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	<title>African Paper &#187; Two or the Dragon</title>
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		<title>V.A.: Beirut Adrift</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2022 06:46:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Rayya Badran ist eine international tätige Autorin, Übersetzerin und Kunsttheoretiketin mit Homebase in der libanesischen Hauptstadt Beirut, wo sie außerdem beim Radio sowie als Lehrerin und Hochschuldozentin arbeitet. Zusammen mit der von der Schweiz aus arbeitenden Organisation Norient City Sounds, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/11/12/v-a-beirut-adrift/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/NT020_art.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32047" title="NT020_art" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/NT020_art-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Rayya Badran ist eine international tätige Autorin, Übersetzerin und Kunsttheoretiketin mit Homebase in der libanesischen Hauptstadt Beirut, wo sie außerdem beim Radio sowie als Lehrerin und Hochschuldozentin arbeitet. Zusammen mit der von der Schweiz aus arbeitenden Organisation Norient City Sounds, die die typischen musikalischen wie nicht im herkömmlichen Sinne als musikalisch gelesenen Klänge von Städten erforscht und in einer virtuellen <span id="more-32045"></span>audiovisuellen Galerie dokumentiert, hat die ambitionierte Kulturarbeiterin ein Kapitel zu ihrer eigenen Stadt kuratiert. Die vorliegende Compilation ist ein wesentlicher Teil des Resultats.</p>
<p>Da das ganze Projekt einen besonderen Fokus auf ortsspezifische Sounds legt, nimmt es nicht Wunder, das stark am Soundmaterial orientierte &#8211; vulgo &#8220;experimentelle&#8221; &#8211; Klangkunst, für die Beirut ohnehin seit Jahren zu einer vielversprechenden Hochburg geworden ist, einen großen Raum einnimmt. Dennoch ist auf &#8220;Beirut Adrift&#8221; eine große Bandbreite an Stilen und Stimmungen zu hören. Die in vielerlei Hinsicht desolate Situation des Landes am östlichen Mittelmeer, in dem die Pandemie der letzten Jahre und die verheerende Explosion von 2021 im Hafen der Stadt die (nicht immer nur) schwelenden sozialen und ökonomischen Krisen verstärkt haben, ist hier nicht nur als Hintergrund präsent: Auch ist sie ein wichtiger Trigger für den starken Widerstandsgeist, der die verschiedenen Künstler motiviert. So sind auch all diese Krisen auf gewisse Weise Teil der musikalischen Signatur.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/Yara-Asmar-©-Myriam-Boulos.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-32049" title="Yara Asmar © Myriam Boulos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/Yara-Asmar-©-Myriam-Boulos-235x300.jpg" alt="" width="235" height="300" /></a>Aufgrund der heterogenen Ansätze lohnt es sich, auf die einzelnen Beiträge einzugehen. Die Sammlung startet mit einer verspielt-melancholischen Klangkollage, bei der ein (vielleicht im Klang verfremdetes) Akkordeon gemächlich auf- und abebbende Dröhnwellen erzeugt, deren verträumtes Lebensgefühl nur gelegentlich unterbrochen wird durch leichtes Hantieren mit schepperndem Gerät. Der Track stammt von der jungen Künstlerin Yara Asmar, die gerade ihr <a title="Home Recordings: Tape-Debüt von Yara Asmar" href="http://africanpaper.com/2022/10/28/home-recordings-tape-debut-von-yara-asmar/">Tape-Debüt bei Hive Mind</a> herausgebracht hat. Dass die intermediale Künstlerin wohl auch mit Marionetten arbeitet, glaubt man aufgrund der Puppenhausästhetik sofort. Ziemlich kontrastreich dazu wirkt der als elektroakustische Rezitation der dunklen Art beginnende, spannungsgeladene Score von Anthony Sahyoun, in welchem Gastvokalist Firas Hallak vor leise kreischenden Kulissen den Fokus derer, die das Arabische beherrschen, auf die Metropole als Locus Horribilis lenkt.</p>
<p>Nach diesem unmissverständlich beängstigenden Szenario laden der Klangkünstler Jad Atoui und der hier Saxophon spielende Multiinstrumentalist Khodor Ellaik (Kid Fourteen), die bereits ein gemeinsames Album produziert haben, auf das zumindest dem Anschein nach sicherere Terrain gut skulpturierter, plastischer Sounds, bei denen Tupfer modularer Synthies die Basis kratziger Striche abgeben, die sich erst mit der Zeit als Saxophonklänge herausstellen. Der Song hätte auch als Klavierballade funktioniert, und selbst dann wäre die subtile Spannung daraus nicht gewichen. Das folgende &#8220;Coast III&#8221; stammt von <a href="http://africanpaper.com/tag/elyse-tabet/">Elyse Tabet (ehemals Litter)</a> und <a href="http://africanpaper.com/tag/jawad-nawfal/">Jawad Nawfal (aka Munma)</a>, die seit beinahe zehn Jahren im künstlerischen Austausch stehen. In dem kleinteilig rasselnden Soundgebilde tauchen verschiedene Rhythmen auf, die sich auf reizvolle Weise nie ganz einig werden, wovon eine unterliegende, beinahe hypnotische Harmonie jedoch nicht angetastet wird.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/Sandy-Chamoun-©-Bassem-Saad.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32050" title="Sandy Chamoun © Bassem Saad" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/Sandy-Chamoun-©-Bassem-Saad.jpg" alt="" width="468" height="312" /></a>Der verwehte Gesang, der in <a href="http://africanpaper.com/2021/01/28/erster-teil-einer-songtrilogie-von-sandy-chamoun/">Sandy Chamoun</a>s großartigem Protestsong &#8220;Nas el Wahel&#8221; rauschend und tremolierend durch den Raum weht, steigert sich in einigen Minuten zu einem Sturm, der unbarmherzig und von lärmenden Takten begleitet über eine postapokalyptische Landschaft fegt. Der Titel bedeutet &#8220;Menschen des Schlamms&#8221; und referieret auf die Proteste, die 2019 das Land erschütterten. Um die Verwundbarkeit der Stadt und seiner Menschen geht es auch in dem Beitrag von Mayssa Jallad und Khaled Allaf, auch wenn die poppige Produktion, die Eingängigkeit der verspielten Melodien und der klare Gesang nicht unterschiedlicher sein könnten. Bei dem an teilweise Massive Attack erinnernden Arrangement denken einige vielleicht noch an Libanons eigene Triphop-Tradition und eine Band wie Soap Kills.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/Mayssa-Jallad-Khaled-Allaf-©-Tamara-Saade.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32051" title="Mayssa Jallad &amp; Khaled Allaf © Tamara Saade" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/Mayssa-Jallad-Khaled-Allaf-©-Tamara-Saade.jpg" alt="" width="468" height="312" /></a>Das Duo Two or the Dragon trägt mit dem zweiten Teil des &#8220;Prelude for the Triumphant Man&#8221;-Zyklus einen der noiserockigsten Tracks bei und huldigen den Maschinenklängen der Stadt. Zunächst ahnt man kaum, dass die aggressive Szenerie primär auf Instrumenten wie Duhulla und Bouzuk basiert, die traditionellen Ursprungs sind. Sary Moussas &#8220;Tides&#8221; leitet in knapp zwei Minuten in den Schlussteil über und verbreitet in hellen, hypnotischen Klangwellen eine Spannung, die eine im Hintergrund schwelende Desolatheit ahnen lässt. Der Ausklang obliegt Tunefork-Impressario Fadi Tabbal mit seinem monumentalen Dronestück &#8220;Ceremony by the Sea&#8221;. Bevor dieses in fast rührendem Wohlklang endet, muss noch ein Weg durch verrauschtes Land zurückgelegt werden, auf dem einem gigantische Gerätschaften begegnen und die Sprache verschlagen.</p>
<p>Compilations, die Musiker aus bestimmten Orten, gerne jenseits der westlichen Kernländer, präsentieren, sind in den letzten Jahren auch in weniger populären Bereichen sehr beliebt geworden und wurden auch auf unseren Seiten immer gerne &#8211; so wie <a href="http://africanpaper.com/2018/10/20/v-a-anthology-of-electroacoustic-lebanese-music/">dieser ebenfalls Beirut thematisierene Sampler</a> &#8211; besprochen. Ein kleiner Rest Zwiespältigkeit bleibt jedoch immer bestehen: Auf der einen Seite gibt man interessanten Künstlern so eine weitere Plattform, ihre Musik überregional bekannt zu machen und stiftet im besten Fall neue Verbindungen; auf der anderen Seite kann man jedoch nie ganz verhindern, dass auf diesem Weg auf Rezipientenseite ein kleiner Rest Exotismus bedient wird, sei dieser auch noch so experimentell, problembewusst und kritisch-distanziert eingefärbt.</p>
<p>Vielleicht ist dies aber gerade ein Problem, dass auf Seiten westlicher Hörer behoben werden muss, die sich ein unbefangeneres Bild von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen der eigenen und anderen Lebenswirklichkeiten aneignen sollten. &#8220;Beirut Adrift&#8221; jedenfalls stellt die Stadt durch ihre Musikauswahl und die zugrundeliegenden Themen als einen Ort vor, mit dem es sich zu befassen lohnt, der zwar &#8220;spannend und pulsierend&#8221; sein mag und einen zum Schwärmen bringen kann, die aber ebenso sehr eine ernsthafte und unverblendete Auseinandersetzung fordert. Ein mehr als gelungenes Projekt! (U.S.)</p>
<p><a href="https://norient.com/"><strong>@ Norient</strong></a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4286099587/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TWO OR THE DRAGON: Prelude to the Triumpant Man</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2020 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die drei Stücke, die auf der vorliegenden EP unter dem Titel &#8220;Prelude to the Triumpant Man&#8221; eingespielt wurden, wirken tatsächlich wie ein Vorspiel, ein erstes Zusammenbrauen von etwas Wuchtigem, das sich im dritten und letzten Teil Bahn bricht und dessen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/02/two-or-the-dragon-prelude-to-the-triumpant-man/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2otd.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20810" title="2otd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2otd-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die drei Stücke, die auf der vorliegenden EP unter dem Titel &#8220;Prelude to the Triumpant Man&#8221; eingespielt wurden, wirken tatsächlich wie ein Vorspiel, ein erstes Zusammenbrauen von etwas Wuchtigem, das sich im dritten und letzten Teil Bahn bricht und dessen endgültige Gestalt doch eine Leerstelle bleiben muss. Fraglos liegt darin ein zentrales Faszinosum des knapp zwanzigminütigen Minialbums.<span id="more-20809"></span></p>
<p>Um das Pferd bzw. den Drachen nicht vollends von hinten aufzuzäumen zunächst der Reihe nach: Two or the Dragon sind ein 2014 gegründetes Duo aus dem Großraum Beirut, deren Kunstfertigkeit im Umgang mit diversen Handdrums und der Buzuq genannten Langhalslaute tief in der traditionellen Musik ihrer Region verwurzelt ist. Die allgegenwärtige Verfremdung mit diversen elektronischen Effekten und der oftmals aggressive Drive ihrer Darbietungen offenbart aber ein ebenso großes Interesse an experimentellen Herangehensweisen und eventuell ein Faible für an allerhand Noise, Industrial und linkshändiger Elektronik. In diversen Statements haben Abed Kobeissy und Ali Hout bereits die Geräusche ihrer städtischen Umgebung, den Mix aus Motoren und anderen Maschinen und natürlich das allgegenwärtige Hupen als Vorbild für ihre Musik angegeben und diese somit in einen quasi politischen Zusammenhang mit der Stadtentwicklung nach dem libanesischen Bürgerkrieg in all ihrer Ambiguität gesetzt. Dies könnte auch auf &#8220;Prelude to the Triumpant Man&#8221; zutreffen, dessen Titel die Frage nach blanker Ironie aufwirft, dessen Texte aber Kenntnisse im Arabischen voraussetzen.</p>
<p>Im ersten Teil stimmt eine schräge, aber überschaubare Kakophonie aus verzerrten Buzuq-Saiten und diverses hintergündiges Summen, Rauschen und Klappern auf eine urbane Tour de Force ein, die durch bizarre Melodieansätze weniger durchbrochen wird, als dass ihre lärmenden Saiten dadurch noch unterfüttert werden. Levantinisches ist hier allgegenwärtig, aber in einer Form, die das Herz eines jeden romantisch gestimmten Orientalisten stocken ließe.</p>
<p>Im zweiten Teil laden hektische funky Takte zum kratzigen (Veits-)Tanz, das Scheppern der Perkussion applaudiert dem Wolf, den sich der hypnotisierte Hüpfer hier tanzt. Für Sitzenbleiber eröffnen sich mit der Zeit faszinierende Muster in den immer heftigeren Trommelwirbeln und dem scheinbar nie endenen Gekratze, währen die Tänzer schon im Delirium torkeln. Doch all das ist nichts gegen den dritten Teil, der mit hallastigen Schlägen, snarigen Wirbeln und Alarmsirenen einen monumentalen Kampfschauplatz eröffnet. Hektische Proklamation wie aus einer im Radio übertragenen Rally stellt eine dubiose Macht bloß oder zumindest zur Schau und lässt für Momente den Schluss aufblitzen, dass gefühlt neunzig Prozent dessen, was sich Martial Industrial schimpft nichts als eine unsexy Fußnote zu diesen rund sechs Minuten Two or the Dragon ist.</p>
<p>Die EP hat bereits drei Jahre auf dem Buckel, und in der Zwischenzeit gab es nur ein paar Live-Tracks auf <a href="https://soundcloud.com/two-or-the-dragon">Soundcloud</a> als weitere Lebenszeichen. Man sollte also die Antennen auf Empfang stellen um das Album, das hoffentlich bald kommen wird, nicht zu verpassen.</p>
<p><strong>Label: Nawa Recordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3098249660/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2434903128/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>OISEAUX-TEMPÊTE: Tarab</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/10/06/oiseaux-tempete-tarab/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Oct 2018 05:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man das hintergründige Piano und die leise summenden Geigen hört, mit denen die Ouvertüre beginnt, ahnt man noch nicht, wie gut sich der Titel „Tarab“ für das erste Live-Album der transmediterranen Formation Oiseaux-Tempete eignet. Im Arabischen bezeichnet das Wort &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/06/oiseaux-tempete-tarab/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/oiseauxtempetetarab.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15737" title="oiseauxtempetetarab" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/oiseauxtempetetarab-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man das hintergründige Piano und die leise summenden Geigen hört, mit denen die Ouvertüre beginnt, ahnt man noch nicht, wie gut sich der Titel „Tarab“ für das erste Live-Album der transmediterranen Formation Oiseaux-Tempete eignet. Im Arabischen bezeichnet das Wort nämlich einen Zustand der Ekstase, des außer sich Seins, der sich bei der Darbietung der Stücke mehrfach einstellt. Das Material auf der CD wurde bei Konzerten<span id="more-15736"></span> an verschiedenen Orten in Europa und Nordamerika eingespielt, wo die im Grenzbereich mindestens zwischen Doom, Postrock und arabischer Folklore herumschwirrenden Sturmvögel zusammen mit Suuns und Jerusalem in my Heart auftraten, sowie auf dem Beiruter Irtijal-Festival.</p>
<p>Ein Großteil der Stücke stammt vom letzten Album „Al-An!“, wobei die Musik hier noch um einiges intensiver – das heißt unberechenbarer und bisweilen druckvoller – daherkommt. Das nach wie vor in vermeintlicher Introvertiertheit daherkommende „Carnaval“ mit seinen verwehten Chören wirkt um einiges entgrenzter, die Ouvertüre „Baalshamin“ enthält, erst einmal in Schwung gekommen, einiges mehr an Spannung, überall hat man das Gefühl, dass sich etwas nur schwer greifbares zusammenbraut. Das in den ersten Minuten erratisch wirkende „Bab Sharqui“, dessen orientalische Melodien zusammen mit Handdrums und Elektronik schon auf dem Album nah am Freakout endet, hält hier noch einige ekstatische Momente mehr parat.</p>
<p>Ein schon lange beliebter Live-Track ist das zwischen Folksong und Rockbrett angesiedelte „Palindrome Series“, und besondere Momente bereiten immer die Tracks mit Vocals, allen voran die rezitative Stücke mit dem ehemaligen The Ex-Frontmann G.W. Sok. „Ütopya / On Living“, das zu anfangs sanften Harmoniumwellen die Randständigkeit des Menschen im Universum besingt, ist schon von einem früheren Album her bekannt, exklusiv sind zwei weitere Gedichtvertonungen: In „Tuesday And The Weather Is Clear“ aus der Feder des palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish rezitiert Sok über eine von schweren Erfahrungen geprägte Biografie, in „Grasse Matinée“, einer Jacques Prévert-Vertonung, trägt er den Text auf niederländisch vor – die immer hastigere Darbietung und die Steigerung der Intensität bis in Gefilde von Punk und Noise-Rock lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass es auch hier um alles geht.</p>
<p>Vielleicht wie in „Through The Speech Of Stars“, in dem er schon auf Platte aus dem Blickwinkel eines späteren Historikers über unsere noch ungewisse Zukunft sinnierte. Auch dieser Text stammt von Darwish, und in der hier aufgenommenen Version trägt Radwan Ghazi Moumneh von Jerusalem in my Heart das ganze Gedicht im arabischen Original vor und gibt der CD, die aufgrund ihrer intensiven Stimmung und den kreativ überarbeiteten Songs keineswegs nur ein Dokument darstellt, einen denkwürdigen Abschluss.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.subrosa.net/en.html">Sub Rosa</a></strong></p>
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