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	<title>African Paper &#187; Thomas Martin Ekelund</title>
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		<title>TREPANERINGSRITUALEN: Septentrional</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 06:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Cloister Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Martin Ekelund]]></category>
		<category><![CDATA[Trepaneringsritualen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein unerbittliches Rumoren bildet den abgedunkelten Hintergrund für das bedrohliche Knarren, das Trepaneringsritualens &#8220;Septentrional&#8221; wie eine verzerrte Perkussion einleitet. Weitere knarrende Laute fügen sich ein und erinnern mit der Zeit immer mehr an den Atem einer Bestie. Doch plötzlich wird &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/16/trepaneringsritualen-septentrional/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Septentrional.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43014" title="Septentrional" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Septentrional-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein unerbittliches Rumoren bildet den abgedunkelten Hintergrund für das bedrohliche Knarren, das Trepaneringsritualens &#8220;Septentrional&#8221; wie eine verzerrte Perkussion einleitet. Weitere knarrende Laute fügen sich ein und erinnern mit der Zeit immer mehr an den Atem einer Bestie. Doch plötzlich wird klar: Es handelt sich um menschliche, entmenschlichte Stimmen – bedrohliches Growlen, das fast wie das <span id="more-43013"></span>Hervorwürgen dunkler Mächte klingt. Die monotonen Strukturen verändern sich nur subtil, was dem nach dem ursprünglichen Menschenpaar der nordischen Mythologie betitelten Opener &#8220;Askr Ok Embla (Frêne Et Orme)&#8221; eine stark rituelle und fast tranceartige Qualität verleiht.</p>
<p>&#8220;Septentrional&#8221;, ursprünglich 2010 auf Kassette bei Aaron Dilloways Hanson Records erschienen, erlebte vor einign Wochen seine Wiederveröffentlichung als LP bei Cloister Recordings. Dieses zweite Album von Thomas Martin Ekelund alias Trepaneringsritualen markierte seinerzeit eine entscheidende Wegmarke in der frühen Phase des Projektes, die sechs Originalstücke werden in der Reissue durch einen bislang unveröffentlichten Bonustrack ergänzt, der die düster-rituelle Aura vielleicht noch überbietet. &#8220;Septentrional&#8221; – was im Lateinischen schlicht &#8220;des Nordens&#8221; bedeutet – verweist auf die kalten, spirituell aufgeladenen Winde der nordischen Mythenwelt und findet in der Klangwelt von Trepaneringsritualen eine raue, physikalisch anmutende Entsprechung.</p>
<p>Mit &#8220;Den Blodtunga Jorden&#8221; setzt eine treibende, rhythmische Struktur ein, die, obwohl ohne markante Taktung, eine enorme Energie aufbaut. Die Stimmen wirken hier wie aus einem Filmfragment entnommen, ehe der Rauschgesang im Hintergrund aufblitzt – flüchtig und doch eindringlich. Die repetitiven, fast hypnotischen Klänge erinnern an unterirdische Schreie, während zischende Sounds wie ein sprühender Nebel über der Szenerie liegen. &#8220;Etern&#8221; dröhnt in düsteren, grollenden Tönen und entfaltet dabei einen dichten Klangkern, während dumpfe, beschwörende Gesänge in einer unverständlich gemurmelten Sprache durch die Szene hallen. Erneut entsteht eine rituelle Atmosphäre, fast als würde man einer unheiligen Zeremonie beiwohnen. Der Track entwickelt eine unheilvolle Aura mit seinem bedrohlichen Knurren, das sich wie ein urtümliches Tier an die Oberfläche drängt.</p>
<p>&#8220;Maran&#8221; ist ein spannungsgeladenes Stück, dessen eigentümliche Atmosphäre sich erst allmählich offenbart. Das Knurren und die knirschenden Sounds wirken bedrohlich und lassen eine dunkle, tastende Klangwelt entstehen. Der Track evoziert Bilder von Werwölfen oder anderen unheimlichen Kreaturen, die durch nebelverhangene Wälder streifen, irgendwann bricht ein Schrei los, der an Momente des Black Metal erinnert, bevor er wieder in das Bett der knurrenden und knirschenden Sounds zurückgleitet. &#8220;Vite Krist (Trälars Konung)&#8221; bringt eine rhythmischere, fast marschartige Struktur in das Album, flankiert von Störgeräuschen und einem ultraverzerrten Gesang, der sich ganz in das eher metallene Klangbild fügt.</p>
<p>Nachdem das sich wieder eher tastend voranbewegende &#8220;Adils, Aun Ok Egil&#8221;, der ursprüngliche Abschlusstrack, in einem eher minimalistischen Rahmen bleibt (und dabei doch stets eine bedrohlich-angespannte Stimmung wahrt, als ob sich jederzeit eine neue dunkle Macht erheben könnte), offenbart der bislang unveröffentlichte Bonustrack &#8220;Helsót&#8221; eine noch rohere und ungeschliffenere Seite des Ganzen: Dumpfe, brummende Sounds und kratzende Geräusche dominieren das Bild, während der Track in ein verstörendes, fast physisch greifbares Klangbild getaucht wird, das die raue und unbändige Energie der frühen Aufnahmen perfekt einfängt.</p>
<p><strong>Label: Cloister Recordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2126063385/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://cloisterrecordingsus.bandcamp.com/album/septentrional">Septentrional von Trepaneringsritualen</a></iframe></p>
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		<title>TREPANERINGSRITUALEN: The Totality of Death</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2013 07:18:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Breighter Death Now]]></category>
		<category><![CDATA[Korpses Katatonik]]></category>
		<category><![CDATA[Silken Tofu]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Martin Ekelund]]></category>
		<category><![CDATA[Trepaneringsritualen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das nach einer archaischen Methode Schädel zu operieren (eine Abbildung der Prozedur findet man auf dem „Ritualer, Blot &#38; Botgöring“-Tape) benannte Einmannprojekt des Schweden Thomas Martin Ekelund sorgt mit dieser Zusammenstellung von (bis auf wenige Ausnahmen) schon veröffentlichten Stücken bewusst &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/09/07/trepaneringsritualen-the-totality-of-death/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/Trepaneruimgsritualen1.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-7550" title="Trepaneruimgsritualen" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/09/Trepaneruimgsritualen1.jpeg" alt="" width="150" height="135" /></a>Das nach einer archaischen Methode Schädel zu operieren (eine Abbildung der Prozedur findet man auf dem „Ritualer, Blot &amp; Botgöring“-Tape) benannte Einmannprojekt des Schweden Thomas Martin Ekelund sorgt mit dieser Zusammenstellung von (bis auf wenige Ausnahmen) schon veröffentlichten Stücken bewusst für leichte Verwirrung, veröffentlichen die beiden Label Silken Tofu und Malignant zeitgleich zwei gleich betitelte CDs, deren Artwork sich nur minimal unterscheidet, die allerdings völlig andere Stücke enthalten. Bei dieser Rezension wird es um die CD auf Silken Tofu gehen.<span id="more-7541"></span></p>
<p>Der Name des Projekts illustriert sehr gut die Musik – zum einen wird durch den Verweis auf die oben erwähnte obsolete medizinische Technik das Archaische, vielleicht Rückwärtsgewandte betont, zum anderen ist die Trepanation im 20. Jahrhundert verwendet worden, um andere Bewusstseinszustände zu erreichen (Der Niederländer Bart Huges meinte in einem Interview, das in der Winter 66/67-Ausgabe des Transatlantic Review abgedruckt war: „I think that no construction of adults can work optimally unless each adult in the construction is trepanned.“). Archaik und Irrationalität sind sicher Kennzeichen von Trepaneringsritualen. Auf den bisherigen Tape- und Singleveröffentlichungen hatte Ekelund sich dann auch bewusst einer Lo-fi-schwarzweiß-Ästhetik verschrieben, die zwar nicht immer bar jeden Klischees -die Runen auf dem Cover verweisen auf einen Künstler, der sich vor Jahren einmal über die sexuelle Attraktivität Helmut Kohls ausließ und tatsächlich findet sich auf der Zusammenstellung auf Malignant eine rabiat-monotone Coverversion von „C&#8217;est un r<span style="font-family: Times New Roman,serif;">ê</span>ve“-, aber dennoch sehr effektiv war.</p>
<p>Ekelund hat mehrfach auf verschiedene Projekte hingewiesen, die ihn besonders stark geprägt haben und auf der Silken Tofu-Veröffentlichung kann man den Einfluss den Brighter Death Now haben, deutlich (heraus)hören: Dabei sollte man weniger an harsche Alben wie „Innerwar“ oder „May All Be Dead“ denken, vielmehr sind „Great Death“ oder „Necrose Evangelicum“ Referenzpunkte, also Alben, die ganz entschieden das (mit)prägten, was unter Death Industrial verstanden wird. Und natürlich ist in diesem Zusammenhang auch das Zero Kama-Vorgängerprojekt<a href="http://africanpaper.com/2012/06/02/korpses-katatonik-oevres-completes/"> Korpses Katatonik</a> zu nennen, denn auf „The Totality of Death“ (oder sollte man nicht auch von „tonality“ sprechen?) geht es (fast durchgängig) darum, einen unangenhmen (Klang-)Raum zu erzeugen, in dem mysteriöse, archaische Dinge zu passieren scheinen, wodurch das Ganze durch Titelgebung manchmal einen blasphemischen Anstrich bekommt: Das von primitiver schleppender Perkussion und verzerrtem Gebrüll dominierte „Eucharist of Shit and Piss“ ist vielleicht Ekelunds Untermalung von Andres Serranos „Piss Christ“. Verglichen damit ist der Opener „Beläten“ wesentlich zurückhaltender, aber nicht weniger intensiv: Mit Hilfe von ein paar knrischenden, verhallten Geräuschen wird eine extrem beunruhigende Klanglandschaft erzeugt, bei der Hörer fortwährend auf die Eruption wartet – es bedarf hier aber keiner großen und brachialen Gesten. Auf „Rúnatal“ hört man eine nur noch zu erahnende Stimme, die murmelt, rezitiert, beschwört. Das ist vielleicht das atmosphärisch dichteste Stück auf dieser Zusammenstellung und lässt an den zweiten Teils des Projektnamens denken. Auf „A Ω“ wird die Stimme von vereinzelten Schlägen untermalt. Auch das das Album abschließnde 14-minütige „Den Fallne Dómaldrs Lik“ oder „Sacrament &amp; Crucifixion“ bewegen sich auf ähnlichem Terrain. Aggressiver sind Stücke wie das rhythmische „Veil the World“ oder das ursprünglich dieses Jahr auf der „Judas Goat“-7&#8242; veröffentlichte „Didymus Christ“, das erratische Perkussion mit Gesang kombiniert, der sich ganz stark Richtung Power Electronics bewegt. Das erinnert dann an auch an die Auftritte von Ekelund, die für mich aber eine ganz andere Stimmung erzeugen als die Studioaufnahmen. Haben diese in ihren besten Momenten etwas wirklich Beängstigendes, so sind die Auftritte mit (Kunst-?)Blut im Gesicht, Kutte und Dreiviertelhose (die aussieht, als sei sie bei KiK gekauft worden) viel stärker im Camp verortet. Das ist gar keine Kritik, denn Auftritte sollen (auch) unterhalten und Ekelund beweist problemlos seine Qualitäten als Entertainer. Schädelbohrungen zur Erweiterung des Bewusstseins und Rituale möchte man vielleicht auch eher in den eigenen vier Wänden vornehmen.</p>
<p>(J.M.)</p>
<p>Label: <a href="http://www.silkentofu.org/">Silken Tofu</a></p>
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