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	<title>African Paper &#187; Ulver</title>
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		<title>Current 93, Zu, Teleplasmiste, Ulver u.a.: Neue Compilation auf House of Mythology</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 05:50:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[House of Mythology haben mit &#8220;Watch and Pray &#8211; Five Years of Studious Decrepitude&#8221; eine Compilation mit wichtigen Künstlern des Labels über Bandcamp veröffentlicht, neben Current 93, Zu, Teleplasmiste und Ulver sind Hypnopazuzu, Zu93, The Stargazer&#8217;s Assistant, Stian Westerhus, Nodding &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/04/01/current-93-zu-teleplasmiste-ulver-u-a-neue-compilation-auf-house-of-mythology/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>House of Mythology haben mit &#8220;Watch and Pray &#8211; Five Years of Studious Decrepitude&#8221; eine Compilation mit wichtigen Künstlern des Labels über Bandcamp veröffentlicht, neben Current 93, Zu, Teleplasmiste und Ulver sind Hypnopazuzu, Zu93, The Stargazer&#8217;s Assistant, Stian Westerhus, Nodding God, HHY &amp; The Macumbas, KKKMO und Use Knife vertreten. Einige der Stücke sind auf auf heute raren Tonträgern erschienen, neben Tracks aus regulär erhältlichen Releases findet sich auch Exklusives wie &#8216;Niemandswasser IV&#8217; von Current 93 &#8211; eine abstrahierte und stark verfremdete Version des beliebten Songs, die später im Bonusmaterial der &#8220;Sleep Has His House&#8221;-Wiederveröffentlichung enthalten sein wird. Die Compilation ist frei oder gegen eine Spende erhältlich. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/houseofmythologywatchandpray.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-20660" title="houseofmythologywatchandpray" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/houseofmythologywatchandpray.jpg" alt="" width="1200" height="1197" /></a><span id="more-20659"></span></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/tag/house-of-mythology/"><strong>House of Mythology @ African Paper</strong></a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3228847438/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TREHA SEKTORI: The Sense Of Dust And Sheer</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2019 07:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Merkmal, das Treha Sektori aus der Menge an rituellen Ambientprojekten herausragen lässt und vielleicht nicht einmal intendiert ist, ist das Spannungsgefüge zwischen der entspannten Ruhe der gleitenden Klangflächen und einer versteckten, nie ganz im Zaum gehaltenen Unruhe, die sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/03/02/treha-sektori-the-sense-of-dust-and-sheer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/trehasektoricycliclaw.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17166" title="trehasektoricycliclaw" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/trehasektoricycliclaw-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Merkmal, das Treha Sektori aus der Menge an rituellen Ambientprojekten herausragen lässt und vielleicht nicht einmal intendiert ist, ist das Spannungsgefüge zwischen der entspannten Ruhe der gleitenden Klangflächen und einer versteckten, nie ganz im Zaum gehaltenen Unruhe, die sich deutlich in den Performances des Franzosen, aber auch subtil in all seinen Aufnahmen findet. Das aktuelle Release kingt so kohärent wie ein Album, ist aber eine Zusammenstellung von Tracks, die z.T. bereits für Filme und<span id="more-17165"></span> andere multimediale Arbeiten verwendet wurden oder auf Splits und einer Compilation erschienen sind.</p>
<p>Viele der Tracks schleichen sich langsam und fast heimlich in die Gehörgänge, nehmen unbemerkt Raum in Besitz mit ihren sanft-kühlen Flächen, die nur in weiten, unterirdischen Räumen geboren sein können. Fast unbemerkte Veränderungen in Tempo, Takt oder Melodieführung wirken umso hastiger, wenn sie erst einmal wahrgenommen worden sind, und meist folgen darauf plötzliche Trommelwirbel und sonstige kurze Destinationen, die selbst in ihrer aufpeitschendsten Wirkung noch dezent und hintergründig bleiben. Ähnliches gilt für die in sicheren Abständen erfolgenden Vokalbeiträge, im Opener von Gastsänger Kristoffer Rygg (Ulver), bei anderen Tracks eventuell auch von Mastermind Dehn Sora selbst. Meist so unverständlich wie die mysteriösen (wie gewohnt ans Persische oder auch an fantsaievolle Eigennamen aus Lovecrafts Frühwerk erinnernden) Tracktitel besetzen die gemurmelten Vocals einen schemenhaften Ort zwischen Flüstern und abgründigem Fauchen, ähnlich dem Atem einer erwachenden Bestie.</p>
<p>Die meisten Stücke sind von kurzer oder mittellanger Dauer und entfalten ihre Wirkung entsprechend ihrer musikalischen und atmosphärischen Tendenz: &#8220;Deh Semteh&#8221; lebt vom harmonischen Zusammenspiel aus metallischen Takten, geschmeidiger Dröhnung und einer fast an Banjo erinnernden Melodie und wird erst gegen Ende von stakkatohaften Shouts aus der Ruhe gebracht, in &#8220;Severh Devrah&#8221; dagegen mündet und endet alles in lavaartige Schwere. Der in Kollaboration mit dem Projekt Muhd entstandene und bereits 2015 einmal erschienene Titeltrack &#8220;The Sense Of Dust And Sheer&#8221; mit seiner fast halbstündigen Länge sticht wie ein Album im Album heraus und schafft eine noch größere Vertrautheit mit dem typischen Treha Sektori-Setting: Leise, aber doch räudige Takte rollen durch einen hallenden Raum, begleitet von schnarrenden Stimmen, alles deutet auf einen schöpferischen Ausbruch hin, auf die Weigerung, sich mit was auch immer abzufinden. Fast überhört man, dass das Tempo und die Richtung nie sicher sind, denn hohe, repetitive Synthieflächen bringen eine seltsam hypnotisierende Schönheit ins Bild, bis sich am Ende alles in geerdeter Traurigkeit verliert.</p>
<p>Die CD erschient neben den gängigen Downloadformaten dreihundertmal im A5-Sleeve mit Artwork aus Dehn Soras Foto- und Kunstband &#8220;The Sensation Of Being One Of Them&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.cycliclaw.com/">Cyclic Law</a></strong></p>
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		<title>KITCHIE KITCHIE KI ME O: Are You Land or Water</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2016 07:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/kkkmoareyoulandorwater.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12705" title="kkkmoareyoulandorwater" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/09/kkkmoareyoulandorwater-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit ihren düsteren Kopfhängersongs und einem Schuss Americana konnten die Norweger Madrugada um die Jahrtausendwende herum ein recht unterschiedliches Publikum begeistern, wozu neben der Tiefe ihrer Songs sicher auch die Tatsache mit beitrug, dass sich Nick Cave gerade immer mehr vom Geschmack seiner Fans entfernte, während Mark Lanegan noch brav bei den Queens of the Stone Age Studentenrock fabrizierte. Nach drei Alben löste sich die Band allerdings auf, und das<span id="more-12704"></span> Nachfolgeprojekt My Midnight Creeps wurde nach dem frühen Tod von Sänger Robert Burås ebenfalls nach nur zwei Alben aufgelöst.</p>
<p>Dass der zweite Mann dieser Band, Alexander Kloster-Jensen, vor einigen Jahren die Gruppe Kitchie Kitchie Ki Me O formierte, wurde in unseren Breiten trotz eines großen Labels nur marginal registriert. Würde man an der Stelle einen Punkt setzen, wäre das Ganze eine eher traurige Geschichte, doch bekanntlich soll man den Tag nicht vor dem Abend verfluchen. Dieser sprichwörtliche Abend ereignete sich etwas früher in diesem Jahr, denn da blickte nach genau fünf Jahren der zweite Longplayer der Band das Licht der Welt, und „Are You Land or Water“ klingt wie der Inbegriff eines vitalen Neuanfangs.</p>
<p>Wie Kloster-Jensen, kurz Alex K, verschiedentlich mitteilte, wurde er zu dem Album bei einer Deutschlandreise inspiriert, während der der von Höhlen begeisterte Wanderer den in Thüringen gelegenen Kyffhäuser besuchte und sich ausgiebig mit dem Mythos des Kaisers Friedrich Barbarossa befasst. Zwei der meist instrumental gehaltenen Stücke auf dem Album referieren dem Titel nach auf diesen Stoff, der genauere Zusammenhang erschließt sich vielleicht, wenn man die Sage vom schlafenden Kaiser kennt, der eines Tages &#8211; sollte die Welt nicht vorher untergehen &#8211; aus seinem von Wasser durchfluteten Höhlenreich auferstehen und das Heilige Römische Reich als ein Reich des Friedens neu errichten wird.</p>
<p>Was neben der Enrgiegeladenheit an „Are You Land or Water“ am meisten fasziniert, ist die unbekümmerte stilistische Mixtur, bei der der stimmungsmäßige rote Faden nie aus den Augen gerät und die Musik bei allem Abwechslungsreichtum nie in die Nähe eines konzeptlosen Mash-up gerät. Fast alle der Songs sind äußerst tanzbar: Ruft das eröffnende „Barbarossa (Fire Birth)“ mit der grobkörnigen Dröhnfläche und den stylischen 4 to the Floor-Beat vergangene Liebäugeleien mit Garage Rock in Erinnerung, so groovt das basslastige „Saleph (The Voyage)“ in einer Art und Weise, dass man sich zugleich in die Swinging Sixties und in ein blueslastiges Kraut-Szenario versetzt fühlt, bei dem zu allem Überfluss auch noch die Thievery Corporation um die Ecke lugt. Sollten dies die Träume des schlafenden Kaisers sein, so wirken sie wie hoffnungsfrohe Omen. Zu Vielfalt und Experimentierfreude in kulturellen und geistigen Dingen neigte er ja ohnehin.</p>
<p>„Are You Land or Water“ bietet in diesem Sinne jede Menge Stoff für nerdiges Name- und Termdropping. Man kann das Dub-Feeling des mit viel Hall und Reverb aufwartenden „Going Firth by Day“ nicht verschweigen, dessen betont schlaftunkene Gesangsspur bereits mit Bon Iver verglichen wurde, woran ich mich aber nicht anschließen würde. Auch kann man den Schuss Exotica und den Afrogesang des herrlich rumpelden Titeltracks nicht verschweigen. Der Kritik eines Kollegen, die Platte hätte mit seine starken Tracks eher Qualitäten einer Compilation statt der Kohärenz eines Albums, stimme ich ebensowenig zu, viel zu sehr bilden die unterschiedlichen Rhythmen zusammen mit dem fast durchgehend in Bauch und Beine gehenden Groove ein in sich stimmiges Narrativ. Und selbst der genannte Stilmix, der Mods und Clubgänger gleichermaßen zufriedenstellen sollte, bleibt konstant und stiften Kohärenz.</p>
<p>Dass das letzte Stück „Europa“ den Zusatz „First Light“ trägt, ist bezeichnend &#8211; mit seinen fast kosmisch anmutenden Abient-Soundscapes könnte es eher einen zur Ruhe bettenden Abschluss bieten, aber in seiner hellen Klangfärbung, v.a. aber durch das abschließende Medley aus Cabaret und entschleunigtem Rock&#8217;n'Roll wirkt es wie das zwiespältige Gefühlschaos nach einer von turbulenten Träumen durchtränkten Nacht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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		<title>LANIAKEA: A Pot Of Powdered Nettles</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2016 05:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/laniakeaapotofpowderednettles.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12267" title="laniakeaapotofpowderednettles" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/laniakeaapotofpowderednettles-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Platten, die in musikalisch-textlicher Hinsicht eine solche Reichhaltigkeit und Tiefe aufweisen, dass ihr Charisma ganz ohne einen besonderen Hintergrund auskommt. Erfährt man dann doch etwas über die Raison d&#8217;Être eines solchen Albums, bekommt man eine Ahnung, woraus sich diese Fülle speist. Im Fall von „A Pot of Powdered Nettles“, dem Debüt des aus Daniel O&#8217;Sullivan und Massimo Pupillo bestehenden Duos Laniakea, ist dieser Hintergrund nicht etwa in theoretischen Überlegungen zu finden, sondern in der Vorgeschichte, die bis in die Spätphase von Coil zurück reicht<span id="more-12266"></span>. John Balance verbrachte seine letzten Monate bei seinem letzten Freund, dem Künstler Ian Johnstone a.k.a. Mr. Todd, und lebte quasi in dessen Haus in Tottenham im Norden Londons.</p>
<p>Johnstone hatte vielseitige Interessen, getaltete Cover von Coil und anderen Bands, war außer Künstler noch Imker, zudem sammelte er okkulte Gegenstände und allerlei Kuriositäten, und nach Balance Tod befand sich sicher auch einiges aus dessen Nachlass in seinem Haus. Dieses hatte immer eine offene Tür für befreundete Künstler und Musiker, und war jemand in Not, konnte er dort auch ein provisorisches zuhause finden. Einer dieser Freunde war der Musiker Daniel O&#8217;Sullivan, der in Bands wie Mothlite, Guapa, <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/aethenor-faking-gold-and-murder/">Æthenor</a>, Grumbling Fur und Ulver spielte, und nachdem im letzten Jahr auch Johnstone verstarb, war er es, der sich um die Hinterlassenschaften kümmerte.</p>
<p>Dass daraus, aus der Trauer, dem Ordnen von Gegenständen und der Zeit in Johnstones Haus ein Album hervorgehen sollte, war nicht geplant, es ergab sich beinahe wie von selbst, als O&#8217;Sullivans Freund <a href="http://africanpaper.com/2016/05/04/oren-ambarchi-massimo-pupillo-stefano-pilia-aithein/">Massimo Pipillo</a>, Bassist u.a. bei Zu und <a href="http://africanpaper.com/2015/05/16/ardecore-vecchia-roma/">Ardecore</a>, auf einen Besuch vorbeikam und man sich gemeinsam all den starken Emotionen hingab. Irgendwann floss all dies in eine ganz neue kreative Bahn, und die Band Laniakea war geboren, ein Projekt, das sich ganz dem Channeln und Umwandeln starker emotionaler Energien verschrieben hat.</p>
<p>„A Pot of Powdered Nettles“ ist ein Album voller Melancholie geworden, das gleichzeitig vor Kraft und Schönheit geradezu übersprudelt, ein Amalgam aus verwaschenen Soundbrocken, Song-Ansätzen im Downtempo und jeder Menge etherischer Schönheit, das nie ganz zu einer Einheit verschmilzt, und dessen Stimmung Himmel und Hölle eher überblendet, als sie ineinander aufzulösen. Im eröffnenden „The Contagious Magick Of The Superabundance“ klingen in den Ritzen monumentaler Dröhnwellen pittoreske Regenfälle an, und ätherische Chorgesänge und sanfte Melotron-Passagen erreichen mit einfacher Klangrhetorik eine große, sich graduell steigernde Intensität, die mit Pupillos Bassknarren in einem lodernden Brand gipfelt.</p>
<p>In allen vier Stücken offenbart ich über lange Strecken ein Widerstreit zwischen Lieblichem und rauer Dunkelheit, und lange Drones, deren Richtung immer vage bleibt, halten zusätzliche Spannung aufrecht. Dennoch entsteht der Eindruck, dass in all dem Harmonie und das Gefühl vom Linderung am Ende obsiegt. In „The Sky is an Egg“ winden sich aus infernalischem Rauschen und einer Vielzahl erratischer Streicher Pupillos gedämpfte Akkordfolgen heraus, und die entspannte, eher fragile Stimme O&#8217;Sullivans erreicht auch hier im glühenden Aufruhr die Verwandlung ins Schöne. Ähnlich „Zone in Parallel Rose“, das schrägste, zugleich aber auch am ehesten songorientierte Stück des Albums, bei dem sich die Echolalien verrückter Frauen und bedrohlich ratternde Takte in ein „kosmisches“ Vokalstück verwandeln. Auch hier füllt O&#8217;Sullivan alles mit einer Trauer, die einer diffusen Hoffnung Raum gibt.</p>
<p>Doch „A Pot&#8230;“ hat wenig von einer Schnulze mit einem simplen Happy End, und so wirft einen das ausladende „Calcite“ ein weiteres mal in einen undefinierbaren emotionalen Strudel. Freilich, das liebliche ist hier noch durchgehender präsent, in den Vocals des von Coils „The Ape of Naples“ her bekannten Contertenors Francois Testory, im Bimmeln von Glöckchen, aus denen sich pastorale Akkorde herauswinden, in den entrückten Klängen einer asiatischen Flöte, doch Dinge irgendwo zwischen Verfremdung und Realitätsschock sind nicht weit, wenn es quietscht und schleift, wenn ein Kind unverständliches auf einen AB spricht und einmal mehr wenn Pupillio seinen abgründigen Bass knarren lässt.</p>
<p>Wenn diese musikalische Wunderkammer eines kann, dann eine Vorstellung davon zu geben, welche Wunderkammer Johnstones Kosmos gewesen sein muss, idyllisch, aber – etwas profan gesprochen – mit Ecken und Kanten, bei der Schalk und comic relief hinter zahlreichen Kuriositäten hervorlugen. Letztlich eine liebevolle Hommage, die – natürlich primär wegen des Bezugsg zu John Balance – auch in einem Atemzug mit <a href="http://africanpaper.com/2012/09/08/myrninerest-%e2%80%9ejhonn%e2%80%9c-uttered-babylon/">Myrninerests „&#8217;Jhonn&#8217;, Uttered Babylon“</a> genannt werden kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://houseofmythology.com/">House of Mythology</a></strong></p>
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