fließend aussprechen können. Manche behaupten, der merkwürdig onomatopoetische Singsang des Namens sei nicht nur einprägsam, sondern würde mit seinen Assoziationen von Waldeinsamkeit und verschlafenen Nagern mit Superkräften auch die Musik des italienischen Trios ganz gut wiedergeben. Vorweg: Ich stimme dem nur zu unter der Einschränkung, dass sie keine Romantiker sind.<span id="more-5827"></span></p>
<p align="LEFT">Woodchuck, wie ich sie hier der Einfachheit halber nenne, haben bislang eher mit Konzerten und kleineren Veröffentlichungen auf sich aufmerksam gemacht. Die größte Beachtung wurde ihrem ebenso introvertierten wie intensiven Dronefolk vermutlich auf der Split 7&#8221; mit Father Murphy oder auf der CD zum letztjährigen “Occulto”-Magazin zuteil. Potential für ein größeres Release besteht seit Jahren, weshalb die vorliegende LP auch längst überfällig war.</p>
<p align="LEFT">Die Grundelemente der sechs Stücke, die sich stets an der Schnittstelle von Songs und Soundscapes bewegen, sind schnell benannt: Eine akustische Gitarre und zirkuläres Finger Picking, das eine derart stilvoll phlegmatische Doom-Stimmung verbreitet, das sich lichtere Momente ebenso deutlich abzeichnen wie minimale Veränderungen der Akkordfolgen und des Tempos. Dazu eine leichte Verzerrung, die zwar nur gelegentlich in Lärm umkippt, die jedoch auch in minimaleren Ansätzen jedem düsteren Schönklang entgegenwirkt. Und nicht zuletzt eine tiefe, raue Stimme, deren Murmeln mal ins Singen, mal in lyrischen Vortrag kippt. Das Labelinfo führt zum Vergleich klassische World Serpent-Acts an, wobei ich in dem Kontext am ehesten an die Hank Williams-Interpretationen von Bryin Dall denken muss, vom Gesang her außerdem an Karl Blake. Mit etwas Fantasie klingt „Joy and Rebellion“, als hätten Shock Headed Peters den Verstärker entstöpselt und den Score zu einem Sam Packinpah-Western eingespielt – zwischen den desolaten Akkorden erwartet man regelrecht das Rasseln einer Klapperschlange. Das bleibt zwar leider aus, aber schamlos zweckentfremdete Surf-Twangs entschädigen voll und ganz.</p>
<p align="LEFT">Insgesamt ist die Band jedoch um allzu konkrete Vergleiche erhaben, und bei mehrmaligem Hören entfalten die einzelnen Stücke allen roten Fäden zum Trotz ihr jeweiliges Eigenleben. Mich beeindrucken gerade die etwas unscheinbareren Songs der zweiten Seite: &#8220;Oh Dark“, ein cooler Downer mit einem Touch von Bluesrock, v.a. aber „The Rock“, eine atmosphärische T.S. Eliot-Lesung auf der Basis eines zittrigen Drones.</p>
<p align="LEFT">Die drei Turiner mit ihrem urigen Akustiksound sind Teil einer kleinen, aber bemerkenswerten musikgeschichtlichen Verschiebung, die sich seit Jahren ohne viel Marktgeschrei in Italien ereignet. Bands wie Woodchuck (und ebenso die genannten Father Murphy, Heroin in Tahiti, La Piramide di Sangue etc.) docken an zahllose Traditionen an, gestalten die Landkarte italienischer Musik neu und lassen vieles hinter sich, was man hier so über die klassischen Industrial-Labels mit italienischem Underground assoziiert. Ob das am Ende etwas regionalspezifisches ist oder einfach nur gut, wird die Zukunft zeigen.</p>
<p align="LEFT"><strong>Label: <a href="http://avantdistro.blogspot.com/">Avant!</a>/<a href="http://www.boringmachines.it/">Boring Machines</a></strong></p>
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		<title>SOL INVICTUS: The Cruellest Month</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tony Wakeford]]></category>
		<category><![CDATA[Tor Lundvall]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zum 2005 erschienenen Album „The Devil’s Steed“ war es Tony Wakeford über die Jahre mit Hilfe von Leuten wie Sally Doherty und Matt Howden gelungen, SOL INVICTUS in eine harmonischere und klassische Richtung zu lenken und auf „Thrones“ sogar &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/sol-invictus-the-cruellest-month/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/cruellest.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-409" title="cruellest" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/cruellest.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bis zum 2005 erschienenen Album „The Devil’s Steed“ war es Tony Wakeford über die Jahre mit Hilfe von Leuten wie Sally Doherty und Matt Howden gelungen, SOL INVICTUS in eine harmonischere und klassische Richtung zu lenken und auf „Thrones“ sogar dezente Jazzeinflüsse zu integrieren. Er selbst bezeichnete das damalige Lineup mehrfach (u.a. in den Linernotes zu der Compilation „The Giddy Whirls of Centuries“) als das beste der Bandgeschichte.<span id="more-408"></span></p>
<p>Vor „The Devil’s Steed“ verließen die beiden oben genannten Musiker die Band und das Album klang dann auch erheblich rauer und rustikaler als der Vorgänger. Auch Tor Lundvalls ungewohnt spärliches Artwork konnte man als Illustration einer gewissen Reduktion lesen. Kurze Zeit nach Erscheinen des Albums verließen dann auch noch Eric Roger und Karl Blake unter wenig erfreulichen Umständen die Band und seitdem veröffentlichte der ewig produktive Wakeford zahlreiche Soloalben und Zusammenarbeiten mit anderen, allerdings kein neues Album seiner Hauptband und es hieß, er habe zwischenzeitlich darüber nachgedacht, sie aufzulösen (der Ballast der Vergangenheit wiegt manchmal und in diesem Fall – gelinde gesagt – besonders schwer).</p>
<p>Sechs der dreizehn auf „The Cruellest Month“ zu findenden Songs sind in der einen oder anderen Version in den vergangenen Jahren veröffentlicht worden, etwa auf Samplern („To Kill All Kings“, „The Blackleg Miner“), als Vorabsingle („The Bad Luck Bird“, „Stella Maris“) oder auf dem DUO NOIR-Livealbum „Sintra“ (das Titelstück und „Edward“). Glaubt man beim Eröffnungsstück „Raining in April“ durch die recht melodischen Streicherpassagen noch, hier werde mit neuer Besetzung versucht, an klassische Alben und das ehemalige „Lieblingslineup“ anzuknüpfen, kommen schnell scheppernde Drums hinzu, die das Stück dann etwas ruppiger klingen lassen, bevor dann mit dem in anderer Form auf „John Barleycorn Reborn“ veröffentlichten „To Kill All Kings“ dieser Eindruck gänzlich aufgelöst wird: atonale Streicher, die wie Warnsirenen tönen, erneut brachiales Schlagzeug und eine hektische Flöte, die das Stück sperriger als die Ausgangsversion klingen lassen,  da das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente immer eine leicht atonale Note hat. Das wird sich fast leitmotivisch durch das gesamte Album ziehen. Auch der Gesang klingt entsprechend rau. Möwenkreischen kündigt das ruhige„The Sailor’s Aria“ (die Vertonung eines Textes des irischen Dichters Hanum Tate)  an:  Drones im Hintergrund untermalen Kings leicht schiefen Gesang.  An die Seethematik (und passend von einem Akkordeon untermalt) knüpft „Fools’ Ship“ an, das Narrenschiff, das mit leicht anderem Namen auch Wakeford als Auftrittsort diente und die (syntaktisch holprigen und semantisch leicht schiefen) Zeilen „Books and bodies burn/To prove we never learn“ zeigen wie üblich eine Desillusionierung  und Skepsis, was den menschlichen Fortschritt anbelangt (und man muss Wakeford schon übel gesonnen sein, wenn man glaubt, hier Spengler’sche Untergang-des-Abendlandes-Phantasien herauszuhören). Thematisch knüpft „Toys“ daran an: Als Metapher für den katastrophalen Zustand der Welt dient die Destruierung klassischer und allseits bekannter Spielzeuge: Der unschuldige und nicht erwachsen werdende Peter Pan „schläft mit Huren“, Action Man, die englische Version von G.I. Joe, ist ein Päderast und Noddy dreht Snufffilme (um drei willkürliche Beispiele herauszugreifen)  und am Ende findet sich die pessimistische Schlussfolgerung: „we are easily brought [!] and easily sold/England expects you to do as your [!] bloody well told“ (ein Lektor wäre nicht schlecht gewesen). King trägt von Gitarre untermalt das Traditional „Edward“ vor und  hier retten gerade die letzten instrumentalen, erneut leicht schiefen letzten Minuten das Stücke vor allzu großer Berechenbarkeit. Das schon bekannte „The Bad Luck Bird“ mit dem tollen Zusammenspiel von treibenden  Flöten und Akustikgitarre ist vielleicht der Hit des Albums. Das Instrumental „April Rain“ mit  Flöte, Hackbrett und Geige verweist auf den ersten Titel.  Auf acht Minuten kommt Kings Interpretation des Traditionals „Cruel Lincoln“, als „Long Lankin“ schon von einer Reihe anderer Bands vertont. Was hier mit dezenter Akustikgitarre beginnt, steigert sich im Verlauf der vorgetragenen Geschichte in ein aggressiv-polterndes Stück; hier beeindruckt, wie sich der Gesang bis zur Darstellung des Mordes  am Ende beharrlich steigert. Verzerrter Gesang findet sich bei der ansonsten recht typischen SOL INVICTUS-Nummer  „Something is Coming“.  „Stella Maris“ ist vergleichen mit  einigen anderen Tracks dagegen fast schon etwas antiklimatisch, wenn auch kein schlechtes Stück. Das Titelstück ist zurückhaltend, eine Flöte leitet das Lied ein, dann folgen Streicher und Hackbrett, zu denen Wakerford erneut desillusioniert „This indeed is the cruellest month/We swap young limbs for bloody stumps/This indeed is the cruellest month/The hiss of snakes and governments“ intoniert.  Dabei spielt der Titel natürlich auf das vielleicht berühmteste Gedicht in englischer Sprache an, T.S. Eliots 1922 erschienenes Magnum Opus „The Waste Land“ (dessen Eröffnungszeilen „April is the cruellest month, breeding/Lilacs out of the dead land“ selbst die Eingangszeilen „Whan that Aprill, with his shoures soote/The droghte of March hath perced to the roote“ aus Chaucers <em>Canterbury Tale</em>s umkehren). Mit der Antistreikbrecherhymne „The Blackleg Miner“ endet das Album brachial.</p>
<p>Durchgängig fällt auf, dass der Akustikgitarre eine geringere Rolle als zuvor zukommt, wie vital diese fast komplett neu besetzte Band ist und wie wenig Wakeford eigentlich mit einem Genre zu tun hat, das heutzutage oftmals von Kniebundhosen tragenden Biedermännern und Möchtegernjägern bevölkert ist, deren steife Posen, die völlige musikalische und textliche Gehalt- und Belanglosigkeit ihrer Stücke verbergen sollen.  Für all diejenigen, die wenig mit oftmals langweiliger Lagerfeuerromantik anfangen können,  ist dieses raue, oft atonale Album ein willkommenes Gegenmittel und vielleicht sollte man Wakeford einfach mal wünschen aus dieser Ecke herauszukommen, denn seine Musik ist schon lange weit davon entfernt, insofern ist die auf „Something’s Coming“ gestellte Frage  „Do you play dead or do you advancve?“ leicht zu beantworten.</p>
<p>(J.M.)</p>
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